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Kraftzehrende Beziehung, Abhängigkeit, Narzissmus und Verlustängste.

13. September um 14:00

Hallo liebe Forenmitglieder,

das ist für mich ein "erstes mal" - ich habe noch nie in ein Forum geschrieben, aber ich brauche Rat und lese schon viele Jahre bei unterschiedlichsten Themen mit. Daher hoffe ich sehr, dass mich die sichtweise anderer hier weiterbringt.

Ich, weiblich 38, bin seit 4 Jahren in einer Beziehung die mich schon lange nicht mehr glücklich macht. Grundlegend stimmen viele Faktoren, wir sind auf der "gleichen Wellenlänge", teilen den selben Humor, Einstellungen zum Leben.

Das Thema Zukunft war von Anfang an problematisch, da er keinerlei "Wünsche" hat was die zukunft angeht, sondern eher vor sich her lebt und zufrieden ist mit dem was er hat. Er ist schon unterwesg - aber eben eher mit Freunden auf ein käffchen oder bei seiner lieblingsbeschäftigung "fernsehen".

Ich bin ein sehr engagierter Mensch, arbeite neben meinem "normalen Job" zusätzlich in meiner selbst gegründeten Firma, setze mich ehrenamtlich ein und möchte das in meinem zukünftigen leben noch ausbauen. Mir liegt etwas daran die welt irgendwie ein stückchen "besser" zu machen - vielleicht auch verrückt idealistisch, aber es treibt mich schon an.

Nun ist es so dass mein Freund schon zu Beginn, in jeglicher Hinsicht in der ich Unterstützung hätte brauchen können, eher bremsend war. Ich kannte so ein Verhalten vorher garnicht. In meiner Familie und bei Freunden ist es bei neuen Ideen oder Projekten eher so, dass ich angefeuert werde, wenn ihr versteht was ich meine. So eine art "mut machen" - jeder der mal eine neue Firma gegründet hat weis was ich meine. Im Grunde rede ich hier von mangelndem Optimismus. Ich bin ein Mensch der daran glaubt was er tut - aber jeder hat mal so einen Tag, an dem er ein externes "mach weiter - ich glaub an dich - das wird schon werden" braucht. Spreche ich mit meinem Freund über zweifel oder Ängste, nährt er diese.

Er ist derjenige der mir aufzeigt was alles schief gehen könnte, dass er nicht glaubt dass das Interesse an meinen Dienstleistungen andauern wird. Das bezieht sich auf alles in unserem leben. Mein Freund geht immer direkt vom schlechtesten aus. Typische Sätze sind dabei "das wird doch eh nichts". Oder auch ein "glaubst du echt, dass das funktionieren könnte."

Dabei ist er sarkastisch, ironisch und oft sehr herablassend, was ich mir nur dadurch erklären kann, dass er sich in irgendeiner Form von meinen Interessen bedroht fühlt. Er hat auch schon mal geäussert, dass er "sowas" halt nicht hätte und dass "seine Priorität" die Beziehung wäre.

inzwischen hat er mich damit so in eine bestimmt "schuldgefühle-Richtung" manipuliert, die dazu führt dass ich mein ganzes leben nach ihm ausrichte. Nach seinem Tischtennistraining (sein einziges hobby), seinen Terminen, seinen Anforderungen (beispielsweise eine feste verabredeung platzen lassen, weil er so gern mit den jungs play station spielen will und das nur heute passt). Ich mache inzwischen fast alles mit - denn ich bin ja die "böse" die so viele interessen neben ihm hat. Ärgere ich mich darüber und teile ihm das mit, geht er sofort zum Angriff über. Das er ja "eiiinmal" was für sich tun möchte und mir das nun auch wieder nicht passt - dass er so sein müsste wie ich ihn haben will - dass ich erwarte dass er so denkt wie ich. Und so weiter....

Das ist inzwischen auch ein Hauptproblem in unserer Beziehung - er ist grundlegend der "arme" oder der "anklagende". Er hatte obwohl er schon 40 ist vorher nie eine Beziehung. Mir sagt er immer dass es daran liegt, dass keine seine Ansprüche erfüllt hat, vorher. Nun ist es leider so, dass er eine sehr unschöne Kindheit hinter sich gebracht hat. Dieses Thema "teilen" wir aber - inklusive Gewalt seitens der Eltern. Während ich über viele Therapien daran gearbeitet habe, vertrauen zu können, ist er damit eher unreflektiert umgegangen. Also klassisch - alle anderen sind schuld. Er hat viele Kontakte zu Familienmitgliedern abgebrochen - ich suche da innerhalb meiner Familie immernoch nach Aussprache.

Mein "Thema" ist, dass ich immer denke etwas "tun zu müssen" um geliebt zu werden, was nun natürlich auch wie ein Puzzlestück zu dieser Beziehung passt.

Das Hauptthema ist aber, dass er völlig unvorhersehbare aggressive Ausraster hat. Er schreit dann aggressiv herum, macht Vorwürfe, erwähnt teilweise Sachen die garnicht stimmen oder die ihm mit anderen Personen in seinem leben widerfahren sind (das ist dann wirklich etwas verrückt und ich hab mich schon gefragt was da in seiner psyche abläuft).

Also beispielsweise sagt er dann "wie kannst du nur sagen dass du mich hasst.." und ich bremse ihn und sage..."äh was...warte - ich hab das noch nie zu dir gesagt - das stimmt doch einfach nicht."...und er dann "ja, ja...und schreit weiter..."...

Zu beginn der Beziehung bin ich regelmässig heulend zusammengebrochen. Es ist mir wirklich unangenehm das zuzugeben, aber ich habe mich teils in ecken auf den Boden gesetzt oder sogar flach auf den Boden gelegt und ihn heulend angefleht mit dem Schreien aufzuhören. Meine Mutter war der Mensch der mich als Kind genau so angeschrieen hat - ich vermute da schon eine Verbindung, warum ich mich da so "unscihtbar machen will".

Er hat mich schon in Restaurants, auf Partys meiner Freunde und auch im Urlaub in der Öffentlichkeit dazu gebracht heulend da zu stehen, wie so ein Opfer. ich bin normalerweise eine starke Person die nichts so schnell umhaut. Aber diese Verzweiflung in mir ist in den momenten echt und ich kann mir kaum erklären warum er mich so in die Knie zwingt. Anfangs war das ganz grosser harmoniewille meinerseits - ich habe ihn als dominierend wahrgenommen.

Mitschwingen tut dabei auch immer das thema "ich würde ihn ja garnicht brauchen". Er macht mir dann Vorwürfe dass ich seine Gefühle nicht berücksichtige, nicht genügend auf ihn eingehe und so weiter. Ich bin ein sehr feinfühliger mensch, der auch genau in dem Bereich pyschologische Beratung anbietet, was es wohl umso verrückter macht, was ich hier schildere.

Aber mein eigentliches Problem ist nun folgendes. Ich schaffe es nicht mich zu trennen. Ich weiss dass das das einzige ist was mich aus dieser Situation herausholt. Ich kämpfe mit so einigen psychosomatischenm Erkrankungen, seitdem diese Beziehung mein leben so bestimmt, war schon zweimal aufgrund unerklärchlicher Schmerzen stationär im Krankenhaus.

Ich finde mich selber so dumm, aber wenn ich darüber nachdenke ihn nicht mehr "bei mir" zu haben, drehe ich innerlich durch, hab plötzlich das Gefühl ganz alleine zu sein. Uns verbindet irgendetwas was mich immer wieder einlenken lässt. Als hätte er mein Selbstbewusstsein so in den Boden gestampft, dass ich nicht glaube dass noch irgendwer mit mir zu tun haben wollen würde oder eine Beziehung mit mir führen wollen würde, dabei war ich bei Männern immer beliebt.

Er hat mir so deutlich gemacht dass ich der "Fehler" bin - er ist wegen mir unglücklich. Dazu muss ich sagen dass er über sich schon beim kennenlernen damals sagte, dass er sich selbst hasst. Weswegen konnte er mir nicht erklären. Ich war damals ein sehr energiegeladener glücklicher Mensch und habe ihm versucht zu zeigen was alles positiv ist im leben, woran man alles Spaß haben kann. Aber nun geht mir die Kraft aus - es ist inzwischen als hätte er mir etwas genommen, was für immer kaputt ist. Ich habe manchmal sogar Panikattacken in unterschiedlichsten Situationen und seltsamste Ängste. Trotzdem gibt es zwischen auch Phasen wo ich ihn als "Halt" empfinde, was ich mir selber nicht erklären kann.

Daher - ich brauche Hilfe. Was kann ich tun, um mich "für mich" zu entscheiden. Wir sprechen über Trennung aber wenn er dann sagt das sein Leben dann vorbei ist, er immer nur mich lieben wird und da seine Show abzieht, ist sein Glück mir irgendwann wieder wichtiger als meins und ich gebe nach.

An sich ist er alles was ich immer wollte - aber diese "Psychose" von ihm gibt er nicht mal zu, obwohl es so offensichtlich ist. Er behauptet dann sogar dass ich viel lauter geschrien habe als er und ich die aggressive wär. Ich habe sogar schon videos heimlich aufgenommen, weil ioch dachte..."das kann doch nicht sein". Er weigert sich die mit mir anzusehen, vermutlich weil er mir recht geben müsste.

Im Grunde passt er weder in mein Leben, noch meine Zukunftsplanung oder in mein Umfeld - ich schütze ihn aber und lüge inzwischen auch andere an um ihn nicht schlecht dastehen zu lassen. Vielleicht auch um "mich nicht schlecht dastehen zu lassen". Und ich kann mich selber nicht mehr verstehen, warum ich trotzdem denke ihn unbedingt "bei mir behalten" zu müssen. versteht das einer von euch? Und wie komm ich da wieder raus?



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13. September um 14:18


Vielleicht solltest du das Problem mit einem Profi(Psychologe) besprechen! 
Es hilft dir ja nichts wenn wir dir sagen, trenn dich! 
Manchmal ist man in einer Beziehung zu verstrickt ineinander! Alles Gute

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13. September um 14:19
In Antwort auf micky790


Vielleicht solltest du das Problem mit einem Profi(Psychologe) besprechen! 
Es hilft dir ja nichts wenn wir dir sagen, trenn dich! 
Manchmal ist man in einer Beziehung zu verstrickt ineinander! Alles Gute

Ich bin da leider noch garnicht informiert. Was kann ich denn tun um mit so jemandem zu sprechen? 

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13. September um 14:21
In Antwort auf sorgenschubser99

Ich bin da leider noch garnicht informiert. Was kann ich denn tun um mit so jemandem zu sprechen? 

Ach nein entschuldige. Ganz falsch gelesen. Ich hatte gerade „Profil“-Psychologen gelesen. 😅 Verzeih. 

Das Thema Psychologe habe ich bisher schon angegangen. Da würde mir gesagt dass ich „selbst schuld bin“ dass ich mich „so behandeln lasse“. Das hat mir nicht wirklich geholfen. 

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13. September um 14:31

Ich sags trotzdem!!

TRENN DICH!!

Das passt einfach nicht! Und der Preis dneDu bezahlst um ein bischen "Liebe" zu bekommen, was keine ist, ist viel zu hoch!

Lebe Dein Leben und lass es Dir nicht kaputt reden/machen.

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13. September um 14:35
In Antwort auf sorgenschubser99

Ach nein entschuldige. Ganz falsch gelesen. Ich hatte gerade „Profil“-Psychologen gelesen. 😅 Verzeih. 

Das Thema Psychologe habe ich bisher schon angegangen. Da würde mir gesagt dass ich „selbst schuld bin“ dass ich mich „so behandeln lasse“. Das hat mir nicht wirklich geholfen. 


Das ist aber echt bitter! Das sollte es nicht geben bei guten Psychologen! Aber eben...! 

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13. September um 14:41

Manchmal ist es hilfreich das ganze gut zu planen und schriftlich die einzelnen Schritte zu fixieren.
Oder aber, zwar nicht ganz die feine englische Art, such Dir ne Wohnung und dann bist Du einfach weg! Und mit etwas Abstand kannst Du Dich immer noch erklären oder das ganze in schriftlicher Form ihm zukommen lassen!

wie gesagt vielleicht nicht ganz fair, aber es geht ja in erster Linie mal um Dich!!

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14. September um 14:01
In Antwort auf micky790


Das ist aber echt bitter! Das sollte es nicht geben bei guten Psychologen! Aber eben...! 

Ja, leider genau so geschehen. Ich habe schon verstanden dass sie damit gewissermaßen meine Eigenverantwortung ans Licht holen wollte. War leider tatsächlich eher deprimierend die Aussage. 

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14. September um 14:02
In Antwort auf tw060270

Manchmal ist es hilfreich das ganze gut zu planen und schriftlich die einzelnen Schritte zu fixieren.
Oder aber, zwar nicht ganz die feine englische Art, such Dir ne Wohnung und dann bist Du einfach weg! Und mit etwas Abstand kannst Du Dich immer noch erklären oder das ganze in schriftlicher Form ihm zukommen lassen!

wie gesagt vielleicht nicht ganz fair, aber es geht ja in erster Linie mal um Dich!!

Wir leben schon in getrennten Wohnungen. Sonst wäre ich vermutlich garnicht so lang zurecht gekommen. 

Ich fühle mich so unglaublich verantwortlich für ihn und hab das Gefühl seine Zufriedenheit fällt in meiner Wahrnehmung schwerer ins Gewicht als meine eigene. 

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14. September um 14:03

Ja, wahrscheinlich hätten damals schon die Alarmglocken bei mir schrillen sollen. Ich nahm es naiverweise als Kompliment. 

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14. September um 14:34
In Antwort auf sorgenschubser99

Wir leben schon in getrennten Wohnungen. Sonst wäre ich vermutlich garnicht so lang zurecht gekommen. 

Ich fühle mich so unglaublich verantwortlich für ihn und hab das Gefühl seine Zufriedenheit fällt in meiner Wahrnehmung schwerer ins Gewicht als meine eigene. 

So hart die Aussage der Psychologin war - leider hat sie irgendwie auch Recht damit! Du lässt schon sehr lange Zeit so mit Dir umgehen. Ganz ehrlich: so wie sich das liest, passt ihr hinten und vorne nicht zusammen! Du schreibst, ihr teilt die gleiche Einstellung zum Leben - das hört sich für mich ehrlich gesagt gar nicht so an! Du gehst Deine Probleme an, schaust nach vorne, hast eine positive Grundeinstallung - er scheint alles schlecht zu machen und lieber auf der Couch zu liegen.

Da wieder rauskommen, wie Du fragst, ist möglich! Schau der ungeschminken Wahrheit ins Gesicht, sei ehrlich zu Dir selbst und frag Dich: Was würde ich einer Freundin raten?

Und dann gilt es Konsequenzen zu ziehen. Die Verbindung beenden, ggf. den Kontakt unterbinden - und nach vorne schauen!

Ich wünsch Dir alles Gute und dass Du wirklich DEIN Leben bekommst!

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14. September um 15:17

Ja also! Getrennte Wohnungen sind da. Das ist doch mehr als die halbe Miete!
Schloß auswechseln, Nummer sperren! ==> glücklich sein!

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15. September um 23:44
In Antwort auf sorgenschubser99

Hallo liebe Forenmitglieder,

das ist für mich ein "erstes mal" - ich habe noch nie in ein Forum geschrieben, aber ich brauche Rat und lese schon viele Jahre bei unterschiedlichsten Themen mit. Daher hoffe ich sehr, dass mich die sichtweise anderer hier weiterbringt.

Ich, weiblich 38, bin seit 4 Jahren in einer Beziehung die mich schon lange nicht mehr glücklich macht. Grundlegend stimmen viele Faktoren, wir sind auf der "gleichen Wellenlänge", teilen den selben Humor, Einstellungen zum Leben.

Das Thema Zukunft war von Anfang an problematisch, da er keinerlei "Wünsche" hat was die zukunft angeht, sondern eher vor sich her lebt und zufrieden ist mit dem was er hat. Er ist schon unterwesg - aber eben eher mit Freunden auf ein käffchen oder bei seiner lieblingsbeschäftigung "fernsehen".

Ich bin ein sehr engagierter Mensch, arbeite neben meinem "normalen Job" zusätzlich in meiner selbst gegründeten Firma, setze mich ehrenamtlich ein und möchte das in meinem zukünftigen leben noch ausbauen. Mir liegt etwas daran die welt irgendwie ein stückchen "besser" zu machen - vielleicht auch verrückt idealistisch, aber es treibt mich schon an.

Nun ist es so dass mein Freund schon zu Beginn, in jeglicher Hinsicht in der ich Unterstützung hätte brauchen können, eher bremsend war. Ich kannte so ein Verhalten vorher garnicht. In meiner Familie und bei Freunden ist es bei neuen Ideen oder Projekten eher so, dass ich angefeuert werde, wenn ihr versteht was ich meine. So eine art "mut machen" - jeder der mal eine neue Firma gegründet hat weis was ich meine. Im Grunde rede ich hier von mangelndem Optimismus. Ich bin ein Mensch der daran glaubt was er tut - aber jeder hat mal so einen Tag, an dem er ein externes "mach weiter - ich glaub an dich - das wird schon werden" braucht. Spreche ich mit meinem Freund über zweifel oder Ängste, nährt er diese.

Er ist derjenige der mir aufzeigt was alles schief gehen könnte, dass er nicht glaubt dass das Interesse an meinen Dienstleistungen andauern wird. Das bezieht sich auf alles in unserem leben. Mein Freund geht immer direkt vom schlechtesten aus. Typische Sätze sind dabei "das wird doch eh nichts". Oder auch ein "glaubst du echt, dass das funktionieren könnte."

Dabei ist er sarkastisch, ironisch und oft sehr herablassend, was ich mir nur dadurch erklären kann, dass er sich in irgendeiner Form von meinen Interessen bedroht fühlt. Er hat auch schon mal geäussert, dass er "sowas" halt nicht hätte und dass "seine Priorität" die Beziehung wäre.

inzwischen hat er mich damit so in eine bestimmt "schuldgefühle-Richtung" manipuliert, die dazu führt dass ich mein ganzes leben nach ihm ausrichte. Nach seinem Tischtennistraining (sein einziges hobby), seinen Terminen, seinen Anforderungen (beispielsweise eine feste verabredeung platzen lassen, weil er so gern mit den jungs play station spielen will und das nur heute passt). Ich mache inzwischen fast alles mit - denn ich bin ja die "böse" die so viele interessen neben ihm hat. Ärgere ich mich darüber und teile ihm das mit, geht er sofort zum Angriff über. Das er ja "eiiinmal" was für sich tun möchte und mir das nun auch wieder nicht passt - dass er so sein müsste wie ich ihn haben will - dass ich erwarte dass er so denkt wie ich. Und so weiter....

Das ist inzwischen auch ein Hauptproblem in unserer Beziehung - er ist grundlegend der "arme" oder der "anklagende". Er hatte obwohl er schon 40 ist vorher nie eine Beziehung. Mir sagt er immer dass es daran liegt, dass keine seine Ansprüche erfüllt hat, vorher. Nun ist es leider so, dass er eine sehr unschöne Kindheit hinter sich gebracht hat. Dieses Thema "teilen" wir aber - inklusive Gewalt seitens der Eltern. Während ich über viele Therapien daran gearbeitet habe, vertrauen zu können, ist er damit eher unreflektiert umgegangen. Also klassisch - alle anderen sind schuld. Er hat viele Kontakte zu Familienmitgliedern abgebrochen - ich suche da innerhalb meiner Familie immernoch nach Aussprache.

Mein "Thema" ist, dass ich immer denke etwas "tun zu müssen" um geliebt zu werden, was nun natürlich auch wie ein Puzzlestück zu dieser Beziehung passt.

Das Hauptthema ist aber, dass er völlig unvorhersehbare aggressive Ausraster hat. Er schreit dann aggressiv herum, macht Vorwürfe, erwähnt teilweise Sachen die garnicht stimmen oder die ihm mit anderen Personen in seinem leben widerfahren sind (das ist dann wirklich etwas verrückt und ich hab mich schon gefragt was  da in seiner psyche abläuft).

Also beispielsweise sagt er dann "wie kannst du nur sagen dass du mich hasst.." und ich bremse ihn und sage..."äh was...warte - ich hab das noch nie zu dir gesagt - das stimmt doch einfach nicht."...und er dann "ja, ja...und schreit weiter..."...

Zu beginn der Beziehung bin ich regelmässig heulend zusammengebrochen. Es ist mir wirklich unangenehm das zuzugeben, aber ich habe mich teils in ecken auf den Boden gesetzt oder sogar flach auf den Boden gelegt und ihn heulend angefleht mit dem Schreien aufzuhören. Meine Mutter war der Mensch der mich als Kind genau so angeschrieen hat - ich vermute da schon eine Verbindung, warum ich mich da so "unscihtbar machen will".

Er hat mich schon in Restaurants, auf Partys meiner Freunde und auch im Urlaub in der Öffentlichkeit dazu gebracht heulend da zu stehen, wie so ein Opfer. ich bin normalerweise eine  starke Person die nichts so schnell umhaut. Aber diese Verzweiflung in mir ist in den momenten echt und ich kann mir kaum erklären warum er mich so in die Knie zwingt. Anfangs war das ganz grosser harmoniewille meinerseits - ich habe ihn als dominierend wahrgenommen.

Mitschwingen tut dabei auch immer das thema "ich würde ihn ja garnicht brauchen". Er macht mir dann Vorwürfe dass ich seine Gefühle nicht berücksichtige, nicht genügend auf ihn eingehe und so weiter. Ich bin ein sehr feinfühliger mensch, der auch genau in dem Bereich pyschologische Beratung anbietet, was es wohl umso verrückter macht, was ich hier schildere.

Aber mein eigentliches Problem ist nun folgendes. Ich schaffe es nicht mich zu trennen. Ich weiss dass das das einzige ist was mich aus dieser Situation herausholt. Ich kämpfe mit so einigen psychosomatischenm Erkrankungen, seitdem diese Beziehung mein leben so bestimmt, war schon zweimal aufgrund unerklärchlicher Schmerzen stationär im Krankenhaus.

Ich finde mich selber so dumm, aber wenn ich darüber nachdenke ihn nicht mehr "bei mir" zu haben, drehe ich innerlich durch, hab plötzlich das Gefühl ganz alleine zu sein. Uns verbindet irgendetwas was mich immer wieder einlenken lässt. Als hätte er mein Selbstbewusstsein so in den Boden gestampft, dass ich nicht glaube dass noch irgendwer mit mir zu tun haben wollen würde oder eine Beziehung mit mir führen wollen würde, dabei war ich bei Männern immer beliebt.

Er hat mir so deutlich gemacht dass ich der "Fehler" bin - er ist wegen mir unglücklich. Dazu muss ich sagen dass er über sich schon beim kennenlernen damals sagte, dass er sich selbst hasst. Weswegen konnte er mir nicht erklären. Ich war damals ein sehr energiegeladener glücklicher Mensch und habe ihm versucht zu zeigen was alles positiv ist im leben, woran man alles Spaß haben kann. Aber nun geht mir die Kraft aus - es ist inzwischen als hätte er mir etwas genommen, was für immer kaputt ist. Ich habe manchmal sogar Panikattacken in unterschiedlichsten Situationen und seltsamste Ängste. Trotzdem gibt es zwischen auch Phasen wo ich ihn als "Halt" empfinde, was ich mir selber nicht erklären kann.

Daher - ich brauche Hilfe. Was kann ich tun, um mich "für mich" zu entscheiden. Wir sprechen über Trennung aber wenn er dann sagt das sein Leben dann vorbei ist, er immer nur mich lieben wird und da seine Show abzieht, ist sein Glück mir irgendwann wieder wichtiger als meins und ich gebe nach.

An sich ist er alles was ich immer wollte - aber diese "Psychose" von ihm gibt er nicht mal zu, obwohl es so offensichtlich ist. Er behauptet dann sogar dass ich viel lauter geschrien habe als er und ich die aggressive wär. Ich habe sogar schon videos heimlich aufgenommen, weil ioch dachte..."das kann doch nicht sein". Er weigert sich die mit mir anzusehen, vermutlich weil er mir recht geben müsste.

Im Grunde passt er weder in mein Leben, noch meine Zukunftsplanung oder in mein Umfeld - ich schütze ihn aber und lüge inzwischen auch andere an um ihn nicht schlecht dastehen zu lassen. Vielleicht auch um "mich nicht schlecht dastehen zu lassen". Und ich kann mich selber nicht mehr verstehen, warum ich trotzdem denke ihn unbedingt "bei mir behalten" zu müssen. versteht das einer von euch? Und wie komm ich da wieder raus?



 

Was willst du denn für deine Zukunft? Planst du mit diesem Energievampier etwa noch Kinder in die Welt zu setzten?? Oder was hält dich an ihm??? Was macht ihn aus, dass du diese Erniedrigungen weiterhin mitmachst?

Das Gefühl "ohne ihn nich mehr Leben zu wollen" kenne ich au meiner Jugend.. 

Er hat dich mittlerweile so klein gemacht, dass du nicht mal mehr merkst wie toll du bist! ..UND VORALLEM DU KEINE KRAFT HAST IHN ZU VERLASSEN... 

Das hat er gut eingefädelt..

Ich rate dir, dich Schrittweise von ihm zu lösen.. rede dir jeden Tag ein, was für ein Mistkerl er ist.. Plane deine Woche nicht mehr nach ihm, zeig ihm Konsequenzen wenn er Termine wegen Lapalien saussen lässt...

Verlasse das Haus / die Wohnung, wenn er mit dem Schreien wieder loslegt.

Du hängst an ihm wie ne Raucherin an der Kippe.. frag mal Google nach Tipps um gegen diese Sucht vorzugehen..

Halte dir selbst immer vor Augen was du geschafft hast... die Ängst über "allein sein/bleiben" kenne ich.. setzt dich damit auseinander woher diese Angst kommt.. ist sie begründet? ..oder ist sie einfach nur da? Such den Ursprung...


Es gibt 1000 Dinge die du tun kannst um von ihm los zu kommen..

Du lässt dich behandeln wie ein Hund von nen Tierquäler... schade eigentlich, wenn du doch ohne ihn so erfolgreich sein könntest.. 

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16. September um 7:36
In Antwort auf sorgenschubser99

Ich bin da leider noch garnicht informiert. Was kann ich denn tun um mit so jemandem zu sprechen? 

ich denke Du hast Deine Kindheit mithilfe von Therapien aufgearbeitet?

Hast Du doch oben  geschrieben?
Dann musst Du doch wissen wie man das anmeldet und organisiert.
 

Der Mann ist in jeglicher Hinsicht eine Bremse und schaedlich. Er benutzt Dixh um sich groesser und besser zu fuehlen.

Du musst das beenden.

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