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Korrumpieren schwache Männer den Charakter einer Frau?

Letzte Nachricht: 20. Juni 2008 um 19:14
18.06.08 um 16:35

Ein ähnlicher thread hat mich gerade zum Nachdenken gebracht.

Die weichen, übersensiblen, gerade auch oft über-passiven Männer, die Softies der Siebziger, die Metros der Neunziger, die Windeleier von heute...korrumpieren sie den Charakter einer Frau?

Stimmt es, was eine Schreiberin meinte, dass Frauen immer verhärmter und aggressiver werden, je mehr Zeit sie mit einem so weichlichen Mann verbringen?

Mich hat diese Aussage fast erschrocken, aber (und gerade darum) ich habe mich darin wiedergefunden. Auch bei mir war es definitiv so, dass sich mein Charakter mit einem schwachen Partner zum Negativen gewandelt hat. Ich wurde mit der Zeit richtig "bissig" und biestig, weil ich innerlich so wütend über seine Passivität war, und entwickelte plötzlich Seiten an mir, die lange - zum Glück - unentdeckt schlummerten. All das Gemeine, Gewaltsame kochte während der Beziehung zu einem über-passiven Mann in mir hoch, ich wurde zunehmend intoleranter, rüder in der Sprache und unbeherrschter im Benehmen -- nein, noch kein Hooligan, aber doch eine sehr unausgeglichene Frau. Meine jetzige Beziehung ist völlig eskaliert in einem Ausbruch der Gewalt -- und dieser Mann ist nach Aussen hin die grösste Weichflöte der Welt.

Könnte das ein dynamisches Muster sein, das auf viele Frauen zutrifft: je schwächer der Mann --- umso härter die Kompensationsleistung für die Frau, umso grösser Frust und Aggression?

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18.06.08 um 16:52

Also..
.. ja. :P

Nee, mal ernsthafter: Für mich gibt es verschiedene Arten von "Schwäche". Erstens: Man(n) hat Ängste und Unsicherheiten, ist nicht ganz mit sich im Reinen, hat vielleicht irgendwo Minderwertigkeitskomplexe her. Wenn die Frau da stabil und unterstützend ist, denke ich mal ist das kein großes Problem, die Beziehung kann funktionieren und beide haben was davon.

Zweitens: Man(n) macht keinen Schritt mehr alleine, hat extreme Selbstwertprobleme, zieht Bestätigung nur noch aus der Partnerin, sie wird mehr und mehr von der Frau zur Mutti: Beziehung kann nicht mehr funktionieren, er konsumiert nur noch, sie gibt nur noch. Klar, dass sie sich ausgenutzt fühlt und biestig wird.

Drittens: Man(n) ist eigentlich eine normale eigenständige Persönlichkeit, genießt es aber, sich in der Beziehung fallen zu lassen und die passive Rolle einnehmen zu können: Kein Problem, wenn die Partnerin auf kompatible Weise tickt, sie es gerne hat den aktiven Teil zu übernehmen. Sonst: Ärger vorprogrammiert, weil sich die Interaktionen für sie dauernd "falsch" anfühlen.

Also dass war mal so ein Schnellschuß, gibt bestimmt noch andere Typisierungen von "schwachen" Männern. Verallgemeinern kann man da bestimmt nicht, die "starken" Frauen sind ja auch alle unterschiedlich..

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18.06.08 um 17:00

Ja, definitiv
Was bleibt einem denn übrig, wenn man mit jemanden zusammen ist, der nicht dazu in der Lage oder nicht willens ist, Entscheidungen zu treffen. Und wenn sie getroffen werden müssen, dann muss frau halt ran.
Auf der einen Seite wird man stärker, aber auch dominanter. Man gewöhnt sich daran, dass das getan wird, was man entscheidet, keine Frage.
Aber die Passivität nervt auch unheimlich. Das Warten auf Antworten, das Aussitzen von Problemen etc.
Ich habe mich zeitweise auch in einen "Hausdrachen" verwandelt, bin aber eigentlich ganz lieb .

sommerlinde

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18.06.08 um 17:24
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Also..
.. ja. :P

Nee, mal ernsthafter: Für mich gibt es verschiedene Arten von "Schwäche". Erstens: Man(n) hat Ängste und Unsicherheiten, ist nicht ganz mit sich im Reinen, hat vielleicht irgendwo Minderwertigkeitskomplexe her. Wenn die Frau da stabil und unterstützend ist, denke ich mal ist das kein großes Problem, die Beziehung kann funktionieren und beide haben was davon.

Zweitens: Man(n) macht keinen Schritt mehr alleine, hat extreme Selbstwertprobleme, zieht Bestätigung nur noch aus der Partnerin, sie wird mehr und mehr von der Frau zur Mutti: Beziehung kann nicht mehr funktionieren, er konsumiert nur noch, sie gibt nur noch. Klar, dass sie sich ausgenutzt fühlt und biestig wird.

Drittens: Man(n) ist eigentlich eine normale eigenständige Persönlichkeit, genießt es aber, sich in der Beziehung fallen zu lassen und die passive Rolle einnehmen zu können: Kein Problem, wenn die Partnerin auf kompatible Weise tickt, sie es gerne hat den aktiven Teil zu übernehmen. Sonst: Ärger vorprogrammiert, weil sich die Interaktionen für sie dauernd "falsch" anfühlen.

Also dass war mal so ein Schnellschuß, gibt bestimmt noch andere Typisierungen von "schwachen" Männern. Verallgemeinern kann man da bestimmt nicht, die "starken" Frauen sind ja auch alle unterschiedlich..

Wo würdest Du denn meinen Göttergalan einordnen
Unter Kategorie eins, zwei oder drei - oder braucht er eine eigene?

Ich gebe Dir mal Beispiele: der Herr kommt abends nach Hause, isst ausgiebig mit Käse und Dessert, gönnt sich ein Gläschen Wein und vielleicht ein Zigarillo und schnauft dann mit verdrehten Augen über seine Figurprobleme. Wenn er im Garten einmal eine Schaufel bewegen oder etwas Kies verteilen muss, lamentiert er eine halbe Stunde vorher und zwei Stunden nachher, so dass ichs lieber selbst mache. Kleine Erledigungen "vergisst" er und ennerviert mich mit seinen Verspätungen und Verzögerungen, im Haushalt macht er Nullkommanichts. Hat dann aber die Frechheit, mich zu fragen, ob ich (mit Job und Haushalt und Haustieren) eigentlich nichts zu tun hätte den ganzen Tag über. Bitte ich ihn um seine Meinung zu einem Problem, starrt er teilnahmslos geradeaus und schweigt; hake ich nach, jault er gequält, er denke noch nach. Gegenüber seinen Verwandten bekommt er den Mund nicht auf, egal wie sehr sie ihm - und mir - auf die Nerven gehen. Beim Sex würde er sich am liebsten nur auf den Rücken legen und bedienen lassen.

Mist, habe ich mir diese Drohne anerzogen?!

Und der Clou ist ja, dass dieser nach Aussen hin über-passive Mann andererseits auch Gewalt gegen Gegenstände ausübt und eine Art Mobbing gegen mich betreibt...

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18.06.08 um 18:50

Ganz deiner MEinung
Weichflöten sind langweiler. Wer gerne einen Luschi als Partner hat, bittesehr! Sollen diese Paare bitte nach pädagogischer-softi-Manier jede kleinste Entscheidung bis zum Erbrechen und das auch JEDER (am meisten natürlich die Frau - weil der Mann ja keine Ansprüche hat) zur vollsten Zufriedenheit aus der Sache hervorgeht.

Frauen brauchen Männer, die auch mal ... sind. Das propagiere ich hier schon die ganze Zeit. Mein Reden. Luschis sind sowas von langweilig, out und einfach von gestern.
Wenn ich ne Mutti bin mit nem fetten Dreieick zwischen den Schenkeln und 5cm langen Achselhaaren beeindruckt mich das vielleicht...

Aber so?

Nein, danke!!!!!

Bestes Beispiel war doch Tynsian, der den Etlern seiner Freundin ein Haus baut und sie fährt jetzt mal gemächlich in den Urlaub - und was bekommt er? Nichts!!!!!
Wenn er mal oddetlich auf den Tisch hauen würde, würde seine Freundin ihm mit Respekt entgegentreten und so ne scheiße nicht abziehen...

Männer müssen Männer sein - und keine Frauen oder Weicheier.
Frauen sollen Frauen bleiben und nicht zu Männerfressenden Emanzen werden! Das bringt das Gleichgewicht durcheinander und jagt die wahren Männer davon...

Was übrig bleibt sind die Metros der NEunziger, die Windeleier von heute und die Softis der 70 - oder kurz: weibische Männer.

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18.06.08 um 19:15

Ich habe schon mehr Männer WEINEN sehen
als Frauen.

Kein Scherz

Was ist nur mit den Kerlen los? Mutiert das Y-Chromosom langsam zur Fernbedienung?

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18.06.08 um 19:31

Ist das denn so?
Mal abgesehen davon, dass du von pädagogischen Grundlagen sprichst, deren Langzeiteffekte noch 20 Jahre auf sich warten lassen (es betrifft also die NÄCHSTE Generation Männer und nicht die, mit denen wir aktuell zu tun haben), frage ich mich, ob Deine Prämisse überhaupt wahr ist.

Femininisiertes Bildungssystem? Woher stammt dann die gleichzeitige Zunahme von Gewalt an Schulen und sogar schon Kindergärten? Sag nicht, von einem gender-mainstreaming-Programm...

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18.06.08 um 20:46

@maybe
selten so gelacht !!!! Lol!!!!!!!!!

"Der brachte es fertig, in Tränen(!) auszubrechen auf Sätze wie "heute mal keinen Sex" oder "deine Haare sehen mit Gel besser aus". Das ist echt kein Scherz. Ich frag mich, wie ich das ganze zwei Jahre lang ausgehalten habe. Er sich wahrscheinlich auch. *ggg*"


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18.06.08 um 20:50

Von Manipulation ist keine Rede, liebe WMW,
ich gehe ganz im Gegenteil davon aus, dass die schwachen Männer so sind, wie sie nunmal sind, und sich ohne Verstellung und Täuschung präsentieren. Die Frage ist nicht die nach der Authentizität ihres Verhaltens, sondern die nach der Auswirkung auf den Charakter einer Frau. Und da bin ich noch immer der Meinung, ein - authentisch schwacher -- Mann korrumpiert den Charakter einer Frau. Ich würde sogar wagen zu schätzen, dass mehr Frauen von schwachen Männern ruiniert werden als von starken.

Auch würde ich keinesfalls von einer Opferrolle sprechen...es ist lediglich so, dass ein Verhalten Reaktionen zeitigt, welche unerwünscht sind...und natürlich reflektiere ich darüber und versuche, diese Probleme zu lösen! Fakt ist aber nunmal, dass diese besondere art von Problemen eigentlich nur mit einem schwachen Mann auftritt, ein Schwächling ist sozusagen ein Katalysator für den Schattenpart der weiblichen Psyche.

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18.06.08 um 20:51

Hallo smile,
ich bin nicht unzufrieden mit MIR, sondern mit der Interaktion mit einem schwachen Mann. Wie sagte Ben: zu zweit hat man Problemem, die man alleine nicht hätte. Was ist daran "abwälzen"? Nichts, es ist eine andere Kategorie von Problemen.

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18.06.08 um 20:52
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Von Manipulation ist keine Rede, liebe WMW,
ich gehe ganz im Gegenteil davon aus, dass die schwachen Männer so sind, wie sie nunmal sind, und sich ohne Verstellung und Täuschung präsentieren. Die Frage ist nicht die nach der Authentizität ihres Verhaltens, sondern die nach der Auswirkung auf den Charakter einer Frau. Und da bin ich noch immer der Meinung, ein - authentisch schwacher -- Mann korrumpiert den Charakter einer Frau. Ich würde sogar wagen zu schätzen, dass mehr Frauen von schwachen Männern ruiniert werden als von starken.

Auch würde ich keinesfalls von einer Opferrolle sprechen...es ist lediglich so, dass ein Verhalten Reaktionen zeitigt, welche unerwünscht sind...und natürlich reflektiere ich darüber und versuche, diese Probleme zu lösen! Fakt ist aber nunmal, dass diese besondere art von Problemen eigentlich nur mit einem schwachen Mann auftritt, ein Schwächling ist sozusagen ein Katalysator für den Schattenpart der weiblichen Psyche.

Andererseits
lernt man, wie es ist, in der Arschlochrolle zu sein...Seither ich mal in der Arschlochrolle war, hab ich die Ärsche hinterher auch besser verstanden.

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18.06.08 um 20:56
In Antwort auf

Andererseits
lernt man, wie es ist, in der Arschlochrolle zu sein...Seither ich mal in der Arschlochrolle war, hab ich die Ärsche hinterher auch besser verstanden.

Meinst Du nicht, es gibt einen Unterschied
zwischen männlichen und weiblichen Ä...?

Ich denke doch!

Natürlich können beide - phänomenologisch - ein ähnliches Verhalten zeigen, aber sind nicht die Motive andere? A...Verhalten beim Mann: Revierverhalten, Rivalität. A...Verhalten bei der Frau: Wut, Frustration.

Eine Frau steckt nicht ihren Claim ab, wenn sie herumbrüllt und andere unterdrückt, sie baut ihre Frustration ab. Sieht ähnlich aus, IST aber im Wesen etwas ganz anderes.

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18.06.08 um 20:59

Moment mal liebe WMW ,
Wir Frauen sind heute alle extrem ausgewogen, was unsere weiblichen und männlichen Persönlichkeitseanteile angeht, sind weder Weibchen noch Mannweiber, sondern wohltemperierte Gefühlsschaltstellen mit hard skills. Weshalb sollten wir dasselbe nicht fairerweise auch von den Männern fordern?

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18.06.08 um 21:14
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Wo würdest Du denn meinen Göttergalan einordnen
Unter Kategorie eins, zwei oder drei - oder braucht er eine eigene?

Ich gebe Dir mal Beispiele: der Herr kommt abends nach Hause, isst ausgiebig mit Käse und Dessert, gönnt sich ein Gläschen Wein und vielleicht ein Zigarillo und schnauft dann mit verdrehten Augen über seine Figurprobleme. Wenn er im Garten einmal eine Schaufel bewegen oder etwas Kies verteilen muss, lamentiert er eine halbe Stunde vorher und zwei Stunden nachher, so dass ichs lieber selbst mache. Kleine Erledigungen "vergisst" er und ennerviert mich mit seinen Verspätungen und Verzögerungen, im Haushalt macht er Nullkommanichts. Hat dann aber die Frechheit, mich zu fragen, ob ich (mit Job und Haushalt und Haustieren) eigentlich nichts zu tun hätte den ganzen Tag über. Bitte ich ihn um seine Meinung zu einem Problem, starrt er teilnahmslos geradeaus und schweigt; hake ich nach, jault er gequält, er denke noch nach. Gegenüber seinen Verwandten bekommt er den Mund nicht auf, egal wie sehr sie ihm - und mir - auf die Nerven gehen. Beim Sex würde er sich am liebsten nur auf den Rücken legen und bedienen lassen.

Mist, habe ich mir diese Drohne anerzogen?!

Und der Clou ist ja, dass dieser nach Aussen hin über-passive Mann andererseits auch Gewalt gegen Gegenstände ausübt und eine Art Mobbing gegen mich betreibt...

Hilfe!
Was denn fürn Mobbing????
Steht er denn vor anderen nicht zu dir, ist nicht loyal?
Find ich jetzt schlimmer als Blümchen weglassen. (Wobei, das mit der Frau halten wollen hatten wir ja schon..)

Mal insgesamt zur Frage:
Ja, Feminisierung von Bildung könnte ein Aspekt sein. Hat hier im Osten aber eher dazu geführt, dass einst (vielleicht scheinbar?) geklärte Fronten neu aufgezogen wurden. Mädchen müssen nicht mehr gut in Mathe/Phy sein (weil der Unterricht ja nicht optimal auf sie zugeschnitten), Jungs wählen eben die härteren Sportarten im Kurs usw....Effekt: Beide Parteien verunsichert, weil (junge oder sehr junge)Frauen hinter der neuen großen Klappe mit ihrem frischen, ungefütterten Selbstbewusstsein (hier schön als Selbstgerechtigkeit beschrieben) gar nicht mehr wissen wohin. Motto: Erst war ich Mensch, hey, jetzt bin ich auch noch Frau! Macht Privilegien, Sonderansprüche, und manchmal Probleme, bitte berücksichtigt das...Und die Jungs, die dann halt diese Mädels beeindrucken wollen, stehen doof da. Cooler Typ, aber wohlerzogen, voll verständnisvoll, aber der Macher. HEUTE wollte ich eigentlich auch kein Mann sein...
Tatsächlich ist es mir so ergangen, dass ich mein natürliches Geschlecht nicht als (gesellschaftlich, bildungsmäßig relevantes) Thema gesehn hab. Bis ich mit 20 anfing zu studieren. Da plötzlich war ich verpflichtet, eine "different voice" zu haben! ("und wie sehn Sie das, als Frau?"-"Äh, also,...wolln Sie nur als Frau mit mir reden?????") Naja, ich bin mit der Aufgabe gewachsen und wer weiß, vielleicht wars ja auch gut für meine weibliche Identität oder wie mans nennen mag, aber mich trifft dieses Getue der aufgesetzt fröhlichen jungen Zicklein an den Gymnasien meiner Stadt manchmal ganz schön. Ich bin quasi noch als Neutrum zur Schule gegangen...wers glaubt oder nicht!

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18.06.08 um 22:18
In Antwort auf

Hilfe!
Was denn fürn Mobbing????
Steht er denn vor anderen nicht zu dir, ist nicht loyal?
Find ich jetzt schlimmer als Blümchen weglassen. (Wobei, das mit der Frau halten wollen hatten wir ja schon..)

Mal insgesamt zur Frage:
Ja, Feminisierung von Bildung könnte ein Aspekt sein. Hat hier im Osten aber eher dazu geführt, dass einst (vielleicht scheinbar?) geklärte Fronten neu aufgezogen wurden. Mädchen müssen nicht mehr gut in Mathe/Phy sein (weil der Unterricht ja nicht optimal auf sie zugeschnitten), Jungs wählen eben die härteren Sportarten im Kurs usw....Effekt: Beide Parteien verunsichert, weil (junge oder sehr junge)Frauen hinter der neuen großen Klappe mit ihrem frischen, ungefütterten Selbstbewusstsein (hier schön als Selbstgerechtigkeit beschrieben) gar nicht mehr wissen wohin. Motto: Erst war ich Mensch, hey, jetzt bin ich auch noch Frau! Macht Privilegien, Sonderansprüche, und manchmal Probleme, bitte berücksichtigt das...Und die Jungs, die dann halt diese Mädels beeindrucken wollen, stehen doof da. Cooler Typ, aber wohlerzogen, voll verständnisvoll, aber der Macher. HEUTE wollte ich eigentlich auch kein Mann sein...
Tatsächlich ist es mir so ergangen, dass ich mein natürliches Geschlecht nicht als (gesellschaftlich, bildungsmäßig relevantes) Thema gesehn hab. Bis ich mit 20 anfing zu studieren. Da plötzlich war ich verpflichtet, eine "different voice" zu haben! ("und wie sehn Sie das, als Frau?"-"Äh, also,...wolln Sie nur als Frau mit mir reden?????") Naja, ich bin mit der Aufgabe gewachsen und wer weiß, vielleicht wars ja auch gut für meine weibliche Identität oder wie mans nennen mag, aber mich trifft dieses Getue der aufgesetzt fröhlichen jungen Zicklein an den Gymnasien meiner Stadt manchmal ganz schön. Ich bin quasi noch als Neutrum zur Schule gegangen...wers glaubt oder nicht!

Antwort
"Was denn fürn Mobbing????
Steht er denn vor anderen nicht zu dir, ist nicht loyal?
Find ich jetzt schlimmer als Blümchen weglassen"

Genau diese Richtung.
Aber das führt hier zu weit.

Zur Sexualisierung der Personenwahrnehmung ab Universität --- stimme ich zu. Ich fands auch immer diskriminierend, unsäglich vor allem die Kulturwissenschaften, welche auf den Genderzug aufgesprungen sind und zu jedem Thema eine "weibliche" Stimme hören wollten -- peinlich und reaktionär fand ich das, ich-verkleinernd und nebenbei wissenschaftlich auch nicht gerade anspruchsvoll. Jedoch: als Schulkind WAR man ja gewissermassen auch Neutrum, egal in welchem Teil der Welt...

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18.06.08 um 22:23

Bleibt vielleicht noch zu ergänzen
dass die körperliche Gewalt durch Mädchen(besonders in Gangs) in einem Wachstum begriffen ist, dass das bei den Jungen weit in den Schatten stellt. Die Aufholjagd auch hier ist also im vollen Gange.

jaja

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

18.06.08 um 22:27

Klar ist das so
denn die Triebe der Frauen haben sich keinen Zentimeter weiter entwickelt.

Die Ideologinnen des Feminismus haben zwar auf die Fahnen geschrieben, dass es neue Männer brauche und diese genau so sein müßten wie sie selbst (weibliche Eigenschaften) ... aber die graue Theorie trifft nun mal nicht immer die Realität, beim Feminismus wie beim Kommunismus.

jaja

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18.06.08 um 22:28
In Antwort auf

Antwort
"Was denn fürn Mobbing????
Steht er denn vor anderen nicht zu dir, ist nicht loyal?
Find ich jetzt schlimmer als Blümchen weglassen"

Genau diese Richtung.
Aber das führt hier zu weit.

Zur Sexualisierung der Personenwahrnehmung ab Universität --- stimme ich zu. Ich fands auch immer diskriminierend, unsäglich vor allem die Kulturwissenschaften, welche auf den Genderzug aufgesprungen sind und zu jedem Thema eine "weibliche" Stimme hören wollten -- peinlich und reaktionär fand ich das, ich-verkleinernd und nebenbei wissenschaftlich auch nicht gerade anspruchsvoll. Jedoch: als Schulkind WAR man ja gewissermassen auch Neutrum, egal in welchem Teil der Welt...

Aus der Uni
bist du ja nun gottseidank raus,

aber mit der Beziehung zu diesem Mann isses wohl auch nicht das Gelbe vom Ei, von allen möglichen und sicher hier teils zu recht getroffenen Verallgemeinerungen abgesehn. Was genau hält euch zusammen? Das Haus? Andere finanzielle Planungen???

Liebe Grüße erstmal von hier!

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18.06.08 um 22:29

Wir sind gleichwertig,
aber nicht gleichartig.

Ungleichartige gleich zu behandeln, ist auch Unfairness.

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18.06.08 um 22:33

Doch so ist es,
ich kenne definitiv MEHR Frauen zwischen 30 und 40 Jahren, die feminin, hübsch, zartfühlend, empathisch, mütterlich im besten Sinne und gleichzeitig mutig, vernünftig, logisch reflektiert, technisch versiert, tough im Job sind..., als Männer, die ausgewogene Persönlichkeitsanteile haben.

Vielleicht haben wir unterschiedliche Bezugswerte.

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18.06.08 um 22:35
In Antwort auf

Wir sind gleichwertig,
aber nicht gleichartig.

Ungleichartige gleich zu behandeln, ist auch Unfairness.

Stimmt
manche Frauen sind einfach verwöhnte Zicken. Wie Kindern muß man da deutliche Grenzen setzen. Nur sind sei keine Kinder mehr und die Lernfähigkeit ist daher Glücksache

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18.06.08 um 22:36

Ich spreche nicht von Männern, die sanft sein können
als eine Facette ihrer (privaten) Persönlichkeit und als eine Rolle von vielen, sondern von Menschen, denen einige Faktoren der für erwachsene erforderlichen Reife und Durchsetzungsfähigkeit im Allgemeinen fehlen. Dieser Typus scheint heute sehr verbreitet zu sein und meine These ist, dass SOLCHE Männer Frauenseelen stark schädigen können.

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19.06.08 um 1:11

Ja, so ist es wohl!
Mir fällt das nur weniger in den privaten Beziehungen auf. Im Job ist es aber sehr extrem. Ich bekomme richtig einen Hass auf diese Weicheier, die sogar fürs Kaffekochen gelobt werden wollen.
Ich weiß, dass ich solche Männer schon zum Frühstück verschlingen kann und das nervt.
Ich erkenne mich manchmal gar nicht wieder.
Ich bin bei diesen Weicheiern so ätzend, obwohl ich es eigentlich möchte. Aber soll Frau so ein Verhalten noch belohnen?

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19.06.08 um 1:58

Das ist...
ganz einfach. Ein schwacher Mann ist einer der unfähig ist nach seine eigenen Werten zu leben.
Egal was die "Gesellschaft" über sein Verhalten denkt.

Ich möchte den Satz "jede Frau sucht sich den Mann, den sie glaubt, verdient zu haben," modifizieren. Und zwar dahingehend, dass sie bedingt durch seine Unfähigkeit einfach stärker sin muss um nicht völlig platt gemacht zu werden.

Ist die Frau dann stärker, empfindet der Partner sie als bedrohlich und "beisst" sie weg. Dies geschieht u.A. durch seine dann auftretende schlechte Laune, die er widerum mit nächtlichem Fernbleiben zu kompensieren versucht.

Mal abgesehen von dem ganzen Psychoteilen, tauchen zur Rechtfertigung des männlichen wie auch weiblichen Verhaltens immer wieder Archetypen wie "der starke Mann", "die weiche Frau", "der Schwächling", "die verbitterte Frau" usw. auf.

All diese mehr oder minder ausweichenden Vehaltensweisen bringen eigentlich niemanden etwas. Dennoch werden sie nach wie vor angewandt. Warum?

Ein Lösungsansatz könnte das einfach zu sich stehen sein. Denn Probleme hin, Probleme her, das Leben geht einfach weiter und die Probleme von Heute können die Lösungen von morgen sein.

Ich habe nämlich einfach die Nase voll andauernd zu schauen, was denn nun "mein eigenes Problem" ist. Zudem kann ich als Frau durchaus nach wie vor sagen, dass schwache Männer starke Frauen zu korrumpieren zumindest versuchen.

Warum? Weil Frauen z.B. nach wie vor nicht derartig in den Arbeitsprozess eingebunden sind wie Männer. Einfache Gleichung: je mehr eingebunden, um so leichter korrumpierbar. Denn jeder will ja der Größte sein.


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19.06.08 um 2:08
In Antwort auf

Meinst Du nicht, es gibt einen Unterschied
zwischen männlichen und weiblichen Ä...?

Ich denke doch!

Natürlich können beide - phänomenologisch - ein ähnliches Verhalten zeigen, aber sind nicht die Motive andere? A...Verhalten beim Mann: Revierverhalten, Rivalität. A...Verhalten bei der Frau: Wut, Frustration.

Eine Frau steckt nicht ihren Claim ab, wenn sie herumbrüllt und andere unterdrückt, sie baut ihre Frustration ab. Sieht ähnlich aus, IST aber im Wesen etwas ganz anderes.

Dann...
bin ich atypisch. Mein Reich ist mein Reich und da kommt nur der / die / das hin was ich will.

Außerdem finde ich das Frauen wesentlich "bessere" Rivalen hergeben als Männer. Sollte ich frustriert sein, dann ändere ich die Lage zum für mich Positiven hin.
LG

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19.06.08 um 16:57
In Antwort auf

Wo würdest Du denn meinen Göttergalan einordnen
Unter Kategorie eins, zwei oder drei - oder braucht er eine eigene?

Ich gebe Dir mal Beispiele: der Herr kommt abends nach Hause, isst ausgiebig mit Käse und Dessert, gönnt sich ein Gläschen Wein und vielleicht ein Zigarillo und schnauft dann mit verdrehten Augen über seine Figurprobleme. Wenn er im Garten einmal eine Schaufel bewegen oder etwas Kies verteilen muss, lamentiert er eine halbe Stunde vorher und zwei Stunden nachher, so dass ichs lieber selbst mache. Kleine Erledigungen "vergisst" er und ennerviert mich mit seinen Verspätungen und Verzögerungen, im Haushalt macht er Nullkommanichts. Hat dann aber die Frechheit, mich zu fragen, ob ich (mit Job und Haushalt und Haustieren) eigentlich nichts zu tun hätte den ganzen Tag über. Bitte ich ihn um seine Meinung zu einem Problem, starrt er teilnahmslos geradeaus und schweigt; hake ich nach, jault er gequält, er denke noch nach. Gegenüber seinen Verwandten bekommt er den Mund nicht auf, egal wie sehr sie ihm - und mir - auf die Nerven gehen. Beim Sex würde er sich am liebsten nur auf den Rücken legen und bedienen lassen.

Mist, habe ich mir diese Drohne anerzogen?!

Und der Clou ist ja, dass dieser nach Aussen hin über-passive Mann andererseits auch Gewalt gegen Gegenstände ausübt und eine Art Mobbing gegen mich betreibt...

Der ist..
.. nicht schwach, sondern stinke-faul

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19.06.08 um 17:06

Mein Partner
muss nichts "für mich" tun, das kann ich schon selbst. Er ist auch nicht dazu da, um mein Ich zu komplettieren, denn ich fühle mich vollöständig.

Es geht um die Aufgaben, die man zu zweit hat --- die man als Single nicht hätte. Nicht das pragmatische wie Haushalt etc., das mach ich auch noch allein, sondern die "Aussenwirkung" -- als Paar auftreten, gemeinsame Entschlüsse fassen, zu mir stehen, mich verteidigen im Angriffsfall, loyal sein.

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19.06.08 um 17:09

Hallo ges,
ich bin keine Gans --- und kein Illusionist: ich weiss sehr wohl, dass ich, wie jeder Mensch, Schattenseiten besitze und dass dieses urtypisch menschliche Böse in jedem vorhanden ist .

Allerdings fallen die Schattenseiten im Singleleben oder im Zusammensein mit einem stärkeren Partner nicht wirklich auf.

Ein schwächerer Partner provoziert.

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19.06.08 um 22:04

Ganz einfach,
ich stelle fest, dass ich mich SEHR verändert habe, seit ich mit ihm zusammen bin -- und da sehe ich nicht nur einen zeitlichen Zusammenhang, sondern wirklich einen ursächlichen.

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20.06.08 um 19:14

Gehts noch, smile?
Oder ist Dir einfach zu heiss?

Ich kann keinen Diskussionsbeitrag in Deiner Äusserung erkennen und auch keinen thematischen Bezug auf meine Aussagen. Kipp Dir vielleicht mal ein kaltes Wasser über, bevor Du offenbar hochemotional drauflosschreibst.

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