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Korb kassiert, aber er sagt mir nicht warum!!!

1. April 2003 um 5:06

Hallo,

ich muss auch mal was loswerden, dass mich zur Zeit sehr belastet.
Ich hab mega-Liebeskummer, mal ganz was neues hier, gelle.

Ich hab nen Chatfreund, bzw. hatte, bin mir da nicht mehr so sicher. Wir haben uns sehr gut verstanden. Er war in der Trennung als ich ihn getroffen hab, ich auch. Also kurz gesagt, ging uns beiden nicht so gut.

Wir haben viel geredet, sind uns, auch gefühlsmäßig recht nah gekommen, waren schon echt schöne Flirtereien dabei.

Na und wir wollten uns natürlich irgendwann treffen (er wollte das so schnell als möglich) aber, als es dann soweit ist, sagt er ab, meint "er kann das jetzt nicht".
Hab mich natürlich gefragt, was er jetzt nicht kann, keine Antwort, nur die bitte den Kontakt doch nicht zu beenden, ihm Zeit zu geben.

Gleiches Spiel noch ein paarmal---immer Absagen im letzten Augenblick
Na kam wies kommen musste, nach ein paar Monaten, merke ich blöde Kuh ich hab mich verknallt, gerade jetzt, als ob mein Ehestress nicht schon groß genug wäre.

Ich habs diesem Freund ständig sagen wollen, kam aber am Telefon nicht mehr an ihn ran, er hat ständig abgeblockt, Ausrede---er hat gerade zu tun.
Ich hab ihn sogar um Offenheit gebeten, natürlich gefragt, warum er sich so zurückzieht. Antwort: er habe noch so große private Sorgen (na die hatte ich auch), aber kein Ton davon, dass er sich wegen mir zurückzieht.
Ich schreib ihm also einen Brief, gestehe meine Gefühle (booh war das schwer, soviel Mut hatte ich noch nie) na und er schreibt zurück, er hätte so geheult wegen meinem Brief, aber ich sei absolut nicht die Frau für ihn. Später nochmal telefoniert, gefragt, woran es denn liegt, ob ich nicht sein Typ sei oder es einfach nicht gefunkt hätte---nix, er weicht wieder aus, keine klare Antwort. (dann übrigens am Telefon, nachdem ich den Korb bekommen und den Kontakt ganz abbrechen wollte, nochmal von ihm spontan das Angebot sich doch noch zu treffen, wollte ich aber nicht, hätte mir weh getan).

toll oder, kann frau sich denn so getäuscht haben??? Da waren sogar Einladungen von ihm mit bei seinen Eltern zu übernachten, sogar ein gemeinsamer Urlaub war im Gespräch, aber nun auf einmal bin ich nicht die Frau die ihn interessiert un ddas weiß er dann auf einmal ganz genau, auch ohne reales Treffen.

Mal davon abgesehen, obs denn wirklich gepasst hätte, hätte sich tatsächlich erst rausgestellt, wenn dann Realität bestanden hätte. Ich hätte dieses "Risko" in kauf genommen und dann einfach gelebt was dabei rausgekommen wäre, auch wenn wir nur einfach Freunde geblieben wären. Aber er kneift.

Wollte mich übrigens auch nach diesem Korb nicht so ganz als Freund verlieren, aber ich war so fertig, konnte den Kontakt erstmal nicht ertragen.
Hab ihm dann später gemailt, es sei für mich in Ordnung, wenigstens ne Telefonfreundschaft zu halten, da ich es ja auch schade finde, sich gut zu verstehen, sich aber dann aus den Augen zu verlieren.
Aber nix, Funkstille---er meldet sich nicht.
Na und ich mich im Augenblick eben auch nicht mehr, hab auch keine Lust ihm hinterherzulaufen, da ich sein Verhalten nicht deuten kann.

Was ist mit dem Typen los, warum ist er so sprunghaft?? Hat er kalte Füße? Wie kann ich ihm da helfen, die wieder warm zu bekommen

versteh mal einer die Männer---vielleicht habt ihr mehr Durchblick als ich, aber irgendwas sagt mir, da ist was faul. Hab schon viele Körbe bekommen, aber der war absolut der merkwürdigste Korb meines Lebens.

gebt mir bitte mal nen Rat

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1. April 2003 um 5:17

*volldendurchblickhat* )
klar- vor allem um die zeit )

also echt das versteh ich jetzt auch voll nicht!

ich denke es ist hart- aber der will nur "nett" zu dir sein( schliesse ich aus den ausreden) und dich nicht verletzen. hat es schön mit dir gefunden, aber soooo ernst eben nicht. hat jemanden zum "anlehnen" gebraucht- jetzt wirds ihm zuviel.

oder?

alles liebe
kathia

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1. April 2003 um 5:32
In Antwort auf kathia

*volldendurchblickhat* )
klar- vor allem um die zeit )

also echt das versteh ich jetzt auch voll nicht!

ich denke es ist hart- aber der will nur "nett" zu dir sein( schliesse ich aus den ausreden) und dich nicht verletzen. hat es schön mit dir gefunden, aber soooo ernst eben nicht. hat jemanden zum "anlehnen" gebraucht- jetzt wirds ihm zuviel.

oder?

alles liebe
kathia

Kann schon sein...
kann sein er wollte nur nett sein, aber ich frag mich was das theather sollte, mich dann mit in den urlaub nehmen zu wollen (und das schon in der zeit, in der er sich zurückgezogen hatte). außerdem frage ich mich, was an kaffee trinken so schwer war?? ich bin harmlos, hätte ihm da nix getan

ich fühl mich auf alle fälle, total mies, leide so richtig darunter, weil ich ihn wohl nun auch als freund abschreiben muss und genau da kann ich ihn nicht verstehen, warum will er auf einmal keinen freundschaftlichen kontakt zu mir, mir müsste der kontakt doch zuviel sein, ich bin verliebt, warum meidet er mich dann??

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1. April 2003 um 5:57
In Antwort auf katzemithut

Kann schon sein...
kann sein er wollte nur nett sein, aber ich frag mich was das theather sollte, mich dann mit in den urlaub nehmen zu wollen (und das schon in der zeit, in der er sich zurückgezogen hatte). außerdem frage ich mich, was an kaffee trinken so schwer war?? ich bin harmlos, hätte ihm da nix getan

ich fühl mich auf alle fälle, total mies, leide so richtig darunter, weil ich ihn wohl nun auch als freund abschreiben muss und genau da kann ich ihn nicht verstehen, warum will er auf einmal keinen freundschaftlichen kontakt zu mir, mir müsste der kontakt doch zuviel sein, ich bin verliebt, warum meidet er mich dann??

*malganzfestumarm*
tut mir so leid für dich! irgendwie bin ich da überfragt- ich hoff für dich andere sind dir ne grössere hilfe

*grübel* ich denke ich würde ihm nochmal schreiben.... ihm sagen, er antwortet oder du hackst die sache endgültig ab. ich würde ihn fragen warum er sich sicher ist, dass du nicht die frau für ihn bist. was er sich gedacht hat als er dich in den urlaub eingeladen hat. warum ihm an deiner freundschaft liegt. wie er sich vorstellt, dass es weitergeht. was er meint wie du dich in der situation fühlst....

oder weisst du das?

*nochmalumarm*
kathia

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1. April 2003 um 7:25
In Antwort auf kathia

*malganzfestumarm*
tut mir so leid für dich! irgendwie bin ich da überfragt- ich hoff für dich andere sind dir ne grössere hilfe

*grübel* ich denke ich würde ihm nochmal schreiben.... ihm sagen, er antwortet oder du hackst die sache endgültig ab. ich würde ihn fragen warum er sich sicher ist, dass du nicht die frau für ihn bist. was er sich gedacht hat als er dich in den urlaub eingeladen hat. warum ihm an deiner freundschaft liegt. wie er sich vorstellt, dass es weitergeht. was er meint wie du dich in der situation fühlst....

oder weisst du das?

*nochmalumarm*
kathia

Hi kathia
ja hast sicher recht, aber weißt du, eigentlich bekomm ich sogar im augenblick wut auf ihn, ich bin doch kein spielball. am liebsten möchte ich ihm die schmetterlinge die ich fühle, um die ohren hauen.

ich hab einfach das gefühl, der hat die hosen gestrichen voll, fand mich erotisch, bla bla... aber wohl irgendwie schiss, mit mir auf die nase zu fallen.
denn da war ja noch mein mann im spiel (ich war gerade mitten in der trennungsphase von ihm) den ich nach wie vor liebe (hab ich diesem freund auch immer wieder vorgejammmert, war nicht so ganz klug von mir, aber da war ich ja auch noch nicht verknallt in ihn, hab mir nix dabei gedacht ihm von meiner ehe und meiner liebe zu meinem mann zu erzählen).

ich will nicht eingebildet klingen, aber ich hab einfach das gefühl, der gute (der freund) ist sozusagen frauen mäßig auf diät und ich bin das sahnetörtchen, dass er im augenblick ums verrecken nicht will, hat angst sich daran wieder den magen zu verderben.

ach ich werds überleben liebe kann man nicht erzwingen, aber mir tuts um die freundschaft echt leid, da freundschaften für mich immer was sehr tiefes sind.

lg--katze

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1. April 2003 um 7:30

Glaub du hast recht damit...
ich war ja auch total geschockt jetzt dieses gefühl für ihn zu haben, bin eigentlich auch noch lange nicht durch mit meiner ehe.

alles mist, warum passiert sowas ausgerechnet jetzt, glaub ich muss sinnbildlich die schmetterlinge, die ich für ihn fühle erstmal wieder freilassen, meine damit innerlich erstmal wieder frei- und ich selbst werden.

bin ich noch lange nicht, wird noch ein harter weg werden, war nämlich echt ein sch... jahr.

danke für deine lieben worte---katze

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1. April 2003 um 12:32
In Antwort auf katzemithut

Hi kathia
ja hast sicher recht, aber weißt du, eigentlich bekomm ich sogar im augenblick wut auf ihn, ich bin doch kein spielball. am liebsten möchte ich ihm die schmetterlinge die ich fühle, um die ohren hauen.

ich hab einfach das gefühl, der hat die hosen gestrichen voll, fand mich erotisch, bla bla... aber wohl irgendwie schiss, mit mir auf die nase zu fallen.
denn da war ja noch mein mann im spiel (ich war gerade mitten in der trennungsphase von ihm) den ich nach wie vor liebe (hab ich diesem freund auch immer wieder vorgejammmert, war nicht so ganz klug von mir, aber da war ich ja auch noch nicht verknallt in ihn, hab mir nix dabei gedacht ihm von meiner ehe und meiner liebe zu meinem mann zu erzählen).

ich will nicht eingebildet klingen, aber ich hab einfach das gefühl, der gute (der freund) ist sozusagen frauen mäßig auf diät und ich bin das sahnetörtchen, dass er im augenblick ums verrecken nicht will, hat angst sich daran wieder den magen zu verderben.

ach ich werds überleben liebe kann man nicht erzwingen, aber mir tuts um die freundschaft echt leid, da freundschaften für mich immer was sehr tiefes sind.

lg--katze

Vielleicht hat er ja jemand anderen
kennengelernt? Vielleicht war er die ganze Zeit über solo, oder unglücklich in einer Beziehung, das weißt Du wohl besser, hat jetzt aber eine Frau getroffen? Ich kenne das von einem Freund von mir, der hat sich jahrelang mit Frauen aus dem Chat getroffen und telefoniert, von heut auf morgen lernte er ein Mädchen kennen und hat alle "Chatbekanntschaften" in die Wüste geschickt. Auch wenn dies die unromantischste Variante der Erklärungen ist, ist es meiner Meinung nach die warscheinlichste. So oder so, würde ich die Sache abhaken, es ist nichts geheimnisvolles an dieser Geschichte, auch wenn wir das immer gerne glauben wollen würden, weil wir Frauen nicht glauben können, das Männer zu feige für eine einfache Erklärung der Dinge sind, sondern lieber gar keine abgeben und uns damit immer in unserer viel komplizierteren Gedankenwelt auf Reise schicken. Was geht in ihm vor? Kämpft er mit sich? Will er und hat Angst? Habe ich etwas falsches gesagt, getan, gedacht? Nach meiner Erfahrung kann man alle diese Fragen mit nein beantworten und davon ausgehen, das die Lösung ganz simpel ist.
Kontentrier Dich auf das Wesentliche, auf Dein Leben und auf Deinen Mann
Alles Gute
cyrano

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1. April 2003 um 15:42

Solche Körbe verteile ich ständig ;-(
Hi Katze mit Hut
ja, Dir tut das weh mit dem Korb.
Ich erzähl Dir einfach ein bisserl von mir,
denn in diesem Fall ist es umgekehrt, hier bin ich wie Dein Freund/Bekannter, der reihenweise Körbe austeilt...

Darauf bin ich nicht sonderlich stolz, daß ist mein selbst geschworener Schutz, nichts und niemanden an mich ranzulassen, weil es in der Vergangenheit fürchterlich gebrannt hat und vieles schmerzhaft war.

Ich habe mir zwar einige nette Kontakte (nur Freundschaft) aufgebaut, als mich diejenigen dann nach 6 Monaten! kennenlernen wollten, habe ich gekniffen bis zum Letzten, manche sind mir dann dabei so auf den Keks gegangen mit der Rumjammerei, ich könnte ihnen vertrauen, daß ich sie gleich ganz aus dem Leben gedonnert habe!

Ich habe mich sehr bedrängt und unter Druck gesetzt gefühlt, obwohl der gute Wille, nach einer angemessenen Zeit sich zu treffen da war, war ich nur noch wie gelähmt und total verstört, je näher der Tag kam.

Obwohl sie von vornherein wussten, daß ich viel Zeit und keine Beziehung brauche, wollten alle schnell ihren eigenen Kopf und die Vorstellung, wie man mich geschädigte Nuss knacken könnte, durchsetzen.

Der Mann hat wahrscheinlich noch Kummer ohne Ende, je mehr Du fragst, wie Du helfen kannst, desto mehr blockt er.
So halte ich das hier auch, man kann sich da nur selber helfen.
Mir langt ein Angebot, daß jemand da WÄRE, wenn alle Stricke reißen, daß ich notfalls den rettenden Strohhalm umklammern kann. Nur darf man mich nicht jeden Tag danach fragen.

Am besten gar nicht mehr. Sie wissen, wo man einen finden kann, wenn's den Bach runtergeht,
und damit muß sich der andere "begnügen".

Im übrigen tut man sich selber schwer genug, bei anderen "in der Schuld" zu stehen, denn die Erwartungshaltung der anderen kann ganz schön groß sein.

Ich wurde einmal eingeladen, ZU MEINER SICHERHEIT, bin ich in die Disco meiner besten Freundin.
Der Typ hat es doch prompt schon im Auto geschafft, mich emotional schon zum Zittern zu bringen, in dem er immer wieder gesagt hat: ich hab um Mitternacht eine Überraschung für dich!

Den ganzen Abend konnte ich nicht genießen, weil ER ERWARTET hat, daß ich mich um Mitternacht dann freue.
Mit einem Getränk und himmelnden Augen sich für genau 100 Tage Freundschaft bedankt.

Für ihn ein Zeichen, wie sehr er mich mag und rüberbringen wollte,
und für mich das total Chaos, weil er mich emotional ständig immer aus dem Gleichgewicht geschmissen und diesen Abend auch noch so ruiniert hat, daß ich vor allen losgeheult habe.

Und: wer mich zum Weinen bringt, da fange ich an einen Zorn(den ich nie gekannt habe!) aufzubauen, und zwar ganz schnell.
(Wenn ich weinen will und muß, dann wegen meiner Kontoauszüge und Schulden, aber niemals mehr wegen einem Mann!)

Je nachdem wie die Lage ist und man ein Stück seines eigenen Weges nunmal bärenstark alles meistern muß, ist es fast unmöglich für einen selber, den Knopf ganz plötzlich und weil ANDERE es von MIR erwarten, auf "Gefühle und Sentimentalität" zu switchen.

Weil er es nicht RESPEKTIERT hat, daß ich so bin und jedesmal die Grenze überschritten hat, hab ich ihn im Auto auf dem Nachhauseweg angefahren: Du kommt nicht mehr mit hoch, ich will jetzt meine Ruhe.

Ich brauche viel davon, für allerbeste Freunde bin ich immer da, da klappts auch mit Gefühlen und dem lang bewährten Vertrautem, neuen Leuten gegenüber bin ich aber sehr wachsam, drei davon, wo jeder was von mir will, die schaffen und reiben mich emotional schon auf, und bleiben auch nicht lange, weil sie einfach nicht die für mich! benötigte Gelassenheit und Geduld aufbringen.

Daß die anderen durch meine Art auch manchmal sehr leiden müssen, ist mir bewußt und es tut mir (aber nur wie ein Lufthauch so schnell) ein wenig leid, aber: damit müssen sie selber klar kommen, weil hier niemand und nichts mein eh schon kaputtes Leben bestimmen wird.

Ja, auch Angst, wieder in eine Abhängigkeit zu geraten, das Misstrauen ist hier größer als der eigene Glaube in das Vertrauen, auch wenns der andere wirklich gut meint.

Die helfende Hand, die Du ihm reichen willst, sieht er durch seinen eigenen Nebelschleier gar nicht, und selbst wenn Du soweit kommen würdest, gibt's immer noch den riesengroßen Riegel vor dem Herzen.

Das ist Schutz pur und Menschen, die es mit mir ehrlich meinen, sind auch in der Lage, mich so zu lassen, wie ich gerade bin.
Wer mich nicht so nehmen kann, muß nicht sein, aber verändern und öffnen auf Knopfdruck kann von mir keiner verlangen.
Da gibt's dann den Korb und den sorry...Arschtritt.

Du kannst Dir an solchen bis zur Vergasung den Wolf reden, leidest irgendwann selber, nur wer sich nicht öffnen möchte, der wird es auch Dir zuliebe nicht tun, und daran kannst Du Dir gehörig die Zähne ausbeißen.

So bin auch ich gerade und habe 10 Jahre lang mit meinem Ex, der so ist, gelebt und hatr mich leider auch geprägt. Ich nehme einfach jetzt das für mich in Anspruch, wie er damals war, leider ;-(

So unverständlich das für Dich und sein Verhalten auch sein mag, für ihn und auch für mich ist es auch ein schmerzlicher Prozeß, so zu sein. Aber, jetzt bin ich nur noch mir und meinem Sohn am allernächsten, ich selber tue mir ja nicht weh, oder

Ich brauche Freunde, die mich lassen, wie ich bin und sich nicht jeden Tag aufdrängen, ich bin glücklich wenn nach einer Woche ein Hallo kommt, habe an Dich gedacht, aber auf neutraler Ebene, wenn ich dann wochenlang nichts höre, ist es mir recht, denn dann entwickel ich auch mal den Gedanken daran, daß was von mir rüberkommt.

Tja, also nur für den Fall, daß es hier einige Parallelen dazu gab und Dein Freund/Bekannter so ein Fall ist, wie ich:
Zieh Dich mal zurück, bis er sich melden WILL, das kann viele Wochen dauern!
Gib im vorher, schlicht und einfach und ohne Gefühlsrotz Info, brauche selber jetzt Ruhe, bin aber da, wenn Du mich brauchst.

Da er das ja jetzt schon praktiziert, sollte es Dich nicht wundern, weil Deine Hoffnung, daß er bald am Hörer klebt oder ein e-mail schreibt, dauert unendlich, wenn man täglich auf ein Lebenszeichen vom anderen hofft!

Er wird wohl durch seinen eigenen Rotz durchstiefeln (Katze mit Hut und der gestiefelte Kater ).

Schraub Deine Erwartungen runter, er kann und will es so, wie es ist, und jetzt nicht mehr geben.
Und das ist rein persönlich nichts, aber auch gar nichts gegen Dich, sondern er/ich haben genug mit anderen Dingen zu kämpfen und das ist oft traurig genug.

Versuche nur ein guter Freund in der Not ohne viel Fragerei zu sein, Florence Nighingale oder die Retterin mußt und darfst Du nicht spielen, weil Du all Deine Kraft und Energie im dümmsten Fall sinnlos verpuffst und irgenwann leer und ohne Hoffnung vollkommen ausbrannt und wütend dastehst.

Was glaubst Du, wieviel ich schon durch meine Art so "gequält" habe, hmmm....

Leb und regel in erster Linie Dein Leben, er weiß Deine e-mail, kann Dich finden und Kontakt herstellen, wenn er will.

Wenn Du soviel Geduld aufbringen kannst und er eines Tages doch noch zu einem Treffen erscheinen sollte (vorher haste aber Deine Ehe geregelt?): er wird aufgeregt sein, wie durch den Wind geblasen und hätte ihm Geiste lieber schon wieder abgesagt , würde aber dann doch von sich aus gesehen ins kalte Wasser springen

Tja, mich kriegt keiner ins Wasser
weil mit dem vielen Blei, was mir noch an den Füssen klebt, würde ich bestimmt gleich untergehen

Und deswegen hat sich die Miss gleich als Abschreckung ein Nichtschwimmer-Schild umgehängt
Muß erst wohl wieder "schwimmen" lernen und vor allen Dingen irgendwann darauf vertrauen, daß ich nicht untergehe...

Was ist mit Deinem Mann? So wie ich das hier verstanden habe, bist Du noch verheiratet?
Bevor ich es mir zur Aufgabe machen würde, so einen Seelenguschpi zu knacken..., wäre Deine Ehe noch irgendwie zu retten?

Zweigleisig fahren, ist nicht mein Ding,erst das eine wirklich beenden und dann...,

So, ziemlich lang geworden, hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen und wünsche Dir alles Liebe und Gute

Miss38




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1. April 2003 um 17:26
In Antwort auf belle_11930188

Vielleicht hat er ja jemand anderen
kennengelernt? Vielleicht war er die ganze Zeit über solo, oder unglücklich in einer Beziehung, das weißt Du wohl besser, hat jetzt aber eine Frau getroffen? Ich kenne das von einem Freund von mir, der hat sich jahrelang mit Frauen aus dem Chat getroffen und telefoniert, von heut auf morgen lernte er ein Mädchen kennen und hat alle "Chatbekanntschaften" in die Wüste geschickt. Auch wenn dies die unromantischste Variante der Erklärungen ist, ist es meiner Meinung nach die warscheinlichste. So oder so, würde ich die Sache abhaken, es ist nichts geheimnisvolles an dieser Geschichte, auch wenn wir das immer gerne glauben wollen würden, weil wir Frauen nicht glauben können, das Männer zu feige für eine einfache Erklärung der Dinge sind, sondern lieber gar keine abgeben und uns damit immer in unserer viel komplizierteren Gedankenwelt auf Reise schicken. Was geht in ihm vor? Kämpft er mit sich? Will er und hat Angst? Habe ich etwas falsches gesagt, getan, gedacht? Nach meiner Erfahrung kann man alle diese Fragen mit nein beantworten und davon ausgehen, das die Lösung ganz simpel ist.
Kontentrier Dich auf das Wesentliche, auf Dein Leben und auf Deinen Mann
Alles Gute
cyrano

Was glaubst du was ich die ganze zeit tue...
hier bei handelt es sich ja gerade um mein leben, sonst würde es mich nicht so berühren. ist für mich das erstemal seit über 20 jahren, dass ich wieder vertrauen zu einem mann gefasst hab und mich verliebt habe.

aber ich weiß was du damit meinst, dennoch glaube ich nicht, dass man alles entschuldigen sollte. ich zumindest habe soviel arsch in der hose, dass ich freunden offen sage,woran sie sind. klar tut auch das dann mal weh, aber nicht so sehr als ob man monatelang ins offene messer der gefühle läuft, ständig hoffnung gemacht bekommt und dann doch abgeblockt wird.

er macht im übrigen das gleiche spiel weiter, wieder bekanntschaften im chat, auch ne frau kennen gelernt, da hast du recht damit, aber die auch noch nicht getroffen.
soviel zu dem thema, glaube fast das ganze wird sich noch ne weile so wiederholen.
schlimm ist nur, dass es mir total scheiße geht, ich nach über einem jahr ehesorgen nun auch noch das am bein habe. hört sich wie jammern an, aber es geht mir echt mies damit, glaub ich darf mal jammern.

auch hab ich mir, gerade weil auch er weiß mein leben ist hoch kompliziert erhofft, er wäre ehrlicher zu mir und würde es nicht so auf die lange bank schieben.

männer....schreiiiiiiiiiiiiiiiii!!!!!

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1. April 2003 um 17:42
In Antwort auf vered_12057641

Solche Körbe verteile ich ständig ;-(
Hi Katze mit Hut
ja, Dir tut das weh mit dem Korb.
Ich erzähl Dir einfach ein bisserl von mir,
denn in diesem Fall ist es umgekehrt, hier bin ich wie Dein Freund/Bekannter, der reihenweise Körbe austeilt...

Darauf bin ich nicht sonderlich stolz, daß ist mein selbst geschworener Schutz, nichts und niemanden an mich ranzulassen, weil es in der Vergangenheit fürchterlich gebrannt hat und vieles schmerzhaft war.

Ich habe mir zwar einige nette Kontakte (nur Freundschaft) aufgebaut, als mich diejenigen dann nach 6 Monaten! kennenlernen wollten, habe ich gekniffen bis zum Letzten, manche sind mir dann dabei so auf den Keks gegangen mit der Rumjammerei, ich könnte ihnen vertrauen, daß ich sie gleich ganz aus dem Leben gedonnert habe!

Ich habe mich sehr bedrängt und unter Druck gesetzt gefühlt, obwohl der gute Wille, nach einer angemessenen Zeit sich zu treffen da war, war ich nur noch wie gelähmt und total verstört, je näher der Tag kam.

Obwohl sie von vornherein wussten, daß ich viel Zeit und keine Beziehung brauche, wollten alle schnell ihren eigenen Kopf und die Vorstellung, wie man mich geschädigte Nuss knacken könnte, durchsetzen.

Der Mann hat wahrscheinlich noch Kummer ohne Ende, je mehr Du fragst, wie Du helfen kannst, desto mehr blockt er.
So halte ich das hier auch, man kann sich da nur selber helfen.
Mir langt ein Angebot, daß jemand da WÄRE, wenn alle Stricke reißen, daß ich notfalls den rettenden Strohhalm umklammern kann. Nur darf man mich nicht jeden Tag danach fragen.

Am besten gar nicht mehr. Sie wissen, wo man einen finden kann, wenn's den Bach runtergeht,
und damit muß sich der andere "begnügen".

Im übrigen tut man sich selber schwer genug, bei anderen "in der Schuld" zu stehen, denn die Erwartungshaltung der anderen kann ganz schön groß sein.

Ich wurde einmal eingeladen, ZU MEINER SICHERHEIT, bin ich in die Disco meiner besten Freundin.
Der Typ hat es doch prompt schon im Auto geschafft, mich emotional schon zum Zittern zu bringen, in dem er immer wieder gesagt hat: ich hab um Mitternacht eine Überraschung für dich!

Den ganzen Abend konnte ich nicht genießen, weil ER ERWARTET hat, daß ich mich um Mitternacht dann freue.
Mit einem Getränk und himmelnden Augen sich für genau 100 Tage Freundschaft bedankt.

Für ihn ein Zeichen, wie sehr er mich mag und rüberbringen wollte,
und für mich das total Chaos, weil er mich emotional ständig immer aus dem Gleichgewicht geschmissen und diesen Abend auch noch so ruiniert hat, daß ich vor allen losgeheult habe.

Und: wer mich zum Weinen bringt, da fange ich an einen Zorn(den ich nie gekannt habe!) aufzubauen, und zwar ganz schnell.
(Wenn ich weinen will und muß, dann wegen meiner Kontoauszüge und Schulden, aber niemals mehr wegen einem Mann!)

Je nachdem wie die Lage ist und man ein Stück seines eigenen Weges nunmal bärenstark alles meistern muß, ist es fast unmöglich für einen selber, den Knopf ganz plötzlich und weil ANDERE es von MIR erwarten, auf "Gefühle und Sentimentalität" zu switchen.

Weil er es nicht RESPEKTIERT hat, daß ich so bin und jedesmal die Grenze überschritten hat, hab ich ihn im Auto auf dem Nachhauseweg angefahren: Du kommt nicht mehr mit hoch, ich will jetzt meine Ruhe.

Ich brauche viel davon, für allerbeste Freunde bin ich immer da, da klappts auch mit Gefühlen und dem lang bewährten Vertrautem, neuen Leuten gegenüber bin ich aber sehr wachsam, drei davon, wo jeder was von mir will, die schaffen und reiben mich emotional schon auf, und bleiben auch nicht lange, weil sie einfach nicht die für mich! benötigte Gelassenheit und Geduld aufbringen.

Daß die anderen durch meine Art auch manchmal sehr leiden müssen, ist mir bewußt und es tut mir (aber nur wie ein Lufthauch so schnell) ein wenig leid, aber: damit müssen sie selber klar kommen, weil hier niemand und nichts mein eh schon kaputtes Leben bestimmen wird.

Ja, auch Angst, wieder in eine Abhängigkeit zu geraten, das Misstrauen ist hier größer als der eigene Glaube in das Vertrauen, auch wenns der andere wirklich gut meint.

Die helfende Hand, die Du ihm reichen willst, sieht er durch seinen eigenen Nebelschleier gar nicht, und selbst wenn Du soweit kommen würdest, gibt's immer noch den riesengroßen Riegel vor dem Herzen.

Das ist Schutz pur und Menschen, die es mit mir ehrlich meinen, sind auch in der Lage, mich so zu lassen, wie ich gerade bin.
Wer mich nicht so nehmen kann, muß nicht sein, aber verändern und öffnen auf Knopfdruck kann von mir keiner verlangen.
Da gibt's dann den Korb und den sorry...Arschtritt.

Du kannst Dir an solchen bis zur Vergasung den Wolf reden, leidest irgendwann selber, nur wer sich nicht öffnen möchte, der wird es auch Dir zuliebe nicht tun, und daran kannst Du Dir gehörig die Zähne ausbeißen.

So bin auch ich gerade und habe 10 Jahre lang mit meinem Ex, der so ist, gelebt und hatr mich leider auch geprägt. Ich nehme einfach jetzt das für mich in Anspruch, wie er damals war, leider ;-(

So unverständlich das für Dich und sein Verhalten auch sein mag, für ihn und auch für mich ist es auch ein schmerzlicher Prozeß, so zu sein. Aber, jetzt bin ich nur noch mir und meinem Sohn am allernächsten, ich selber tue mir ja nicht weh, oder

Ich brauche Freunde, die mich lassen, wie ich bin und sich nicht jeden Tag aufdrängen, ich bin glücklich wenn nach einer Woche ein Hallo kommt, habe an Dich gedacht, aber auf neutraler Ebene, wenn ich dann wochenlang nichts höre, ist es mir recht, denn dann entwickel ich auch mal den Gedanken daran, daß was von mir rüberkommt.

Tja, also nur für den Fall, daß es hier einige Parallelen dazu gab und Dein Freund/Bekannter so ein Fall ist, wie ich:
Zieh Dich mal zurück, bis er sich melden WILL, das kann viele Wochen dauern!
Gib im vorher, schlicht und einfach und ohne Gefühlsrotz Info, brauche selber jetzt Ruhe, bin aber da, wenn Du mich brauchst.

Da er das ja jetzt schon praktiziert, sollte es Dich nicht wundern, weil Deine Hoffnung, daß er bald am Hörer klebt oder ein e-mail schreibt, dauert unendlich, wenn man täglich auf ein Lebenszeichen vom anderen hofft!

Er wird wohl durch seinen eigenen Rotz durchstiefeln (Katze mit Hut und der gestiefelte Kater ).

Schraub Deine Erwartungen runter, er kann und will es so, wie es ist, und jetzt nicht mehr geben.
Und das ist rein persönlich nichts, aber auch gar nichts gegen Dich, sondern er/ich haben genug mit anderen Dingen zu kämpfen und das ist oft traurig genug.

Versuche nur ein guter Freund in der Not ohne viel Fragerei zu sein, Florence Nighingale oder die Retterin mußt und darfst Du nicht spielen, weil Du all Deine Kraft und Energie im dümmsten Fall sinnlos verpuffst und irgenwann leer und ohne Hoffnung vollkommen ausbrannt und wütend dastehst.

Was glaubst Du, wieviel ich schon durch meine Art so "gequält" habe, hmmm....

Leb und regel in erster Linie Dein Leben, er weiß Deine e-mail, kann Dich finden und Kontakt herstellen, wenn er will.

Wenn Du soviel Geduld aufbringen kannst und er eines Tages doch noch zu einem Treffen erscheinen sollte (vorher haste aber Deine Ehe geregelt?): er wird aufgeregt sein, wie durch den Wind geblasen und hätte ihm Geiste lieber schon wieder abgesagt , würde aber dann doch von sich aus gesehen ins kalte Wasser springen

Tja, mich kriegt keiner ins Wasser
weil mit dem vielen Blei, was mir noch an den Füssen klebt, würde ich bestimmt gleich untergehen

Und deswegen hat sich die Miss gleich als Abschreckung ein Nichtschwimmer-Schild umgehängt
Muß erst wohl wieder "schwimmen" lernen und vor allen Dingen irgendwann darauf vertrauen, daß ich nicht untergehe...

Was ist mit Deinem Mann? So wie ich das hier verstanden habe, bist Du noch verheiratet?
Bevor ich es mir zur Aufgabe machen würde, so einen Seelenguschpi zu knacken..., wäre Deine Ehe noch irgendwie zu retten?

Zweigleisig fahren, ist nicht mein Ding,erst das eine wirklich beenden und dann...,

So, ziemlich lang geworden, hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen und wünsche Dir alles Liebe und Gute

Miss38




Danke...
danke, dass du so viel von dir erzählt hast, ich kann vieles nachvollziehen, da auch ich wirklich große probleme habe nicht nur dieser freund. meine erste reaktion auf dieses "gegen die wand" laufen war auch, dicht zu machen, hab auch mit dem gedanken gespielt nun zu blocken, es sogar teilweise getan, sicher auch meinen freunden und familie damit weh getan.

gerade davor hab ich aber angst, angst ganz dicht zu machen, nur um nicht mehr auf diese art verletzt zu werden.
es geht nicht in erster linie um den korb, liebe kann einseitig sein, tut zwar weh ist aber irgendwann zu verkraften. aber es hört bei mir auf, wenn man davon spricht, in einer freundschaft sei offenheit und vertrauen wichtig, sich dann aber nicht traut klartext zu reden. das hat mich so sehr enttäuscht.

kannst du mich da verstehen?? hätte er offen gesagt, "mädel ich brauch mal meine ruhe" ich wäre die letzte die dann ständig hinterherläuft. aber wenn auch auf nachfragen, keine klare antwort kommt, warum er sich zurückzieht, wie soll ich es dann verstehen?? ich kann doch nicht in einer freundschaft ständig zwischen den zeilen suchen, dann brauche ich gleich niemandem mehr vertrauen.

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1. April 2003 um 19:18
In Antwort auf vered_12057641

Solche Körbe verteile ich ständig ;-(
Hi Katze mit Hut
ja, Dir tut das weh mit dem Korb.
Ich erzähl Dir einfach ein bisserl von mir,
denn in diesem Fall ist es umgekehrt, hier bin ich wie Dein Freund/Bekannter, der reihenweise Körbe austeilt...

Darauf bin ich nicht sonderlich stolz, daß ist mein selbst geschworener Schutz, nichts und niemanden an mich ranzulassen, weil es in der Vergangenheit fürchterlich gebrannt hat und vieles schmerzhaft war.

Ich habe mir zwar einige nette Kontakte (nur Freundschaft) aufgebaut, als mich diejenigen dann nach 6 Monaten! kennenlernen wollten, habe ich gekniffen bis zum Letzten, manche sind mir dann dabei so auf den Keks gegangen mit der Rumjammerei, ich könnte ihnen vertrauen, daß ich sie gleich ganz aus dem Leben gedonnert habe!

Ich habe mich sehr bedrängt und unter Druck gesetzt gefühlt, obwohl der gute Wille, nach einer angemessenen Zeit sich zu treffen da war, war ich nur noch wie gelähmt und total verstört, je näher der Tag kam.

Obwohl sie von vornherein wussten, daß ich viel Zeit und keine Beziehung brauche, wollten alle schnell ihren eigenen Kopf und die Vorstellung, wie man mich geschädigte Nuss knacken könnte, durchsetzen.

Der Mann hat wahrscheinlich noch Kummer ohne Ende, je mehr Du fragst, wie Du helfen kannst, desto mehr blockt er.
So halte ich das hier auch, man kann sich da nur selber helfen.
Mir langt ein Angebot, daß jemand da WÄRE, wenn alle Stricke reißen, daß ich notfalls den rettenden Strohhalm umklammern kann. Nur darf man mich nicht jeden Tag danach fragen.

Am besten gar nicht mehr. Sie wissen, wo man einen finden kann, wenn's den Bach runtergeht,
und damit muß sich der andere "begnügen".

Im übrigen tut man sich selber schwer genug, bei anderen "in der Schuld" zu stehen, denn die Erwartungshaltung der anderen kann ganz schön groß sein.

Ich wurde einmal eingeladen, ZU MEINER SICHERHEIT, bin ich in die Disco meiner besten Freundin.
Der Typ hat es doch prompt schon im Auto geschafft, mich emotional schon zum Zittern zu bringen, in dem er immer wieder gesagt hat: ich hab um Mitternacht eine Überraschung für dich!

Den ganzen Abend konnte ich nicht genießen, weil ER ERWARTET hat, daß ich mich um Mitternacht dann freue.
Mit einem Getränk und himmelnden Augen sich für genau 100 Tage Freundschaft bedankt.

Für ihn ein Zeichen, wie sehr er mich mag und rüberbringen wollte,
und für mich das total Chaos, weil er mich emotional ständig immer aus dem Gleichgewicht geschmissen und diesen Abend auch noch so ruiniert hat, daß ich vor allen losgeheult habe.

Und: wer mich zum Weinen bringt, da fange ich an einen Zorn(den ich nie gekannt habe!) aufzubauen, und zwar ganz schnell.
(Wenn ich weinen will und muß, dann wegen meiner Kontoauszüge und Schulden, aber niemals mehr wegen einem Mann!)

Je nachdem wie die Lage ist und man ein Stück seines eigenen Weges nunmal bärenstark alles meistern muß, ist es fast unmöglich für einen selber, den Knopf ganz plötzlich und weil ANDERE es von MIR erwarten, auf "Gefühle und Sentimentalität" zu switchen.

Weil er es nicht RESPEKTIERT hat, daß ich so bin und jedesmal die Grenze überschritten hat, hab ich ihn im Auto auf dem Nachhauseweg angefahren: Du kommt nicht mehr mit hoch, ich will jetzt meine Ruhe.

Ich brauche viel davon, für allerbeste Freunde bin ich immer da, da klappts auch mit Gefühlen und dem lang bewährten Vertrautem, neuen Leuten gegenüber bin ich aber sehr wachsam, drei davon, wo jeder was von mir will, die schaffen und reiben mich emotional schon auf, und bleiben auch nicht lange, weil sie einfach nicht die für mich! benötigte Gelassenheit und Geduld aufbringen.

Daß die anderen durch meine Art auch manchmal sehr leiden müssen, ist mir bewußt und es tut mir (aber nur wie ein Lufthauch so schnell) ein wenig leid, aber: damit müssen sie selber klar kommen, weil hier niemand und nichts mein eh schon kaputtes Leben bestimmen wird.

Ja, auch Angst, wieder in eine Abhängigkeit zu geraten, das Misstrauen ist hier größer als der eigene Glaube in das Vertrauen, auch wenns der andere wirklich gut meint.

Die helfende Hand, die Du ihm reichen willst, sieht er durch seinen eigenen Nebelschleier gar nicht, und selbst wenn Du soweit kommen würdest, gibt's immer noch den riesengroßen Riegel vor dem Herzen.

Das ist Schutz pur und Menschen, die es mit mir ehrlich meinen, sind auch in der Lage, mich so zu lassen, wie ich gerade bin.
Wer mich nicht so nehmen kann, muß nicht sein, aber verändern und öffnen auf Knopfdruck kann von mir keiner verlangen.
Da gibt's dann den Korb und den sorry...Arschtritt.

Du kannst Dir an solchen bis zur Vergasung den Wolf reden, leidest irgendwann selber, nur wer sich nicht öffnen möchte, der wird es auch Dir zuliebe nicht tun, und daran kannst Du Dir gehörig die Zähne ausbeißen.

So bin auch ich gerade und habe 10 Jahre lang mit meinem Ex, der so ist, gelebt und hatr mich leider auch geprägt. Ich nehme einfach jetzt das für mich in Anspruch, wie er damals war, leider ;-(

So unverständlich das für Dich und sein Verhalten auch sein mag, für ihn und auch für mich ist es auch ein schmerzlicher Prozeß, so zu sein. Aber, jetzt bin ich nur noch mir und meinem Sohn am allernächsten, ich selber tue mir ja nicht weh, oder

Ich brauche Freunde, die mich lassen, wie ich bin und sich nicht jeden Tag aufdrängen, ich bin glücklich wenn nach einer Woche ein Hallo kommt, habe an Dich gedacht, aber auf neutraler Ebene, wenn ich dann wochenlang nichts höre, ist es mir recht, denn dann entwickel ich auch mal den Gedanken daran, daß was von mir rüberkommt.

Tja, also nur für den Fall, daß es hier einige Parallelen dazu gab und Dein Freund/Bekannter so ein Fall ist, wie ich:
Zieh Dich mal zurück, bis er sich melden WILL, das kann viele Wochen dauern!
Gib im vorher, schlicht und einfach und ohne Gefühlsrotz Info, brauche selber jetzt Ruhe, bin aber da, wenn Du mich brauchst.

Da er das ja jetzt schon praktiziert, sollte es Dich nicht wundern, weil Deine Hoffnung, daß er bald am Hörer klebt oder ein e-mail schreibt, dauert unendlich, wenn man täglich auf ein Lebenszeichen vom anderen hofft!

Er wird wohl durch seinen eigenen Rotz durchstiefeln (Katze mit Hut und der gestiefelte Kater ).

Schraub Deine Erwartungen runter, er kann und will es so, wie es ist, und jetzt nicht mehr geben.
Und das ist rein persönlich nichts, aber auch gar nichts gegen Dich, sondern er/ich haben genug mit anderen Dingen zu kämpfen und das ist oft traurig genug.

Versuche nur ein guter Freund in der Not ohne viel Fragerei zu sein, Florence Nighingale oder die Retterin mußt und darfst Du nicht spielen, weil Du all Deine Kraft und Energie im dümmsten Fall sinnlos verpuffst und irgenwann leer und ohne Hoffnung vollkommen ausbrannt und wütend dastehst.

Was glaubst Du, wieviel ich schon durch meine Art so "gequält" habe, hmmm....

Leb und regel in erster Linie Dein Leben, er weiß Deine e-mail, kann Dich finden und Kontakt herstellen, wenn er will.

Wenn Du soviel Geduld aufbringen kannst und er eines Tages doch noch zu einem Treffen erscheinen sollte (vorher haste aber Deine Ehe geregelt?): er wird aufgeregt sein, wie durch den Wind geblasen und hätte ihm Geiste lieber schon wieder abgesagt , würde aber dann doch von sich aus gesehen ins kalte Wasser springen

Tja, mich kriegt keiner ins Wasser
weil mit dem vielen Blei, was mir noch an den Füssen klebt, würde ich bestimmt gleich untergehen

Und deswegen hat sich die Miss gleich als Abschreckung ein Nichtschwimmer-Schild umgehängt
Muß erst wohl wieder "schwimmen" lernen und vor allen Dingen irgendwann darauf vertrauen, daß ich nicht untergehe...

Was ist mit Deinem Mann? So wie ich das hier verstanden habe, bist Du noch verheiratet?
Bevor ich es mir zur Aufgabe machen würde, so einen Seelenguschpi zu knacken..., wäre Deine Ehe noch irgendwie zu retten?

Zweigleisig fahren, ist nicht mein Ding,erst das eine wirklich beenden und dann...,

So, ziemlich lang geworden, hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen und wünsche Dir alles Liebe und Gute

Miss38




Ich quetsche mich mal dazwischen
Hallo Ihr Beiden,

als ich das alles so gelesen habe, ist mir eine Geschichte eingefallen, die ich vor kurzer Zeit mal gelesen haben.

Nach einigem Suchen habe ich sie wieder gefunden. Hier ist sie:

Es war einmal ein Herz .....

Das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger. Es schlug nun einmal so viel, wie es nötig war. Das Herz war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besaß nur ein schwaches blaßrosa. Das schlimme war, daß es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwächt und obwohl es noch nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.

Eines Tages war es auf die Idee gekommen, einen Verschlag um sich zu bauen. So suchte es den härtesten Stein für die Wände, das massivste Holz für das Dach und den stärksten Stahl für die Tür.

Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es verletzen - niemand konnte es mehr zerreißen. Endlich war es sicher.

Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag, lugte hinaus durch die Fugen im Stein und hörte über sich das Knacken des Holzes. Es war ziemlich dunkel und kalt, dachte sich das Herz. Aber es schloß einfach die Augen und tat, was es immer tat - schlagen. 100.000 Mal am Tag. Vor lauter Langeweile zählte das Herz jeden Schlag mit, bis es ihm überdrüssig wurde. So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.

Das Herz fragte sich, was es überhaupt noch für einen Sinn hatte zu schlagen.

Was das Herz vergessen hatte, war, daß es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand, es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte, daß aber auch niemand mehr hineinkommen würde, der mit ihm lachen täte, jemand, der Purzelbäume mit ihm schlagen würde und es wärmte.

Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken.

Es merkte, einen fatalen Fehler begangen zu haben. Mit aller Kraft versuchte es, die Stahltür aufzudrücken, doch sie war zu schwer, als daß sie sich bewegen ließ.

So begann es, gegen die Steinwände zu hämmern, doch außer daß sich ein paar Brocken lösten, passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig. Als es sich am Dach zu schaffen machte, zog es sich nur einen dicken Splitter zu.

Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbst gebauten Gefängnis und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst. Wie konnte es nur den Schlüssel in all seiner Trauer vergessen ? Das Herz verfluchte sich für sein elendes Selbstmitleid.
Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben, sich vor Angst zusammenkrampfen, vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte.

Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt und sah die anderen Herzen. Einige waren blaß, so wie es selbst. Sie schlichen durchs Leben, geduckt und allein. Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot - Hand in Hand über Stock und Stein, unerschrocken und gestärkt vom anderen.

Doch was das Herz dann sah, ließ es staunen und es konnte seine Tränen nicht verbergen. Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten.
Sie waren weiß und regten sich kaum noch. Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag.

Niemand kümmerte sich um sie, denn auch sie hatten einmal den Schlüssel ihres Gefängnisses so gut versteckt, daß niemand ihn fand.

Da fühlte das Herz zum 1. Mal, daß es ihm noch gar nicht so schlecht ging. Noch war es rosa und noch fühlte es etwas. Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür. So machte es sich auf die Suche und probierte alle Schlüssel, die es finden konnte. Es probierte sogar Schlüssel, von denen es von Anfang an wußte, daß sie nicht passen würden.

Nach einiger Zeit merkte das Herz, daß es wieder einen Fehler begangen hatte.
Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen. Es verstand, daß man das Glück nicht erzwingen kann.

Frei ist man nur, wenn man frei denken kann. Das Herz entspannte sich erst einmal und beschäftigte sich mit sich selbst. Es schaute in den Spiegel und begann sich so zu akzeptieren, wie es war, blaßrosa und faltig.
Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen und eine innere Gewissheit, daß es auf seine Art und Weise wunderschön war.
So fing es an zu singen, erst ganz leise und schnurrend und nach und immer lauter und heller, bis es ein klares Zwitschern war, wie das eines Vogels am Himmel.

Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben. Mit riesengroßen Augen starrte das Herz auf diese Stelle, wo ein goldenes Schimmern zu erkennen war. Das Herz traute seinen Augen nicht. Da war der Schlüssel, den es damals mit in den Stein eingemauert hatte. Das hatte es durch all seinen Schmerz und Selbstmitleid vergessen und jetzt, wo es den Schlüssel in der Hand hielt, fiel es ihm wieder ein, wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschien, ihn nie wieder zu brauchen.

Langsam und voller Bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schloß.
Mit lautem gequietsche schob sich die schwere Stahltür zur Seite. Das Herz machte einen Schritt nach draußen, schloß die Augen und atmete tief die frische Luft ein.

Es streckte die Arme aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und nach unten und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin.
Das Herz dachte, wie schön das Leben doch sei, machte einige Hüpfer und begab sich auf den Weg, um Freunde zu finden.

Den 1. den es traf war eine lustiger Geselle, der das Leben zum Schießen komisch fand und über 1000 Freunde hatte. Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte, mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen anstellte, merkte das Herz, daß diesem "Freund" einiges fehlte ; - der Tiefgang.

Was war das für ein Freund, mit dem es nur lachen, aber nie weinen konnte ?
Mit dem es nur durch "Dick", aber nie durch "Dünn" gehen würde.
So zog das Herz weiter, allein, aber reich an einer neuen Erfahrung.
Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß. Es wurde direkt freundlich in ihre Mitte aufgenommen.
Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit.

Da war nun eine große Gruppe, wie eine Familie, die zusammen hielt, wo alle gleich waren. Jeden Morgen standen sie zusammen auf, tranken den gleichen Tee, aßen vom gleichen Brot und gestalteten jeden Tag gleich.

Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte, daß auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte, denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualität.
In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden, der eigenständig war und sein Leben selbst planen wollte. Also löste das sich das Herz auch aus dieser Verbindung und genoß sein eigenes Leben.

Es ging über 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Täler, bis es an einem Haus ankam, das mit Stacheldraht umzogen war.

Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß, daß tatsächlich jemand in diesem Haus leben würde.
In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte.
Bei dem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte.
Wie sehr es damals gehofft hatte, daß jemand ihm helfen würde und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte.

Es wußte, daß es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr stolz darauf.
Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen, aus seinem Verlies zu kommen ?

So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte, den Stacheldraht zu durchtrennen. Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte.

Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart, für sich den stärksten Stacheldraht zu finden.
Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte, sondern nur ahnen konnte, was das für ein Herz war, fühlte es eine starke Bindung zu ihm.

So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um dem anderen wenigstens nah zu sein.
So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltür wie einst seiner und begann zu reden. Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete.

Es erzählte von seinem Schicksal. Erzählte ihm, was ihm alles in seinem Leben widerfahren war und es hörte ein Schluchzen hinter der dicken Tür. Unermüdlich sprach das Herz weiter. Über die lustigen Sachen, die es mit seinem 1. "Freund" erlebt hatte, über die Wärme , die es bei seiner Familie erfahren hatte, und es vernahm ein leises Glucksen von innen. Erst leise, bis es immer lauter sich in ein gellendes Lachen verwandelte. Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm.

Es wollte hinaus zu ihm und es sehen.
Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen. Es wollte sich an seine Schulter lehnen, sich an es drücken und es nie wieder verlassen.

Das Herz war glücklich, endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was sollte es nur tun ?

Wie auch bei ihm früher, wußte das andere Herz nicht mehr, wo es den Schlüssel versteckt hatte.

So faßte das Herz den Entschluß loszugehen, um den Schlüssel zu suchen.
Nur wo sollte es anfangen ?

Es lief ziellos umher, suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in Seen danach; fragte alle, die seinen Weg kreuzten, aber niemand wußte Rat und nirgends fand es den Schlüssel.
So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte. Krabbelte durch das Loch unterm Zaun, um die schlechte Nachricht zu überbringen.

Doch zu seinem Erstaunen fand es die schwere Stahltür geöffnet.
Wie war das möglich gewesen ? -dachte das Herz.

Plötzlich hörte es eine freundliche und liebevolle Stimme hinter sich.

Da sah es ein kleines blaßrosa Herz stehen mit glühenden Wangen. " Ich habe hier auf dich gewartet " sagte das kleine Herz. " Ich habe erkannt, daß man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meiner Liebe zu dir habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden,
der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete "

Sie nahmen sich an die Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam, ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus...bis an ihr Lebensende.

Es ist ein bißchen lang geworden, aber ich finde die Geschichte schön und passend.

Überlegt euch, ob das eigene "Abbruchunternehmen" wirklich soooo dienlich ist.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Abend.

LG - Lourdes

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1. April 2003 um 21:49
In Antwort auf Lourdes

Ich quetsche mich mal dazwischen
Hallo Ihr Beiden,

als ich das alles so gelesen habe, ist mir eine Geschichte eingefallen, die ich vor kurzer Zeit mal gelesen haben.

Nach einigem Suchen habe ich sie wieder gefunden. Hier ist sie:

Es war einmal ein Herz .....

Das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger. Es schlug nun einmal so viel, wie es nötig war. Das Herz war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besaß nur ein schwaches blaßrosa. Das schlimme war, daß es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwächt und obwohl es noch nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.

Eines Tages war es auf die Idee gekommen, einen Verschlag um sich zu bauen. So suchte es den härtesten Stein für die Wände, das massivste Holz für das Dach und den stärksten Stahl für die Tür.

Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es verletzen - niemand konnte es mehr zerreißen. Endlich war es sicher.

Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag, lugte hinaus durch die Fugen im Stein und hörte über sich das Knacken des Holzes. Es war ziemlich dunkel und kalt, dachte sich das Herz. Aber es schloß einfach die Augen und tat, was es immer tat - schlagen. 100.000 Mal am Tag. Vor lauter Langeweile zählte das Herz jeden Schlag mit, bis es ihm überdrüssig wurde. So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.

Das Herz fragte sich, was es überhaupt noch für einen Sinn hatte zu schlagen.

Was das Herz vergessen hatte, war, daß es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand, es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte, daß aber auch niemand mehr hineinkommen würde, der mit ihm lachen täte, jemand, der Purzelbäume mit ihm schlagen würde und es wärmte.

Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken.

Es merkte, einen fatalen Fehler begangen zu haben. Mit aller Kraft versuchte es, die Stahltür aufzudrücken, doch sie war zu schwer, als daß sie sich bewegen ließ.

So begann es, gegen die Steinwände zu hämmern, doch außer daß sich ein paar Brocken lösten, passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig. Als es sich am Dach zu schaffen machte, zog es sich nur einen dicken Splitter zu.

Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbst gebauten Gefängnis und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst. Wie konnte es nur den Schlüssel in all seiner Trauer vergessen ? Das Herz verfluchte sich für sein elendes Selbstmitleid.
Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben, sich vor Angst zusammenkrampfen, vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte.

Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt und sah die anderen Herzen. Einige waren blaß, so wie es selbst. Sie schlichen durchs Leben, geduckt und allein. Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot - Hand in Hand über Stock und Stein, unerschrocken und gestärkt vom anderen.

Doch was das Herz dann sah, ließ es staunen und es konnte seine Tränen nicht verbergen. Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten.
Sie waren weiß und regten sich kaum noch. Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag.

Niemand kümmerte sich um sie, denn auch sie hatten einmal den Schlüssel ihres Gefängnisses so gut versteckt, daß niemand ihn fand.

Da fühlte das Herz zum 1. Mal, daß es ihm noch gar nicht so schlecht ging. Noch war es rosa und noch fühlte es etwas. Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür. So machte es sich auf die Suche und probierte alle Schlüssel, die es finden konnte. Es probierte sogar Schlüssel, von denen es von Anfang an wußte, daß sie nicht passen würden.

Nach einiger Zeit merkte das Herz, daß es wieder einen Fehler begangen hatte.
Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen. Es verstand, daß man das Glück nicht erzwingen kann.

Frei ist man nur, wenn man frei denken kann. Das Herz entspannte sich erst einmal und beschäftigte sich mit sich selbst. Es schaute in den Spiegel und begann sich so zu akzeptieren, wie es war, blaßrosa und faltig.
Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen und eine innere Gewissheit, daß es auf seine Art und Weise wunderschön war.
So fing es an zu singen, erst ganz leise und schnurrend und nach und immer lauter und heller, bis es ein klares Zwitschern war, wie das eines Vogels am Himmel.

Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben. Mit riesengroßen Augen starrte das Herz auf diese Stelle, wo ein goldenes Schimmern zu erkennen war. Das Herz traute seinen Augen nicht. Da war der Schlüssel, den es damals mit in den Stein eingemauert hatte. Das hatte es durch all seinen Schmerz und Selbstmitleid vergessen und jetzt, wo es den Schlüssel in der Hand hielt, fiel es ihm wieder ein, wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschien, ihn nie wieder zu brauchen.

Langsam und voller Bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schloß.
Mit lautem gequietsche schob sich die schwere Stahltür zur Seite. Das Herz machte einen Schritt nach draußen, schloß die Augen und atmete tief die frische Luft ein.

Es streckte die Arme aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und nach unten und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin.
Das Herz dachte, wie schön das Leben doch sei, machte einige Hüpfer und begab sich auf den Weg, um Freunde zu finden.

Den 1. den es traf war eine lustiger Geselle, der das Leben zum Schießen komisch fand und über 1000 Freunde hatte. Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte, mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen anstellte, merkte das Herz, daß diesem "Freund" einiges fehlte ; - der Tiefgang.

Was war das für ein Freund, mit dem es nur lachen, aber nie weinen konnte ?
Mit dem es nur durch "Dick", aber nie durch "Dünn" gehen würde.
So zog das Herz weiter, allein, aber reich an einer neuen Erfahrung.
Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß. Es wurde direkt freundlich in ihre Mitte aufgenommen.
Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit.

Da war nun eine große Gruppe, wie eine Familie, die zusammen hielt, wo alle gleich waren. Jeden Morgen standen sie zusammen auf, tranken den gleichen Tee, aßen vom gleichen Brot und gestalteten jeden Tag gleich.

Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte, daß auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte, denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualität.
In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden, der eigenständig war und sein Leben selbst planen wollte. Also löste das sich das Herz auch aus dieser Verbindung und genoß sein eigenes Leben.

Es ging über 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Täler, bis es an einem Haus ankam, das mit Stacheldraht umzogen war.

Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß, daß tatsächlich jemand in diesem Haus leben würde.
In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte.
Bei dem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte.
Wie sehr es damals gehofft hatte, daß jemand ihm helfen würde und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte.

Es wußte, daß es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr stolz darauf.
Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen, aus seinem Verlies zu kommen ?

So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte, den Stacheldraht zu durchtrennen. Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte.

Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart, für sich den stärksten Stacheldraht zu finden.
Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte, sondern nur ahnen konnte, was das für ein Herz war, fühlte es eine starke Bindung zu ihm.

So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um dem anderen wenigstens nah zu sein.
So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltür wie einst seiner und begann zu reden. Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete.

Es erzählte von seinem Schicksal. Erzählte ihm, was ihm alles in seinem Leben widerfahren war und es hörte ein Schluchzen hinter der dicken Tür. Unermüdlich sprach das Herz weiter. Über die lustigen Sachen, die es mit seinem 1. "Freund" erlebt hatte, über die Wärme , die es bei seiner Familie erfahren hatte, und es vernahm ein leises Glucksen von innen. Erst leise, bis es immer lauter sich in ein gellendes Lachen verwandelte. Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm.

Es wollte hinaus zu ihm und es sehen.
Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen. Es wollte sich an seine Schulter lehnen, sich an es drücken und es nie wieder verlassen.

Das Herz war glücklich, endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was sollte es nur tun ?

Wie auch bei ihm früher, wußte das andere Herz nicht mehr, wo es den Schlüssel versteckt hatte.

So faßte das Herz den Entschluß loszugehen, um den Schlüssel zu suchen.
Nur wo sollte es anfangen ?

Es lief ziellos umher, suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in Seen danach; fragte alle, die seinen Weg kreuzten, aber niemand wußte Rat und nirgends fand es den Schlüssel.
So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte. Krabbelte durch das Loch unterm Zaun, um die schlechte Nachricht zu überbringen.

Doch zu seinem Erstaunen fand es die schwere Stahltür geöffnet.
Wie war das möglich gewesen ? -dachte das Herz.

Plötzlich hörte es eine freundliche und liebevolle Stimme hinter sich.

Da sah es ein kleines blaßrosa Herz stehen mit glühenden Wangen. " Ich habe hier auf dich gewartet " sagte das kleine Herz. " Ich habe erkannt, daß man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meiner Liebe zu dir habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden,
der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete "

Sie nahmen sich an die Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam, ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus...bis an ihr Lebensende.

Es ist ein bißchen lang geworden, aber ich finde die Geschichte schön und passend.

Überlegt euch, ob das eigene "Abbruchunternehmen" wirklich soooo dienlich ist.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Abend.

LG - Lourdes

Danke, lourdes!!!!
liebe lourdes,
danke für deine viele mühe, es hat mich sehr berührt diese geschichte.

es ist viel wahres daran und vielleicht muss man manchmal lange suchen, um den richtigen schlüssel zu finden, aber ich denke, es lohnt sich auch niemals aufzugeben. und egal wie down und traurig ich auch im moment bin, ich bin froh einem menschen liebe geschenkt zu haben, auch wenn er nichts damit anfangen konnte und mir nichts von seinen gefühlen dafür zurück gegeben hat.

aber liebe geben ist ein geschenk und geschenke erfordern keine gegenleistung, denn sonst wären es geschäfte.

danke ---- katze

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1. April 2003 um 22:02
In Antwort auf Lourdes

Ich quetsche mich mal dazwischen
Hallo Ihr Beiden,

als ich das alles so gelesen habe, ist mir eine Geschichte eingefallen, die ich vor kurzer Zeit mal gelesen haben.

Nach einigem Suchen habe ich sie wieder gefunden. Hier ist sie:

Es war einmal ein Herz .....

Das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger. Es schlug nun einmal so viel, wie es nötig war. Das Herz war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besaß nur ein schwaches blaßrosa. Das schlimme war, daß es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwächt und obwohl es noch nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.

Eines Tages war es auf die Idee gekommen, einen Verschlag um sich zu bauen. So suchte es den härtesten Stein für die Wände, das massivste Holz für das Dach und den stärksten Stahl für die Tür.

Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es verletzen - niemand konnte es mehr zerreißen. Endlich war es sicher.

Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag, lugte hinaus durch die Fugen im Stein und hörte über sich das Knacken des Holzes. Es war ziemlich dunkel und kalt, dachte sich das Herz. Aber es schloß einfach die Augen und tat, was es immer tat - schlagen. 100.000 Mal am Tag. Vor lauter Langeweile zählte das Herz jeden Schlag mit, bis es ihm überdrüssig wurde. So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.

Das Herz fragte sich, was es überhaupt noch für einen Sinn hatte zu schlagen.

Was das Herz vergessen hatte, war, daß es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand, es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte, daß aber auch niemand mehr hineinkommen würde, der mit ihm lachen täte, jemand, der Purzelbäume mit ihm schlagen würde und es wärmte.

Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken.

Es merkte, einen fatalen Fehler begangen zu haben. Mit aller Kraft versuchte es, die Stahltür aufzudrücken, doch sie war zu schwer, als daß sie sich bewegen ließ.

So begann es, gegen die Steinwände zu hämmern, doch außer daß sich ein paar Brocken lösten, passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig. Als es sich am Dach zu schaffen machte, zog es sich nur einen dicken Splitter zu.

Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbst gebauten Gefängnis und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst. Wie konnte es nur den Schlüssel in all seiner Trauer vergessen ? Das Herz verfluchte sich für sein elendes Selbstmitleid.
Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben, sich vor Angst zusammenkrampfen, vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte.

Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt und sah die anderen Herzen. Einige waren blaß, so wie es selbst. Sie schlichen durchs Leben, geduckt und allein. Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot - Hand in Hand über Stock und Stein, unerschrocken und gestärkt vom anderen.

Doch was das Herz dann sah, ließ es staunen und es konnte seine Tränen nicht verbergen. Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten.
Sie waren weiß und regten sich kaum noch. Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag.

Niemand kümmerte sich um sie, denn auch sie hatten einmal den Schlüssel ihres Gefängnisses so gut versteckt, daß niemand ihn fand.

Da fühlte das Herz zum 1. Mal, daß es ihm noch gar nicht so schlecht ging. Noch war es rosa und noch fühlte es etwas. Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür. So machte es sich auf die Suche und probierte alle Schlüssel, die es finden konnte. Es probierte sogar Schlüssel, von denen es von Anfang an wußte, daß sie nicht passen würden.

Nach einiger Zeit merkte das Herz, daß es wieder einen Fehler begangen hatte.
Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen. Es verstand, daß man das Glück nicht erzwingen kann.

Frei ist man nur, wenn man frei denken kann. Das Herz entspannte sich erst einmal und beschäftigte sich mit sich selbst. Es schaute in den Spiegel und begann sich so zu akzeptieren, wie es war, blaßrosa und faltig.
Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen und eine innere Gewissheit, daß es auf seine Art und Weise wunderschön war.
So fing es an zu singen, erst ganz leise und schnurrend und nach und immer lauter und heller, bis es ein klares Zwitschern war, wie das eines Vogels am Himmel.

Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben. Mit riesengroßen Augen starrte das Herz auf diese Stelle, wo ein goldenes Schimmern zu erkennen war. Das Herz traute seinen Augen nicht. Da war der Schlüssel, den es damals mit in den Stein eingemauert hatte. Das hatte es durch all seinen Schmerz und Selbstmitleid vergessen und jetzt, wo es den Schlüssel in der Hand hielt, fiel es ihm wieder ein, wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschien, ihn nie wieder zu brauchen.

Langsam und voller Bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schloß.
Mit lautem gequietsche schob sich die schwere Stahltür zur Seite. Das Herz machte einen Schritt nach draußen, schloß die Augen und atmete tief die frische Luft ein.

Es streckte die Arme aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und nach unten und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin.
Das Herz dachte, wie schön das Leben doch sei, machte einige Hüpfer und begab sich auf den Weg, um Freunde zu finden.

Den 1. den es traf war eine lustiger Geselle, der das Leben zum Schießen komisch fand und über 1000 Freunde hatte. Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte, mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen anstellte, merkte das Herz, daß diesem "Freund" einiges fehlte ; - der Tiefgang.

Was war das für ein Freund, mit dem es nur lachen, aber nie weinen konnte ?
Mit dem es nur durch "Dick", aber nie durch "Dünn" gehen würde.
So zog das Herz weiter, allein, aber reich an einer neuen Erfahrung.
Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß. Es wurde direkt freundlich in ihre Mitte aufgenommen.
Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit.

Da war nun eine große Gruppe, wie eine Familie, die zusammen hielt, wo alle gleich waren. Jeden Morgen standen sie zusammen auf, tranken den gleichen Tee, aßen vom gleichen Brot und gestalteten jeden Tag gleich.

Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte, daß auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte, denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualität.
In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden, der eigenständig war und sein Leben selbst planen wollte. Also löste das sich das Herz auch aus dieser Verbindung und genoß sein eigenes Leben.

Es ging über 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Täler, bis es an einem Haus ankam, das mit Stacheldraht umzogen war.

Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß, daß tatsächlich jemand in diesem Haus leben würde.
In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte.
Bei dem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte.
Wie sehr es damals gehofft hatte, daß jemand ihm helfen würde und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte.

Es wußte, daß es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr stolz darauf.
Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen, aus seinem Verlies zu kommen ?

So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte, den Stacheldraht zu durchtrennen. Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte.

Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart, für sich den stärksten Stacheldraht zu finden.
Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte, sondern nur ahnen konnte, was das für ein Herz war, fühlte es eine starke Bindung zu ihm.

So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um dem anderen wenigstens nah zu sein.
So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltür wie einst seiner und begann zu reden. Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete.

Es erzählte von seinem Schicksal. Erzählte ihm, was ihm alles in seinem Leben widerfahren war und es hörte ein Schluchzen hinter der dicken Tür. Unermüdlich sprach das Herz weiter. Über die lustigen Sachen, die es mit seinem 1. "Freund" erlebt hatte, über die Wärme , die es bei seiner Familie erfahren hatte, und es vernahm ein leises Glucksen von innen. Erst leise, bis es immer lauter sich in ein gellendes Lachen verwandelte. Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm.

Es wollte hinaus zu ihm und es sehen.
Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen. Es wollte sich an seine Schulter lehnen, sich an es drücken und es nie wieder verlassen.

Das Herz war glücklich, endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was sollte es nur tun ?

Wie auch bei ihm früher, wußte das andere Herz nicht mehr, wo es den Schlüssel versteckt hatte.

So faßte das Herz den Entschluß loszugehen, um den Schlüssel zu suchen.
Nur wo sollte es anfangen ?

Es lief ziellos umher, suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in Seen danach; fragte alle, die seinen Weg kreuzten, aber niemand wußte Rat und nirgends fand es den Schlüssel.
So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte. Krabbelte durch das Loch unterm Zaun, um die schlechte Nachricht zu überbringen.

Doch zu seinem Erstaunen fand es die schwere Stahltür geöffnet.
Wie war das möglich gewesen ? -dachte das Herz.

Plötzlich hörte es eine freundliche und liebevolle Stimme hinter sich.

Da sah es ein kleines blaßrosa Herz stehen mit glühenden Wangen. " Ich habe hier auf dich gewartet " sagte das kleine Herz. " Ich habe erkannt, daß man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meiner Liebe zu dir habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden,
der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete "

Sie nahmen sich an die Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam, ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus...bis an ihr Lebensende.

Es ist ein bißchen lang geworden, aber ich finde die Geschichte schön und passend.

Überlegt euch, ob das eigene "Abbruchunternehmen" wirklich soooo dienlich ist.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Abend.

LG - Lourdes


wow, danke Lourdes! Die Geschichte ist echt toll und sooo wahr...
*Dichmaldafürknuddelt*
Venice

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1. April 2003 um 22:37
In Antwort auf Lourdes

Ich quetsche mich mal dazwischen
Hallo Ihr Beiden,

als ich das alles so gelesen habe, ist mir eine Geschichte eingefallen, die ich vor kurzer Zeit mal gelesen haben.

Nach einigem Suchen habe ich sie wieder gefunden. Hier ist sie:

Es war einmal ein Herz .....

Das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger. Es schlug nun einmal so viel, wie es nötig war. Das Herz war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besaß nur ein schwaches blaßrosa. Das schlimme war, daß es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwächt und obwohl es noch nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.

Eines Tages war es auf die Idee gekommen, einen Verschlag um sich zu bauen. So suchte es den härtesten Stein für die Wände, das massivste Holz für das Dach und den stärksten Stahl für die Tür.

Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es verletzen - niemand konnte es mehr zerreißen. Endlich war es sicher.

Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag, lugte hinaus durch die Fugen im Stein und hörte über sich das Knacken des Holzes. Es war ziemlich dunkel und kalt, dachte sich das Herz. Aber es schloß einfach die Augen und tat, was es immer tat - schlagen. 100.000 Mal am Tag. Vor lauter Langeweile zählte das Herz jeden Schlag mit, bis es ihm überdrüssig wurde. So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.

Das Herz fragte sich, was es überhaupt noch für einen Sinn hatte zu schlagen.

Was das Herz vergessen hatte, war, daß es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand, es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte, daß aber auch niemand mehr hineinkommen würde, der mit ihm lachen täte, jemand, der Purzelbäume mit ihm schlagen würde und es wärmte.

Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken.

Es merkte, einen fatalen Fehler begangen zu haben. Mit aller Kraft versuchte es, die Stahltür aufzudrücken, doch sie war zu schwer, als daß sie sich bewegen ließ.

So begann es, gegen die Steinwände zu hämmern, doch außer daß sich ein paar Brocken lösten, passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig. Als es sich am Dach zu schaffen machte, zog es sich nur einen dicken Splitter zu.

Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbst gebauten Gefängnis und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst. Wie konnte es nur den Schlüssel in all seiner Trauer vergessen ? Das Herz verfluchte sich für sein elendes Selbstmitleid.
Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben, sich vor Angst zusammenkrampfen, vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte.

Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt und sah die anderen Herzen. Einige waren blaß, so wie es selbst. Sie schlichen durchs Leben, geduckt und allein. Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot - Hand in Hand über Stock und Stein, unerschrocken und gestärkt vom anderen.

Doch was das Herz dann sah, ließ es staunen und es konnte seine Tränen nicht verbergen. Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten.
Sie waren weiß und regten sich kaum noch. Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag.

Niemand kümmerte sich um sie, denn auch sie hatten einmal den Schlüssel ihres Gefängnisses so gut versteckt, daß niemand ihn fand.

Da fühlte das Herz zum 1. Mal, daß es ihm noch gar nicht so schlecht ging. Noch war es rosa und noch fühlte es etwas. Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür. So machte es sich auf die Suche und probierte alle Schlüssel, die es finden konnte. Es probierte sogar Schlüssel, von denen es von Anfang an wußte, daß sie nicht passen würden.

Nach einiger Zeit merkte das Herz, daß es wieder einen Fehler begangen hatte.
Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen. Es verstand, daß man das Glück nicht erzwingen kann.

Frei ist man nur, wenn man frei denken kann. Das Herz entspannte sich erst einmal und beschäftigte sich mit sich selbst. Es schaute in den Spiegel und begann sich so zu akzeptieren, wie es war, blaßrosa und faltig.
Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen und eine innere Gewissheit, daß es auf seine Art und Weise wunderschön war.
So fing es an zu singen, erst ganz leise und schnurrend und nach und immer lauter und heller, bis es ein klares Zwitschern war, wie das eines Vogels am Himmel.

Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben. Mit riesengroßen Augen starrte das Herz auf diese Stelle, wo ein goldenes Schimmern zu erkennen war. Das Herz traute seinen Augen nicht. Da war der Schlüssel, den es damals mit in den Stein eingemauert hatte. Das hatte es durch all seinen Schmerz und Selbstmitleid vergessen und jetzt, wo es den Schlüssel in der Hand hielt, fiel es ihm wieder ein, wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschien, ihn nie wieder zu brauchen.

Langsam und voller Bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schloß.
Mit lautem gequietsche schob sich die schwere Stahltür zur Seite. Das Herz machte einen Schritt nach draußen, schloß die Augen und atmete tief die frische Luft ein.

Es streckte die Arme aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und nach unten und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin.
Das Herz dachte, wie schön das Leben doch sei, machte einige Hüpfer und begab sich auf den Weg, um Freunde zu finden.

Den 1. den es traf war eine lustiger Geselle, der das Leben zum Schießen komisch fand und über 1000 Freunde hatte. Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte, mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen anstellte, merkte das Herz, daß diesem "Freund" einiges fehlte ; - der Tiefgang.

Was war das für ein Freund, mit dem es nur lachen, aber nie weinen konnte ?
Mit dem es nur durch "Dick", aber nie durch "Dünn" gehen würde.
So zog das Herz weiter, allein, aber reich an einer neuen Erfahrung.
Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß. Es wurde direkt freundlich in ihre Mitte aufgenommen.
Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit.

Da war nun eine große Gruppe, wie eine Familie, die zusammen hielt, wo alle gleich waren. Jeden Morgen standen sie zusammen auf, tranken den gleichen Tee, aßen vom gleichen Brot und gestalteten jeden Tag gleich.

Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte, daß auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte, denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualität.
In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden, der eigenständig war und sein Leben selbst planen wollte. Also löste das sich das Herz auch aus dieser Verbindung und genoß sein eigenes Leben.

Es ging über 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Täler, bis es an einem Haus ankam, das mit Stacheldraht umzogen war.

Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß, daß tatsächlich jemand in diesem Haus leben würde.
In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte.
Bei dem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte.
Wie sehr es damals gehofft hatte, daß jemand ihm helfen würde und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte.

Es wußte, daß es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr stolz darauf.
Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen, aus seinem Verlies zu kommen ?

So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte, den Stacheldraht zu durchtrennen. Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte.

Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart, für sich den stärksten Stacheldraht zu finden.
Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte, sondern nur ahnen konnte, was das für ein Herz war, fühlte es eine starke Bindung zu ihm.

So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um dem anderen wenigstens nah zu sein.
So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltür wie einst seiner und begann zu reden. Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete.

Es erzählte von seinem Schicksal. Erzählte ihm, was ihm alles in seinem Leben widerfahren war und es hörte ein Schluchzen hinter der dicken Tür. Unermüdlich sprach das Herz weiter. Über die lustigen Sachen, die es mit seinem 1. "Freund" erlebt hatte, über die Wärme , die es bei seiner Familie erfahren hatte, und es vernahm ein leises Glucksen von innen. Erst leise, bis es immer lauter sich in ein gellendes Lachen verwandelte. Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm.

Es wollte hinaus zu ihm und es sehen.
Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen. Es wollte sich an seine Schulter lehnen, sich an es drücken und es nie wieder verlassen.

Das Herz war glücklich, endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was sollte es nur tun ?

Wie auch bei ihm früher, wußte das andere Herz nicht mehr, wo es den Schlüssel versteckt hatte.

So faßte das Herz den Entschluß loszugehen, um den Schlüssel zu suchen.
Nur wo sollte es anfangen ?

Es lief ziellos umher, suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in Seen danach; fragte alle, die seinen Weg kreuzten, aber niemand wußte Rat und nirgends fand es den Schlüssel.
So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte. Krabbelte durch das Loch unterm Zaun, um die schlechte Nachricht zu überbringen.

Doch zu seinem Erstaunen fand es die schwere Stahltür geöffnet.
Wie war das möglich gewesen ? -dachte das Herz.

Plötzlich hörte es eine freundliche und liebevolle Stimme hinter sich.

Da sah es ein kleines blaßrosa Herz stehen mit glühenden Wangen. " Ich habe hier auf dich gewartet " sagte das kleine Herz. " Ich habe erkannt, daß man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meiner Liebe zu dir habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden,
der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete "

Sie nahmen sich an die Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam, ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus...bis an ihr Lebensende.

Es ist ein bißchen lang geworden, aber ich finde die Geschichte schön und passend.

Überlegt euch, ob das eigene "Abbruchunternehmen" wirklich soooo dienlich ist.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Abend.

LG - Lourdes

Ja, die Geschichte ist wirklich schön
und hat mir doch (echt!) tatsächlich
-selbstverständlich erst gegen Ende der Story natürlich-
Tränchen in die Augen getrieben *seufz*
und ich wollte mich soooo beherrschen *gg*

Logisch hab ich Gefühle, nur halt gut vergraben

Vielen Dank, Lourdes, denn genau diese kleine Geschichte, mit der ich erkannt habe, daß ich kurz davor war, WEISS (wie Vogelschiss) zu werden, und es mit Ach und Krach bzw. Kraft geschafft habe, wenigstens noch einigermaßen blass-blass-ROSA zu bleiben...,
naja, auf das bin ich wenigstens ein bisschen für mich "stolz" und hat für mir gerade etwas gebracht:

Habe auf meiner Couch 2 große blaue kuschelige Stoffherzen, ich habe mir fest vorgenommen, jedesmal, wenn ich sie sehe, und das ist meistens!, sie "rot" zu sehen.
Dann werde ich lächeln und mich an Deine Geschichte erinnern

Schöne gute Nacht und liebe Grüsse
Miss38

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2. April 2003 um 12:30
In Antwort auf katzemithut

Was glaubst du was ich die ganze zeit tue...
hier bei handelt es sich ja gerade um mein leben, sonst würde es mich nicht so berühren. ist für mich das erstemal seit über 20 jahren, dass ich wieder vertrauen zu einem mann gefasst hab und mich verliebt habe.

aber ich weiß was du damit meinst, dennoch glaube ich nicht, dass man alles entschuldigen sollte. ich zumindest habe soviel arsch in der hose, dass ich freunden offen sage,woran sie sind. klar tut auch das dann mal weh, aber nicht so sehr als ob man monatelang ins offene messer der gefühle läuft, ständig hoffnung gemacht bekommt und dann doch abgeblockt wird.

er macht im übrigen das gleiche spiel weiter, wieder bekanntschaften im chat, auch ne frau kennen gelernt, da hast du recht damit, aber die auch noch nicht getroffen.
soviel zu dem thema, glaube fast das ganze wird sich noch ne weile so wiederholen.
schlimm ist nur, dass es mir total scheiße geht, ich nach über einem jahr ehesorgen nun auch noch das am bein habe. hört sich wie jammern an, aber es geht mir echt mies damit, glaub ich darf mal jammern.

auch hab ich mir, gerade weil auch er weiß mein leben ist hoch kompliziert erhofft, er wäre ehrlicher zu mir und würde es nicht so auf die lange bank schieben.

männer....schreiiiiiiiiiiiiiiiii!!!!!

Davon kann ich auch ein Lied schreien,
tut mir leid wenn sich mein Beitrag etwas "kalt" liest. Aber ich habe eine ähnliche Sache lange lange durchlitten. Gerade wenn man immer nur noch Probleme und negative Erfahrungen im (Ehe-Alltag) hat, läßt irgendwann die Kraft nach und man fällt einem charmanten liebenswerten "Spieler" in die Hände, den man in selbstbewußter und gestärkter Statur sofort durchschaut hätte. Man möchte einfach sooooooooo gerne das es schön ist und wahr und man endlich wieder ein bischen Glück erfährt. Aber das Glück ruht nur in uns selbst und man muß erkennen, das man die Wurzel des Übels lösen muß, um nicht weiteren anheim zu fallen. Wenn ich meinen "Spielpartner" von damals heute wiedersehe, denke ich mir immer wieder, mein Gott wie konnte ich nur auf so eine billige Masche reinfallen, und so lange, und immer wieder und wieder, ich habe mir Nächte um die Ohren geschlagen um das vermeintliche Rätsel um ihn zu lösen, bis ich erkannte, es gibt keines, ich selbst gebe mir das Rätsel auf, er ist einfach nur ein oberflächlicher Hinz, der das gleiche Spiel mit allen treibt um seiner Selbsbestätigung willen und zu feige ist jemanden mal ein klares Wort zu sagen.
Ein kleiner Junge, der einfach nur will, das alle ihn liebhaben und sich von den Gefühlen anderer nährt.
Beruhigend ist nur, auch für mich, das ich nicht alleine bin, mit dieser Erfahrung, den man fühlt sich ziemlich idiotisch, lächerlich, verletzt.
Ich wünsche Dir das allerbeste und denke an Dich
Grüße
cyrano

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2. April 2003 um 12:44
In Antwort auf belle_11930188

Davon kann ich auch ein Lied schreien,
tut mir leid wenn sich mein Beitrag etwas "kalt" liest. Aber ich habe eine ähnliche Sache lange lange durchlitten. Gerade wenn man immer nur noch Probleme und negative Erfahrungen im (Ehe-Alltag) hat, läßt irgendwann die Kraft nach und man fällt einem charmanten liebenswerten "Spieler" in die Hände, den man in selbstbewußter und gestärkter Statur sofort durchschaut hätte. Man möchte einfach sooooooooo gerne das es schön ist und wahr und man endlich wieder ein bischen Glück erfährt. Aber das Glück ruht nur in uns selbst und man muß erkennen, das man die Wurzel des Übels lösen muß, um nicht weiteren anheim zu fallen. Wenn ich meinen "Spielpartner" von damals heute wiedersehe, denke ich mir immer wieder, mein Gott wie konnte ich nur auf so eine billige Masche reinfallen, und so lange, und immer wieder und wieder, ich habe mir Nächte um die Ohren geschlagen um das vermeintliche Rätsel um ihn zu lösen, bis ich erkannte, es gibt keines, ich selbst gebe mir das Rätsel auf, er ist einfach nur ein oberflächlicher Hinz, der das gleiche Spiel mit allen treibt um seiner Selbsbestätigung willen und zu feige ist jemanden mal ein klares Wort zu sagen.
Ein kleiner Junge, der einfach nur will, das alle ihn liebhaben und sich von den Gefühlen anderer nährt.
Beruhigend ist nur, auch für mich, das ich nicht alleine bin, mit dieser Erfahrung, den man fühlt sich ziemlich idiotisch, lächerlich, verletzt.
Ich wünsche Dir das allerbeste und denke an Dich
Grüße
cyrano

Zombie....irgendwie bröckelt schon jetzt mein bild von ihm
du hast recht damit, und je mehr ich auch meinen schmerz zulasse und auch meine wut nicht mehr wegdrücke, umso mehr fängt das bild, dass ich von ihm habe an zu bröckeln (bildhaft gesehen, fast wie bei einem zombie, grins, eh mehr ich drüber nachdenke, umso mehr fällt an diesem bild von ihm ab, irgendwann ist wohl echt nix mehr von ihm übrig)

ich bin ne recht starke frau (im normalfall, in den letzten monaten, war ich wirklich nicht ich selbst, hatte mich total vergraben, nur noch down).
ich hab dann natürlich ne starke schulter zum anlehnen gesucht und gedacht sie in ihm gefunden zu haben. aber kann ein mann stark sein, der angst davor hat mich zu treffen, um nen kaffee mit mir zu trinken?

irgendwie frage ich mich jetzt schon, was ich an ihm gefunden hab ich meine an dem realen menschen, so wie er sich mir jetzt nach diesen monaten nun zeigt.
Dem fantasie-bild das ich im kopf, im herz hatte, hänge ich noch immer nach, hoffe das war verständlich, lol.
aber ich merke nun, dass mein Bild von ihm, so wie ich ihn mir vorgestellt habe, gar nicht mit der realen person übereinstimmt.

kann liebe so blind machen, ich muss in meinem fall schon sagen blöd machen???

na ja, asche auf mein haupt, aus erfahrung wird man klug

danke nochmal an alle die mir so lieb geschrieben haben---ist schön zu wissen, man ist nicht so ganz alleine wenns einem dreckig geht und andere haben schon ähnliches erlebt.

ich schick euch mal ganz viele liebe gedanken, an alle die da draußen sind, wünsche euch, dass auch ihr glück findet und das glück das ihr habt bewahren und genießen könnt.

liebe grüße von der katze!

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