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Kopf oder Herz

5. September um 10:36

Hallo zusammen,
sicher stand jeder schon mal im Leben vor einer lebensverändernden Entscheidung und hat Tage und Nächte überlegt, ob der KOPF oder das HERZ den "richtigen" Weg aufzeigen wird. Genau da stehe ich gerade - an einer Weggabelung. Ich kann weder nach links, noch nach rechts gehen. Stillstand.

Meine Situation, kurz und knapp (ich versuche das zumindest mal)

Ich (34) bin jetzt 15 Jahre mit meinem Mann (51) zusammen, 1 Jahr davon verheiratet, inzwischen 2 Kinder (8,5) und gemeinsam ein Haus gebaut. Eigentlich alles rundum so, wie wir es uns immer erträumt haben. Er ist meine erste langjährige Beziehung.

Was nicht geplant war, waren psychische und physische Belastungen in meinem neuen Job, Kündigung, Existenzängste, Herzinfarkt meines Mannes und Tob meines Vaters - alles innerhalb weniger Monate. Das einzig positive - so dachte ich - war unsere Hochzeit, in diesem ganzen Trubel.

Emotional von einem Loch ins nächste gestürtzt, befinde ich mich noch immer in meiner persönlichen Traumaverarbeitung - Gefühle fahren Achterbahn - ich habe mich verliebt, empfinde Sehnsucht nach einem "Anderen" und finde die Liebe zu meinem Mann nicht wieder.

Meine Entscheidung ?!?

KOPF sagt: Zuhause sind Mann und Kinder. Das ist, was wir gemeinsam geschafft haben, was unser Lebenstraum war/ist. Die Leidenschaft entwickelt sich schon wieder, das wird schon und der Liebeskummer zum "Anderen" geht vorbei.

HERZ sagt: Folge deinem Herzen, der Liebe und dem Leben, was für alle bereit steht. Ein neues Zuhause, für meine und seine Kinder. Dieser Mann und sein Leben haben so viele Parallelen zu mir und empfangen mich mit offenen Armen.

"Der Andere" gibt mir alles das, was ich leider schon lange an meinem Mann nicht mehr finde. Ich habe diese Erkenntnisse immer weggelächelt "Das wird schon." Wir heiraten, dann wird alles wieder schön. Höhen und Tiefen sowie Veränderungen sind ganz normal... unterschwällige Unzufriedenheiten kamen hier und da auf - Alles normal, dachte ich immer und habe alles angenommen und tolleriert. Ich kannte es ja nicht anders.

Ich bin emotional völlig am Ende - in der Gegenwart meines Mann bin ich unruhig, überempfindlich, reagiere oft genervt und überfordert - "der Andere" schafft es, mich in Minuten in einem Gespräch zu beruhigen und zum Lächeln zu bringen.

Gibt es Erfahrungswerte von Euch?

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5. September um 12:15
In Antwort auf leidenschaft84

Hallo zusammen,
sicher stand jeder schon mal im Leben vor einer lebensverändernden Entscheidung und hat Tage und Nächte überlegt, ob der KOPF oder das HERZ den "richtigen" Weg aufzeigen wird. Genau da stehe ich gerade - an einer Weggabelung. Ich kann weder nach links, noch nach rechts gehen. Stillstand.

Meine Situation, kurz und knapp (ich versuche das zumindest mal)

Ich (34) bin jetzt 15 Jahre mit meinem Mann (51) zusammen, 1 Jahr davon verheiratet, inzwischen 2 Kinder (8,5) und gemeinsam ein Haus gebaut. Eigentlich alles rundum so, wie wir es uns immer erträumt haben. Er ist meine erste langjährige Beziehung.

Was nicht geplant war, waren psychische und physische Belastungen in meinem neuen Job, Kündigung, Existenzängste, Herzinfarkt meines Mannes und Tob meines Vaters - alles innerhalb weniger Monate. Das einzig positive - so dachte ich - war unsere Hochzeit, in diesem ganzen Trubel.

Emotional von einem Loch ins nächste gestürtzt, befinde ich mich noch immer in meiner persönlichen Traumaverarbeitung - Gefühle fahren Achterbahn - ich habe mich verliebt, empfinde Sehnsucht nach einem "Anderen" und finde die Liebe zu meinem Mann nicht wieder.

Meine Entscheidung ?!?

KOPF sagt: Zuhause sind Mann und Kinder. Das ist, was wir gemeinsam geschafft haben, was unser Lebenstraum war/ist. Die Leidenschaft entwickelt sich schon wieder, das wird schon und der Liebeskummer zum "Anderen" geht vorbei.

HERZ sagt: Folge deinem Herzen, der Liebe und dem Leben, was für alle bereit steht. Ein neues Zuhause, für meine und seine Kinder. Dieser Mann und sein Leben haben so viele Parallelen zu mir und empfangen mich mit offenen Armen.

"Der Andere" gibt mir alles das, was ich leider schon lange an meinem Mann nicht mehr finde. Ich habe diese Erkenntnisse immer weggelächelt "Das wird schon." Wir heiraten, dann wird alles wieder schön. Höhen und Tiefen sowie Veränderungen sind ganz normal... unterschwällige Unzufriedenheiten kamen hier und da auf - Alles normal, dachte ich immer und habe alles angenommen und tolleriert. Ich kannte es ja nicht anders.

Ich bin emotional völlig am Ende - in der Gegenwart meines Mann bin ich unruhig, überempfindlich, reagiere oft genervt und überfordert - "der Andere" schafft es, mich in Minuten in einem Gespräch zu beruhigen und zum Lächeln zu bringen.

Gibt es Erfahrungswerte von Euch?
 

Naja, von deiner Aufzählung der negativen Dinge

"psychische und physische Belastungen in meinem neuen Job, Kündigung, Existenzängste, Herzinfarkt meines Mannes und Tob meines Vaters"

wär ja das meiste immer noch da, wenn du deinen Mann verlassen würdest.
Für mich liest sich das eher so, als würdest du bei dem anderen Mann eine Art Urlaubsinsel vom "echten" Leben finden. Aber wenn du jetzt deinen Mann verlassen und mit dem anderen zusammenkommen würdest, dann wär der ja das "echte Leben". Spätestens in ein paar Monaten wär das Hochgefühl der Anfangsverliebtheit rum, und diese Beziehung wär genauso Alltag wie deine Ehe jetzt.
Unter anderem deshalb würd ich dir erstmal raten, die Frage nach dem Fortbestehen deiner Ehe unabhängig von dem neuen Mann anzugehen. Der ist allenfalls ein Aufhänger für deine Unzufriedenheit, aber letztlich nicht die Ursache. Und wenn du mit deinem Mann gemeinsam beschließen solltest, an deiner Ehe zu arbeiten, dann würde sich die Frage nach dem Neuen ja sowieso erstmal nicht mehr stellen.


""Der Andere" gibt mir alles das, was ich leider schon lange an meinem Mann nicht mehr finde."

Was ist das genau? Und woran liegt es, dass du das bei deinem Mann nicht mehr findest? An grundsätzlichen Charakterfehlern deines Mannes, oder eher nur daran, dass sich eure Ehe im Alltag abgeschliffen hat? Weiß er, was dir fehlt? Wenn ja, wie verhält er sich dazu?


"in der Gegenwart meines Mann bin ich unruhig, überempfindlich, reagiere oft genervt und überfordert"

Das spricht erstmal nur dafür, dass du aus deinem Leben ausbrechen willst. Sagt aber nix darüber aus, wie sinnvoll / erfolgversprechend das wäre. Wie verhält sich denn dein Mann in deiner Gegenwart? Löst er wirklich mit seinem Verhalten deine Gereiztheit aus, oder bist du eher vorher schon gereizt, weil du bestimmte (negative) Erwartungen und Grundeinstellungen ihm gegenüber hast?

lg
cefeu

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5. September um 10:43

Ich sehe das nicht so Kopf gegen Herz. Denn beide sehen nicht das ganze Bild.

Ein anderer Mann ist erstmal nur eine Schwärmerei. Ein vorübergehendes Strohfeuer sollte man nicht gegen eine langjährige Beziehung aufwiegen.

Trotzdem wäre es ein Fehler, rein aus vermeintlichen Vernunftgründen an einer Beziehung festzuhalten, die dich belastet. Das ist ein Zeichen, dass du ernst nehmen solltest, denn das wird ja nicht besser werden.

Überlege dir in Ruhe: Was fehlt dir in deiner Beziehung? Wie könnte man das besser machen? Könnt ihr es gerade biegen? Oder wird es immer zwischen euch stehen?

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5. September um 10:43

Ich sehe das nicht so Kopf gegen Herz. Denn beide sehen nicht das ganze Bild.

Ein anderer Mann ist erstmal nur eine Schwärmerei. Ein vorübergehendes Strohfeuer sollte man nicht gegen eine langjährige Beziehung aufwiegen.

Trotzdem wäre es ein Fehler, rein aus vermeintlichen Vernunftgründen an einer Beziehung festzuhalten, die dich belastet. Das ist ein Zeichen, dass du ernst nehmen solltest, denn das wird ja nicht besser werden.

Überlege dir in Ruhe: Was fehlt dir in deiner Beziehung? Wie könnte man das besser machen? Könnt ihr es gerade biegen? Oder wird es immer zwischen euch stehen?

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5. September um 10:46

Tja, der andere gibt Dir das, wozu Dein Mann momentan nicht fähig ist. Dann wäre es angebracht, mit dem Mann daran zu arbeiten. Sonst driftet das ja immer weiter auseinander, bis es keinen Halt mehr gibt... Was ist es, was Dir fehlt?

Es ist die Herausforderung, dass langjährige Partnerschaften gedeihen können, dass man sich miteinander entwickelt und weiterhin Neues macht, Neues lernt und so. Wer das nicht begriffen hat, wird einfach nie eine langjährige Beziehung erleben. Das hast Du aber erlebt und bist mittendrin. Kann Dir eine emotionale Beziehung denn mehr geben als eine Partnerschaft? Ich glaube: nur kurzfristig!

Aber Kopf und Herz müssen schon übereinkommen betreffend Entscheidung.

So lange Du Emotionen fütterst, nährst, werden diese immer stärker. Dann kannst Du gleich gehen. Ist es das Wert?

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5. September um 11:09
In Antwort auf bueroloewe72

Tja, der andere gibt Dir das, wozu Dein Mann momentan nicht fähig ist. Dann wäre es angebracht, mit dem Mann daran zu arbeiten. Sonst driftet das ja immer weiter auseinander, bis es keinen Halt mehr gibt... Was ist es, was Dir fehlt?

Es ist die Herausforderung, dass langjährige Partnerschaften gedeihen können, dass man sich miteinander entwickelt und weiterhin Neues macht, Neues lernt und so. Wer das nicht begriffen hat, wird einfach nie eine langjährige Beziehung erleben. Das hast Du aber erlebt und bist mittendrin. Kann Dir eine emotionale Beziehung denn mehr geben als eine Partnerschaft? Ich glaube: nur kurzfristig!

Aber Kopf und Herz müssen schon übereinkommen betreffend Entscheidung.

So lange Du Emotionen fütterst, nährst, werden diese immer stärker. Dann kannst Du gleich gehen. Ist es das Wert?

Also Emotionen ausschalen und rational denken?

Ich fürchte, das kann ich nicht. Ich bin ein Emotions-Mensch und brauche diese Harmonie.

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5. September um 11:20
In Antwort auf leidenschaft84

Also Emotionen ausschalen und rational denken?

Ich fürchte, das kann ich nicht. Ich bin ein Emotions-Mensch und brauche diese Harmonie.

Nein, das meine ich nicht. Emotionen machen uns Menschen ja aus, daran zweifle ich nicht und ich spiele sie nicht gegen den Verstand aus. Ich persönlich mache einen Unterschied zwischen Emotionen und Gefühlen. Emotionen sind so kurzzeitige, kurzlebige Gefühle, so wie man sich glücklich fühlen kann oder einen Orgasmus erlebt. Es sind aber flüchtige Momente des Glücks. Geühle hingegen sind etwas Beständigeres, etwas lang anhaltendes wie Zufriedenheit. Und diese Gefühle zu pflegen und zu hegen, das scheint mir erstrebenswerter. 

Oder ein anderes Beispiel. Man trifft einen netten, sympathischen, gar attraktiven Menschen an und hat eine Emotion zu diesem Menschen. Ich kann sie nähren (die Emotion) oder sie vorbeiziehen lassen wie ein Fluss. Solche Emotionen sind doch ständig vorhanden. Fraglich ist, was man mit ihnen macht. Man kann sich sogar kurz verlieben in jemandem, so schwärmen eher, und es vorbei gehen lassen. Oder dann nähren und hoppla, werden dauernd Emotionen gesucht und genährt, die alle keinen Bestand haben. 

Emotionen und Harmonie ist nochmals was anderes. Emotionen kann man eben auch pflegen, auch in einer Partnerschaft, also immer noch weiterhin miteinander Orgasmen haben, so als einfaches Beispiel mal. Harmonie ist ein Gleichgewicht, das eben auch aus Geborgenheit, Sicherheit, Beständigkeit besteht und hat eigentlich wenig mit Emotionen zu tun, finde ich.

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5. September um 11:30
In Antwort auf leidenschaft84

Hallo zusammen,
sicher stand jeder schon mal im Leben vor einer lebensverändernden Entscheidung und hat Tage und Nächte überlegt, ob der KOPF oder das HERZ den "richtigen" Weg aufzeigen wird. Genau da stehe ich gerade - an einer Weggabelung. Ich kann weder nach links, noch nach rechts gehen. Stillstand.

Meine Situation, kurz und knapp (ich versuche das zumindest mal)

Ich (34) bin jetzt 15 Jahre mit meinem Mann (51) zusammen, 1 Jahr davon verheiratet, inzwischen 2 Kinder (8,5) und gemeinsam ein Haus gebaut. Eigentlich alles rundum so, wie wir es uns immer erträumt haben. Er ist meine erste langjährige Beziehung.

Was nicht geplant war, waren psychische und physische Belastungen in meinem neuen Job, Kündigung, Existenzängste, Herzinfarkt meines Mannes und Tob meines Vaters - alles innerhalb weniger Monate. Das einzig positive - so dachte ich - war unsere Hochzeit, in diesem ganzen Trubel.

Emotional von einem Loch ins nächste gestürtzt, befinde ich mich noch immer in meiner persönlichen Traumaverarbeitung - Gefühle fahren Achterbahn - ich habe mich verliebt, empfinde Sehnsucht nach einem "Anderen" und finde die Liebe zu meinem Mann nicht wieder.

Meine Entscheidung ?!?

KOPF sagt: Zuhause sind Mann und Kinder. Das ist, was wir gemeinsam geschafft haben, was unser Lebenstraum war/ist. Die Leidenschaft entwickelt sich schon wieder, das wird schon und der Liebeskummer zum "Anderen" geht vorbei.

HERZ sagt: Folge deinem Herzen, der Liebe und dem Leben, was für alle bereit steht. Ein neues Zuhause, für meine und seine Kinder. Dieser Mann und sein Leben haben so viele Parallelen zu mir und empfangen mich mit offenen Armen.

"Der Andere" gibt mir alles das, was ich leider schon lange an meinem Mann nicht mehr finde. Ich habe diese Erkenntnisse immer weggelächelt "Das wird schon." Wir heiraten, dann wird alles wieder schön. Höhen und Tiefen sowie Veränderungen sind ganz normal... unterschwällige Unzufriedenheiten kamen hier und da auf - Alles normal, dachte ich immer und habe alles angenommen und tolleriert. Ich kannte es ja nicht anders.

Ich bin emotional völlig am Ende - in der Gegenwart meines Mann bin ich unruhig, überempfindlich, reagiere oft genervt und überfordert - "der Andere" schafft es, mich in Minuten in einem Gespräch zu beruhigen und zum Lächeln zu bringen.

Gibt es Erfahrungswerte von Euch?
 

also so, wie ich das verstehe, nervt dich dein man zwar gerade, aber er weiß davon nichts? vor allem weiß er nicht, was dich an ihm nervt? richtig?

er hat also gar keine chance, es besser zu machen, außer er wäre hellseher. die wenigsten sind das. weder männer noch frauen!

findest du nicht, er hat nach 15 jahren zumindest eine chance verdient? also red mit ihm, und sag was dir fehlt. gut möglich, dass er dann auch mit dem einen oder anderen daher kommt, was du ihm nicht erfüllst. aber nur, wenn ihr es beide wisst, dann könnt ihr auch daran arbeiten, bzw. euch überlegen: will ich das überhaupt, oder ist mir das doch alles zu blöd hier?

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5. September um 11:38
In Antwort auf derspieltdochblos

also so, wie ich das verstehe, nervt dich dein man zwar gerade, aber er weiß davon nichts? vor allem weiß er nicht, was dich an ihm nervt? richtig?

er hat also gar keine chance, es besser zu machen, außer er wäre hellseher. die wenigsten sind das. weder männer noch frauen!

findest du nicht, er hat nach 15 jahren zumindest eine chance verdient? also red mit ihm, und sag was dir fehlt. gut möglich, dass er dann auch mit dem einen oder anderen daher kommt, was du ihm nicht erfüllst. aber nur, wenn ihr es beide wisst, dann könnt ihr auch daran arbeiten, bzw. euch überlegen: will ich das überhaupt, oder ist mir das doch alles zu blöd hier?

p.s. du sagst, ihr habt erst vor einem jahr geheiratet. warum?
nur wegen dem schönen kleid und der protzigen feier?
hast du schon alles vergessen, worum es geht, wenn man einen menschen heiratet?

bitte entschuldige die provokativen fragen. aber es sind fragen, die dir dein mann (und vermutlich nicht nur er) genau so stellen wird, wenn du jetzt einfach sang- und klanglos alles hinwirfst!

und btw.: ich würde sie mir vor allem auch stellen, wenn ich der neue wäre...

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5. September um 12:13

Entscheide dich als erstes mal für dich, aber lasse deinen Mann nicht außen vor. 

Hier hilft nur reden und wenn ihr beide als Paar nicht mehr glücklich seid, dann entscheidet auch die Vernunft. 

Es ist hart, wenn ein Lebensplan scheitert, aber deshalb in eine Schockstarre zu verfallen ist ebenfalls ungesund. 

Sollte es zur Trennung kommen, bleibt ihr trotzdem Eltern und könnt wahrscheinlich dies mehr genießen, als in einer Partnerschaft zu verharren, die euch nur durch Kinder und Besitz bindet und in der jeden Tag das unglücklich sein wächst.

Seid auch ehrlich zu den Kindern, denn sie spüren dass etwas nicht stimmt und eure Unzufriedenheit könnte sich in ihnen widerspiegeln. Könnte mich täuschen, aber ich denke, dass Kinder glückliche getrennte Eltern lieber haben, als unglückliche gebundene und als Erwachsene könnt ihr ihnen gemeinsam durch die Trennung helfen. 

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5. September um 12:15
In Antwort auf leidenschaft84

Hallo zusammen,
sicher stand jeder schon mal im Leben vor einer lebensverändernden Entscheidung und hat Tage und Nächte überlegt, ob der KOPF oder das HERZ den "richtigen" Weg aufzeigen wird. Genau da stehe ich gerade - an einer Weggabelung. Ich kann weder nach links, noch nach rechts gehen. Stillstand.

Meine Situation, kurz und knapp (ich versuche das zumindest mal)

Ich (34) bin jetzt 15 Jahre mit meinem Mann (51) zusammen, 1 Jahr davon verheiratet, inzwischen 2 Kinder (8,5) und gemeinsam ein Haus gebaut. Eigentlich alles rundum so, wie wir es uns immer erträumt haben. Er ist meine erste langjährige Beziehung.

Was nicht geplant war, waren psychische und physische Belastungen in meinem neuen Job, Kündigung, Existenzängste, Herzinfarkt meines Mannes und Tob meines Vaters - alles innerhalb weniger Monate. Das einzig positive - so dachte ich - war unsere Hochzeit, in diesem ganzen Trubel.

Emotional von einem Loch ins nächste gestürtzt, befinde ich mich noch immer in meiner persönlichen Traumaverarbeitung - Gefühle fahren Achterbahn - ich habe mich verliebt, empfinde Sehnsucht nach einem "Anderen" und finde die Liebe zu meinem Mann nicht wieder.

Meine Entscheidung ?!?

KOPF sagt: Zuhause sind Mann und Kinder. Das ist, was wir gemeinsam geschafft haben, was unser Lebenstraum war/ist. Die Leidenschaft entwickelt sich schon wieder, das wird schon und der Liebeskummer zum "Anderen" geht vorbei.

HERZ sagt: Folge deinem Herzen, der Liebe und dem Leben, was für alle bereit steht. Ein neues Zuhause, für meine und seine Kinder. Dieser Mann und sein Leben haben so viele Parallelen zu mir und empfangen mich mit offenen Armen.

"Der Andere" gibt mir alles das, was ich leider schon lange an meinem Mann nicht mehr finde. Ich habe diese Erkenntnisse immer weggelächelt "Das wird schon." Wir heiraten, dann wird alles wieder schön. Höhen und Tiefen sowie Veränderungen sind ganz normal... unterschwällige Unzufriedenheiten kamen hier und da auf - Alles normal, dachte ich immer und habe alles angenommen und tolleriert. Ich kannte es ja nicht anders.

Ich bin emotional völlig am Ende - in der Gegenwart meines Mann bin ich unruhig, überempfindlich, reagiere oft genervt und überfordert - "der Andere" schafft es, mich in Minuten in einem Gespräch zu beruhigen und zum Lächeln zu bringen.

Gibt es Erfahrungswerte von Euch?
 

Naja, von deiner Aufzählung der negativen Dinge

"psychische und physische Belastungen in meinem neuen Job, Kündigung, Existenzängste, Herzinfarkt meines Mannes und Tob meines Vaters"

wär ja das meiste immer noch da, wenn du deinen Mann verlassen würdest.
Für mich liest sich das eher so, als würdest du bei dem anderen Mann eine Art Urlaubsinsel vom "echten" Leben finden. Aber wenn du jetzt deinen Mann verlassen und mit dem anderen zusammenkommen würdest, dann wär der ja das "echte Leben". Spätestens in ein paar Monaten wär das Hochgefühl der Anfangsverliebtheit rum, und diese Beziehung wär genauso Alltag wie deine Ehe jetzt.
Unter anderem deshalb würd ich dir erstmal raten, die Frage nach dem Fortbestehen deiner Ehe unabhängig von dem neuen Mann anzugehen. Der ist allenfalls ein Aufhänger für deine Unzufriedenheit, aber letztlich nicht die Ursache. Und wenn du mit deinem Mann gemeinsam beschließen solltest, an deiner Ehe zu arbeiten, dann würde sich die Frage nach dem Neuen ja sowieso erstmal nicht mehr stellen.


""Der Andere" gibt mir alles das, was ich leider schon lange an meinem Mann nicht mehr finde."

Was ist das genau? Und woran liegt es, dass du das bei deinem Mann nicht mehr findest? An grundsätzlichen Charakterfehlern deines Mannes, oder eher nur daran, dass sich eure Ehe im Alltag abgeschliffen hat? Weiß er, was dir fehlt? Wenn ja, wie verhält er sich dazu?


"in der Gegenwart meines Mann bin ich unruhig, überempfindlich, reagiere oft genervt und überfordert"

Das spricht erstmal nur dafür, dass du aus deinem Leben ausbrechen willst. Sagt aber nix darüber aus, wie sinnvoll / erfolgversprechend das wäre. Wie verhält sich denn dein Mann in deiner Gegenwart? Löst er wirklich mit seinem Verhalten deine Gereiztheit aus, oder bist du eher vorher schon gereizt, weil du bestimmte (negative) Erwartungen und Grundeinstellungen ihm gegenüber hast?

lg
cefeu

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