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Kontrollfreakin

16. März 2015 um 0:07 Letzte Antwort: 17. März 2015 um 15:34

Liebes Forum,
ich habe - natürlich - ein Problem bei dem mir hier hoffentlich jemand helfen kann. Ich lebe seit etwas mehr als vier Jahren in einer Beziehung, bin aber nicht verheiratet und hab keine Kinder. Wir haben uns damals zufällig übers internet kennengelernt und Hals über Kopf in einander verliebt und lieben uns noch immer, auch wenn die letzten Jahre nicht leicht waren. Wir hatten eigentlich nie wirklich Glück, sondern immer Probleme mit Geld, Fernbeziehung, meinem Studium und solche normale Dinge und haben das eigentlich immer zusammen durchgestanden und ich finde, es hat uns auch enger zusammengebracht. Ich könnte mir durchaus vorstellen, sie zu heiraten und eine Familie zu gründen aber eine Eigenschaft an ihr stört mich maßlos und ich weiß nicht weiter.
Wie der Titel schon verrät geht es um ihr Bedürfnis, alle meine Handlungen zu kontrollieren. Ich meine das nicht im Sinne, dass sie meine emails oder mein Handy kontrolliert, ob ich ihr fremdgehe. Das macht sie zwar schon manchmal aber damit komm ich klar, zumal ich nichts zu verbergen habe und das eher als gesundes Maß an Eifersucht verstehe. Es geht vielmehr darum, dass ich den Eindruck habe, Sie traut mir nichts zu. Ich habe manchmal den Eindruck, sie glaubt mit einem Dreijährigen zu reden und fühle mich jedes Mal verletzt.

Ein paar Beispiele:
Ihre Katze ist keine Freigängerin und jedes Mal, wenn ich zur Haustür rein oder rausgehe, ermahnt sie mich auf die Katze aufzupassen. Jedes Mal! Ich habe noch nie die Tür offen gelassen oder nicht auf die Katze geachtet, ihr also nie einen Grund gegeben an mir zu zweifeln. Trotzdem ermahnt sie mich jedes Mal.
Es ist mir nicht möglich alleine zu kochen. Ich habe den Eindruck, dass es sie wahnsinnig machen würde, wenn ich jemals etwas ganz alleine kochen würde. Das geht soweit, dass ich ihr nicht mal Sonntagmorgens Frühstück machen kann, sobald sie etwas hört springt sie auf und drängelt sich dazu. Ich glaube nicht, dass ich mit Kaffee und Spiegelei überfordert bin. Nach langer Arbeit hab ich es geschafft, die Wohnung allein saugen zu dürfen.
Ich weiß nicht, wie oft ich ihr schon angeboten habe, den Einkauf auf dem Heimweg von der Arbeit zu erledigen, selbst wenn es ihr größere Schwierigkeiten macht traut sie mir anscheinend nicht zu, sogar eine von ihr geschriebene Einkaufsliste abzuarbeiten.
Der Auslöser, warum ich mich heute hier an das Forum wende ist, dass sie mich heute beim Überqueren der Straße zurückgehalten hat um nochmal extra zu schauen, ob auch wirklich kein Auto kommt, als ob man meinem Rechts-links-Blick nicht trauen könnte oder zu befürchten stünde, dass ich einfach auf die Straße renne.

Ich bin nicht der Meinung, eine solche Behandlung verdient zu haben, ich habe jahrelang in meiner eigenen Wohnung gelebt, habe meinen eigenen Haushalt geführt habe mein Geld verdient, habe eingekauft, gekocht, gewaschen, sauber gemacht und denke, ich habe bewiesen, dass ich durchaus allein gut zu recht komme. Im Ernst, einem Ingenieur kann man doch wohl zutrauen, allein über die Straße gehen zu können.

Es gibt in ihrer Vergangenheit schon einige Ereignisse, von denen ich glaube, dass sie damit zu tun haben aber sie geht eindeutig zu weit. Sie hat relativ früh Verantwortung für ihre Geschwister übernehmen müssen und ist irgendwie bis heute sowas wie die Ersatzmama für sie und ist auch jederzeit für sie da, wenn sie Probleme haben eigentlich eine positive Eigenschaft. Ich glaube aber nicht, ihr jemals gezeigt zu haben, dass ich hilflos bin.
In allen oben genannten Beispielen habe ich sie aber a) nicht um ihre Hilfe gebeten und bin b) überzeugt, dass ich das alleine schaffe genauso wie allen anderen Menschen in meinem Umfeld. Ich habe schon oft versucht, ihr zu sagen, dass ich ihre Hilfe nicht brauche und es komisch finde, dass sie mir das nicht zutraut, auch auf verschiedene Arten aber ohne Erfolg. Es ist ja auch nicht so, dass ich sie nicht nach Hilfe fragen würde, wenn ich der Meinung wäre, diese zu brauchen. Natürlich gibt es einige Bereiche im Leben, wo sie einfach besser ist als ich, das kann ich problemlos zugeben und natürlich bin ich manchmal froh, wenn sie mir was abnimmt. Andererseits lässt sie es aber nicht zu, wenn ich ihr etwas abnehmen will und vermittelt mir den Eindruck, ich könne das nicht oder mache es falsch, wenn ich es nicht wie sie mache.
Wie kann ich ihr zeigen, dass ich nicht hilflos bin und die Erfahrungen aus ihrer Jugend mit ihren Geschwistern nichts mit mir zu tun haben ?

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16. März 2015 um 1:27

Ich glaube eher...
...sie versteht das unter 'Fürsorge', vielleicht sogar 'Liebe'... sie kennt sich nur in dieser Rolle innerhalb von Beziehungen und es ist ihr nicht klar, wie grenzüberschreitend sich das für dich anfühlt.
Vielleicht kann sie es umgekehrt auch gar nicht annehmen, dass man etwas für sie tut, einfach weil sie es kaum kennt und ein Gefühl dabei bekommt, als müsse jeden Moment eine Katastrophe passieren.
Mein Rat wäre: Werd mal sauer!
Sag ihr deutlich, dass es nervt, dass du alleine kochen und nicht stetig 'beraten' werden willst- und dass es sie extrem unsexy macht. Dass du dir grundsätzlich vorstellen könntest, dein ganzes Leben mit ihr zu verbringen, aber nicht, wenn du dabei behandelt wirst, wie ein Dreijähriger. Dass sie bitte ab jetzt üben möge, dich zu lassen... und du beim nächsten Katzenspruch zur Strafe eine Woche alleine einkaufst, ohne sie nach ihrer Meinung zu fragen.

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16. März 2015 um 10:41

Hast du
sie schon mal darauf angesprochen warum sie so ein grosses Bedürfnis danach hat die Kontrolle zu haben und warum es ihr so schwer fällt Verantwortung (egal wie klein) abzugeben?
Weswegen hat sie so massive Angst vor einem "Kontrollverlsut"? Ist da in der Vergangenheit etwas prägendes geschehen (also sie hat das und das abgegeben und es ist massiv schief gegangen)?

Also wenn es nicht so ist, dass ein einschneidendes Erlebnis ( was dann vielleicht behandlungsbedürftig ist) dafür verantwortlich ist, sondern sie es einfach gewohnt ist, dann würde ich versuchen mit ihr gemeinsam zu schauen, dass sie immer wieder Stück für Stück ein wenig Verantwortung abgibt und du ihr damit auch beweisen kannst, dass sie keinen Grund zur Sorge haben braucht. Ich denke, dass ihr das einfach in's Blut übergegangen ist und mit ein wenig Übung und Geduld auch ein ganzes Stück angewöhnt werden kann. Nur kann das eben auch seine Zeit dauernd...

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16. März 2015 um 19:39
In Antwort auf miran_12177138

Ich glaube eher...
...sie versteht das unter 'Fürsorge', vielleicht sogar 'Liebe'... sie kennt sich nur in dieser Rolle innerhalb von Beziehungen und es ist ihr nicht klar, wie grenzüberschreitend sich das für dich anfühlt.
Vielleicht kann sie es umgekehrt auch gar nicht annehmen, dass man etwas für sie tut, einfach weil sie es kaum kennt und ein Gefühl dabei bekommt, als müsse jeden Moment eine Katastrophe passieren.
Mein Rat wäre: Werd mal sauer!
Sag ihr deutlich, dass es nervt, dass du alleine kochen und nicht stetig 'beraten' werden willst- und dass es sie extrem unsexy macht. Dass du dir grundsätzlich vorstellen könntest, dein ganzes Leben mit ihr zu verbringen, aber nicht, wenn du dabei behandelt wirst, wie ein Dreijähriger. Dass sie bitte ab jetzt üben möge, dich zu lassen... und du beim nächsten Katzenspruch zur Strafe eine Woche alleine einkaufst, ohne sie nach ihrer Meinung zu fragen.

@sue1977
Ich bin schon oft richtig sauer geworden und habe es auch auf verschiedenste Arten versucht ihr beizubringen. Von sarkastischen Antworten über ignorieren bis ausdiskutieren oder einfach angepisst spazieren gehen hat alles nichts geholfen. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie das Problem überhaupt sieht. Um im Beispiel mit der Katze zu bleiben, was zugegeben eins meiner geringeren Probleme ist, sagt sie jedes Mal, dass sie nur sicher gehen will, dass die Katze nicht wegläuft. Kann ich verstehen, das wäre für uns beide schlimm, aber selbst wenn ich ihr 20m vor der Tür sage, ich denke an die Katze, ist sie beleidigt. Wenn die Katze ganz neu wäre und es mir egal wäre ob sie wegläuft wäre es okay, wenn sie mich darauf hinweist, von mir aus auch die ersten 100 Mal. Was sie eben nicht sieht, ist, dass es in meinem Interesse ist, die Katze nicht entkommen zu lassen und ich auch noch nie aus Versehen den Fehler gemacht habe. Ich würde aus der Lameng mal sagen, die Chance, dass sie die Tür versehentlich offen lässt ist genau so groß wie bei mir, aber in ihrer Vorstellung verursachen nur andere die Katastrophen. Jetzt mal unabhängig von der Katze ist alles, was sie nicht selbst gemacht oder kontrolliert hat IMMER und GRUNDSÄTZLICH falsch. Es ist nicht so, dass ich mich vom Einkaufen gehen abhalten lasse, wie gesagt, ich habe meinen eigenen Haushalt geführt, aber das Ergebnis steht schon von vorne herein fest. Wenn ich morgens in den Kühlschrank schaue, was alles fehlt und dann nach meinen Vorstellungen einkaufe, so nach dem Motto ich habe den begründeten Verdacht, dass du das auch magst ist sie abends sauer, weil ich irgendwelche Sachen fehlen. Und das läuft nicht so das oder jenes hätte ich gerne gehabt, kannst du das nächstes Mal bitte mitbringen? sondern eher du hast irgendwas vergessen, das war doch offensichtlich, dass es fehlt. Andererseits kann ich den Einkauf aber auch nicht mit ihr absprechen, sonst will sie das nicht aus der Hand geben und davon mal ganz abgesehen fahre ich mit dem Auto zur Arbeit, sie muss mit dem Rad einkaufen. Wie ich es also anfange, es gibt immer nur ihre Art oder die falsche.

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16. März 2015 um 19:40

@omakarin39041
Das hat sie schon immer so gemacht, unabhängig ob in ihrer oder meiner Wohnung, in meiner Wohnung kann ich es nur einfacher umgehen.

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16. März 2015 um 19:41

@magicflair
Sie ist sechs Jahre jünger als ich das macht es nicht eben leichter.

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16. März 2015 um 19:42

@ladylikez08
Perfektionismus hin, Perfektionismus her, ich gehe jetzt seit fast dreißig Jahren regelmäßig über die Straße und davon bestimmt 25 auf eigene Faust. Ich würde mal sagen, meine Erfolgsquote spricht für mich

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16. März 2015 um 19:52

@lana78130000
Darauf ansprechen ist schwierig. Zum einen weil ich mich in solchen Situationen angegriffen fühle, also sowieso schon Emotionen im Spiel sind aber selbst wenn ich versuche, ihr das sachlich darzustellen, habe ich den Eindruck, dass sie sich zurückgewiesen fühlt, was in Prinzip ja auch richtig ist. Was sie anscheinend nicht sieht, ist dass ich sie nicht aus Ablehnung zurückweise, sondern weil ich ihr zum Beispiel sagen will, "setz du dich hin, ich koche für dich".

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16. März 2015 um 19:58
In Antwort auf rundp

Hast du
sie schon mal darauf angesprochen warum sie so ein grosses Bedürfnis danach hat die Kontrolle zu haben und warum es ihr so schwer fällt Verantwortung (egal wie klein) abzugeben?
Weswegen hat sie so massive Angst vor einem "Kontrollverlsut"? Ist da in der Vergangenheit etwas prägendes geschehen (also sie hat das und das abgegeben und es ist massiv schief gegangen)?

Also wenn es nicht so ist, dass ein einschneidendes Erlebnis ( was dann vielleicht behandlungsbedürftig ist) dafür verantwortlich ist, sondern sie es einfach gewohnt ist, dann würde ich versuchen mit ihr gemeinsam zu schauen, dass sie immer wieder Stück für Stück ein wenig Verantwortung abgibt und du ihr damit auch beweisen kannst, dass sie keinen Grund zur Sorge haben braucht. Ich denke, dass ihr das einfach in's Blut übergegangen ist und mit ein wenig Übung und Geduld auch ein ganzes Stück angewöhnt werden kann. Nur kann das eben auch seine Zeit dauernd...

@rundp
Davon wüsste ich zumindest nichts, dass sie mal durch die Abgabe von Kontrolle Probleme bekommen hat. Ihre beiden Geschwister kommen im Regelfall mit ihren nicht gerade geringen Problemen eher zu ihr als zu ihren Eltern und ich habe manchmal den Eindruck, dass sie da nicht so ganz zwischen den Leuten in ihrem Umfeld mit Problemen und mir unterscheiden kann. Nach dem Motto: Alle um mich sind unfähig also musst du auch dazu gehören...

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16. März 2015 um 20:19
In Antwort auf aditya_12257518

@rundp
Davon wüsste ich zumindest nichts, dass sie mal durch die Abgabe von Kontrolle Probleme bekommen hat. Ihre beiden Geschwister kommen im Regelfall mit ihren nicht gerade geringen Problemen eher zu ihr als zu ihren Eltern und ich habe manchmal den Eindruck, dass sie da nicht so ganz zwischen den Leuten in ihrem Umfeld mit Problemen und mir unterscheiden kann. Nach dem Motto: Alle um mich sind unfähig also musst du auch dazu gehören...

Tja
dann musst du versuchen ihr Weltbild, was ihr bisher vermittelt wurde, mal ein wenig zu ändern.
Wie gesagt indem ihr so kleine "Kontrollabgaben" in sicherer Umgebung gemeinsam übt. Dass ist nämlich ziemlich extrem, vor allem wenn du überdenkst, wie es irgendwann mal werden soll, wenn ihr zB Kinder habt, die müssen ja auch erwachsen werden und irgendwann allein zurecht kommen.

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16. März 2015 um 21:23
In Antwort auf aditya_12257518

@sue1977
Ich bin schon oft richtig sauer geworden und habe es auch auf verschiedenste Arten versucht ihr beizubringen. Von sarkastischen Antworten über ignorieren bis ausdiskutieren oder einfach angepisst spazieren gehen hat alles nichts geholfen. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie das Problem überhaupt sieht. Um im Beispiel mit der Katze zu bleiben, was zugegeben eins meiner geringeren Probleme ist, sagt sie jedes Mal, dass sie nur sicher gehen will, dass die Katze nicht wegläuft. Kann ich verstehen, das wäre für uns beide schlimm, aber selbst wenn ich ihr 20m vor der Tür sage, ich denke an die Katze, ist sie beleidigt. Wenn die Katze ganz neu wäre und es mir egal wäre ob sie wegläuft wäre es okay, wenn sie mich darauf hinweist, von mir aus auch die ersten 100 Mal. Was sie eben nicht sieht, ist, dass es in meinem Interesse ist, die Katze nicht entkommen zu lassen und ich auch noch nie aus Versehen den Fehler gemacht habe. Ich würde aus der Lameng mal sagen, die Chance, dass sie die Tür versehentlich offen lässt ist genau so groß wie bei mir, aber in ihrer Vorstellung verursachen nur andere die Katastrophen. Jetzt mal unabhängig von der Katze ist alles, was sie nicht selbst gemacht oder kontrolliert hat IMMER und GRUNDSÄTZLICH falsch. Es ist nicht so, dass ich mich vom Einkaufen gehen abhalten lasse, wie gesagt, ich habe meinen eigenen Haushalt geführt, aber das Ergebnis steht schon von vorne herein fest. Wenn ich morgens in den Kühlschrank schaue, was alles fehlt und dann nach meinen Vorstellungen einkaufe, so nach dem Motto ich habe den begründeten Verdacht, dass du das auch magst ist sie abends sauer, weil ich irgendwelche Sachen fehlen. Und das läuft nicht so das oder jenes hätte ich gerne gehabt, kannst du das nächstes Mal bitte mitbringen? sondern eher du hast irgendwas vergessen, das war doch offensichtlich, dass es fehlt. Andererseits kann ich den Einkauf aber auch nicht mit ihr absprechen, sonst will sie das nicht aus der Hand geben und davon mal ganz abgesehen fahre ich mit dem Auto zur Arbeit, sie muss mit dem Rad einkaufen. Wie ich es also anfange, es gibt immer nur ihre Art oder die falsche.

Jagut ...
...aber dann läuft eure Konfliktklärung doch bislang komplett im Kreis, weil ihr die Dinge gleichermaßen persönlich nehmt und euch gegenseitig was 'beibringen' wollt- mit 'sauer werden' meinte ich jetzt nicht Sarkasmus, ignorieren, Diskussionen vom Zaum brechen oder andere unkonstruktive Varianten.
Wenn sie beginnt, zu erklären, warum sie dies oder das macht, scheint sie dich ja in erster Linie auf dem Kritikohr zu hören und meint, sich rechtfertigen zu müssen- wessen Verhalten blöder ist und wer Recht und wer Unrecht hat, könnt ihr natürlich letztlich bis zum Sankt Nimmerleinstag vor- und zurück palavern.

Was ich meinte war, ihr durchaus mit Nachdruck klar zu machen, dass du ihre Beweggründe verstanden hast- hast du alles rezipiert und gesehen, längstens, du teilst sie sogar insoweit, dass du auch nicht willst, dass die Katze wegläuft oder ihr kein Essen im Schrank habt- dennoch hat ihr sicher gut gemeintes Verhalten auf dich aber eine bevormundende Wirkung; es macht dich frustriert und ärgerlich und deine Zielsetzung wäre einfach weniger Zoff um solchen Kokolores zwischen euch zukünftig.
Dazu bräuchtest du aber schon auch ihre Mitarbeit- und würdest dir konkret x, y und z von ihr wünschen. Im Gegenzug wärst du gerne bereit, dir anzuhören, was du selber anders machen kannst. Was meint sie dazu?
-Usw. usf.
Darüber hinaus: Ja logo wird sie ungehalten, wenn sie nicht das im Kühlschrank vorfindet, was sie sich gedacht hatte- es wird sie frustrieren, und bei Frust scheint ihr beide schnell recht dazu überzugehen, zu kritisieren und beleidigt zu reagieren.
So affig das aus deiner Perspektive sein mag- sie wird halt ihre These bestätigt sehen, dass sie sich um alles am besten selber kümmert, sonst wird es nix. Klar ist das komplett überzogen... aber im Groll folgen wir halt den Gedankenschubladen, die wir am besten trainiert haben. Sie wird dir umgekehrt auch nicht ernsthaft nix zutrauen (sonst hätte sie sich von dir getrennt), selbst wenn du ihr Verhalten für dich so liest

Ich würde ihr sagen, dass du ihre Reaktion sehr intensiv findest und dir wünschen würdest, sie sagt dir halt beim nächsten Mal einfach, was aus ihrer Sicht fehlt, dann bringst du gern auch das mit.
Dir fehle aber halt hier und da auch mal was (z.B. die Möglichkeit, unbehelligt alleine über die Strasse zu gehen )- so sei es eben; manchmal seien Beziehungen halt frustrierende Angelegenheiten.

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16. März 2015 um 22:35
In Antwort auf rundp

Tja
dann musst du versuchen ihr Weltbild, was ihr bisher vermittelt wurde, mal ein wenig zu ändern.
Wie gesagt indem ihr so kleine "Kontrollabgaben" in sicherer Umgebung gemeinsam übt. Dass ist nämlich ziemlich extrem, vor allem wenn du überdenkst, wie es irgendwann mal werden soll, wenn ihr zB Kinder habt, die müssen ja auch erwachsen werden und irgendwann allein zurecht kommen.

@rundp
Das ist auf jeden Fall einer der Punkte, die mir sorgen machen, dass ich unter diesen Umständen meine eigenen zukünftigen Kinder wohl äusserst selten im Arm halten werde.

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16. März 2015 um 22:53
In Antwort auf aditya_12257518

@rundp
Das ist auf jeden Fall einer der Punkte, die mir sorgen machen, dass ich unter diesen Umständen meine eigenen zukünftigen Kinder wohl äusserst selten im Arm halten werde.

Und deswegen
solltet ihr da JETZT dran arbeiten, damit es nicht mehr so extrem ist, wenn die Kinder dann unterwegs sind...

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16. März 2015 um 23:20

@mathilda789
Kurz gesagt: Ja.
Ihre Familie ist wirklich ein großes Problem. Ich verstehe mich gut mit ihnen und es sind auch alles liebe Menschen aber nichts desto trotz sind sie ein großes Problem. Wir haben schon ganze Nächte über ihre Familie gesprochen und aus meiner Sicht hatte sie wirklich eine schwierige Kindheit. Ihre Eltern waren arbeiten oder zum Teil auch längere Zeit krank und konnten nicht für die Kinder da sein, man merkt, dass damals wohl sehr viel an ihr hängen geblieben ist, obwohl sie eigentlich das mittlere Kind ist. Ich habe selten einen erwachseneren Menschen ihren Alters getroffen und kann mir das auch nur so erklären, dass sie sehr früh Verantwortung übernehmen musste. Ich weiss nicht, ob sie mir alles aus ihrer Kindheit erzählt hat, manchmal glaube ich, dass sie mir da noch etwas verschweigt und ich hege die Vermutung, dass es mit ihrer Mutter zu tun hat, die beiden sind wie Hund und Katze. Deshalb wüsste ich auch nicht, wie weiter unten geschrieben, dass sie jemals durch die Abgabe von Kontrolle größere Probleme bekommen hat. Andererseits stellt sich mir die Frage, wie sie auf die Idee kommt, Verantwortung für mich übernehmen zu wollen? Ich habe mit ihrer Kindheit nichts zu tun und die Probleme ihrer Geschwister sind doch auch nicht meine Probleme. Wieso hält sie so verbissen an dieser Vorstellung fest, alles Kontrollieren zu müssen, wenn ich ihr doch anbiete, dass es überhaupt keiner Kontrolle bedarf, vor allem in solchen Belanglosigkeiten die keinerlei Konsequenzen nach sich ziehen wie etwa kochen oder bekocht werden ?

Ich sehe es auch so, dass ich mit Kritik nichts erreiche, ich hab es schließlich schon probiert. Was mich allerdings zu meiner eigentlichen Frage zurückführt: Was soll ich tun? Ich denke, ich habe ihr lange genug bewiesen, dass ich in allen Bereichen meines Lebens bestehen kann, in manchen besser in manchen schlechter, das ist doch natürlich. Klar bin ich nicht perfekt aber ich würde mich doch auch nicht gegen konstruktive Kritik sträuben, wenn sie gerechtfertigt wäre. Also was will sie erreichen? Soll ich mich aufgeben und alles sie entscheiden lassen? Mal an alle Freuen hier gerichtet: Das ist doch wohl der Inbegriff der Unmännlichkeit, oder? Ich glaube nicht, dass dieser Lösung auf Dauer gut gehen würde, eben weil man doch keinen Jasager naben sich sitzen haben will. Andererseits komm ich mit Kritik oder Stursinn auch nicht weiter, also was tun ?

Der Versuch, sie irgendwie von ihrer Familie zu separieren ist ein Kampf gegen Windmühlen. Unsere gesamte Lebensplanung dreht sich darum, wie sie in der Nähe ihrer Familie bleiben kann, die alle in einem Landkreis zusammenhocken. Vor allem bei der Jobsuche hat mir das arge Probleme bereitet. Ich kenne das von meiner Familie nicht, die sind alle über die Republik verstreut. Für mich stellt es sich so dar, dass wir nur eine Familie gründen können, wenn wir weit genug weg gehen. Anders wird sie nie aus dem Schwerefeld des Familienclans rauskommen aber sie kann und will ihre Familie nicht "zurücklassen". Dieses Argument hab ich auch schon oft gebracht und eigentlich gibt es kaum einen rationalen Grund, warum sie nicht wegziehen sollte, ihre Geschwister sind alt genug und ihre Eltern noch nicht zu alt aber sie kann es nicht loslassen. Ebenso wenig kann sie aufhören, die Mutterrolle zu übernehmen.

Psychotherapie würde ich sehr begrüßen, habe da selber schon gute Erfahrungen mit gemacht aber das lehnt sie als Quacksalberei ab.

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16. März 2015 um 23:28
In Antwort auf aditya_12257518

@ladylikez08
Perfektionismus hin, Perfektionismus her, ich gehe jetzt seit fast dreißig Jahren regelmäßig über die Straße und davon bestimmt 25 auf eigene Faust. Ich würde mal sagen, meine Erfolgsquote spricht für mich

@ladylikez08
Ausserdem stellt sich doch immer noch die Frage, was verstehst du unter Perfektionismus? Ist eine Lösung perfekt, wenn sie alle Anforderungen erfüllt oder nur dann, wenn es deine Lösung ist? Im zweiten Fall wirkt es völlig überflüssiger Weise sehr verletzend auf andere und das Ergebnis muss deswegen nicht zwingend besser sein.

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16. März 2015 um 23:55
In Antwort auf aditya_12257518

@mathilda789
Kurz gesagt: Ja.
Ihre Familie ist wirklich ein großes Problem. Ich verstehe mich gut mit ihnen und es sind auch alles liebe Menschen aber nichts desto trotz sind sie ein großes Problem. Wir haben schon ganze Nächte über ihre Familie gesprochen und aus meiner Sicht hatte sie wirklich eine schwierige Kindheit. Ihre Eltern waren arbeiten oder zum Teil auch längere Zeit krank und konnten nicht für die Kinder da sein, man merkt, dass damals wohl sehr viel an ihr hängen geblieben ist, obwohl sie eigentlich das mittlere Kind ist. Ich habe selten einen erwachseneren Menschen ihren Alters getroffen und kann mir das auch nur so erklären, dass sie sehr früh Verantwortung übernehmen musste. Ich weiss nicht, ob sie mir alles aus ihrer Kindheit erzählt hat, manchmal glaube ich, dass sie mir da noch etwas verschweigt und ich hege die Vermutung, dass es mit ihrer Mutter zu tun hat, die beiden sind wie Hund und Katze. Deshalb wüsste ich auch nicht, wie weiter unten geschrieben, dass sie jemals durch die Abgabe von Kontrolle größere Probleme bekommen hat. Andererseits stellt sich mir die Frage, wie sie auf die Idee kommt, Verantwortung für mich übernehmen zu wollen? Ich habe mit ihrer Kindheit nichts zu tun und die Probleme ihrer Geschwister sind doch auch nicht meine Probleme. Wieso hält sie so verbissen an dieser Vorstellung fest, alles Kontrollieren zu müssen, wenn ich ihr doch anbiete, dass es überhaupt keiner Kontrolle bedarf, vor allem in solchen Belanglosigkeiten die keinerlei Konsequenzen nach sich ziehen wie etwa kochen oder bekocht werden ?

Ich sehe es auch so, dass ich mit Kritik nichts erreiche, ich hab es schließlich schon probiert. Was mich allerdings zu meiner eigentlichen Frage zurückführt: Was soll ich tun? Ich denke, ich habe ihr lange genug bewiesen, dass ich in allen Bereichen meines Lebens bestehen kann, in manchen besser in manchen schlechter, das ist doch natürlich. Klar bin ich nicht perfekt aber ich würde mich doch auch nicht gegen konstruktive Kritik sträuben, wenn sie gerechtfertigt wäre. Also was will sie erreichen? Soll ich mich aufgeben und alles sie entscheiden lassen? Mal an alle Freuen hier gerichtet: Das ist doch wohl der Inbegriff der Unmännlichkeit, oder? Ich glaube nicht, dass dieser Lösung auf Dauer gut gehen würde, eben weil man doch keinen Jasager naben sich sitzen haben will. Andererseits komm ich mit Kritik oder Stursinn auch nicht weiter, also was tun ?

Der Versuch, sie irgendwie von ihrer Familie zu separieren ist ein Kampf gegen Windmühlen. Unsere gesamte Lebensplanung dreht sich darum, wie sie in der Nähe ihrer Familie bleiben kann, die alle in einem Landkreis zusammenhocken. Vor allem bei der Jobsuche hat mir das arge Probleme bereitet. Ich kenne das von meiner Familie nicht, die sind alle über die Republik verstreut. Für mich stellt es sich so dar, dass wir nur eine Familie gründen können, wenn wir weit genug weg gehen. Anders wird sie nie aus dem Schwerefeld des Familienclans rauskommen aber sie kann und will ihre Familie nicht "zurücklassen". Dieses Argument hab ich auch schon oft gebracht und eigentlich gibt es kaum einen rationalen Grund, warum sie nicht wegziehen sollte, ihre Geschwister sind alt genug und ihre Eltern noch nicht zu alt aber sie kann es nicht loslassen. Ebenso wenig kann sie aufhören, die Mutterrolle zu übernehmen.

Psychotherapie würde ich sehr begrüßen, habe da selber schon gute Erfahrungen mit gemacht aber das lehnt sie als Quacksalberei ab.

Nun...
...mir wird ehrlich gesagt nicht so ganz deutlich, ob du tatsächlich etwas selbst tun möchtest, oder dir insgesamt eher nochmal von aussen bestätigen lassen willst, das sie ein Problem hat.

Was du tun kannst: z.B. könntest du beginnen, ihr Verhalten als etwas zu verstehen, was sie offenbar in ALLEN Beziehungen hat- und die Dinge weniger persönlich nehmen. Dann könntest du auch konstruktiver mit deiner eigenen Frustration umgehen (s.u.). Und dich z.B. davon lösen, stetig das Gefühl zu haben, dich beweisen zu müssen- du kannst deinerseits nicht durch Anpassung, Bocken oder Dauerkritik erreichen, dass sie aus einem Muster rauskommt, das sie offensichtlich früh erlernt hat und sicherlich in vieler Hinsicht automatisiert abläuft. Aber ihr ruhig sagen 'ich möchte a und nicht b- wäre das machbar für dich?'.

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17. März 2015 um 0:52
In Antwort auf miran_12177138

Nun...
...mir wird ehrlich gesagt nicht so ganz deutlich, ob du tatsächlich etwas selbst tun möchtest, oder dir insgesamt eher nochmal von aussen bestätigen lassen willst, das sie ein Problem hat.

Was du tun kannst: z.B. könntest du beginnen, ihr Verhalten als etwas zu verstehen, was sie offenbar in ALLEN Beziehungen hat- und die Dinge weniger persönlich nehmen. Dann könntest du auch konstruktiver mit deiner eigenen Frustration umgehen (s.u.). Und dich z.B. davon lösen, stetig das Gefühl zu haben, dich beweisen zu müssen- du kannst deinerseits nicht durch Anpassung, Bocken oder Dauerkritik erreichen, dass sie aus einem Muster rauskommt, das sie offensichtlich früh erlernt hat und sicherlich in vieler Hinsicht automatisiert abläuft. Aber ihr ruhig sagen 'ich möchte a und nicht b- wäre das machbar für dich?'.

@sue1977
Dass es ein Problem gibt ist mir schon klar. Der Grund, warum ich mich an dieses Forum wende ist, dass ich nach hilfreichen Ansätzen suche, wie sie dieses erlernte Verhalten abbauen kann.
Wie weiter unten beschrieben ist ihr Verhalten nicht hinnehmbar, spätestens wenn Kinder im Spiel sind, mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht weiss, ob ich diese Behandlung von ihr beliebig lang durchhalte. Ausserdem gibt es ja nicht nur ihre Familie, die von ihrer "Hilfsbereitschaft" profitiert und die Bevormundung dafür billigend in Kauf nimmt, sie hat - so ist zumindest mein persönlicher Eindruck - auf diese Art auch ganz massive Probleme auf der Arbeit. Ich kann mich an keinen Job von ihr erinnern, den sie länger als ein Jahr hatte und bei dem sie sich nicht einerseits überarbeitet hat und andererseits heftigen Streit mit dem Chef hatte. Ich war natürlich nie dabei, wenn sie sich mit ihrem Chef gefetzt hat aber nach allem, was ich so gehört habe, stellt es sich so dar, dass sie auf der Arbeit auch dieses Kontrollproblem hat. Ich sehe es als ein Aspekt von Professionalität an, im richtigen Moment nicken und lächeln zu können, wenn der Chef Stuss redet, sie steht sich da selbst im Weg und das Problem verschwindet nicht, wenn ich mich mit ihrer Macke anfreunde.

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17. März 2015 um 0:59
In Antwort auf aditya_12257518

@sue1977
Dass es ein Problem gibt ist mir schon klar. Der Grund, warum ich mich an dieses Forum wende ist, dass ich nach hilfreichen Ansätzen suche, wie sie dieses erlernte Verhalten abbauen kann.
Wie weiter unten beschrieben ist ihr Verhalten nicht hinnehmbar, spätestens wenn Kinder im Spiel sind, mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht weiss, ob ich diese Behandlung von ihr beliebig lang durchhalte. Ausserdem gibt es ja nicht nur ihre Familie, die von ihrer "Hilfsbereitschaft" profitiert und die Bevormundung dafür billigend in Kauf nimmt, sie hat - so ist zumindest mein persönlicher Eindruck - auf diese Art auch ganz massive Probleme auf der Arbeit. Ich kann mich an keinen Job von ihr erinnern, den sie länger als ein Jahr hatte und bei dem sie sich nicht einerseits überarbeitet hat und andererseits heftigen Streit mit dem Chef hatte. Ich war natürlich nie dabei, wenn sie sich mit ihrem Chef gefetzt hat aber nach allem, was ich so gehört habe, stellt es sich so dar, dass sie auf der Arbeit auch dieses Kontrollproblem hat. Ich sehe es als ein Aspekt von Professionalität an, im richtigen Moment nicken und lächeln zu können, wenn der Chef Stuss redet, sie steht sich da selbst im Weg und das Problem verschwindet nicht, wenn ich mich mit ihrer Macke anfreunde.

Ok, dann hab ich's kapiert ...
Bei hilfreichen Ansätzen für DICH, wie SIE ihr Verhalten abbauen kann, kann ich leider nicht helfen.
Alles Gute dir in jedem Fall!

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17. März 2015 um 1:17
In Antwort auf miran_12177138

Jagut ...
...aber dann läuft eure Konfliktklärung doch bislang komplett im Kreis, weil ihr die Dinge gleichermaßen persönlich nehmt und euch gegenseitig was 'beibringen' wollt- mit 'sauer werden' meinte ich jetzt nicht Sarkasmus, ignorieren, Diskussionen vom Zaum brechen oder andere unkonstruktive Varianten.
Wenn sie beginnt, zu erklären, warum sie dies oder das macht, scheint sie dich ja in erster Linie auf dem Kritikohr zu hören und meint, sich rechtfertigen zu müssen- wessen Verhalten blöder ist und wer Recht und wer Unrecht hat, könnt ihr natürlich letztlich bis zum Sankt Nimmerleinstag vor- und zurück palavern.

Was ich meinte war, ihr durchaus mit Nachdruck klar zu machen, dass du ihre Beweggründe verstanden hast- hast du alles rezipiert und gesehen, längstens, du teilst sie sogar insoweit, dass du auch nicht willst, dass die Katze wegläuft oder ihr kein Essen im Schrank habt- dennoch hat ihr sicher gut gemeintes Verhalten auf dich aber eine bevormundende Wirkung; es macht dich frustriert und ärgerlich und deine Zielsetzung wäre einfach weniger Zoff um solchen Kokolores zwischen euch zukünftig.
Dazu bräuchtest du aber schon auch ihre Mitarbeit- und würdest dir konkret x, y und z von ihr wünschen. Im Gegenzug wärst du gerne bereit, dir anzuhören, was du selber anders machen kannst. Was meint sie dazu?
-Usw. usf.
Darüber hinaus: Ja logo wird sie ungehalten, wenn sie nicht das im Kühlschrank vorfindet, was sie sich gedacht hatte- es wird sie frustrieren, und bei Frust scheint ihr beide schnell recht dazu überzugehen, zu kritisieren und beleidigt zu reagieren.
So affig das aus deiner Perspektive sein mag- sie wird halt ihre These bestätigt sehen, dass sie sich um alles am besten selber kümmert, sonst wird es nix. Klar ist das komplett überzogen... aber im Groll folgen wir halt den Gedankenschubladen, die wir am besten trainiert haben. Sie wird dir umgekehrt auch nicht ernsthaft nix zutrauen (sonst hätte sie sich von dir getrennt), selbst wenn du ihr Verhalten für dich so liest

Ich würde ihr sagen, dass du ihre Reaktion sehr intensiv findest und dir wünschen würdest, sie sagt dir halt beim nächsten Mal einfach, was aus ihrer Sicht fehlt, dann bringst du gern auch das mit.
Dir fehle aber halt hier und da auch mal was (z.B. die Möglichkeit, unbehelligt alleine über die Strasse zu gehen )- so sei es eben; manchmal seien Beziehungen halt frustrierende Angelegenheiten.

@sue1977
Okay, sehe ich ein. Natürlich werden wir eine gemeinsame Lösung finden müssen und ich erwarte auch nicht, dass sie ihr Verhalten komplett ablegt. Wir werden uns wahrscheinlich in der Mitte treffen müssen. Ich will das auch nicht jedes mal tot diskutieren aber ich sehe einfach meinen Fehler nicht.
Sie schaut rechts-links beim über die Straße gehen und ich schaue rechts-links beim über die Straße gehen aber mein rechts-links ist falsch ?!? Ich sag ja, wenn sie eine konstruktive Kritik hätte, dann wüsste ich, was sie von mit für Anderungen haben möchte aber ich mach die Sachen ja nicht falsch in dem Sinne, dass ich einen Fehler mache. Das Problem ist doch, dass ich es gemacht habe und nicht sie und wie soll ich ihr da entgegenkommen?
Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen. Ich bin ja bereit, auf sie zuzugehen aber bei den meisten Sachen sind so banal und vom Ergebnis tadellos, dass ich da keinen Spielraum meinerseits sehe. Die Katze ist noch da und wir sind nicht verhungert oder überfahren worden.

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17. März 2015 um 1:34

@mathilda789
So hab ich das noch nicht gesehen. Werd da mal eine Nacht drüber schlafen aber das hört sich nach einem Ansatz an, mit dem ich was anfangen kann.

Vielen Dank

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17. März 2015 um 15:34

Nach deinem
Beitrag kann ich mir die Mühe einen eigenen zu schreiben ersparen und drücke einfach auf den "Like" Knopf...

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