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Kontakt abgebrochen...

15. Januar 2007 um 18:23

Hallo,

ich habe vor kurzem schoneinmal einen Beitrag in dieses Forum gestellt. Dabei ging es um die Ausweglosigkeit meiner Liebe zu einem Mann, der 1300km von mir entfernt wohnt.

Wir waren nóch kein festes Paar, aber ich habe Weihnachten und Silvester bei ihm verbracht und wir haben uns gegenseitig unsere Gefühle gestanden. Tja, nun ist es aber so, dass er eine Perspektive forderte, er wollte etwas woran er sich festhalten könne, in Hinblick auf eine ernsthafte Beziehung. Da wir uns jedoch noch nicht seht gut kennen, habe ich ihm natürlich gesagt, dass ich meinen Studienort nur verlegen werde, wenn ich mehr Sicherheit habe. Das hat er auch verstanden, für ihn kommt es z.B. nicht in Frage, für mich seine Heimat zu verlassen. Gestern habe ich die Sache unter Tränen beendet. Ich habe ihm eine lange email geschrieben, in der ich ihm nochmals meine tiefen Gefühle für ihn offenlegte. Jedoch aufgrund der Ausweglosigkeit unserer Situation (wir haben ja nicht mal die Chance uns richtig kennenzulernen), habe ich ihm mehr oder wenig zu verstehen gegeben, dass wir den Kontakt ganz abbrechen müssen. Er schrieb mir zurückt, dass auch er tiefe Gefühle für mich habe, und sich eine gemeinsame Zukunft mit mir vorstellen könne. Das brach mir fast das Herz, aber ich bin standhaft geblieben und ihm erklärt, dass wir wohl niemals ein Paar werden.

Gestern abend haben wir nochmal kurz gechattet. Er meinte, er hätte gehofft, dass ich vielleicht noch eine bessere Idee gehabt hätte, als alles zu beenden. Doch auch er hat keine zündende Idee, wei wir das Problem überhaupt lösen können. Ich habe auch das Gefühl, dass er die gesamte Verantworung mir zuschiebt.

Gestern abend haben wir uns mehr oder weniger lebe wohl gesagt. Ich konnte nur noch weinen und muss es auch jetzt wieder. Was soll ich nur machen. Ich will nicht ohne ihn leben, aber andererseits will ich auch nicht weg von meinem Studienort. Er ist meine neue Heinmat geworden und ich habe mir so viel aufgebaut. Eine Perspektive sich räumlich anzunähern gäbe es also zumindest die nächsten Jahre nicht.

Ich bin ratlos, gestern bin ich diesen schweren Schritt gegangen, den Kontakt abzubrechen, weil ich glaube, ihn nur so vergessen zu können. Aber im Grunde will ich ihn nicht vergessen. Soll ich nochmal mit ihm reden, hat das überhaupt einen Sinn? Soll ich warten, bis er sich vielleicht meldet? Es tut so doll weh!

Ich will ihn nicht vergessen.

Ich würde mich über ein paar Antworten total freuen!!!

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16. Januar 2007 um 14:27

Zwiespältig
hall,
also so ganz habe ich dich nicht verstanden.
einerseits schreibst du, ihr hattet gar keine chance euch richtig kennen zu lernen, weiter unten heißt es dann, er sei deine neue heimat geworden.
du entscheidest dich für einen kontaktabbruch, dann wiederum beklagst du dich, er würde dir die ganze verantwortung zuschieben.
du willst ihn nicht vergessen. musst du ja auch nicht.
es ist völlig in ordung, wenn du sagst "hey, mit uns das hat einfach keine reelle zukunft". es ist auch nur logisch, dass er dir nichts versprechen kann. welche sicherheit möchtest du denn haben? oder mal anders herum: wie wäre es für dich, wenn er zu deinem studienort kommen würde, aber nur "wenn das zwischen uns auf jeden fall klappt". ich denke, du möchtest auch nicht die verantwortung für sein leben übernehmen oder?
was möchtest du denn? ich habe das gefühl, dass es dir nur darum ging, ihn aus der reserve zu locken, von wegen "jetzt kämpf doch mal um mich". und jetzt hast du das gefühl er würde die verantwortung auf dich abwälzen. steh doch zu deiner entscheidung - sie ist absolut nachvollziehbar. wenn er dir wichtig ist, kann er das doch auch in zukunft noch sein - nur halt nicht als partner.
und ehrlich "ich will nicht ohne ihn leben" - ich mit solchen worten eher etwas vorsichtiger. es geht immer ohne. und auch gut ohne. alles andere wäre abhängigkeit.

nimm den schmerz doch einfach an. natürlich tut das weh. sieh es doch von der positiven seite. du kannst weiter ein wenig träumen. nicht auszudenken, du wärst in seine stadt gezogen und hättest festgestellt, er ist ein dreckfink. oder hat noch drei weitere freundinnen. oder irgendetwas anderes schockierendes.

kopf hoch!

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16. Januar 2007 um 14:43

Ich kann dich verstehen.
Denn vor noch garnicht allzu langer Zeit hatte ich genau dieselben Gedanken wie du.
Ich war drauf und dran alles zu beenden und habe ihm das indirekt mitgeteil. Er hat mich aber aufgebaut und tut es auch heute nich, dass wir das schon schaffen. Es muss immer einen Pol geben, der in solchen "Krisensituationen" Mut zuspricht. Wenn er das nicht kann musst du das übernehmen. Und so wie ich einschätzen kann bist du eine starke persönlichkeit.
Bei mir ist es ähnlich wie bei dir. Für mich gibt es nicht die kleinste Möglichkeit zu ihm zu ziehen. Also blieb nur die Möglichkeit, dass er zu mir zieht. Das ist zwar nicht weniger kompliziert und es wird noch eine Weile dauern bis es wirklich in die Tat umzusetzen ist. Aber wenn es beide wollen kann es funktionieren. Wenn es natürlich keiner richtig will, kann es auch nichts werden.
Nochmal kurz zum Thema kennenlernen. Natürlich lernt an sich besser kennen wenn man sich öfters sieht. Aber ich finde auch durchs schreiben und Telefonieren lernt man einen Menschen sehr gut kennen. Ich schreibe täglich mit meinem Freund sms und e-mails und wir telefonieren immer Abends nochmal. Das schafft auch eine starke Bindung auch wenn wir uns nur alle 3 bis 4 Wochen sehen können.
Überlege es dir. Wenn er dir wirklick so viel bedeutet gibt es immer Lösungen. Die müssen auch nicht immer einseitig sein. Ihr könnt doch auch versuchen zusammen Kompromisse zu finden.

LG

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