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Kontakt-Abbruch zur Ex/von Ex - Kann ich ihr das schreiben ?

9. Februar 2004 um 1:18

Hallo liebe Forum-Nutzer /Innen,
ich wende mich mit dieser Frage
an Euch: Kann man als Ex versuchen,
zumindest den Kontakt zu retten,
ohne damit lästig zu sein,
ohne damit alles falsch zu machen ?



Ich habe nämlich das Gefühl, ich mache immer alles falsch, wie ich es auch anstelle, z.B, ob ich nun einen Brief schreibe oder nicht.

Ist ein Brief okay, oder hat jemand von Euch vielleicht andere Vorschläge/Ratschläge des Umgangs mit dem Thema.
Stelle ich im Brief zuviele Fragen und setzte ich sie damit unter Druck ?
Erwarte ich zu viel Offenheit ?
Soll ich noch ein paar Wochen abwarten,
was sie tut und lässt, ohne mich für den Kontakt einzusetzen ?




Meine Ex-Freundin wohnt in einer anderen Stadt. Nach 5 gemeinsamen Monaten (in einer WG) folgten 2 Monate Wochenend-Beziehung, 1 Monat Generve
und Missverständnisse,
1 Monat Urlaubsaufenthalt meiner Ex
in ihrer Heimat Japan und daraufhin in den letzten 4 Wochen gerademal eine e-mail von ihr.

Erst bin ich fast gestorben vor Liebeskummer, dann habe ich daraus Kraft geschöpft.
Nun möchte ich einfach nur noch im guten Kontakt zu der Frau stehen.
Gute Freunde sind schließlich rar
und man will sie nicht verlieren.
Übrigens: Ich bin 32 und meine Ex ist
22.



Hallo Sumika,

glaubst Du, in ein paar Wochen haben wir mal wieder Kontakt
zueinander ? So gelegentlichen Kontakt wie den, den Du zu Carlotta hast zum Beispiel.
Sind wir also noch Bekannte, oder garnicht mehr.

Mich interessiert es schon, was Deine Meinung dazu ist.
Deswegen breche ich das, was ich als Schweigen verstehe.


Ist das jetzt einfach eine Zeit, in der du klar trennen willst :
"Ich habe jetzt einen neuen Freund/andere Freunde und Stefan hat das
bisher nicht verstanden. Es wurde mir zu kompliziert."

Oder weisst du jetzt schon, Du möchtest NIE MEHR Kontakt zu mir aufnehmen,
weil es nie mehr Dein Interesse sein wird.

Kannst Du mehr dazu sagen oder schreiben - mehr als nichts ?

Ich glaube bis jetzt, es ist gut wenn wir eine Weile nichts voneinander hören. Ich brauche diese Zeit, um nachzudenken und einiges zu verstehen.
Um in eine neue Richtung zu schauen.
Das bedeutet aber nicht, daß ich nie wieder Kontakt haben möchte.
Du bleibst für mich symphatisch - ich mag Dich. Was denkst Du ?

Bis jetzt hoffe ich noch, Du brauchst einfach Zeit. Aber es kann auch sein,
Du willst nichts nie mehr mit mir zu tun haben. Das möchte ich gerne wissen Sumika.


Daß Dir andere Beziehungen jetzt wichtiger sind, kann ich verstehen.
Ich wünsche Dir dafür alles Gute.



Weil ich Dich nicht stören möchte, werde ich Dich nicht anrufen,
werde ich in den nächsten Wochen nichts schreiben !

Über Gefühle möchtest Du mit mir - glaube ich - nicht mehr reden.
Du weisst, ich war offen dafür.
Vielleicht kannst Du das mit anderen besser.

Aber wenn es dich interessiert, dann erzähle ich Dir mal von neuen CD's,
die ich gekauft habe und in Zukunft kaufen werde. CD's, die dir auch
sehr gefallen werden...chilliger TripHop zum Beispiel von "Air" und
"Thievery Cooperation".

Ich kann Dir auch sagen, daß Tomek aus der WG D2 mir drei tolle Fotos
geschenkt hat. Er hat sie mit einer teuren guten Kamera geschossen.
Tomek hat sie eines Tages im Sommer gemacht, als Abends
100 (?) Kerzen im Innenhof standen und in der Ecke ein Lagerfeuer brannte.
Auf 2 Fotos bist Du / bin ich drauf, ohne daß wir davon wussten.

Grüße sendet Dir

Stefan

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9. Februar 2004 um 8:38

Guten Morgen Stefan
Also, ich würde deinen Brief überhaupt nicht als aufdringlich empfinden. Der Brief erscheint mir sehr neutral, aber doch interessiert am weiteren Kontakt und das bringst du mit deiner offenen und sympatischen Art gut rüber. Wie sie diesen Brief aufnehmen wird, können wir dir auch nicht sagen, dafür sind die Hintergründe eurer Beziehung usw. zu unbekannt. Jede Frau reagiert da anders und du kennst sie am besten, um dies beurteilen zu können. Ich denke, das Medium, das du gewählt hast, ist ziemlich gut, denn da hat sie die Möglichkeit, für sich in Ruhe diesen Brief zu lesen und zu überlegen, ob sie den Kontakt auch möchte oder nicht. Ich denke nicht, das du damit etwas falsch machst, im Gegenteil. Das zeigt ihr vielleicht, dass du sie als Freundin immer noch schätzt und sie als gute Freundin nicht verlieren möchtest Das ist doch schön. Außer du bezweckst damit, sie zurück zu erobern?! Schick den Brief ab und warte einfach ab, was passiert. Mehr kannst du wohl nicht tun. Ich drücke dir die Daumen

lg
duschka

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9. Februar 2004 um 10:22

Lieber Stefan
...ersteinmal finde ich es sehr schön, dass du dich bemühst zu deiner Ex wieder Kontakt aufzubauen ohne zu aufdringlich zu sein. Es zeigt, dass sie dir als Mensch sehr wichtig ist, trotz Trennung, und das ist sehr schön.
Zu deinem Brief: Ich finde Im Prinzip okay, ich glaube wenn du ihn so abschickst, dann machst du auf gar keinen Fall was falsch. Ich persönlich würde jedoch einige "was denkst du?" oder "kannst du mehr dazu sagen?" rausnehmen.
Ich finde es genug wennn du klar und deutlich formulierst, dass es dir wichtig wär den Kontakt aufrechtzuerhalten und dass du hoffst sie sieht das genauso.
Wie auch immer, ich hoffe ihr kriegt das auf die Reihe. Ich bin grad in einer ähnlichen Situation (siehe "Ex hat angerufen") nur muss ich leider klar sagen, dass ich momentan noch nicht soweit bin, um normal Kontakt zu haben, obwohl ich es sehr schön finde und Angst habe, ihn ganz aus meinem Leben zu verlieren.
Ich wünsch dir aufjeden Fall viel Glück!
Liebe Grüße Delphi

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13. Februar 2004 um 23:14
In Antwort auf gena_12107388

Guten Morgen Stefan
Also, ich würde deinen Brief überhaupt nicht als aufdringlich empfinden. Der Brief erscheint mir sehr neutral, aber doch interessiert am weiteren Kontakt und das bringst du mit deiner offenen und sympatischen Art gut rüber. Wie sie diesen Brief aufnehmen wird, können wir dir auch nicht sagen, dafür sind die Hintergründe eurer Beziehung usw. zu unbekannt. Jede Frau reagiert da anders und du kennst sie am besten, um dies beurteilen zu können. Ich denke, das Medium, das du gewählt hast, ist ziemlich gut, denn da hat sie die Möglichkeit, für sich in Ruhe diesen Brief zu lesen und zu überlegen, ob sie den Kontakt auch möchte oder nicht. Ich denke nicht, das du damit etwas falsch machst, im Gegenteil. Das zeigt ihr vielleicht, dass du sie als Freundin immer noch schätzt und sie als gute Freundin nicht verlieren möchtest Das ist doch schön. Außer du bezweckst damit, sie zurück zu erobern?! Schick den Brief ab und warte einfach ab, was passiert. Mehr kannst du wohl nicht tun. Ich drücke dir die Daumen

lg
duschka

Hallo "Delphi18" . Hallo "duschka"

Danke für eure Beiträge.
Ihr sprecht mir ja Mut zu, der Brief sei in Ordnung.
Nun sind ein paar Tage vergangen, wo ich mich über das Briefschreiben mit meinen Sorgen und Nöten diesbezüglich auseinandergesetzt habe.

Die verstrichene Zeit hat auch zu meiner weiteren Meinungsbildung insofern beigetragen,
daß ich das mit dem Brief-Schicken lieber aufschiebe.

Schließlich zeigt mir meine Ex-Freundin mit ihren Verhalten, daß sie mit der Situation, kontaktlos so wie sie ist zufrieden ist . Ich würde nur meine narzistischen Bedürfnisse befriedigen, wenn ich jetzt einen Brief sende.
Es wäre ein Brief eines Abhängigen, der noch unter den Entzugssymptomen leidet.

Dabei habe ich noch gewichtigere Problematiken
zu lösen, anfallende Aufgaben zu bewältigen.
Diesen Aspekt habe ich bisher nicht erwähnt.

Ich habe mir überlegt : Was wäre wenn...
...wenn ich den Brief so oder anders schreibe und abschicke und
...wenn sich der Kontakt zur Ex-Freundin daraufhin jetzt wieder einstellt.

Dann stehe ich immernoch&weiterhin vor einen
Berg von Problemen und das belastet mich und
jede Beziehung, die ich (wie ich sie auch) führe.

Und meine Ex-Freundin ist nicht der Typ, der
über Belastungen reden mag.

Wir können uns also nicht gegenseitig aufbauen.
Ich bin nicht stark genug, diesen Mangel zu kompensieren.
Statt meine Sorgen zu überspielen, versuche ich lieber sie zu überwinden...teilweise zumindest.

Ich gewähre den mir wichtigen Wieder-Kontaktaufnahme-Versuch Aufschub um einige Wochen und versuche in der Zwischenzeit ein
zufriedenerer Mensch zu werden, der sich sein Selbstbewußtsein zu erarbeiten versucht.

Mal sehen, ob das Selbstbild in 6 Wochen ein besseres ist und ich mich (ihr) mit
Selbstvertrauen zeigen kann.

Mal sehen, ob ich mich nicht doch vorzeitig
bei ihr melde, bzw. sie sich bei mir, denn sie hat in ihrer letzten mail ja geschrieben sie kündigt sich an wenn sie zu Besuch in "meiner" Stadt ist.

Es ist sehr lieb, daß ihr euch zu meiner Frage geäußert habt.

Gruss,
Stefan



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14. Februar 2004 um 9:57

Hallo Stefan...

also ich würde diesen Brief so an deiner Stelle nicht wegschicken!
Wenn ich diesen Brief von meinem Ex-Freund erhalten hätte, würden mich doch so einige Dinge stören!
Der Anfang ist vielleicht noch ganz ok, aber ich würde sie erstmal etwas über ihren Japan-Aufenthalt fragen, so in der Art, "ich hoffe du hattest in Japan eine schöne Zeit, vielleicht auch etwas zum nachdenken... was uns beide angeht. Mir ist klar, das aus uns beiden nicht's mir wird, aber vielleicht könnten wir ja wie Charlotta.... weiter zueinander stehen".
Den Mist am Schluss mit den CD's würde ich rauslassen und das mit den Foto's auch, deutet darauf hin, dass du bei allem was du machst und tust, noch an deine Ex-Freundin denkst.
Und die Geschichte mit den Foto's... ja 'ne ganz niedliche Geschichte, aber damit möchtest du sie nur an Eure schöne Zeit erinnern, was du alles so für sie gemacht hast.... RAUS DAMIT!!! Natürlich kann und will ich dir auf keinen Fall vorschreiben, was du in diesem Brief schreibst, aber ich hätte das Gefühl, dass du damit noch nicht durch bist und eine reine Freundschaft so noch nicht stattfinden kann.
Ich kenne deine Freundin natürlich nicht, aber du hast uns ja gefragt, wie wir den Brief auffassen würden.
Meiner Meinung nach solltest du entweder abwarten, mal anrufen oder einen ganz neuen Brief schreiben. Das anrufen ist so 'ne Sache, sie kann davon ziemlich überrumpelt sein.... stille ist tötlich.... aber du wüsstest über ihre Reaktionen über ihr ganzes Verhalten gleich bescheid, was los ist, da du sie ja kennst.

Aber lass' ihr erstmal Zeit...
Lieben Gruß, bin auf deine Antwort gespannt, Silja

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14. Februar 2004 um 14:30

Hallo Stefan,
auf Dauer wird das schmerzhaft für Dich,wenn das noch ne Weile so in dem Stil weitergehen wird, es ist zu Ende,aber für Dich noch nicht ganz,so verstehe ich das.

Ne gute Freundschaft zu versuchen,weil einfach noch Gefühle da sind, zu dem,was zu Ende ist und mal war-eine Liebe- halte ich für keine gute Idee.
Das ist wie mit einem Messer immer mal wieder in ner offenen Wunde rumstochern, bluten lassen, und nie verheilen lassen.
Willst Du Dir das wirklich antun,nur,weil Du diese Frau vor einiger kurzer Zeit mal sehr geliebt hattest.

Ich habs jetzt nicht parat,was in Japan los war,dass Ende ist bei euch. Sie hat/kommt ja auch aus einer anderen Kultur,zumindest mit einem anderen Verständnis des Ausdrucks und der LEbensweise,auch wenn sie hier lebt. Japaner sind ultrahöflich-immer,aber emotional doch sehr zurückhaltend,ansonsten weiss ich generell zu wenig darüber.

Brief schreiben,alles schön und gut, um Klarheit zu bekommen in Liebesangelegenheiten,finde ich weder Mail noch sms geeignet, auch das Telefon nur bedingt.
Fahr zu ihr,klär das und entscheide das. Du verlierst sie nicht unbedingt für immer.
Nur eine gute Freundschaft ist auch Verständnis,nicht emotionale Höhenflüge und Talabstürze in kürzester Zeit. Das könnte Dir eine Frau, die Dich sexuell oder wie auch immer,weniger fasziniert aber Dich als Mann und Freund versteht und akzeptiert,eher bieten. Und es wäre weit weniger schmerzhaft.

LG
B.

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14. Februar 2004 um 14:35
In Antwort auf BrunhildeP

Hallo Stefan,
auf Dauer wird das schmerzhaft für Dich,wenn das noch ne Weile so in dem Stil weitergehen wird, es ist zu Ende,aber für Dich noch nicht ganz,so verstehe ich das.

Ne gute Freundschaft zu versuchen,weil einfach noch Gefühle da sind, zu dem,was zu Ende ist und mal war-eine Liebe- halte ich für keine gute Idee.
Das ist wie mit einem Messer immer mal wieder in ner offenen Wunde rumstochern, bluten lassen, und nie verheilen lassen.
Willst Du Dir das wirklich antun,nur,weil Du diese Frau vor einiger kurzer Zeit mal sehr geliebt hattest.

Ich habs jetzt nicht parat,was in Japan los war,dass Ende ist bei euch. Sie hat/kommt ja auch aus einer anderen Kultur,zumindest mit einem anderen Verständnis des Ausdrucks und der LEbensweise,auch wenn sie hier lebt. Japaner sind ultrahöflich-immer,aber emotional doch sehr zurückhaltend,ansonsten weiss ich generell zu wenig darüber.

Brief schreiben,alles schön und gut, um Klarheit zu bekommen in Liebesangelegenheiten,finde ich weder Mail noch sms geeignet, auch das Telefon nur bedingt.
Fahr zu ihr,klär das und entscheide das. Du verlierst sie nicht unbedingt für immer.
Nur eine gute Freundschaft ist auch Verständnis,nicht emotionale Höhenflüge und Talabstürze in kürzester Zeit. Das könnte Dir eine Frau, die Dich sexuell oder wie auch immer,weniger fasziniert aber Dich als Mann und Freund versteht und akzeptiert,eher bieten. Und es wäre weit weniger schmerzhaft.

LG
B.

Was war,
ist vorbei, das Nachkarten bringt nicht viel,finde ich.

Ich würde das einfach lassen und nach vorn blicken.
Und im Brief-sofern Du Dich dafür entscheiden solltest- würde ich das Vergangene nicht mehr aufwärmen und diskutieren.
Was sollte das bringen,es ist doch vorbei. Und hoffentlich irgendwann auch beendet.

Und das Diskutieren über Vergangenes.....einfach nein.

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15. Februar 2004 um 0:10
In Antwort auf silja1

Hallo Stefan...

also ich würde diesen Brief so an deiner Stelle nicht wegschicken!
Wenn ich diesen Brief von meinem Ex-Freund erhalten hätte, würden mich doch so einige Dinge stören!
Der Anfang ist vielleicht noch ganz ok, aber ich würde sie erstmal etwas über ihren Japan-Aufenthalt fragen, so in der Art, "ich hoffe du hattest in Japan eine schöne Zeit, vielleicht auch etwas zum nachdenken... was uns beide angeht. Mir ist klar, das aus uns beiden nicht's mir wird, aber vielleicht könnten wir ja wie Charlotta.... weiter zueinander stehen".
Den Mist am Schluss mit den CD's würde ich rauslassen und das mit den Foto's auch, deutet darauf hin, dass du bei allem was du machst und tust, noch an deine Ex-Freundin denkst.
Und die Geschichte mit den Foto's... ja 'ne ganz niedliche Geschichte, aber damit möchtest du sie nur an Eure schöne Zeit erinnern, was du alles so für sie gemacht hast.... RAUS DAMIT!!! Natürlich kann und will ich dir auf keinen Fall vorschreiben, was du in diesem Brief schreibst, aber ich hätte das Gefühl, dass du damit noch nicht durch bist und eine reine Freundschaft so noch nicht stattfinden kann.
Ich kenne deine Freundin natürlich nicht, aber du hast uns ja gefragt, wie wir den Brief auffassen würden.
Meiner Meinung nach solltest du entweder abwarten, mal anrufen oder einen ganz neuen Brief schreiben. Das anrufen ist so 'ne Sache, sie kann davon ziemlich überrumpelt sein.... stille ist tötlich.... aber du wüsstest über ihre Reaktionen über ihr ganzes Verhalten gleich bescheid, was los ist, da du sie ja kennst.

Aber lass' ihr erstmal Zeit...
Lieben Gruß, bin auf deine Antwort gespannt, Silja

An Silja

Liebe Silja,
wie ich bereits anmerkte, sind da verschiedene Konflikt-Brandherde, die mich beschäftigen und mir schon lange über den Kopf gewachsen sind.
Wenn Du willst, kannst Du das lesen. Vielleicht mangelt es den Text an gebührender Distanz, aber es ist ja anonym und niemand ist gezwungen das zu lesen.
Du nicht unbekannterweise.
Andere auch nicht.

Ich habs in erster Linie für mich geschrieben,
freue mich aber auch für Inputs, die mich zum Nachdenken bewegen können, es aus einen anderen Blickwinkel zu betrachten.
Falls der falsche Eindruck entsteht,ich male alles düster aus möchte ich das ausräumen.

Also aber bitteschön keine genervten Kommentare.

Um Frauen, die mich interessier(t)en, habe ich immer einen grossen Bogen gemacht.
Von der Pubertät an im Teenager-Alter in der Schule verliebte ich mich ständig.Ich konnte aber meine Zuneigung nur durch passives Verhalten ausdrücken. Auf den Punkt gebracht kann ich es so sagen, daß ich zwischen der Traumfrau und mir keinen Blickkontakt ertragen konnte, kein Gespräch.Der/den Frau/en bin ich aus den Weg gegangen. Signalisierte eine Frau Interesse, kam die Botschaft nicht so bei mir an, sondern verkehrte sich für mich ins Gegenteil.
Diese Abwehr-Haltung ist sehr anstrengend, macht einsam und steht ja im krassen Widerspruch zu den starken Wunsch nach Nähe zu jemanden. Ich lebte mich nur in der Fantasie aus und in Tagebüchern.
Bis zu meinen 25. Lebensjahr lebte ich so isoliert wie in einen Cocoon.
Besonders hart wars bei der Bundeswehr. 4 Jahre. Im letzen Jahr wendete ich mich an einen Bw-Arzt, der mir gegen Depressionen Psychopharmaka verschrieb. Die setzte ich schnell wieder ab, weil ich Bedenken wegen Nebenwirkungen hatte.
Nach der Bundeswehr sah ich ich hatte nichts zu verlieren wenn ich eine Therapie beginne.
Ich begann eine Verhaltenstherapie mit dem Ziel Komplexe abzulegen und Beziehungen zu Frauen knüpfen zu können.
Wie der Zufall so will gabs zuvor mit 24 eine Frau, die mich unbedingt mochte. Sie erinnerte mich aber eher an meine Großmutter und ich war in der merkwürdigen Situation, daß ich abgestoßen war von der Frau, mich aber mehr schlecht als recht von der Frau distanzieren konnte, obwohl ich das dann irgendwie tat.
Ich wollte Sexualität erleben, aber mit dieser Frau gings nun wirklich nicht, wo sie mich doch zwischenbewußt(?) an meine Oma erinnerte.
Zum Verhältnis zur Oma gehe ich später noch kurz ein.
Parallel zu 2 Jahren Verhaltenstherapie folgten zwei Jahre 1jährige Fachoberschule (einmal wiederholt).

Da verknallte ich mich mit 25 in eine Mitschülerin,
ausgerechnet meiner Sitznachbarin. Das versetzte mich in ständiger Hochspannung.
Ein Jahr saß ich neben dieser Frau, darauf verkrampft, mir nach außen nichts anmerken zu lassen. Darauf verwendete ich all meine Energie. Mit ihrer lieben Art versuchte sie mich etwas kennenzulernen und einen guten Kontakt zu pflegen, verabredete sich mit mir ins Kino zu gehen und erzählte ihren Freund nichts davon. Das gab am selben Abend wohl Stress und sie reduzierte ihr Sich-Verhalten zu mir auf ein gewisses Maß Zurückhaltung. Für mich war der Umgang mit der Traumfrau sehr anstrengend, aufregend und...entäuschend. Es gab dann einen Moment, da habe ich mich von allen Klassenkameraden inklusive Traumfrau zurückgewiesen gefühlt, konnte niemanden in die Augen sehen was sehr sehr anstrengend ist. Dem Unterricht konnte ich nur eingeschränkt folgen.
Mit 27 Jahren Studium-Start. Eine flippige Mitstudentin kannte ich schon aus der Videothek, in der ich jobbte. Sie und ihren Freund. Sie verdichtete, intensivierte den Umgang mit mir. Aus Jux und Dollerei veranstaltete sie mit ihrer Freundin und mir auf einer grossen kommerziellen Studenten-Party
einen Spass, bei dem ich nur den Anschein nach aktiv beteiligt war: Wir knutschten auf dem Vorschlag der Mädels zu dritt, d.h. beide Frauen mit mir. Mit ihr wars dann intensiver als mit ihrer Freundin. In den 2,3 Monaten Umgang blieb ich aber in letzer Konsequenz zurückhaltend. Einmal massierte ich sie. Das war schon die Obergrenze. Sie traf eine Entscheidung gegen mich für ihren Freund. Schließlich brach sie den Kontakt zu mir ab.
Die Verhaltenstherapie endete nach 2 Jahren ohne weitere Verlängerungsmöglichkeit.
Ich zog ein Jahr später in eine grosse WG um nicht so alleine zu sein und um Soziale Kompetenzen zu erlernen.
Ein weiteres Jahr später begann ich eine Psychoanalyse(kürzl. abgeschlossen nach ca. 4 Jahren).
In der Folgezeit lernte mich eine Bewohnerin aus "meinen" Studentenwohnheim kennen, da ich in der Wohnheimkneipe die ich ins Leben gerufen hatte hinterm Tresen arbeitete.
Wir ließen uns aufeinander ein auf "Ringelpietz mit Anfassen", aber nicht tiefgründig, weil sie es unreif nicht vermochte - von mir ja ganz zu Schweigen, wie schon aus den bisherigen Text hervorgeht.
Nach 3,4 Monaten brach sie den Kontakt zu mir einseitig ab. Sie sagte noch, sie hätte andere Beziehungen nebenher gehabt.
Ungefähr ein Jahr später (2001 ???)ging in einer Disco eine Frau auf mich zu und zwar ziemlich forsch. Sie war dann die erste Frau mit der ich schlief, ohne dafür zu bezahlen. Denn: Von Beginn der Bundeswehr an mit 21 J. hatte ich ein paar wenige Mal Prostituierte in deren Wohnungen aufgesucht um Erfahrungen zu machen. Ich war der Überzeugung, ich begehe irgendwann demnächst Suizid und wollte vorher wissen was Sex ist. Es war auch jedes Mal eine Art Mutprobe. Zur Fachoberschulzeit kam es sogar so weit, daß ich ein paar Mal Freier auf dem Strassenstrich war. Am Anfang des Studiums bis heute, einen Zeitraum von 5 Jahren, ließ ich es dann schon aus finanziellen Gründen, aber auch aus Schamgefühl bleiben. Ich war auch nie so hormongesteuert,daß ich es deswegen weiter machen hätte müssen. Triebfeder war mehr eine ungenaue Sehnsucht.
Die Frau,zu der also Kontakt entstand, mit der ich schlief, die mit mir schlief, hatte auch einen Berg von Problemen und keinen Durchblick. Nach 3, 4 Monaten brach auch sie den Kontakt zu mir ab. Es stellte sich heraus, daß sie üblicherweise auch nebenher Beziehungen hatte.
Eineinhalb Jahre passierte dann nix mit Beziehungen.
Auf einer Hochzeit lernte mich eine Frau kennen, die mich zweimal je eine Woche besuchte. Es kam zu Intimität obwohl ich nicht in sie verknallt war. Sie war mehr ein Kumpel-Typ für mich, aber schon so richtig symphatisch.
Nur : Ich empfand diesen starken Widerspruch eine Fassade aufrecht zu halten. Ich hatte das Gefühl, ich schlafe neben meiner Großmutter.
(In der Kindheit in der phasenweise meine Großmutter mehr meine Bezugsperson war als meine Mutter, schlief ich im Ehebett meiner verwitweten Grossmutter - in der Pubertät war das dann sehr kompliziert konfliktträchtig)

Dann meldeten wir uns abrupt nicht mehr beim anderen.
Ein gutes halbes Jahr verstrich
Dann zog eine Zwischenmieterin ein in meine WG, eine Japanerin mit Gast-Aufenthalt in meiner Stadt für Sprachschul-Unterricht. Ich fand sie zwar sogleich anziehend, hielt mich aber sehr zurück. Ich war höflich, hilfsbereit. Eines Abends kamen wir uns kuschelnd näher, wobei die Initiative von ihr ausging.
Sie sagte von Anfang unserer Intimitäten an, daß sie nicht in mich verliebt sei. Ich war berauscht von ihrer Ausstrahlung auf mich, vermochte aber auch nicht zu sagen, ob das ein (Anfangs-)Stadium der Liebe wäre...Verliebtheit war es schon.
Und eine Chance mich zu verändern.
Obwohl es auch Defizite zu tragen gab,
natürlich beiderseits, wie Verständigungsprobleme (Sprache) und kulturelle Probleme. Es war klar, nach weiteren 3 Monaten zieht sie in eine 350 km entfernte Stadt für ein einjähriges Praktikum.
Ein längerer Aufenthalt in Deutschland ist nicht geplant. Ich unterstützte sie natürlich bis zum und beim Umzug.
Ein Highlight unserer Beziehung war der, sie meinen Eltern vorzustellen und daß wir bei ihnen ein wunderschönes Wochenende mit Segeln und Spaziergänge am Meeresstrand verbracht hatten .
Die Fern-Beziehung später klappte aber nicht. Ich litt darunter. War die Beziehung zusammen in einer WG einen Sommer lang für mich das höchste bisher empfundene Glück, war die Fernbeziehung für mich ein Horror.
Im Sommer war ich immer mehr ausgeglichener, nahm 8 kg ab, kiffte weniger bis garnicht (14 Jahre kiffe ich schon überwiegend für mich alleine). Vom ersten Tag nach ihren Wegzug an kiffte ich wieder was das Zeug hergab und nahm bis heute binnen weniger Monate die 8 kg wieder zu, andere schlechte Gewohnheiten wieder auf wie z.B. die Nächte durchmachen.

Während des Studiums hatte ich zeitweise an meiner Beziehungsfähigkeit geschliffen. Mal ein Semester mehr, mal weniger Veranstaltungen zu "Paar-Therapie", Psychologie, Systemische Therapie, Histogramm und Skulptur, Balint-Gruppen, Selbsterfahrung besucht.
Ohne den Hintergrund das als Profession zu sehen. Es war reine Selbsterfahrung für mich.
Zu meiner neuen Freundin wollte ich eine gute Beziehung aufbauen, d.h. mit Wert auf Kommunikation, Verständnis. Sie mochte aber nicht gerne über Gefühle reden und ich behielt auch einige alte Widerstände(na ja, die gibts ja immer), die ich erst im Nachhinein genauer zu erkennen glaube, die damit aber nicht ausgeräumt sind. Natürlich habe ich Fehler gemacht.
Ich bin immer noch der kleine Junge, der lieber in der Fantasie lebt , sich nach einer Frau sehnt (Mama ?Bin wie gesagt lange Zeit von der Oma erzogen worden und hatte Schuldgefühle als im Teenageralter meine Mutter 2x Brustkrebs bekam und "überlebte" ) aber Angst vor Intimität und freier Sexualität hat und davor zurückschreckt. Es ist immernoch so, daß wenn ich eine Frau symphatisch finde, der erste bis hundertste Impuls der ist, den Umgang zu vermeiden.
Die Beziehung zu meiner letzten Freundin war verkehrte Welt. Sie ist super-attraktiv und doch bestand täglicher Umgang, tägliche Annäherung u.s.w. .
Zwischenzeitig war sie sogar auch sehr glücklich und (etwas ?) verliebt in mich.
Aber es war auch sehr praktisch und der Befindlichkeit dienlich für sie, in einer fremden Stadt einen Freund zu haben.
Nach ihren Wegzug ist sie wieder in einer fremden Stadt und unter der Woche braucht man jemanden an der Seite. Ist jedenfalls besser, als sich alle 2 Wochen zu sehen.
Mir geht es ja auch so.
Deswegen hatten wir uns ja darauf verständigt unsere Beziehung neu zu definieren. Das sollte aber aus meiner Perspektive nicht bedeuten, den Kontakt so ganz abzubrechen.
So weit ich mir das zusammenreimen kann,
hat sie auch jemand neues kennengelernt.
Bin mir auch nicht sicher ob sie in den 3, 4 Monaten mit mir zusammen nicht doch noch eine Affaire hatte. Dafür gab es Indizien ?
Kann auch nur mein mangelndes Selbstbewußtsein sein, das mir einen Streich spielt.
Meiner Meinung nach stellte sie das nicht ganz klar...mal so...mal so... .
Ist jetzt auch egal nun.
Wer das jetzt alles so durchgelesen hat, dem ist ja auch klar, daß das nicht stimmig war. Darüber will ich mich nun nicht noch weiter auslassen.


So, der Text ist ziemlich lang und länger geworden. Hat ja auch den Vorteil, daß das nur jemand liest, den biographisches interessiert.

Ich glaube es wird klar daß der Kontaktabbruch zur Ex nicht das größte Problem ist.

Ich hätte halt nur gerne eine Freundin, der ich auch was bedeute.
Muss halt ein paar Probleme auf die Reihe kriegen.
Ich weiß ja...wir haben alle Probleme und andere haben mehr Sorgen und sind in der Gosse gelandet oder haben die Krisen tapfer charakterfest gemeistert.
Mein Text soll kein Betteln nach Mitleid sein.
Es ist nur eine kleine Auseinandersetzung mit meiner Zeit auf Erden bisher.
Es ist ein Abschied von dem Gedanken, mich meiner Ex-Freundin erklären zu wollen.

Und ich wollte verdeutlichen, was für einen Loch im Bauch ich jetzt habe durch so eine Entäuschung, daß eine Beziehung (eine? die wichtigste. mehrere sind es mittlerweile doch) so scheitert.
Andererseits waren die Zeiten schon härter.
Ich bin ja auch glücklich, daß ich die Beziehung hatte. Ich bin dankbar dafür. Es macht mir sogar etwas mehr Mut.
Ich hab auch fast vollstes Verständnis für meine Ex-Freundin. Es ist besser so, neue andere Leute, Männer kennenzulernen, als mich.
Also bleibt sie mir symphatisch.
Aber schade ist es schon niemanden zum quatschen zu haben.
Ich meine nicht belastendes Quatschen.
Einfach über Gott und die Welt.
Jetzt steht mein Umzug bevor und das ist ne grosse Herausforderung für mich, weil ich ein Messie geworden bin, d.h. es haben sich wahnsinnig viele Sachen im Laufe der Jahre angesammelt von denen ich mich nicht getrennt habe. Das muß ich jetzt und fange an auszusortieren.
Darauf konzentriere ich mich.
Und dann muß ich noch mein Studium beenden, vom Jobben in einen Beruf wechseln.
Doch den Frust musste ich mal loswerden.
Danke für die Aufmerksamkeit.

Wünsch euch was gutes,

Stefan








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15. Februar 2004 um 0:37
In Antwort auf BrunhildeP

Was war,
ist vorbei, das Nachkarten bringt nicht viel,finde ich.

Ich würde das einfach lassen und nach vorn blicken.
Und im Brief-sofern Du Dich dafür entscheiden solltest- würde ich das Vergangene nicht mehr aufwärmen und diskutieren.
Was sollte das bringen,es ist doch vorbei. Und hoffentlich irgendwann auch beendet.

Und das Diskutieren über Vergangenes.....einfach nein.

Hallo Brunhilde

"das Vergangene nicht mehr aufwärmen und diskutieren...", dem stimme ich zu.

Es ist aber nicht die schlechteste (Auf)Lösung einen Brief zu schreiben, den man dann zwar nicht abschickt, der einen aber selbst dienlich/hilfreich ist sich mit der Beziehung auseinanderzusetzen ?!!!!!
So wird die Angelegenheit doch noch rund.

Gruß,
Stefan

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15. Februar 2004 um 1:01
In Antwort auf hai_12180910

Hallo Brunhilde

"das Vergangene nicht mehr aufwärmen und diskutieren...", dem stimme ich zu.

Es ist aber nicht die schlechteste (Auf)Lösung einen Brief zu schreiben, den man dann zwar nicht abschickt, der einen aber selbst dienlich/hilfreich ist sich mit der Beziehung auseinanderzusetzen ?!!!!!
So wird die Angelegenheit doch noch rund.

Gruß,
Stefan

Hi Stefan,
jetzt kapiert ,sorry, dieses Aufschreiben ist ein anderes Aufschreiben,das ist immer sehr hilfreich-zum Klarwerden,sich selbst....
und ich meinte allgemein,das Totdiskutieren irgendwann mal einiges "auch" beziehungsmässig auf Eis legen kann.

LG
b.

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15. Februar 2004 um 1:03
In Antwort auf BrunhildeP

Hallo Stefan,
auf Dauer wird das schmerzhaft für Dich,wenn das noch ne Weile so in dem Stil weitergehen wird, es ist zu Ende,aber für Dich noch nicht ganz,so verstehe ich das.

Ne gute Freundschaft zu versuchen,weil einfach noch Gefühle da sind, zu dem,was zu Ende ist und mal war-eine Liebe- halte ich für keine gute Idee.
Das ist wie mit einem Messer immer mal wieder in ner offenen Wunde rumstochern, bluten lassen, und nie verheilen lassen.
Willst Du Dir das wirklich antun,nur,weil Du diese Frau vor einiger kurzer Zeit mal sehr geliebt hattest.

Ich habs jetzt nicht parat,was in Japan los war,dass Ende ist bei euch. Sie hat/kommt ja auch aus einer anderen Kultur,zumindest mit einem anderen Verständnis des Ausdrucks und der LEbensweise,auch wenn sie hier lebt. Japaner sind ultrahöflich-immer,aber emotional doch sehr zurückhaltend,ansonsten weiss ich generell zu wenig darüber.

Brief schreiben,alles schön und gut, um Klarheit zu bekommen in Liebesangelegenheiten,finde ich weder Mail noch sms geeignet, auch das Telefon nur bedingt.
Fahr zu ihr,klär das und entscheide das. Du verlierst sie nicht unbedingt für immer.
Nur eine gute Freundschaft ist auch Verständnis,nicht emotionale Höhenflüge und Talabstürze in kürzester Zeit. Das könnte Dir eine Frau, die Dich sexuell oder wie auch immer,weniger fasziniert aber Dich als Mann und Freund versteht und akzeptiert,eher bieten. Und es wäre weit weniger schmerzhaft.

LG
B.

Hallo Brunhilde
Das traurige für mich ist nicht die Tatsache daß sie mich nicht liebt oder mich nicht geliebt hat... das traurige ist daß ich ihr nichts mehr bedeute (kommt mir vor wie "von einen Tag auf den anderen", auch wenn vage Andeutungen jetzt wie ein Puzzle sich zusammenfügen).

Ich hätte mich gefreut eine Person ihres Vertrauens zu bleiben, zu werden.


Ich glaube auf so eine einseitige Trennung folgen verschiedene Phasen .
-Entäuschung/Trauer - Wut/Ärger
- Einsicht/Trost und der Blick nach vorne.


Aber ich merke, ich komme über diese Entäuschung hinweg. Es hat mir schon weitergeholfen mich über dieses Medium damit zu befassen.

Wenn ich so lese, daß sich andere nach mehreren Jahren trennen, wenn sie der unglückliche Part sind,
das ist ja viel "tragischer".





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16. Februar 2004 um 0:40

Hallo Stefan,
ich denke nicht,dass es sehr sinnvoll und hilfreich ist,ihr brieflich gemeinsame Anknüpfungspunkte und Erinnerungen mitzuteilen.

Mein Eindruck ist auch nicht,dass Du ihr nichts mehr bedeutest.
Vielleicht ist sie einfach konsequent mit sich und sagt "Ende ist Ende ist zu Ende" und nichts mehr.
Was war eigentlich in Japan los, nicht so gut da für euch,oder interpretiere ich falsch?

Schön,wenn die Auseinandersetzung Dir hilft beim Bearbeiten.
Manchmal ist eben ein Ende auch ein Impuls zu einem kompleten anderen Neuanfang,auch das Fertig-und-bearbeitet-Ende.
LG
B.

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