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Konsum Drogen Beziehung

4. Januar um 11:28 Letzte Antwort: 5. Januar um 11:22

Hallo Leute, 

also einmal zu mir- ich habe noch nie in so ein Forum geschrieben. Ich bitte um ernst gemeinte Antworten! Vielleicht von Menschen die Erfahrunt haben.

Ich bin seit 7,5 Jahren in einer sehr schönen Beziehung. Zumindest dachte ich das. Wir wohnen zusammen seit 2 Jahren, ich 23 er 26. kennen und seit der Schulzeit. Ich habe ein großes Problem mit chemischen Drogen, er weiß das auch. Dennoch lasse ich es durchgehen, wenn er mal kifft. Da es mir zu viel geworden ist (alle ein zwei Tage abends) und mein Freund mir zu oft Partys macht mit seinen Jungs, viel trinkt, am WE aber auch mal in der Woche viel Bier, kifft, mir zeigt dass e ich nicht gerade die Priorität bin, habe ich ihm gesagt ich bin nicht mehr glücklich wie es hier gerade läuft. Mir ist noch dazu aufgefallen dass er oft vom auswandern etc spricht weil er hier nicht zufrieden ist im "Arbeiterland". Des Weiteren meckert er oft an mir rum und was alles ihm nicht passt an Kleinigkeiten (mein Essverhalten weil ich 5 kg zunahm, bin nicht dick btw, wieso ich so viel rede wenn Besuch da ist etc) Ich habe ihn oft gefragt ob er kokst, weil seine Freunde es tun. Er verneinte es mehrmals! Wurde sauer dass ich ihm nicht vertraue.
Als er am Wochenende nachhause kam, habe ich gesehen, dass seine Pupillen stark vergrößert waren, er gab es nicht zu bis ich irgendwann sagte ich werde es rausfinden und dich dann verlassen. Er bekam Angst und wurde nervös und gab es zu. Hinzuzufügen ist, dass er in jungen Jahren einmal die Beziehung für zwei Jahre beendete, aus mangelndem Vertrauen meinerseits. Ich erfuhr dass er seit vier Jahren nur an den Wochenenden kokst, um die 2,3 mal im Monat "sagt er". Das Vertrauen ist erstmal weg. Ist schon ein Risiko vorhanden, dass sein Verhalten (Radtlosigkeit,Wut, Distanz gegenüber seiner und meiner Familie) am Koksen liegt? 

Ich habe noch dazu starke Angst, dass ich in den schwersten Zeiten nicht für ihn da bin, ich habe ihn erstmal rausgeschmissen. Aber er hat nie mit mir geredet und ist auch der Meinung er wäre nicht abhängig. Er hat mich belogen und das über Jahre. Ich habe auch erfahren, dass er es mehrmals tat, während ich im Nebenraum war und von alldem Nichts mitbekam. Super.

was meint ihr dazu? Gibt es noch Hoffnung? Er ist ein so toller besonderer Mann eigentlich und ich habe Angst ihn zu verlassen bevor er sich irgendwann ändert.

Viele Grüße und danke!!!
 

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4. Januar um 13:32
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Hallo Leute, 

also einmal zu mir- ich habe noch nie in so ein Forum geschrieben. Ich bitte um ernst gemeinte Antworten! Vielleicht von Menschen die Erfahrunt haben.

Ich bin seit 7,5 Jahren in einer sehr schönen Beziehung. Zumindest dachte ich das. Wir wohnen zusammen seit 2 Jahren, ich 23 er 26. kennen und seit der Schulzeit. Ich habe ein großes Problem mit chemischen Drogen, er weiß das auch. Dennoch lasse ich es durchgehen, wenn er mal kifft. Da es mir zu viel geworden ist (alle ein zwei Tage abends) und mein Freund mir zu oft Partys macht mit seinen Jungs, viel trinkt, am WE aber auch mal in der Woche viel Bier, kifft, mir zeigt dass e ich nicht gerade die Priorität bin, habe ich ihm gesagt ich bin nicht mehr glücklich wie es hier gerade läuft. Mir ist noch dazu aufgefallen dass er oft vom auswandern etc spricht weil er hier nicht zufrieden ist im "Arbeiterland". Des Weiteren meckert er oft an mir rum und was alles ihm nicht passt an Kleinigkeiten (mein Essverhalten weil ich 5 kg zunahm, bin nicht dick btw, wieso ich so viel rede wenn Besuch da ist etc) Ich habe ihn oft gefragt ob er kokst, weil seine Freunde es tun. Er verneinte es mehrmals! Wurde sauer dass ich ihm nicht vertraue.
Als er am Wochenende nachhause kam, habe ich gesehen, dass seine Pupillen stark vergrößert waren, er gab es nicht zu bis ich irgendwann sagte ich werde es rausfinden und dich dann verlassen. Er bekam Angst und wurde nervös und gab es zu. Hinzuzufügen ist, dass er in jungen Jahren einmal die Beziehung für zwei Jahre beendete, aus mangelndem Vertrauen meinerseits. Ich erfuhr dass er seit vier Jahren nur an den Wochenenden kokst, um die 2,3 mal im Monat "sagt er". Das Vertrauen ist erstmal weg. Ist schon ein Risiko vorhanden, dass sein Verhalten (Radtlosigkeit,Wut, Distanz gegenüber seiner und meiner Familie) am Koksen liegt? 

Ich habe noch dazu starke Angst, dass ich in den schwersten Zeiten nicht für ihn da bin, ich habe ihn erstmal rausgeschmissen. Aber er hat nie mit mir geredet und ist auch der Meinung er wäre nicht abhängig. Er hat mich belogen und das über Jahre. Ich habe auch erfahren, dass er es mehrmals tat, während ich im Nebenraum war und von alldem Nichts mitbekam. Super.

was meint ihr dazu? Gibt es noch Hoffnung? Er ist ein so toller besonderer Mann eigentlich und ich habe Angst ihn zu verlassen bevor er sich irgendwann ändert.

Viele Grüße und danke!!!
 

Hallo,

dein Freund schnupft Kokaion oder raucht er Crack?
Beide Substanzen führen zu einer ganz schnellen Gewöhnung. Kokain fällt zudem unter das Betäubungsmittelgesetz, und der Konsum ist illegal bzw. strafbar. Das nur nebenbei.

Starke Nebenwirkungen des Konsums treten bei langfristiger Einnahme auf! Diese können zu massiven Komplikationen und Langzeitfolgen führen. Auf sein Verhalten wirkt sich die Droge auch aus, eine paranoide Wahnentwicklung ist bei längerem Konsum typisch. Recht schnell kommt es zu körperlichem Verfall. Nasenbluten durch Löcher in der Nasenscheidenwand aber auch Appetitlosigkeit und starken Stimmungsschwankungen. 

Kein Süchtiger sagt von sich selbst er wäre abhängig. Die Erkenntnis darüber erlangen sie erst in einer Therapie. Du kannst ihn darin bestärken eine zu beginnen. Zunächst stationär zur Entgiftung, keinesfalls im Alleingang herum experementieren. 

Ansonsten musst du auf dich schauen und Vorsorge treffen, dich nicht in einen Sog aus Abhängigkeiten hereinziehen zu lassen. Er soll die Hoffnung nicht aufgeben! Ihm kann geholfen werden, aber er muss das wollen. 

LG Sis
 

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4. Januar um 13:58

Ganz einfache Frage.

Willst du ein halbwegs normales Leben? Was bist du dir Wert?

Was du IHm Wert ist, ist ziemlich klar. er belügt dich und respektiert dich keinen Meter. Klar wird sein Konsum sein Verhalten beeinflussen (schließlich macht man es ja unter anderem weil man sich anders verhält).

Klar kann man von Drogen wegkommen und sich ändern. Ich persönlich will bei sowas aber immer den Beweis sehen dass man sich geändert hat oder zumindest mitten im Prozess ist. Erzählen kann jeder.

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4. Januar um 14:43
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Hallo,

dein Freund schnupft Kokaion oder raucht er Crack?
Beide Substanzen führen zu einer ganz schnellen Gewöhnung. Kokain fällt zudem unter das Betäubungsmittelgesetz, und der Konsum ist illegal bzw. strafbar. Das nur nebenbei.

Starke Nebenwirkungen des Konsums treten bei langfristiger Einnahme auf! Diese können zu massiven Komplikationen und Langzeitfolgen führen. Auf sein Verhalten wirkt sich die Droge auch aus, eine paranoide Wahnentwicklung ist bei längerem Konsum typisch. Recht schnell kommt es zu körperlichem Verfall. Nasenbluten durch Löcher in der Nasenscheidenwand aber auch Appetitlosigkeit und starken Stimmungsschwankungen. 

Kein Süchtiger sagt von sich selbst er wäre abhängig. Die Erkenntnis darüber erlangen sie erst in einer Therapie. Du kannst ihn darin bestärken eine zu beginnen. Zunächst stationär zur Entgiftung, keinesfalls im Alleingang herum experementieren. 

Ansonsten musst du auf dich schauen und Vorsorge treffen, dich nicht in einen Sog aus Abhängigkeiten hereinziehen zu lassen. Er soll die Hoffnung nicht aufgeben! Ihm kann geholfen werden, aber er muss das wollen. 

LG Sis
 

Hallo Sis, 

erstmal vielen Dank fürs Zeit nehmen. 

er nimmt kokain zu sich, jedoch würde ich gerne einmal wissen (seit 4/5 Jahren macht er das), ob drei, vier mal im Monat auch schon abhängig macht. Ich habe kein Nasenbluten feststellen können. Nur dass er regelmäßig hartnäckigen Schleim hat und eine chronische Nebenhöhlenentzündung... auch sein Verhalten dieses schnell wütend werden etc...  hat das damit evtl bei der Konsummenge Zusammenhang? Kenne mich absolut nicht aus!!

danke! 

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4. Januar um 14:50

Ich empfehle dir eine Suchtberatungsstelle (ist hier in der Schweiz kostenlos) auch für Angehörige bzw Partner von Süchtigen.

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5. Januar um 11:18
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Hallo Sis, 

erstmal vielen Dank fürs Zeit nehmen. 

er nimmt kokain zu sich, jedoch würde ich gerne einmal wissen (seit 4/5 Jahren macht er das), ob drei, vier mal im Monat auch schon abhängig macht. Ich habe kein Nasenbluten feststellen können. Nur dass er regelmäßig hartnäckigen Schleim hat und eine chronische Nebenhöhlenentzündung... auch sein Verhalten dieses schnell wütend werden etc...  hat das damit evtl bei der Konsummenge Zusammenhang? Kenne mich absolut nicht aus!!

danke! 

Hallo,

ja, dies ist möglich aber es gibt eine Vielzahl anderer Auffälligkeiten. Kokain gehört zu den Psychostimulanzien, d.h. es ist eine anregende Substanz, die zunächst leistungssteigernd und stark aufputschend wirkt. Nach dem Konsum kommt es z.B. zu einer absoluten Hochstimmung evtl. mit Rededrang. Dies ist im Allgemeinen das, was Betroffene als Kick bezeichnen. Danach folgt ganz schnell der Absturz, mit teilweise schwerst depressiven Zuständen. Angst kann auftreten, Nervosität auch und eine Unruhe, die Betroffene nicht still sitzen lässt.

Es kommt beim Konsum sehr schnell zu einer Toleranzentwicklung, d.h. der Körper braucht in immer kürzeren Abständen immer mehr von der Substanz. Bereits kleinste Mengen können zu einem anaphylaktischen Schock führen, das Immunsystem reagiert auf das Kokain mit einer heftigen Unverträglichkeitsreaktion. Dies kann lebensbedrohlich sein, Herz Kreislauf Stillstand, Atemstillstand, Krampfanfälle. 

Rede mit ihm und erkläre ihm, wie wichtig es für sein Leben, seine Zukunft und somit ja auch eure Zukunft ist, sich in ärztlichhe Behandlung zu begeben. 

LG Sis



 
 

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5. Januar um 11:22
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Hallo,

ja, dies ist möglich aber es gibt eine Vielzahl anderer Auffälligkeiten. Kokain gehört zu den Psychostimulanzien, d.h. es ist eine anregende Substanz, die zunächst leistungssteigernd und stark aufputschend wirkt. Nach dem Konsum kommt es z.B. zu einer absoluten Hochstimmung evtl. mit Rededrang. Dies ist im Allgemeinen das, was Betroffene als Kick bezeichnen. Danach folgt ganz schnell der Absturz, mit teilweise schwerst depressiven Zuständen. Angst kann auftreten, Nervosität auch und eine Unruhe, die Betroffene nicht still sitzen lässt.

Es kommt beim Konsum sehr schnell zu einer Toleranzentwicklung, d.h. der Körper braucht in immer kürzeren Abständen immer mehr von der Substanz. Bereits kleinste Mengen können zu einem anaphylaktischen Schock führen, das Immunsystem reagiert auf das Kokain mit einer heftigen Unverträglichkeitsreaktion. Dies kann lebensbedrohlich sein, Herz Kreislauf Stillstand, Atemstillstand, Krampfanfälle. 

Rede mit ihm und erkläre ihm, wie wichtig es für sein Leben, seine Zukunft und somit ja auch eure Zukunft ist, sich in ärztlichhe Behandlung zu begeben. 

LG Sis



 
 

Liebe Sis,

vielen dank das werde ich !!

LG

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