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Könntet ihr ihm verzeihen?

12. August 2013 um 16:06

Hallo!
Ich fühle mich gerade daran zurückerinnert, wie sich mein Mann bei der Geburt unseres Kindes und auch danach verhalten hat. Eine Bekannte hat vor zwei Tagen ein Kind bekommen, sodass ich sie im Krankenhaus auf derselben Station besucht habe, wo ich selbst vor einem halben Jahr lag. Das hat viel wieder hochgeholt und ich merke, dass ich es nicht verarbeitet habe. Mein Mann hat sich meiner Meinung nach nicht korrekt verhalten. Er hat mich viel im Kreißsaal und auch auf der Wochenstation allein gelassen. War damals noch neu in der Stadt und kannte niemanden sonst hier, ich bin wegen ihm hierhin gezogen. Eigentlich lag ich ständig allein auf der Station in meinem Bett.
Die Geburt war schrecklich: 3 Wochen vor dem Termin wurde eingeleitet, weil die Ärzte zu dem Kind kommen wollten - 3 Tage nach der Geburt hat sich herausgestellt, dass es doch nichts war. D.h. ich musste auch noch damit leben, dass die Einleitung "umsonst" war. Nach zwei Tagen Einleitung wurde ein Kaiserschnitt vorgenommen, weil mein Muttermund nicht aufging. Es war mein erstes Kind und ich hatte arg dran zu knabbern. Habe mich so gefühlt, als ob mir das KInd umsonst herausgerissen wurde und ich so um meine natürliche Geburt gebracht wurde. Habe mich total unter Druck gesetzt gefühlt von den Ärzten.
Mein Mann war die ganze Zeit über kaum da. Er ist Student und war in dieser Zeit in der Prüfungsphase. Er war immer nur kurz im Krankenhaus und ist dann wieder gefahren, um zu lernen. Auch im Kreißsaal lag ich die meiste Zeit allein am Tropf. Zuletzt habe ich ihn sogar in einer Wehenpause gebeten, nicht zu gehen, aber er meinte nur, er müsse auch seine Sachen machen und lernen gehen. Ich solle ihn anrufen, wenn das Kind kommt. Ich war in diesem Moment so schockiert, weil ich so ein Verhalten NIEMALS von ihm erwartet habe. Wir haben auch vorher über die Geburt gesprochen und er meinte immer, dass er dabei sein möchte. Als ich ihn nach ein paar Wochen gefragt habe, warum er mich allein gelassen hat sagte er, er sei ja da gewesen bei der Geburt. Das war er auch. Habe ihn dann angerufen um ihm zu sagen, er soll sofort kommen zum Kaiserschnitt, da kam er dann, als ich schon im OP lag. Aber ich hätte eben auch Unterstützung während der Wehen gebraucht. Nach dem Kaiserschnitt habe ich mich wie ausgeweidet gefühlt, aber es kam keine Umarmung oder Zuspruch - nichts. Auch kein Danke, dass ich sein Kind zur Welt gebracht habe.
Hatte gedacht, dass ich ein Geschenk bekomme, aber auch das war nicht der Fall. Nach 4 Tagen wollte ich nach Hause, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe dort. Er fragte mich, ob ich nicht lieber erst nach 5 Tagen kommen könnte, das würde ihm besser passen. Bis dahin könne er alles erledigen.
Als ich nach Hause kam, habe ich erwartet, das zumindest ein Blumenstrauß auf mich wartet, aber da war nichts, nur eine chaotische Wohnung und ein leerer Kühlschrank.
Ich weiß, dass er viel lernen muss, aber das geht jetzt mittlerweile seitdem wir uns kennen so. Er hat nie Zeit, weil er IMMER lernen muss. Er ist nie hier. Wir unternehmen nichts.
Ich bin verzweifelt und mir geht es nicht gut, ich fühle mich allein.
Könntet ihr ihm verzeihen? Entschuldigen will er sich nicht. Er sieht es nicht ein, da er ja bei Geburt selbst dabei war und ich verstehen soll, dass er viel zu tun hat. Ich will die Beziehung erhalten, für unser Kind. Und weil ich weiß, dass ich mich damals nich umsonst in ihn verliebt habe. Er hat auch positive Seiten. Aber das hat echt viel kaputt gemacht. Und wir entfernen uns immer mehr voneinander, weil er nie da ist und wir nichts unternehmen. Habe schon keine Lust mehr für ihn zu kochen, weil ich es nicht einsehe.
Wie kann ich es schaffen, darüber hinwegzusehen, ohne dass er sich entschuldigt? Wie schaffe ich es, mir selbst zu helfen? Kennt jeand diese Gefühle?
Wir haben beide keine Familie hier in der Stadt und kennen nicht viele Leute, da wir beide zugezogen sind.

Ist doch etwas lang geworden.
Danke!!!

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12. August 2013 um 16:18

Positive Seiten
hin oder her. Es ist euer Kind und selbst wenn er in der Prüfungsphase war hätte er bei dir sein müssen.

Aber offenbar ist er sowieso nicht das was du dachtest oder irre ich mich da?

Ich könnte meinem Freund nicht verzeihen wenn er sich so wenig für die Geburt unseres Kindes interessiert. Ganz ehrlich.

Mache nicht den Fehler und bleibe wegen der/den Kleinen bei ihm. Kinder sind nicht doof, die bekommen viel mehr mit und leiden unter einer nicht funktionierenden Elternschaft mehr als unter funktionierenden geschiedenen Eltern.

Aber ich glaube auch bei dir ist das Problem ein wenig tiefgreifender, da du das Gefühl hast dass dich die Ärzte um die gewollte natürlich Geburt gebracht haben. Das kannst du leider nicht mehr ändern. Du liebst dein Kind ja so oder so. Also versuche wenigstens damit abzuschließen.

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12. August 2013 um 16:23
In Antwort auf cookiebacke

Positive Seiten
hin oder her. Es ist euer Kind und selbst wenn er in der Prüfungsphase war hätte er bei dir sein müssen.

Aber offenbar ist er sowieso nicht das was du dachtest oder irre ich mich da?

Ich könnte meinem Freund nicht verzeihen wenn er sich so wenig für die Geburt unseres Kindes interessiert. Ganz ehrlich.

Mache nicht den Fehler und bleibe wegen der/den Kleinen bei ihm. Kinder sind nicht doof, die bekommen viel mehr mit und leiden unter einer nicht funktionierenden Elternschaft mehr als unter funktionierenden geschiedenen Eltern.

Aber ich glaube auch bei dir ist das Problem ein wenig tiefgreifender, da du das Gefühl hast dass dich die Ärzte um die gewollte natürlich Geburt gebracht haben. Das kannst du leider nicht mehr ändern. Du liebst dein Kind ja so oder so. Also versuche wenigstens damit abzuschließen.

Abzuschließen
ist leichter gesagt als getan. Denke auch, dass es mir leichter fallen würde, wenn sich wenigstens mein Mann entschuldigen würde, aber der ist so in seinem Lernwahn. Ich muss was ändern, aber ich weiß nicht so recht, was. Ich möchte mich gerne selber glücklich machen und will nicht abhängig sein.

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12. August 2013 um 16:36
In Antwort auf giada_12878975

Abzuschließen
ist leichter gesagt als getan. Denke auch, dass es mir leichter fallen würde, wenn sich wenigstens mein Mann entschuldigen würde, aber der ist so in seinem Lernwahn. Ich muss was ändern, aber ich weiß nicht so recht, was. Ich möchte mich gerne selber glücklich machen und will nicht abhängig sein.

Wie
lang lernt der denn eig.???

Irgendwann ist ja nun mal gut. Ihr lern euch kennen - er lernt. Ihr werdet schwanger - er lernt, du bekommst das Kind - er lernt - ein Jahr später: er lernt.

So wie es ausschaut hat er einfach kein Interesse. Auch wenn er positive Seiten hat muss er für dich und das Kind da sein, aber ich bezweifle dass er das auch ist oder?

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12. August 2013 um 16:44

Dein...
..Problem scheint Deine Erwartungshaltung zu sein! Du erwartest , er möge Dir alles von den Augen ablesen!
Das wird aber so nicht klappen!
Die wenigsten Männer haben auch keine Ahnung was eine Geburt für ein Akt ist und wie gern man dann jemand um sich haben möchte.
Du solltest mit ihm reden und ihm sagen,wie Du das empfunden hast ohne dabei großartige Vorwürfe zu machen. Denn die wird er sicherlich nicht verstehen.
Ihm zu Verzeihen liegt da wirklich nur an Dir! Du musst für Dich entscheiden , ob Du das kannst.Dabei kann Dir niemand helfen.
Es kommt drauf an, was für eine Art Beziehung Du in Zukunft mit Deinem Mann haben möchtest: möchtest Du ewig die Enttäuschte sein oder den Großmut haben, zu Verzeihen und eine glückliche gemeinsame Zukunft!

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12. August 2013 um 19:28

Kannst DU es verzeihen?
Das ist was zählt....was sagt dir dein Herz und dein Verstand. Willst du ihm noch eine Chance geben. Wer weiß warum er sich so verhalten hat

"Er war immer nur kurz im Krankenhaus und ist dann wieder gefahren, um zu lernen."
Vielleicht hat er sich tatsächlich zu wenig gekümmert.....vielleicht wird er auch in Zukunft sich nicht immer so verhalten wie du es wünschen würdest.

"ob ich nicht lieber erst nach 5 Tagen kommen könnte, das würde ihm besser passen. "
Ich wäre zutiefst verletzt, aber ich kenne eure Situation nicht.
Vermutlich wäre ich viel zu verständnisvoll wäre zwar zutiefst verletzt würde es ihm nicht anmerken lassen,
aber wie lange würde das gut gehen?Würde er meine gute Miene bemerken und mir ein Stück weit entgegen kommen?

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12. August 2013 um 19:50

Um..
...die eigenen Interessen rüber zu bringen muss man reden!
Wenn ich mir das Eingangsposting durchlese habe ich den Eindruck, dass die TE still und leise Dinge erwartet von denen er gar nicht weiß, dass sie von ihm erwartet werden.
Auch kenne ich nur ihre Version der Geschichte und glaube, dass ihr Mann keine Ahnung hat, was in ihr vorgeht.

Ebenso bin ich der Meinung, dass er mit der ganzen Situation überfordert ist. Denn wer zeugt schon mit Absicht ein Kind, wenn man noch mitten im Studium ist?
Vielleicht wurde geheiratet ,weil ein Kind unterwegs war.Evtl war das überhastet.Vielleicht passt man gar nicht so gut zueinander, wie man am Anfang mal geglaubt hat?

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12. August 2013 um 20:12

Pack dein Baby ein und geh weg von ihm....
... genau dieselbe Situation hatte ich mit meinem inzwischen Exmann auch.

Er ließ mich bei der Geburt allein.... und wenn ich brüllte vor Schmerzen meinte er ich solle micht nicht so anstellen. Die Geburt dauerte 37 Stunden und ich bin bald abgenippelt.

Der war damals auch Student und meinte, er müsse lernen. Immer war irgendwas anderes wichtiger als unser Kind oder ich.

Es war eine sehr schlimme Zeit.

Ich wollte nicht, dass mein Kind vaterlos aufwächst weil ich das selbst erleben musste dass mein leiblicher Vater immer durch Abwesenheit glänzte.

Deshalb hab ich mehr erduldet und es hat mir sehr weh getan.

Als ich mich dann scheiden lassen wollte und meinen Exmann verschmähte, wurde er immer wieder zahm und verwirrte mich so in meiner Wahrnehmung, dass ich fast umgekippt wäre. Einmal hab ich die Scheidung zurück gezogen. Aber dann blieb ich fest.

Als ich fest blieb, hat er die ganze Psychopalette ausgespielt die er vor anderen wunderbar verbarg.

Ich hab mich von anderen zu 3 Jahre Paartherapie und Rumquälerei verleiten lassen die ich nachher als vergeudete Zeit empfunden habe....

Menschen können sich ändern, dachte ich, aber glaub mir, null Empathie und Gefühllosigkeit sind Eigenschaften, die nur sehr selten sich ändern....

Ich wünsch dir ganz viel Kraft und Glück.

Ich könnte es ihm nicht verzeihen. Hab es meinem Exmann auch nicht verziehen. Auch nicht, dass er mich allein im Krankenhaus liegen ließ als unser Baby da hin musste und mir nicht mal Kleidung brachte.

Es sind einfach Dinge, die wir lernen müssen als Frau. Grenzen setzen, NEIN sagen, und bestimmte Dinge nicht mehr zulassen.....

Ich kann manches bis heute noch nicht aber ich lerne und arbeite dran.

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12. August 2013 um 20:20

@cefeu - so sehe ich das auch
sich Rumquälen bringt nichts. Klar muss sich jeder frisch gebackene Vater und jede frisch gebackene Mutter mit Veränderungen rumplagen, aber wie es gesehen wird und wie man es angeht, hängt doch von einem selbst ab?!?

Und warum immer diese blöden Entschuldigungen:

Männer sind halt etwas langsamer als wir....
Männer brauchen etwas länger....

Hallo?!? Das ist eine Sache des Willens. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wo kein Wille ist, passiert so was wie da beschrieben - meine Meinung!!!

Ich war auch anfangs überfordert mit der Situation, ich war die Erste in meinem Bekanntenkreis und Freundeskreis mit einem Baby im Arm und konnte mir nirgendwo richtig Rat holen.....

Ich hätte mich auch rausreden können mit "Au weh, ich bin so überfordert..." hab ich aber nicht.

Was ich gemacht habe? Das, was alle Frauen machen. Gucken, überlegen und dann sich der Situation stellen.

Die Ärmel hoch gekrempelt und mir überlegt, was ich tun kann. Hab Leute gefragt die schon ein Kind geboren hatten, hab mir Literatur besorgt usw. und mein Gefühl und mein Mutterinstinkt kamen von ganz alleine.

Bei ihm kam keine Lernfähigkeit zutage, bei meinem Exmann und ich sehe auch nicht, wie dein Student hier sich einbringt. Der sieht nur seine Ziele und seinen Stress. In der Partnerschaft sind aber beide füreinander da und jetzt habt Ihr auch noch Verantwortung für ein kleines hilfloses Wesen, das EUCH BEIDE braucht.

Ja, das Argument "Männer sind hilflos in diesen Dingen..." oder "Männer können nix mit einem so winzigen Säugling anfangen, gehen aber später mit ihrem Sohn dann Fußball spielen...." das kenne ich zu genüge.

Aber ganz ehrlich - einen Vater der sich erst für mich interessiert wenn ich 4 bin, mit dem habe ich auch später keine Böcke Fußball zu spielen.

Anders ausgedrückt - entweder ganz oder gar nicht.

War das Baby denn gewünscht von seiner Seite aus? War es geplant?

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12. August 2013 um 20:24
In Antwort auf giada_12878975

Abzuschließen
ist leichter gesagt als getan. Denke auch, dass es mir leichter fallen würde, wenn sich wenigstens mein Mann entschuldigen würde, aber der ist so in seinem Lernwahn. Ich muss was ändern, aber ich weiß nicht so recht, was. Ich möchte mich gerne selber glücklich machen und will nicht abhängig sein.

Rede mal mit deinem Hausarzt
vielleicht kannst du in eine Kur fahren mit dem süßen Winzling und dir Hilfe holen?

Ich entnehme, dass du versucht hast, mit deinem Mann zu reden und dringst nicht zu ihm durch?

Auch das kenne ich.... es tut mir so leid, ich kenn das Gefühl deiner Hilflosigkeit sehr gut. Mir ging es damals genauso.

Kannst du ihm einen Aufschub gewähren bis er die Prüfung hinter sich hat? Oder würde das nicht gehen? Wie lange lernt er denn noch?

Vielleicht ist er auch so mürrisch, weil er so verbissen darum kämpft, eben wegen dir und dem Baby einen sehr guten Abschluss hinzulegen, damit er euch beide gut versorgen kann? Mal daran gedacht?

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12. August 2013 um 20:27

Ich bin mir nicht ganz sicher
Hast Du ein Kind geboren, oder hast Du Krebs im Endstadium

Milliarden Frauen gebären Kinder, Gott sei Dank führen sich dabei nur wenige so auf wie du.

Deine gesamte Geschichte besteht nur aus jammern und fordern......ganz ehrlich.....dein Mann tut mir unheimlich leid und du kannst froh sein, dass er dich noch nicht verlassen hat.

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12. August 2013 um 20:39

Sorry, aber das bringt doch nichts
Es ist dir hoch anzurechnen, dass du trotz der neuen Situation (neue Umgebung + Mami geworden) um die Beziehung kämpfen willst, aber: Dazu gehören immer zwei.
Vielleicht merkt er erst, was er an euch hatte, wenn du weggehst. Widme dich lieber deinem kleinen Würmchen statt einem Typen wie ihm. Entweder er kriegt irgendwann die Kurve, oder eben nicht...

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13. August 2013 um 14:49

Danke
für eure Antworten! Habe viel darüber nachgedacht und es geht mir schon etwas besser.
Es ist sehr schwierig. Manchmal liegt eine Trennung so nah und ich bin so wütend, dass ich es am liebsten sofort durchziehen würde. Aber jetzt schon aufgeben? frage ich mich dann. Kann man Krisen nicht überstehen? Kann ich mir das, was ich bräuchte - nämlich Verständnis und eine ehrlich gemeinte Entsculdigung - nicht auch woanders "holen"? Hobby? Freunde? Selber etwas schaffen?
Keiner ist perfekt..
So schwanke ich immer hin und her.
Ich habe mehrmals versucht, mit ihm zu reden und habe wirklich mein Herz ausgeschüttet - ohne Machtspielchen. Aber auch das hat er nicht eingesehen. Er wiederholt immer, dass er doch bei der Geburt selbst dabei war und dass er eben viel zu tun hat und Angst hat, er könnte sein Studium nicht schaffen (wobei das völlig absurd ist, da er 24/7 nur am Lernen ist und dadurch logischerweise auch gut im Studium). Er versteht mich nicht, das Thema nervt ihn eher.
Aber was kann ich dafür, wenn es mich eben wurmt und mich nicht loslässt?
Der Kaiserschitt wurde durchgeführt, weil die Einleitung nicht funktioniert hat. Es hatte nichts mit kleinem Becken o.Ä. zu tun. Ich wollte die Einleitung nicht, man hat mich jedoch dazu gedrängt, indem mir ein Arzt ungefragt die Fruchtblase aufgemacht hat und somit das Schicksal besiegelt hat, da bei offener Fruchtblase max. 48 Stunden gewartet wird.
Habe mich danach wie vergewaltigt gefühlt.

Müsste ich unsere Familie "aufstellen", wäre unser Kind zwischen uns in der Mitte. D.h. wir haben beide einen guten Kontakt zum Kind, sind aber trotzdem voneinander entfernt.
Ich bereue jetzt, dass ich die Monate nach der Geburt einfach weiter funktioniert habe. Kennt das jemand? Man macht einfach weiter, obwohl man eigentlich nicht kann und dann irgendwann kann man nicht mehr.

Ich danke euch sehr, wirklich! Das bewegt mich echt, dass hier wildfremde Frauen einander helfen. Man müsste öfter den Mut haben, auch mit seinem Bekanntenkreis so offen zu reden.

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14. August 2013 um 13:52
In Antwort auf giada_12878975

Danke
für eure Antworten! Habe viel darüber nachgedacht und es geht mir schon etwas besser.
Es ist sehr schwierig. Manchmal liegt eine Trennung so nah und ich bin so wütend, dass ich es am liebsten sofort durchziehen würde. Aber jetzt schon aufgeben? frage ich mich dann. Kann man Krisen nicht überstehen? Kann ich mir das, was ich bräuchte - nämlich Verständnis und eine ehrlich gemeinte Entsculdigung - nicht auch woanders "holen"? Hobby? Freunde? Selber etwas schaffen?
Keiner ist perfekt..
So schwanke ich immer hin und her.
Ich habe mehrmals versucht, mit ihm zu reden und habe wirklich mein Herz ausgeschüttet - ohne Machtspielchen. Aber auch das hat er nicht eingesehen. Er wiederholt immer, dass er doch bei der Geburt selbst dabei war und dass er eben viel zu tun hat und Angst hat, er könnte sein Studium nicht schaffen (wobei das völlig absurd ist, da er 24/7 nur am Lernen ist und dadurch logischerweise auch gut im Studium). Er versteht mich nicht, das Thema nervt ihn eher.
Aber was kann ich dafür, wenn es mich eben wurmt und mich nicht loslässt?
Der Kaiserschitt wurde durchgeführt, weil die Einleitung nicht funktioniert hat. Es hatte nichts mit kleinem Becken o.Ä. zu tun. Ich wollte die Einleitung nicht, man hat mich jedoch dazu gedrängt, indem mir ein Arzt ungefragt die Fruchtblase aufgemacht hat und somit das Schicksal besiegelt hat, da bei offener Fruchtblase max. 48 Stunden gewartet wird.
Habe mich danach wie vergewaltigt gefühlt.

Müsste ich unsere Familie "aufstellen", wäre unser Kind zwischen uns in der Mitte. D.h. wir haben beide einen guten Kontakt zum Kind, sind aber trotzdem voneinander entfernt.
Ich bereue jetzt, dass ich die Monate nach der Geburt einfach weiter funktioniert habe. Kennt das jemand? Man macht einfach weiter, obwohl man eigentlich nicht kann und dann irgendwann kann man nicht mehr.

Ich danke euch sehr, wirklich! Das bewegt mich echt, dass hier wildfremde Frauen einander helfen. Man müsste öfter den Mut haben, auch mit seinem Bekanntenkreis so offen zu reden.

Ich empfehle dir eine Psychotherapie - ganz ehrlich
Da hast du deinen persönlichen Raum für dich und kannst dir über deine Gefühle klar werden....

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