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Könnte wirklich Hilfe & Rat gebrauchen

26. Februar um 14:13 Letzte Antwort: 1. März um 17:53

Hallo liebes Forum,

ich könnte wirklich etwas Rat gebrauchen. Weiß überhaupt nicht mehr was ich machen soll oder was mit mir los ist.

Ich bin verheiratet (seit 15 Jahren) und habe eine kleine Tochter (6). Wir haben ein schönes Haus - soweit alles ein Traum in Grün. In unserer Ehe kriselt es allerdings schon seit Jahren. Die Kurzfassung hier ist, dass ich mich unverstanden fühle und das Gefühl habe, dass ich nur noch selbstverständlich bin. Im Bett läuft auch quasi nichts mehr. Meine Frau geht kein Stück auf mich ein und ich kann auch reden was ich will gefühlt. Um nur ein mini kleines Beispiel zu nennen. Ich habe einen leichten Hang zu Füßen (war schon immer so) und ich hasse es wie die Pest wenn ihre Nägel nicht lackiert sind. Meine persönlichen Favoriten sind rot oder schwarz und was ich genau so hasse wie nicht lackiert sind metallische Nagellacke. Sie weiß das alles, trägt aber zu 90% silber metallisch. Das mag jetzt nach einer Nichtigkeit klingen aber mir persönlich ist das wichtig und das weiß sie auch. Ich verstehe einfach nicht warum in diesem Punkt - der nun wirklich leicht zu ändern ist - ich wie gefühlt immer praktisch ignoriert werde. Dieser Punkt des bewusst ignoriert werdens nervt mich unglaublich. Ich stehe unter massivstem Stress. Mein Vater ist sehr sehr krank, meine Mutter überfordert und ich habe einen 55 Stunden Job. Meine Frau weiß das alles sehr genau und sie weiß ebenso genau, dass praktisch die einzige Sache auf der Welt, die mich vom Grübeln abbringt Sex ist. Unsere Tochter geht um 19.30 ins Bett und da wäre jede Gelegenheit aber meine Frau zieht es vor, mit Ihrem Handy rumzuspielen statt sich mit mir zu beschäftigen. Wenn ihr doch bewusst ist wie ich bin und sie es ignoriert dann verstehe ich einfach die Gründe dafür nicht aber es macht mich unendlich wütend und traurig. Ohne stärkste Beruhigungsmittel komme ich überhaupt nicht mehr zurecht und schlafen kann ich auch kaum noch. Wenn ich versuche mit ihr über Probleme zu reden kommt immer nur: ich müsse gelassener werden und ich würde mir alles zu sehr zu Herzen nehmen. Wie soll es denn bitte auch anders sein, wenn mein Vater seit über einem Jahr langsam vor sich hin stirbt (Krebs) und dann hagelt es Schimpftiraden auf meine Mutter weil sie ständig anruft und ich hinfahren muss weil sie überhaupt nicht mit der Situation klarkommt.
Vor einigen Wochen habe ich versucht ein „ernstes“ Gespräch mit ihr zu führen und ihr unter anderem auch gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir uns einfach voneinander entfernen. Als Ergebnis bin ich jetzt der Dumme wie ich es denn wagen könne unsere Ehe in Frage zu stellen. SIE wäre schließlich glücklich. 
Ich habe versucht über die letzten Jahre hinweg wirklich alles aus dem Weg zu räumen damit sie möglichst viel Zeit hat. Sie arbeitet nicht mehr (seit etwas mehr als einem Jahr) und kann sich morgens um den Haushalt kümmern und nachmittags wenn unsere Tochter aus der Schule kommt halt um sie. Habe ich gemacht (sie war sehr angetan von der Idee) weil ich dachte, dass sie vielleicht auch einfach mehr Zeit für mich hätte wenn sie nicht mehr 25 Stunden arbeiten muss und finanziell ist das kein Problem. Pustekuchen ist. Hat rein gar nichts verändert. Ich habe mich mit all dem irgendwie arrangiert vor allem wegen unserer Tochter - auch wenn mich das sehr sehr unglücklich gemacht hat. Nichts desto trotz liebe ich meine Frau, ich bin nur nicht sicher auf welche Art. Irgendwie ähnelt das den Gefühlen, die ich für meine Schwester habe.

Anfang Januar hatten wir eine firmeninterne Veranstaltung und ich habe mich an dem Abend sehr lange mit einer Kollegin unterhalten. Sie hatte sich gerade von ihrem Freund getrennt und wir haben praktisch den ganzen Abend über geredet. Seit langem hatte ich hier das Gefühl, dass mich jemand versteht - also nicht nur die Worte sondern auch den Sinn und vor allem die DInge, die zwischen den Zeilen sind. Ende vom Lied war, dass wir an dem Abend knutschend in ihrem Auto geendet sind. Vermutlich auch etwas dem Alkohol geschuldet (parkendes Auto wohl bemerkt). Die folgenden 2 Nächte konnte ich gar nicht schlafen. Ich hatte so dermaßen Schuldgefühle, dass ich mich mehrfach übergeben musste. Schon der Anblick meiner Tochter hat mir die Tränen in die Augen getrieben. In den folgenden Wochen habe ich mehrfach versucht den Kontakt zu einer Kollegin beruflich auf ein Minimum zu reduzieren und ansonsten komplett zu unterlassen. Aber ich schaffe das einfach nicht. Sie ist total in mich verknallt - auch wohl schon seit längerer Zeit -, hat aber nie was dazu gesagt, weil sie ja wusste, dass ich verheiratet bin. Wir haben mehrfach miteinander geschlafen in den letzten Wochen aber noch viel häufiger haben wir einfach stundenlang geredet und in den letzten 4 Wochen so grob geschätzt 2 Mio WhatsApps hin und hergeschickt. Ich hatte direkt nach dem ersten Kuss schon immens stärkte Gefühle für sie; was auf Gegenseitigkeit beruht. Es ging nicht um Sex - der kam erst später. Also nicht der klassische Affairenweg. Daran wäre ich nie auch nur ansatzweise interessiert gewesen.

Ich weiß aktuell überhaupt nicht mehr was ich machen/denken/fühlen soll und ohne Beruhigungsmittel dreh ich vermutlich komplett durch. Ich bin zwischen Gefühlen und Schuldgefühlen gefangen und kann praktisch so gut wie keinen klaren Gedanken fassen.
Hat irgendwer so etwas auch schon einmal erlebt und hat irgend einen Tipp für mich was ich machen soll? Ich habe einerseits das Gefühl, dass ich ohne meine Kollegin nicht glücklich werden kann und andererseits, dass ich ebenfalls nicht glücklich werden kann wenn ich mein Kind verrate und meiner Frau den Boden unter den Füßen wegziehe weil das einfach kein Fundament sein kann.
Andererseits fühle ich mich von meiner Frau auch nicht wertgeschätzt und im Stich gelassen auch wenn ich mir ganz ganz absolut sicher bin, dass sie mich liebt...


 

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Beste hilfreiche Antwort

26. Februar um 15:01

Was bist du denn für einer?

Du behandelst deine Frau zeitweise wie ein Objekt. Sie hat sich gefälligst ihre Fußnägel in deiner Wunschfarbe zu lackieren und Abends für Sex parat zu stehen. Also wie kann sie es sich wagen lieber an ihrem Handy zu spielen? Am Ende ist sie noch ein fühlender und denkender Mensch, herrje! Spaß beiseite, bei solchen Forderungen deinerseits hätte ich als deine Frau auch kein Bock auf Sex...

Dass du sie für dein persönliches Glück / Wohlempfinden verantwortlich machst finde ich furchtbar. Wenn du schlechte Laune hast, ist das dein Problem. Das einzige was da hilft, ist Sex? Dass ich nicht lache. Lauf ne Runde um den Block oder geh heiß duschen. Deine Frau ist nicht dein Blitzableiter. Sie hat auch Bedürfnisse, auf die du hier, wie ich mal hinweisen möchte, kein Stück eingehst. Na?

Also bei euch liegt so einiges im Argen.

Die Geschichte mit der Kollegin ist da nur die logische Konsequenz. Endlich mal einer der dich versteht, ach Gott... Dass du von Schuldgefühlen zerfressen wirst, geschieht dir ganz Recht.

Was ihr tun könnt? Reden, reden, und nochmal reden! Momentan scheint ihr aneinander vorbei zu leben und keiner nimmt Rücksicht auf den anderen.
 

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26. Februar um 14:44

Ich finde dich und auch deine Frau ziemlich egoistisch.
Da hilft nur ein richtiges, klärendes Gespräch. Sei ehrlich zu ihr.

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26. Februar um 14:49
Beste Antwort

Vor allem solltest du endlich mal zusehen, dass es dir besser geht!
Was du über deine Belastungen schreibst, läufst du absolut am Limit psychisch gesehen - bzw. schon drüber! Das wird nicht lange gut gehen und das wird dir auch jede Beziehung zerstören auf Dauer.
In dieser Situation solltest du auch keine großen Entscheidungen treffen, weil garantiert alles unter dem Eindruck dieser Belastungen steht.

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26. Februar um 14:56
In Antwort auf melonchen1

Vor allem solltest du endlich mal zusehen, dass es dir besser geht!
Was du über deine Belastungen schreibst, läufst du absolut am Limit psychisch gesehen - bzw. schon drüber! Das wird nicht lange gut gehen und das wird dir auch jede Beziehung zerstören auf Dauer.
In dieser Situation solltest du auch keine großen Entscheidungen treffen, weil garantiert alles unter dem Eindruck dieser Belastungen steht.

Genau das ist ja das Kernproblem (eins davon): das kann ich nicht. Ich kann weder meinen Job noch die Krankheit meines Vaters oder die Probleme meiner Mutter ändern. Ich weiß auch gar nicht ob das nicht alles der Grund ist weil meine Kollegin mich eben verstanden und zughört hat. Allerdings ist dieses zwischen 2 Stühlen sitzen etwas was ich nie wollte und ich würde total gerne einfach nich so in sie verliebt sein aber auch das entzieht sich leider meinen Einflussmöglichkeiten. Ausgesucht hab ich mir das bestimmt nicht.

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26. Februar um 15:01

Was bist du denn für einer?

Du behandelst deine Frau zeitweise wie ein Objekt. Sie hat sich gefälligst ihre Fußnägel in deiner Wunschfarbe zu lackieren und Abends für Sex parat zu stehen. Also wie kann sie es sich wagen lieber an ihrem Handy zu spielen? Am Ende ist sie noch ein fühlender und denkender Mensch, herrje! Spaß beiseite, bei solchen Forderungen deinerseits hätte ich als deine Frau auch kein Bock auf Sex...

Dass du sie für dein persönliches Glück / Wohlempfinden verantwortlich machst finde ich furchtbar. Wenn du schlechte Laune hast, ist das dein Problem. Das einzige was da hilft, ist Sex? Dass ich nicht lache. Lauf ne Runde um den Block oder geh heiß duschen. Deine Frau ist nicht dein Blitzableiter. Sie hat auch Bedürfnisse, auf die du hier, wie ich mal hinweisen möchte, kein Stück eingehst. Na?

Also bei euch liegt so einiges im Argen.

Die Geschichte mit der Kollegin ist da nur die logische Konsequenz. Endlich mal einer der dich versteht, ach Gott... Dass du von Schuldgefühlen zerfressen wirst, geschieht dir ganz Recht.

Was ihr tun könnt? Reden, reden, und nochmal reden! Momentan scheint ihr aneinander vorbei zu leben und keiner nimmt Rücksicht auf den anderen.
 

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26. Februar um 15:07

Oh je du hast viele belastende Baustellen in deinem Leben. Deine familiäre Situation klingt extrem angespannt. Einen nahestehenden Angehörigen beim Sterben zuzusehen ist anundfürsich schon ein Ereignis, was niemand per se mal einfach wegstecken kann. So eine Situation kann ein gesamtes Familiengefüge durcheinander rütteln. Du hättest einen liebevollen und verständnisvollen Umgang in deiner Ehe verdient, ja. Irgendwann ist das Maß voll und jeder weitere Tropfen bringt das Faß zum Überlaufen. So interpretiere ich deine Worte. Ich sehe hier eigentlich die Notwendigkeit gegeben dir sofortige Hilfe zu holen. Du leidest unter enormen Schuldgefühlen. Vater, Mutter, Ehefrau, Kollegin von allen Seiten zwingen dich diese Gefühle in die Knie. Handlungsunfähigkeit und Ohnmachtsgefühle können eine handfeste Depression auslösen, wenn das nicht bereits passiert ist. Mein Eindruck ist allerdings auch, dass dir selbst keine gute Kommunikationsbasis in deiner Ehe zur Verfügung steht. Dein Denken wirkt zumindest hier auf mich sehr eingeschränkt und auf dich und deine Befindlichkeiten bedacht. Ich habe Verständnis für deine Situation. 

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26. Februar um 15:11
In Antwort auf andersman

Genau das ist ja das Kernproblem (eins davon): das kann ich nicht. Ich kann weder meinen Job noch die Krankheit meines Vaters oder die Probleme meiner Mutter ändern. Ich weiß auch gar nicht ob das nicht alles der Grund ist weil meine Kollegin mich eben verstanden und zughört hat. Allerdings ist dieses zwischen 2 Stühlen sitzen etwas was ich nie wollte und ich würde total gerne einfach nich so in sie verliebt sein aber auch das entzieht sich leider meinen Einflussmöglichkeiten. Ausgesucht hab ich mir das bestimmt nicht.

Natürlich suchst dus dir aus...
Meine Güte, komm aus deiner Opferrolle raus!
Deinen Job kannst du jederzeit ändern - such dir nen neuen, der dich nicht kaputt macht.
Such Unterstützung für deine Mutter (psychologisch und mit der Betreuung deines Vaters).
Und geh mit deiner Frau in eine Eheberatung.

Was davon ist jetzt ein großes Problem?

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26. Februar um 15:23
In Antwort auf andersman

Hallo liebes Forum,

ich könnte wirklich etwas Rat gebrauchen. Weiß überhaupt nicht mehr was ich machen soll oder was mit mir los ist.

Ich bin verheiratet (seit 15 Jahren) und habe eine kleine Tochter (6). Wir haben ein schönes Haus - soweit alles ein Traum in Grün. In unserer Ehe kriselt es allerdings schon seit Jahren. Die Kurzfassung hier ist, dass ich mich unverstanden fühle und das Gefühl habe, dass ich nur noch selbstverständlich bin. Im Bett läuft auch quasi nichts mehr. Meine Frau geht kein Stück auf mich ein und ich kann auch reden was ich will gefühlt. Um nur ein mini kleines Beispiel zu nennen. Ich habe einen leichten Hang zu Füßen (war schon immer so) und ich hasse es wie die Pest wenn ihre Nägel nicht lackiert sind. Meine persönlichen Favoriten sind rot oder schwarz und was ich genau so hasse wie nicht lackiert sind metallische Nagellacke. Sie weiß das alles, trägt aber zu 90% silber metallisch. Das mag jetzt nach einer Nichtigkeit klingen aber mir persönlich ist das wichtig und das weiß sie auch. Ich verstehe einfach nicht warum in diesem Punkt - der nun wirklich leicht zu ändern ist - ich wie gefühlt immer praktisch ignoriert werde. Dieser Punkt des bewusst ignoriert werdens nervt mich unglaublich. Ich stehe unter massivstem Stress. Mein Vater ist sehr sehr krank, meine Mutter überfordert und ich habe einen 55 Stunden Job. Meine Frau weiß das alles sehr genau und sie weiß ebenso genau, dass praktisch die einzige Sache auf der Welt, die mich vom Grübeln abbringt Sex ist. Unsere Tochter geht um 19.30 ins Bett und da wäre jede Gelegenheit aber meine Frau zieht es vor, mit Ihrem Handy rumzuspielen statt sich mit mir zu beschäftigen. Wenn ihr doch bewusst ist wie ich bin und sie es ignoriert dann verstehe ich einfach die Gründe dafür nicht aber es macht mich unendlich wütend und traurig. Ohne stärkste Beruhigungsmittel komme ich überhaupt nicht mehr zurecht und schlafen kann ich auch kaum noch. Wenn ich versuche mit ihr über Probleme zu reden kommt immer nur: ich müsse gelassener werden und ich würde mir alles zu sehr zu Herzen nehmen. Wie soll es denn bitte auch anders sein, wenn mein Vater seit über einem Jahr langsam vor sich hin stirbt (Krebs) und dann hagelt es Schimpftiraden auf meine Mutter weil sie ständig anruft und ich hinfahren muss weil sie überhaupt nicht mit der Situation klarkommt.
Vor einigen Wochen habe ich versucht ein „ernstes“ Gespräch mit ihr zu führen und ihr unter anderem auch gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir uns einfach voneinander entfernen. Als Ergebnis bin ich jetzt der Dumme wie ich es denn wagen könne unsere Ehe in Frage zu stellen. SIE wäre schließlich glücklich. 
Ich habe versucht über die letzten Jahre hinweg wirklich alles aus dem Weg zu räumen damit sie möglichst viel Zeit hat. Sie arbeitet nicht mehr (seit etwas mehr als einem Jahr) und kann sich morgens um den Haushalt kümmern und nachmittags wenn unsere Tochter aus der Schule kommt halt um sie. Habe ich gemacht (sie war sehr angetan von der Idee) weil ich dachte, dass sie vielleicht auch einfach mehr Zeit für mich hätte wenn sie nicht mehr 25 Stunden arbeiten muss und finanziell ist das kein Problem. Pustekuchen ist. Hat rein gar nichts verändert. Ich habe mich mit all dem irgendwie arrangiert vor allem wegen unserer Tochter - auch wenn mich das sehr sehr unglücklich gemacht hat. Nichts desto trotz liebe ich meine Frau, ich bin nur nicht sicher auf welche Art. Irgendwie ähnelt das den Gefühlen, die ich für meine Schwester habe.

Anfang Januar hatten wir eine firmeninterne Veranstaltung und ich habe mich an dem Abend sehr lange mit einer Kollegin unterhalten. Sie hatte sich gerade von ihrem Freund getrennt und wir haben praktisch den ganzen Abend über geredet. Seit langem hatte ich hier das Gefühl, dass mich jemand versteht - also nicht nur die Worte sondern auch den Sinn und vor allem die DInge, die zwischen den Zeilen sind. Ende vom Lied war, dass wir an dem Abend knutschend in ihrem Auto geendet sind. Vermutlich auch etwas dem Alkohol geschuldet (parkendes Auto wohl bemerkt). Die folgenden 2 Nächte konnte ich gar nicht schlafen. Ich hatte so dermaßen Schuldgefühle, dass ich mich mehrfach übergeben musste. Schon der Anblick meiner Tochter hat mir die Tränen in die Augen getrieben. In den folgenden Wochen habe ich mehrfach versucht den Kontakt zu einer Kollegin beruflich auf ein Minimum zu reduzieren und ansonsten komplett zu unterlassen. Aber ich schaffe das einfach nicht. Sie ist total in mich verknallt - auch wohl schon seit längerer Zeit -, hat aber nie was dazu gesagt, weil sie ja wusste, dass ich verheiratet bin. Wir haben mehrfach miteinander geschlafen in den letzten Wochen aber noch viel häufiger haben wir einfach stundenlang geredet und in den letzten 4 Wochen so grob geschätzt 2 Mio WhatsApps hin und hergeschickt. Ich hatte direkt nach dem ersten Kuss schon immens stärkte Gefühle für sie; was auf Gegenseitigkeit beruht. Es ging nicht um Sex - der kam erst später. Also nicht der klassische Affairenweg. Daran wäre ich nie auch nur ansatzweise interessiert gewesen.

Ich weiß aktuell überhaupt nicht mehr was ich machen/denken/fühlen soll und ohne Beruhigungsmittel dreh ich vermutlich komplett durch. Ich bin zwischen Gefühlen und Schuldgefühlen gefangen und kann praktisch so gut wie keinen klaren Gedanken fassen.
Hat irgendwer so etwas auch schon einmal erlebt und hat irgend einen Tipp für mich was ich machen soll? Ich habe einerseits das Gefühl, dass ich ohne meine Kollegin nicht glücklich werden kann und andererseits, dass ich ebenfalls nicht glücklich werden kann wenn ich mein Kind verrate und meiner Frau den Boden unter den Füßen wegziehe weil das einfach kein Fundament sein kann.
Andererseits fühle ich mich von meiner Frau auch nicht wertgeschätzt und im Stich gelassen auch wenn ich mir ganz ganz absolut sicher bin, dass sie mich liebt...


 

Die Geschichte mit der Kollegin würde ich an deiner Stelle umgehend abstellen. Denn was wird kommen: Du lässt dich scheiden, ihr kommt zusammen, dann lernt ihr euch besser kennen, der Alltag zieht ein, und da sind sie, die alten Probleme. 

Ich denke, du und deine Frau solltet eine Eheberatung aufsuchen. Denn solche Sachen wie die mit dem Nagellack müssen nun wirklich nicht für Kopfzerbrechen sorgen. Deine Frau ist doch keine leblose Sexpuppe, die du nach Belieben gestalten kannst. Glaubst du, sie bemerkt deine Anspruchshaltung dabei nicht? Aus Familienerfahrung möchte ich dir unabhängig davon auch raten, sehr auf deinen Medienkonsum zu achten. Und wenn du etwas siehst, dann denke darüber nach, ob das wirklich gut ist für deine Familie. Menschen lernen sehr viel durch Nachahmung. Manche Konflikte kann man sich mittels Knopfdruck ganz einfach vom Hals schaffen. 

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26. Februar um 15:55

Also einiges ist hier Unsinn ... ich rede nicht von „jedem Abend“ sondern von überhaupt irgendwann mal! 
Und was heisst hier „Objekt“? Was ist das denn für ein vollkommener Quatsch? Ich trage Vollbart! Warum: weil meine Frau drauf steht! Hatte den neulich mal auf 3mm runtergeschnitten und was war sie beleidigt: Was soll denn das? Du weisst doch, dass ... ... sieht scheisse aus ... lass den bloß wieder wachsen ... 
Ich rasiere mir bestimmte Dinge weil meine Frau drauf steht ... ich benutze ein bestimmtes Eau de Toilette weil meine Frau drauf steht ... ich habe meine Haare wie ich sie habe weil meine Frau drauf steht (für mich selber 6 mm und Ende - ist am praktischten).
Nur ist das offenbar eine Einbahnstraße ...
Wenn es falsch ist, dass ich versuche meiner Frau/Freundin zu gefallen ist das (zumindest aus meiner Sicht) doch irgendwie normal!

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26. Februar um 16:01
In Antwort auf andersman

Also einiges ist hier Unsinn ... ich rede nicht von „jedem Abend“ sondern von überhaupt irgendwann mal! 
Und was heisst hier „Objekt“? Was ist das denn für ein vollkommener Quatsch? Ich trage Vollbart! Warum: weil meine Frau drauf steht! Hatte den neulich mal auf 3mm runtergeschnitten und was war sie beleidigt: Was soll denn das? Du weisst doch, dass ... ... sieht scheisse aus ... lass den bloß wieder wachsen ... 
Ich rasiere mir bestimmte Dinge weil meine Frau drauf steht ... ich benutze ein bestimmtes Eau de Toilette weil meine Frau drauf steht ... ich habe meine Haare wie ich sie habe weil meine Frau drauf steht (für mich selber 6 mm und Ende - ist am praktischten).
Nur ist das offenbar eine Einbahnstraße ...
Wenn es falsch ist, dass ich versuche meiner Frau/Freundin zu gefallen ist das (zumindest aus meiner Sicht) doch irgendwie normal!

Weiß ich nicht. Ich finde euer beider Verhalten fragwürdig. Normal ist das in meinen Augen nicht.

Ich stehe auch auf Bart bei meinem Freund, weiß er auch. Trotzdem rasiert er sich so, wie er es möchte. Ich bin immer noch ich und möchte so aussehen wie ich mich am wohlsten fühle. Genau dasselbe gestehe ich meinem Partner zu.

Wenn es eine Einbahnstraße ist, dann lass es doch bleiben. Weiß nicht, warum du dich da so gängeln lässt.

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26. Februar um 16:03
In Antwort auf andersman

Also einiges ist hier Unsinn ... ich rede nicht von „jedem Abend“ sondern von überhaupt irgendwann mal! 
Und was heisst hier „Objekt“? Was ist das denn für ein vollkommener Quatsch? Ich trage Vollbart! Warum: weil meine Frau drauf steht! Hatte den neulich mal auf 3mm runtergeschnitten und was war sie beleidigt: Was soll denn das? Du weisst doch, dass ... ... sieht scheisse aus ... lass den bloß wieder wachsen ... 
Ich rasiere mir bestimmte Dinge weil meine Frau drauf steht ... ich benutze ein bestimmtes Eau de Toilette weil meine Frau drauf steht ... ich habe meine Haare wie ich sie habe weil meine Frau drauf steht (für mich selber 6 mm und Ende - ist am praktischten).
Nur ist das offenbar eine Einbahnstraße ...
Wenn es falsch ist, dass ich versuche meiner Frau/Freundin zu gefallen ist das (zumindest aus meiner Sicht) doch irgendwie normal!

Damit hast du recht. Das ist normal. Was auch normal ist bei vielen Männern: Sie glänzen gern. Frauen, die das wissen, haben es auch gut drauf, ihre Männer glänzen zu lassen. Aber die Kehrseite ist öfter leider auch die: Für alles Übel müssen dann Frauen den Kopf hinhalten. 
Erinnere dich. Du bist nicht hierher gekommen, um deine Frau hässlich und klein zu machen. Sondern du willst, dass wir dir helfen. 
Also höre auf damit, sie schlechter zu machen, als sie ist. Versuche dich öfter in ihre Situation zu versetzen. Mir ist bekannt, dass viele Männer damit Schwierigkeiten haben. Aber wo ein Wille ist ...
Wenn du das Gefühl hast, du schaffst das nicht, dann wende dich an Profis. Schon dass du öfter nicht schlafen kannst, ist ein guter Grund, das nicht lange aufzuschieben. 

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26. Februar um 16:06
In Antwort auf soley87

Was bist du denn für einer?

Du behandelst deine Frau zeitweise wie ein Objekt. Sie hat sich gefälligst ihre Fußnägel in deiner Wunschfarbe zu lackieren und Abends für Sex parat zu stehen. Also wie kann sie es sich wagen lieber an ihrem Handy zu spielen? Am Ende ist sie noch ein fühlender und denkender Mensch, herrje! Spaß beiseite, bei solchen Forderungen deinerseits hätte ich als deine Frau auch kein Bock auf Sex...

Dass du sie für dein persönliches Glück / Wohlempfinden verantwortlich machst finde ich furchtbar. Wenn du schlechte Laune hast, ist das dein Problem. Das einzige was da hilft, ist Sex? Dass ich nicht lache. Lauf ne Runde um den Block oder geh heiß duschen. Deine Frau ist nicht dein Blitzableiter. Sie hat auch Bedürfnisse, auf die du hier, wie ich mal hinweisen möchte, kein Stück eingehst. Na?

Also bei euch liegt so einiges im Argen.

Die Geschichte mit der Kollegin ist da nur die logische Konsequenz. Endlich mal einer der dich versteht, ach Gott... Dass du von Schuldgefühlen zerfressen wirst, geschieht dir ganz Recht.

Was ihr tun könnt? Reden, reden, und nochmal reden! Momentan scheint ihr aneinander vorbei zu leben und keiner nimmt Rücksicht auf den anderen.
 

Auf Ihre Bedürfnisse gehe ich nicht ein? Auf welche denn bitte nicht? Sie kriegt alles was sie möchte (Mastercard Gold) ... sie muss nicht arbeiten und hat alle Zeit der Welt. Ihr wurde es Zuviel also hab ich gesagt: komm, schmeiß hin wenn du nicht mehr gerne arbeitest musst du das auch nicht. Als sie in ihrem vorherigen Job Probleme mit Ihrem (bescheuerten) Chef hatte habe ich das geregelt - wie ALLE anderen Probleme die sie jemals in ihrem Leben hatte auch. Schon damals als sie wegen Fehlstunden aus der Lehre geflogen ist habe ICH ihr den Arsch gerettet! Sie war eine Zeit sehr krank ... wer war da: ICH! Sie möchte irgendwo hin und 2 Tage später liegen die Tickets aufm Küchentisch. Sie sieht in einem Laden eine Tasche, die sie toll fand .. ich fahr einen Tag später hin, fotografiere JEDE einzelne Tasche in dem scheiss Laden und schick ihrer Freundin jedes Foto um genau rauszukriegen welche und bring sie ihr mit ... sie hat ALLES von mir bekommen was sie wollte ... ich war IMMER da wenn sie mich brauchte also erzähl mir nichts von ihren Bedürfnissen! Als unsere Tochter neulich einen schweren Unfall hatte bin ICH mit ihr ins Krankenhaus gefahren und hab meiner Frau noch gesagt: du bleibst hier, das regt dich zu sehr auf (sie war wirklich fix und fertig). Ich habe jedes einzelne beschissene Problem erledigt was sie jemals hatte! Um den Drecksack, der sie auf der Arbeit ständig angetäuscht hatte habe ICH mich gekümmert .. sie kriegt alles was sie will. Also erzähl mir nichts von ihren Bedürfnissen!

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26. Februar um 16:09
In Antwort auf soley87

Weiß ich nicht. Ich finde euer beider Verhalten fragwürdig. Normal ist das in meinen Augen nicht.

Ich stehe auch auf Bart bei meinem Freund, weiß er auch. Trotzdem rasiert er sich so, wie er es möchte. Ich bin immer noch ich und möchte so aussehen wie ich mich am wohlsten fühle. Genau dasselbe gestehe ich meinem Partner zu.

Wenn es eine Einbahnstraße ist, dann lass es doch bleiben. Weiß nicht, warum du dich da so gängeln lässt.

Kurze Antwort: weil ich sie immer geliebt habe ... mehr als alles andere! Aber es hat sich etwas verändert und ich kann es nicht greifen. 

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26. Februar um 16:11
In Antwort auf andersman

Auf Ihre Bedürfnisse gehe ich nicht ein? Auf welche denn bitte nicht? Sie kriegt alles was sie möchte (Mastercard Gold) ... sie muss nicht arbeiten und hat alle Zeit der Welt. Ihr wurde es Zuviel also hab ich gesagt: komm, schmeiß hin wenn du nicht mehr gerne arbeitest musst du das auch nicht. Als sie in ihrem vorherigen Job Probleme mit Ihrem (bescheuerten) Chef hatte habe ich das geregelt - wie ALLE anderen Probleme die sie jemals in ihrem Leben hatte auch. Schon damals als sie wegen Fehlstunden aus der Lehre geflogen ist habe ICH ihr den Arsch gerettet! Sie war eine Zeit sehr krank ... wer war da: ICH! Sie möchte irgendwo hin und 2 Tage später liegen die Tickets aufm Küchentisch. Sie sieht in einem Laden eine Tasche, die sie toll fand .. ich fahr einen Tag später hin, fotografiere JEDE einzelne Tasche in dem scheiss Laden und schick ihrer Freundin jedes Foto um genau rauszukriegen welche und bring sie ihr mit ... sie hat ALLES von mir bekommen was sie wollte ... ich war IMMER da wenn sie mich brauchte also erzähl mir nichts von ihren Bedürfnissen! Als unsere Tochter neulich einen schweren Unfall hatte bin ICH mit ihr ins Krankenhaus gefahren und hab meiner Frau noch gesagt: du bleibst hier, das regt dich zu sehr auf (sie war wirklich fix und fertig). Ich habe jedes einzelne beschissene Problem erledigt was sie jemals hatte! Um den Drecksack, der sie auf der Arbeit ständig angetäuscht hatte habe ICH mich gekümmert .. sie kriegt alles was sie will. Also erzähl mir nichts von ihren Bedürfnissen!

Hallo!? DU BIST DER BESTE. Das wissen wir doch schon. 

Trotzdem hast du ein Problem. 

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26. Februar um 16:11

Und auf meinen Beitrag antwortest du nicht?

 

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26. Februar um 16:14
In Antwort auf melonchen1

Natürlich suchst dus dir aus...
Meine Güte, komm aus deiner Opferrolle raus!
Deinen Job kannst du jederzeit ändern - such dir nen neuen, der dich nicht kaputt macht.
Such Unterstützung für deine Mutter (psychologisch und mit der Betreuung deines Vaters).
Und geh mit deiner Frau in eine Eheberatung.

Was davon ist jetzt ein großes Problem?

Mein Job ist aus geografischen Gesichtspunkten sehr schwer zu ändern - zumindest in der gleichen Gehaltsstufe.
Mein Vater lehnt alles ab. Habe ich alles schon durch -von Pflegedienst über Caritas über Krankenkasse über Psychologe über Krankenhausseelsorger ...

Mein größtes Problem ist, dass ich mich selber nicht verstehe und überhaupt ich weiß was ich denken/machen soll ...

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26. Februar um 16:14
In Antwort auf melonchen1

Und auf meinen Beitrag antwortest du nicht?

 

Doch, hab ich doch ...

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26. Februar um 16:18
In Antwort auf anne234

Damit hast du recht. Das ist normal. Was auch normal ist bei vielen Männern: Sie glänzen gern. Frauen, die das wissen, haben es auch gut drauf, ihre Männer glänzen zu lassen. Aber die Kehrseite ist öfter leider auch die: Für alles Übel müssen dann Frauen den Kopf hinhalten. 
Erinnere dich. Du bist nicht hierher gekommen, um deine Frau hässlich und klein zu machen. Sondern du willst, dass wir dir helfen. 
Also höre auf damit, sie schlechter zu machen, als sie ist. Versuche dich öfter in ihre Situation zu versetzen. Mir ist bekannt, dass viele Männer damit Schwierigkeiten haben. Aber wo ein Wille ist ...
Wenn du das Gefühl hast, du schaffst das nicht, dann wende dich an Profis. Schon dass du öfter nicht schlafen kannst, ist ein guter Grund, das nicht lange aufzuschieben. 

Nein Anne ... meine Frau möchte ich nicht hässlich und klein machen. Meine Frau war 15 Jahre lang mein Leben! Früher war sie auch nicht so - ich weiß auch nicht ob’s nur meine Wahrnehmung ist aber ich empfinde es so. Ich habe das Gefühl, dass sie einfach irgendwann falsch abgebogen ist.
Meine Frau ist kein schlechter Mensch - absolut nicht und es ist auch nicht meine Intention das so rüber zu bringen. Ganz im Gegenteil. 

Aber ich fühle mich im Stich gelassen und unverstanden und ich verstehe nciht wieso es möglich ist Gefühle für eine andere Frau zu entwickeln. Ginge es nur um Sex würde ich es verstehen und könnte damit umgehen - darum gehts aber nicht!

Ich habe soviel Zeit damit verbracht mich in Ihre Situation zu versetzen ... vermutlich hast du recht und ich kann es wirklich einfach nicht.

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26. Februar um 16:20
In Antwort auf andersman

Doch, hab ich doch ...

Was hältst du von dem Vorschlag, zur Eheberatung zu gehen?
Du schreibst viel davon, dass deine Liebe einseitig ist. Könnte es sein, dass das nur eine Frage der Wahrnehmung ist? "Sie arbeitet nicht" z.B. kann nicht stimmen. Sie arbeitet jetzt nur daheim. Du bist jetzt der, der allein für das Finanzielle zuständig ist. Macht dir das Kopfzerbrechen? Oder gibt dir das ein anderes Gefühl als vorher, als sie noch berufstätig war?

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26. Februar um 16:20
In Antwort auf andersman

Mein Job ist aus geografischen Gesichtspunkten sehr schwer zu ändern - zumindest in der gleichen Gehaltsstufe.
Mein Vater lehnt alles ab. Habe ich alles schon durch -von Pflegedienst über Caritas über Krankenkasse über Psychologe über Krankenhausseelsorger ...

Mein größtes Problem ist, dass ich mich selber nicht verstehe und überhaupt ich weiß was ich denken/machen soll ...

Ich habe nicht gesagt dass alles leicht ist. Aber MÖGLICH ist es.
Dann verdienst du eben weniger - denkst du nicht dass du davon dann mehr hast als wenn du jetzt Kohle scheffelst aber in ein paar Jahren eingeliefert wirst? DANN kannst du dich erstmal mindestens mehrere Monate von deinem Gehalt verabschieden...

Okay, dein Vater will also keine Hilfe. Was ist mit deiner Mutter? Besorg wenigstens ihr Unterstützung.
Und sei für deinen Vater da so gut du KANNST, aber niemand sagt dass du dich dafür opfern musst!

Dein Problem ist, dass du dich ständig mit der neuen Frau beschäftigst in Gedanken anstatt mit deinen echten Themen. Liegt nahe weil das ja so schön ist - bringt dich aber null weiter!

Wenn das was du für deine Frau tust für dich eine Einbahnstraße ist - hör auf diese Dinge zu tun. Niemand sagt dass du ihr den roten Teppich ausrollen musst. Ich denke du musst dringend ins Handeln kommen um zu verstehen dass DU dein Leben in der Hand hast.

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26. Februar um 16:26
In Antwort auf anne234

Was hältst du von dem Vorschlag, zur Eheberatung zu gehen?
Du schreibst viel davon, dass deine Liebe einseitig ist. Könnte es sein, dass das nur eine Frage der Wahrnehmung ist? "Sie arbeitet nicht" z.B. kann nicht stimmen. Sie arbeitet jetzt nur daheim. Du bist jetzt der, der allein für das Finanzielle zuständig ist. Macht dir das Kopfzerbrechen? Oder gibt dir das ein anderes Gefühl als vorher, als sie noch berufstätig war?

Nein Anne, macht es nicht. Meine Frau hat gearbeitet weil sie es wollte nicht weil sie Geld verdienen musste. Gibt mir kein anderes Gefühl. Ich habe sie unterstützt als sie nicht mehr wollte weil ihr (aus verschiedenen Gründen) der Spaß an ihrer Arbeit einfach abhanden gekommen ist und weil ich gedacht habe, dass sie vielleicht einfach auch mehr Zeit für mich hätte wenn Sie den mit Arbeit verbundenen Stress nicht mehr hätte. Haushalt, Kind und Arbeit ist schon viel Stress zusammen.

Eheberatung? Ich weiß es nicht. Ich habe versucht mit ihr zu reden, zig mal. Als ich beim letzten Gespräch sagte, dass wir uns von einander entfernen war die Entgegnung, dass es unverschämt und gemein ist unsere Ehe in Zweifel zu ziehen und dass ich einfach gelassener sein muss und eigentlich alles toll ist. Sie zumindest wäre total glücklich. Sie sieht keinerlei Sinn darin. Ich werde halt einfach auch nicht ernst genommen.

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26. Februar um 16:27

Vielleicht tust du einfach zu viel für sie. Löse nicht all ihre Probleme. Lass sie mal auf die Schnauze fallen. 

Wenn es dem Menschen zu gut geht, wird er leichtsinnig.

In erster Linie solltest du, deiner Tochter zu Liebe, auf dich achten. Auf Dauer wird sich der Streß gesundheitlich auswirken.

Manchmal heißt dies Abschied nehmen und sein Leben neu ordnen. 

Es gibt leider Phasen im Leben,  wo alles zusammen kommt sowie bei dir jetzt und deine Partnerin geht darüber hinweg. 

Lass dich hier nicht zum Übeltäter abstempeln. Wärst du eine Frau würde man dir hier Händchen halten und dich trösten.

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26. Februar um 16:35

Also ein guter Therapeut könnte dir helfen. Das heißt nicht,  dass du der einzige bist,  der Hilfe benötigt. Aber du bist jetzt der einzige aus deinem Gesamtsystem, der fragt. 

Dein Hang zum Heldsein hat dich in eine prekäre Situation gebracht. Der Traum von "alles perfekt" ist zum Scheitern verurteilt. 

Wo du kannst,  reduziere dein Tun auf ein vernünftiges Maß. Erkläre dich,  ohne dich zu rechtfertigen. Die Situation mit deinen Eltern ist nicht allein deine Aufgabe. Deine Mutter muss sich Hilfe suchen.

Eure Ehe gehört dringend wieder in vernünftige Bahnen gebracht. Du hängst so viel an Sex,  aber da gibt es doch 1000 andere Dinge. Kleine Schritte, nur Umarmen, Berühren, Intimitäten können auch ohne Sex heilsam und schön sein. 

Wenn du beruflich kürzer trittst,  habt ihr weniger Geld. Ist es wirklich ein riesen Problem? 

Wenn du es eilig hast,  gehe langsam. 

Wo kannst du überall kürzer treten? Es wird nicht ohne Abstriche gehen,  aber es kann sehr heilsam sein. 

Ich denke mal, dass du mit Herzenswege und dem Herz folgen nicht viel anfangen kannst,  weil du gar keine Zeit hast, um drauf zu achten. 

Meditation wäre ein Anfang. Alle Antworten sind in dir. 

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26. Februar um 16:37
In Antwort auf andersman

Auf Ihre Bedürfnisse gehe ich nicht ein? Auf welche denn bitte nicht? Sie kriegt alles was sie möchte (Mastercard Gold) ... sie muss nicht arbeiten und hat alle Zeit der Welt. Ihr wurde es Zuviel also hab ich gesagt: komm, schmeiß hin wenn du nicht mehr gerne arbeitest musst du das auch nicht. Als sie in ihrem vorherigen Job Probleme mit Ihrem (bescheuerten) Chef hatte habe ich das geregelt - wie ALLE anderen Probleme die sie jemals in ihrem Leben hatte auch. Schon damals als sie wegen Fehlstunden aus der Lehre geflogen ist habe ICH ihr den Arsch gerettet! Sie war eine Zeit sehr krank ... wer war da: ICH! Sie möchte irgendwo hin und 2 Tage später liegen die Tickets aufm Küchentisch. Sie sieht in einem Laden eine Tasche, die sie toll fand .. ich fahr einen Tag später hin, fotografiere JEDE einzelne Tasche in dem scheiss Laden und schick ihrer Freundin jedes Foto um genau rauszukriegen welche und bring sie ihr mit ... sie hat ALLES von mir bekommen was sie wollte ... ich war IMMER da wenn sie mich brauchte also erzähl mir nichts von ihren Bedürfnissen! Als unsere Tochter neulich einen schweren Unfall hatte bin ICH mit ihr ins Krankenhaus gefahren und hab meiner Frau noch gesagt: du bleibst hier, das regt dich zu sehr auf (sie war wirklich fix und fertig). Ich habe jedes einzelne beschissene Problem erledigt was sie jemals hatte! Um den Drecksack, der sie auf der Arbeit ständig angetäuscht hatte habe ICH mich gekümmert .. sie kriegt alles was sie will. Also erzähl mir nichts von ihren Bedürfnissen!

Entschuldige bitte, merkst du selber noch was?
9 von 10 Dingen die du hier aufzählst, sind materielle Dinge.
Sie hat alles was sie will (Mastercard Gold). Bei dem Satz kommt mir die Kotze hoch.

Verzeih, du suchst Hilfe. Was möchtest du? Das wir deine Frau in der Luft zerreißen? Dir sagen, das wird alles schon wieder von alleine?
Reagierst du immer so bei Kritik?

Aber hey, wenn du denkst, du seist fehlerlos, "erzähl ich dir nix" mehr, bitte. Eine neutrale Meinung von außen kann manchmal hilfreich sein, aber daran hast du wohl kein Interesse. Dann alles Gute euch!
 

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26. Februar um 16:42
In Antwort auf andersman

Hallo liebes Forum,

ich könnte wirklich etwas Rat gebrauchen. Weiß überhaupt nicht mehr was ich machen soll oder was mit mir los ist.

Ich bin verheiratet (seit 15 Jahren) und habe eine kleine Tochter (6). Wir haben ein schönes Haus - soweit alles ein Traum in Grün. In unserer Ehe kriselt es allerdings schon seit Jahren. Die Kurzfassung hier ist, dass ich mich unverstanden fühle und das Gefühl habe, dass ich nur noch selbstverständlich bin. Im Bett läuft auch quasi nichts mehr. Meine Frau geht kein Stück auf mich ein und ich kann auch reden was ich will gefühlt. Um nur ein mini kleines Beispiel zu nennen. Ich habe einen leichten Hang zu Füßen (war schon immer so) und ich hasse es wie die Pest wenn ihre Nägel nicht lackiert sind. Meine persönlichen Favoriten sind rot oder schwarz und was ich genau so hasse wie nicht lackiert sind metallische Nagellacke. Sie weiß das alles, trägt aber zu 90% silber metallisch. Das mag jetzt nach einer Nichtigkeit klingen aber mir persönlich ist das wichtig und das weiß sie auch. Ich verstehe einfach nicht warum in diesem Punkt - der nun wirklich leicht zu ändern ist - ich wie gefühlt immer praktisch ignoriert werde. Dieser Punkt des bewusst ignoriert werdens nervt mich unglaublich. Ich stehe unter massivstem Stress. Mein Vater ist sehr sehr krank, meine Mutter überfordert und ich habe einen 55 Stunden Job. Meine Frau weiß das alles sehr genau und sie weiß ebenso genau, dass praktisch die einzige Sache auf der Welt, die mich vom Grübeln abbringt Sex ist. Unsere Tochter geht um 19.30 ins Bett und da wäre jede Gelegenheit aber meine Frau zieht es vor, mit Ihrem Handy rumzuspielen statt sich mit mir zu beschäftigen. Wenn ihr doch bewusst ist wie ich bin und sie es ignoriert dann verstehe ich einfach die Gründe dafür nicht aber es macht mich unendlich wütend und traurig. Ohne stärkste Beruhigungsmittel komme ich überhaupt nicht mehr zurecht und schlafen kann ich auch kaum noch. Wenn ich versuche mit ihr über Probleme zu reden kommt immer nur: ich müsse gelassener werden und ich würde mir alles zu sehr zu Herzen nehmen. Wie soll es denn bitte auch anders sein, wenn mein Vater seit über einem Jahr langsam vor sich hin stirbt (Krebs) und dann hagelt es Schimpftiraden auf meine Mutter weil sie ständig anruft und ich hinfahren muss weil sie überhaupt nicht mit der Situation klarkommt.
Vor einigen Wochen habe ich versucht ein „ernstes“ Gespräch mit ihr zu führen und ihr unter anderem auch gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir uns einfach voneinander entfernen. Als Ergebnis bin ich jetzt der Dumme wie ich es denn wagen könne unsere Ehe in Frage zu stellen. SIE wäre schließlich glücklich. 
Ich habe versucht über die letzten Jahre hinweg wirklich alles aus dem Weg zu räumen damit sie möglichst viel Zeit hat. Sie arbeitet nicht mehr (seit etwas mehr als einem Jahr) und kann sich morgens um den Haushalt kümmern und nachmittags wenn unsere Tochter aus der Schule kommt halt um sie. Habe ich gemacht (sie war sehr angetan von der Idee) weil ich dachte, dass sie vielleicht auch einfach mehr Zeit für mich hätte wenn sie nicht mehr 25 Stunden arbeiten muss und finanziell ist das kein Problem. Pustekuchen ist. Hat rein gar nichts verändert. Ich habe mich mit all dem irgendwie arrangiert vor allem wegen unserer Tochter - auch wenn mich das sehr sehr unglücklich gemacht hat. Nichts desto trotz liebe ich meine Frau, ich bin nur nicht sicher auf welche Art. Irgendwie ähnelt das den Gefühlen, die ich für meine Schwester habe.

Anfang Januar hatten wir eine firmeninterne Veranstaltung und ich habe mich an dem Abend sehr lange mit einer Kollegin unterhalten. Sie hatte sich gerade von ihrem Freund getrennt und wir haben praktisch den ganzen Abend über geredet. Seit langem hatte ich hier das Gefühl, dass mich jemand versteht - also nicht nur die Worte sondern auch den Sinn und vor allem die DInge, die zwischen den Zeilen sind. Ende vom Lied war, dass wir an dem Abend knutschend in ihrem Auto geendet sind. Vermutlich auch etwas dem Alkohol geschuldet (parkendes Auto wohl bemerkt). Die folgenden 2 Nächte konnte ich gar nicht schlafen. Ich hatte so dermaßen Schuldgefühle, dass ich mich mehrfach übergeben musste. Schon der Anblick meiner Tochter hat mir die Tränen in die Augen getrieben. In den folgenden Wochen habe ich mehrfach versucht den Kontakt zu einer Kollegin beruflich auf ein Minimum zu reduzieren und ansonsten komplett zu unterlassen. Aber ich schaffe das einfach nicht. Sie ist total in mich verknallt - auch wohl schon seit längerer Zeit -, hat aber nie was dazu gesagt, weil sie ja wusste, dass ich verheiratet bin. Wir haben mehrfach miteinander geschlafen in den letzten Wochen aber noch viel häufiger haben wir einfach stundenlang geredet und in den letzten 4 Wochen so grob geschätzt 2 Mio WhatsApps hin und hergeschickt. Ich hatte direkt nach dem ersten Kuss schon immens stärkte Gefühle für sie; was auf Gegenseitigkeit beruht. Es ging nicht um Sex - der kam erst später. Also nicht der klassische Affairenweg. Daran wäre ich nie auch nur ansatzweise interessiert gewesen.

Ich weiß aktuell überhaupt nicht mehr was ich machen/denken/fühlen soll und ohne Beruhigungsmittel dreh ich vermutlich komplett durch. Ich bin zwischen Gefühlen und Schuldgefühlen gefangen und kann praktisch so gut wie keinen klaren Gedanken fassen.
Hat irgendwer so etwas auch schon einmal erlebt und hat irgend einen Tipp für mich was ich machen soll? Ich habe einerseits das Gefühl, dass ich ohne meine Kollegin nicht glücklich werden kann und andererseits, dass ich ebenfalls nicht glücklich werden kann wenn ich mein Kind verrate und meiner Frau den Boden unter den Füßen wegziehe weil das einfach kein Fundament sein kann.
Andererseits fühle ich mich von meiner Frau auch nicht wertgeschätzt und im Stich gelassen auch wenn ich mir ganz ganz absolut sicher bin, dass sie mich liebt...


 

Hättet ihr kein Kind, würde ich dir zur Trennung raten.

Wenngleich ich (und vielleicht auch nur ich) es befremdlich finde, dass ihr einander gewissermaßen eine bestimmte Aufmachung abverlangt, so kann ich dennoch verstehen, dass dich ärgert, dass euer Wille, dem anderen in Stylingfragen entgegenzukommen, nicht auf beiden Seiten in gleicher Weise vorliegt. Da würde ich mir dann schon aus Prinzip den Bart rasieren oder ein anderes Eau de Toilette benutzen. 

Wenn man deinen weiteren Ausführungen Glauben schenken darf, so erhärtet sich der Verdacht, dass du zu viel gibst und tust. War deine Frau immer schon in finanzieller und menschlicher Hinsicht eine Nehmerin? Es ist nicht schwer verständlich, dass deine Frau ihre  eigenen Angaben zufolge glücklich ist. Sie hat einen gut verdienenden großzügigen hart arbeitenden Mann, der sich einem dressiertem Äffchen gleich so präsentiert und verhält, wie sie es wünscht. Wenn der Hampelmann aber Bedürfnisse anmeldet, so werden diese als abwegiges Ansinnen abgetan. 

Du musst -ungeachtet deiner Affäre wissen, ob du so ein Leben führen willst. 

Traurig ist auch, dass dir seitens deiner Frau offenbar kein Mitgefühl in Zusammenhang mit der Krebserkrankung deines Vaters entgegengebracht wird. Letztlich aber einfach ein weiterer Beweis  für ihre Ichbezogenheit und Empathielosigkeit.

Rat kann ich dir keinen geben. Ich möchte dich aber wissen lassen, dass ich deinen Standpunkt gut nachvollziehen kann, während ich jedenfalls das Verhalten deiner Frau nicht richtig finde. 
 

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26. Februar um 16:54
In Antwort auf bissfest

Hättet ihr kein Kind, würde ich dir zur Trennung raten.

Wenngleich ich (und vielleicht auch nur ich) es befremdlich finde, dass ihr einander gewissermaßen eine bestimmte Aufmachung abverlangt, so kann ich dennoch verstehen, dass dich ärgert, dass euer Wille, dem anderen in Stylingfragen entgegenzukommen, nicht auf beiden Seiten in gleicher Weise vorliegt. Da würde ich mir dann schon aus Prinzip den Bart rasieren oder ein anderes Eau de Toilette benutzen. 

Wenn man deinen weiteren Ausführungen Glauben schenken darf, so erhärtet sich der Verdacht, dass du zu viel gibst und tust. War deine Frau immer schon in finanzieller und menschlicher Hinsicht eine Nehmerin? Es ist nicht schwer verständlich, dass deine Frau ihre  eigenen Angaben zufolge glücklich ist. Sie hat einen gut verdienenden großzügigen hart arbeitenden Mann, der sich einem dressiertem Äffchen gleich so präsentiert und verhält, wie sie es wünscht. Wenn der Hampelmann aber Bedürfnisse anmeldet, so werden diese als abwegiges Ansinnen abgetan. 

Du musst -ungeachtet deiner Affäre wissen, ob du so ein Leben führen willst. 

Traurig ist auch, dass dir seitens deiner Frau offenbar kein Mitgefühl in Zusammenhang mit der Krebserkrankung deines Vaters entgegengebracht wird. Letztlich aber einfach ein weiterer Beweis  für ihre Ichbezogenheit und Empathielosigkeit.

Rat kann ich dir keinen geben. Ich möchte dich aber wissen lassen, dass ich deinen Standpunkt gut nachvollziehen kann, während ich jedenfalls das Verhalten deiner Frau nicht richtig finde. 
 

Danke ... das regt mich schon sehr zum Nachdenken an....

Mein Frau hat mir auch immer viel gegeben. Eine reine „Nehmerin“ ist sie nicht. Sie ist ein herzensguter Mensch, eine tolle Mutter - steht außer Frage genau wie ich ganz sicher weiss, dass sie mich liebt. 
Ich glaube einfach, dass ich einfach nur selbstverständlich geworden bin. Es ist selbstverständlich dass ich alle Probleme löse, da bin, ...
Früher war sie ja ganz anders ... in so vielen Dingen.

Sie verlangt das ja nicht - aber ich weiß eben, dass sie ein bestimmtes Eau de Toilette total toll findet und da ich das weiß benutze ich es eben. Das ist meine Entscheidung, keine direkte Forderung von ihr.

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26. Februar um 16:57
In Antwort auf soley87

Entschuldige bitte, merkst du selber noch was?
9 von 10 Dingen die du hier aufzählst, sind materielle Dinge.
Sie hat alles was sie will (Mastercard Gold). Bei dem Satz kommt mir die Kotze hoch.

Verzeih, du suchst Hilfe. Was möchtest du? Das wir deine Frau in der Luft zerreißen? Dir sagen, das wird alles schon wieder von alleine?
Reagierst du immer so bei Kritik?

Aber hey, wenn du denkst, du seist fehlerlos, "erzähl ich dir nix" mehr, bitte. Eine neutrale Meinung von außen kann manchmal hilfreich sein, aber daran hast du wohl kein Interesse. Dann alles Gute euch!
 

Nein ... DU verstehst gar nichts! 9 von 10 Dingen sind materiell? Sorry ... aber dir fehlt einfach die Lebenserfahrung. Nimmt as Beispiel mit der Tasche - glaubst du, es ging um die Tasche? Oder um die Musical Karten?
Es geht darum, dass ich zuhöre und ihr eine Freude machen möchte indem ich ihr zeige, dass ich zuhöre und mich kümmere ... aber du verstehst das sowieso nicht ...

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26. Februar um 17:13
In Antwort auf andersman

Nein Anne, macht es nicht. Meine Frau hat gearbeitet weil sie es wollte nicht weil sie Geld verdienen musste. Gibt mir kein anderes Gefühl. Ich habe sie unterstützt als sie nicht mehr wollte weil ihr (aus verschiedenen Gründen) der Spaß an ihrer Arbeit einfach abhanden gekommen ist und weil ich gedacht habe, dass sie vielleicht einfach auch mehr Zeit für mich hätte wenn Sie den mit Arbeit verbundenen Stress nicht mehr hätte. Haushalt, Kind und Arbeit ist schon viel Stress zusammen.

Eheberatung? Ich weiß es nicht. Ich habe versucht mit ihr zu reden, zig mal. Als ich beim letzten Gespräch sagte, dass wir uns von einander entfernen war die Entgegnung, dass es unverschämt und gemein ist unsere Ehe in Zweifel zu ziehen und dass ich einfach gelassener sein muss und eigentlich alles toll ist. Sie zumindest wäre total glücklich. Sie sieht keinerlei Sinn darin. Ich werde halt einfach auch nicht ernst genommen.

Hm. Ich hatte gefragt, weil ich öfter beobachtet habe, wie sich Männer verhalten, wenn sie Alleinverdiener geworden sind. Manche kehren dann prompt den Bigboss heraus, der ganz alleine über alles bestimmt. Das greifen dann auch noch Frauenrechtlerinnen auf und unken für jede Ehe Abhängigkeit der Frau herbei. Reden damit eigentlich nur Männern zum Munde, die sich Uralt-Verhältnisse bis hin zur Sklavenhaltergesellschaft wünschen. Das sehe ich meist als provozierendes Täuschungsmanöver vorrangig von Kaisermedien an, die erreichen wollen, dass die Demokratie möglichst schmutzig aussieht, also die linke Seite die idiotischsten Ideen aufgreift, damit dann der glänzende Oberkrisengewinnler die Dinge wieder geraderücken kann. Und wo landet ein Bettelmann oder eine alleinerziehende Mutter, denen dann die Interessenvertretung fehlt? In der wohlthätigen Kirche natürlich ...Es kann viel Spaß machen, über Ziele nachzudenken, mitunter sehr langfristigen, die immer gleichen Mustern folgen. Pass gut auf, was du dir eintrichtern lässt, was du glaubst und was nicht. Es ist mitunter ganz einfach, Menschen zu verstehen, wenn man nicht von vornherein das Übelste denkt oder sogar unterstellt.  Bei gleichberechtigten Paaren ist es gar kein Problem, wenn die Aufgaben so eingeteilt sind. Das Geldverdienen und Aufgaben nach außen vorrangig in der Hand von Männern ist okay, wobei es auch nicht stört, wenn Frauen das tun. Aber wir haben es halt nach wie vor mit diesen kirchlichen Einstellungen zu tun (Männer sind Götter), und da verzichtet so manche Frau gern darauf, sich mit pampigen Herrscherallüren auseinander zu setzen. Also ihr passt da ganz gut zusammen, denke ich. Paare, die offen darüber reden können und ihre Aufgabenbereiche klar definiert haben, wissen, dass beide ihre Pflichten haben. Das ist nicht gönnerhaft, sondern selbstverständlich. Männer, die nichts mehr geben wollen oder können, haben Probleme. In einer guten Familie ist aber keiner überflüssig oder gar eine Last, weil das alles vernünftig geteilt ist und auch wahrgenommen wird. 

Aber ich finde auch richtig, was deine Frau dir zu deinen Trennungsgedanken gesagt hat. Das sind destruktive Gedanken, mit denen du nicht erst anfangen solltest, wenn du die Absicht hast, ein Leben lang in dieser Familie zu leben. Dazu gehört eine positive Grundeinstellung beider Partner. Mir scheint, das ist bei euch zwischenzeitlich verloren gegangen. 

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26. Februar um 17:41
In Antwort auf andersman

Hallo liebes Forum,

ich könnte wirklich etwas Rat gebrauchen. Weiß überhaupt nicht mehr was ich machen soll oder was mit mir los ist.

Ich bin verheiratet (seit 15 Jahren) und habe eine kleine Tochter (6). Wir haben ein schönes Haus - soweit alles ein Traum in Grün. In unserer Ehe kriselt es allerdings schon seit Jahren. Die Kurzfassung hier ist, dass ich mich unverstanden fühle und das Gefühl habe, dass ich nur noch selbstverständlich bin. Im Bett läuft auch quasi nichts mehr. Meine Frau geht kein Stück auf mich ein und ich kann auch reden was ich will gefühlt. Um nur ein mini kleines Beispiel zu nennen. Ich habe einen leichten Hang zu Füßen (war schon immer so) und ich hasse es wie die Pest wenn ihre Nägel nicht lackiert sind. Meine persönlichen Favoriten sind rot oder schwarz und was ich genau so hasse wie nicht lackiert sind metallische Nagellacke. Sie weiß das alles, trägt aber zu 90% silber metallisch. Das mag jetzt nach einer Nichtigkeit klingen aber mir persönlich ist das wichtig und das weiß sie auch. Ich verstehe einfach nicht warum in diesem Punkt - der nun wirklich leicht zu ändern ist - ich wie gefühlt immer praktisch ignoriert werde. Dieser Punkt des bewusst ignoriert werdens nervt mich unglaublich. Ich stehe unter massivstem Stress. Mein Vater ist sehr sehr krank, meine Mutter überfordert und ich habe einen 55 Stunden Job. Meine Frau weiß das alles sehr genau und sie weiß ebenso genau, dass praktisch die einzige Sache auf der Welt, die mich vom Grübeln abbringt Sex ist. Unsere Tochter geht um 19.30 ins Bett und da wäre jede Gelegenheit aber meine Frau zieht es vor, mit Ihrem Handy rumzuspielen statt sich mit mir zu beschäftigen. Wenn ihr doch bewusst ist wie ich bin und sie es ignoriert dann verstehe ich einfach die Gründe dafür nicht aber es macht mich unendlich wütend und traurig. Ohne stärkste Beruhigungsmittel komme ich überhaupt nicht mehr zurecht und schlafen kann ich auch kaum noch. Wenn ich versuche mit ihr über Probleme zu reden kommt immer nur: ich müsse gelassener werden und ich würde mir alles zu sehr zu Herzen nehmen. Wie soll es denn bitte auch anders sein, wenn mein Vater seit über einem Jahr langsam vor sich hin stirbt (Krebs) und dann hagelt es Schimpftiraden auf meine Mutter weil sie ständig anruft und ich hinfahren muss weil sie überhaupt nicht mit der Situation klarkommt.
Vor einigen Wochen habe ich versucht ein „ernstes“ Gespräch mit ihr zu führen und ihr unter anderem auch gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir uns einfach voneinander entfernen. Als Ergebnis bin ich jetzt der Dumme wie ich es denn wagen könne unsere Ehe in Frage zu stellen. SIE wäre schließlich glücklich. 
Ich habe versucht über die letzten Jahre hinweg wirklich alles aus dem Weg zu räumen damit sie möglichst viel Zeit hat. Sie arbeitet nicht mehr (seit etwas mehr als einem Jahr) und kann sich morgens um den Haushalt kümmern und nachmittags wenn unsere Tochter aus der Schule kommt halt um sie. Habe ich gemacht (sie war sehr angetan von der Idee) weil ich dachte, dass sie vielleicht auch einfach mehr Zeit für mich hätte wenn sie nicht mehr 25 Stunden arbeiten muss und finanziell ist das kein Problem. Pustekuchen ist. Hat rein gar nichts verändert. Ich habe mich mit all dem irgendwie arrangiert vor allem wegen unserer Tochter - auch wenn mich das sehr sehr unglücklich gemacht hat. Nichts desto trotz liebe ich meine Frau, ich bin nur nicht sicher auf welche Art. Irgendwie ähnelt das den Gefühlen, die ich für meine Schwester habe.

Anfang Januar hatten wir eine firmeninterne Veranstaltung und ich habe mich an dem Abend sehr lange mit einer Kollegin unterhalten. Sie hatte sich gerade von ihrem Freund getrennt und wir haben praktisch den ganzen Abend über geredet. Seit langem hatte ich hier das Gefühl, dass mich jemand versteht - also nicht nur die Worte sondern auch den Sinn und vor allem die DInge, die zwischen den Zeilen sind. Ende vom Lied war, dass wir an dem Abend knutschend in ihrem Auto geendet sind. Vermutlich auch etwas dem Alkohol geschuldet (parkendes Auto wohl bemerkt). Die folgenden 2 Nächte konnte ich gar nicht schlafen. Ich hatte so dermaßen Schuldgefühle, dass ich mich mehrfach übergeben musste. Schon der Anblick meiner Tochter hat mir die Tränen in die Augen getrieben. In den folgenden Wochen habe ich mehrfach versucht den Kontakt zu einer Kollegin beruflich auf ein Minimum zu reduzieren und ansonsten komplett zu unterlassen. Aber ich schaffe das einfach nicht. Sie ist total in mich verknallt - auch wohl schon seit längerer Zeit -, hat aber nie was dazu gesagt, weil sie ja wusste, dass ich verheiratet bin. Wir haben mehrfach miteinander geschlafen in den letzten Wochen aber noch viel häufiger haben wir einfach stundenlang geredet und in den letzten 4 Wochen so grob geschätzt 2 Mio WhatsApps hin und hergeschickt. Ich hatte direkt nach dem ersten Kuss schon immens stärkte Gefühle für sie; was auf Gegenseitigkeit beruht. Es ging nicht um Sex - der kam erst später. Also nicht der klassische Affairenweg. Daran wäre ich nie auch nur ansatzweise interessiert gewesen.

Ich weiß aktuell überhaupt nicht mehr was ich machen/denken/fühlen soll und ohne Beruhigungsmittel dreh ich vermutlich komplett durch. Ich bin zwischen Gefühlen und Schuldgefühlen gefangen und kann praktisch so gut wie keinen klaren Gedanken fassen.
Hat irgendwer so etwas auch schon einmal erlebt und hat irgend einen Tipp für mich was ich machen soll? Ich habe einerseits das Gefühl, dass ich ohne meine Kollegin nicht glücklich werden kann und andererseits, dass ich ebenfalls nicht glücklich werden kann wenn ich mein Kind verrate und meiner Frau den Boden unter den Füßen wegziehe weil das einfach kein Fundament sein kann.
Andererseits fühle ich mich von meiner Frau auch nicht wertgeschätzt und im Stich gelassen auch wenn ich mir ganz ganz absolut sicher bin, dass sie mich liebt...


 

sie schimpft über deine Mutter weil die deine Unterstützung braucht ??? Wahnsinn

und ihr ist es scheißegal dass du unglücklich bist weil sie nie Sex haben will! 

sei doch froh dass du deine Kollegin kennengelernt hast und mach einen klaren cut in deiner Ehe!!

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26. Februar um 17:42
In Antwort auf soley87

Was bist du denn für einer?

Du behandelst deine Frau zeitweise wie ein Objekt. Sie hat sich gefälligst ihre Fußnägel in deiner Wunschfarbe zu lackieren und Abends für Sex parat zu stehen. Also wie kann sie es sich wagen lieber an ihrem Handy zu spielen? Am Ende ist sie noch ein fühlender und denkender Mensch, herrje! Spaß beiseite, bei solchen Forderungen deinerseits hätte ich als deine Frau auch kein Bock auf Sex...

Dass du sie für dein persönliches Glück / Wohlempfinden verantwortlich machst finde ich furchtbar. Wenn du schlechte Laune hast, ist das dein Problem. Das einzige was da hilft, ist Sex? Dass ich nicht lache. Lauf ne Runde um den Block oder geh heiß duschen. Deine Frau ist nicht dein Blitzableiter. Sie hat auch Bedürfnisse, auf die du hier, wie ich mal hinweisen möchte, kein Stück eingehst. Na?

Also bei euch liegt so einiges im Argen.

Die Geschichte mit der Kollegin ist da nur die logische Konsequenz. Endlich mal einer der dich versteht, ach Gott... Dass du von Schuldgefühlen zerfressen wirst, geschieht dir ganz Recht.

Was ihr tun könnt? Reden, reden, und nochmal reden! Momentan scheint ihr aneinander vorbei zu leben und keiner nimmt Rücksicht auf den anderen.
 

oje... du auch eine Frau die dem Mann sagt: ich will keinen sex, leb damit und sei gefälligst trotzdem glücklich? 

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26. Februar um 17:42
In Antwort auf soley87

Was bist du denn für einer?

Du behandelst deine Frau zeitweise wie ein Objekt. Sie hat sich gefälligst ihre Fußnägel in deiner Wunschfarbe zu lackieren und Abends für Sex parat zu stehen. Also wie kann sie es sich wagen lieber an ihrem Handy zu spielen? Am Ende ist sie noch ein fühlender und denkender Mensch, herrje! Spaß beiseite, bei solchen Forderungen deinerseits hätte ich als deine Frau auch kein Bock auf Sex...

Dass du sie für dein persönliches Glück / Wohlempfinden verantwortlich machst finde ich furchtbar. Wenn du schlechte Laune hast, ist das dein Problem. Das einzige was da hilft, ist Sex? Dass ich nicht lache. Lauf ne Runde um den Block oder geh heiß duschen. Deine Frau ist nicht dein Blitzableiter. Sie hat auch Bedürfnisse, auf die du hier, wie ich mal hinweisen möchte, kein Stück eingehst. Na?

Also bei euch liegt so einiges im Argen.

Die Geschichte mit der Kollegin ist da nur die logische Konsequenz. Endlich mal einer der dich versteht, ach Gott... Dass du von Schuldgefühlen zerfressen wirst, geschieht dir ganz Recht.

Was ihr tun könnt? Reden, reden, und nochmal reden! Momentan scheint ihr aneinander vorbei zu leben und keiner nimmt Rücksicht auf den anderen.
 

oje... du auch eine Frau die dem Mann sagt: ich will keinen sex, leb damit und sei gefälligst trotzdem glücklich? 

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26. Februar um 17:45
In Antwort auf old_nick

Vielleicht tust du einfach zu viel für sie. Löse nicht all ihre Probleme. Lass sie mal auf die Schnauze fallen. 

Wenn es dem Menschen zu gut geht, wird er leichtsinnig.

In erster Linie solltest du, deiner Tochter zu Liebe, auf dich achten. Auf Dauer wird sich der Streß gesundheitlich auswirken.

Manchmal heißt dies Abschied nehmen und sein Leben neu ordnen. 

Es gibt leider Phasen im Leben,  wo alles zusammen kommt sowie bei dir jetzt und deine Partnerin geht darüber hinweg. 

Lass dich hier nicht zum Übeltäter abstempeln. Wärst du eine Frau würde man dir hier Händchen halten und dich trösten.

sehe ich auch so!!!  er macht viel zu viel für sie! 

vielleicht sollte die gute wieder arbeiten gehen.... tut ihr anscheinend nicht gut daheim zu sein 

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26. Februar um 17:47
In Antwort auf andersman

Hallo liebes Forum,

ich könnte wirklich etwas Rat gebrauchen. Weiß überhaupt nicht mehr was ich machen soll oder was mit mir los ist.

Ich bin verheiratet (seit 15 Jahren) und habe eine kleine Tochter (6). Wir haben ein schönes Haus - soweit alles ein Traum in Grün. In unserer Ehe kriselt es allerdings schon seit Jahren. Die Kurzfassung hier ist, dass ich mich unverstanden fühle und das Gefühl habe, dass ich nur noch selbstverständlich bin. Im Bett läuft auch quasi nichts mehr. Meine Frau geht kein Stück auf mich ein und ich kann auch reden was ich will gefühlt. Um nur ein mini kleines Beispiel zu nennen. Ich habe einen leichten Hang zu Füßen (war schon immer so) und ich hasse es wie die Pest wenn ihre Nägel nicht lackiert sind. Meine persönlichen Favoriten sind rot oder schwarz und was ich genau so hasse wie nicht lackiert sind metallische Nagellacke. Sie weiß das alles, trägt aber zu 90% silber metallisch. Das mag jetzt nach einer Nichtigkeit klingen aber mir persönlich ist das wichtig und das weiß sie auch. Ich verstehe einfach nicht warum in diesem Punkt - der nun wirklich leicht zu ändern ist - ich wie gefühlt immer praktisch ignoriert werde. Dieser Punkt des bewusst ignoriert werdens nervt mich unglaublich. Ich stehe unter massivstem Stress. Mein Vater ist sehr sehr krank, meine Mutter überfordert und ich habe einen 55 Stunden Job. Meine Frau weiß das alles sehr genau und sie weiß ebenso genau, dass praktisch die einzige Sache auf der Welt, die mich vom Grübeln abbringt Sex ist. Unsere Tochter geht um 19.30 ins Bett und da wäre jede Gelegenheit aber meine Frau zieht es vor, mit Ihrem Handy rumzuspielen statt sich mit mir zu beschäftigen. Wenn ihr doch bewusst ist wie ich bin und sie es ignoriert dann verstehe ich einfach die Gründe dafür nicht aber es macht mich unendlich wütend und traurig. Ohne stärkste Beruhigungsmittel komme ich überhaupt nicht mehr zurecht und schlafen kann ich auch kaum noch. Wenn ich versuche mit ihr über Probleme zu reden kommt immer nur: ich müsse gelassener werden und ich würde mir alles zu sehr zu Herzen nehmen. Wie soll es denn bitte auch anders sein, wenn mein Vater seit über einem Jahr langsam vor sich hin stirbt (Krebs) und dann hagelt es Schimpftiraden auf meine Mutter weil sie ständig anruft und ich hinfahren muss weil sie überhaupt nicht mit der Situation klarkommt.
Vor einigen Wochen habe ich versucht ein „ernstes“ Gespräch mit ihr zu führen und ihr unter anderem auch gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir uns einfach voneinander entfernen. Als Ergebnis bin ich jetzt der Dumme wie ich es denn wagen könne unsere Ehe in Frage zu stellen. SIE wäre schließlich glücklich. 
Ich habe versucht über die letzten Jahre hinweg wirklich alles aus dem Weg zu räumen damit sie möglichst viel Zeit hat. Sie arbeitet nicht mehr (seit etwas mehr als einem Jahr) und kann sich morgens um den Haushalt kümmern und nachmittags wenn unsere Tochter aus der Schule kommt halt um sie. Habe ich gemacht (sie war sehr angetan von der Idee) weil ich dachte, dass sie vielleicht auch einfach mehr Zeit für mich hätte wenn sie nicht mehr 25 Stunden arbeiten muss und finanziell ist das kein Problem. Pustekuchen ist. Hat rein gar nichts verändert. Ich habe mich mit all dem irgendwie arrangiert vor allem wegen unserer Tochter - auch wenn mich das sehr sehr unglücklich gemacht hat. Nichts desto trotz liebe ich meine Frau, ich bin nur nicht sicher auf welche Art. Irgendwie ähnelt das den Gefühlen, die ich für meine Schwester habe.

Anfang Januar hatten wir eine firmeninterne Veranstaltung und ich habe mich an dem Abend sehr lange mit einer Kollegin unterhalten. Sie hatte sich gerade von ihrem Freund getrennt und wir haben praktisch den ganzen Abend über geredet. Seit langem hatte ich hier das Gefühl, dass mich jemand versteht - also nicht nur die Worte sondern auch den Sinn und vor allem die DInge, die zwischen den Zeilen sind. Ende vom Lied war, dass wir an dem Abend knutschend in ihrem Auto geendet sind. Vermutlich auch etwas dem Alkohol geschuldet (parkendes Auto wohl bemerkt). Die folgenden 2 Nächte konnte ich gar nicht schlafen. Ich hatte so dermaßen Schuldgefühle, dass ich mich mehrfach übergeben musste. Schon der Anblick meiner Tochter hat mir die Tränen in die Augen getrieben. In den folgenden Wochen habe ich mehrfach versucht den Kontakt zu einer Kollegin beruflich auf ein Minimum zu reduzieren und ansonsten komplett zu unterlassen. Aber ich schaffe das einfach nicht. Sie ist total in mich verknallt - auch wohl schon seit längerer Zeit -, hat aber nie was dazu gesagt, weil sie ja wusste, dass ich verheiratet bin. Wir haben mehrfach miteinander geschlafen in den letzten Wochen aber noch viel häufiger haben wir einfach stundenlang geredet und in den letzten 4 Wochen so grob geschätzt 2 Mio WhatsApps hin und hergeschickt. Ich hatte direkt nach dem ersten Kuss schon immens stärkte Gefühle für sie; was auf Gegenseitigkeit beruht. Es ging nicht um Sex - der kam erst später. Also nicht der klassische Affairenweg. Daran wäre ich nie auch nur ansatzweise interessiert gewesen.

Ich weiß aktuell überhaupt nicht mehr was ich machen/denken/fühlen soll und ohne Beruhigungsmittel dreh ich vermutlich komplett durch. Ich bin zwischen Gefühlen und Schuldgefühlen gefangen und kann praktisch so gut wie keinen klaren Gedanken fassen.
Hat irgendwer so etwas auch schon einmal erlebt und hat irgend einen Tipp für mich was ich machen soll? Ich habe einerseits das Gefühl, dass ich ohne meine Kollegin nicht glücklich werden kann und andererseits, dass ich ebenfalls nicht glücklich werden kann wenn ich mein Kind verrate und meiner Frau den Boden unter den Füßen wegziehe weil das einfach kein Fundament sein kann.
Andererseits fühle ich mich von meiner Frau auch nicht wertgeschätzt und im Stich gelassen auch wenn ich mir ganz ganz absolut sicher bin, dass sie mich liebt...


 

Ach du hattest schon mal einen Beitrag 2017 .... hat sich ja nicht viel geändert

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26. Februar um 18:09
In Antwort auf andersman

Hallo liebes Forum,

ich könnte wirklich etwas Rat gebrauchen. Weiß überhaupt nicht mehr was ich machen soll oder was mit mir los ist.

Ich bin verheiratet (seit 15 Jahren) und habe eine kleine Tochter (6). Wir haben ein schönes Haus - soweit alles ein Traum in Grün. In unserer Ehe kriselt es allerdings schon seit Jahren. Die Kurzfassung hier ist, dass ich mich unverstanden fühle und das Gefühl habe, dass ich nur noch selbstverständlich bin. Im Bett läuft auch quasi nichts mehr. Meine Frau geht kein Stück auf mich ein und ich kann auch reden was ich will gefühlt. Um nur ein mini kleines Beispiel zu nennen. Ich habe einen leichten Hang zu Füßen (war schon immer so) und ich hasse es wie die Pest wenn ihre Nägel nicht lackiert sind. Meine persönlichen Favoriten sind rot oder schwarz und was ich genau so hasse wie nicht lackiert sind metallische Nagellacke. Sie weiß das alles, trägt aber zu 90% silber metallisch. Das mag jetzt nach einer Nichtigkeit klingen aber mir persönlich ist das wichtig und das weiß sie auch. Ich verstehe einfach nicht warum in diesem Punkt - der nun wirklich leicht zu ändern ist - ich wie gefühlt immer praktisch ignoriert werde. Dieser Punkt des bewusst ignoriert werdens nervt mich unglaublich. Ich stehe unter massivstem Stress. Mein Vater ist sehr sehr krank, meine Mutter überfordert und ich habe einen 55 Stunden Job. Meine Frau weiß das alles sehr genau und sie weiß ebenso genau, dass praktisch die einzige Sache auf der Welt, die mich vom Grübeln abbringt Sex ist. Unsere Tochter geht um 19.30 ins Bett und da wäre jede Gelegenheit aber meine Frau zieht es vor, mit Ihrem Handy rumzuspielen statt sich mit mir zu beschäftigen. Wenn ihr doch bewusst ist wie ich bin und sie es ignoriert dann verstehe ich einfach die Gründe dafür nicht aber es macht mich unendlich wütend und traurig. Ohne stärkste Beruhigungsmittel komme ich überhaupt nicht mehr zurecht und schlafen kann ich auch kaum noch. Wenn ich versuche mit ihr über Probleme zu reden kommt immer nur: ich müsse gelassener werden und ich würde mir alles zu sehr zu Herzen nehmen. Wie soll es denn bitte auch anders sein, wenn mein Vater seit über einem Jahr langsam vor sich hin stirbt (Krebs) und dann hagelt es Schimpftiraden auf meine Mutter weil sie ständig anruft und ich hinfahren muss weil sie überhaupt nicht mit der Situation klarkommt.
Vor einigen Wochen habe ich versucht ein „ernstes“ Gespräch mit ihr zu führen und ihr unter anderem auch gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir uns einfach voneinander entfernen. Als Ergebnis bin ich jetzt der Dumme wie ich es denn wagen könne unsere Ehe in Frage zu stellen. SIE wäre schließlich glücklich. 
Ich habe versucht über die letzten Jahre hinweg wirklich alles aus dem Weg zu räumen damit sie möglichst viel Zeit hat. Sie arbeitet nicht mehr (seit etwas mehr als einem Jahr) und kann sich morgens um den Haushalt kümmern und nachmittags wenn unsere Tochter aus der Schule kommt halt um sie. Habe ich gemacht (sie war sehr angetan von der Idee) weil ich dachte, dass sie vielleicht auch einfach mehr Zeit für mich hätte wenn sie nicht mehr 25 Stunden arbeiten muss und finanziell ist das kein Problem. Pustekuchen ist. Hat rein gar nichts verändert. Ich habe mich mit all dem irgendwie arrangiert vor allem wegen unserer Tochter - auch wenn mich das sehr sehr unglücklich gemacht hat. Nichts desto trotz liebe ich meine Frau, ich bin nur nicht sicher auf welche Art. Irgendwie ähnelt das den Gefühlen, die ich für meine Schwester habe.

Anfang Januar hatten wir eine firmeninterne Veranstaltung und ich habe mich an dem Abend sehr lange mit einer Kollegin unterhalten. Sie hatte sich gerade von ihrem Freund getrennt und wir haben praktisch den ganzen Abend über geredet. Seit langem hatte ich hier das Gefühl, dass mich jemand versteht - also nicht nur die Worte sondern auch den Sinn und vor allem die DInge, die zwischen den Zeilen sind. Ende vom Lied war, dass wir an dem Abend knutschend in ihrem Auto geendet sind. Vermutlich auch etwas dem Alkohol geschuldet (parkendes Auto wohl bemerkt). Die folgenden 2 Nächte konnte ich gar nicht schlafen. Ich hatte so dermaßen Schuldgefühle, dass ich mich mehrfach übergeben musste. Schon der Anblick meiner Tochter hat mir die Tränen in die Augen getrieben. In den folgenden Wochen habe ich mehrfach versucht den Kontakt zu einer Kollegin beruflich auf ein Minimum zu reduzieren und ansonsten komplett zu unterlassen. Aber ich schaffe das einfach nicht. Sie ist total in mich verknallt - auch wohl schon seit längerer Zeit -, hat aber nie was dazu gesagt, weil sie ja wusste, dass ich verheiratet bin. Wir haben mehrfach miteinander geschlafen in den letzten Wochen aber noch viel häufiger haben wir einfach stundenlang geredet und in den letzten 4 Wochen so grob geschätzt 2 Mio WhatsApps hin und hergeschickt. Ich hatte direkt nach dem ersten Kuss schon immens stärkte Gefühle für sie; was auf Gegenseitigkeit beruht. Es ging nicht um Sex - der kam erst später. Also nicht der klassische Affairenweg. Daran wäre ich nie auch nur ansatzweise interessiert gewesen.

Ich weiß aktuell überhaupt nicht mehr was ich machen/denken/fühlen soll und ohne Beruhigungsmittel dreh ich vermutlich komplett durch. Ich bin zwischen Gefühlen und Schuldgefühlen gefangen und kann praktisch so gut wie keinen klaren Gedanken fassen.
Hat irgendwer so etwas auch schon einmal erlebt und hat irgend einen Tipp für mich was ich machen soll? Ich habe einerseits das Gefühl, dass ich ohne meine Kollegin nicht glücklich werden kann und andererseits, dass ich ebenfalls nicht glücklich werden kann wenn ich mein Kind verrate und meiner Frau den Boden unter den Füßen wegziehe weil das einfach kein Fundament sein kann.
Andererseits fühle ich mich von meiner Frau auch nicht wertgeschätzt und im Stich gelassen auch wenn ich mir ganz ganz absolut sicher bin, dass sie mich liebt...


 

tja, lieber andersmann,

da hast du doch bereits den Klassiker hingelegt. Dein Problem mit dem Nagellack ist deutlich schwerwiegender als du es darstellen möchtest, denn es ist das Symptom für das dahinter liegende Problem. Ihr nehmt euch nur noch als WG Genossen, Erziehungspartner und Eltern- bzw. Kindbetreuer wahr, aber nicht mehr als Mann und Frau bzw. als Sexualpartner.

Obwohl euer Leben total fröhsi organisiert sein mag, mit Haus, Kind und Hund und vielleicht noch Reitpferd, Segelyacht und Sportcabrio - oder was auch immer man als Wohlstandsinsignien einsetzen mag - in eurer Partnerschaft dürfte es bereits seit Jahren kriseln. Und je mehr Jahre du wartest, desto unüberbrückbarer werden die Differenzen werden und desto weiter werdet ihr euch auseinander entwickeln. Bzw. habt ihr ja bereits, denn du verkehrst ja bereits mit deiner verständnisvollen Kollegin. Die Schuldgefühle kannst du dir übrigens schenken, du bist ein erwachsener Mann und erwachsene Leute sollten wissen, wo sie ihre Geschlechtsteile reinstecken. Steh dazu, das ist ehrlicher und für eine Bewältigung eurer Beziehungskrise deutlich sinnvoller!

Wenn dir also an einer Fortsetzung deiner Ehe gelegen sein sollte, dann suche das Gespräch mit deiner Frau und mache ihr den Ernst der Lage klar. Und ich an deiner Stelle würde auch mehr von ihr fordern. Das mag jetzt seltsam klingen, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es wenig Sinn hat, das Eheweibchen zum Luxuspüppchen umzufunktionieren, was nie mehr arbeiten muss und sich nur noch um Haushalt und Kinder kümmern, und ansonsten auf eine perfekte Maniküre und akkurat sitzende Strumpfnähte achten soll. Diese Bilder taugen nur was fürs Kopfkino, im echten Leben zählen andere Dinge. Ihr seid Partner, Ehepartner, also organisiert euch bitte euren Ehealltag, die Belastungen, aber auch die Freuden des Ehelebens partnerschaftlich!

Wünsch dir alles Glüch und freundliche Grüße,
Christoph

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26. Februar um 18:22
In Antwort auf py158

tja, lieber andersmann,

da hast du doch bereits den Klassiker hingelegt. Dein Problem mit dem Nagellack ist deutlich schwerwiegender als du es darstellen möchtest, denn es ist das Symptom für das dahinter liegende Problem. Ihr nehmt euch nur noch als WG Genossen, Erziehungspartner und Eltern- bzw. Kindbetreuer wahr, aber nicht mehr als Mann und Frau bzw. als Sexualpartner.

Obwohl euer Leben total fröhsi organisiert sein mag, mit Haus, Kind und Hund und vielleicht noch Reitpferd, Segelyacht und Sportcabrio - oder was auch immer man als Wohlstandsinsignien einsetzen mag - in eurer Partnerschaft dürfte es bereits seit Jahren kriseln. Und je mehr Jahre du wartest, desto unüberbrückbarer werden die Differenzen werden und desto weiter werdet ihr euch auseinander entwickeln. Bzw. habt ihr ja bereits, denn du verkehrst ja bereits mit deiner verständnisvollen Kollegin. Die Schuldgefühle kannst du dir übrigens schenken, du bist ein erwachsener Mann und erwachsene Leute sollten wissen, wo sie ihre Geschlechtsteile reinstecken. Steh dazu, das ist ehrlicher und für eine Bewältigung eurer Beziehungskrise deutlich sinnvoller!

Wenn dir also an einer Fortsetzung deiner Ehe gelegen sein sollte, dann suche das Gespräch mit deiner Frau und mache ihr den Ernst der Lage klar. Und ich an deiner Stelle würde auch mehr von ihr fordern. Das mag jetzt seltsam klingen, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es wenig Sinn hat, das Eheweibchen zum Luxuspüppchen umzufunktionieren, was nie mehr arbeiten muss und sich nur noch um Haushalt und Kinder kümmern, und ansonsten auf eine perfekte Maniküre und akkurat sitzende Strumpfnähte achten soll. Diese Bilder taugen nur was fürs Kopfkino, im echten Leben zählen andere Dinge. Ihr seid Partner, Ehepartner, also organisiert euch bitte euren Ehealltag, die Belastungen, aber auch die Freuden des Ehelebens partnerschaftlich!

Wünsch dir alles Glüch und freundliche Grüße,
Christoph

Und ich an deiner Stelle würde auch mehr von ihr fordern. Das mag jetzt seltsam klingen, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es wenig Sinn hat, das Eheweibchen zum Luxuspüppchen umzufunktionieren, was nie mehr arbeiten muss und sich nur noch um Haushalt und Kinder kümmern, und ansonsten auf eine perfekte Maniküre und akkurat sitzende Strumpfnähte achten soll. 

Für seine Frau wird es ganz einfach sein, einen neuen Partner für sich zu finden, der ebenfalls gut fordern kann. Die Frage ist, wie der TE irgend eine Frau so glücklich machen kann. Meine Prognose ist dann eher negativ, egal, ob es die zur Zeit attraktive Arbeitskollegin ist oder irgendeine andere Frau. 
 
"Nur Haushalt und Kinder": Einmal hochgeschätzt, einmal abgewertete typische Frauenaufgabe. Durchgehende Anerkennung ist sinnvoller. 

Perfekte Maniküre: Das ist auch er, der es sich so wünscht. 

Ich würde ihn nicht darin ermuntern, die Fehler noch zu verstärken. Im Gegenteil, er sollte daran arbeiten im eigenen Interesse. Wenn das funktioniert, kann sich auch das Sexleben wieder normalisieren. 

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26. Februar um 18:34
In Antwort auf andersman

Hallo liebes Forum,

ich könnte wirklich etwas Rat gebrauchen. Weiß überhaupt nicht mehr was ich machen soll oder was mit mir los ist.

Ich bin verheiratet (seit 15 Jahren) und habe eine kleine Tochter (6). Wir haben ein schönes Haus - soweit alles ein Traum in Grün. In unserer Ehe kriselt es allerdings schon seit Jahren. Die Kurzfassung hier ist, dass ich mich unverstanden fühle und das Gefühl habe, dass ich nur noch selbstverständlich bin. Im Bett läuft auch quasi nichts mehr. Meine Frau geht kein Stück auf mich ein und ich kann auch reden was ich will gefühlt. Um nur ein mini kleines Beispiel zu nennen. Ich habe einen leichten Hang zu Füßen (war schon immer so) und ich hasse es wie die Pest wenn ihre Nägel nicht lackiert sind. Meine persönlichen Favoriten sind rot oder schwarz und was ich genau so hasse wie nicht lackiert sind metallische Nagellacke. Sie weiß das alles, trägt aber zu 90% silber metallisch. Das mag jetzt nach einer Nichtigkeit klingen aber mir persönlich ist das wichtig und das weiß sie auch. Ich verstehe einfach nicht warum in diesem Punkt - der nun wirklich leicht zu ändern ist - ich wie gefühlt immer praktisch ignoriert werde. Dieser Punkt des bewusst ignoriert werdens nervt mich unglaublich. Ich stehe unter massivstem Stress. Mein Vater ist sehr sehr krank, meine Mutter überfordert und ich habe einen 55 Stunden Job. Meine Frau weiß das alles sehr genau und sie weiß ebenso genau, dass praktisch die einzige Sache auf der Welt, die mich vom Grübeln abbringt Sex ist. Unsere Tochter geht um 19.30 ins Bett und da wäre jede Gelegenheit aber meine Frau zieht es vor, mit Ihrem Handy rumzuspielen statt sich mit mir zu beschäftigen. Wenn ihr doch bewusst ist wie ich bin und sie es ignoriert dann verstehe ich einfach die Gründe dafür nicht aber es macht mich unendlich wütend und traurig. Ohne stärkste Beruhigungsmittel komme ich überhaupt nicht mehr zurecht und schlafen kann ich auch kaum noch. Wenn ich versuche mit ihr über Probleme zu reden kommt immer nur: ich müsse gelassener werden und ich würde mir alles zu sehr zu Herzen nehmen. Wie soll es denn bitte auch anders sein, wenn mein Vater seit über einem Jahr langsam vor sich hin stirbt (Krebs) und dann hagelt es Schimpftiraden auf meine Mutter weil sie ständig anruft und ich hinfahren muss weil sie überhaupt nicht mit der Situation klarkommt.
Vor einigen Wochen habe ich versucht ein „ernstes“ Gespräch mit ihr zu führen und ihr unter anderem auch gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir uns einfach voneinander entfernen. Als Ergebnis bin ich jetzt der Dumme wie ich es denn wagen könne unsere Ehe in Frage zu stellen. SIE wäre schließlich glücklich. 
Ich habe versucht über die letzten Jahre hinweg wirklich alles aus dem Weg zu räumen damit sie möglichst viel Zeit hat. Sie arbeitet nicht mehr (seit etwas mehr als einem Jahr) und kann sich morgens um den Haushalt kümmern und nachmittags wenn unsere Tochter aus der Schule kommt halt um sie. Habe ich gemacht (sie war sehr angetan von der Idee) weil ich dachte, dass sie vielleicht auch einfach mehr Zeit für mich hätte wenn sie nicht mehr 25 Stunden arbeiten muss und finanziell ist das kein Problem. Pustekuchen ist. Hat rein gar nichts verändert. Ich habe mich mit all dem irgendwie arrangiert vor allem wegen unserer Tochter - auch wenn mich das sehr sehr unglücklich gemacht hat. Nichts desto trotz liebe ich meine Frau, ich bin nur nicht sicher auf welche Art. Irgendwie ähnelt das den Gefühlen, die ich für meine Schwester habe.

Anfang Januar hatten wir eine firmeninterne Veranstaltung und ich habe mich an dem Abend sehr lange mit einer Kollegin unterhalten. Sie hatte sich gerade von ihrem Freund getrennt und wir haben praktisch den ganzen Abend über geredet. Seit langem hatte ich hier das Gefühl, dass mich jemand versteht - also nicht nur die Worte sondern auch den Sinn und vor allem die DInge, die zwischen den Zeilen sind. Ende vom Lied war, dass wir an dem Abend knutschend in ihrem Auto geendet sind. Vermutlich auch etwas dem Alkohol geschuldet (parkendes Auto wohl bemerkt). Die folgenden 2 Nächte konnte ich gar nicht schlafen. Ich hatte so dermaßen Schuldgefühle, dass ich mich mehrfach übergeben musste. Schon der Anblick meiner Tochter hat mir die Tränen in die Augen getrieben. In den folgenden Wochen habe ich mehrfach versucht den Kontakt zu einer Kollegin beruflich auf ein Minimum zu reduzieren und ansonsten komplett zu unterlassen. Aber ich schaffe das einfach nicht. Sie ist total in mich verknallt - auch wohl schon seit längerer Zeit -, hat aber nie was dazu gesagt, weil sie ja wusste, dass ich verheiratet bin. Wir haben mehrfach miteinander geschlafen in den letzten Wochen aber noch viel häufiger haben wir einfach stundenlang geredet und in den letzten 4 Wochen so grob geschätzt 2 Mio WhatsApps hin und hergeschickt. Ich hatte direkt nach dem ersten Kuss schon immens stärkte Gefühle für sie; was auf Gegenseitigkeit beruht. Es ging nicht um Sex - der kam erst später. Also nicht der klassische Affairenweg. Daran wäre ich nie auch nur ansatzweise interessiert gewesen.

Ich weiß aktuell überhaupt nicht mehr was ich machen/denken/fühlen soll und ohne Beruhigungsmittel dreh ich vermutlich komplett durch. Ich bin zwischen Gefühlen und Schuldgefühlen gefangen und kann praktisch so gut wie keinen klaren Gedanken fassen.
Hat irgendwer so etwas auch schon einmal erlebt und hat irgend einen Tipp für mich was ich machen soll? Ich habe einerseits das Gefühl, dass ich ohne meine Kollegin nicht glücklich werden kann und andererseits, dass ich ebenfalls nicht glücklich werden kann wenn ich mein Kind verrate und meiner Frau den Boden unter den Füßen wegziehe weil das einfach kein Fundament sein kann.
Andererseits fühle ich mich von meiner Frau auch nicht wertgeschätzt und im Stich gelassen auch wenn ich mir ganz ganz absolut sicher bin, dass sie mich liebt...


 

Ein sehr gut gemeinter Tipp, jetzt, wo wirklich alles aus dem Ruder läuft... . Sag ihr klipp und klar, was Sache ist, in der Regel ändert sich dann schlagartig etwas. 
Reite dich nicht noch länger in etwas hinein, denn umso schwerer wird es, da raus zu finden. (Affaire).
Glaub mir, ich spreche aus Erfahrung. 
Habe das alles zeitnah selbst durchgemach, allerdings war ich die Frau, welche, wie mein Nochmann meint, ihren Mann nicht mehr wertgeschätzt hat.
So hatte er über Jahre hinweg wohl unzählige Affairen.... . 
Als er gezwungenerrmaßen mit - für mich sehr verletzenden - Tatsachen rausrücken musste, war alles zu spät. Ich sage heute noch, zeitnah klipp und klar geredet, (damit meine ich natürlich auch deinen Ausbruch ins "verstehen werden" hätte es sich alles in eine andere Richtung als nicht die Trennung wenden können. Nichts Schlimmeres als jahrelange Lügen, auf die ein Partner zurückblicken muss .
Glaub mir, dein momentaner Weg ist keine Lösung. Ich lese auch heraus, dass du das wohl selbst weisst. Also, geh lieber diese Tage
"einmal durch die Hölle und zurück", denn wie gesagt, nur so besteht Hoffnung auf Rettung eurer Ehe. Oder willst du weiterhin unglücklich und mit schlechtem Gewissen leben? 

LG und alles Gute

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26. Februar um 18:37
In Antwort auf anne234

Und ich an deiner Stelle würde auch mehr von ihr fordern. Das mag jetzt seltsam klingen, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es wenig Sinn hat, das Eheweibchen zum Luxuspüppchen umzufunktionieren, was nie mehr arbeiten muss und sich nur noch um Haushalt und Kinder kümmern, und ansonsten auf eine perfekte Maniküre und akkurat sitzende Strumpfnähte achten soll. 

Für seine Frau wird es ganz einfach sein, einen neuen Partner für sich zu finden, der ebenfalls gut fordern kann. Die Frage ist, wie der TE irgend eine Frau so glücklich machen kann. Meine Prognose ist dann eher negativ, egal, ob es die zur Zeit attraktive Arbeitskollegin ist oder irgendeine andere Frau. 
 
"Nur Haushalt und Kinder": Einmal hochgeschätzt, einmal abgewertete typische Frauenaufgabe. Durchgehende Anerkennung ist sinnvoller. 

Perfekte Maniküre: Das ist auch er, der es sich so wünscht. 

Ich würde ihn nicht darin ermuntern, die Fehler noch zu verstärken. Im Gegenteil, er sollte daran arbeiten im eigenen Interesse. Wenn das funktioniert, kann sich auch das Sexleben wieder normalisieren. 

liebe anne234,

ich habe bewusst überspitzt formuliert. Die perfekte Maniküre (die er sich deinen Worten zufolge wünscht) ist kein FEHLER, sondern ein Wunsch! Fehler wäre es allenfalls, diesen Wunsch zu ignorieren bzw. konterkarieren. Es ist eine kleine Äußerlichkeit, an der man vieles, was tiefer dahinter liegen dürfte, erkennen kann. Und selbstverständlich ist die Thematik "Haushalt und Kinder" anzuerkennen. Es ist aber auch anzuerkennen, dass die zwei Eheleute eben nicht nur zusammen wohnen, zusammen ihre Kinder betreuen, zusammen ihre oder seine Eltern betreuen und zusammen den Haushalt wuppen sollten, sondern eben auch noch ein Leben als Mann und Frau führen sollten, und das schließt Sexualität bekanntermaßen mit ein.

Und genau dieser Bereich liegt seit Jahren im Argen, was mit Haus, Eltern, Kind(ern) und Haushalt absolut nullkommajosef zu tun hat. Der Nagellack ist nur das äußere Bild für diesen jahrelangen Missstand.

Freundliche Grüße,
Christoph

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26. Februar um 18:37
In Antwort auf melonchen1

Vor allem solltest du endlich mal zusehen, dass es dir besser geht!
Was du über deine Belastungen schreibst, läufst du absolut am Limit psychisch gesehen - bzw. schon drüber! Das wird nicht lange gut gehen und das wird dir auch jede Beziehung zerstören auf Dauer.
In dieser Situation solltest du auch keine großen Entscheidungen treffen, weil garantiert alles unter dem Eindruck dieser Belastungen steht.

Ach ja, ganz vergessen  lass die Nagelgeschichte auf sich beruhen. Ist doch echt doof. Wenn es ihr nicht gefällt, das dürfte kein Scheiterungsgrund einer Ehe sein 
LG

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26. Februar um 21:59
In Antwort auf carina2019

oje... du auch eine Frau die dem Mann sagt: ich will keinen sex, leb damit und sei gefälligst trotzdem glücklich? 

Nein. Weiß auch nicht was ich mit der Geschichte des TE zu tun haben soll.

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27. Februar um 9:19
In Antwort auf soley87

Nein. Weiß auch nicht was ich mit der Geschichte des TE zu tun haben soll.

ja weil man sonst normal keine so dämliche antwort gibt von wegen: sie will keinen s*x, leb damit

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27. Februar um 9:20
In Antwort auf py158

tja, lieber andersmann,

da hast du doch bereits den Klassiker hingelegt. Dein Problem mit dem Nagellack ist deutlich schwerwiegender als du es darstellen möchtest, denn es ist das Symptom für das dahinter liegende Problem. Ihr nehmt euch nur noch als WG Genossen, Erziehungspartner und Eltern- bzw. Kindbetreuer wahr, aber nicht mehr als Mann und Frau bzw. als Sexualpartner.

Obwohl euer Leben total fröhsi organisiert sein mag, mit Haus, Kind und Hund und vielleicht noch Reitpferd, Segelyacht und Sportcabrio - oder was auch immer man als Wohlstandsinsignien einsetzen mag - in eurer Partnerschaft dürfte es bereits seit Jahren kriseln. Und je mehr Jahre du wartest, desto unüberbrückbarer werden die Differenzen werden und desto weiter werdet ihr euch auseinander entwickeln. Bzw. habt ihr ja bereits, denn du verkehrst ja bereits mit deiner verständnisvollen Kollegin. Die Schuldgefühle kannst du dir übrigens schenken, du bist ein erwachsener Mann und erwachsene Leute sollten wissen, wo sie ihre Geschlechtsteile reinstecken. Steh dazu, das ist ehrlicher und für eine Bewältigung eurer Beziehungskrise deutlich sinnvoller!

Wenn dir also an einer Fortsetzung deiner Ehe gelegen sein sollte, dann suche das Gespräch mit deiner Frau und mache ihr den Ernst der Lage klar. Und ich an deiner Stelle würde auch mehr von ihr fordern. Das mag jetzt seltsam klingen, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es wenig Sinn hat, das Eheweibchen zum Luxuspüppchen umzufunktionieren, was nie mehr arbeiten muss und sich nur noch um Haushalt und Kinder kümmern, und ansonsten auf eine perfekte Maniküre und akkurat sitzende Strumpfnähte achten soll. Diese Bilder taugen nur was fürs Kopfkino, im echten Leben zählen andere Dinge. Ihr seid Partner, Ehepartner, also organisiert euch bitte euren Ehealltag, die Belastungen, aber auch die Freuden des Ehelebens partnerschaftlich!

Wünsch dir alles Glüch und freundliche Grüße,
Christoph

genau!
er sollte endlich klartext mit ihr sprechen, dass es so nicht weitergeht!
dass er unglücklich ist und die ehe so nicht weiterführen kann wenn sie nicht an der beziehung arbeiten!

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27. Februar um 9:24
In Antwort auf carina2019

ja weil man sonst normal keine so dämliche antwort gibt von wegen: sie will keinen s*x, leb damit

Das habe ich nie gesagt. Brauchst mich nicht blöd anmachen, nur weil du irgendwas in meine Aussagen hinein interpretierst.

Und nochmal: Was hat meine Person mit dem Problem des TE zu tun?

Eine eigene Meinung werde ich ja wohl noch haben dürfen

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1. März um 3:46

Antworte jetzt mal allgemein in die Runde ...

Mir ist sehr wohl bewusst, dass die Nagellack Thematik auf viel tiefer liegende Gründe schließen lässt. Das war ja auch der Grund warum ich das ganze überhaupt geschrieben habe. Mir geht es im Grunde auch nicht um Nagellack oder keinen sondern genau UM dieses dahinterliegende Problem. Ich verstehe es nicht.

Mein Ansatz ist immer gewesen, dass ich versucht habe meiner Freundin/Frau zu gefallen und ihr allgemein ein gutes Gefühl zu geben. So gut, wie ich es eben kann. Meiner Frau gefallen nun mal Bärte (sie sagt immer: ein Mann ohne Bart ist nur ein Junge). Also trag ich eben einen. Wenn meine Frau in ein Musical möchte und es erwähnt besorge ich eben die Karten - weil ich möchte, dass sie glücklich ist und in dem Beispiel geht es nun mal nicht um die Karten sondern darum, dass ich ihr damit zeige, dass ich ihr zuhöre und ihr eine Freude machen möchte. NUR darum geht es dabei. Aus meiner Sicht ist es ein kleiner Wunsch/Splien von mir. Nicht mehr und nicht weniger. Für mich fühlt sich das einfach so an, als wenn ich ihr einfach nicht wichtig genug bin. DAS ist der Punkt.

Thema Sex: auch ein Punkt, den ich nicht begreifen kann. Vielleicht bin ich einfach zu dumm. Es ist nicht so, dass es darüber keine Gespräche gegeben hätte... unzählige. Ich habe sie immer gefragt ob sie etwas anderes probieren möchte aber es kam immer nur: nein, es ist toll so wie es ist. Wenn es Gespräche dazu gibt sagt sie auch immer (überzeugend), dass sie gerne Sex mit mir hat. Wenn das also etwas positives ist und sie zudem weiß, dass es mir sehr unglücklich macht "ignoriert" zu werden ... WARUM tut sie es? DAS ist der Punkt, der mir an die Nieren geht. Ich bin extrem geschult in Rhetorik und dem Lesen von Reaktionen. Es ist relativ schwierig mit im direkten Gespräch zu belügen - speziell wenn ich jemanden kenne und sie lügt nicht, wenn sie sagt, dass sie den Sex mit mir gerne mag und ihr nichts fehlt. Dann kommen Sätze wie: "ich bin mir ja bewusst, dass ich dich Vernachlässige." - ein Satz, der mich schon in der Formulierung stört weil er anklingen lässt, dass sie das eh nur "mir zu liebe tut". Auch wenn es vermutlich nicht so ist. Ich verstehe das nicht obgleich ich mich extremst bemüht habe mich in ihre Lage zu versetzen.

Wenn ich mit ihr so richtig ernste Gespräche führe ändert sie schlagartig ihr Verhalten. Hält zwischen 3 Tagen und 2 Wochen - dann ist alles wieder beim Alten. Ich habe erst vor 2 Wochen ein Gespräch mit ihr geführt und ihr relativ deutlich gesagt, dass mir alles zu viel ist im Moment, dass ich mich nicht verstanden fühle von ihr und Zitat: "wir uns voneinander entfernen". Die Antwort war: ich solle gelassener sein und es wäre unverschämt unsere Ehe in Zweifel zu ziehen. Sie wäre sehr glücklich und ich müsste das auch sein. So schlimm wäre alles gar nicht. Ich solle zum Psychologen gehen damit ich besser mit Stress umgehen kann. Eheprobleme würde sie sich von mir nicht einreden lassen. Ich wusste echt nicht mehr was ich dazu noch sagen sollte - und DAS passiert mir praktisch NIE.

Meine Frau ist kein Püppchen oder dumm. Ich bin mir sicher, dass sie mich liebt (der grund warum ich überhaupt noch da bin) und auch das Leben zu schätzen weiß, dass sie führen kann. Aber wenn das so ist verstehe ich ihr Handeln einfach nicht. Sie sagt mir im Moment ständig, dass sie mich liebt - und ich glaube ihr das auch. Aber es gibt irgendwie eine Diskrepanz zwischen Worten und Handeln. 
Wenn ich mir selber die Frage stelle ob ich sie noch liebe komme ich zu einem Ja ... aber ich weiß nciht auf welche Weise. Das fühlt sich fast nach Schwester an - dennoch nicht ganz. Ich weiß nicht ob ich SIE liebe oder Erinnerungen an sie und wir hatten wirklich schöne Zeiten (auch schwere). Das setzt mir echt zu.

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1. März um 12:15

Ihr habt Eheprobleme. Weil du ein Problem hast und dazu gehörst - dass sie das nicht versteht zeugt von sehr wenig Einfühlungsvermögen oder davon,  dass sie irgendwann mal gelernt hat,  Probleme zu ignorieren,  als würde das irgendetwas aus der Welt schaffen. 

Lasse dir nicht einreden, dass du allein das Problem wärst. Sie muss verstehen,  dass eine Beziehung aus 2 besteht und sie ihren Teil beiträgt. Jeder Psychologe wird dir das genau so raten. 

Klar kannst du an dir arbeiten,  dich optimieren,  was tun dass du besser mit bestimmten Situationen anders umgehen kannst. Aber bist das noch wirklich du, der da drinnen ist? Oder eine an Ecken und Kanten abgehobelte Form? Für den Beziehungsteil in deinem Leben wirst du auf diese Art und Weise unglücklich. 

Eigentlich kann sich deine Frau glücklich schätzen,  dass dir so viel an der Qualität eures Miteinanders liegt. Andere würden sich zurück ziehen,  ihr Programm abspulen und irgendwann im außen den Teil erfüllen,  der im inneren der Beziehung nicht mehr erfüllend ist. Du lässt nicht locker. Ich finde das gut und aufrichtig. Authentisch. Und dadurch auch angreifbar. Wenn statt der Angriffe wieder zärtliche (leidenschaftliche, wohlwollende) Berührungen Einzug halten, habt ihr etwas bewegt. 

Dafür wünsche ich dir alles gute!

Frau evi

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1. März um 16:36
In Antwort auf andersman

Antworte jetzt mal allgemein in die Runde ...

Mir ist sehr wohl bewusst, dass die Nagellack Thematik auf viel tiefer liegende Gründe schließen lässt. Das war ja auch der Grund warum ich das ganze überhaupt geschrieben habe. Mir geht es im Grunde auch nicht um Nagellack oder keinen sondern genau UM dieses dahinterliegende Problem. Ich verstehe es nicht.

Mein Ansatz ist immer gewesen, dass ich versucht habe meiner Freundin/Frau zu gefallen und ihr allgemein ein gutes Gefühl zu geben. So gut, wie ich es eben kann. Meiner Frau gefallen nun mal Bärte (sie sagt immer: ein Mann ohne Bart ist nur ein Junge). Also trag ich eben einen. Wenn meine Frau in ein Musical möchte und es erwähnt besorge ich eben die Karten - weil ich möchte, dass sie glücklich ist und in dem Beispiel geht es nun mal nicht um die Karten sondern darum, dass ich ihr damit zeige, dass ich ihr zuhöre und ihr eine Freude machen möchte. NUR darum geht es dabei. Aus meiner Sicht ist es ein kleiner Wunsch/Splien von mir. Nicht mehr und nicht weniger. Für mich fühlt sich das einfach so an, als wenn ich ihr einfach nicht wichtig genug bin. DAS ist der Punkt.

Thema Sex: auch ein Punkt, den ich nicht begreifen kann. Vielleicht bin ich einfach zu dumm. Es ist nicht so, dass es darüber keine Gespräche gegeben hätte... unzählige. Ich habe sie immer gefragt ob sie etwas anderes probieren möchte aber es kam immer nur: nein, es ist toll so wie es ist. Wenn es Gespräche dazu gibt sagt sie auch immer (überzeugend), dass sie gerne Sex mit mir hat. Wenn das also etwas positives ist und sie zudem weiß, dass es mir sehr unglücklich macht "ignoriert" zu werden ... WARUM tut sie es? DAS ist der Punkt, der mir an die Nieren geht. Ich bin extrem geschult in Rhetorik und dem Lesen von Reaktionen. Es ist relativ schwierig mit im direkten Gespräch zu belügen - speziell wenn ich jemanden kenne und sie lügt nicht, wenn sie sagt, dass sie den Sex mit mir gerne mag und ihr nichts fehlt. Dann kommen Sätze wie: "ich bin mir ja bewusst, dass ich dich Vernachlässige." - ein Satz, der mich schon in der Formulierung stört weil er anklingen lässt, dass sie das eh nur "mir zu liebe tut". Auch wenn es vermutlich nicht so ist. Ich verstehe das nicht obgleich ich mich extremst bemüht habe mich in ihre Lage zu versetzen.

Wenn ich mit ihr so richtig ernste Gespräche führe ändert sie schlagartig ihr Verhalten. Hält zwischen 3 Tagen und 2 Wochen - dann ist alles wieder beim Alten. Ich habe erst vor 2 Wochen ein Gespräch mit ihr geführt und ihr relativ deutlich gesagt, dass mir alles zu viel ist im Moment, dass ich mich nicht verstanden fühle von ihr und Zitat: "wir uns voneinander entfernen". Die Antwort war: ich solle gelassener sein und es wäre unverschämt unsere Ehe in Zweifel zu ziehen. Sie wäre sehr glücklich und ich müsste das auch sein. So schlimm wäre alles gar nicht. Ich solle zum Psychologen gehen damit ich besser mit Stress umgehen kann. Eheprobleme würde sie sich von mir nicht einreden lassen. Ich wusste echt nicht mehr was ich dazu noch sagen sollte - und DAS passiert mir praktisch NIE.

Meine Frau ist kein Püppchen oder dumm. Ich bin mir sicher, dass sie mich liebt (der grund warum ich überhaupt noch da bin) und auch das Leben zu schätzen weiß, dass sie führen kann. Aber wenn das so ist verstehe ich ihr Handeln einfach nicht. Sie sagt mir im Moment ständig, dass sie mich liebt - und ich glaube ihr das auch. Aber es gibt irgendwie eine Diskrepanz zwischen Worten und Handeln. 
Wenn ich mir selber die Frage stelle ob ich sie noch liebe komme ich zu einem Ja ... aber ich weiß nciht auf welche Weise. Das fühlt sich fast nach Schwester an - dennoch nicht ganz. Ich weiß nicht ob ich SIE liebe oder Erinnerungen an sie und wir hatten wirklich schöne Zeiten (auch schwere). Das setzt mir echt zu.

in einem geb ich ihr recht:  such dir einen Psychologen!!!   
ABER nur deswegen, damit du es dann endlich schaffst dich von ihr zu trennen!!   


schlimm wie egal dass du ihr bist 

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1. März um 17:53

Lieber TE, du fährst dein Leben vollgas an die Wand. So eine enorme Belastung unter der du stehst, jetzt auch noch zusätzlich eine Geliebte, du tanzt auf tausend Hochzeiten und merkst offenbar garnicht, wie viel du dir zumutest. DU selbst musst dein Leben so gestalten, dass es für dich erträglich ist, DU musst auf dich achten, für dich sorgen, dir zuhören, stattdessen übergehst DU sträflich ständig deine eigenen körperlichen und seelischen Grenzen. Die Damen werden das nicht auffangen, das ist auch nicht deren Aufgabe, es ist DEINE. Ich kann ebenfalls nicht fassen, wie egal DU DIR selber bist. Du wirst schon bald ein ausgebranntes Wrack sein, sowas will keine Frau und wenn du ihr noch so viele Musicalkarten schenkst. Eine Frau braucht einen gesunden ansprechbaren Partner, keinen der mit 210 Sachen blindlings durchs Leben prescht und mit Vollgas an die Wand brettert. Und das tust du gerade! Halte bitte inne, du bist auf dem Holzweg.

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