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Können zwei sehr verschiedene Menschen zusammen passen?

25. März 2015 um 19:52 Letzte Antwort: 26. März 2015 um 20:03

Ich liebe meinen Freund. Er ist ein ganz toller Mann. Doch wie das immer so ist, folgt auch hier leider noch ein zwei kleine Abers, denn meine Eltern können ihn irgendwie nicht akzeptieren. Mein Freund und ich reden oft über die Zukunft und meine Eltern bekommen auch mit, dass es uns ernst miteinander ist und versuchen mir ihn auszureden. Erst gestern wieder hat mein Vater versucht mir ins Gewissen zu reden. Die Punkte von meinem Vater sind, dass ich zu jung sei und mir so viele Türen noch offen stehen. Er betont es immer, dass er mich extra anders erzogen hat als das sonst bei Mädchen in seiner Familie sonst der Fall war. Für ihn ist Bildung sehr wichtig, ein gutes Studium, dass ich auf eigenen Füßen stehen kann und nicht von einem Mann abhängig bin. Er hat immer gesagt, dass ich die vielen Möglichkeiten die ich habe, nutzen soll und auch mal ins Ausland gehen sollte.
Für meine Eltern ist mein Freund nur jemand der mich zurück hält und ausbremst. Meine Mutter sagte zu mir, dass ich jetzt in ihn verliebt sei aber ich ganz anders erzogen worden wäre und dass ich es spätestens nach der Hochzeit merken würde. Ich frage mich, beeinflusst einen die eigene Erziehung wirklich so tief? Mein Freund ist schon anders als ich aufgewachsen und mein Vater mag auch seine Familie nicht wirklich. Ich liebe meinen Freund aber und wir haben auch keine Probleme miteinander. Mein Freund hat so seine Macken. Dass er ein Problem damit hat wenn ich am Wochenende ausgehe, ist eine davon. Das er dagegen ist finde ich nun nicht so schlimm. Ich steh da irgendwie drüber. Als mein Vater das mitbekommen hat, war er richtig wütend nach dem Motto, was mein Freund sich einbildet, mir etwas verbieten zu wollen, was er als mein Vater mir noch nicht mal verboten hat.
Also das Verhältnis zwischen meinem Freund und meinem Vater ist wirklich nicht das Beste. Für mich ist das echt schwierig, weil beide sehr wichtig für mich sind. Ich würde gerne etwas an dieser Situation ändern und meinen Eltern verständlich machen, dass es der Mann ist den ich liebe und der mich glücklich macht, auch wenn er ganz anders ist als das was meine Eltern für mich wollten.
Nur wie kann ich es ihnen begreiflich machen, wenn Worte nicht helfen?
Und über die Worte meiner Mutter mache ich mir schon Gedanken. Ich denke immer meine Eltern kennen mich sehr gut und wissen wie ich bin. Ihr Rat ist mir immer sehr wichtig und darum fällt es mir schwer diesen einfach zu ignorieren. Bei Freundinnen ist es anders. Meine Freundinnen haben zwar nichts gegen meinen Freund aber sagen auch, dass sie niemals gedacht hätten, dass ich mal jemanden wie meinen Freund heiraten will. Aber da lege ich nicht so viel Gewicht hinein. Doch es ist ein komisches Gefühl, wenn alle Menschen die einem sehr nahe stehen, etwas gegen die Verbindung zwischen dir und dem Mann den du liebst vorzubringen haben.
Ich weiß nicht in wie weit ich mir da selber Vertrauen kann und mich selber richtig einschätze, weil ich nicht einschätzen kann, wie sehr ich vielleicht doch nach meinen Eltern komme.

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25. März 2015 um 22:05


Und wie lange warst du mit dem zusammen oder wie lange hast du gebraucht um das für dich selber herauszufinden?

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25. März 2015 um 22:26

Trotz und Bockigkeit
wie kommst du auf sowas?
Ich habe für mich selber noch überhaupt nichts heraus gefunden. Nur das ich ihn liebe, dass weiß ich.

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25. März 2015 um 22:58

Ich verstehe was du meinst
aber ich glaube behaupten zu können, dass bei mir sicher kein Trotz oder Bockigkeit "ich weiß es besser als ihr alle" dahinter steckt. Ich stehe zu meinem Freund und würde ihn auch vor aller Welt verteidigen. Dennoch wiegen die Worte meiner Eltern schwer bei mir und ich denke zumindest über das nach was sie mir sagen. Ich weiß, dass meine Eltern recht haben, dass mein Freund und ich verschieden sind. Aber ich weiß eben auch, dass mein Vater meinem Freund gegenüber Vorurteile hatte, von Anfang an. Mein Vater wollte immer, dass ich mehr aus meinem Leben mache, als jung heiraten, eine Familie gründen, Hausfrau, Ehefrau und Mutter. Und ich denke, dass er meinen Freund einfach als Gefahr ansieht.

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25. März 2015 um 23:14

Wenn ich es
richtig verstanden habe, hattest du dann auch irgendwann ein Problem mit seinem Verhalten?
Das habe ich bisher nicht gehabt. Dabei sind wir auch schon länger zusammen. Er hat zwar so seine speziellen Eigenheiten aber was ich sagen will, dass unsere Beziehung gut läuft. Auch wenn wir mal Schwierigkeiten haben. Nur meine Eltern wollen etwas anderes für mich. Und da frage ich mich auch manchmal wieviel ich denn von dem will, was sie sich für mich wünschen.

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26. März 2015 um 14:40

Ja gerne.
Ich bin im Grunde ein sehr fröhlicher, aktiver und offener Mensch. Mein Freund ist ruhig und eher zurückhaltend und ernst. Er ist überhaupt nicht schüchtern aber eben nicht so neugierig und offen gegenüber anderen und anderem. Mein Freund ist auch so ein Gewohnheitsmensch. "Warum was neues ausprobieren, wenn mir das Alte gefällt". Das stört meinen Vater. Er meint, dadurch wird mein Freund immer tendenziell derjenige sein, der mich bremst als der mich mitreißt oder auch mal pusht. Und er stellt dann in Frage ob mich mein Freund denn zumindest unterstützen wird bei "Neuem".
Mir gefällt es, dass mein Freund eher ruhig ist. Ja ich finds sogar richtig attraktiv und ich denke ich brauche auch so jemand, der mich mal wieder runterholen kann. Ich glaube egal um welche Eigenschaft es sich handelt, kann diese sich sowohl negativ als auch positiv äußern. In manchen Situationen kommt mein Freund mir total verbohrt und starrsinnig vor und das sage ich ihm dann auch. In anderen Momenten schätze ich seine Beständigkeit, Bodenständigkeit und das er sich nicht wie ein Fähnlein im Wind dreht sehr.

Meine Mutter hat Angst, dass ich mich zu sehr an meinen Freund und seine Vorstellungen vom Leben anpassen könnte, weil ich wie sie sagt auch offener gegenüber unterschiedlicher Lebensstile bin, währenddessen wäre mein Freund kein Mann, der von seinem Weg abweichen würde. Im Klartext beide haben Angst, dass ich zu früh eine eigene Familie gründe und mir dadurch etwas verbaue. Ich glaube für meinen Vater ist es der größte Albtraum sich vorzustellen, dass mein einziger Lebensinhalt mein Mann, meine Kinder und mein Haushalt wären. Was meine Eltern sagen stimmt schon ein Stück weit, denn mein Freund ist einfach traditioneller eingestellt und das lässt sich auch nicht von der Hand weisen. Aber ich habe meinen Eltern dann auch gesagt, dass die Beziehung ja nicht nur aus meinem Freund besteht sondern auch aus mir. Aber da haben wir uns dann im Kreis gedreht, weil auf der einen Seite die Angst meiner Mutter, dass ich mich aus Liebe zu sehr anpassen könnte und auf der anderen Seite ihre Worte, dass ich spätestens einige Zeit nach der Hochzeit realisieren würde, dass ich da nicht rein passe. Meine Eltern wollen beide nicht, dass ich einen traditionell eingestellten Mann nehme, weil ich laut ihnen dafür zu frei aufgewachsen und erzogen worden bin und auch zu frei im Denken wäre.

Dann hat mein Freund auch nicht studiert. Mir ist das egal. Für mich ist nur wichtig, dass ein Mann arbeiten geht (nichts illegales). Mein Vater ist eigentlich kein Mann der über andere urteilt, weil sie einen niedrigeren Abschluss oder nicht studiert haben. Aber bei meinem Freund und mir sieht er auch in diesem Punkt Probleme.

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26. März 2015 um 15:24

Du musst entscheiden
Ich bin selbst ähnlich wie du (extrovertiert, fröhlich, aufgeschlossen) und mein Freund ähnlich wie dein Freund (introvertiert, ruhig, überlegt). Meine Eltern finden ihn jedoch gut, weil sie sehen, dass ich mit ihm glücklich bin - und das ist schliesslich die Hauptsache!

Selbst wenn du dich schlussendlich seinen Vorstellungen anpasst - warum nicht, solange du dabei glücklich bist?

Ich bin mir bei deiner Beschreibung nicht sicher, ob deine Eltern wirklich dein zukünftiges Glück im Sinn haben, bzw. Angst davor dass du unglücklich wirst, oder ob es ihnen einfach zuwider läuft, dass du nicht dein Leben so lebst, wie sie es sich für dich vorgestellt haben. Vielleicht von beidem ein wenig.

Aber schlussendlich kannst nur du entscheiden, ob du mit ihm glücklich bist und glaubst, auch in Zukunft mit ihm glücklich sein zu können.

Aufgeschlossen sein kann auch bedeuten, dass man früh Kinder hat und "nur" Hausfrau ist, denn schliesslich sollte man die Wahl haben.

Bitte doch deine Eltern, eure Verbindung im Moment zu akzeptieren und sag ihnen, dass du ihre Hilfe gerne in Anspruch nehmen würdest, falls du zukünftig mal mit deiner Situation oder deiner Beziehung unglücklich wärst.

Sag ihnen auch, dass du deine Fehler selbst machen musst, und sie dich nicht davon bewahren können, aber sie können dich auffangen und trösten, wenn du den Fehler eingesehen hast.

Damit will ich natürlich nicht sagen, dass es ein Fehler ist! Es geht nur um den von deinen Eltern befürchteten Fall.

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26. März 2015 um 16:47
In Antwort auf no0815girl

Du musst entscheiden
Ich bin selbst ähnlich wie du (extrovertiert, fröhlich, aufgeschlossen) und mein Freund ähnlich wie dein Freund (introvertiert, ruhig, überlegt). Meine Eltern finden ihn jedoch gut, weil sie sehen, dass ich mit ihm glücklich bin - und das ist schliesslich die Hauptsache!

Selbst wenn du dich schlussendlich seinen Vorstellungen anpasst - warum nicht, solange du dabei glücklich bist?

Ich bin mir bei deiner Beschreibung nicht sicher, ob deine Eltern wirklich dein zukünftiges Glück im Sinn haben, bzw. Angst davor dass du unglücklich wirst, oder ob es ihnen einfach zuwider läuft, dass du nicht dein Leben so lebst, wie sie es sich für dich vorgestellt haben. Vielleicht von beidem ein wenig.

Aber schlussendlich kannst nur du entscheiden, ob du mit ihm glücklich bist und glaubst, auch in Zukunft mit ihm glücklich sein zu können.

Aufgeschlossen sein kann auch bedeuten, dass man früh Kinder hat und "nur" Hausfrau ist, denn schliesslich sollte man die Wahl haben.

Bitte doch deine Eltern, eure Verbindung im Moment zu akzeptieren und sag ihnen, dass du ihre Hilfe gerne in Anspruch nehmen würdest, falls du zukünftig mal mit deiner Situation oder deiner Beziehung unglücklich wärst.

Sag ihnen auch, dass du deine Fehler selbst machen musst, und sie dich nicht davon bewahren können, aber sie können dich auffangen und trösten, wenn du den Fehler eingesehen hast.

Damit will ich natürlich nicht sagen, dass es ein Fehler ist! Es geht nur um den von deinen Eltern befürchteten Fall.

Ich finde auch
diese Mischung ergänzt sich ausgesprochen gut
Stimmt in erster Linie geht es darum, dass ich glücklich bin.
ich glaube schon, dass das oberste Ziel meiner Eltern ist, mich glücklich zu sehen. Aber ich glaube auch, dass ich da auch Erwartungen enttäuscht habe, indem ich mich für meinen Freund entschieden habe. Vor allem bei meinem Vater. Er kann nicht verstehen, dass ich mir einen Mann wie meinen Freund ausgesucht habe. In einem Streit hat er auch mal große Vorwürfe deswegen gegen mich erhoben.
Ich weiß auch selber, dass ich mir nicht den einfachsten Mann ausgesucht habe

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26. März 2015 um 17:06

Hast du es schon mal
mit abnabeln versucht?
Ich an deiner Stelle würde meinen Eltern mal fix klar machen, dass sie sich nicht in meine Beziehung einzumischen haben! Allein schon ihre Gründe für die Abneigung sind der absolute Schwachsinn.
Sie müssen deinen Freund ja nicht lieben, es aber respektieren, dass du mit ihm zusammen sein willst.

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26. März 2015 um 20:03

Ich bin
Anfang 20. Was hat denn das mit reinreden lassen zu tun? Meine Eltern haben nun einmal mehr Lebenserfahrung. Doch am Ende treffe ich sowieso meine eigenen Entscheidungen.
In erster Linie wünsche ich mir aber einfach, dass meine Eltern meinen Freund akzeptieren können.

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