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Können wir unsere Ehe retten?

8. Oktober 2016 um 9:40 Letzte Antwort: 9. Oktober 2016 um 14:57

Ich bin mit meinem Mann zusammen seitdem wir Jugendliche waren. Er 16, ich 15. Jetzt sind wir beide verheiratet, haben zwei Kinder und sind 30 und 31 Jahre.
Seit ich ihn kenne bin ich eigentlich daran ihn zu erziehen. Unbewusst. Soziale Kontakte, Sauberkeit, Tischmanieren,
wie man mit Geld umgeht...usw.
Er hatte seinen Vater verloren im Alter von 14 Jahren. Seine Mutter ist eher die faulere Sorte und hat ihn auch nicht wirklich erzogen. Ihre Wohung sieht selbst aus wie ein Saustall aus und seit der Vater gestorben ist, ist sie alkoholkrank.
Seit wir Kinder haben merke ich es extrem, wie sehr ich meinen Mann erziehen musste und immer noch erziehen muss. Es ist so, als ob er jetzt endlich auf den Stand von einem 18/19-jährigen gelandet ist.
Und ich immernoch darauf warte, dass er die 31 einholt.
Er geht arbeiten, er geht wieder zur Schule. Seinen Verpflichtungen in dieser Hinsicht geht er nach. Das ist so
ziemlich das einzige wo seine Mutter immer dahinter war. Das er arbeitete. Aber eher, dass er für sie arbeitet. Damit sie es nicht muss um das Haus zu halten nachdem der Vater gestorben war. Deshalb bin ich bei ihr auch nicht sonderlich gerne gesehen, nachdem ich ihr den "Ernährer" weggenommen habe.
(Manchmal weiß ich echt nicht, wer hier welche Rolle bekommen hat... ??)
Er ist ein sehr empathieloser Mensch. Kann sich in niemanden hineinfühlen und geht ohne Rücksicht nur seinen eigenen Weg.
Er sieht es auch nicht wirklich was hier läuft. Immernoch. Er gibt zu, dass ich ihn in vielerlei Hinsicht "geholfen" habe.
Aber ich ihn nicht erzogen hätte.
Aber ich muss ihn immernoch, wenn wir essen gehen daran erinnern nicht mit offenem Mund zu essen. Oft zu ihm sage, dass ihm niemand das Essen wegnimmt. Er kann langsam machen. Wenn sein Teller schon zu Hälfte leer ist bevor andere überhaupt anfangen haben und er so schnell in sich hineinschaufelt ist das peinlich.
Ich schau eine Weile zu, aber die Blicke (auch von Freunden) und ich schäme mich ja selbst, lassen es nicht zu nichts zu sagen.
Das er mal seine Sachen im Haus wegräumt und nicht nachdem er nach Hause kommt eine Schneise der Verwüstung hinterlässt ist für mich furchtbar.
Ich will demnächst auch wieder arbeiten gehen und da komme ich dann nicht mehr hinterher. Er hilft machnmal schon im Haushalt, bringt mal den Abfall raus, macht die Betten oder spült ab. Und handwerklich ist er wirklich sehr begabt. Da kann man ihm nicht vormachen.
Mir ist aber mehr geholfen würde er einfach nur seinen eigenen Dreck wegräumen.
Er meint, er fängt damit an, wenn ich wieder arbeiten gehe.

Wenn ich nicht da bin ist er regelrecht überfordert, mit Haushalt und Kindern. Weiß eigentlich gar nicht recht was er machen soll. Manchmal bin ich schon froh, das wenn ich nach Hause komme, den Kinder nichts passiert ist. Wei er eigentlich nur am Laptop ist und gar nicht wirklich etwas macht. Und der Kleinste dann erstmal etwas zu essen braucht... weil... das hat er vergessen.

Wenn nicht ich alles organisiere, macht das niemand.
Ich hab ihn mal einen kleinen Urlaub organisieren lassen. Ja 'lassen'.
Ich wollte einfach mal nicht, dass ich mich um alles kümmere. Gepackt habe ich trotzdem alleine. Mit Kindern kam mir das besser vor. Es sollte nur ein Wochenendtripp werden. Alles endete im Chaos. Und um drei Uhr nachts waren wir wieder Zuhause. Er wollte unbedingt alles arrangieren. Ja. Nichts war gemacht. Nach drei Stunden Fahrt hat ER MICH gefragt wo er hin muss... ich dacht ich hör nicht richtig... Naja... soviel dazu.

Am Wochenende wird sich noch regelmäßig mit Freunden ein "Vollsuff" gegönnt.
Seine Versprechen 'heute trink ich nicht so viel', nehm ich schon gar nicht mehr ernst.

Sex haben wir schon gar keinen mehr. Weil ich es einfach nicht ertrag. Es depremiert mich dieses Verhältnis.
Und vorallem wenn ich ihn betrunken sehen muss.

Seine Aussage 'er braucht es und wir müssten einfach mal wieder regelmäßig Sex haben, dann würde er sich auch ändern' finde ich schwachsinnig. Laut ihm bräuchte er eine Motivation.
Ich habe es probiert. Ich bin da immer fast am heulen und halte einfach nur durch. Das ist kein erfüllendes Sexleben.
Nur damit er zufrieden ist.
Abgesehen davon... guten Sex hatten wir noch nie. Leider...

Wir sind da wohl festgefahren. Ich weiß nicht mal mehr, ob ich ihn liebe.
Ich habe ihn gern. Das kann ich sagen. Sehr gern sogar und ich will auch nicht ohne ihn.
Möchte keine Scheidung.
Aber so will ich auch nicht weitermachen.
Wie kann ich aus diesem Beziehungsmuster in eine vernünftige Ehe finden?
Geht das überhaupt???
Oder ist das alles vielleicht sogar alles normal?
Ich hatte keine andere Beziehung mit einem anderen Mann. Und er auch nicht mit einer anderen Frau.
Soll das alles so sein und ich muss es akzeptieren?

Vielen lieben Dank.

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8. Oktober 2016 um 9:40

Ich bin mit meinem Mann zusammen seitdem wir Jugendliche waren. Er 16, ich 15. Jetzt sind wir beide verheiratet, haben zwei Kinder und sind 30 und 31 Jahre.
Seit ich ihn kenne bin ich eigentlich daran ihn zu erziehen. Unbewusst. Soziale Kontakte, Sauberkeit, Tischmanieren,
wie man mit Geld umgeht...usw.
Er hatte seinen Vater verloren im Alter von 14 Jahren. Seine Mutter ist eher die faulere Sorte und hat ihn auch nicht wirklich erzogen. Ihre Wohung sieht selbst aus wie ein Saustall aus und seit der Vater gestorben ist, ist sie alkoholkrank.
Seit wir Kinder haben merke ich es extrem, wie sehr ich meinen Mann erziehen musste und immer noch erziehen muss. Es ist so, als ob er jetzt endlich auf den Stand von einem 18/19-jährigen gelandet ist.
Und ich immernoch darauf warte, dass er die 31 einholt.
Er geht arbeiten, er geht wieder zur Schule. Seinen Verpflichtungen in dieser Hinsicht geht er nach. Das ist so
ziemlich das einzige wo seine Mutter immer dahinter war. Das er arbeitete. Aber eher, dass er für sie arbeitet. Damit sie es nicht muss um das Haus zu halten nachdem der Vater gestorben war. Deshalb bin ich bei ihr auch nicht sonderlich gerne gesehen, nachdem ich ihr den "Ernährer" weggenommen habe.
(Manchmal weiß ich echt nicht, wer hier welche Rolle bekommen hat... ??)
Er ist ein sehr empathieloser Mensch. Kann sich in niemanden hineinfühlen und geht ohne Rücksicht nur seinen eigenen Weg.
Er sieht es auch nicht wirklich was hier läuft. Immernoch. Er gibt zu, dass ich ihn in vielerlei Hinsicht "geholfen" habe.
Aber ich ihn nicht erzogen hätte.
Aber ich muss ihn immernoch, wenn wir essen gehen daran erinnern nicht mit offenem Mund zu essen. Oft zu ihm sage, dass ihm niemand das Essen wegnimmt. Er kann langsam machen. Wenn sein Teller schon zu Hälfte leer ist bevor andere überhaupt anfangen haben und er so schnell in sich hineinschaufelt ist das peinlich.
Ich schau eine Weile zu, aber die Blicke (auch von Freunden) und ich schäme mich ja selbst, lassen es nicht zu nichts zu sagen.
Das er mal seine Sachen im Haus wegräumt und nicht nachdem er nach Hause kommt eine Schneise der Verwüstung hinterlässt ist für mich furchtbar.
Ich will demnächst auch wieder arbeiten gehen und da komme ich dann nicht mehr hinterher. Er hilft machnmal schon im Haushalt, bringt mal den Abfall raus, macht die Betten oder spült ab. Und handwerklich ist er wirklich sehr begabt. Da kann man ihm nicht vormachen.
Mir ist aber mehr geholfen würde er einfach nur seinen eigenen Dreck wegräumen.
Er meint, er fängt damit an, wenn ich wieder arbeiten gehe.

Wenn ich nicht da bin ist er regelrecht überfordert, mit Haushalt und Kindern. Weiß eigentlich gar nicht recht was er machen soll. Manchmal bin ich schon froh, das wenn ich nach Hause komme, den Kinder nichts passiert ist. Wei er eigentlich nur am Laptop ist und gar nicht wirklich etwas macht. Und der Kleinste dann erstmal etwas zu essen braucht... weil... das hat er vergessen.

Wenn nicht ich alles organisiere, macht das niemand.
Ich hab ihn mal einen kleinen Urlaub organisieren lassen. Ja 'lassen'.
Ich wollte einfach mal nicht, dass ich mich um alles kümmere. Gepackt habe ich trotzdem alleine. Mit Kindern kam mir das besser vor. Es sollte nur ein Wochenendtripp werden. Alles endete im Chaos. Und um drei Uhr nachts waren wir wieder Zuhause. Er wollte unbedingt alles arrangieren. Ja. Nichts war gemacht. Nach drei Stunden Fahrt hat ER MICH gefragt wo er hin muss... ich dacht ich hör nicht richtig... Naja... soviel dazu.

Am Wochenende wird sich noch regelmäßig mit Freunden ein "Vollsuff" gegönnt.
Seine Versprechen 'heute trink ich nicht so viel', nehm ich schon gar nicht mehr ernst.

Sex haben wir schon gar keinen mehr. Weil ich es einfach nicht ertrag. Es depremiert mich dieses Verhältnis.
Und vorallem wenn ich ihn betrunken sehen muss.

Seine Aussage 'er braucht es und wir müssten einfach mal wieder regelmäßig Sex haben, dann würde er sich auch ändern' finde ich schwachsinnig. Laut ihm bräuchte er eine Motivation.
Ich habe es probiert. Ich bin da immer fast am heulen und halte einfach nur durch. Das ist kein erfüllendes Sexleben.
Nur damit er zufrieden ist.
Abgesehen davon... guten Sex hatten wir noch nie. Leider...

Wir sind da wohl festgefahren. Ich weiß nicht mal mehr, ob ich ihn liebe.
Ich habe ihn gern. Das kann ich sagen. Sehr gern sogar und ich will auch nicht ohne ihn.
Möchte keine Scheidung.
Aber so will ich auch nicht weitermachen.
Wie kann ich aus diesem Beziehungsmuster in eine vernünftige Ehe finden?
Geht das überhaupt???
Oder ist das alles vielleicht sogar alles normal?
Ich hatte keine andere Beziehung mit einem anderen Mann. Und er auch nicht mit einer anderen Frau.
Soll das alles so sein und ich muss es akzeptieren?

Vielen lieben Dank.

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8. Oktober 2016 um 10:22

Wenn Du erwartest...
Dass er irgendwann, wenn Du ihn genug 'erzogen' hast, genau so ist, wie Du oder zumindest wie Du ihn haben willst, wirst Du scheitern müssen...

Er ist ER... man kann Dinge ansprechen, um zu schauen, ob man einen Kompromiss findet, aber stetiger Gleichklang ist Utopie ... man wird nie genau die gleiche Vorstellung von Ordnung, Erziehung, erfüllende Sexualität haben...

Die Frage ist viel eher, ob man bereit ist, dann und wann auch mal in die Welt des anderen einzutauchen und sich auf ihn einzulassen...

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8. Oktober 2016 um 10:40
In Antwort auf schmotterling

Wenn Du erwartest...
Dass er irgendwann, wenn Du ihn genug 'erzogen' hast, genau so ist, wie Du oder zumindest wie Du ihn haben willst, wirst Du scheitern müssen...

Er ist ER... man kann Dinge ansprechen, um zu schauen, ob man einen Kompromiss findet, aber stetiger Gleichklang ist Utopie ... man wird nie genau die gleiche Vorstellung von Ordnung, Erziehung, erfüllende Sexualität haben...

Die Frage ist viel eher, ob man bereit ist, dann und wann auch mal in die Welt des anderen einzutauchen und sich auf ihn einzulassen...

Ich
möchte ihn nicht charakterlich erziehen. Das tue ich ja bei meinen Kindern auch nicht.

Wir haben ja eigentlich die gleichen Vorstellungen. Laut seinen Aussagen. Leider ist er nicht bereit mit mir daran zu arbeiten.

Und nein. Ich habe keine Lust in einem Haus zu leben, in dem man den Boden nicht mehr sehen kann. Und am Wochenende kann ich mich nicht ständig betrinken. Irgendjemand muss ja da sein für die Kinder. Außerdem trinke ich allgemein wenig. Drei vielleicht vier mal im Jahr ein zwei Gläser Wein.
Und ich habe auch keine Lust mich in einem Restaurant zu benehmen als säße ich vor dem Fernseher.

Lieben Gruß

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8. Oktober 2016 um 10:43

Ich
konnte mir kein Leben ohne ihn vorstellen zu diesem Zeitpunkt.
Ich kann es mir immer noch nicht vorstellen. Aber ich kann mir mittlerweile vorstellen einen anderen Partner zu haben.

Lieben Gruß

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8. Oktober 2016 um 11:07

Weil ich
ihn ja auch geliebt habe. Geblendet eben.
Und in meinem Kopf auch schon mit 15 war: Naja er ist jung. Irgendwann wird auch er erwachsen.

Darauf warte ich heute noch...

Und ich hab auch erst die letzten eineinhalb Jahre verstanden habe was bei uns läuft.

Jetzt denke ich auch, dass ich da etwas dämlich war.

Aber meine kinder hätte ich dann jetzt auch nicht. Und die wollte ich nie wieder hergeben.

Lieben Gruß

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8. Oktober 2016 um 12:51

Was willst du retten?
So wie du deine Beziehung / Ehe beschreibst scheint es nichts zu geben was du an deinem Mann positiv findest! (Was ich sehr erschreckend finde) Warum machst du das überhaupt mit? Du verschwendest damit Deine sowie auch seine Chance auf ein glückliches und zufriedenes Leben! Aber vor allem was lebst du so deinen Kindern vor
Ehrlich gesagt wäre es für euch beide am besten wenn ihr schnellstmöglich getrennte Wege geht.

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9. Oktober 2016 um 14:22

Hmmm
...wir haben so ziemlich die gleiche Kindheit erlebt. Nur das mein Vater eben noch lebt. Und ja es war ordentlich. Aber vom erziehungstechnischen sind wir beide uns einig, hatten wir nicht mehr oder weniger Erziehung.

sex macht mir sogar sehr viel Spaß und ich bin auch sehr lustbezogen. Mache es mir sozusagen auch oft selbst, wenn du es wissen möchtest. Ich weiß genau was ich will. Und war mir Spaß macht. Er ist aber nicht der Typ dominant, den ich gerne in ihm sehen wollte. Ich habe ihm alles gesagt. Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Das wir beide wenig Erfahrung gemacht haben, macht uns beide zu schaffen. Aber eher in der Hinsicht, dass er zu wenig Erfahrung gemacht hat. Ich habe ihm auch schon die Erlaubnis gegeben sich diese Erfahrung zu holen. Er möchte auch. Hat aber immer irgendweche anderen ausreden warum es gerade nicht geht.

"Mir scheint dass du wenig Respekt vor deinem Mann hast, weil du wenig Vergleichsmöglichkeiten hast. Du kannst dich glücklich schätzen dass du ihn hast und er trotz deiner Respektlosigkeit und Missachtung bei dir bleibt.
Glaube nicht dass da draußen bessere Kerle herum laufen. Sei froh dass du so einen Mann hast. Wen interessiert denn schon ob er mit offenem Mund isst oder zu schnell isst. Das kann man auch höflich sagen, ohne jemanden zu verachten dafür.
Es wirkt eher so auf mich dass du ziemlich spießig bist und in deiner Art beschränkt."

Da gebe ich dir ein wenig recht und denke drüber nach.


"Diese Frau, die ihren Mann verloren hat, alleine mit ihrem Sohn da stand, mittellos war, dem Alkohol verfiel und ihr Sohn die Rettung war dass es immerhin finanziell nicht völlig zum Absturz führte, sondern sie das Haus behalten konnten, hat ebenfalls mehr Respekt verdient.
Sei froh dass du in deinem Leben solche Abgründe noch nicht erleben musstest und noch von dem Ergebnis und dem Sohn dieser Frau profitierst, weil er auch dir ein sicheres Heim bietet.
Bekomme du erst mal so einen Sohn hin, dann kann man weiter sehen."

Bei der Aussage musste ich lachen. Denn bei seiner Mutter sind wir - ich und mein Mann - uns sehr einig. Das sie alles, aber auch alles, aber keine Mutter war. Ihr war alles egal. Hauptsache die Polizei steht nicht vor der Tür und er geht arbeiten. Ihr älterste Sohn hat jetzt die Rolle übernommen ihr jeden Monat Geld zu geben damit sie es schafft ihren Alkohol und ihre Zigaretten zu finanzieren. Seine Entscheidung. Wir machen das nicht mit.
Ihr Mann ist seit 17 Jahren nicht mehr am leben. Und sie ist immer noch das Opfer, dem man helfen muss. Sie hat sich an diese Rolle gewöhnt, denn dann wird sie wieder bemuttert und bemitleidet und man erledigte ihre Arbeit. Alles was ihr Mann vorher gemacht hat. Er machte den Haushalt, er ging Arbeiten (hatte auch Rufbereitschaft), er richtete das Haus her, er kümmerte sich um seine dementen Eltern. Denk mal drüber nach, warum dieser Mann mit 42 ausgebrannt war und an einem Herzinfarkt starb.
Unter anderem - Mein Mann lobt mich sogar für meine gute Erziehung unserer Kinder und ist froh, dass ich nicht wie seine Mutter bin. Auch da habe ich ihm viel beigebracht.

Er stand nicht immer zu uns. Er ist nach unserem ersten Sohn einfach gegangen. Weil ihm seine damaligen falschen Freunde ihn dazu bewegt haben. Seine Mutter war für eine Abtreibung. Er dachte, er verliert sein Umfeld, wenn er bei mir bleibt. Nehme ich ihn nicht übel.
Ich bin froh, dass er es geschafft hat da wegzukommen. Und er sieht mittlerweile, wie sie ihn behandetl haben. Wie sie ihn ausgelacht haben. Sie ihm falsche Ratschläge gaben und er gegen die Wand gefahren ist und sie sich darüber amüsierten. Ich habe ihm erst gezeigt, wie man soziale Kontakte aufbaut. Das Freundschaft ein geben und nehmen ist und man niemanden hinterher rennen sollte, der einen nur ausnutzt. Das war schwer für ihn. Aber wir haben jetzt einen gemeinsamen großen Freundeskreis. er geht alleine weg und ich gehe auch alleine weg. Am liebsten gehen wir aber gemeinsam weg mit Freunden. Was mit Kinder eben nicht immer möglich ist. Ich und mein Mann sind trotz allem die besten Freunde. Ich würde ihm nie etwas schlechtes wünschen und ihm immer helfen.
Wir haben ein sehr intaktes soziales Leben. Ich weiß gar nicht wie und wo du das rauslesen willst?
Ich und mein Mann machen zusammen Sport. Ich helfe ihn in schulischen Dingen. Ich habe ihm den Rücken frei gehalten im Job etwas zu erreichen. Ich habe ihn motiviert wo seine Mutter ihm regelrecht sagt, (wenn wir mal an einem Sonntag bei ihr beim Essen sind. Was nicht oft vor kommt, weil sie da immer betrunken ist) dass er seinen Techniker sowieso nicht schafft. Er in der Schule schon immer schlecht war und das alles nichts bringt. Rausgeschmissenes Geld ist. Er soll abbrechen...
Danach muss ich ihn erstmal wieder aufbauchen.

Und ja 'mach erstmal sebst'. Daran liegt es gerade. ICH WILL GERNE SELBST MACHEN! Ich möchte nochmal so wahnsinnig gern eine Lehre machen. Auf einem Beruf der mir Spaß macht. Es wird schwer. Da ich da eben Schichtdienst hätte. Wochenendarbeit. Viel Theorie. Und Psychische Belastung in diesem Beruf. Aber es wäre es mir wert. Und genau da bräuchte ich mehr Hilfe auch mal von ihm.
Dann müsste er auch nicht mehr den Löwenanteil unserer Kosten übernehmen. Und wir hätten auch beide ein erfülltes Berufsleben.


Weiß nicht, ob ich jetzt irgendwas vergessen habe.

Lieben Gruß

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9. Oktober 2016 um 14:32

Es
gab nicht nur Sex, wenn er artig war. Wir hatten oft Sex. Aber keinen, der mir Spaß gemacht hat. Wir haben ausprobiert. Aber er hatte kein großes Selbstbewusstsein. Also habe ich (wir) eben erstmal da angesetzt. Dinge alleine machen. Telefonieren mit Fremden. Paar Mutproben eben. Ich weiß liest sich jetzt blöd. Aber es hat ihm geholfen. Sozial sowie beruflich.

Aus seiner Sicht, habe ich ihm sehr viel gegeben. Sagt er selbst. Und er ist froh, dass er mich kennengelernt hat.

Was eben schlimm für mich ist, dass er nicht sieht was ich alles tue. Und er im führen von Haushalt und erziehen der Kinder aufgeschmissen wäre, wenn ich nicht da wäre. Und ich, wenn ich arbeiten gehen will jemanden brauche auf den ich mich verlassen kann.

Ich habe nach unserem ersten Sohn, nur eine Halbtagsausbildung gemacht. Damit ich einen Beruf habe. Ab und an habe ich länger gearbeitet. Und wenn man dann nach Hause komm und sich darauf verlässt, dass er den Kleinen vom Kindergarten abholt und ihm was zu Essen macht und er ihn drei mal in der Woche vergisst macht das einen fertig. Danach habe ich das auch gelassen...

Ich weiß nicht, ob er nochmal begehrenswert für mich wird...

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9. Oktober 2016 um 14:34

Danke.
Die anderen Antworten unter den Post von bissfest und mandellaugen bitte lesen.

Lieben Gruß

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9. Oktober 2016 um 14:36

Danke.
Wir waren sher jung und sehr aufeinander fixiert. An gemeinsame Zukunft haben wir damals auch nicht gedacht. Wir haben alles so hingenommen wie es gekomment ist.

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9. Oktober 2016 um 14:47

Unser
... Großer ist 10 und der Kleine ein Jahr.
Und bin seit vier Jahren jetzt Zuhause. Hatte vor der "gelungenen" Schwangerschaft paar Abgänge und war viel krankgeschrieben.
Davor hab ich drei Jahre eine Ausbildung gemacht.

Natürlich bin ich unzufrieden und habe den Text auch mit einer unterschwelligen Wut geschrieben ja. Weil er mich mal wieder genervt hat...

Wir waren mal zusammen in einem Swingerclub. War auch sein Wunsch. Waren mir zuviele merkwürdige Leute und er hat gemerkt, dass Sex da nicht garantiert ist mit einer anderen Frau...

Wir haben beide eher ausgefallene Wünsche beim Sex. Und wir wissen mittlerweile, dass diese eher sehr verschieden sind.

Mir (uns) würde denk ich schon vorerst reichen, wenn zusammen kuscheln abends auf dem Sofa wenigstens mal wieder möglich ist oder ein leidenschaftlicher Kuss...

Wir brauchen auch mehr Freiraum. Nicht nochmehr zusammensein...

Lieben Gruß

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9. Oktober 2016 um 14:57

Unser
...erste Sohn war ein glücklicher Unfall und war mit 19/20 Jahren nicht geplant. Der Zweite war geplant.
Ich hätte nur eine Halbtagsausbildung geschafft. Und die war mit den beiden schon schwer genug.

Da ja mein Mann wenigstens mal den Abfall rausbringt oder abspült, wenn auch wenn es hochkommt drei mal im Monat... er wollte nicht, dass ich das sagen würde vor anderen Männern. Dementsprechend würde er damit auch nicht prahlen und ich auch nichts sagen.

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