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Komplizierte Beziehung mit meiner ersten großen Liebe...

21. Oktober 2016 um 12:48 Letzte Antwort: 21. Oktober 2016 um 20:37

Hallo Ladys, ich habe eine Frage an euch 😊Vielleicht hat die eine oder andere ähnliche Erfahrungen gemacht, und führt mittlerweile eine glückliche Beziehung?

Ich (21) bin mit meiner Jugendliebe (seit ich 12 bin), in meinen Augen DEM TRAUMMANN schlechthin, zusammen. Ich erhoffe mir eine  gänzlich erfüllende Beziehung mit dem Mann, den ich von ganzem Herzen liebe... 

Wir sind seit fast einem Jahr in einer Fernbeziehung, und ich wünsche mir von ganzem Herzen dass ER irgendwann der Vater meiner Kinder wird. Leider läuft es zur Zeit nicht so wie ich es mir wünsche (aus einigen Gründen), und ganz egal was ich versuche, habe ich nicht das Gefühl dass es den gewünschten Erfolg bringt. 
Im Bezug auf ihn habe ich einige Blockaden, weil ich recht lange unglücklich in ihn verliebt war, und ich mich um jeden Preis vor einer neuen Enttäuschung mit ihm schützen will. Ich glaube, dass ich mir damit selbst im Weg stehe, aber ich weiß einfach nicht wie ich das überwinden kann. Mit ihm war es immer kompliziert, wir hatten 2008/09 schon kurze Anläufe. 
Er sagt dass dieser jetzige Versuch der letzte sein wird. Ich denke schon, dass ich auch ohne ihn leben kann, es ging ja auch die Jahre davor. In der Zeit hatte ich 2 Beziehungen (ca. 1,5 und 3 Jahre), aber nie habe ich es geschafft ihn völlig zu vergessen und mich auf etwas Neues einzulassen. 
Natürlich habe ich etwas für die anderen Männer empfunden, aber es war nie so stark wie für ihn. Jedes Mal als er wieder in mein Leben trat, ging er mir für eine lange Zeit nicht mehr aus dem Kopf, irgendwas zog mich immer ganz stark zu ihm. Ich glaube wir sind für einander bestimmt! (wie kitschig 🙈)
Die Dreijährige Beziehung scheiterte übrigens, weil ich ihn in der Disco traf und ich danach spürte, dass es mit dem anderen keine Zukunft geben würde. 
Nachdem ich mit offenen Karten spielte und Schluss war, habe ich versucht einen Neustart mit meinem jetzigen Freund zu bekommen, und bin mörderlich abgeblitzt. 
Er sei kein Beziehungsmensch (ich war seine erste Freundin und seit mir hatte er nichts ernstes mehr), er könne mir wahrscheinlich auch nicht treu sein wenn er im Auslandseinsatz ist (er ist Berufssoldat) und darüber hinaus wäre da eine andere Frau, die ihm schon einmal das Herz brach, weshalb er sich auf keine mehr einlassen wollte (sie waren nicht zusammen, er war nur in sie verliebt bevor er mich kennenlernte (ich finde diese Logik hat gewisse Schwächen). Von ihr hatte ich noch nie gehört, auch '08 bei unserem ersten Versuch nicht)

Er wollte mir damals nachdrücklich, und mit allen Mitteln demonstrieren, dass wir keine Zukunft haben weil er zu der Zeit nichts romantisches für mich empfand.
Ich war zutiefst verletzt, aber konnte es mir nicht anmerken lassen. Stattdessen habe ich sogar noch eine Weile (fast verzweifelt) versucht, ihn trotzdem von mir zu überzeugen - vergeblich.
Jedes Mal einen Korb von diesem Mann zu bekommen, war eine lange Reihe von Demütigungen, an die ich mich nicht gern erinnere und die meine jetzige Beziehung auf jeden Fall noch immer überschatten. 
Irgendwann beschloss ich, so schwer es mir fiel, meine Hoffnung auf Beziehung mit ihm endgültig zu begraben.
Weil ich ihn trotzdem in meinem Leben wollte, auch wenn er "nur ein Freund ist", arbeitete ich an mir, habe meine Erwartungen und Hoffnungen nicht mehr an ihn herangetragen. 
Ich zog mich zurück, zumindest soweit, dass ich mir meine leidenschaftlichen Gefühle nicht mehr anmerken ließ.
So entstand in den folgenden Monaten allmählich eine Freundschaft, die mich schon fast vergessen ließ dass ich ihn als meinen Mann nicht haben konnte. Wir erlebten jedes Mal eine tolle Zeit wenn wir uns sahen, kamen uns emotional immer näher... und eines Tages erzählte er mir, dass er von mir geträumt habe. Er wäre erschossen worden und das letzte was er sah bevor er starb war ich... Also fragte er mich ob wir noch eine Chance hätten. (Offenbar hatte ich damals eine tolle Intuition, wo ist sie nur hin? 😔)
Wie auch immer, Natürlich sagte ich ja!

Anfänglich war einfach alles toll! Er bemühte sich, war liebevoll. Irgendwann sagte er mir auch, dass er mich liebt, selbst merklich überrascht davon dass er es aussprach, weil er es einfach hasst über seine Gefühle zu sprechen. Ich erwiderte es. 
Doch es kam der Tag, an dem ich spürte dass irgendwas nicht stimmt. Plötzlich war er viel distanzierter als vorher, und bei mir gingen direkt die Alarmglocken an. Ich entzog mich ihm, spiegelte quasi sein Verhalten, was mich unglaublich traurig machte, aber ich konnte nicht zulassen dass sich wiederholen würde was passiert war. Das führte zu nichts. Es gab einen Streit, ich wollte einige Tage Bedenkzeit, nach denen ich mich trennte. Zugegeben in der Hoffnung, dass er "plötzlich aufwacht und wieder um mich kämpft". Ohne Erfolg. Allerdings verbrachten wir noch viel Zeit miteinander, jedes Wochenende wenn er da war einen Tag. Ich ließ immer wieder durchblicken was ich noch für ihn empfand. Doch er brauchte Zeit. Ich war wieder in der Warteposition.
Insgesamt 5 Wochen nach der Trennung, zu seinem Geburtstag, gestand ich ihm dass ich ihn noch liebe. Und da ließ er sich erneut auf mich ein, doch kurz danach kam es zu einem ernsten Gespräch zwischen ihm, seiner Schwester und mir: er öffnete sich das erste mal komplett, erzählte dass die Scheidung seiner Eltern ihn traumatisierte (davon wusste auch seine Schwester nicht) 
Er meinte, er wäre sich unsicher, ob er mir bieten könne was ich wolle und ob er mich glücklich machen könnte. Das ertrug ich nicht und ging. Plötzlich kämpfte er. Er wollte alles tun um mir zu bieten was ich verdiene, wollte für mich eine Therapie machen. Als ich mich doch auf ihn einließ, sagte ich ihm dass er diese maximal für sich machen sollte, nicht für mich, dass ich aber großen Respekt hätte wenn er es tun würde. (Das ist 7 Monate her, von Therapie keine Spur..)
Als ich zu ihm zurückkam wirkte er sehr glücklich und verliebt. Er gab sich große Mühe. 
Es lief gut, ging Berg auf. Wir hatten immer eine schöne Zeit. Bis - ja bis er sich wieder distanzierte.

Konkret sieht unsere Beziehung im Moment so aus: wir führen wie ich sagte eine Fernbeziehung. 4 Tage im Monat sehen wir uns durchschnittlich, alle 2 Wochen ein Wochenende. Es gibt (immer seltener werdende) Tage, an denen ich mich ihm wirklich nahe fühle, trotz Entfernung. Aber leider kommt es vermehrt dazu, dass er sich deutlich weniger meldet als ich es mir wünschen würde und von früher gewohnt bin. Bitte versteht mich nicht falsch - ich brauche nicht 24/7 Kontakt. Doch möchte ich wissen was ihn bewegt, ich möchte an seinem Alltag teilhaben! Ich wünsche mir dass er sich stärker für meinen interessiert und ich hätte gerne mehr "beziehungstypische" Nähe beim Schreiben über Whatsapp. Leider habe ich das diverse Male angesprochen. Dann geht es erfahrungsgemäß einige Tage, und dann passt es wieder nicht. 
Ich hasse es ihm das zu sagen, weil ich mich in dem Moment sehr bedürftig und überhaupt nicht stark und selbstbewusst fühle! Und das ist eine schmerzhafte Parallele zu damals.
Ich bin so unsicher! Generell weiß ich, was ich zu bieten habe, aber er raubt mir den Verstand und ich fühle mich hilflos! Ich möchte nicht mehr als er mir geben kann, früher habe ich oft gestaunt wie liebevoll er war und wie nah er mir von sich aus kommen wollte. Ich weiß nicht warum sich das verändert hat, und es bricht mir das Herz. Wenn wir uns sehen, ist die Zeit wunderschön, er gibt mir das Gefühl die einzige zu sein. Er kämpft um mich, will mir jeden Wunsch erfüllen. Aber wenn wir uns nicht sehen, was nun mal noch einige Zeit ein Großteil der Beziehung sein wird - spüre ich diese Verbundenheit von seiner Seite seltener. Was mache ich plötzlich anders als damals, was mache ich falsch? Manchmal muss ich daran denken, dass er mir einst sagte dass er nicht wüsste ob er treu sein kann, und obwohl ich ihm vertraue, spielt mein Kopf verrückt wenn er sich so distanziert. Ich liebe ihn, und ich will ihn nicht verlieren! Nur habe ich Angst, dass er mich je wieder so bedürftig erleben wird wie damals, weshalb ich selbst auch viel auf Abstand gehe, ihm meine Gedanken nur selten sage etc. 
Generell habe ich keine Zweifel an seinen Gefühlen, nur erkennt er meine Bedürfnisse in der Beziehung nicht während wir uns nicht sehen und ich kann nicht mehr tun, ohne die Angst dass er mein Verhalten als "klammernd" erlebt. Dabei klammere ich nicht, er kann alle Freiräume haben die er braucht. Meldet er sich wenig, tue ich das auch. 
Als ich mich das letzte mal als Reaktion zurückzog, wendete er sich aufgelöst an meine beste Freundin und sagte ihr dass er mich nicht verlieren will. Dann hat er wirklich gekämpft, und ich bin überzeugt er meint es ernst. Nur habe ich das hin und her satt, ich bin müde.
Ich habe das Gefühl, dass die Mischung aus all dem Gift ist. Ich kann nicht mehr auf ihn zugehen, aus Selbstschutz. Aber ich habe auch das Gefühl, wenn ich mich "spiegelnd entferne", und ich nicht auf ihn zugehe, dass er LANGFRISTIG weiter Abstand nehmen wird, weil er vielleicht denkt dass meine Gefühle für ihn nicht reichen? Schließlich ließ er schon wenige Male durchblicken, dass er Angst hat neu verletzt zu werden. Keine Ahnung.
Lange kann ich das nicht mehr, denn ich bin mit meinem Latein am Ende: deshalb erhoffe ich mir eure Hilfe. Ich habe zweifellos den Mann gefunden, mit dem ich alt werden will, und zeitweise habe ich das starke Gefühl, dass es ihm ganz genauso geht.
Er hat mir auch kürzlich gesagt dass er sich eine Familie mit mir vorstellen kann... nur was nützt das, wenn ich ihm 20 Tage im Monat nicht nahe sein kann und die Kommunikation dann nicht stimmt? Tief in mir drin glaube ich sicher zu wissen dass er mich liebt.
Zum Beispiel habe ich leider keine gute familiäre Struktur, und erst kürzlich, als ich deshalb traurig war, sagte er, dass ich doch dafür jetzt seine Familie hätte. Genauso integriert er mich nach wie vor sehr stark in seine Vereinsinteressen. Würde er das tun wenn er mich nicht lieben würde? Warum zeigt er das nicht so häufig wenn er weit weg stationiert ist? Ich verstehe es nicht. 


Konkret: wie kann ich mich verhalten? Ich bin super glücklich mit der Beziehung wenn wir uns sehen, aber nicht während der Zeit in der wir uns nicht sehen. Ich möchte liebevolleren Kontakt und mehr Kommunikation...
natürlich hane ich auch ohne ihn ein tolles Leben, ABER: es zieht mich runter, ihm einerseits so nah und andererseits so fern zu sein.

Danke an jede die hier unten angekommen ist, ich habe gar nicht gemerkt was das für ein Monstertext wurde... und vielen Dank für die Mühe der Frauen, die mir antworten ❤️

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21. Oktober 2016 um 13:38

Kitschig ist doch toll!

Euer Problem ist, ihr seid jung und steht Euch selber so im Weg... Immer wenn ich lese, dass jemand mit 21 "schon so viel schlechte Erfahrungen gemacht hat und nicht beziehungsfähig ist" möchte ich laut loslachen... Ich bin Mitte / Ende 30 und denke mir, dass man mit 21 doch echt kaum eine Ahnung hatte, was einen noch so erwartet. Und das ist auch das, was ich Euch mit auf den Weg geben möchte. Sehr nicht die Probleme, sehr die Lösungen. Es liest sich ein bisschen so, als wärst Du sehr auf ihn fixiert. Wenn er sich nicht meldet, spiegelst Du ihn. Dann macht er sich Sorgen und Du bist wieder gut drauf. Das ist doch der falsche Ansatz. Geh doch davon aus, dass bei Euch alles gut ist. Wenn das nicht mehr so sein sollte, wird er es Dir sagen. Ich glaube, dass er im Job andere Sachen im Kopf hat, außer andauernd zu denken, warum Du Dich nur sporadisch meldest oder oder oder. Wenn ich mir Eure Geschichte so durchlese, habt Ihr eigentlich wirklich zuviel "Altlasten" auf dem Kerbholz. Du hast immer im Hinterkopf, dass das der letzte Versuch ist und wartest immer darauf, dass er um Dich kämpft. Ist das die richtige Basis für Eure Beziehung? Und bitte bitte bitte: man muss mit 18/21/23 nicht sofort "DEN Mann für's Leben treffen". Damit setzt man sich nur unnötig unter Druck. Geniesse doch Eure gemeinsame Zeit. Sieh, wohin es Euch bringt. Freu Dich, wenn Ihr Zeit gemeinsam verbringen könnt, lass es leicht werden. Nimm Euch die Schwere. Meiner Meinung nach würde es Euch sonst langfristig erschlagen.
 

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21. Oktober 2016 um 15:13

Danke für deine Antwort 😊
Ich versteh was du meinst, wenn du sagst dass du laut loslachen möchtest wenn die Probleme in dem Alter auftreten. Sehr sogar 🙈 
Irgendwie denk ich mir ja selbst dass das sich schon ziemlich bescheuert anhört, zumindest wenn ich es mal schaffe das extern zu betrachten. Nur weil ich emotional natürlich involviert bin, ist es schwer die "Probleme" nicht ernst zu nehmen 😌

Es stimmt, das mit dem letzten Versuch hab ich echt im Kopf, und ja, es setzt mich unter Druck. Deshalb bin ich bestrebt alles stimmig zu haben. 
Mein Vorsatz ist nicht, jetzt auf teufel komm raus den Mann fürs Leben zu finden, ehrlich gesagt wäre es mir lieber wenn ich mich zu ihm nicht auf diese Art hingezogen fühlen würde. Ich möchte theoretisch gern vieles noch ausprobieren, aber ich habe bisher gesehen dass es mich immer wieder zu ihm hingezogen hat, selbst wenn ich mich zum Beispiel vorsätzlich für einen anderen Mann entschieden habe. Oder auch, wenn ich mal beschlossen habe einfach meine Jugend zu leben, als gäbe es ihn nicht, ich denke du weißt was ich meine 😉
Aber irgendwie war alles nicht das richtige.
Meine Sorge ist, dass ich nach einer Trennung die selben Probleme habe wie vorher, nur mit dem Wissen, dass es kein Zurück gibt. Ich möchte ihm nicht ewig verfallen sein, besonders nicht wenn der letzte Versuch vorbei ist. Irgendwie denke ich im Moment dazu: "was wenn du immer grübeln wirst, wie du dich hättest verhalten können? Was wenn dich niemand anderes mehr so berührt?" Für jemanden Mitte 30 vielleicht lachhaft, für mich aber reelle Bedenken,

WEIL er schon seit 9 Jahren so viel Anziehung ausübt. In meinem Fall ist es das fast das halbe Leben (und das ganze seit ich in der Pubertät war und mich Jungs erst annähernd interessiert haben 😂)

Und auch wenn ich mir grundsätzlich rein logisch (!) vorstellen kann, dass irgendwann der Punkt kommt an dem ich mich ein für alle mal von ihm lösen will und kann, habe ich aufgrund dieser Geschichte keine realen Anhaltspunkte, ob es wirklich je so sein wird. 
Verstehst du? 🙈
Ich kalkuliere ein dass sich das sehr naiv anhört, aber für andere Schlüsse fehlt mir derzeit wahrscheinlich die Lebenserfahrung. 

Hört sich nach meinem Text vielleicht nicht völlig stimmig an, das sehe ich ein, aber das ist es nun mal, es ist für mich kaum rational erklärbar.

In einer perfekten Welt wäre das alles nicht. Ich könnte mich sorglos und ohne drüber nachdenken einfach auf alles mögliche einlassen, ohne dass es mich zu irgendwem so stark hinzieht. Ist leider nicht möglich, ODER, zumindest habe ich die Möglichkeit für mich noch nicht gefunden. 
Im Moment fühlt es sich auf Grund der starken Anziehung "leider" so an als wäre er der Mann fürs Leben. Und die Möglichkeit, dass das doch nicht zutreffen könnte, weil ich ihn entweder auf die eine oder andere Art von mir wegtreiben könnte ist schmerzlich. 
Ich hoffe ich konnte hier den innerlichen Konflikt erklären. 

Konkret: er ist in meinem Leben, und übt eine unglaubliche Anziehungskraft auf mich aus. Das ist nicht mehr zu ändern. Lieber wäre mir, dem wär nicht so und ich könnte mich einfach von allem überraschen lassen, was auf mich zukommt. Ich brauch jetzt nicht den Mann mit dem ich sterbe, und ich habe nicht vor ihn jetzt zu finden. Aber da ist einer, zu dem ich mich so hingezogen fühle, dass sich meinem "naiven Teeniehirn", selbstironisch formuliert, nur der eine denkbare Schluss aufdrängt: "das ist er, und du solltest diese Chance nicht verschenken oder ignorieren."
Dagegen bin ich leider machtlos. 
Ich weiß nicht wie ich das ändern kann. 


Ich genieße die Zeit mit ihm echt, WENN wir uns sehen. Und ich komme mit dem Konstrukt der Fernbeziehung super klar, wie die Vergangenheit mit ihm gezeigt hat.
Allerdings müssen dafür die emotionale und kommunikative ebene stimmen. Dem ist momentan leider auf die Entfernung nicht so, und um ehrlich zu sein suche ich nach einem Rezept, wie ich das erreichen kann (wohl wissend, dass es sowas vielleicht gar nicht gibt)



 

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21. Oktober 2016 um 19:22

Äh, sorry aber da verstehst du was falsch. Ich will ihn nicht UMERZIEHEN, nur das Level von vor einigen Monaten zurück? Steht aber auch drinnen. 

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21. Oktober 2016 um 19:49

Ach was, da bin ich auch alleine drauf gekommen. Verzeih mir meine schnippische Antwort, aber ich habe mir eigentlich Informationen erhofft die nicht in meinem eigenen Text stehen 🙈

Für sowas gibt es Gründe, die mich brennend interessieren. Ich bin mit meinem Latein am Ende, deshalb habe ich gehofft dass jemand in dieser Situation war, sie bewältigen konnte. Vielleicht weiß derjenige welche Gründe dazu führten... 

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21. Oktober 2016 um 20:22
In Antwort auf Lola123456784

Hallo Ladys, ich habe eine Frage an euch 😊Vielleicht hat die eine oder andere ähnliche Erfahrungen gemacht, und führt mittlerweile eine glückliche Beziehung?

Ich (21) bin mit meiner Jugendliebe (seit ich 12 bin), in meinen Augen DEM TRAUMMANN schlechthin, zusammen. Ich erhoffe mir eine  gänzlich erfüllende Beziehung mit dem Mann, den ich von ganzem Herzen liebe... 

Wir sind seit fast einem Jahr in einer Fernbeziehung, und ich wünsche mir von ganzem Herzen dass ER irgendwann der Vater meiner Kinder wird. Leider läuft es zur Zeit nicht so wie ich es mir wünsche (aus einigen Gründen), und ganz egal was ich versuche, habe ich nicht das Gefühl dass es den gewünschten Erfolg bringt. 
Im Bezug auf ihn habe ich einige Blockaden, weil ich recht lange unglücklich in ihn verliebt war, und ich mich um jeden Preis vor einer neuen Enttäuschung mit ihm schützen will. Ich glaube, dass ich mir damit selbst im Weg stehe, aber ich weiß einfach nicht wie ich das überwinden kann. Mit ihm war es immer kompliziert, wir hatten 2008/09 schon kurze Anläufe. 
Er sagt dass dieser jetzige Versuch der letzte sein wird. Ich denke schon, dass ich auch ohne ihn leben kann, es ging ja auch die Jahre davor. In der Zeit hatte ich 2 Beziehungen (ca. 1,5 und 3 Jahre), aber nie habe ich es geschafft ihn völlig zu vergessen und mich auf etwas Neues einzulassen. 
Natürlich habe ich etwas für die anderen Männer empfunden, aber es war nie so stark wie für ihn. Jedes Mal als er wieder in mein Leben trat, ging er mir für eine lange Zeit nicht mehr aus dem Kopf, irgendwas zog mich immer ganz stark zu ihm. Ich glaube wir sind für einander bestimmt! (wie kitschig 🙈)
Die Dreijährige Beziehung scheiterte übrigens, weil ich ihn in der Disco traf und ich danach spürte, dass es mit dem anderen keine Zukunft geben würde. 
Nachdem ich mit offenen Karten spielte und Schluss war, habe ich versucht einen Neustart mit meinem jetzigen Freund zu bekommen, und bin mörderlich abgeblitzt. 
Er sei kein Beziehungsmensch (ich war seine erste Freundin und seit mir hatte er nichts ernstes mehr), er könne mir wahrscheinlich auch nicht treu sein wenn er im Auslandseinsatz ist (er ist Berufssoldat) und darüber hinaus wäre da eine andere Frau, die ihm schon einmal das Herz brach, weshalb er sich auf keine mehr einlassen wollte (sie waren nicht zusammen, er war nur in sie verliebt bevor er mich kennenlernte (ich finde diese Logik hat gewisse Schwächen). Von ihr hatte ich noch nie gehört, auch '08 bei unserem ersten Versuch nicht)

Er wollte mir damals nachdrücklich, und mit allen Mitteln demonstrieren, dass wir keine Zukunft haben weil er zu der Zeit nichts romantisches für mich empfand.
Ich war zutiefst verletzt, aber konnte es mir nicht anmerken lassen. Stattdessen habe ich sogar noch eine Weile (fast verzweifelt) versucht, ihn trotzdem von mir zu überzeugen - vergeblich.
Jedes Mal einen Korb von diesem Mann zu bekommen, war eine lange Reihe von Demütigungen, an die ich mich nicht gern erinnere und die meine jetzige Beziehung auf jeden Fall noch immer überschatten. 
Irgendwann beschloss ich, so schwer es mir fiel, meine Hoffnung auf Beziehung mit ihm endgültig zu begraben.
Weil ich ihn trotzdem in meinem Leben wollte, auch wenn er "nur ein Freund ist", arbeitete ich an mir, habe meine Erwartungen und Hoffnungen nicht mehr an ihn herangetragen. 
Ich zog mich zurück, zumindest soweit, dass ich mir meine leidenschaftlichen Gefühle nicht mehr anmerken ließ.
So entstand in den folgenden Monaten allmählich eine Freundschaft, die mich schon fast vergessen ließ dass ich ihn als meinen Mann nicht haben konnte. Wir erlebten jedes Mal eine tolle Zeit wenn wir uns sahen, kamen uns emotional immer näher... und eines Tages erzählte er mir, dass er von mir geträumt habe. Er wäre erschossen worden und das letzte was er sah bevor er starb war ich... Also fragte er mich ob wir noch eine Chance hätten. (Offenbar hatte ich damals eine tolle Intuition, wo ist sie nur hin? 😔)
Wie auch immer, Natürlich sagte ich ja!

Anfänglich war einfach alles toll! Er bemühte sich, war liebevoll. Irgendwann sagte er mir auch, dass er mich liebt, selbst merklich überrascht davon dass er es aussprach, weil er es einfach hasst über seine Gefühle zu sprechen. Ich erwiderte es. 
Doch es kam der Tag, an dem ich spürte dass irgendwas nicht stimmt. Plötzlich war er viel distanzierter als vorher, und bei mir gingen direkt die Alarmglocken an. Ich entzog mich ihm, spiegelte quasi sein Verhalten, was mich unglaublich traurig machte, aber ich konnte nicht zulassen dass sich wiederholen würde was passiert war. Das führte zu nichts. Es gab einen Streit, ich wollte einige Tage Bedenkzeit, nach denen ich mich trennte. Zugegeben in der Hoffnung, dass er "plötzlich aufwacht und wieder um mich kämpft". Ohne Erfolg. Allerdings verbrachten wir noch viel Zeit miteinander, jedes Wochenende wenn er da war einen Tag. Ich ließ immer wieder durchblicken was ich noch für ihn empfand. Doch er brauchte Zeit. Ich war wieder in der Warteposition.
Insgesamt 5 Wochen nach der Trennung, zu seinem Geburtstag, gestand ich ihm dass ich ihn noch liebe. Und da ließ er sich erneut auf mich ein, doch kurz danach kam es zu einem ernsten Gespräch zwischen ihm, seiner Schwester und mir: er öffnete sich das erste mal komplett, erzählte dass die Scheidung seiner Eltern ihn traumatisierte (davon wusste auch seine Schwester nicht) 
Er meinte, er wäre sich unsicher, ob er mir bieten könne was ich wolle und ob er mich glücklich machen könnte. Das ertrug ich nicht und ging. Plötzlich kämpfte er. Er wollte alles tun um mir zu bieten was ich verdiene, wollte für mich eine Therapie machen. Als ich mich doch auf ihn einließ, sagte ich ihm dass er diese maximal für sich machen sollte, nicht für mich, dass ich aber großen Respekt hätte wenn er es tun würde. (Das ist 7 Monate her, von Therapie keine Spur..)
Als ich zu ihm zurückkam wirkte er sehr glücklich und verliebt. Er gab sich große Mühe. 
Es lief gut, ging Berg auf. Wir hatten immer eine schöne Zeit. Bis - ja bis er sich wieder distanzierte.

Konkret sieht unsere Beziehung im Moment so aus: wir führen wie ich sagte eine Fernbeziehung. 4 Tage im Monat sehen wir uns durchschnittlich, alle 2 Wochen ein Wochenende. Es gibt (immer seltener werdende) Tage, an denen ich mich ihm wirklich nahe fühle, trotz Entfernung. Aber leider kommt es vermehrt dazu, dass er sich deutlich weniger meldet als ich es mir wünschen würde und von früher gewohnt bin. Bitte versteht mich nicht falsch - ich brauche nicht 24/7 Kontakt. Doch möchte ich wissen was ihn bewegt, ich möchte an seinem Alltag teilhaben! Ich wünsche mir dass er sich stärker für meinen interessiert und ich hätte gerne mehr "beziehungstypische" Nähe beim Schreiben über Whatsapp. Leider habe ich das diverse Male angesprochen. Dann geht es erfahrungsgemäß einige Tage, und dann passt es wieder nicht. 
Ich hasse es ihm das zu sagen, weil ich mich in dem Moment sehr bedürftig und überhaupt nicht stark und selbstbewusst fühle! Und das ist eine schmerzhafte Parallele zu damals.
Ich bin so unsicher! Generell weiß ich, was ich zu bieten habe, aber er raubt mir den Verstand und ich fühle mich hilflos! Ich möchte nicht mehr als er mir geben kann, früher habe ich oft gestaunt wie liebevoll er war und wie nah er mir von sich aus kommen wollte. Ich weiß nicht warum sich das verändert hat, und es bricht mir das Herz. Wenn wir uns sehen, ist die Zeit wunderschön, er gibt mir das Gefühl die einzige zu sein. Er kämpft um mich, will mir jeden Wunsch erfüllen. Aber wenn wir uns nicht sehen, was nun mal noch einige Zeit ein Großteil der Beziehung sein wird - spüre ich diese Verbundenheit von seiner Seite seltener. Was mache ich plötzlich anders als damals, was mache ich falsch? Manchmal muss ich daran denken, dass er mir einst sagte dass er nicht wüsste ob er treu sein kann, und obwohl ich ihm vertraue, spielt mein Kopf verrückt wenn er sich so distanziert. Ich liebe ihn, und ich will ihn nicht verlieren! Nur habe ich Angst, dass er mich je wieder so bedürftig erleben wird wie damals, weshalb ich selbst auch viel auf Abstand gehe, ihm meine Gedanken nur selten sage etc. 
Generell habe ich keine Zweifel an seinen Gefühlen, nur erkennt er meine Bedürfnisse in der Beziehung nicht während wir uns nicht sehen und ich kann nicht mehr tun, ohne die Angst dass er mein Verhalten als "klammernd" erlebt. Dabei klammere ich nicht, er kann alle Freiräume haben die er braucht. Meldet er sich wenig, tue ich das auch. 
Als ich mich das letzte mal als Reaktion zurückzog, wendete er sich aufgelöst an meine beste Freundin und sagte ihr dass er mich nicht verlieren will. Dann hat er wirklich gekämpft, und ich bin überzeugt er meint es ernst. Nur habe ich das hin und her satt, ich bin müde.
Ich habe das Gefühl, dass die Mischung aus all dem Gift ist. Ich kann nicht mehr auf ihn zugehen, aus Selbstschutz. Aber ich habe auch das Gefühl, wenn ich mich "spiegelnd entferne", und ich nicht auf ihn zugehe, dass er LANGFRISTIG weiter Abstand nehmen wird, weil er vielleicht denkt dass meine Gefühle für ihn nicht reichen? Schließlich ließ er schon wenige Male durchblicken, dass er Angst hat neu verletzt zu werden. Keine Ahnung.
Lange kann ich das nicht mehr, denn ich bin mit meinem Latein am Ende: deshalb erhoffe ich mir eure Hilfe. Ich habe zweifellos den Mann gefunden, mit dem ich alt werden will, und zeitweise habe ich das starke Gefühl, dass es ihm ganz genauso geht.
Er hat mir auch kürzlich gesagt dass er sich eine Familie mit mir vorstellen kann... nur was nützt das, wenn ich ihm 20 Tage im Monat nicht nahe sein kann und die Kommunikation dann nicht stimmt? Tief in mir drin glaube ich sicher zu wissen dass er mich liebt.
Zum Beispiel habe ich leider keine gute familiäre Struktur, und erst kürzlich, als ich deshalb traurig war, sagte er, dass ich doch dafür jetzt seine Familie hätte. Genauso integriert er mich nach wie vor sehr stark in seine Vereinsinteressen. Würde er das tun wenn er mich nicht lieben würde? Warum zeigt er das nicht so häufig wenn er weit weg stationiert ist? Ich verstehe es nicht. 


Konkret: wie kann ich mich verhalten? Ich bin super glücklich mit der Beziehung wenn wir uns sehen, aber nicht während der Zeit in der wir uns nicht sehen. Ich möchte liebevolleren Kontakt und mehr Kommunikation...
natürlich hane ich auch ohne ihn ein tolles Leben, ABER: es zieht mich runter, ihm einerseits so nah und andererseits so fern zu sein.

Danke an jede die hier unten angekommen ist, ich habe gar nicht gemerkt was das für ein Monstertext wurde... und vielen Dank für die Mühe der Frauen, die mir antworten ❤️

Okay ich glaube, da hat dir einer völlig den Kopf verdreht...
Du erinnerst mich ein bisschen an mich. Ich war völlig verloren...Ich glaube jeder hat so jemanden im Leben, der einen völlig aus der Bahn wirft.....so das man nicht mehr weiß wo Kopf und Fuß ist........;D 
Danke, du hast mich gerade all das nochmal erleben lassen ;D 
Aber helfen kann ich dir doch nicht... 

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21. Oktober 2016 um 20:37
In Antwort auf meeresflut

Okay ich glaube, da hat dir einer völlig den Kopf verdreht...
Du erinnerst mich ein bisschen an mich. Ich war völlig verloren...Ich glaube jeder hat so jemanden im Leben, der einen völlig aus der Bahn wirft.....so das man nicht mehr weiß wo Kopf und Fuß ist........;D 
Danke, du hast mich gerade all das nochmal erleben lassen ;D 
Aber helfen kann ich dir doch nicht... 

Danke trotzdem für deinen Beitrag.. 😊
Darf ich dich fragen wie du verfahren bist, und ob was draus wurde?

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