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Komplexe...

30. Dezember 2006 um 15:36 Letzte Antwort: 30. Dezember 2006 um 19:43

Hallo an alle!

Vielleicht kennen das ja einige unter euch auch und ihr könnt mir evtl. Tipps geben.
Ich bin seit fast einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Er liebt mich, ich liebe ihn, wir haben viel Spaß, Sex, gute Unterhaltungen usw...also eigentlich ist alles okay, wenn da nicht meine Komplexe wären. Ich bin eigentlich nicht zu dick und, ich glaube, auch einigermaßen hübsch, ich bin nicht blöd oder sonstwas, aber trotzdem bilde ich mir dauernd ein, dass mein Freund (der wirklich suuuper lieb, intelligent und gutaussehend ist) eine hübschere Freundin haben könnte. Und das macht mich total fertig. Am Anfang der Beziehung war ich noch relativ stabil und vllt. könnte man es "cool" nennen, ich hab mir einfach gesagt: Hey, er mag mich total, wir streiten uns nicht, der Sex ist super und es gibt keinen Grund zur Sorge. Doch dann war er für ein Praktikum im Ausland (England, 8 Wochen) und obwohl ich ihm vertraue dass da nix passiert ist usw. bin ich seitdem ziemlich eifersüchtig und achte auf jede kleine Veränderung in seinem Verhalten. Wenn er mich ein bisschen ärgert, dann ist es neuerdings verletzend für mich und nicht mehr witzig. Oder wenn er mal keine Zeit für mich hat (z.B. wenn ich mit ihm telefoniere und von der letzten Nacht schwärme und kaum einen Satz zuende gesprochen habe, dann meint er plötzlich, dass wir ja nachher weiterreden könnten und er jetzt lesen will)...dann denke ich, dass ich ihm zu langweilig werde, weil er das ja eh schon 100 mal gehört hat usw. Ich bin halt immer noch wie frisch verliebt und bei ihm stellt sich langsam eine Art von Alltagstrott ein und es macht mich total fertig, weil ich dann denke, dass er mich nicht so toll findet wie ich ihn. Dann spreche ich ihn darauf an (hab ich schon mehrmals gemacht) und er meint einfach nur, dass er mich immer noch so liebt wie am Anfang und dass ich mir keine Sorgen machen soll. Ich glaube es ihm ja auch, aber ich werde langsam einfach verrückt bei dem Gedanken, dass wir irgendwann vllt. nicht mehr zusammen sein könnten und das versaut mir alle schönen Momente mit ihm. Er sagt dann einfach: "Denk doch nicht an so was, sondern genieße die Zeit, die wir jetzt miteinander verbringen" und ich versuche es ja auch, aber es klappt nicht! Und wenn wir dann zusammen unterwegs sind z.B. in einer Disco und ich sehe, was für hübsche Mädchen ihn anglotzen, dann muss ich mir immer vorstellen, wir er mit einer von dieser "Sorte" mal rummachen wird und dann bekomme ich einen Eifersuchtsanfall. Früher hatte ich das nicht, weil er mir Komplimente gemacht hat und wir viel von Zukunftsplänen gesprochen haben. Aber in der letzten Zeit hat sich halt alles "normalisiert", die Frisch-Verliebt-Phase ist vorbei, ich bekomme Komplexe und mein Freund wird dadurch immer selbstsicherer. Früher war es halt eher andersherum, er war unsicher, jetzt bin ich es. Wie können wir ein Gleichgewicht finden und wie kann ich meine Selbstsicherheit und "Coolness" zurückgewinnen? Durch meine Eifersucht und meine Selbstzweifel mache ich immer nur alles schlimmer...ich will das endlich stoppen, weiß aber nicht, wie...

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30. Dezember 2006 um 19:43

Hm...
vielen Dank für deine Antwort, Coleen. Ich glaube leider, dass das etwas falsch rüber kam in meinem Text...natürlich reden wir über meine Ängste, aber er kann sie mir dennoch nicht nehmen. Denn selbst wenn man sich liebt und sich dabei auch sicher ist, so ist doch eigentlich gar nichts sicher. Selbst wenn mn heiratet gibt es keine Garantie für die ewige Liebe! Ich bin halt zu romantisch und vllt. auch zu verträumt für diese Welt...Für mich ist mein Freund eben einfach der beste Mann auf der Welt, ich hatte schon Beziehungen vor ihm und keine davon wäre vergleichbar mit dieser...aber ich denke halt, dass es für ihn nicht dasselbe ist. Ich befürchte, ihn "mehr" zu lieben als er mich liebt, denn er ist so realistisch und bodenständig, er weiß, dass auch eine glückliche Beziehung irgendwann kaputt gehen kann und ich weiß das natürlich auch. Aber im Gegensatz zu ihm bringt mich diese Unsicherheit öfters um den Schlaf und ich weiß einfach nicht, was ich dagegen tun soll. Selbst wenn er mir hundert Mal sagt, dass er sich keine bessere Freundin als mich vorstellen kann denke ich nur: "Ja, das denkt er jetzt, aber was ist in 2 Jahren?" Ich weiß natürlich, dass es total sinnlos ist, sich darüber Gedanken zu machen, weil ich sowieso nichts daran ändern kann, aber ich bin es einfach nicht gewohnt, Unsicherheit zu verspüren. Bisher war ich immer die "Starke" in jeder Beziehung, die selbstsichere und -bewusste. Und nun ist es genau umgekehrt: Endlich habe ich einen realistischen und ehrlichen Freund, der zu mir steht (wie ich ihn immer haben wollte), aber sein Realismus ("Ich glaube nicht an die ewige Liebe, jede zweite Ehe wird geschieden!") und seine Ehrlichkeit ("Ich will heute Abend lieber lesen, anstatt mit dir zu telefonieren, sorry") machen mich zunehmend fertig und reißen mich, die Träumerin, von meiner Wolke 7 auf den Boden der Tatsachen zurück, der mir so unendlich trist und traurig erscheint...

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