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Komplette Ratlosigkeit

24. Oktober 2012 um 15:29

Liebe Mitleser,

ich habe ein sehr großes Problem und ich weiß wirklich nicht mehr was ich machen soll. Ich weiß, es wurde sehr viel über dieses Thema diskutiert aber dennoch benötige ich Euren Ratschlag.

Wie es anfing: Vor 20 Jahren lernte ich einen Mann kennen da hat er mir nicht verschwiegen, dass er Vater wird. Er hat mir die Situation so dargestellt, dass er mit der Mutter seines Kindes getrennt sei und sie in Süddeutschland (wir lebten damals in Köln) bei ihren Eltern leben würde. Naja, ich dacht mir, dass wenn die Beziehung nicht mehr ist kann mir das Kind auch egal sein. Ich wusste nicht, dass sie zur Entbindung nach Köln kommen würde und mit ihm dennoch zusammen ist. Ich habe dann natürlich mit ihm Schluss gemacht. Er ließ nich von mir ab. Je mehr ich mich zurückgezogen habe, desto mehr kam er auf mich zu. Das Kind wurde geboren und wieder habe ich ihn auf seine Pflichen bzw. auch zu den Pflichten der Mutter gegenüber klar gemacht. Es hat nichts genützt er wollte mit mir zusammenbleiben. Ich habe mich einmal mit der Mutter seines Kindes getroffen und sie sagte mir, dass sie schon längst von mir wüßte und sieh hätte auch ein Verhältnis mit einem anderen Mann. Da mein Freund Südländer ist und sie deutsche, hatte sie Angst wenn sie ihn verlassen würde, dann würde er vielleicht ausrasten etc. Ich dachte, prima, ich will ihn und sie will ihn loswerden. Wir haben danach uns abgesprochen, dass er nie etwas von diesem Treffen erfahren sollte. Ich ging nach hause und sie schmiss ihn raus. Ein paar Wochen später rief sie mich an und sagte mir, dass sie ihm alles erzählt hat. Wir sind trotzdem zusammengezogen. Zuerst hat sie Situationen provoziert z.B wenn du sie nicht verlässt, siehst du deine Tochter nicht mehr aber mit der Zeit hat sie diese Beziehung akzeptiert und es kam sogar dazu das ich ihre Tochter mit großgezogen habe d.h die kleine war mehr bei uns als bei der Mutter. Die Mutter hat mir sogar mehrmals gesagt, dass sie ihre Tochter eher mir anvertraut anstatt ihrem Vater. Ich habe die Tochter, gewickelt, das laufen beigebracht und sogar meinen beruflichen Werdegang zurückgesteckt. Die Tochter und ich hatten sogar eine Mutter-Tochter Beziehung. Nach ca. 10 Jahren hat er mich für eine andere verlassen und es hat mir das Herz gebrochen. Nicht nur das er eine andere hatte nein, dass er meine kleine auch mitgenommen hat. Diese Beziehung zu der anderen Frau hielt auch nicht sehr lange da er sich nicht von mir trennen konnte. In all der Zeit hat es mir gewundert warum seine Familie eine totale Abneigung zu mir hatte obwohl ich mich immer um sie gekümmert habe. Die Wahrheit sollte später rauskommen. Er kam wieder zu mir zurück und ich war selig da ich auch die kleine wieder sehen konnte. Nach ca. 1,5 Jahren ist er mir wieder fremdgegangen und wir haben uns wieder getrennt. In dieser Zeit habe ich jemanden anderen kennengelernt und war wirklich über ihn hinweg. Er kam damit überhaupt nicht zurecht und kam jeden Abend (da mein Freund in Hessen gelebt hat) zu mir aber ich sagte ihm jedesmal er solle sich keine Hoffnungen machen. Mit seiner neuen kurzen Beziehung ist ein Sohn entstanden. Die Beziehung ist gescheitert und er ist in seine Heimat ausgewandert. Wir hatten damals eine Freundschaftliche Beziehung. Kurz daraufhin habe ich Brustkrebs bekommen. Für ihn und natürlich auch für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Er war immer für mich da...trotz da er noch in seiner Heimat gelebt hat. Als ich alles überstanden habe, bin ich zu ihm (wirklich nur aus freundschaft) und wir haben sehr schöne Tage miteinander verlebt. Seine Tochter und die Mutter sind auch dazugekommen und es waren sehr schöne Tage. Innerhalb dieser Tage sind wir uns wieder näher gekommen. Wir führten danach eine Fernbeziehung. 6 Monate später ist er zu Besuch gekommen und wir haben ein Abendessen zu dritt (mit seiner Tochter) arrangiert. Als die Tochter den ganzen Abend mich ignoriert hat und keine Silbe mit mir gesprochen hat, war ich schockiert. Das ist nicht das Mädchen die ich großgezogen habe....

Jetzige Situation: Er ist endlich wieder nach Deutschland gezogen....Seine Tochter (mittlerweile 20) ignoriert mich immer noch...Die Mutter seines Sohnes hat ihm verboten jemals mich mit dem Sohn zusammenzubringen (da sie denkt, dass er damals wegen mir mit ihr Schluss gemacht hat...Seine Familie hasst mich weiterhin wie die Pest....

Nach einem Gespräch zwischen Vater und Tochter hat sich herausgestellt, dass die Mutter von seiner Tochter schlecht über mich geredet hat. Deshalb hat sie der Mutter seines Sohnes geraten jemals mich mit ihm in Verbindung zu bringen (Oh mein Gott muss ich schlecht sein....hmpf...)

Fazit: Die Mutter seines Sohnes ist mittlerweile wieder liiert. Sie nutzt permanent die Situation aus ihn als Babysitter für seinen Sohn auszunutzen. Mittlerweile ist es soweit gekommen, dass er öfters bei seinem Sohn schläft. Er darf den Sohn nicht zu uns nach hause bringen. Sie sagte ihm; so lange er mit mir wohnt, hätte er kein Zuhause. Was mich sehr traurig macht ist, dass ich nicht das Gefühl habe, dass er zu mir steht. Für ihn ist sein Sohn sein ein und alles....das kann er auch sein aber darf auch seine Beziehung nicht vergessen. Da er in der Gastronomie tätig ist, haben wir in der Woche überhaupt keine Zeit für einander. Uns bleibt mit ach und krach nur der Sonntag vormittag Zeit da er seinen einzigen freien Tag (Dienstags) mit seinem Sohn verbringt und Samstags vormittag mit seinem Sohn schwimmen geht. Wenn ich ihn frage ob er mich überhaupt liebt, bekomme ich die Antwort; Ja, sonst würde ich doch nicht mit dir zusammen sein. Das reicht mir nicht mehr. Ich habe das Gefühl, dass ich immer verständnis haben muss aber dabei selber zu kurz komme. Ich habe nicht um mein Leben gekämpft damit ich ausgesaugt werde. Von Leuten die mich ablehnen, am liebsten unter der Erde sehen möchten. Zwischendurch bekomme ich die Sätze zu hören, dass ich das ganze nicht verstehen kann weil ich kein eignes Kind habe.

Vor ein paar Tagen hatte ich Geburtstag und mein Freund und ich wollten (da er bis spät in die Nacht arbeiten muss) in meinem Geburtstag hineinfeiern. Tja, er bekam spät einen Anruf von seinem Sohn (9 Jahre alt) der ihm mitteilte, dass seine Mutter weg sei und er alleine zu hause ist. Mein Freund ist daraufhin natürlich zu seinem Sohn gefahren und hat dort übernachtet. Er rief mich so gegen 3 Uhr an um mir mitzuteilen das er bei seinem Sohn schläft. Ich war sehr verletzt und auch wütend. Es ging mir nicht darum das er bei seinem Sohn war sondern das sie Situationen provoziert unsere Beziehung kaputt zu machen. Gestern Nacht ist es eskaliert. Wir haben über alles geredet und einiges ist auch herausgekommen. Er suhlt sich in seinem Selbstmitleid d.h ach der arme kann niemanden glücklich machen. Er ist an allem Schuld. Er leidet so sehr daran das seine Kinder ihn nicht besuchen kommen oder bei ihm schlafen können da sie mich ja nicht akzeptieren. Er würde so den Kopf voll haben das er sich schon gedacht hat, dass er sich eine eigene Wohnung suchen möchte. Ich habe ihm gesagt das ich seinem Glück nicht im Wege stehen möchte und er gerne ausziehen kann aber damit wäre unsere Beziehung am Ende und ich möchte ihn nie wieder sehen. Das will er natürlich auch nicht. Ich verstehe das ganze nicht. Ich empfinde seine Argumente nur als Ausreden. Als wir später ins Bett gegangen sind, hat er mir gesagt das er mich lieben würde und hat nach langer Zeit einfach nur meine Hand gehalten. Wir haben auch kein Sexleben weil der Herr hat so viel im Kopf und darunter leide ich sehr. Es bringt auch nicht mit ihm darüber zu reden da er immer sagt, dass er sich um so viele Dinge Gedanken machen würde etc.

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter (((

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter

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24. Oktober 2012 um 19:24

Da
gibt es ja nur zwei Möglichkeiten: entweder Du akzeptierst es, dass er sich um seinen Sohn kümmert (was ja eigentlich ein guter Charakterzug von ihm ist) und versuchst in der freien Zeit die dadurch entsteht, etwas für Dich zu tun und zwar ganz entspannt ohne Wut auf ihn zu haben. Oder Du beendest das Ganze so nach dem Motto "Alles oder Nichts". Das Ergebnis bleibt ja dann im Grunde das Gleiche: Ihr verbringt keine Zeit zusammen. Bei der ersten Variante muss ich sagen, der Sohn ist ja schon 9 Jahre alt. Der wird über kurz oder lang mit anderen Leuten abhängen wollen als mit seinem Vater. Bei der zweiten Variante hast Du die Chance, jemand Neuen kennen zu lernen. Vielleicht sogar ohne "Altlasten". Mach einfach das, was für Dich besser ist und nimm keine Rücksicht auf ihn. Du hattest Krebs und solltest Deine Gefühle schonen! Mach vor allem seine Probleme nicht zu Deinen. Wenn er Beziehung, Kind und Beruf nicht auf eine Reihe kriegt, ist das sein Problem.

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24. Oktober 2012 um 21:29
In Antwort auf gisela_12669376

Da
gibt es ja nur zwei Möglichkeiten: entweder Du akzeptierst es, dass er sich um seinen Sohn kümmert (was ja eigentlich ein guter Charakterzug von ihm ist) und versuchst in der freien Zeit die dadurch entsteht, etwas für Dich zu tun und zwar ganz entspannt ohne Wut auf ihn zu haben. Oder Du beendest das Ganze so nach dem Motto "Alles oder Nichts". Das Ergebnis bleibt ja dann im Grunde das Gleiche: Ihr verbringt keine Zeit zusammen. Bei der ersten Variante muss ich sagen, der Sohn ist ja schon 9 Jahre alt. Der wird über kurz oder lang mit anderen Leuten abhängen wollen als mit seinem Vater. Bei der zweiten Variante hast Du die Chance, jemand Neuen kennen zu lernen. Vielleicht sogar ohne "Altlasten". Mach einfach das, was für Dich besser ist und nimm keine Rücksicht auf ihn. Du hattest Krebs und solltest Deine Gefühle schonen! Mach vor allem seine Probleme nicht zu Deinen. Wenn er Beziehung, Kind und Beruf nicht auf eine Reihe kriegt, ist das sein Problem.

Antwort
Hallo Charlotte, ich akzeptiere ja auch das er sich um seinen Sohn kümmert. Ich habe ihn damals als einen sehr selbstbewussten, stolzen Mann kennengelernt. Was mich so auf die Palme treibt ist, dass er sich zu einer Marionette der Ex-Freundin entpuppt hat. Er sagt zwar das er das alles für seinen Sohn macht aber mittlerweile ruft sie ihn auch mitten in der Nacht auf der Arbeit an um ihm mitzuteilen, dass sie weggehen will oder zu ihrem Freund gehen möchte und er gefälligst kommen und auf seinen Sohn aufpassen soll. Mich ärgert es ungemein das er nichts dazu sagt und das macht was sie ihm befiehlt aus Angst, dass sie seinen Sohn so manipuliert, dass er anschließend nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben will. Ich erkenne ihn echt nicht mehr wieder.

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26. Oktober 2012 um 10:38

Depressionen???
Kann es sein das Männer in die Wechseljahre kommen? Mittlerweile habe ich ein häufchen elend zu hause. Mein Freund/Mitbewohner o.ä suhlt sich gerade in Selbstmitleid. Er meinte vor ein paar Tagen das es besser sei wieder in seine Heimat zu fliegen. Dann würden wir alle glücklich sein. Er würde auch den Stress mit seinen Kindern+Ex-Freundinnen nicht mehr haben und ich könnte auch mein Leben ruhiger gestalten. Da er gestern Nacht zusammengebrochen ist, habe ich heute seinen einzigen Freund (Vaterfigur) angerufen und ihn um Hilfe gebeten da ich nicht mehr weiß was ich machen soll. Er will sich nächste Woche mit ihm treffen. Ich weiß, dass ihm dieser Freund sehr viel bedeutet. Ich habe eingesehen das ich ihm nicht helfen kann. Vielleicht tut es ihm gut einfach mit jemanden zu reden.

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22. November 2012 um 1:57

Er ist weg
Heute war es soweit. Nach langen diskussionen, einseitigen Gesprächen ist er heute ausgezogen. Er hat sich einfach eine Wohnung genommen. Er besteht weiterhin darauf das wir diese Beziehung weiterführen sollten aber ich bleibe Standhaft. Denn wie geschrieben, ich habe ihn davor gewarnt. Zieht er aus, ist er aus meinem Leben. Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen wie es funktionieren soll und ausserdem habe ich noch meine Selbstachtung. Er tut so als würde ihm diese Trennung (wobei er immer noch sagt, dass er sich nicht trennt) so weh tun. Ich für mich habe beschlossen eine andere Wohnung in einer andere Stadt zu nehmen da die Gefahr sehr groß ist sich über den Weg zu laufen. Wenn ich nicht ans telefon gehe, dann ruft er an bis zum geht nicht mehr....Anrufbeantworter wird vollgequatscht etc. Es hat mir so weh getan zu sehen wie er all seine Sachen gepackt hat und er tat so als würde es ihm auch schwerfallen. Mein Gott habe ich diesen Mann geliebt und ich finde es sooooooo traurig

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