Forum / Liebe & Beziehung

Kommunikation in der Beziehung

Letzte Nachricht: 23. Dezember 2012 um 18:48
A
an0N_1185702899z
23.12.12 um 11:23

Hallo zusammen,

mein Freund (32 J.) und Ich (28 J.) sind seit einem halben Jahr zusammen. Wir hatten schon zu Beginn immer wieder Diskussionen, da er mich in seine Pläne/Alltagsleben nicht einbezieht.
Natürlich habe ich es angesprochen, wenn ich es unpassend fand mich zu versetzen oder mir Tage später mitzuteilen, dass er nicht zu Hause geschlafen hat oder dass er mit seinen Kumpels in Urlaub fährt, oder das er seinen Tag verplant hat ohne daran zu denken das es mich auch noch gibt.
Er versteht meine Ansicht nicht und findet es überzogen. Ich für meinen Teil muss sagen, das ist doch das was eine Beziehung ausmacht, das man auch zusammen was erlebt. Doch wenn er blockt mach er mir mein Leben schwer. Wenn ich es ihm erkläre versteht er es nicht ... er bessert sich dann kurzzeitig bis es wieder eskaliert. Er sagt er liebt mich und er will mit mir zusammen sein, jedoch will er auch was alleine machen. Und das ist für mich nicht das Problem, das womit ich nicht umgehen kann ist vor Vollendete Tatsachen gestellt zu werden oder gar im Nachhinein zu erfahren wo er überall rumgesprungen ist.

Was ist eure Meinung dazu?

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L
luella_12513619
23.12.12 um 11:38

Ich finds ok
So ist er eben. Wenn er dich liebt und du ihn, sollte das nicht das Problem sein. Du hast ihn ja auch als freiheitsliebenden Menschen kennen gelernt, nehme ich an.
Was möchtest du denn konkret von ihm: dass er sich meldet, wenn er was vor hat? Klingt nach Kontrollwunsch. Du möchtest im Endeffekt mehr Kontrolle über sein Leben, weil ihr ein Paar seid. Das klingt hart, ist dennoch üblich in Beziehungen.
Aber was bringt dir das? Vielleicht war er auf der Suche nach einer Frau, die ihm mehr Freiheit lässt, als in üblichen Beziehungen. Eine Paarbeziehung muss nicht nach Schema F ablaufen.
Es ist auch schön spontan sein zu können, obwohl man einen Partner hat. Zu wissen, dass der Partner einem Spaß gönnt, auch wenn er nicht dabei ist. Schön, wenn der Partner nicht eine Art von Instanz ist, bei der man alle Pläne "melden" muss wie auf dem Amt.
Wenn dein Männe sonst ein Rückhalt ist und für dich da, wenn du ihn brauchst, dann ist doch alles in Butter.

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A
an0N_1185702899z
23.12.12 um 11:45

...
tja, und jetzt stecke ich mittendrin. Ich liebe ihn ja und finde ihn toll und die Zeit ist wunderschön nur das sind dann immer so Dinge die mich ärgern.
Ich kann ihn ja nicht zwingen sich zu ändern, würde mir aber wenigstens wünschen, dass er es nachvollziehen kann.

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A
an0N_1185702899z
23.12.12 um 11:54

Bin ...
im Zwiespalt. Ich kann beide Seiten verstehen, ich kann nachvollziehen, dass mein Verhalten wie Kontrolle ankommt. Und das jeder den Wunsch nach Zeit für sich hat und diese Zeit auch wirklich benötigt.
Auf der anderen Seite fühle ich mich doch sehr abhängig, da ich meist meine Termine absage, weil ich eben keine Info hab wann er Zeit hat. Also ganz Konkret ich lassen meine Verabredungen offen, da ich eventuell was mit ihm mache oder machen möchte. Denn ich kann nicht davon ausgehen, dass wenn ich heute Absage ... -er dann morgen Zeit für mich hat. Er meldet sich dann nicht und macht weiterhin sein Dinge. Dann sehen wir uns ein paar Tage später. - Seine Welt ist dann in Ordnung, jedoch entferne ich mich in der Zeit von dem Menschen. Das ganze fällt mir sehr schwer, mein Kopf sagt mir lass es sein und mein Gefühl möchte noch bei ihm bleiben.

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A
an0N_1185702899z
23.12.12 um 14:15

...
vielen Dank für deine Antwort und deinen Rat.

Ja sehe es auch so. Ab und zu bin ich mir unsicher ob oder was richtig ist. Denke - wichtig ist es mit sich selbst im reinen zu sein mit dem wie man lebt und das ist momentan wirklich eine Schieflage.

ein großes Dankeschön

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A
an0N_1189830699z
23.12.12 um 18:48

...
Wie ich das hier so herauslesen kann, bist du mir in mancherlei Hinsicht vielleicht ziemlich ähnlich. Nachdem ich mit meinem Freund ca. 8 Monate zusammen war, zog er zum studieren in eine andere Stadt und wir sehen uns seither nur noch am Wochenende. Am Anfang lief das dann sehr ähnlich wie bei Euch, klar hatte er viel zu entdecken, neue Stadt, neue Uni, neue Leute usw, aber immer wenn ich mich meldete hatte er gerade meistens keine Zeit, und telefoniert haben wir immer nur dann wenn er Zeit hatte (vielleicht 2 mal die Woche) und ich ließ dann sozusagen alles stehen und liegen. Und damit er am Wochenende auch noch was mit seinen Freunden machen konnte bin ich halt zu Ihm gefahren, dafür hab ich dann natürlich meine Freunde versetzt, und vor mir selbst die Ausrede gebracht die könne ich ja auch unter der Woche sehen, ihn aber wegen der Entfernung eben nicht, deshalb wäre das nur so möglich. Quatsch! Nach ein paar Wochen wurde mir das dann echt zu bunt, ich hatte keinen Bock mehr mich immer nach ihm zu richten. Ich hab ihm klipp und klar gesagt nur weil wir jetzt nicht mehr in der gleichen Stadt wohnen heißt das nicht dass wir weniger kommunizieren, und schon gar nicht immer nur dann wenn er Zeit hat, ich hab auf tägliches Telefonieren bestanden, nicht immer nur dann wenn er Zeit hat, sondern dass er sich Zeit für mich nimmt. Außerdem hab ich ihm dann noch gesagt dass er jetzt mal her fahren kann, oder wir sehen uns gar nicht, ich will auch mal bei meinen Freunden sein usw. Ja, da war er schnell sprachlos. Er hat sich gefreut dass ich endlich mal richtig meine Meinung sage, und seit dem wechseln wir uns ab mit fahren und er nimmt sich fast jeden Tag Zeit für mich für ein längeres Telefonat. Klar klappt das nicht jeden Tag, manchmal kommt mir was wichtiges dazwischen, manchmal Ihm. Aber insgesamt viel besser als davor. Und ich hab auch gelernt nicht immer alles stehen und liegen zu lassen.
Er hat gemeint ihm ist das gar nicht so aufgefallen, die Ansage von mir war sehr wichtig für ihn.
Ich denke du musst auch mal so eine klare Ansage bringen! Sonst machst du nur dich und dein Privatleben kaputt.

Liebe Grüße!

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