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Kommunikation

9. April 2015 um 18:42

Hallo zusammen

Ich lese hier oft mit und mir ist aufgefallen, dass sehr oft Fragen & Hilfe-Gesuche gepostet werden, die sehr viel unkomplizierter und weitaus schneller gelöst werden könnten, indem man den dies Betreffenden (oftmals der eigene Partner) einfach selbst fragt. Ich denke hier an Fragen a la "Was denkt er/sie?" oder "Was will er/sie?" (Fortsetzung wahrscheinlich bis ins Unendliche möglich ) Woher kommt dieses Phänomen? Warum diese unnötige Verkomplizierung? Kommunikations-Phobie? Angst, bei gewissen Themen, den Partner zu verletzen? Angst vor Eskalation? Erstmal rausfinden, ob die Mehrheit das genauso empfindet wie man selbst? Quasi zur Absicherung? Um herauszufinden, ob man gerechtfertigt wütend/ traurig oder was auch immer ist? Fragen über Fragen Was denkt ihr? Es ist mir wirklich ein Rätsel, weil ich, wenn ich Klärungsbedarf habe (unabhängig vom Thema) das ganz einfach anspreche... Auf diese Weise bekomme ich zeitgleich Antworten auf meine Fragen und das Thema ist erledigt...Also, warum kompliziert, wenn es doch auch ganz einfach geht? Man hat doch keine Zeit zu verschwenden .

Freue mich auf eure Analysen ...

Liebe Grüße Madame Mim

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9. April 2015 um 18:54

Nachtrag
Ich vergaß, zu erwähnen, dass es mir hier rein um die Art von Fragen und Hilfegesuchen geht, für die ein Aussenstehender schon eine magische Kristallkugel bräuchte, um sie tatsächlich beantworten zu können...

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9. April 2015 um 20:49

> In der Partnerschaft, und doch allein <
Habe ich leider schon oft beobachtet.
Leider auch in den Familien der Kinder.
Man redet einfach nicht miteinander!
Ich habe es noch nicht begriffen warum das offensichtlich in vielen Partnerschaften so läuft?
Oft sind die "Neuen Medien" wichtiger als auftretende Probleme anzusprechen, bzw zu lösen.
Ein "Sonderphenomen" scheint mir das "Schweigen" in der Partnerschaft über sexuelle Probleme zu sein.
Hat bei uns auch sehr viel Zeit gebraucht, bis zu der Offenheit welche wir Heute haben !
Ist komisch:
Warum kann man solche Dinge nicht in der "Verwandschaft" auch mal zum Geburtstag ansprechen?
Über alles wird da geredet, und am Handy gespielt...aber dieses Thema scheint ein NO GO zu sein?
Es geht aber wunderbar mit einen "Wildfremden", zB hier aus dem Forum.
Habe eine gute Freundin hier kennen gelernt, wir telefonieren häufig, und da wird dieses Thema "knallhart" ausgesprochen,also die Freundin, meine Frau und ich.
Warum funktioniert das mit "Fremden" viel besser?
Das könnte ich mir als Grund vorstellen, wenn solche Themen hier eingestellt werden.
Aber was weiß ich schon.
MfG..Fritz

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10. April 2015 um 7:54

Bestätigung...
... ich glaube, dass das was so manche in einem Forum suchen, eher Bestätigung und "Schultertätscheln" als Rat und Hilfe ist - auch wenn sie selbst vielleicht zuweilen etwas anderes glauben.

Dieses unbezahlbare Gefühl völlig im Recht zu sein. Oder das augenscheinlich ebenso unbezahlbare Gefühl, bestätigt zu bekommen, dass man ja ein ach so armes Hasi ist, was es soooooooooo unverdient ja soooooooo schwer hat.

Rat und Hilfe ist meiner Meinung nach eh fast nie möglich bei solchen Themen.
Das geht bei technischen Themen. Wenn im Auto die Sitzheizung immer wieder nicht geht, kann man sagen: guck die Kontakte nach, prüf die Sensoren, die sind bei Deinem Auto-Typ eine bekannte Schwachstelle und machen öfter mal die Beine hoch und tausch die ggf. aus, miss mal die Leitung durch, check die Sicherungen, ... irgendwas davon wird es dann vermutlich sein.
Aber die Frage, ob die Dame x der Herr y jetzt "nicht wirklich liebt", weil es sie nur 2x in der Woche sehen will und nach unglaublichen 9 Wochen noch nie das "ILD" gesagt hat - kann keiner ausser Herr y beantworten, ja.
Alles was wir sagen können, sind Meinungen, eigene Erfahrungen. Und die müssen lange keinen Bezug zu den handelnden Personen haben, die kennen wir ja gar nicht, wir können nur aus unserer Sicht urteilen - und die ist eben bestenfalls zufällig die Sicht der Betreffenden.
Hilfe ist eh nicht möglich auf diesem Wege.
Der Rat, dass man Dinge unterlassen sollte, mit denen man eben nicht klar kommt, völlig egal, welchen Hintergrund sie haben, ist vielleicht der einzige, der in so einem Falle möglich ist.

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10. April 2015 um 13:27

Erstmal...
Vielen lieben Dank für eure Meinungen . Ihr habt vollkommen Recht, die Gründe hierfür sind sicher vielfältig und manche scheinen wirklich nur Bestätigung zu suchen... Aber in den meisten Fällen wird wohl einfach nicht kommuniziert. Finde ich traurig.

Es scheint so (und das deckt sich mit meiner Erfahrung), dass zwar alle nach außen hin Ehrlichkeit propagieren, aber spätestens, wenn's ans "Eingemachte" geht bzw wenn's halt auch mal unangenehm wird, will doch keiner, dass man tatsächlich gnadenlos ehrlich ist...

Wahre Worte sind nicht immer schön- schöne Worte sind nicht immer wahr!

Ich, für meinen Teil, bin damit immer gut gefahren ...

Liebe Grüße Madame Mim

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10. April 2015 um 18:38

Wow
Hat von Euch noch einer Probleme damit gehabt ein Problem anzusprechen?
Ich muss öfters darüber nachdenken, wie ich etwas anspreche oder ob überhaupt und manchmal komme ich auch zu dem Schluss, dass die Risiken den möglichen Nutzen übertrumpfen und dann lasse ich es.

Wenn man ein Problemchen erst einmal auf den Tisch gepackt hat, dann ist es raus und man kriegt nicht wieder zurück in die Büchse der Pandora.

Und dann noch das "wie", wenn ich mir überlege, was ich alles schon von diversen sprachlichen Grobmotorikern zu hören bekommen habe. Auch wenn es vielleicht gut gemeint war, aber in den Formulierungen war das geradezu satisfaktionsberechtigend.

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10. April 2015 um 19:02

Die Antworten sind dementsprechend simpel: Frag ihn. Frag sie.

Aber das ist wahrscheinlich heute die Zeit. Gerade junge Frauen denken sie müssten "ihn verstehen". Dabei sind Motive doch völlig egal, wenn er ein ... ist. Heute wird die Verantwortung gerne abgeschoben und nötige Konsequenzen mit Unbeteiligten wegdiskutiert.

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11. April 2015 um 11:50
In Antwort auf bellis0815

Wow
Hat von Euch noch einer Probleme damit gehabt ein Problem anzusprechen?
Ich muss öfters darüber nachdenken, wie ich etwas anspreche oder ob überhaupt und manchmal komme ich auch zu dem Schluss, dass die Risiken den möglichen Nutzen übertrumpfen und dann lasse ich es.

Wenn man ein Problemchen erst einmal auf den Tisch gepackt hat, dann ist es raus und man kriegt nicht wieder zurück in die Büchse der Pandora.

Und dann noch das "wie", wenn ich mir überlege, was ich alles schon von diversen sprachlichen Grobmotorikern zu hören bekommen habe. Auch wenn es vielleicht gut gemeint war, aber in den Formulierungen war das geradezu satisfaktionsberechtigend.

Liebe bellis
Doch, es kam schon mal vor, dass ich gezögert habe, ein Problem anzusprechen. Aber, wenn das der Fall war, dann aufgrund der Sensibilität meines Gegenübers. Wenn man schon weiß, dass diese Person sehr (um nicht zu sagen übertrieben...) sensibel ist, dann ist es natürlich schwieriger. Das berücksichtige ich, insofern, dass ich bei solchen Menschen auf eine bisschen sanftere Formulierung achte. Ansonsten hau ich eigentlich alles so raus, wie es mir in den Kopf schießt ...Damit bin ich zwar auch schon oft angeeckt, aber damit kann ich sehr viel besser umgehen, als mit einem Problemchen, das,ohne Klärung, immer weiter in mir gärt und eines Tages in Form eines "nuklearen Erstschlags " nach außen tritt. Das will ich mir und meiner Umwelt lieber ersparen . Liebe Grüße Madame Mim

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