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Kommen BorderlinerInnen (immer) wieder zurück?

23. August 2013 um 19:37

Hallo,

meine Ex-Freundin (sie ist 21 und ich 19) leidet unter Borderline, auf das ich erst vor einigen Monaten aufmerksam wurde, genauer nach dem sie sich vor sechs Monaten von mir getrennt hatte, obwohl wir mehr als drei Jahre zusammen waren. Einige Tage vor der Trennung war sie wirklich noch wie ein verliebtes kleines Mädchen, unsere Beziehung war sehr intensiv, doch dann wie auf Knopfdruck wurde sie plötzlich eiskalt, fast schon gefühlslos, beleidigte mich, zog mich runter usw. Sie wollte sie endgültig von mir trennen, keinen Kontakt mehr zu mir haben, ich sollte mich bei ihr nicht mehr melden, sie vergessen, und meinen eigenen Weg gehen.

Ich bin ihr ca. drei Monate hinterhergelaufen, sie ist aber so geblieben wie ich es oben beschrieben habe. Ich habe es akzeptiert und keinen einzigen Funken mehr von mir gegeben. Zwei Monate später hat sie sich dann plötzlich bei mir gemeldet, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. In ihrer Nachricht stand, dass sie mich auf keinen Fall verlieren möchte, sie ständig an mich denkt und mich vermisst. Wir haben zueinandergefunden und sind wieder zusammengekommen. Unsere Beziehung war dann echt sehr harmonisch und es fühlte sich wie zu Anfang der Verliebtheit an.

Doch vor mehr ca. zwei Wochen ist sie wieder wie auf Knopfdruck aggressiv geworden, beleidigt und machte mich fertig, eiskalt und alles andere was ich oben schon geschrieben habe. Sie hat sich dann wieder von mir getrennt und hat das geschwafelt, was sie beim ersten Mal schon sagte.

Da ich mich jetzt etwas intensiver mit Borderline beschäftigt habe, weiß ich, dass mein Verhalten beim ersten Mal nicht richtig war. Borderliner haben ja eine starke Angst vor Näher und gleichzeitig Angst (endgültig) verlassen zu werden. Das heißt: ich darf ich hier nicht so hinterherlaufen und bedrängen wie beim ersten Mal, aber ich habe irgendwo gelesen, dass ich ihr gleichzeitig zeigen sollte, dass ich sie noch liebe und nicht verlieren möchte.

Meine Frage an Euch: Da ja Borderliner große Angst vor Näher haben, hat man ja schon den Grund, weshalb sie sich immer wieder trennen, da sie aber gleichzeitig Angst haben verlassen zu werden, müssten sie doch wieder zurück kommen oder? Kommen Borderliner wirklich (immer) wieder zurück?

Schöne Grüße

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Beste hilfreiche Antwort

23. April um 23:27

Ich habe gerade auch eine Trennung hinter mir. Ich hoffe sie meldet sich wieder bei mir. Sie ist auch Borderlinerin. Ich war immer fuer sie da, und auf einmal will sie lovoo nutzen und andere Männer kennenlernen. Ich liebe sie ueber alles. Und sie mich eigentlich auch
Aber sie hat mich überall geblockt. Ich kann sie überhaupt nicht erreichen

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23. August 2013 um 20:06

Ja,
sie wird wieder zurück kommen.
Das Beste für dich wird allerdings sein, wenn du diese Frau abschiesst.

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23. August 2013 um 20:53

Naja
Sie kommt aus einer sehr strengen Familie, in ihrer Stadt wohnen fast all ihre Verwandten (es sind nicht grad wenige), und unsere Fernbeziehung musste sie auch immer heimlich halten; und in den drei Jahren hatten wir auch kein Sex, da sie jungfräulich in die Ehe gehen muss. Um "Fickpartnern" muss ich mir also keine Sorgen machen

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23. August 2013 um 20:58
In Antwort auf nana_11967082

Ja,
sie wird wieder zurück kommen.
Das Beste für dich wird allerdings sein, wenn du diese Frau abschiesst.

Meine Reaktion dieses Mal:
Ich werde mich nicht mehr so intensiv wie beim ersten Mal bzw. überhaupt nicht mehr melden, bis sie es tut. Falls sie es nicht tut, ist es auch für mich ein für alle Mal abgeschlossen. Aber falls sie zurückkommt, werde ich ihr klar machen, dass es nicht wie beim ersten Mal ablaufen wird. Sie wird sich entweder professionelle Hilfe suchen, oder ich werde den Kontakt endgültig abbrechen.

Ich weiß aber nicht, ob dieses Verhalten richtig ist.

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24. August 2013 um 8:14

Nein
Ich bin nicht ein einziges Mal zurückgegangen. Nie.

Ich habe Angst vor Nähe, aber keine Angst, verlassen zu werden.
Gegen mein Problem mit Nähe muss ich in der Beziehung ständig kämpfen, immer gegensteuern, aber wenn es vorbei war, war es vorbei. Immer.

Es gibt nicht in einem einzigen Punkt ein "alle Borderliner haben..." oder "alle Borderliner tun..." oder "alle Borderlinern werden".
Es gibt nur *häufige* Verhaltensmuster, die aber nicht jeder Borderliner hat. Selbst die, die wir haben, haben wir nicht in jeder Situation.
Die Muster, die wir haben, können (und müssen) wir abfangen und ändern, erst daann ist eine Beziehung möglich. So lange sie nicht den Hauptteil tut (und das mein so 95%) geht es nicht.

Ich habe zu Borderline einiges zusammengeschrieben, siehe da:
http://forum.gofeminin.de/forum/carriere1/__f15495_carriere1-Borderline-von-dem-Gefuhl-in-Gefuhlen-zu-ertrinken-II.html
aber Du kannst da wenig tun, das muss sie machen.

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24. August 2013 um 8:23

^^
nein, Pac.

Ich habe nie gesucht beispielsweise, inständig schon gar nicht. Ich bin in meinem Leben ein einziges Mal von einer Beziehung in die nächste (und ja, da bin ich einer Illusion nachgerannt, aber ich möchte doch stark bezweifeln, dass das bei den "normalen" Menschen nicht vorkommt.).
Normaler Weise waren Pause von so ca. 1 Jahr zwischen den Beziehungen und so viele hatte ich auch nicht - und zurück bin ich auch nie.
Und ich bin ganz sicher Borderliner(in) - mit einer relativ schwerern Form.

Einen dicken Unterschied zwischen Beziehung und F*ckpartner gibt es ja wohl auch ^^

Btw.: Mein Mann macht die Beziehung mit mir jetzt seit 15 Jahren mit, ob ich dem wohl mal sagen sollte, dass er ein totaler Psycho ist? ^^
Nein, ist er nicht. Er hätte in jedem Fall eine leichtere Wahl treffen können, als mit einem chronisch kranken Menschen zusammen zu leben, noch dazu mit einem psychisch Kranken. Das hat seinen Preis, das kann, will und werde ich nicht leugnen. Aber so wie Du es hier darstellst, ist unsere Ehe ganz sicher nicht.

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24. August 2013 um 8:45

Ja
ich bin mir sicher.

Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein, wenn von einer solchen Störung gesprochen wird:

1 Starkes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
2 Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.
3 Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.
4 Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen (z. B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, zu viel oder zu wenig essen). Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
5 Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.
6 Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z. B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).
7 Chronische Gefühle von Leere.
8 Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).
9 Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.

3, 4 (stark), 5 (stark bzgl SVV, phasenweise starke Todessehnsucht), 6 (gewaltig), 7 (regelmässig, 9 (massive Dissoziation),
zzgl. massive Wahrnehmungsstörungen, viele Trigger samt allen Folgen, massive Angst- und Painkstörung, die bei BL häufig ist und noch paar interessante Dinge mehr.

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24. August 2013 um 8:51

P.S.
ich kann die *Folgen* des Nähe-Distanz-Problems in den Griffe bekommen, das tue ich auch schon lange. Aber wie es *weg* gehen könnte, habe ich noch nicht herausgefunden.

Mein Mann ist ganz sicher der "richtige Partner" sonst würde ich gar keine Beziehung führen. Sturkturiertes Leben - ja, klar, da habe ich mit Vollzeitjob, Kind etc doch gar keine Optionen, es anders zu machen. Erfolgserlebnisse... ja, ich *weiss*, dass ich mit über 15 Jahren Beziehung jeden Tag einen grossen Erfolg zu feiern habe. Ich weiss, dass mein Mann mit mir (natürlich nicht 365 Tage im Jahr, so etwas gibt es nicht) glücklich ist und dass ich eine glückliche Beziehung führen kann. Das verhindert nur nicht, dass das *Gefühl*, das niemals hinzukriegen, mich etwa alle 2 Monate völlig überrollt und ich schier darin ersaufe.

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24. August 2013 um 20:28
In Antwort auf avarrassterne

Ja
ich bin mir sicher.

Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein, wenn von einer solchen Störung gesprochen wird:

1 Starkes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
2 Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.
3 Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.
4 Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen (z. B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, zu viel oder zu wenig essen). Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
5 Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.
6 Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z. B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).
7 Chronische Gefühle von Leere.
8 Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).
9 Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.

3, 4 (stark), 5 (stark bzgl SVV, phasenweise starke Todessehnsucht), 6 (gewaltig), 7 (regelmässig, 9 (massive Dissoziation),
zzgl. massive Wahrnehmungsstörungen, viele Trigger samt allen Folgen, massive Angst- und Painkstörung, die bei BL häufig ist und noch paar interessante Dinge mehr.

Da steht es im übrigen ja auch...
... das mit dem "zurück komen" ist nur ein mögliche Ausprägung (das kann sich ja auch anders äussern) von einem von neun, von denen bei einem Borderliner beliebige 4 nicht zutreffen können.

Also ganz und gar kein "Immer"

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25. August 2013 um 9:54

Ich
bin überzeugt, dass es nichts mit psychischer Labilität, einem verkorksten Elternhaus zu tun hat so einem Menschen wie es hier beschrieben wird -auf den Leim zu gehen-.

Diese Menschen drücken instinktiv und nicht mal bewusst alle Knöpfe beim Anderen, die eine magische Anziehungskraft, eine ungewöhnliche Verbundenheit, eine Abhängigkeit hervorrufen können.

Hier gehen extrem manipulative Handlungen einher und davor ist niemand gefeit. Man sehe sich mal das Nachtcafe von vorletztem Freitag an.

Dem kann sich keiner erwehren. Nur wer da schon Vorerfahrungen hat und ganz sensibel im Anfangsstadium auf bestimmte Dinge achten kann.

Das ist meine Meinung. Nicht jeder Borderliner kennt seine Diagnose. Manche sind sich dessen gar nicht bewusst und auch nicht was für einen zerstörerischen Einfluss sie auf den Partner ausüben.

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23. April um 23:27

Ich habe gerade auch eine Trennung hinter mir. Ich hoffe sie meldet sich wieder bei mir. Sie ist auch Borderlinerin. Ich war immer fuer sie da, und auf einmal will sie lovoo nutzen und andere Männer kennenlernen. Ich liebe sie ueber alles. Und sie mich eigentlich auch
Aber sie hat mich überall geblockt. Ich kann sie überhaupt nicht erreichen

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24. April um 0:03
In Antwort auf avarrassterne

Da steht es im übrigen ja auch...
... das mit dem "zurück komen" ist nur ein mögliche Ausprägung (das kann sich ja auch anders äussern) von einem von neun, von denen bei einem Borderliner beliebige 4 nicht zutreffen können.

Also ganz und gar kein "Immer"

Verrückt. Ich befinde mich im Moment im Anfangsstadium einer Beziehung mit einer Borderlinerin. Zwar hatte ich schon einmal eine Beziehung (und somit Erfahrung), dennoch interessiert mich, wie ein Mann 15 Jahre mit dir zusammen bleibt. 
Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte nur wissen, was er in dir auslöst, welche Punkte er triggert.
Wie gesagt, vieles hab ich schon durch (Manipulation, belügen, betrügen), auch ist mir dieses Verschmelzen und idealisieren bekannt. Es stellt sich für mich eher die Frage, was genau du für dich/ fühlst, wenn du diese Angst empfindest. 

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24. April um 9:31
In Antwort auf user43871

Verrückt. Ich befinde mich im Moment im Anfangsstadium einer Beziehung mit einer Borderlinerin. Zwar hatte ich schon einmal eine Beziehung (und somit Erfahrung), dennoch interessiert mich, wie ein Mann 15 Jahre mit dir zusammen bleibt. 
Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte nur wissen, was er in dir auslöst, welche Punkte er triggert.
Wie gesagt, vieles hab ich schon durch (Manipulation, belügen, betrügen), auch ist mir dieses Verschmelzen und idealisieren bekannt. Es stellt sich für mich eher die Frage, was genau du für dich/ fühlst, wenn du diese Angst empfindest. 

was genau ich da fühle? Dass es keinen Sinn hat. Dass ich es eh nie schaffen kann eine normale Beziehung zu führen. Dass ich sowas nicht packe, dass das nichts für mich ist und schon gar nichts für denjenigen, der mit mir zusammen ist.

Allen rationalen Fakten zum Trotz, inzwischen sind es ja schon sehr viele Jahre mehr, also ja, schaffe ich, klappt. So viel besser als bei ziemlich vielen "normalen" und "gesunden" Menschen. Anyway, tut der Panik keinen Abbruch, die ist per se irrational.

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