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Komm nicht los von .. mamma!

3. März 2005 um 14:21

Hallo erstmal,
glaube ich komm von meiner Mutter nicht los irgendwie, doch macht Euch bitte selbst ein Bild.
Ich bin 29, hatte eine schlimme Kindheit.
Mein Vater war Alkoholiker, tyrannisierte uns, sowie meine Mutter; wahrscheinlich entwickelte sich dadurch dieses Band zwischen meiner Mutter und mir, das mir an manchen Tagen mein Herz so schwer macht! oder meine Mutter hat einen Fehler gemacht und sie macht absichtlich weiter?!
Mein Vater: jähzornig, aggressiv und meist voll!! So kannte ich ihn und so wuchs ich auf. Brachte ich eine schlechte Note nach Hause, blieben Schläge nicht aus! Äusserte ich einmal meine Meinung so redete er so lang auf mich ein (oder wurde böse) bis ich mir seine Meinung aufdrängen lies (manches Mal weil ich wirklich dachte ich er wird schon recht haben, meist aber weil ich mir weitere oder längere Standpauken ersparen wollte).
Durfte nicht ausgehen, mich nicht kleiden wie ich wollte, sogar meine Haare sollten so bleiben wie immer jaaaa nicht auffallen und immer schön vor allen die heile Welt spielen!. diesselbe Nummer zog er bei meiner Mutter ab! Die um keinen seiner Wutausbrüche heraufzubeschwören, versuchte immer alles so zu machen wie er wollte (gelang trotzdem meist nie). Sie bot ihm nie die Stirn.. lieben? Nein, lieben tat sie ihn nicht, das spürte ich schon als Kind; doch das verstand ich auch! Alkohol kann aus einem Menschen schlimmes machen und das konnte man nicht lieben so wie er war!
Mutter: liebevoll, geduldig, ein Engel auf Erden! Ertrug seine Wutausbrüche, versuchte mit dem biss. Geld das von ihm kam, uns über die Runden zu bringen. Versteckte mir die engen Jeans damit ich sie beim ausgehen (einmal zumindest) heimlich im Keller anziehen konnte, damit er es nicht sah; sonst hätts wieder was gegeben!
Mutter gab mir immer das Gefühl sie ist für mich da, doch auch ich müsste für sie da sein! Sie versteckte sich in manchen Situationen förmlich hinter mir und in anderen stand sie wieder vor mir.. sie tat und tut mir immer noch unendlich leid!
Lösen wollte und konnte sie sich nicht von ihm und auch heute würde sie nicht gehen! Manchmal hatt ich das Gefühl sie erwartete irgendwo, dass ich das Schicksal bzw. das Leben das sie hat, mit ihr ertragen sollte, das ich immer bei ihr bleiben würde.
Bin ich auch lange, bis 27 lebte ich bei meinen Eltern. Immer mit dem Gedanken meiner Mutter beizustehen (kaum war ich auch sonst wo, war immer der Gedanke in mir, wie geht es ihr?). Weil ich bei Ihnen zu Hause wohnte, konnte ich nur selten ausgehen oder sonstiges machen, da mich mein Vater immer noch behandelte, als sei ich eine 13jährige. (nicht nur mich er schreibt auch meiner Mutter vor wie sie die Haare zu kämmen hat ich weiss kaum vorstellbar aber ist so.)
Habe dann mit meiner Mutter gesprochen und ihr versucht verständlich zu machen das ich raus muss; ich könnte nicht ewig neben ihnen sitzen, dass es mir zwar unendlich leid täte und ich versprach ihr dass ich immer für sie da sein würde! Sie reagierte relativ gut darauf und verstand es, obwohl ich merkte wie unendlich allein gelassen sie sich vorkam.
Aber was sollte ich tun, mitgehen mit mir in eine eigene Wohnung will sie nicht und hierbleiben, dann hätte er zwei zu tyrannisieren? Ach
Er das Gegenteil! Musste mir anhören ich sei egoistisch, würde wahrscheinlich nur ausziehen damit ich rennen könne usw. das ich vielleicht auch mal zu leben anfangen möchte kam und kommt ihm mit keinem Gedanken in den Sinn!
Naja. Ich zog aus! Etwa 20 km entfernen mich nun von meinem Ort wo ich aufwuchs!
Das Verhältnis zu meinem Vater hat sich sehr geändert! Er ist zwar immer noch derselbe, aber er kann mich mit seine Worten nicht mehr treffen! Ich weiss jetzt endlich dass ich ihm nicht für alles Rechenschaft abgeben muss und das ich ein eigenes Leben habe..
Zu meiner Mutter habe ich nach wie vor ein gutes Verhältnis. Zwar schmerzt es irrsinnig wenn ich sie anrufe und höre heut war wieder dies und jenes, doch am meisten schmerzt, wenn ich nach Hause komme und ich sehe wie sie mit Tränen hinter dem verschlossenen Fenster steht und sich schon freut
Hab einen Freund seit 2 Jahren mit dem ich jetzt zusammen ziehen möchte. Er wohnt ca. 150km entfernt von mir und das gefällt meiner Mutter naürlich nicht.
Durch ihr nicht loslassen, oder vielleicht bin auch ich es, jedenfalls kann ich mich nun auch nicht guten Gewissens entschliessen zu ihm zu ziehen.
Ich liebe diese Frau abgöttisch, trotzdem weiss ich kann nicht richtig sein dass ich mir um ihr Leben viel mehr Sorgen mache als um meines! Ich ruf sie jeden Tag an, wenn ich es nicht mach ruft sie mich an..
Hänge ich zuviel an ihr? Habe als Kind nachdem er betrunken nach Hause kam und uns alle weckte (lautstark oder mit Schlägen) wie so oft weinend immer zu Gott gebeten, er möchte mich doch auch sterben lassen, sollte sie vor mir gehen müssen!!!.. und das war mein Ernst, diesen Gedanken hielt ich bis zu meinem 19.Lebensjahr sicher!
Und.. manches Mal dachte ich mir, warum ist sie nicht gegangen? Warum lies sie uns das alles ertragen? Warum hatt sie uns nicht besser beschützt usw. doch dann denke ich immer wieder; sie hatte ja selbst nichts, wo hätte sie hin sollen usw. muss dabei noch erwähnen das nur ich sie so sehe! Meine Schwester gibt ihr wieder an vielen die Schuld, sie sagt sie hätte sich mal wehren müssen, sie hätte auch nicht zulassen dürfen als er uns schlug, auch das sie auch Fehler machte und manches Mal betrunken war! Ich verteidige sie dann immer wieder, und kontere mit dem was hätte sie denn tun sollen, vielleicht seh ich wirklich alles verkehrt.bin ich krank? oder hat sie Fehler gemacht und mich zu diesem Wesen erzogen das sich ständig um sie Sorgen macht und glaubt für sie verantwortlich zu sein und dadurch in seinem eigenen Leben sehr stark eingeschränkt ist und auch damit nie richtig beginnen wird?
Wer kann sich in mich hinenfühlen, mich verstehen, mir helfen? Was könnte ich tun?
Lieb grüss

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3. März 2005 um 14:34

Guter Tipp...
Hey Suesse,

lies bitte mal das Buch "Familienkrankheit Alkoholismus" von Ursula Lambrou. Hat mir sehr die Augen geoeffnet und ich lebe seitdem viel entspannter..

Dicken Knuddel,

tanne1

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3. März 2005 um 14:36

Hallo angelina!
Ich verstehe dich, aber deine Mutter ist eine erwachsene Frau, sie hat selber die Entscheidung getroffen mit diesem Mann zu leben. Du kannst ihr weder helfen, noch sie retten. Das ist nicht deine Aufgabe.

Du kannst ihr zuhören!
Aber du musst dein eigenes Leben leben!

Natürlich machst du dir Sorgen, das ist normal. Sie ist aber für ihr Leben selber verantwortlich. Das musst du dir begreiflich machen.

Sie hätte einiges tun können um von deinem Vater loszukommen oder um euch zu beschützen, aber sie hat es nicht getan. Sie ist dafür verantwortlich. Ich möchte deine Mutter nicht schlecht machen. Es gibt nunmal Menschen die nicht dieselbe Stärke besitzen wie andere. Sie hat sich für dieses Leben entschieden.
Mach dir das bewusst!

Ich kenne diese Gefühle, die du hast. Aber ich fühle mich für diese Dinge nichtmehr verantwortlich!

Ich wünsch Dir alles, alles Gute

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3. März 2005 um 16:16
In Antwort auf laila_12886551

Guter Tipp...
Hey Suesse,

lies bitte mal das Buch "Familienkrankheit Alkoholismus" von Ursula Lambrou. Hat mir sehr die Augen geoeffnet und ich lebe seitdem viel entspannter..

Dicken Knuddel,

tanne1

Noch heute....
.....wird dieses Buch bestellt!
Vielen, Dank und danke für den *knuddler* genau zum richtigen Zeitpunkt.

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3. März 2005 um 16:17
In Antwort auf lilac_11940015

Hallo angelina!
Ich verstehe dich, aber deine Mutter ist eine erwachsene Frau, sie hat selber die Entscheidung getroffen mit diesem Mann zu leben. Du kannst ihr weder helfen, noch sie retten. Das ist nicht deine Aufgabe.

Du kannst ihr zuhören!
Aber du musst dein eigenes Leben leben!

Natürlich machst du dir Sorgen, das ist normal. Sie ist aber für ihr Leben selber verantwortlich. Das musst du dir begreiflich machen.

Sie hätte einiges tun können um von deinem Vater loszukommen oder um euch zu beschützen, aber sie hat es nicht getan. Sie ist dafür verantwortlich. Ich möchte deine Mutter nicht schlecht machen. Es gibt nunmal Menschen die nicht dieselbe Stärke besitzen wie andere. Sie hat sich für dieses Leben entschieden.
Mach dir das bewusst!

Ich kenne diese Gefühle, die du hast. Aber ich fühle mich für diese Dinge nichtmehr verantwortlich!

Ich wünsch Dir alles, alles Gute

Danke sweety2510
Zitat : Es gibt nunmal Menschen die nicht dieselbe Stärke besitzen wie andere. Sie hat sich für dieses Leben entschieden.
Siehst du sweety2510 - kurzmal di Tränen aus den Augen wisch
Niemand würde sich für so ein Leben entscheiden (wie oft hat sie mir erzählt wie ihre Mutter sie warnte vor meinem Vater als sie sich kennenlernten; doch sie sagte immer die Liebe hatte sie blind gemacht und das erwachen kam jäh nach der Hochzeit und da so wie es früher eben war dachte sie durchhalten hm..) eben in meinen Augen hat sie nun Mal dieses Los vom Leben zugespielt bekommen aber ich bin mir sicher sie wollte das Beste draus machen (doch so langsam denk ich eben auch gut gemeint aber alles falsch angegangen)!
Deine Worte haben mir gut getan und ich weiss ich muss es mir ein für allemal eingestehen, das ich nichts ändern konnte, es nicht meine Aufgabe war und jetzt auch nicht dafür verantwortlich bin!
Du wirst es nicht glauben; diese Last endlich hinter mir zu lassen, gestaltet sich als schwieriger, als je gedacht!
lg

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3. März 2005 um 16:18

Sister???
Du könntest meine Schwester sein!. Genau so kommt meine Schwester und ich kontere und kontere bis mir die Argumente ausgehen.
Genauso wie wir glaube ich, hast auch Du es erlebt und genauso hast auch Du es wahrgenommen (wie meine Schwester eben). Meine Schwester drückt es identisch mit Deinen Worten aus, nur ich - bin auch jünger als sie-, hab einfach vieles viel. noch mitbekommen oder verstanden und dann war ich schon in meiner Rolle drinnen (diese sich verantwortlich fühlen usw.).
Aus tiefstem Herzen wünschte ich mir ich könnte alle Schuld von ihr weisen (weil ich sie liebe und die Fehler einfach nicht wahrhaben möchte); doch Du hast recht .
Tempress den Kontakt ganz abbrechen, dafür hätt ich nicht die Kraft, genau ich, die ich ihr ja den Himmel auf Erden bieten bieten würde, alles was sie möchte; aber ich werde mich bewusst bemühen den Kontakt zu vergeringern und mir das alles einzugestehen, denn Du hast recht.
lg

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3. März 2005 um 20:05

Den Kontakt abbrechen
ist zwar ein sicher nicht falscher Rat, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Schuldgefühle, die hilflose Mutter alleine zu lassen, erdrückend sein können. Ich kenne auch das Problem. Meine Mutter ist bei meinem despotischen Vater, der später auch noch tablettenabhängig geworden ist, geblieben mit der Begründung, sie hätte ja keine andere Möglichkeit gehabt. Das war Quatsch! Sie hatte, aber sie wollte nicht. Es gibt in solchen Beziehungen immer gute Gründe für die Betroffenen da zu bleiben. Und Deine Mutter ist offenbar eine klassische CO-Abhängige.
Zwar ist mein Vater relativ früh gestorben (ich war 9) aber meine Mutter hat sich, wie wohl auch Deine Mutter, immer die Freiheit herausgenommen, mich zum Ersatzpartner, Projekt ihrer unerfüllten Träume, Nabelschnur zum Leben zu machen. Bei genauer Betrachtung ist eine solche Vereinnahmung eines Kindes, in Deinem Fall Deine Vereinnahmung durch Deine Muttter, ein ganz schön verantwortungsloses und egoistisches Unterfangen. Das kannst Du ja so ausleben. Wenn Du 50 bist und Dein Leben für Deine Mutter gelebt hast und von Deinem Leben nicht mehr viel übrig ist - wie sieht dann wohl Dein Resümee aus?
Du hast ein Recht auf Dein eigenes Leben! Ein Leben mit Deinem Freund und irgendwann mal mit Deiner Familie. Dir Dein eigenes Leben aufzubauen ist die Verpflichtung, die Du Dir selbst gegenüber hast. Sicher schmerzt Dich die Trauer Deiner Mutter und Ihre Einsamkeit. Aber Ihr Leben liegt in Ihrer Hand! Wenn Ihr Leidensdruck nicht so groß ist, dass sie Deinen Vater verlässt, dann hat sie auf irgendeine Art und Weise einen Gewinn aus dieser Art der Beziehung. Bitte schön, den kann sie ja haben wollen. Aber wenn sie sich nicht helfen lassen will, dann brauchst Du Ihr auch nicht Mitleid bis zur Selbstaufgabe entgegenzubringen. Denn frag Dich mal: Wieviel Mitleid hat sich Euch Kindern gegenüber denn aufgebracht? Für sie hat es nicht gereicht, um Ihren Nachwuchs aus einer solch entsetzlichen Situation rauszuholen. Und Du bist zudem noch Ihr Opfer, weil sie Dich auf's Übelste vor Ihren Karren gespannt hat für Ihre Bedürfnisse. Mach Dir das bei allem Mitleid bitte auch mal klar.
Wenn Du nicht alleine damit klarkommst, was nun mal meiner Erfahrung nach auch sehr schwer ist, zumal die Abnabelung nicht von heute auf morgen geht - ich habe dafür ca. 5 Jahre gebraucht - überleg doch mal, ob ein Therapeut oder eine Gruppe von Angehörigen Alkoholkranker Dir nicht weiterhelfen könnte.
Noch was zum Schluß: Ich bin in eine Stadt gezogen, die 70km von meiner Mutter entfernt war. Das kann ich nur empfehlen. Denn allein durch die räumliche Trennung läßt sich die Distanz schon viel besser aufrecht erhalten.
Liebe Grüße
Tikopia

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3. März 2005 um 20:24
In Antwort auf angelina270

Noch heute....
.....wird dieses Buch bestellt!
Vielen, Dank und danke für den *knuddler* genau zum richtigen Zeitpunkt.

Problem
Hast Du schon mal an eine Psychotherapie gedacht? Ich glaube, Dein Problem ist keines, welches sich an einem Abend in einem I-Net-Forum lösen läßt. Probleme, die sich über viele Jahre aufgebaut haben oder schon seit der Kindheit bestehen, brauchen Zeit, um gelöst zu werden.

lg
laLuna

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4. März 2005 um 0:37

Lebe Dein Leben

Fand Deine Geschichte sehr bewegend.
Mach was Du für richtig hälst und kümmere Dich nicht mehr soviel um Deine Mamma.Sorge Dich um Dich...oder besser:Sorge Dich um nix mehr.Laß los von dem ganzen Drama und entspanne Dich & genieße die Beziehung.
Alles Liebe,
Paß auf Dich auf

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4. März 2005 um 10:31
In Antwort auf agueda_12265103

Lebe Dein Leben

Fand Deine Geschichte sehr bewegend.
Mach was Du für richtig hälst und kümmere Dich nicht mehr soviel um Deine Mamma.Sorge Dich um Dich...oder besser:Sorge Dich um nix mehr.Laß los von dem ganzen Drama und entspanne Dich & genieße die Beziehung.
Alles Liebe,
Paß auf Dich auf

Hallo an Euch..
> prettystupid
Deine Worte....
Balsam für sie die Seele, danke!

> tikopia
Hallo Tikopia,
danke für Deine Zeilen!
Versteh mich jetzt nicht falsch, es tut gut zu hören das ich nicht die einzige bin, die sich in so einer Art gefangen fühlt und was mich am meisten freut ist die Tatsache das ihr es anscheinend wirklich geschafft habt!!
Habe schon über eine Therapie nachgedacht, doch diese Gefühle übermannen einen immer etappenweise! Wenn ich denke, so, jetzt bin ich durch, schwupps kann mir passieren das ich abends wach liege und über vieles nachdenke und meist was in ihr wohl grad vorgeht!
Eben ich kann ihr nicht helfen als ich letztens bei ihr war, sagte sie: ach ist das Leben ein Dilemma. Dachte immer es wird mal besser, aber nein es geht immer gleich weiter mit dem Unterschied das ich jetzt wieder allein bin! Lange werde ich das hoffentlich nicht mehr mitmachen müssen, dann werde auch ich glücklich sein und meine Ruhe finden!
Boaaaaaaaaaaa.. da ist es dann wieder. Am liebsten würd ich sie herrütteln und anschreien: Mamma.. hör endlich damit auf!!!! denn bei diesen Worten kommt mir vor als sei mein Herz in Ihrer Hand und sie würde es erdrücken, zerquetschen und sie merkt es nicht mal wie sehr ich leide, denn, ich bleib ruhig, versuch sie aufzumuntern und rede ihr vor was das Leben doch aber auch lebenswert macht! Zähl ihr die paar schönen Momente auf, die wir samt der ganzen Tragik hatten und versuch ihr begreifbar zu machen das auch sie könnte wenn sie möchte! Das es ihr leben ist und sie selbst hat beschlossen das es schon vorbei sein soll für sie!
Es unsagbar schwierig..
lg
Ps. der Schritt auszuziehen kostete mich unsagbare Menge an Kraft, mein grösster und bester Schritt den ich machen konnte wär nichtmal allein auf die Idee gekommen! Nein, das anraten einer Nachbarin machte mir erst bewusst das ob ich zu Haus bin oder nicht es sich trotzdem nie was änder wird! Sie sorgte sich um micht und meinte immer ich müsse anfangen zu leben! Im ersten Moment dachte ich hm?? was will die? sieht sie nicht was bei uns los ist, das mamma mich braucht? stattdessen hat wahrscheinlich mehr gesehen und gemerkt als ich dachte! Bin ihr sehr dankbar für diesen Wink

> tanne1
bekomm morgen das Buch

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4. März 2005 um 12:35
In Antwort auf angelina270

Hallo an Euch..
> prettystupid
Deine Worte....
Balsam für sie die Seele, danke!

> tikopia
Hallo Tikopia,
danke für Deine Zeilen!
Versteh mich jetzt nicht falsch, es tut gut zu hören das ich nicht die einzige bin, die sich in so einer Art gefangen fühlt und was mich am meisten freut ist die Tatsache das ihr es anscheinend wirklich geschafft habt!!
Habe schon über eine Therapie nachgedacht, doch diese Gefühle übermannen einen immer etappenweise! Wenn ich denke, so, jetzt bin ich durch, schwupps kann mir passieren das ich abends wach liege und über vieles nachdenke und meist was in ihr wohl grad vorgeht!
Eben ich kann ihr nicht helfen als ich letztens bei ihr war, sagte sie: ach ist das Leben ein Dilemma. Dachte immer es wird mal besser, aber nein es geht immer gleich weiter mit dem Unterschied das ich jetzt wieder allein bin! Lange werde ich das hoffentlich nicht mehr mitmachen müssen, dann werde auch ich glücklich sein und meine Ruhe finden!
Boaaaaaaaaaaa.. da ist es dann wieder. Am liebsten würd ich sie herrütteln und anschreien: Mamma.. hör endlich damit auf!!!! denn bei diesen Worten kommt mir vor als sei mein Herz in Ihrer Hand und sie würde es erdrücken, zerquetschen und sie merkt es nicht mal wie sehr ich leide, denn, ich bleib ruhig, versuch sie aufzumuntern und rede ihr vor was das Leben doch aber auch lebenswert macht! Zähl ihr die paar schönen Momente auf, die wir samt der ganzen Tragik hatten und versuch ihr begreifbar zu machen das auch sie könnte wenn sie möchte! Das es ihr leben ist und sie selbst hat beschlossen das es schon vorbei sein soll für sie!
Es unsagbar schwierig..
lg
Ps. der Schritt auszuziehen kostete mich unsagbare Menge an Kraft, mein grösster und bester Schritt den ich machen konnte wär nichtmal allein auf die Idee gekommen! Nein, das anraten einer Nachbarin machte mir erst bewusst das ob ich zu Haus bin oder nicht es sich trotzdem nie was änder wird! Sie sorgte sich um micht und meinte immer ich müsse anfangen zu leben! Im ersten Moment dachte ich hm?? was will die? sieht sie nicht was bei uns los ist, das mamma mich braucht? stattdessen hat wahrscheinlich mehr gesehen und gemerkt als ich dachte! Bin ihr sehr dankbar für diesen Wink

> tanne1
bekomm morgen das Buch

Na dann
bin ich mal gespannt, ob es dir auch so geht wie mir. Ich habe das Buechlein innerhalb von 2 Tagen verschlungen und bin aus dem Kopfnicken nicht mehr rausgekommen!

Ich danke noch heute meinem Psychologen fuer diesen "Geheimtipp"!

Mach dir ein schoenes WE in deiner Whg. - mit nem schoenen Tee, ner Waermflasche an den Fuessen und ner dicken Wolldecke (bei dem Wetter das Tollste, was ich mir vorstellen kann...) und dann schmoeker mal darin rum.

Hoffe es befreit ein wenig..

Knuddel dich nochmal!

tanne1

P.S.: Warte natuerlich sehnsuechtigst auf Feedback von dir

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4. März 2005 um 14:45
In Antwort auf angelina270

Hallo an Euch..
> prettystupid
Deine Worte....
Balsam für sie die Seele, danke!

> tikopia
Hallo Tikopia,
danke für Deine Zeilen!
Versteh mich jetzt nicht falsch, es tut gut zu hören das ich nicht die einzige bin, die sich in so einer Art gefangen fühlt und was mich am meisten freut ist die Tatsache das ihr es anscheinend wirklich geschafft habt!!
Habe schon über eine Therapie nachgedacht, doch diese Gefühle übermannen einen immer etappenweise! Wenn ich denke, so, jetzt bin ich durch, schwupps kann mir passieren das ich abends wach liege und über vieles nachdenke und meist was in ihr wohl grad vorgeht!
Eben ich kann ihr nicht helfen als ich letztens bei ihr war, sagte sie: ach ist das Leben ein Dilemma. Dachte immer es wird mal besser, aber nein es geht immer gleich weiter mit dem Unterschied das ich jetzt wieder allein bin! Lange werde ich das hoffentlich nicht mehr mitmachen müssen, dann werde auch ich glücklich sein und meine Ruhe finden!
Boaaaaaaaaaaa.. da ist es dann wieder. Am liebsten würd ich sie herrütteln und anschreien: Mamma.. hör endlich damit auf!!!! denn bei diesen Worten kommt mir vor als sei mein Herz in Ihrer Hand und sie würde es erdrücken, zerquetschen und sie merkt es nicht mal wie sehr ich leide, denn, ich bleib ruhig, versuch sie aufzumuntern und rede ihr vor was das Leben doch aber auch lebenswert macht! Zähl ihr die paar schönen Momente auf, die wir samt der ganzen Tragik hatten und versuch ihr begreifbar zu machen das auch sie könnte wenn sie möchte! Das es ihr leben ist und sie selbst hat beschlossen das es schon vorbei sein soll für sie!
Es unsagbar schwierig..
lg
Ps. der Schritt auszuziehen kostete mich unsagbare Menge an Kraft, mein grösster und bester Schritt den ich machen konnte wär nichtmal allein auf die Idee gekommen! Nein, das anraten einer Nachbarin machte mir erst bewusst das ob ich zu Haus bin oder nicht es sich trotzdem nie was änder wird! Sie sorgte sich um micht und meinte immer ich müsse anfangen zu leben! Im ersten Moment dachte ich hm?? was will die? sieht sie nicht was bei uns los ist, das mamma mich braucht? stattdessen hat wahrscheinlich mehr gesehen und gemerkt als ich dachte! Bin ihr sehr dankbar für diesen Wink

> tanne1
bekomm morgen das Buch

"Hallo an Euch.."
Hallo Anglina,

ich schreibe selten hier, lese aber viel mit und Deine Geschichte macht wirklich betroffen. Auch ich habe mich in einer Situation befunden, wo ich mich für andere verantwortlich fühlte, teils auch mit dem Hintergrund Alkoholabhängigkeit, aber auch auf Beziehungsebene und man kann nur sagen: keiner muß in einer solchen Situation verharren, man kann immer etwas tun und sei es nur für sich selbst! Das ist mir sehr schwer gefallen zu begreifen und zu akzeptieren, daß mein Problem nicht der Alkoholiker ist oder der Liebespartner, der nicht so recht will, sondern ich selbst, weil ich in der Situation verharre und nichts für mich tue. Etwas für sich tun, heißt nicht egoistisch sein und den anderen im Stich lassen, sondern seine Perspektive zu wechseln und sich von der Fixierung auf Probleme anderer zu lösen.

Ganz praktisch heißt das: so lange Du zum Beispiel noch zu Hause wohnst, kannst Du Dich mit Deiner Mutter zusammen als ersten Schritt einer Gruppe von Angehörigen von Alkoholikern anschließen. Ich bin damals zu Alanon gegangen, das ist die Angehörigengruppe der Anonymen Alkoholiker. Das hat mich nach einer sehr langen Anlaufzeit und einem harten Prozeß der Selbstfindung aus einem großen inneren Loch befreit. Diese Gruppen gibt es in jeder Stadt, in jedem Landkreis und in vielen Gemeinden. Man findet sie über Zeitungsinserate bei Selbsthilfegruppen oder im Internet. Wenn Deine Mutter nicht mitgehen will, gehe alleine hin. Der Wille sich selbst zu helfen, kann nicht aufgezwungen werden, doch wer den Schritt einmal wagt und sich eingesteht, daß er selbst etwas tun kann und den Dingen durchaus nicht hilflos ausgeliefert ist, hat schon halb gewonnen!

Mir hat das stärker geholfen als eine Therapie, denn dort ist alles anonym, es werden keine Ratschläge gegeben oder Vorschriften gemacht, jeder kann sich so viel äußern oder auch erst einmal nur zuhören wie er denkt, daß er es verkraftet und man arbeitet gemeinsam an den sogenannten 12 Schritten des AA Programms, das einem so nach und nach verblüffende Einsichten über sich und seine verhaltensmuster verschafft. Oft hilft der Schritt der Angehörigen zu Alanon auch dem Alkoholiker zur Einsicht, daß er Hilfe braucht oder zumindest ein Problem hat, denn eine Sache, die ihn deckt und die Co-Abhängigkeit verstärkt und verlängert ist das Bestreben, ja nichts von dem Problem nach außen dringen zu lassen und sei es auch nur anonym. Mein Freund war sehr schockiert, als ich ihm sagte, daß ich in eine Angehörigengruppe für Alkoholiker gehe, denn das zeigte ihm, daß ich ihn wirklich dafür hielt, auch wenn er es sich selbst nicht eingestehen wollte. Er hat ein Jahr darauf eine Therapie gemacht, hat es allerdings mit Nachsorge und eigener Mitarbeit bei den AA nicht so streng durchgehalten. Das Problem hat sich sehr verringert, ist aber noch latent vorhanden. Für mich hat sich allerdings ein Ablöseprozeß ergeben, der wohl demnächst in einer Trennung münden wird, das muß aber nicht so ausgehen. Für mich ist nur wichtig, daß ich mich von diesem Problem gelöst habe und es ihm überlassen kann, wie er damit umgeht. Das war ein langer Weg. Mir geht es heute viel besser, aber auch für mich gibt es Rückfälle aller Art, so wie es auch die Alkoholoker erleben, denn auch Co-Abhängigkeit ist eine Krankheit und sehr oft eben eine Familienkrankheit!

Entschuldige den langen Text, aber manchmal kommen durch solche Berichte die Dinge wieder hoch.

Heilige1


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4. März 2005 um 15:41

Hallo...
> tanne1
genau das mach ich auch, hab im Internet schon ein biss. über das Buch gestöbert, konnte ein paar Zeilen aus dem Buch entdecken und schon die brachten mich aus dem Staunen nicht mehr raus, als ob sie genau von mir sprach! Ich freu mich schon auf morgen und sei dir sicher, Feedback kommt.
Dich auch mal ganz dolle drück!

> Liebe Heilige1,
danke für Deinen Beitrag
kann mir sehr gut vorstellen was Du erlebt hast!
Das Du Dich einer Angehörigengruppe für Alkoholiker angeschlossen hast, zeigt mit, dass Du diesen Mann wirklich lieben musst, auf der anderen Seite auch, dass Du selbst erkannt hast es würde Dich alleine auffressen!
Ich werde jetzt auch versuchen meinen Weg zu finden. Den Übergang vom kleinen Mädchen das sich ängstlich im Bett verkroch und so lang nicht schlafen konnte, bis ihr Vater endlich zu Hause war (denn ich konnte schon an seinen Schritten wie er die Treppe hochkam merken, ob er gut oder schlecht gelaunt war war er gut gelaunt so konnte ich mich beruhigt zur Seite drehen, die Welt war in Ordnung; war er schlecht gelaunt, so dauerte es nicht lange und wir wurden aus dem Bett geholt und standen von allein auf weil wir dachten er wurde unserer Mutter was antun!) und sich immer für ihre Mutter verantwortlich fühlt, schon seit ewig her, zur Erwachsenen die beginnen muss sich endlich auf ihr eigenes Leben mehr zu konzentrieren.
Nb. wenn er dann schlief, schlich ich mich zu ihr rüber und wir plauderten noch , das beruhigte, machte Hoffnung und Mut und war wuuuuuuunderschön!
Ihr Spruch war am nächsten Tag meist, denke sie wollte uns damit trösten: Merkt Euch eines, schimpfen tut nicht weh und Schläge dauern nicht lange!!.. der Spruch nützte uns aber nichts!
Liebe Heilige1, Dir wünsche ich Dein Freund findet zur Vernunft und Einsicht und schätzt bzw. erkennt welchen wunderbaren Menschen er in Dir gefunden hat!.. sodass sich das kämpfen für Euch beide gelohnt hat und Du mit ihm genau die Beziehung führen kannst, die Du Dir immer schon gewünscht hast. Sollte er sich nicht bessern bzw. halten können, so hoffe ich Du wirst von Deinem Verein unterstützt Dich von ihm zu trennen und Du findest jemanden mit dem Du nicht gegen Probleme ankämpfen musst, die nicht mal Deine eigenen sind!!
Alles alles Liebe

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4. März 2005 um 16:12

Leb dein leben!
sprich offen mit deiner mutter, lass dich nicht erpressen, bitte ihr hilfe an, entweder zu einer selbsthilfegruppe oder helfe ihr bei der scheidung.

wenn sie das nicht will, dann respektiere ihren wunsch!
es ist ihr leben und sie hat ein recht, so zu leben. und ich sehe keinen grund, sie zu bemitleiden.
allerdings verstehe ich nicht wie eltern dabei zusehen, wie ihre kinder misshandelt werden! auch früher haben damals schon mütter ihre kinder gepackt und sind geflohen, wenn der mann gewalttätig war, dass sehe ich als pflicht der erwachsene, kinder zu schützen!

was deine mutter mit dir macht: emotionale erpressung!
mach ihr deutlich klar, wie du darunter leidest und spiele dieses spiel nicht mehr mit.

ansonsten: spielt beide eure opferrolle und vergesst dabei euer leben. jeder hat die wahl.

hattest du nicht geschrieben, die nachbarin hat einiges erkannt? übernimm die verantwortung für dein leben und spiel nicht die retterin - deine mutter will nicht gerettet werden und sie ist erwachsen - du bist nicht ihre betreuerin, nicht die mutter - du bist das kind!

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4. März 2005 um 16:23

Temptress,temptress,temptress...
halt halt halt, lass Deinen Hals jaaaaa so wie er ist, mach mir den Gefallen, sonst krieg ich auch einen von aber sowas!, ich seh so langsam die Dinge in einem ganz anderen Licht!
glg

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4. März 2005 um 16:41
In Antwort auf danbi_12330681

Leb dein leben!
sprich offen mit deiner mutter, lass dich nicht erpressen, bitte ihr hilfe an, entweder zu einer selbsthilfegruppe oder helfe ihr bei der scheidung.

wenn sie das nicht will, dann respektiere ihren wunsch!
es ist ihr leben und sie hat ein recht, so zu leben. und ich sehe keinen grund, sie zu bemitleiden.
allerdings verstehe ich nicht wie eltern dabei zusehen, wie ihre kinder misshandelt werden! auch früher haben damals schon mütter ihre kinder gepackt und sind geflohen, wenn der mann gewalttätig war, dass sehe ich als pflicht der erwachsene, kinder zu schützen!

was deine mutter mit dir macht: emotionale erpressung!
mach ihr deutlich klar, wie du darunter leidest und spiele dieses spiel nicht mehr mit.

ansonsten: spielt beide eure opferrolle und vergesst dabei euer leben. jeder hat die wahl.

hattest du nicht geschrieben, die nachbarin hat einiges erkannt? übernimm die verantwortung für dein leben und spiel nicht die retterin - deine mutter will nicht gerettet werden und sie ist erwachsen - du bist nicht ihre betreuerin, nicht die mutter - du bist das kind!

Hi dalbelloDas
Dieses Forum hat mir in dieser kurzen Zeit schon weitergeholfen und ich beginne eine andere Sichtweise zu entwickeln!
Ich hab hier einiges gehört das neu war und einiges das ich schon kannte (Schwester, Nachbarin usw.) es isch erschreckend und schockierend, doch ich glaube wach grad auf!, denn ich sehe meine Mutter jetzt in einem anderen Licht; nicht mehr in diesem hellem Glanz!
Weiss noch nicht genau was ich grad denken soll, wie ich ihr nächstes Mal gegenübertreten werde, bin selbst ein bisschen durcheinander grad.
Eines ist gewiss, ein klares, bestimmtes Gespräch mit ihr wird folgen... und dann werde ich das Gefühl in mir verbannen können, hoffe ich mal
lg

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7. März 2005 um 10:06

Hallo an Euch
hab heut einiges zu berichten.
> tanne1
Hab Samstag Morgen das Büchlein sogleich abgeholt und losgings. Konnt mich gar nicht mehr davon lösen!
Spitzenbuch (nochmals danke für den Tipp) beschreibt treffend perfekt wie man sich fühlt, was in einem vorgeht und macht einem das Herz tatsächlich freier! Hab mir fest vorgenommen jedesmal wenn es mir schlecht geht es mir wieder zur Hand zu nehmen, denn es entspannte ungeheuer!
Hatte es Sonntags im Laufe des Vormittags fertig und am späten Nachmittag fuhr ich dann zu meinen Eltern (war schon so geplant seit Freitag). Bevor ich zu meinen Eltern ging besuchte ich kurz meine Schwester der ich das Buch ausleihe die mir dabei erzählte dass am Vortag wieder mal Krach bei den Eltern angesagt war (er war betrunken.)!
Sie erzählte mir aber weiteres, nämlich das meine Mutter die ganze Woche über immer leicht betrunken war ! Er sei nur am Samstag weg gewesen, sie habe die ganze Woche über, heimlich und leise, immer was getrunken.
Mein Vater ist Pensionist, seit drei Jahren (trinkt seitdem zwar weniger jedoch wenn er trinkt ist es umso schlimmer, schaltet teilweise einfach ab), sitzt den ganzen Tag zu Hause und nörgelt, merkert, schreit an ihr rum!
Mamma geht 5x die Woche für vier Stund einen Haushalt führen, putzt dort, macht alles und kocht für ihre Arbeitgeberfamilie das Mittagessen, dann hat sie fertig
Bei meinem Vater macht sie morgens Frühstück und bereitet für ihn das Mittagessen vor, damit er es nur aufwärmen brauch. Kommt sie dann gegen eins wieder nach Haus, ist aufräumen angesagt und Abens wieder kochen usw. sie erledigt alles. Kann passieren wenn sie nach Haus kommt das er noch in der Unterwäsche in der Küche sitzt und Kreuzworträtsel ausfüllt und kaum betritt sie das Haus er sie schon auf Dinge aufmerksam macht die ihm aufgefallen sind was nicht gemacht wurde oder was besser zu machen wäre. Ich möcht Euch nur damit sagen, dass er sich an gar nichts beteiligt und seit er in Pension, ausser an allem was auszusetzten, keine Hobbys hat!
Schlimm einfach!
Ich ging weiter zu meinen Eltern! Zuerst hab ich ich mich mit ihm ein bisschen unterhalten, wobei ausser seiner Ausfragerei (was hast gemacht unter der Woche usw.) und dann bei jeder meiner Antworten ein blöder Komentar nicht viel rüberkam und später mit meiner Mamma.
Mein Glück, ein Onkel kam, der mit ihm plauderte, denn sonst habe ich manches mal innerhalb von vier Stunden nicht die Möglichkeit zehn Minuten mit Mamma allein zu reden, da er uns überall hinterherkommt, sich bei jeden Satz einmischt, ein normales Gespräch zu führen schier unmöglich scheint!
Habe Mamma von dem Buch erzählt (sie bekommt es nachher auch) und ihr veruscht begreiflich zu machen dass es nichts nützt wenn sie zu mir weint (machte sie eben), denn ich könnte ihr nicht helfen. Sie müsste selber die Kraft aufbringen und wirklich mal darüber nachdenken was sie hier hält usw., es würde nichts bringen andauernd zu jammern, aber nicht selbst mal Eigeninitiative zu ergreifen. Ich sagte ihr auch das ich mich auch mehr auf mich besinnen müsste. Ich hoffe sie hat mich verstanden.
Hab gestern Abend als ich wieder in meiner Wohnung war ein ungutes Gefühl im Magen gehabt, ob ich wohl zuviel gesagt hätte usw. heut morgen gings auch noch nicht sooooooo. Im Moment gehts mir wieder gut, hab viel Arbeit und ich denke wieder positiv, das ich es einfach weiter versuchen muss, mich auf mich zu konzentrieren nicht auf sie.
Nb. habe nicht angesprochen was mir meine Schwester erzählte, wollte es, vergass es aber, weil sie mir vom Vortag erzählte und wir ja auch immer unter Zeitdruck sind mal allein zu sein. Werde sie heut telefonisch hören, da sie sagte sie ruft mich mal kurz an , dabei werde ich bemerken, dass sie sich sooo sicher nichts Gutes tut! Auch wenn ich es sogar verstehe, so werde ich aber anstatt zu sagen, ja Wunder wärs keines wenn Du jetzt auch noch zum Trinken anfängst, so werde ich aber sagen, dass ich das ... blöd finde und sie sich im Klaren sein muss das sie, sollten die Probs. dadurch dann noch grösser werden, sie das allein durchstehen muss! (sollte es wirklich so sein, wird es auch an Ihrem Arbeitsplatz nicht mehr lange verborgen bleiben!)
Hoff es wird. ansonsten werde ich mir versuchen zu sagen, es ist Ihr Entschluss und es geht mich nichts an!!
Puh schauen..ganz lieb Euch alle grüss

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7. März 2005 um 12:31

Hi Temptress (sister..)
freut mich das Du Dir die Zeit genommen hast alles zu lesen!
Warum wir unseren Vater mit Samthandschuhen anfassen?? Weil wir es von Kind auf gewöhnt sind; früher war es zum Selbstschutz, heut eben wie gesagt - das ist halt immer noch im Kopf und lässt sich auch wahnsinnig hart abstellen aber es geht immer besser, seine Worte treffen mich zb. nicht mehr und durch den Auszug bin ich nicht mehr so erreichbar für ihn!
Ihn nie mehr zu sehen, wäre für mich das einfachste auf der Welt!! Ich weiss nicht ein schönes entspanntes Erlebniss mit ihm nicht eines!!!!
Die ganze Woche über sahen wir ihn als Kidner nie! Er ging zur Arbeit und nachts als er kam schrie er, war bombenvoll, holte uns alle aus den Betten usw. morgens kannst Dir das Theater vorstellen als sie ihn wecken musste und es quasi unmöglich schien ihn aus dem Koma zu bekommen; wir blieben solang in unseren Zimmer damit wir in ja nicht im Wege waren oder den Cacao so tranken wie er es für richtig hielt (war ja auch meist noch Alk in seinem Blut am morgen) und Wochenends da mussten alle mäuschenstill sein, denn Achtung wenn er durch spielen oder lachen aus seinem Kater geweckt wurde.
Samstag/Sonntag verbrachte er im Bett. Das Essen wurde auf sein Nachtkästchen gestellt und wenn es zu heiss war (da konnte der Teller samt Inhalt tatsächlich an der Wand landen; oder Mamma bekam die Salatschüssel hinterhergeschmissen.. wer putze es weg und schämte sich für die Flecken die manches mal über blieben und und jemand sah es, der mal zu Besuch kam Mamma) und wir, wir hatten nur Angst.. unglaublich!
Temptress, sie hätte unbedingt früher reagieren müssen, denn dieses Monster ist gefährlich; sollte sie wirklich gehen, so würde es ehrlich gesagt nicht reichen zu mir zu kommen; zu zweit wären wir zu schwach und er hat Zeit, viel Zeit!
Ich biete es ihr zwar an, aber ich weiss es würde nicht reichen!
Um ihn zu verlassen, müsste sie schnell und ohne Vorwarnung handeln, denn sonst und sie müsste weiter fort ziehen, wohin wo er nie auf den Gedanken kommen würde.
Es ist schwierig 100%ig!.. doch meine Unterstützung hätte sie, in jedem Fall!!
Meiner Schwester wäre damit nicht geholfen, denn sie lebt mit Ihrer Familie unter einem Dach mit meinem Vater! Getrennte Wohnungen, jedoch würde sie ihn dann best. ständig hängen haben, versucht sich eh bei vielem dort einzumischen, zum Glück gelingt ihm das nicht! und solange er noch Mamma hat die er wie einen Obersklaven behandeln kann gehts ja, jedoch auf lange Sicht ist ein Knall sowieso jetzt schon zu erwarten! Denn auch die Familie meiner Schwester leidet natürlich unter der ganzen Situation!
Tja mal schauen, mir geht es im Moment wie gesagt besser und ich versuche es ihr zu überlassen sollte sie zu einem Entschluss kommen so werde ich meinen Teil beitragen und sie voll unterstützen, wenn nicht.. darf ich nicht mehr an alles denken, denn ich kann nichts ändern.
Vielen dank Dir
glg

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