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Komisches verhalten von mir, emotionale erpressung

5. März 2009 um 23:52

hallo leute,

vielleicht kann mir ja hier jemand helfen... ich hab in meiner beziehung ein problem - und zwar mit meinem eigenen verhalten.

wir sind jetzt etwas über ein jahr zusammen und eigentlich ist alles super: wir lieben uns, gehen respektvoll miteinander um, sind beide freiheitsliebend und -gebend, verbringen sehr viel, aber nicht die komplette zeit miteinander, sex ist nach wie vor unglaublich gut und oft, haben gemeinsame interessen, lachen viel zusammen und so weiter.

klar gibt es auch mal schwierigkeiten, das wäre ja sonst auch nicht normal, aber wir sind beide nicht so die typen für schuldzuweisungen und können von daher eigentlich immer rational über sachen reden und unstimmigkeiten klären. wir streiten auch sehr selten und nie über lappalien.

eigentlich also alles supi, aaaaber... ich falle manchmal in so ein beknacktes verhalten und weiß dann selbst nicht wieso. manchmal, wenn es darum geht, dass wir uns nach ein paar gemeinsamen tagen dann trennen (wir wohnen nicht zusammen und das ist auch definitiv nicht mein wunsch). aber auch in irgendwelchen total nichtigen anderen situationen. dann werde ich ganz still, fange an zu heulen, auf nachfrage sag ich erst, dass nicht ist und dann, dass ich auch nicht weiß was los ist. er macht das dann ne weile ganz lieb mit und umarmt mich und so weiter, will aber logischerweise imemr wissen was los ist. und ich WEIß es wirklich nicht. irgendwann wird er dann wütend / frustriert und geht, dann gerate ich in panik, laufe oder telefoniere ihm hinterher, denke den ganzen tag drüber nach, bin total klammerig und nervig. bis wir uns dann irgendwie aussprechen, ich mich entschuldige etc. und alles wegen nichts!! ich versteh mich nciht.

man, das nervt mich so, ich will doch gar nicht so sein!! ich will auch nicht jeden tag mit ihm verbringen und ich will, dass er ein leben 'ohne mich' hat mit eigenen freunden, genau wie ich. ich mag es überhaupt nicht, wenn man nur noch als paar auftritt und alles zusammen macht! (nichts gegen leute, die das bevorzugen, das finde ich nicht blöd oder so, nur für mich selbst mag ich es nicht)

das geht jetzt sicher schon ein halbes jahr und egal wie oft wir darüber reden wie wir uns beide anders verhalten könnten, es passiert immer wieder und endet seit kurzem dann auch echt im streit. ich glaube er kann meine entschuldigungen nicht mehr hören und will endlich veränderungen sehen. ich habe das gefühl, es gefährdet inzwischen echt unsere beziehung.

also, ich wäre für jeden noch so kleinen tipp oder erfahrungswert dankbar...


verzweifelten gruß,

kitkattt




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6. März 2009 um 8:26

Ähnlich denke ich auch,
da gibt es einen Teil in dir mit einem "kindlichen" Bedürfnis, nach
Zuwendung , nicht verlassen werden und Liebesbekundungen.
Schau genau nach,was es ist und hol dir lieber Hilfe , denn ich
weiß nicht wie lange dein Partner da wirklich geduldig sein kann.
Sei ehrlich zu dir, nur zu dir selbst, was sind deine tiefsten Ängste
und Befürchtungen. Gab es so eine Situation in deiner Kindheit,
Angst vor Verlust oder ähnliches.
Gruß Melike

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6. März 2009 um 16:00
In Antwort auf melike13

Ähnlich denke ich auch,
da gibt es einen Teil in dir mit einem "kindlichen" Bedürfnis, nach
Zuwendung , nicht verlassen werden und Liebesbekundungen.
Schau genau nach,was es ist und hol dir lieber Hilfe , denn ich
weiß nicht wie lange dein Partner da wirklich geduldig sein kann.
Sei ehrlich zu dir, nur zu dir selbst, was sind deine tiefsten Ängste
und Befürchtungen. Gab es so eine Situation in deiner Kindheit,
Angst vor Verlust oder ähnliches.
Gruß Melike

Hi
danke fuer eure antworten.

herauszufinden, worum es mir in diesen moment geht, ist ja gerade mein problem. vordergruendig dann darum, dass er geht und ich dann alleine bin. aber es waere dann andererseits irgendwie auch nicht besser, wenn er bleiben wuerde. ich vermute, es geht um irgendwas ausserhalb der beziehung und ich lasse es an ihm aus.

am anfang dachte ich, es waere, weil ich neu in seine satdt gezogen bin, niemanden kenne und mit seinem freundeskreis noicht so besonders viel anfangen kann. ich moechte aber sowieso einen eigenen freundeskreis haben, der unabhaengig von ihm existiert, aber den kann man sich ja nicht ueber nacht basteln.

dann dachte ich, es laege daran, dass ich krank war, was sich auch auf die psyche ausgewirkt hat und diese phasen einfach damit zu tun hatten.

oder ob es vielleicht an der unsicheren situation im job liegt, mit den finanziellen schwierigkeiten, die damit einhergehen etc.

oder wenn wir mal wirklich ein problem hatten, dann dachte ich, des es eben daran liegt. zb akzeptiert mich seine beste freundin ueberhaupt nicht und am anfang war es sehr schwer fuer ihn uns beide irgendwie unter einen hut zu bekommen. und dann war es schwer fuer mich diese unsicherheit von ihm zu verstehen bzw nicht als bedrohung zu sehen.

also, alles irgendwie sachen, die man eben im leben in der einen oder anderen form durchlebt und im besten fall klaert. und wenn ich bei jedem problem zwischen uns oder bei mir persoenlich immer so schwierig werde, dann kann ich verstehen, dass er das auf dauer nicht mehr mitmachen kann.

in der kindheit hatte ich eigentlich kein einschneidendes erlebnis von wegen verlustaengsten oder so. ich war vor jahren allerdings mal in einer ziemlich gewalttaetigen beziehung, aus der ich mich lange nicht befreien konnte. aber das hab ich glaub ich verarbeitet und sollte ich wenn nicht ja auch nicht an ihm auslassen.

ich versuche mich jetzt gerade ein wenig zurueckzuziehen, warte, dass er sich meldet, werde versuchen die treffen kurz zu halten (damit meine ich nicht ueber mehrere tage zusammenbleiben, sondern vielleicht ein tag und eine nacht und mich dann verabschieden) und ihm keine sms oder sonstwas zu schreiben. ich hoffe ihm damit den freiraum zurueckzugeben und ausserdem das gefuehl zu verlieren, dass es fuer ihn wegen meines verhaltens schon zur pflichtuebung zu werden, mit mir zeit zu verbringen.

ich glaube fuer ihn ist es wirklich sehr, sehr schwer und ich mache viel kaputt. zum beispiel habe ich, als er letztens gehen wollte noch bevor er es gesagt hat sein herz bei der umarmung rasen gehoert, sicher, weil er schon solche angst vor meiner reaktion hat....

oh man, meint ihr ich muss therapeutische hilfe aussuchen oder hat jemand irgendwelche tipps, wie man sich selbst in den griff kriegt? ich wuensche mir so sehr, dass ich ihn nicht mehr so belaste - und mich auch nicht.

lg, kitkattt

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6. März 2009 um 18:20
In Antwort auf hagir_11941073

Hi
danke fuer eure antworten.

herauszufinden, worum es mir in diesen moment geht, ist ja gerade mein problem. vordergruendig dann darum, dass er geht und ich dann alleine bin. aber es waere dann andererseits irgendwie auch nicht besser, wenn er bleiben wuerde. ich vermute, es geht um irgendwas ausserhalb der beziehung und ich lasse es an ihm aus.

am anfang dachte ich, es waere, weil ich neu in seine satdt gezogen bin, niemanden kenne und mit seinem freundeskreis noicht so besonders viel anfangen kann. ich moechte aber sowieso einen eigenen freundeskreis haben, der unabhaengig von ihm existiert, aber den kann man sich ja nicht ueber nacht basteln.

dann dachte ich, es laege daran, dass ich krank war, was sich auch auf die psyche ausgewirkt hat und diese phasen einfach damit zu tun hatten.

oder ob es vielleicht an der unsicheren situation im job liegt, mit den finanziellen schwierigkeiten, die damit einhergehen etc.

oder wenn wir mal wirklich ein problem hatten, dann dachte ich, des es eben daran liegt. zb akzeptiert mich seine beste freundin ueberhaupt nicht und am anfang war es sehr schwer fuer ihn uns beide irgendwie unter einen hut zu bekommen. und dann war es schwer fuer mich diese unsicherheit von ihm zu verstehen bzw nicht als bedrohung zu sehen.

also, alles irgendwie sachen, die man eben im leben in der einen oder anderen form durchlebt und im besten fall klaert. und wenn ich bei jedem problem zwischen uns oder bei mir persoenlich immer so schwierig werde, dann kann ich verstehen, dass er das auf dauer nicht mehr mitmachen kann.

in der kindheit hatte ich eigentlich kein einschneidendes erlebnis von wegen verlustaengsten oder so. ich war vor jahren allerdings mal in einer ziemlich gewalttaetigen beziehung, aus der ich mich lange nicht befreien konnte. aber das hab ich glaub ich verarbeitet und sollte ich wenn nicht ja auch nicht an ihm auslassen.

ich versuche mich jetzt gerade ein wenig zurueckzuziehen, warte, dass er sich meldet, werde versuchen die treffen kurz zu halten (damit meine ich nicht ueber mehrere tage zusammenbleiben, sondern vielleicht ein tag und eine nacht und mich dann verabschieden) und ihm keine sms oder sonstwas zu schreiben. ich hoffe ihm damit den freiraum zurueckzugeben und ausserdem das gefuehl zu verlieren, dass es fuer ihn wegen meines verhaltens schon zur pflichtuebung zu werden, mit mir zeit zu verbringen.

ich glaube fuer ihn ist es wirklich sehr, sehr schwer und ich mache viel kaputt. zum beispiel habe ich, als er letztens gehen wollte noch bevor er es gesagt hat sein herz bei der umarmung rasen gehoert, sicher, weil er schon solche angst vor meiner reaktion hat....

oh man, meint ihr ich muss therapeutische hilfe aussuchen oder hat jemand irgendwelche tipps, wie man sich selbst in den griff kriegt? ich wuensche mir so sehr, dass ich ihn nicht mehr so belaste - und mich auch nicht.

lg, kitkattt

Sei Du selbst!
Liebe Kitkatt,

es bringt nichts, wenn Du Dir erzwungene Verhaltensweisen (kurze Treffen, keine SMS) wie ein Drehbuch aneignest! Ich schließe mich den anderen Statements an: Möglicherweise ist diese freie Form der Beziehung doch nicht ganz die Deine. Das kann sie mal gewesen sein, vielleicht auch noch am Anfang der Beziehung. Ihr seid über ein Jahr glücklich zusammen, habt erste Krisen gut gemeistert - man kann also schon von einer gefestigten Beziehung sprechen. Vielleicht - das ist jetzt eine Mutmaßung - möchtest Du letztlich doch dem auch Ausdruck verleihen.

Grundsätzlich glaube ich, dass es keinen Sinn macht, sich so zu verhalten wie man meint, sich verhalten zu müssen. Sollte meine Mutmaßung stimmen, gilt es, die Beziehung neu auszuhandeln. Wenn nicht, fang an, Dich genauer zu beobachten: An welchen Stellen kippt Deine Stimmung? Kannst Du "Auslöser" erkennen? Wie geht es Dir, wenn er nicht bei Dir ist? Gibt es vielleicht auch nur Kleinigkeiten, die Dich an alte, unangenehme Situationen erinnern? Wenn Du Dich/Deine Gefühle beobachtest, bekommst Du etwas Distanz dazu und kannst ihnen besser auf dem Grund gehen. Und wenn Du es herausgefunden hast - handle danach! Der wichtigste Mensch in Deinem Leben bist DU, Dich zu verbiegen aus Angst wird Dich irgendwann zu einem anderen Menschen werden lassen als der, in der Dein Freund sich verliebt hat! Nimm Dich also ernst und handle nach Deinen Bedürfnissen!

Ich finde Deine Einstellung gut: sich Freiräume lasse, Eigenes haben. Aber auch das Gegenteil ist gut: ein Paar sein, Nähe haben, Geborgenheit und Sicherheit erhalten. Auch das macht Dich aus. Und ist nicht nur kindliches Bedürfnis, denn ohne ein gewisses Quantum an Sicherheit (oder den Glauben daran) kommt keiner weit (ich möchte mir doch sicher sein können, dass der Passant neben mir nicht gleich die Keule rauszieht und sie mir über die Rübe haut). Und so ist eben auch Liebe: Freiheit, aber auch Nähe. Sicherheit, aber auch Ungewissheit. Wunderbar, und beängstigend. Vielleicht erspürst Du auch dieses Paradoxon.

Alles Gute für Dich!

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7. März 2009 um 12:43

Is ja "witzig"
fast genau das selbe problem hab ich auch. Ich werde wegen nichtigkeiten plötzlich total traurig und irgendwie ein Bisschen distanziert eingeschnappt. Weiß aber nicht was ich ihm dazu sagen soll weils eigentlich lächerlich ist oder eben nur ein vorwand, der mir selbst zu albern erscheint als das er der wirkliche grund sein könnte.
das blöde daran: ich merke es ja eigentlich selbst. Ich sage mir selber "genau jetzt musst du dich anders verhalten, du blöde kuh" aber ich bekomme es nicht hin. Ich stecke in meiner schlechten laune fest.

allerdings ist es nicht ganz so wild bei uns. ich fang meist nicht an zu weinen und mein freund ist seeehr geduldig und fragt 1000 mal nach und kümmert sich (ich wäre nicht ansatzweise so verständnisvoll an seiner stelle).

ich habe auch noch kein rezept dagegen gefunden. Ich versuche es mir immer wieder wenn es soweit ist zu sagen, dass genau dass das falsche verhalten ist. Aber es klappt nur schleppend. Am Besten gehts ganz zu anfang. wenn ich merke es kommt in mir hoch umarme ich ihn schnell, küsse ihn und versuche dem so gegen zu lenken. aber manchmal hab ich das gefühl ich will es geradezu, das schelcht-drauf-sein, obwohl ich es eigentlich wirklich gar nicht will.

ich glaube bei mir liegt es daran, dass ich sehr viel liebesbestätigung seinerseits brauche. er muss mich nicht immer anrufen, braucht mir nicht immer sofort zu antworten - das ist es nicht. aber ich will, dass er mir hin un wieder zeigt wie sehr er mich liebt. Das ist völlig bescheuert - das weiß ich. Ich weiß es ja eigentlich. Er zeigt es mir schon mehr als die meisten Männer die ich kenne. Aber wenn ich schlecht drauf bin und unterbewusst aufmerksamkeit will reagiere ich plötzlich total dämlich. Eigentlich sage ich damit nur: "Genau JETZT will ich deine aufmerksamkeit und uneingeschrenkte Liebe spüren".

vielleicht liegt es bei dir ja auch daran? hmmmm schon schwierig das schlimmst ist: ich HASSE komplizierte Leute die nicht mit der sprache rausrücken was los ist. und dann bin ich plötzlich selbst so eine

aber einsicht ist er erste schritt zur besserung

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