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Kirchensteuer? Ja, Nein, Jain

19. April 2010 um 22:38

Hallo ihr Lieben,

ich weiß, es gehört hier nicht rein, aber hier sind in meinen Augen die meisten Leute mit den besten Antworten versammelt .

Also, ich habe vor kurzem meinen Job gewechselt und da wurde ich gefragt, ob ich Kirchensteuern zahlen möchte. Ich sagte automatisch zu, da ich diese schon immer zahle und auch später kirchlich heiraten möchte etc.

Jetzt habe ich aber mal spaßeshalber in einem Brutto-Netto-Gehaltsrechner meinen Lohn ermittelt und festgestellt, dass ich fast 40 Kirchensteuern monatlich zahle .
Ich dachte immer, es würde sich um Centbeträge handeln, aber das finde ich doch irgendwie viel, zumal ich auch nicht in die Kirche gehe....

Wie sieht es bei euch aus? Zahlt ihr diese Steuer?

Freue mich über eure Antworten,

Anjowek

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19. April 2010 um 22:51

...
Die Kirchensteuer beträgt je nach Bundesland 8 oder 9% der Einkommensteuer.

Bin niemals Mitglied einer Kirche gewesen und durch und durch Atheistin. Entsprechend zahl ich die Steuer auch nicht, zumal die zum Großteil eh nur für Personalkosten verballert wird und nur ein kleiner Teil für wirklich nützliche Dinge wie caritative Zwecke etc. verwendet wird.

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19. April 2010 um 23:10

Moment mal...
worüber genau bist du denn bitte so verwundert und was sind das für komische Unterstellungen?
Bisher ist es mir nunmal nicht aufgefallen, da ich mir bei meiner Lohnsteuererklärung immer habe helfen lassen. Ich arbeite erst seit 2 Jahren, mache meine Lohnsteuererklärung aber schon ewig, da ich früher viel Promo- und Hostessjobs hatte... Und bei so vielen Zahlen habe ich bisher nicht darauf geachtet.
Meine Frage war auch nicht, wen etwas an mir oder meinem Job wundert, sondern wie ihr zu dieser Steuer steht.
Auch habe ich nicht um Tipps gebeten wie ich mein Geld ausgeben soll.... Aber vielleicht schreibe ich einfach auch zu undeutlich.

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20. April 2010 um 10:47

@aber die meisten einrichtungen laufen von den kosten her halbe-halbe.
Das stimmt so nicht.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Kirchen ihre sozialen Einrichtungen kaum selbst finanzieren.
Etwa 85% zahlt der Staat.
Dafür aber sind kirchliche Unternehmen von der Unternehmenssteuer befreit und es existieren staatliche Subventionierungen der Kirche (durch Steuergelder finanziert) aus der Zeit, als Deutschland säkularisiert wurden.

Man kann mit Fug und Recht behaupten: Mit 100%ger Trennung von Kirche und Staat (inkl. getrennter Kassen!) wäre eine 100% staatliche Finanzierung sozialer Einrichtungen für uns immernoch billiger!

Die Kirchen entlasten uns finanziell nicht.

Was die ehrenamtliche Mitarbeit betrifft, hast du natürlich Recht (mein Respekt gilt all jenen, die tatsächlich aus Nächstenliebe handeln!), aber es ging hier ja um Gelder, insbesondere Kirchensteuern.

Diverse Quellen dazu:

Beitrag von Panorama: http://www.youtube.com/watch?v=NG__08mVwfA
(empfehle ich übrigens jedem! Super Video!)

Zusammenfassung auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenfinanzierung#Kirchliche _Wohlfahrtsverb.C3.A4nde

http://www.stop-kirchensubventionen.d e/soziale_luege.html

Beispiel Caritas-Finazierung als Tortendiagramm: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Caritas.gif

In folgendem Link ist sogar die Rede von nur 1,8% kirchlicher Beteiligung an der Diakonie Göttingen:
http://www.goest.de/diakonie.htm
Zitat daraus:
"Mit dem gleichen Geld könnte man auch kirchen-unabhängige soziale Arbeit organisieren, ohne zusätzlich auch noch die Aufrechterhaltung der Kirchenorganisation mitzufinanzieren. Nimmt man alle Tätigkeiten von Caritas und Diakonie und schaut, woher das Geld dafür kommt, so werden nur 1,8 % (!) von dem Geld der Kirchen bezahlt. Von den 44,5 Milliarden Euro Kosten speziell der sozialen Einrichtungen in der Trägerschaft von Caritas und Diakonie finanzieren sie nur 0,828 Milliarden Euro. 376 Mio. als Zuschuss für die Kindertagesstätten 146 Mio. für konfessionelle Beratungsdienste 300 Mio. Euro für die Finanzierung ihrer eigenen kirchlichen Verwaltungsabteilungen."

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20. April 2010 um 11:32

Ich selber zahle keine
da ich auch nicht in der Kirche bin.

Da du aber in der Kirche bist, musst du auch solche zahlen. Du kannst das gut oder schlecht finden aber wenn du in der Kirche bleiben willst, ist das eben das 'Eintrittsgeld'. Etwas befremdlich finde ich allerdings, nur deswegen in der Kirche zu sein, weil man mal schnieke heiraten will. Spricht nicht gerade für deine Glaubensstärke, wenn das der einzige Grund sein sollte
Also entweder du glaubst an die Chose und bleibst weiter Mitglied oder du stellst fest, dass du nur aus einem Grund Mitglied bist, nämlich mal Rosamunde Pilcher mäßig schick zu heiraten. Das wär mir als Grund zu wenig und ich würde austreten. Heiraten kann man auch standesamtlich schön. Soll ja auch Trauzimmer in Schlössern und Burgen geben, wenn du so etwas willst.

Und gutes kann man auch außerhalb der Kirche tun. Denn es sind ja die Menschen die das tun und solche finden sich auch außerhalb dieser Organisation.

LG

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20. April 2010 um 12:47

Gut informiert!
Danke für die auf den Punkt gebrachte Kritik!

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20. April 2010 um 13:07

Es geht noch weiter...
da ich aus beruflichen Gründen einmal damit zu tun hatte, weiß ich das in kirchlichen Kindergärten "nur" 10% der Fachkraftkosten gezahlt werden.
D.h. die Gehälter von ausgebildeten Erzieherinnen, werden nur mit 10 % bezuschuisst. Eine Reinigungskraft, evtl. Hausmeistertätigkeiten, Gartenarbeiten usw. werden überhaupt nicht von der Kirch gezahlt, sondern von der zuständigen Gemeinde oder Stadt.

Hier sieht es z.B. so aus, das bei einer Beerdigung, die Nutzung der Leichenhalle, das heizen der Kirche, die Nutzung des Gemeindesaales für die anschließende Trauerfeier usw. alles zusätzlich von den Hinterbliebenen gezahlt werden muß.
Von der Grabstelle mal ganz abgesehen, die von den Hinterbliebenen von der Gemeinde/Stadt gekauft werden muß und das nicht für imme und noch noch jährlich auf 30 Jahre Grabstellenkosten verursacht.

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20. April 2010 um 14:03

Ich zahle Kirchensteuer
Ich zahle Kirchensteuer (protestantisch) und dabei ist mit der Zeit viel Geld zusammengekommen, das ich nicht auf meinem Konto habe.

Auch wenn ich nicht wirklich gläubig bin und mit den Positionen der Kirche teilweise überhaupt nicht übereinstimme, glaube ich dass das unter'm Strich eine gute Sache ist.
Die Kirche ist in Deutschland mit großem Abstand der größte Träger von karitativen Einrichtungen und bietet zudem auch vielen Vereinen Räumlichkeiten an. Das alles kostet sehr viel Geld und das will ich mit meinem Kirchensteuerbeitrag unterstützen.

Dafür spende ich kein Geld an andere Hilfsorganisationen, bei denen ich nicht weiß, ob und wieviel ankommt und ob das überhaupt hilft oder einen Sinn macht.

Geld für die dritte Welt zu spenden ist oft kontraproduktiv. Mit den Wirschaftshilfen und Subventionen haben wir viele Märkte in der dritten Welt kaputt gemacht. Früher konnten sich viele Bauern in den Gebieten noch mit Getreideanbau, Textilverarbeitung, etc. über Wasser halten. Heute geht das in vielen Gegenden überhaupt nicht mehr.

Ich helfe lieber den Leuten hier; und da die sozialen Sicherungsysteme zwangsläufig weiter zurückgeschraubt werden müssen, werden karitative Einrichtungen immer wichtiger.

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20. April 2010 um 14:14
In Antwort auf lean_12240789

Ich zahle Kirchensteuer
Ich zahle Kirchensteuer (protestantisch) und dabei ist mit der Zeit viel Geld zusammengekommen, das ich nicht auf meinem Konto habe.

Auch wenn ich nicht wirklich gläubig bin und mit den Positionen der Kirche teilweise überhaupt nicht übereinstimme, glaube ich dass das unter'm Strich eine gute Sache ist.
Die Kirche ist in Deutschland mit großem Abstand der größte Träger von karitativen Einrichtungen und bietet zudem auch vielen Vereinen Räumlichkeiten an. Das alles kostet sehr viel Geld und das will ich mit meinem Kirchensteuerbeitrag unterstützen.

Dafür spende ich kein Geld an andere Hilfsorganisationen, bei denen ich nicht weiß, ob und wieviel ankommt und ob das überhaupt hilft oder einen Sinn macht.

Geld für die dritte Welt zu spenden ist oft kontraproduktiv. Mit den Wirschaftshilfen und Subventionen haben wir viele Märkte in der dritten Welt kaputt gemacht. Früher konnten sich viele Bauern in den Gebieten noch mit Getreideanbau, Textilverarbeitung, etc. über Wasser halten. Heute geht das in vielen Gegenden überhaupt nicht mehr.

Ich helfe lieber den Leuten hier; und da die sozialen Sicherungsysteme zwangsläufig weiter zurückgeschraubt werden müssen, werden karitative Einrichtungen immer wichtiger.

Deine
Gedanken mögen für dich richtig und auch nachvollziehbar sein aber sie sind ebenso uninformiert.
Wenn du wirklich mit Überzeugung zahlt, was natürlich jedem frei steht, solltest du dich aber auch überzeugen, ob das was du denkst auch den Tatsachen entspricht.

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20. April 2010 um 14:21
In Antwort auf lean_12240789

Ich zahle Kirchensteuer
Ich zahle Kirchensteuer (protestantisch) und dabei ist mit der Zeit viel Geld zusammengekommen, das ich nicht auf meinem Konto habe.

Auch wenn ich nicht wirklich gläubig bin und mit den Positionen der Kirche teilweise überhaupt nicht übereinstimme, glaube ich dass das unter'm Strich eine gute Sache ist.
Die Kirche ist in Deutschland mit großem Abstand der größte Träger von karitativen Einrichtungen und bietet zudem auch vielen Vereinen Räumlichkeiten an. Das alles kostet sehr viel Geld und das will ich mit meinem Kirchensteuerbeitrag unterstützen.

Dafür spende ich kein Geld an andere Hilfsorganisationen, bei denen ich nicht weiß, ob und wieviel ankommt und ob das überhaupt hilft oder einen Sinn macht.

Geld für die dritte Welt zu spenden ist oft kontraproduktiv. Mit den Wirschaftshilfen und Subventionen haben wir viele Märkte in der dritten Welt kaputt gemacht. Früher konnten sich viele Bauern in den Gebieten noch mit Getreideanbau, Textilverarbeitung, etc. über Wasser halten. Heute geht das in vielen Gegenden überhaupt nicht mehr.

Ich helfe lieber den Leuten hier; und da die sozialen Sicherungsysteme zwangsläufig weiter zurückgeschraubt werden müssen, werden karitative Einrichtungen immer wichtiger.

Hmmpf

ich finde auch, dass du dich da vielleicht etwas blenden lässt. Hier steht ja weiter unten schon genug zu den Finazierungen der gemeinnützigen Projekte.

Mit diesem Teil hier hast du zwar inhaltlich recht:
...Geld für die dritte Welt zu spenden ist oft kontraproduktiv. Mit den Wirschaftshilfen und Subventionen haben wir viele Märkte in der dritten Welt kaputt gemacht. Früher konnten sich viele Bauern in den Gebieten noch mit Getreideanbau, Textilverarbeitung, etc. über Wasser halten. Heute geht das in vielen Gegenden überhaupt nicht mehr...

Nur was hat das mit Kirche zu tun? Dann gib doch Geld für fairtrade-Produkte aus und gut ist. Und auch hier kannst du mit überlegtem einkaufen der hiesigen lokalen Landwirtschaft helfen. Einfach Produkte kaufen, die hier hergestellt wurden z.B. auch in Hofläden oder zum Fleischer um die Ecke gehen (ist oft nicht teurer als der supermarktsh..). Das Geld bleibt in deiner Gegend und die Produkte die du hier nicht bekommst, kaufst du dann eben als fairtrade (Kafee, Tee...).
Was nutz für dieses konkrete Problem eine Kirchensteuer?
Die Frage ist doch, glaubst du an Gott und die protestantische Reliegion? Wenn ja, dann bleib in der Kirche und dann zahlst du auch Kirchensteuer. Wenn nein, dann denk nicht, dass die Kirche sowas wie das rote Kreuz ist. Das stimmt so nämlich nicht. Wenn du 'nur' helfen willst, kannst du das auch auf andere Art und Weise ohne eine Religion deswegen unterstützen zu müssen, mit der du dich (vielleicht) gar nicht identifizierst.

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20. April 2010 um 14:41

Du
doch nicht. Mein Kommentar war zu spaxxx Posting gemeint.

Den Fernsehbeitrag hab ich jetzt nicht geschaut, habe aber schon öfter solche Beiträge gelesen und auch schon beruflich über den Kiga damit zu tun gehabt, was Kirchen tatsächlich zahlen. Deshalb mein Beitrag an spaxxx über ihre Uninformiertheit.

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20. April 2010 um 14:56

Ich bin vor einigen Jahren ausgetreten...
... und habe nun 50 EUR monatlich mehr im Portemonnaie

Die Kirchensteuer ist eine rein deutsche Steuer. In keinem anderen Land wird Kirchensteuer erhoben. Nicht mal im benachbarten Belgien oder Holland.
Da ich gläubige Protestantin bin, jedoch nicht einsehe, dass ich für meinen Glauben in diesem Land zahlen soll, bin ich ausgetreten. Der Austritt hat also nichts mit Ungläubigkeit sondern mit dem Finanziellen zu tun.
Wieso ist der Glaube in jedem Land dieser Welt frei nur in Deutschland nicht?
Seit meinem Austritt darf ich auf keinem amtlichen Formular mehr die Abkürzung EV für evangelisch eintragen. Heißt auf gut deutsch, in der BRD wird dir durch den Kirchenaustritt deine Religionszugehörigkeit aberkannt.
Eine Unverschämtheit. Hier in diesem Land maßt man sich an sich mit Gott auf einer Stufe zu stellen und mir meinen Glauben abzusprechen nur weil ich nicht gewillt bin für meinen Glauben eine Steuer zu bezahlen.
Das Spiel geht sogar noch weiter. Ich kann nicht mehr kirchlich heiraten, ich werde nicht beerdigt außer anonym und ich darf keine Trauzeugin oder Taufpatin sein und DAS alles nur weil ich keine Kirchensteuer zahle. Das ist der Hammer schlechthin.
Meine Familie am anderen Ende der Welt will mir das nicht glauben, dass dies hier so ist. Das glaubt kein Mensch wenn er es nicht selbst hier erlebt hat.

Fakt ist jedenfalls, im Ausland bin ich weiterhin Christin und und in Deutschland keiner Kirche zugehörig usw.
Tja, dat is Dütschland Ladies und Gentlemen, das Land der Steuern, Steuern die es sonst nirgendwo gibt

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20. April 2010 um 15:00
In Antwort auf nena_12073226

Ich bin vor einigen Jahren ausgetreten...
... und habe nun 50 EUR monatlich mehr im Portemonnaie

Die Kirchensteuer ist eine rein deutsche Steuer. In keinem anderen Land wird Kirchensteuer erhoben. Nicht mal im benachbarten Belgien oder Holland.
Da ich gläubige Protestantin bin, jedoch nicht einsehe, dass ich für meinen Glauben in diesem Land zahlen soll, bin ich ausgetreten. Der Austritt hat also nichts mit Ungläubigkeit sondern mit dem Finanziellen zu tun.
Wieso ist der Glaube in jedem Land dieser Welt frei nur in Deutschland nicht?
Seit meinem Austritt darf ich auf keinem amtlichen Formular mehr die Abkürzung EV für evangelisch eintragen. Heißt auf gut deutsch, in der BRD wird dir durch den Kirchenaustritt deine Religionszugehörigkeit aberkannt.
Eine Unverschämtheit. Hier in diesem Land maßt man sich an sich mit Gott auf einer Stufe zu stellen und mir meinen Glauben abzusprechen nur weil ich nicht gewillt bin für meinen Glauben eine Steuer zu bezahlen.
Das Spiel geht sogar noch weiter. Ich kann nicht mehr kirchlich heiraten, ich werde nicht beerdigt außer anonym und ich darf keine Trauzeugin oder Taufpatin sein und DAS alles nur weil ich keine Kirchensteuer zahle. Das ist der Hammer schlechthin.
Meine Familie am anderen Ende der Welt will mir das nicht glauben, dass dies hier so ist. Das glaubt kein Mensch wenn er es nicht selbst hier erlebt hat.

Fakt ist jedenfalls, im Ausland bin ich weiterhin Christin und und in Deutschland keiner Kirche zugehörig usw.
Tja, dat is Dütschland Ladies und Gentlemen, das Land der Steuern, Steuern die es sonst nirgendwo gibt

Du wirst doch nicht anonym beerdigt
nur weil du nicht in der Kirche bist? Du meinst staatlich oder?

Ansonsten aber drei von denen hier

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20. April 2010 um 15:08
In Antwort auf nena_12073226

Ich bin vor einigen Jahren ausgetreten...
... und habe nun 50 EUR monatlich mehr im Portemonnaie

Die Kirchensteuer ist eine rein deutsche Steuer. In keinem anderen Land wird Kirchensteuer erhoben. Nicht mal im benachbarten Belgien oder Holland.
Da ich gläubige Protestantin bin, jedoch nicht einsehe, dass ich für meinen Glauben in diesem Land zahlen soll, bin ich ausgetreten. Der Austritt hat also nichts mit Ungläubigkeit sondern mit dem Finanziellen zu tun.
Wieso ist der Glaube in jedem Land dieser Welt frei nur in Deutschland nicht?
Seit meinem Austritt darf ich auf keinem amtlichen Formular mehr die Abkürzung EV für evangelisch eintragen. Heißt auf gut deutsch, in der BRD wird dir durch den Kirchenaustritt deine Religionszugehörigkeit aberkannt.
Eine Unverschämtheit. Hier in diesem Land maßt man sich an sich mit Gott auf einer Stufe zu stellen und mir meinen Glauben abzusprechen nur weil ich nicht gewillt bin für meinen Glauben eine Steuer zu bezahlen.
Das Spiel geht sogar noch weiter. Ich kann nicht mehr kirchlich heiraten, ich werde nicht beerdigt außer anonym und ich darf keine Trauzeugin oder Taufpatin sein und DAS alles nur weil ich keine Kirchensteuer zahle. Das ist der Hammer schlechthin.
Meine Familie am anderen Ende der Welt will mir das nicht glauben, dass dies hier so ist. Das glaubt kein Mensch wenn er es nicht selbst hier erlebt hat.

Fakt ist jedenfalls, im Ausland bin ich weiterhin Christin und und in Deutschland keiner Kirche zugehörig usw.
Tja, dat is Dütschland Ladies und Gentlemen, das Land der Steuern, Steuern die es sonst nirgendwo gibt

Beerdigt
wirst du ganz normal wie jeder andere auch, nur das auf deiner Trauerfeier kein Pastor predigt.
Dafür muß dann entweder, wenn gewollt, einen Laienprediger beauftragt werden oder halt ohne Predigt in die Gruft.
Ich hab auch schon erlebt, dass die besten Freunde oder die Familie auf der Beerdigung spricht.

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20. April 2010 um 15:10
In Antwort auf kilie_12351775

Du wirst doch nicht anonym beerdigt
nur weil du nicht in der Kirche bist? Du meinst staatlich oder?

Ansonsten aber drei von denen hier

Anonym wirst Du nicht beerdigt!
Du hast "lediglich" keinen Anspruch auf eine kirchliche Bestattungzeremonie. Sprich, keinen Trauergottesdienst in der Kirche. Sehr wohl aber in der Leichenhalle. Und kein Pfarrer/Priester wird Dich beerdigen, sehr wohl aber ein "freier Redner". Diese finde ich sogar noch besser, da diese viel persönlicher auf den Verstorbenen eingehen, als ich es jemals bei einem "Kirchendiener" erlebt habe.

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20. April 2010 um 15:14

Standesamt?
Da mußte ich bzgl. meinen Kirchenaustritt nicht hin, sondern zum zuständigen Amtsgericht. Mit Stammbuch. Dort angekommen, erst einmal 30 Euro für den Austritt bezahlt. Dann zurück zur zuständigen Sachbearbeiterin, die in der Zwischenzeit die Austrittserklärung bearbeitete. Mit diesem Ding, dann zum Einwohnermeldeamt, um den Austritt in der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen. Und das war's. Vielleicht von Bundesland zu Bundesland aber auch verschieden. Bin aus NRW.

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20. April 2010 um 15:17
In Antwort auf nena_12073226

Ich bin vor einigen Jahren ausgetreten...
... und habe nun 50 EUR monatlich mehr im Portemonnaie

Die Kirchensteuer ist eine rein deutsche Steuer. In keinem anderen Land wird Kirchensteuer erhoben. Nicht mal im benachbarten Belgien oder Holland.
Da ich gläubige Protestantin bin, jedoch nicht einsehe, dass ich für meinen Glauben in diesem Land zahlen soll, bin ich ausgetreten. Der Austritt hat also nichts mit Ungläubigkeit sondern mit dem Finanziellen zu tun.
Wieso ist der Glaube in jedem Land dieser Welt frei nur in Deutschland nicht?
Seit meinem Austritt darf ich auf keinem amtlichen Formular mehr die Abkürzung EV für evangelisch eintragen. Heißt auf gut deutsch, in der BRD wird dir durch den Kirchenaustritt deine Religionszugehörigkeit aberkannt.
Eine Unverschämtheit. Hier in diesem Land maßt man sich an sich mit Gott auf einer Stufe zu stellen und mir meinen Glauben abzusprechen nur weil ich nicht gewillt bin für meinen Glauben eine Steuer zu bezahlen.
Das Spiel geht sogar noch weiter. Ich kann nicht mehr kirchlich heiraten, ich werde nicht beerdigt außer anonym und ich darf keine Trauzeugin oder Taufpatin sein und DAS alles nur weil ich keine Kirchensteuer zahle. Das ist der Hammer schlechthin.
Meine Familie am anderen Ende der Welt will mir das nicht glauben, dass dies hier so ist. Das glaubt kein Mensch wenn er es nicht selbst hier erlebt hat.

Fakt ist jedenfalls, im Ausland bin ich weiterhin Christin und und in Deutschland keiner Kirche zugehörig usw.
Tja, dat is Dütschland Ladies und Gentlemen, das Land der Steuern, Steuern die es sonst nirgendwo gibt

Deine Angaben sind nicht ganz richtig!
siehe

http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteuer

http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteuer/_(sonstige_Staaten)

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20. April 2010 um 15:21

Richtig
in der Kirche hat man nämlich keine, jedenfalls hier bei uns ev.luth. nicht.

eldestinos ganzes Posting stimmt vorne und hinten nicht.

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21. April 2010 um 9:54

Nunja....
Du weißt sicherlich, dass du zwei unterschiedliche Arten von Glauben gleichgesetzt hast, nehme ich an? Ungläubige sind selbstverständlich nicht religiös.

Aber davon ab: Es ist einfach nötig, dass es ein Sprachrohr für Konfessionslose gibt, die ja immerhin etwa ein Drittel unserer Gesellschaft ausmachen. Während Christen übermäßig berücksichtigt werden - deren Vertreter stecken in den Aufsichtsräten der Öffentlich-Rechtlichen und sogar in Ethik(!)-Kommissionen - sieht man für das übrige Drittel anscheinend keinen Bedarf an Interessenvertretung, solange sie sich nicht selbst organisieren. Daher sind solche Vereinigungen schon gut und wichtig, immerhin geht es auch um unser demokratisches Verständnis, nachdem ein gutes Drittel nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden kann.

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21. April 2010 um 9:55


Find ich toll!

Ich kenne den IBKA, aber hatte bisher noch nicht direkt mit ihm zu tun.

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21. April 2010 um 9:59
In Antwort auf nena_12073226

Ich bin vor einigen Jahren ausgetreten...
... und habe nun 50 EUR monatlich mehr im Portemonnaie

Die Kirchensteuer ist eine rein deutsche Steuer. In keinem anderen Land wird Kirchensteuer erhoben. Nicht mal im benachbarten Belgien oder Holland.
Da ich gläubige Protestantin bin, jedoch nicht einsehe, dass ich für meinen Glauben in diesem Land zahlen soll, bin ich ausgetreten. Der Austritt hat also nichts mit Ungläubigkeit sondern mit dem Finanziellen zu tun.
Wieso ist der Glaube in jedem Land dieser Welt frei nur in Deutschland nicht?
Seit meinem Austritt darf ich auf keinem amtlichen Formular mehr die Abkürzung EV für evangelisch eintragen. Heißt auf gut deutsch, in der BRD wird dir durch den Kirchenaustritt deine Religionszugehörigkeit aberkannt.
Eine Unverschämtheit. Hier in diesem Land maßt man sich an sich mit Gott auf einer Stufe zu stellen und mir meinen Glauben abzusprechen nur weil ich nicht gewillt bin für meinen Glauben eine Steuer zu bezahlen.
Das Spiel geht sogar noch weiter. Ich kann nicht mehr kirchlich heiraten, ich werde nicht beerdigt außer anonym und ich darf keine Trauzeugin oder Taufpatin sein und DAS alles nur weil ich keine Kirchensteuer zahle. Das ist der Hammer schlechthin.
Meine Familie am anderen Ende der Welt will mir das nicht glauben, dass dies hier so ist. Das glaubt kein Mensch wenn er es nicht selbst hier erlebt hat.

Fakt ist jedenfalls, im Ausland bin ich weiterhin Christin und und in Deutschland keiner Kirche zugehörig usw.
Tja, dat is Dütschland Ladies und Gentlemen, das Land der Steuern, Steuern die es sonst nirgendwo gibt


anonym beerdigt??? du, wir leben nicht mehr im mittelalter wo menschen ausserhalb der friedhofsmauer anonym beerdigt wurden...

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21. April 2010 um 10:03

Ich zahle auch keine, aber...
...aber nicht aus fianziellen gründen, sondern glaubensgründen. ich bin schon in der achten klasse nicht mehr in religion und hatte bis zum abitur dann irgendwann ethik und bin dann danach auch gleich aus der kirche ausgetreten...mein mann war noch in der kirche (er kommt aus dem osten) und somit war auch wegen der hochzeit alles ganz easy

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21. April 2010 um 14:08
In Antwort auf jaana_11887320


anonym beerdigt??? du, wir leben nicht mehr im mittelalter wo menschen ausserhalb der friedhofsmauer anonym beerdigt wurden...

@igerle
Nun weiß ich nicht ob ich mich missverständlich ausdrückte oder ob du es wirklich nicht weißt aber es gibt tatsächlich eine Beerdigungsmethode die sich "anonym beerdigen" nennt. Sie sieht so aus, dass du kein Einzelgrab und keinen Grabstein bekommst, sondern verbrannt wirst und deine Urne kommt auf einen extra für diese Methode vorgesehen Platz auf dem Friedhof. An einer dazugehörigen Stähle können deine Leute dann Blumen etc. hinterlassen.
Meist wird diese Art der Beerdigung von Leuten bevorzugt die sich entweder keine andere Beerdigung leisten können oder die ihren Nachkommen nicht die Arbeit der Grabpflege aufdrängen wollen.

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21. April 2010 um 14:11

Ich sprach explizit von der KIRCHE!!!
Das Thema war ja KIRCHENsteuer bzw. KIRCHENaustritt oder nicht?!

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21. April 2010 um 14:44
In Antwort auf kilie_12351775

Du wirst doch nicht anonym beerdigt
nur weil du nicht in der Kirche bist? Du meinst staatlich oder?

Ansonsten aber drei von denen hier

Ja stimmt!
Das meinte ich auch. Du hast nicht mehr das Recht auf einen Pfarrer aber das kommt für mich einer anonymen Bestattung eigentlich gleich und unverschämt ist und bleibt es auch

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21. April 2010 um 14:48
In Antwort auf nena_12073226

@igerle
Nun weiß ich nicht ob ich mich missverständlich ausdrückte oder ob du es wirklich nicht weißt aber es gibt tatsächlich eine Beerdigungsmethode die sich "anonym beerdigen" nennt. Sie sieht so aus, dass du kein Einzelgrab und keinen Grabstein bekommst, sondern verbrannt wirst und deine Urne kommt auf einen extra für diese Methode vorgesehen Platz auf dem Friedhof. An einer dazugehörigen Stähle können deine Leute dann Blumen etc. hinterlassen.
Meist wird diese Art der Beerdigung von Leuten bevorzugt die sich entweder keine andere Beerdigung leisten können oder die ihren Nachkommen nicht die Arbeit der Grabpflege aufdrängen wollen.

Das hat aber aboslut nichts...
...mit deinem krichenaustritt zu tun.

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21. April 2010 um 14:48
In Antwort auf nena_12073226

@igerle
Nun weiß ich nicht ob ich mich missverständlich ausdrückte oder ob du es wirklich nicht weißt aber es gibt tatsächlich eine Beerdigungsmethode die sich "anonym beerdigen" nennt. Sie sieht so aus, dass du kein Einzelgrab und keinen Grabstein bekommst, sondern verbrannt wirst und deine Urne kommt auf einen extra für diese Methode vorgesehen Platz auf dem Friedhof. An einer dazugehörigen Stähle können deine Leute dann Blumen etc. hinterlassen.
Meist wird diese Art der Beerdigung von Leuten bevorzugt die sich entweder keine andere Beerdigung leisten können oder die ihren Nachkommen nicht die Arbeit der Grabpflege aufdrängen wollen.

Du
hast behauptet, wenn du nicht mehr in der Kirche bist, wirst du anonym beerdigt und das entspricht nicht den Tatsachen.
Denn eine anonyme Beerdigung ist eine freie Entscheidung genau wie ein eigenes Grab.
Im übrigen waren auch noch andere Behauptungen (Trauzeuge und Kirchensteuer) von dir falsch!

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21. April 2010 um 14:49
In Antwort auf nena_12073226

Ja stimmt!
Das meinte ich auch. Du hast nicht mehr das Recht auf einen Pfarrer aber das kommt für mich einer anonymen Bestattung eigentlich gleich und unverschämt ist und bleibt es auch

Sorry...
...du willst keine kirchensteuern zahlen...willst aber leistungen der kirche in anspruch nehmen...

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21. April 2010 um 14:50
In Antwort auf ofi21

Richtig
in der Kirche hat man nämlich keine, jedenfalls hier bei uns ev.luth. nicht.

eldestinos ganzes Posting stimmt vorne und hinten nicht.

Ok ofi, dann widerlege mir doch bitte meinen Beitrag
von vorne bis hinten mit Fakten die ich nachlesen kann.

Gut, bei der anonymen Bestattung habe ich mich falsch ausgedrückt, ich meinte eigentlich das du keinen Anspruch mehr auf einen Pfarrer oder Pastor hast aber meine gesamten anderen Beispiele entsprechen der Realität.
Insbesondere der kirchliche Trauzeuge und Taufpate. Mein Cousin sollte Taufpate an meiner Tochter werden. Er durfte es nicht offiziell werden weil er vor der Taufe aus der Kirche ausgetreten war.
Ich wurde bei meinem Austritt von der Geschäftsstellenverwalterin des zuständigen Amtsgerichts extra darauf hingewiesen, dass ich auf keinem amtlichen Formular mehr ev für evangelisch angeben darf sondern dieses Feld offen lassen muss oder durch Striche ersetzen oder keiner Kirche zugehörig angeben muss.
Es entzieht sich mir somit, wieso mein Beitrag von vorne bis hinten nicht stimmen soll

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21. April 2010 um 14:55
In Antwort auf nena_12073226

Ok ofi, dann widerlege mir doch bitte meinen Beitrag
von vorne bis hinten mit Fakten die ich nachlesen kann.

Gut, bei der anonymen Bestattung habe ich mich falsch ausgedrückt, ich meinte eigentlich das du keinen Anspruch mehr auf einen Pfarrer oder Pastor hast aber meine gesamten anderen Beispiele entsprechen der Realität.
Insbesondere der kirchliche Trauzeuge und Taufpate. Mein Cousin sollte Taufpate an meiner Tochter werden. Er durfte es nicht offiziell werden weil er vor der Taufe aus der Kirche ausgetreten war.
Ich wurde bei meinem Austritt von der Geschäftsstellenverwalterin des zuständigen Amtsgerichts extra darauf hingewiesen, dass ich auf keinem amtlichen Formular mehr ev für evangelisch angeben darf sondern dieses Feld offen lassen muss oder durch Striche ersetzen oder keiner Kirche zugehörig angeben muss.
Es entzieht sich mir somit, wieso mein Beitrag von vorne bis hinten nicht stimmen soll

Und klar sind die Trauzeugen auch bei der kirchlichen Trauung dabei
Sie stehen sogar mit vorne am Altar, jedenfalls war es bei so damals.
Und wenn ein Trauzeuge davon aus der Kirche ausgetreten ist, wird er vom Pfarrer nicht als Trauzeuge anerkannt, er wird nicht in die kirchliche Bescheinigung mit aufgenommen.

Da ich das selbst erlebt habe, kann ich das hier auch so behaupten.
Kann sein, dass es von Pfarre zu Pfarre unterschiedlich ist aber bei mir war es jedenfalls so.
Ruf doch mal im Büro einer christlichen Gemeinde an und sag denen ehrlich das du ausgetreten bist. Dann wirst du dein blaues Wunder erleben wie du von denen abgekanzelt und behandelt wirst als wärst du ein Monster oder der letzte Dreck dieser Welt

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21. April 2010 um 14:57
In Antwort auf nena_12073226

Ok ofi, dann widerlege mir doch bitte meinen Beitrag
von vorne bis hinten mit Fakten die ich nachlesen kann.

Gut, bei der anonymen Bestattung habe ich mich falsch ausgedrückt, ich meinte eigentlich das du keinen Anspruch mehr auf einen Pfarrer oder Pastor hast aber meine gesamten anderen Beispiele entsprechen der Realität.
Insbesondere der kirchliche Trauzeuge und Taufpate. Mein Cousin sollte Taufpate an meiner Tochter werden. Er durfte es nicht offiziell werden weil er vor der Taufe aus der Kirche ausgetreten war.
Ich wurde bei meinem Austritt von der Geschäftsstellenverwalterin des zuständigen Amtsgerichts extra darauf hingewiesen, dass ich auf keinem amtlichen Formular mehr ev für evangelisch angeben darf sondern dieses Feld offen lassen muss oder durch Striche ersetzen oder keiner Kirche zugehörig angeben muss.
Es entzieht sich mir somit, wieso mein Beitrag von vorne bis hinten nicht stimmen soll

Z.B.
Das es in anderen Ländern keine Kirchensteuer gibt. Siehe meinen Links aus Wiki.
Kirchliche Trauzeugen gibt es z.B. bei Evangelen gar nicht, denn die gehören zur standesamtlichen Trauung.

Das Taupaten in der Kirche sein müssen ist wohl logisch, denn sie sollen die Kinder in dem christlichen Glauben unterstützen, deren Kirche sie angehören. Ergo keine Kirche, keine kirchliche Patenschaft.
Davon abgesehen kann man auch eine Patenschaft für ein Kind übernehmen ohne Kirche.

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21. April 2010 um 15:01
In Antwort auf jaana_11887320

Sorry...
...du willst keine kirchensteuern zahlen...willst aber leistungen der kirche in anspruch nehmen...

Ist das so etwas
wie spirituelle Piraterie? ^^

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21. April 2010 um 15:05
In Antwort auf nena_12073226

Ja stimmt!
Das meinte ich auch. Du hast nicht mehr das Recht auf einen Pfarrer aber das kommt für mich einer anonymen Bestattung eigentlich gleich und unverschämt ist und bleibt es auch

Du
solltest, wenn du sowas behauptet erstmal überhaupt wissen, was anonym bestattet überhaupt heißt.
Anonym heißt ohne eigenes Grab mit Grabstein, wo jeder deinen Namen nachlesen kann und dein Grab, wenn er denn will, besichtigen kann. Sondern Sammelgräber wo viele beerdigt werden und es ist nicht im einzelnen genau nachzuvollziehen wo du expliziot begraben bist.
Nicht anonym dagegen bedeutet mit eigenem Grab und wenn deine Angehörigen es sich leisten können mit Grabstein.

Nur weil der Pastor/Pfarrer nicht predigt, heißt es doch nicht, das die Beerdigung nicht auf deine Person gemeint ist.

Was willst du denn? Entweder du bezahlst und bekommst dafür auch die Gegenleistung oder du bezahlst nicht und bekommst dann auch nichts. Das ist nicht nur in der Kirche so, sondern in jedem Supermarkt auch!

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21. April 2010 um 15:07
In Antwort auf liva_11977900

Ist das so etwas
wie spirituelle Piraterie? ^^


sie will bei ihrer beerdigung einen pfaffer haben, will aber keine steuern zahlen...das ist für mich, wie wenn man will, dass eine versicherung einen schaden übernimmt, aber nie eine abgeschlossen hat...

mir ist das sowas von schnuppe wer an meinem grab die letzten worte spricht...meine oma war auch nicht in der kirche (eine sehr moderne frau für ihre zeit...) und der laienprediger war besser wie jeder pfaffe.

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21. April 2010 um 15:08
In Antwort auf jaana_11887320

Sorry...
...du willst keine kirchensteuern zahlen...willst aber leistungen der kirche in anspruch nehmen...

Warum nicht?
Es sind immerhin Gotteshäuser, die Geistlichen sind der Arm Gottes und somit für jeden da und nicht nur für die mit Geld bzw. für die die Spenden oder sonst was zahlen.

In anderen Ländern ist es doch genau so also warum geht das in Deutschland nicht?
Gott ist für jeden Menschen da aber dieses Thema geht zu weit. Wenn man sich die Geschichte der Kirche einmal nachliest dann hat man alleine deshalb schon alle Gründe der Welt dort auszutreten.

Aber wieso sollte ich nicht trotzdem durch einen Pfarrer Gottes Segen für eine Hochzeit oder Beerdigung erhalten auch wenn ich keine Steuer bezahle? Hat Gott etwa die Steuer erfunden? Nein, es war der Mensch. Wenn ich jedoch Pfarrer oder Pastor bin und mich Gott verschrieben habe, dann hat dieser Geistliche nicht das Recht einem Menschen Gottes Segen zu verweigern, Steuer hin oder her und darum geht es doch um das Menschliche bzw. um das von Gott gegebene durch diesen Pfarrer. Das kann doch wohl nicht an einer Steuer festgemacht werden.

Ferner musst du trotzdem für jeden Mist in oder von der Kirche extra bezahlen, auch wenn du deine Kirchensteuer zahlst. Bei einer Hochzeitsmesse oder Trauerfeier schenkt dir die Kirche noch nicht mal ein paar Blumen als Kirchenschmuck. Das musst du alles nochmal extra bezahlen. Du zahlst sogar bei der Trauerfeier einen Pauschalbetrag für die sogenannte "Anreise" des Pfarrers, selbst wenn er direkt neben dem Friedhof wohnt. Erlebt bei der Beerdigung meines Vaters.
Also wofür zahle ich bitte Kirchensteuer? Wenn ich die zahle, dann sollte damit wenigstens alles abgegolten sein. Ist es jedoch, wie oben beschrieben, nicht.
Selbst in einer Messe geht der Klingenbeutel noch rum. Man zahlt sich doch dumm und dusselig für die Kirche

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21. April 2010 um 15:12
In Antwort auf jaana_11887320


sie will bei ihrer beerdigung einen pfaffer haben, will aber keine steuern zahlen...das ist für mich, wie wenn man will, dass eine versicherung einen schaden übernimmt, aber nie eine abgeschlossen hat...

mir ist das sowas von schnuppe wer an meinem grab die letzten worte spricht...meine oma war auch nicht in der kirche (eine sehr moderne frau für ihre zeit...) und der laienprediger war besser wie jeder pfaffe.

Eben!
Auch innerhalb von Religionsgemeinschaften sind solche Dienste wie die Trauung und Beerdigung (und noch viel mehr) eben Dienstleistungen.

Ärgerlich an der Kirchensteuer ist, dass man meistens mit der Taufe im Kindesalter eingetreten *wird* und man selbst diesen "Vertrag" mit der Kirche gar nicht eingegangen ist, aber wenn man tatsächlich Interesse an dem ganzen Tammtamm hat, dann sollte man den doch nicht auch noch umsonst einfordern, oder?

Btw.: Es gibt auch genügend freikirchliche Gemeinden - ob die günstiger sind, weiß ich jedoch nicht.

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21. April 2010 um 15:14
In Antwort auf nena_12073226

Warum nicht?
Es sind immerhin Gotteshäuser, die Geistlichen sind der Arm Gottes und somit für jeden da und nicht nur für die mit Geld bzw. für die die Spenden oder sonst was zahlen.

In anderen Ländern ist es doch genau so also warum geht das in Deutschland nicht?
Gott ist für jeden Menschen da aber dieses Thema geht zu weit. Wenn man sich die Geschichte der Kirche einmal nachliest dann hat man alleine deshalb schon alle Gründe der Welt dort auszutreten.

Aber wieso sollte ich nicht trotzdem durch einen Pfarrer Gottes Segen für eine Hochzeit oder Beerdigung erhalten auch wenn ich keine Steuer bezahle? Hat Gott etwa die Steuer erfunden? Nein, es war der Mensch. Wenn ich jedoch Pfarrer oder Pastor bin und mich Gott verschrieben habe, dann hat dieser Geistliche nicht das Recht einem Menschen Gottes Segen zu verweigern, Steuer hin oder her und darum geht es doch um das Menschliche bzw. um das von Gott gegebene durch diesen Pfarrer. Das kann doch wohl nicht an einer Steuer festgemacht werden.

Ferner musst du trotzdem für jeden Mist in oder von der Kirche extra bezahlen, auch wenn du deine Kirchensteuer zahlst. Bei einer Hochzeitsmesse oder Trauerfeier schenkt dir die Kirche noch nicht mal ein paar Blumen als Kirchenschmuck. Das musst du alles nochmal extra bezahlen. Du zahlst sogar bei der Trauerfeier einen Pauschalbetrag für die sogenannte "Anreise" des Pfarrers, selbst wenn er direkt neben dem Friedhof wohnt. Erlebt bei der Beerdigung meines Vaters.
Also wofür zahle ich bitte Kirchensteuer? Wenn ich die zahle, dann sollte damit wenigstens alles abgegolten sein. Ist es jedoch, wie oben beschrieben, nicht.
Selbst in einer Messe geht der Klingenbeutel noch rum. Man zahlt sich doch dumm und dusselig für die Kirche


vielleicht solltest du einfach verstehen, dass DIE KIRCHE in deutschland ein wirtschaftsunternehmen ist!

ich weiss schon genau, warum ich diesem verein nicht mehr angehöre...

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21. April 2010 um 15:17
In Antwort auf nena_12073226

Warum nicht?
Es sind immerhin Gotteshäuser, die Geistlichen sind der Arm Gottes und somit für jeden da und nicht nur für die mit Geld bzw. für die die Spenden oder sonst was zahlen.

In anderen Ländern ist es doch genau so also warum geht das in Deutschland nicht?
Gott ist für jeden Menschen da aber dieses Thema geht zu weit. Wenn man sich die Geschichte der Kirche einmal nachliest dann hat man alleine deshalb schon alle Gründe der Welt dort auszutreten.

Aber wieso sollte ich nicht trotzdem durch einen Pfarrer Gottes Segen für eine Hochzeit oder Beerdigung erhalten auch wenn ich keine Steuer bezahle? Hat Gott etwa die Steuer erfunden? Nein, es war der Mensch. Wenn ich jedoch Pfarrer oder Pastor bin und mich Gott verschrieben habe, dann hat dieser Geistliche nicht das Recht einem Menschen Gottes Segen zu verweigern, Steuer hin oder her und darum geht es doch um das Menschliche bzw. um das von Gott gegebene durch diesen Pfarrer. Das kann doch wohl nicht an einer Steuer festgemacht werden.

Ferner musst du trotzdem für jeden Mist in oder von der Kirche extra bezahlen, auch wenn du deine Kirchensteuer zahlst. Bei einer Hochzeitsmesse oder Trauerfeier schenkt dir die Kirche noch nicht mal ein paar Blumen als Kirchenschmuck. Das musst du alles nochmal extra bezahlen. Du zahlst sogar bei der Trauerfeier einen Pauschalbetrag für die sogenannte "Anreise" des Pfarrers, selbst wenn er direkt neben dem Friedhof wohnt. Erlebt bei der Beerdigung meines Vaters.
Also wofür zahle ich bitte Kirchensteuer? Wenn ich die zahle, dann sollte damit wenigstens alles abgegolten sein. Ist es jedoch, wie oben beschrieben, nicht.
Selbst in einer Messe geht der Klingenbeutel noch rum. Man zahlt sich doch dumm und dusselig für die Kirche

Die Kirche wird überall finanziert
wenn nicht über Steuern, dann eben anders.

In den USA sind die Kirchen absolut vom Staat getrennt - meinst du, die Gospel-Sänger, Licht-Shows, Konzerte etc., die die dort haben, gäbe es umsonst?
Irgendwoher muss das Geld kommen und ob es über eine andere Art der Finanzierung wirklich *günstiger* ist, wage ich dann doch zu bezweifeln.

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21. April 2010 um 15:22
In Antwort auf liva_11977900

Die Kirche wird überall finanziert
wenn nicht über Steuern, dann eben anders.

In den USA sind die Kirchen absolut vom Staat getrennt - meinst du, die Gospel-Sänger, Licht-Shows, Konzerte etc., die die dort haben, gäbe es umsonst?
Irgendwoher muss das Geld kommen und ob es über eine andere Art der Finanzierung wirklich *günstiger* ist, wage ich dann doch zu bezweifeln.

Ja
aber eldestino behauptet auch, dass es Kirchensteuer NUR in Deutschland gibt. Dem ist aber nicht so, darauf geht sie allerdings nicht ein.

Man muß nicht mit der Institution Kirche einverstanden sein aber wenn man dagegen spricht, sollten die Behauptungen, die man von sich gibt, wenigstens wahr sein.

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21. April 2010 um 15:52
In Antwort auf ofi21

Ja
aber eldestino behauptet auch, dass es Kirchensteuer NUR in Deutschland gibt. Dem ist aber nicht so, darauf geht sie allerdings nicht ein.

Man muß nicht mit der Institution Kirche einverstanden sein aber wenn man dagegen spricht, sollten die Behauptungen, die man von sich gibt, wenigstens wahr sein.

Ganz unrecht hat sie nicht
In anderen Ländern zahlt man zwar keine "Steuer", abereinen Kirchenbeitrag. Der Unterschied ist, z. b. in Österreich, dass sich die Kirche selbst um ihren Beitrag kümmern muss; es gibt keine automatischen Steuerabzüge wie in Deutschland.
Die anglikanische Kirche in England erhebt auch Kirchensteuern, allerdings nur von ihren eingetragenen Mitgliedern und direkt, ohne den Staat als Mittelsmann, wie in Deutschland.

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21. April 2010 um 16:21
In Antwort auf simge_11909504

Ganz unrecht hat sie nicht
In anderen Ländern zahlt man zwar keine "Steuer", abereinen Kirchenbeitrag. Der Unterschied ist, z. b. in Österreich, dass sich die Kirche selbst um ihren Beitrag kümmern muss; es gibt keine automatischen Steuerabzüge wie in Deutschland.
Die anglikanische Kirche in England erhebt auch Kirchensteuern, allerdings nur von ihren eingetragenen Mitgliedern und direkt, ohne den Staat als Mittelsmann, wie in Deutschland.


lach *meckernwill* aaaaber in Dänemark, Finnland und Schweden ist es so wie hier.

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22. April 2010 um 9:51
In Antwort auf simge_11909504

Ganz unrecht hat sie nicht
In anderen Ländern zahlt man zwar keine "Steuer", abereinen Kirchenbeitrag. Der Unterschied ist, z. b. in Österreich, dass sich die Kirche selbst um ihren Beitrag kümmern muss; es gibt keine automatischen Steuerabzüge wie in Deutschland.
Die anglikanische Kirche in England erhebt auch Kirchensteuern, allerdings nur von ihren eingetragenen Mitgliedern und direkt, ohne den Staat als Mittelsmann, wie in Deutschland.

Absolut korrekt lackenkogel
Das Kirche in anderen Ländern finanziert wird ist logisch, stand aber hier nicht zur Debatte, sondern es ging explizit um die Kirchensteuer und die gibt es nur in der BRD

Evtl. sollten sich die anderen, die meinten ich solle mich erst mal erkundigen bevor ich etwas behaupte, sich selbst auch informieren bevor sie die Angaben von Anderen in Frage stellen

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22. April 2010 um 10:17
In Antwort auf nena_12073226

Absolut korrekt lackenkogel
Das Kirche in anderen Ländern finanziert wird ist logisch, stand aber hier nicht zur Debatte, sondern es ging explizit um die Kirchensteuer und die gibt es nur in der BRD

Evtl. sollten sich die anderen, die meinten ich solle mich erst mal erkundigen bevor ich etwas behaupte, sich selbst auch informieren bevor sie die Angaben von Anderen in Frage stellen

Sicherlich...
Aber: Dir ging es ja eben bei deinem Austritt offensichtlich um die Kosten und nicht darum, WIE sie erhoben werden und da muss man ganz klar sagen, dass Dienstleistungen eben finanziert werden müssen.
(Ich zitiere dich auch zur Erinnerung: "Da ich gläubige Protestantin bin, jedoch nicht einsehe, dass ich für meinen Glauben in diesem Land zahlen soll, bin ich ausgetreten")

Nebenbei ist der *Glaube* selbstverständlich kostenlos. Oder wurde der dir aus dem Gehirn gelasert, als du ausgetreten bist?
Nur die Ansprüche an die *Institution* Kirche hast du damit verloren. Du kannst aber sicherlich auch die Zeremonien einer freikirchlichen Gemeinde in Anspruch nehmen, die sich dann vermutlich über Mitgliedsbeiträge finanzieren wird (nehme ich an).

Du bist eben aus diesem "Verein" ausgetreten und aktiv an den Vereins-Veranstaltungen kann man eben nur teilnehmen, wenn man Vereinsmitglied ist. So einfach ist die Lage doch.

Mich persönlich regt es auf, dass die Kirchensteuer eben eine Steuer ist. Dass Priester ein geregeltes Einkommen haben wollen und Kirchen laufende Kosten verursachen (etc.), ist hingegen eigentlich verständlich - das Zahlen an sich gehört eben dazu.

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