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Kindesunterhalt verweigern

27. Februar 2008 um 20:06

Hallo ,habe mich gerade hier angemeldet.Also ich fange mal direkt an.Bin seit 12 Jahren verheiratet wir haben einen Sohn von 12 Jahren.Habe mich im Sept 07 getrennt Sohn lebt bei mir.Wir haben vor 10 Jahren ein Haus gebaut ist noch nicht abbezahlt.Stehen beide zur Hälfte drin,Sind beide Berufstätig er ca1850 euro netto,ich ca 490 Euro netto nebenbei 400 euro Job bei dem aber nie mehr wie 100 Euro rauskommen. Da mein Mann keinen Unterhalt zahlt bekomme ich vom Amt noch nicht mal 300 Euro dazu.Wenn Miete Strom und Telefon abgezogen sind bleibt nicht mehr viel zum Leben.War beim Anwalt wegen KU ,AW meines Mannes hat geschrieben das er nach Abzüge aller Abträge des Hauses nicht mehr viel hat und somit keinen KU zahlen kann.Habe Prozesskostenhilfe beantragt und somit läuft die Sache jetzt übers Gericht.Laut DT müßte er 288 Euro zahlen.Ich selbst kann bei meinem Einkommen keine Abträge fürs Haus zahlen.Das Haus steht zum Verkauf aber das dauert bis es verkauft ist.Meine Frage, kommt er damit durch? Achja laut seiner Auskunft belaufen sich die Abträge auf ca 950 Euro Würde mich über eure Antworten sehr freuen und sage schon mal im Voraus vielen Dank

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28. Februar 2008 um 7:14

Kindesunterhalt verweigern
Guten Morgen,nein ich bin mit meinem Sohn ausgezogen.Mein Mann wohnt allein in dem Haus.

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28. Februar 2008 um 8:58

Erstmal
Bereinigtes Nettoeinkommen

Das bereinigte Nettoeinkommen ergibt sich in der Regel aus dem Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen abzüglich der Vorsorgeaufwendungen, der berufsbedingten Aufwendungen sowie der berücksichtigungswürdigen Schulden und vorrangiger Unterhaltspflichten.

Bei den berufsbedingten Aufwendungen sind meistens die Ausgaben abzugsfähig, die auch steuerlich im Rahmen des Lohnsteuerjahresausgleich geltend gemacht werden können.

Unter die Vorsorgeaufwendungen fallen die zusätzlichen Ausgaben für eine Lebensversicherung, eine zusätzliche Krankenversicherung, eine Unfallversicherung oder sonstige Aufwendungen für eine zusätzliche Altersvorsorge. Jedoch müssen diese Aufwendungen im angemessenen Verhältnis zu dem Einkommen stehen.

Ob Schulden im Rahmen der Unterhaltsberechnung berücksichtigungswürdig sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Hier kommt es darauf an, wann und zu welchem Zweck die Verbindlichkeit eingegangen wurde, in welcher Höhe die monatlichen Abzahlungen vorzunehmen sind und wem dieser Kredit in erster Linie zu Gute kommt.
-----------------------------

Das Haus gehört dir zur Hälfte. Normalerweise bist du verpflichtet, deinen Anteil daran zu leisten. Schliesslich hast du bei einem Verkauf auch etwas davon.

Das Kind ist 12 Jahre alt, nichts spricht dagegen, dass du Vollzeit arbeiten gehen kannst. Er ist alt genug.

Im Moment zahlt dein Mann alles allein (auch deine Schulden). Zieh mal von den 1850 -950 was bleibt ihm dann noch?? 900 Euro. Obwohl er Vollzeit arbeiten geht.

Was willst du ihm, der deine Hälftigen Schulden bezahlt, von 900 Euro noch abziehen?? Wenn er den KU von 288 Euro bezahlt, bleiben ihm noch 612 Euro....

Kannst du mir mal sagen wovon er leben soll??

Du hast immerhin noch die Möglichkeit dir einen Vollzeitjob zu suchen, aber er arbeitet ja schon den ganzen Tag.

Soll er wirklich noch einen Nebenjob annehmen, noch mehr arbeiten, damit du nicht den ganzen Tag arbeiten gehen musst??

Denk mal darüber nach, wie er Leben soll??

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28. Februar 2008 um 13:37
In Antwort auf naomh_12744558

Erstmal
Bereinigtes Nettoeinkommen

Das bereinigte Nettoeinkommen ergibt sich in der Regel aus dem Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen abzüglich der Vorsorgeaufwendungen, der berufsbedingten Aufwendungen sowie der berücksichtigungswürdigen Schulden und vorrangiger Unterhaltspflichten.

Bei den berufsbedingten Aufwendungen sind meistens die Ausgaben abzugsfähig, die auch steuerlich im Rahmen des Lohnsteuerjahresausgleich geltend gemacht werden können.

Unter die Vorsorgeaufwendungen fallen die zusätzlichen Ausgaben für eine Lebensversicherung, eine zusätzliche Krankenversicherung, eine Unfallversicherung oder sonstige Aufwendungen für eine zusätzliche Altersvorsorge. Jedoch müssen diese Aufwendungen im angemessenen Verhältnis zu dem Einkommen stehen.

Ob Schulden im Rahmen der Unterhaltsberechnung berücksichtigungswürdig sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Hier kommt es darauf an, wann und zu welchem Zweck die Verbindlichkeit eingegangen wurde, in welcher Höhe die monatlichen Abzahlungen vorzunehmen sind und wem dieser Kredit in erster Linie zu Gute kommt.
-----------------------------

Das Haus gehört dir zur Hälfte. Normalerweise bist du verpflichtet, deinen Anteil daran zu leisten. Schliesslich hast du bei einem Verkauf auch etwas davon.

Das Kind ist 12 Jahre alt, nichts spricht dagegen, dass du Vollzeit arbeiten gehen kannst. Er ist alt genug.

Im Moment zahlt dein Mann alles allein (auch deine Schulden). Zieh mal von den 1850 -950 was bleibt ihm dann noch?? 900 Euro. Obwohl er Vollzeit arbeiten geht.

Was willst du ihm, der deine Hälftigen Schulden bezahlt, von 900 Euro noch abziehen?? Wenn er den KU von 288 Euro bezahlt, bleiben ihm noch 612 Euro....

Kannst du mir mal sagen wovon er leben soll??

Du hast immerhin noch die Möglichkeit dir einen Vollzeitjob zu suchen, aber er arbeitet ja schon den ganzen Tag.

Soll er wirklich noch einen Nebenjob annehmen, noch mehr arbeiten, damit du nicht den ganzen Tag arbeiten gehen musst??

Denk mal darüber nach, wie er Leben soll??

Kindesunterhalt verweigern
Hallo saraa33,entschuldige bitte aber ich habe mit meinem Sohn weit weniger zum Leben als mein Mann,dann würde ich in meinem Job den ich seit mehreren Jahren ausübe sehr gerne Vollzeit arbeiten gehen ich aber nicht die Möglichkeit dazu bekomme.dann schrieb ich auch das ich noch einen Job nebenbei habe,nebenbei aber auch noch für meinen Sohn da sein muß da er Lernbehindert ist(was ich eingangs nicht reingeschrieben hatte)und des öfteren Therapien hat wo ich ihn hinbringen muß oder auch dabei sein muß.Ich will meinen Mann nicht wie sagt man so schön das letzte Hemd nehmen ich möchte nur das er den KU zahlt.Ich weiß ja nicht wie du es siehst aber ich denke als allein stehende Person kann man(n)wunderbar von 612Euro leben oder nicht???

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28. Februar 2008 um 14:03
In Antwort auf sigrun_11915048

Kindesunterhalt verweigern
Hallo saraa33,entschuldige bitte aber ich habe mit meinem Sohn weit weniger zum Leben als mein Mann,dann würde ich in meinem Job den ich seit mehreren Jahren ausübe sehr gerne Vollzeit arbeiten gehen ich aber nicht die Möglichkeit dazu bekomme.dann schrieb ich auch das ich noch einen Job nebenbei habe,nebenbei aber auch noch für meinen Sohn da sein muß da er Lernbehindert ist(was ich eingangs nicht reingeschrieben hatte)und des öfteren Therapien hat wo ich ihn hinbringen muß oder auch dabei sein muß.Ich will meinen Mann nicht wie sagt man so schön das letzte Hemd nehmen ich möchte nur das er den KU zahlt.Ich weiß ja nicht wie du es siehst aber ich denke als allein stehende Person kann man(n)wunderbar von 612Euro leben oder nicht???

612 Euro
dafür das Mann den ganzen Tag arbeitet?

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28. Februar 2008 um 14:07
In Antwort auf sigrun_11915048

Kindesunterhalt verweigern
Hallo saraa33,entschuldige bitte aber ich habe mit meinem Sohn weit weniger zum Leben als mein Mann,dann würde ich in meinem Job den ich seit mehreren Jahren ausübe sehr gerne Vollzeit arbeiten gehen ich aber nicht die Möglichkeit dazu bekomme.dann schrieb ich auch das ich noch einen Job nebenbei habe,nebenbei aber auch noch für meinen Sohn da sein muß da er Lernbehindert ist(was ich eingangs nicht reingeschrieben hatte)und des öfteren Therapien hat wo ich ihn hinbringen muß oder auch dabei sein muß.Ich will meinen Mann nicht wie sagt man so schön das letzte Hemd nehmen ich möchte nur das er den KU zahlt.Ich weiß ja nicht wie du es siehst aber ich denke als allein stehende Person kann man(n)wunderbar von 612Euro leben oder nicht???

Naja...
...als alleinstehende Person heutzutage von 612 Euro wunderbar leben zu können halte ich für utopisch.
Aber ansonsten ist die Berechnung, die saraa da aufgestellt hat, völliger Humbug und so wird beim Unterhalt auch nicht berechnet.
Die Anklage, warum du nicht (noch) mehr arbeitest ist auch Quatsch, denn so wie ich das lese, möchtest du Unterhalt für deinen Sohn und nicht für dich und daraus kann man dir keinen Vorwurf machen.
Auch können Mehraufwendungen, die er vielleicht für das Haus bezahlt, später wenn das Haus verkauft wurde dann immer noch von deinem Anteil abgerechnet und seinem hinzugerechnet werden und das Ganze gleicht sich dann wieder aus.

Bei seinem Nettoeinkommen ist es durchaus berechtigt, das du Unterhalt für deinen Sohn bekommst aber das genau ausrechnen kann dir nur ein Anwalt und genau an so einen solltest du dich wenden. Der kann dir am besten genaue Auskünfte dazu geben und evtl. lage einreichen.
Du hast auch die Möglichkeit, dich an das Jugendamt zu wenden, denn dein Sohn lebt bei dir und die helfen dir bei einer Unterhaltsklage. Da dein Sohn allerdings älter als 11 ist werden die keinen Unterhaltsvorschuß mehr leisten.

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28. Februar 2008 um 14:10
In Antwort auf naomh_12744558

612 Euro
dafür das Mann den ganzen Tag arbeitet?

Der...
....Mann hat übrigens auch einen Wohnvorteil, wenn er im eigenen Haus lebt und bei einem ganzen Haus kann man schon mind. 400 Euro dazu rechnen und dann liegt er wieder bei über 1000 Euro.

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28. Februar 2008 um 14:16
In Antwort auf naomh_12744558

612 Euro
dafür das Mann den ganzen Tag arbeitet?

612 Euro
ich denke mal das du auch Berufstätig bist,weiß natürlich nicht in welchem Beruf.Bei meinem Mann ist es so das er mindestens einen Tag in der woche frei hat dazu seit der Trennung jedes We weil er dann den Sohn zu sich nimmt.Zusätzlich arbeitet er nicht jeden Tag von Morgens bis spät Abends sondern hat verschiedene Zeiten,glaube mir es bleibt ihm schon noch genügend Zeit zum leben.Die We`s bereiten ihm ja auch keinen Stress mit dem gem Sohn da hat er ja auch Spass.

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28. Februar 2008 um 14:22
In Antwort auf sigrun_11915048

612 Euro
ich denke mal das du auch Berufstätig bist,weiß natürlich nicht in welchem Beruf.Bei meinem Mann ist es so das er mindestens einen Tag in der woche frei hat dazu seit der Trennung jedes We weil er dann den Sohn zu sich nimmt.Zusätzlich arbeitet er nicht jeden Tag von Morgens bis spät Abends sondern hat verschiedene Zeiten,glaube mir es bleibt ihm schon noch genügend Zeit zum leben.Die We`s bereiten ihm ja auch keinen Stress mit dem gem Sohn da hat er ja auch Spass.

Muss meinen Senf auch kurz dazugeben...
Ich arbeite auch voll und ich muss dir ehrlich sagen, würden mir 612 Euro nach Abzug meiner laufenden Kosten überbleiben, würde ich nicht weit kommen...
Hat auch gar nichts damit zu tun, wie seine Zeiten sind - er hat einen Vollzeit-Job und ihm bleibt ein Pappenstiel übrig...























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28. Februar 2008 um 14:23
In Antwort auf sigrun_11915048

612 Euro
ich denke mal das du auch Berufstätig bist,weiß natürlich nicht in welchem Beruf.Bei meinem Mann ist es so das er mindestens einen Tag in der woche frei hat dazu seit der Trennung jedes We weil er dann den Sohn zu sich nimmt.Zusätzlich arbeitet er nicht jeden Tag von Morgens bis spät Abends sondern hat verschiedene Zeiten,glaube mir es bleibt ihm schon noch genügend Zeit zum leben.Die We`s bereiten ihm ja auch keinen Stress mit dem gem Sohn da hat er ja auch Spass.

Nachtrag!
Finds aber auch NICHT richtig, wenn er keine Alimente bezahlen muss - nur damit man mich nicht falsch versteht. Die ganze Situation ist einfach ein Jammer...
Wünsch dir viel Glück!

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28. Februar 2008 um 14:32
In Antwort auf ofi21

Naja...
...als alleinstehende Person heutzutage von 612 Euro wunderbar leben zu können halte ich für utopisch.
Aber ansonsten ist die Berechnung, die saraa da aufgestellt hat, völliger Humbug und so wird beim Unterhalt auch nicht berechnet.
Die Anklage, warum du nicht (noch) mehr arbeitest ist auch Quatsch, denn so wie ich das lese, möchtest du Unterhalt für deinen Sohn und nicht für dich und daraus kann man dir keinen Vorwurf machen.
Auch können Mehraufwendungen, die er vielleicht für das Haus bezahlt, später wenn das Haus verkauft wurde dann immer noch von deinem Anteil abgerechnet und seinem hinzugerechnet werden und das Ganze gleicht sich dann wieder aus.

Bei seinem Nettoeinkommen ist es durchaus berechtigt, das du Unterhalt für deinen Sohn bekommst aber das genau ausrechnen kann dir nur ein Anwalt und genau an so einen solltest du dich wenden. Der kann dir am besten genaue Auskünfte dazu geben und evtl. lage einreichen.
Du hast auch die Möglichkeit, dich an das Jugendamt zu wenden, denn dein Sohn lebt bei dir und die helfen dir bei einer Unterhaltsklage. Da dein Sohn allerdings älter als 11 ist werden die keinen Unterhaltsvorschuß mehr leisten.

Kindesunterhalt verweigern
Ich danke dir für deine Antwort ofi21 ich bin ja auch beim Aw dachte aber das ihr hier schon reichlich Erfahrung damit gesammelt habt.Wollte nur wissen wie sich das verhält.Du hast Recht Unterhaltsvorschuß bekomme ich nicht mehr wie gesagt nur den Betrag von etwas über 200 Euro da ich von meinem Gehalt nicht Miete von 473 Euro zahlen und dann noch leben kann.Die Klage läuft ja auch schon aber das dauert immer alles sehr lange.

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28. Februar 2008 um 15:03
In Antwort auf ofi21

Naja...
...als alleinstehende Person heutzutage von 612 Euro wunderbar leben zu können halte ich für utopisch.
Aber ansonsten ist die Berechnung, die saraa da aufgestellt hat, völliger Humbug und so wird beim Unterhalt auch nicht berechnet.
Die Anklage, warum du nicht (noch) mehr arbeitest ist auch Quatsch, denn so wie ich das lese, möchtest du Unterhalt für deinen Sohn und nicht für dich und daraus kann man dir keinen Vorwurf machen.
Auch können Mehraufwendungen, die er vielleicht für das Haus bezahlt, später wenn das Haus verkauft wurde dann immer noch von deinem Anteil abgerechnet und seinem hinzugerechnet werden und das Ganze gleicht sich dann wieder aus.

Bei seinem Nettoeinkommen ist es durchaus berechtigt, das du Unterhalt für deinen Sohn bekommst aber das genau ausrechnen kann dir nur ein Anwalt und genau an so einen solltest du dich wenden. Der kann dir am besten genaue Auskünfte dazu geben und evtl. lage einreichen.
Du hast auch die Möglichkeit, dich an das Jugendamt zu wenden, denn dein Sohn lebt bei dir und die helfen dir bei einer Unterhaltsklage. Da dein Sohn allerdings älter als 11 ist werden die keinen Unterhaltsvorschuß mehr leisten.

@ofi21
die Zahlen hat die TE Anfangs geschrieben...

Das ihr Mann diese Kosten hat....

auch wenn es anders berechnet werden sollte, so muss er trotzdem die Unkosten (auch ihre Hälfte) bezahlen....

Und 612 Euro wenn er auch noch KU bezahlt, ist wirklich nicht viel...




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28. Februar 2008 um 15:26
In Antwort auf naomh_12744558

@ofi21
die Zahlen hat die TE Anfangs geschrieben...

Das ihr Mann diese Kosten hat....

auch wenn es anders berechnet werden sollte, so muss er trotzdem die Unkosten (auch ihre Hälfte) bezahlen....

Und 612 Euro wenn er auch noch KU bezahlt, ist wirklich nicht viel...




Wie...
...schon in dem anderen Posting geschrieben gibt es, wenn das Haus verkauft wird, die Möglichkeit, das der Mann dann die Differenz zurückgbekommt, die er mehr aufgewendet hat als seine Frau. Sie wird dann entsprechend weniger bekommen, was ja auch dann gerecht ist.

Es ist halt immer ein gewisses Risiko dabei, wenn man sich ein eigenes Haus anschafft und eine evtl. Trennung/Scheidung oder auch wenn z.B. einer arbeitslos oder arbeitsunfähig wird, sollte man berücksichtigen.

Und, seine Schulden spielen nunmal beim Kindesunterhalt keine Rolle und letztendlich macht das Sinn, denn das Kind ist da und muß versorgt werden, das hat der Gesetzgeber halt dabei berücksichtigt.
Denn wenn es nicht so wäre, was glaubst du wieviele Unterhaltspflichtige würden sich einfach mal Dinge, Häuser oder Autos usw.kaufen, nur um sich der Unterhaltspflicht zu entziehen.

Klar sind 612 Euro nicht annähernd genug um zu leben aber wie auch schon gesagt, der Mann hat einen entsprechend hohen Wohnvorteil, weil er im eigenen Haus lebt und keine Miete zahlen muß.
Wäre die Frau mit ihrem Kind im Haus verblieben, müßte sie sich bei der Berechnung auch diesen Wohnvorteil anrechnen lassen und würde entsprechend weniger Unterhalt bekommen.

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28. Februar 2008 um 15:36
In Antwort auf ofi21

Wie...
...schon in dem anderen Posting geschrieben gibt es, wenn das Haus verkauft wird, die Möglichkeit, das der Mann dann die Differenz zurückgbekommt, die er mehr aufgewendet hat als seine Frau. Sie wird dann entsprechend weniger bekommen, was ja auch dann gerecht ist.

Es ist halt immer ein gewisses Risiko dabei, wenn man sich ein eigenes Haus anschafft und eine evtl. Trennung/Scheidung oder auch wenn z.B. einer arbeitslos oder arbeitsunfähig wird, sollte man berücksichtigen.

Und, seine Schulden spielen nunmal beim Kindesunterhalt keine Rolle und letztendlich macht das Sinn, denn das Kind ist da und muß versorgt werden, das hat der Gesetzgeber halt dabei berücksichtigt.
Denn wenn es nicht so wäre, was glaubst du wieviele Unterhaltspflichtige würden sich einfach mal Dinge, Häuser oder Autos usw.kaufen, nur um sich der Unterhaltspflicht zu entziehen.

Klar sind 612 Euro nicht annähernd genug um zu leben aber wie auch schon gesagt, der Mann hat einen entsprechend hohen Wohnvorteil, weil er im eigenen Haus lebt und keine Miete zahlen muß.
Wäre die Frau mit ihrem Kind im Haus verblieben, müßte sie sich bei der Berechnung auch diesen Wohnvorteil anrechnen lassen und würde entsprechend weniger Unterhalt bekommen.

@ofi21
Reale Einkünfte:

Hierzu zählen alle (Brutto-) Einkünfte aus

selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld, evtl. Überstundenvergütungen, Spesen
Zum Einkommen gehören auch Sachleistungen, die der Arbeitnehmer erhält, wie z.B. eine billige Werkswohnung, kostenloses oder verbilligtes Essen oder der Werkswagen, der auch privat benutzt werden darf. Dieses wird in Geld umgerechnet und hinzu addiert.

Abfindungen, in der Regel auf mehrere Jahre verteilt

Kapitaleinkünften,

Vermietung und Verpachtung,

Steuererstattungen

Sozialleistungen
Arbeitslosengeld und Krankengeld, Kurzarbeitergeld und Schlechtwettergeld
Arbeitslosengeld II, beim Unterhaltspflichtigen ja, beim Berechtigten kein Einkommen.
BAföG
Elterngeld wenn 300,- Euro monatlich überstiegen werden. 11 BEEG Bundeserziehungsgeldgesetz
Unfall- und Versorgungsrenten
Pflegeversicherung, sofern diese den Mehraufwand übersteigen

Zu anrechenbaren Einkünften zählen auch Einkünfte aus Nebentätigkeit. Wird allerdings neben einer normalen Vollzeitstelle noch eine Nebentätigkeit ausgeübt, um Schulden abzahlen zu können, so zählen die Nebeneinkünfte bis zur Höhe der monatlichen Schulden nicht mit.

Freiwillige Leistungen von Dritten wie z.B. Zahlungen oder Naturalleistungen von Eltern/Großeltern gehören nicht zum Einkommen, außer es besteht ein Anspruch auf solche Leistungen.

Zur Ermittlung der monatlichen Durchschnittseinkünfte werden in der Regel alle relevanten Einkünfte während der letzten 12 Monate zusammengezählt und durch 12 dividiert. Bei Selbstständigen sind die Einkünfte der letzten drei Jahre zugrunde zu legen.

-------------------------------------
Mietfreies Wohnen in der eigenen Eigentumswohnung oder im Eigenheim

Zahlt der Unterhaltsschuldner bzw. der Unterhaltsgläubiger in Wohneigentum(bzw. dem des Ehegatten), so dass er keine Miete zahlt, so wird die Differenz zwischen einer angemessenen Miete für diese Wohnung und den monatlichen Lasten (ohne verbrauchsabhängige Kosten) als Einkommen angerechnet.
Beispiel: Der Unterhaltsschuldner wohnt in einer Eigentumswohnung, die monatlichen Lasten (ohne verbrauchsabhängige Kosten) betragen 250,- Euro. Müsste er für diese Wohnung Miete zahlen, so würde diese monatlich 550,- Euro betragen. Er muss darum die Differenz zwischen der theoretischen Miete und den tatsächlichen Lasten, also 300,- Euro als fiktives Einkommen anrechnen lassen. Die Rechtsprechung zieht allerdings folgende Grenze: das fiktive Einkommen darf nur bis zu einer Höhe von 1/3 des tatsächlichen Einkommens bzw. des Unterhaltsanspruchs angerechnet werden. Würde in dem Beispiel also der Unterhaltsanspruch z.B. ohne Berücksichtigung des Mietvorteils 600,- Euro betragen. so kann nicht die gesamte fiktive Miete i.H.v. 300,- Euro als fiktives Einkommen des Unterhaltsberechtigten berücksichtigt werden, sondern nur 1/3 = 200,- Euro..

Für den Kindesunterhalt gilt: beim Unterhaltspflichtigen wird ein Mietvorteil angerechnet, allerdings nicht bei den Kindern, wenn sie - zusammen mit dem betreuenden Elternteil - in einem Eigenheim wohnen. In den Sätzen der Düsseldorfer Tabelle ist bereits berücksichtigt, dass die Kinder keine Miete zahlen müssen.

Lebt der Unterhaltsgläubiger mit anderen Personen zusammen (z.B. Kindern, Lebensgefährten), so ist sein Anteil an der Wohnungsfläche zu ermitteln. Von der Größe der Wohnung sind zunächst die Quadratmeter für diejenigen Zimmer abzuziehen, die die anderen Personen allein bewohnen, z.B. Kinderzimmer. Für den Unterhaltsgläubiger entfallen dann die von ihm selbst allein genutzten Wohnräume und anteilmäßig (nach Personen aufgeteilt) die gemeinsam genutzten Wohnräume. Beispiel: Die Wohnung ist 100 qm groß, der Ex-Ehegatte bewohnt sie mit zwei Kindern. Jedes hat ein eigenes Kinderzimmer á 12 qm, das Schlafzimmer ist 16 qm groß. Der Anteil der Frau ist also 16 qm plus ein Drittel der gemeinsam genutzten Fläche. Dieses errechnet sich so: 100 - (2 x 12) - 16 = 60 : 3 = 20. Der Ehegatte hat an der Wohnung also einen Anteil von (20+16=) 36 qm. Beträgt der qm-Preis 10,- Euro, so ist ihm ein fiktives Einkommen von 360,- Euro anzurechnen. Davon sind die Belastungen abzuziehen, die ebenfalls anteilmäßig umzulegen sind.

fiktive Einkünfte:

Wenn der Unterhaltsschuldner sich weigert eine Arbeit aufzunehmen obwohl durchaus ein Angebot besteht, kann ihm in dieser Höhe ein fiktives Einkommen angerechnet werden.

Auch bei anderen Einkommensarten ist eine fiktive Einkommensberechnung möglich. Beispiel: Der Unterhaltsgläubiger besitzt eine Eigentumswohnung, die er aber leer stehen lässt. Es werden ihm die evtl. erzielbaren Mieten als fiktives Einkommen angerechnet.

Anrechnungsfreie Teile des Einkommen:
Unter bestimmten Voraussetzungen können Teile des Einkommens unberücksichtigt bleiben = überobligatorisches Einkommen.
Besonders hohe Einkünfte. Es ist davon auszugehen, dass monatliche (Netto-) Einkünfte über 6.000,- Euro nicht vollständig für den laufenden Unterhalt ausgegeben werden, sondern dass ein Teil davon der Vermögensanlage dient. Der über 6.000,- Euro hinausgehende Teil wird darum regelmäßig nicht mitgerechnet. Derjenige Ehegatte, der trotzdem eine Anrechnung dieses Teils haben möchte, muss beweisen, dass während der Ehe auch der darüber hinausgehende Betrag für den laufenden Unterhalt ausgegeben wurden.
Bei überobligatorischer Tätigkeit werden Einkünfte nur teilweise angerechnet, meistens zur Hälfte. Beispiel: Die Ex-Frau betreut ein einjähriges Kind, sie ist also nicht zu einer Erwerbstätigkeit verpflichtet.

Abzugsfähig:

Abschreibungen

Berufsbedingte Aufwendungen wie Arbeitskleidung, Arbeitsmittel (Fachliteratur, Bürokosten etc.) Manche Leitlinien der Oberlandesgerichte verlangen eine konkrete Berechnung. Abzugsfähig sind u.a.: Arbeitskleidung, Arbeitsmittel, Beiträge zu Berufsverbänden, Gewerkschaftsbeitrag, Fahrtkosten (0,30 Euro pro gefahrenem km, bei hoher km-Leistung evtl. weniger), Gewerkschaftsbeitrag, Solidaritätszuschlag Andere Gerichte akzeptieren auch pauschal 5% des Nettoeinkommens, mind. 50,- Euro, höchstens 150,- Euro, bei Teilzeitarbeit entsprechend weniger, jedoch nicht bei Selbständigen.

Kindergarten-/Hortkosten in realistischer Höhe, wenn dadurch eine Berufstätigkeit oder teilweise Berufstätigkeit, des betreuenden Elternteils ermöglich wird.

Kindesunterhalt für gemeinsame Kinder kann beim Ehegattenunterhalt vom Einkommen abgezogen werden. Abgezogen wird nicht der Betrag, der sich nach Abzug des halben Kindergelds ergibt.

Sozialversicherungsabgaben:

Lohnsteuer usw., Anteil des Arbeitnehmers
bei Selbständigen: vergleichbare Beträge zu privaten Versicherungen bis 20% des Nettoeinkommens bzw. Beiträge zu Versorgungswerken
private Kranken-, Pflege- und Altersvorsorge ist bei der Bedarfsberechnung abzuziehen, soweit die Aufwendungen die bereits während der Ehe erfolgten

In den Leitlinien der einzelnen Oberlandesgerichte gibt es Unterschiede was in welcher Höhe anzuerkennen ist.


Einkommensveränderungen

- Kindesunterhalt: Ist immer auf das aktuelle Einkommen abgestellt, so wirken alle Einkommensveränderungen auf den Unterhalt aus. Bei einer Einkommensverringerung bzw. bei neuen Schulden ist aber immer zu prüfen, ob ein Verstoß gegen die Arbeitspflicht vorliegt oder ob neue Schulden akzeptabel sind.

- Ehegattenunterhalt: Einkommensveränderungen während der Trennung wirken sich auf die Unterhaltsberechnung aus, Einkommensveränderungen nach der Scheidung dagegen nicht. Davon gibt es Ausnahmen: Einkommensveränderungen während der Trennung bleiben unberücksichtigt, wenn sie entweder gerade auf der Trennung beruhen, also ohne Trennung nicht eingetreten wären, oder wenn sie unvorhersehbar waren. Einkommensveränderungen nach der Scheidung werden berücksichtigt, wenn es sich um vorhersehbare Einkommensentwicklungen handelt.

-------------------------------------

Fakt ist: er hat die Kosten im realen Leben zu tragen.... egal wie du rechnest, er wird nicht mehr in seinem Geldbeutel haben..

Fakt ist: 612 Euro sind zu wenig....

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28. Februar 2008 um 16:07
In Antwort auf naomh_12744558

@ofi21
Reale Einkünfte:

Hierzu zählen alle (Brutto-) Einkünfte aus

selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld, evtl. Überstundenvergütungen, Spesen
Zum Einkommen gehören auch Sachleistungen, die der Arbeitnehmer erhält, wie z.B. eine billige Werkswohnung, kostenloses oder verbilligtes Essen oder der Werkswagen, der auch privat benutzt werden darf. Dieses wird in Geld umgerechnet und hinzu addiert.

Abfindungen, in der Regel auf mehrere Jahre verteilt

Kapitaleinkünften,

Vermietung und Verpachtung,

Steuererstattungen

Sozialleistungen
Arbeitslosengeld und Krankengeld, Kurzarbeitergeld und Schlechtwettergeld
Arbeitslosengeld II, beim Unterhaltspflichtigen ja, beim Berechtigten kein Einkommen.
BAföG
Elterngeld wenn 300,- Euro monatlich überstiegen werden. 11 BEEG Bundeserziehungsgeldgesetz
Unfall- und Versorgungsrenten
Pflegeversicherung, sofern diese den Mehraufwand übersteigen

Zu anrechenbaren Einkünften zählen auch Einkünfte aus Nebentätigkeit. Wird allerdings neben einer normalen Vollzeitstelle noch eine Nebentätigkeit ausgeübt, um Schulden abzahlen zu können, so zählen die Nebeneinkünfte bis zur Höhe der monatlichen Schulden nicht mit.

Freiwillige Leistungen von Dritten wie z.B. Zahlungen oder Naturalleistungen von Eltern/Großeltern gehören nicht zum Einkommen, außer es besteht ein Anspruch auf solche Leistungen.

Zur Ermittlung der monatlichen Durchschnittseinkünfte werden in der Regel alle relevanten Einkünfte während der letzten 12 Monate zusammengezählt und durch 12 dividiert. Bei Selbstständigen sind die Einkünfte der letzten drei Jahre zugrunde zu legen.

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Mietfreies Wohnen in der eigenen Eigentumswohnung oder im Eigenheim

Zahlt der Unterhaltsschuldner bzw. der Unterhaltsgläubiger in Wohneigentum(bzw. dem des Ehegatten), so dass er keine Miete zahlt, so wird die Differenz zwischen einer angemessenen Miete für diese Wohnung und den monatlichen Lasten (ohne verbrauchsabhängige Kosten) als Einkommen angerechnet.
Beispiel: Der Unterhaltsschuldner wohnt in einer Eigentumswohnung, die monatlichen Lasten (ohne verbrauchsabhängige Kosten) betragen 250,- Euro. Müsste er für diese Wohnung Miete zahlen, so würde diese monatlich 550,- Euro betragen. Er muss darum die Differenz zwischen der theoretischen Miete und den tatsächlichen Lasten, also 300,- Euro als fiktives Einkommen anrechnen lassen. Die Rechtsprechung zieht allerdings folgende Grenze: das fiktive Einkommen darf nur bis zu einer Höhe von 1/3 des tatsächlichen Einkommens bzw. des Unterhaltsanspruchs angerechnet werden. Würde in dem Beispiel also der Unterhaltsanspruch z.B. ohne Berücksichtigung des Mietvorteils 600,- Euro betragen. so kann nicht die gesamte fiktive Miete i.H.v. 300,- Euro als fiktives Einkommen des Unterhaltsberechtigten berücksichtigt werden, sondern nur 1/3 = 200,- Euro..

Für den Kindesunterhalt gilt: beim Unterhaltspflichtigen wird ein Mietvorteil angerechnet, allerdings nicht bei den Kindern, wenn sie - zusammen mit dem betreuenden Elternteil - in einem Eigenheim wohnen. In den Sätzen der Düsseldorfer Tabelle ist bereits berücksichtigt, dass die Kinder keine Miete zahlen müssen.

Lebt der Unterhaltsgläubiger mit anderen Personen zusammen (z.B. Kindern, Lebensgefährten), so ist sein Anteil an der Wohnungsfläche zu ermitteln. Von der Größe der Wohnung sind zunächst die Quadratmeter für diejenigen Zimmer abzuziehen, die die anderen Personen allein bewohnen, z.B. Kinderzimmer. Für den Unterhaltsgläubiger entfallen dann die von ihm selbst allein genutzten Wohnräume und anteilmäßig (nach Personen aufgeteilt) die gemeinsam genutzten Wohnräume. Beispiel: Die Wohnung ist 100 qm groß, der Ex-Ehegatte bewohnt sie mit zwei Kindern. Jedes hat ein eigenes Kinderzimmer á 12 qm, das Schlafzimmer ist 16 qm groß. Der Anteil der Frau ist also 16 qm plus ein Drittel der gemeinsam genutzten Fläche. Dieses errechnet sich so: 100 - (2 x 12) - 16 = 60 : 3 = 20. Der Ehegatte hat an der Wohnung also einen Anteil von (20+16=) 36 qm. Beträgt der qm-Preis 10,- Euro, so ist ihm ein fiktives Einkommen von 360,- Euro anzurechnen. Davon sind die Belastungen abzuziehen, die ebenfalls anteilmäßig umzulegen sind.

fiktive Einkünfte:

Wenn der Unterhaltsschuldner sich weigert eine Arbeit aufzunehmen obwohl durchaus ein Angebot besteht, kann ihm in dieser Höhe ein fiktives Einkommen angerechnet werden.

Auch bei anderen Einkommensarten ist eine fiktive Einkommensberechnung möglich. Beispiel: Der Unterhaltsgläubiger besitzt eine Eigentumswohnung, die er aber leer stehen lässt. Es werden ihm die evtl. erzielbaren Mieten als fiktives Einkommen angerechnet.

Anrechnungsfreie Teile des Einkommen:
Unter bestimmten Voraussetzungen können Teile des Einkommens unberücksichtigt bleiben = überobligatorisches Einkommen.
Besonders hohe Einkünfte. Es ist davon auszugehen, dass monatliche (Netto-) Einkünfte über 6.000,- Euro nicht vollständig für den laufenden Unterhalt ausgegeben werden, sondern dass ein Teil davon der Vermögensanlage dient. Der über 6.000,- Euro hinausgehende Teil wird darum regelmäßig nicht mitgerechnet. Derjenige Ehegatte, der trotzdem eine Anrechnung dieses Teils haben möchte, muss beweisen, dass während der Ehe auch der darüber hinausgehende Betrag für den laufenden Unterhalt ausgegeben wurden.
Bei überobligatorischer Tätigkeit werden Einkünfte nur teilweise angerechnet, meistens zur Hälfte. Beispiel: Die Ex-Frau betreut ein einjähriges Kind, sie ist also nicht zu einer Erwerbstätigkeit verpflichtet.

Abzugsfähig:

Abschreibungen

Berufsbedingte Aufwendungen wie Arbeitskleidung, Arbeitsmittel (Fachliteratur, Bürokosten etc.) Manche Leitlinien der Oberlandesgerichte verlangen eine konkrete Berechnung. Abzugsfähig sind u.a.: Arbeitskleidung, Arbeitsmittel, Beiträge zu Berufsverbänden, Gewerkschaftsbeitrag, Fahrtkosten (0,30 Euro pro gefahrenem km, bei hoher km-Leistung evtl. weniger), Gewerkschaftsbeitrag, Solidaritätszuschlag Andere Gerichte akzeptieren auch pauschal 5% des Nettoeinkommens, mind. 50,- Euro, höchstens 150,- Euro, bei Teilzeitarbeit entsprechend weniger, jedoch nicht bei Selbständigen.

Kindergarten-/Hortkosten in realistischer Höhe, wenn dadurch eine Berufstätigkeit oder teilweise Berufstätigkeit, des betreuenden Elternteils ermöglich wird.

Kindesunterhalt für gemeinsame Kinder kann beim Ehegattenunterhalt vom Einkommen abgezogen werden. Abgezogen wird nicht der Betrag, der sich nach Abzug des halben Kindergelds ergibt.

Sozialversicherungsabgaben:

Lohnsteuer usw., Anteil des Arbeitnehmers
bei Selbständigen: vergleichbare Beträge zu privaten Versicherungen bis 20% des Nettoeinkommens bzw. Beiträge zu Versorgungswerken
private Kranken-, Pflege- und Altersvorsorge ist bei der Bedarfsberechnung abzuziehen, soweit die Aufwendungen die bereits während der Ehe erfolgten

In den Leitlinien der einzelnen Oberlandesgerichte gibt es Unterschiede was in welcher Höhe anzuerkennen ist.


Einkommensveränderungen

- Kindesunterhalt: Ist immer auf das aktuelle Einkommen abgestellt, so wirken alle Einkommensveränderungen auf den Unterhalt aus. Bei einer Einkommensverringerung bzw. bei neuen Schulden ist aber immer zu prüfen, ob ein Verstoß gegen die Arbeitspflicht vorliegt oder ob neue Schulden akzeptabel sind.

- Ehegattenunterhalt: Einkommensveränderungen während der Trennung wirken sich auf die Unterhaltsberechnung aus, Einkommensveränderungen nach der Scheidung dagegen nicht. Davon gibt es Ausnahmen: Einkommensveränderungen während der Trennung bleiben unberücksichtigt, wenn sie entweder gerade auf der Trennung beruhen, also ohne Trennung nicht eingetreten wären, oder wenn sie unvorhersehbar waren. Einkommensveränderungen nach der Scheidung werden berücksichtigt, wenn es sich um vorhersehbare Einkommensentwicklungen handelt.

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Fakt ist: er hat die Kosten im realen Leben zu tragen.... egal wie du rechnest, er wird nicht mehr in seinem Geldbeutel haben..

Fakt ist: 612 Euro sind zu wenig....

@saraa
....Fakt ist, das bei dir nehme ich es jedesfalls an und bei mir weiß ich es, wir beide keine Anwälte und expilzit keine Familienanwälte/Familienrichter sind. Da nützt es auch nichts, wenn ich hier die Düsseldorfer Tabelle oder sonstwelche Vorschriften rein kopiere, denn auch davon gibt es in Einzelfällen Ausnahmen.

Fakt ist, dasletztendlich ein Richter die Entscheidungen tifft, die in dem Fall angemessen sind.

UND, Fakt ist auch ein 12jähriger Junge braucht Essen, Kleidung, Schulbedarf und und und.

Fakt ist das BEIDE Elternteile ihren Betrag dazu leisten müssen, diesem 12jährigen Jungen zumind. seine Grundbedürfnisse zu erfüllen. Derjenige bei dem er lebt durch seine Versorgung und soweit es möglich ist auch finanziell und derjenige bei dem er nicht lebt durch entsprechende Geldleistungen.

Allerdings bringt es recht wenig und für den Jungen allemal nicht, wenn wir uns hier gegenseitig die Fakten um die Ohren hauen, denn wie gesagt ein Familienrichter trifft immer die letzte Entscheidung und bei dem lässt man sich in solchen Fällen per Anwalt vertreten und genau das sollte die Threadsschreiberin machen!

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28. Februar 2008 um 19:49

KU verweigern
Weil seine RAin meinem RA vorgerechnet hat das bei seinem Einkommen wenn er denn die Abträge fürs Haus davon abgezogen hat kein Geld mehr für Ku vorhanden ist sie sagt das dementsprechen auch nichts für Miete übrig wäre.Aber wie gesagt das ganze wird jetzt vom Gericht entschieden,da er auch nicht bereit ist meinem RA Kopien von den Unterlagen der Abträge fürs Haus zukommen zu lassen,da ich bei meinem Auszug nicht daran gedacht habe mir Kopien zu machen.Ich bin trotzdem der Meinung das er Ku zahlen muß denn der Sohn hat mit dem Haus nichts zu tun geschweige denn von unseren Schulden.

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26. März 2008 um 13:16
In Antwort auf sigrun_11915048

Kindesunterhalt verweigern
Guten Morgen,nein ich bin mit meinem Sohn ausgezogen.Mein Mann wohnt allein in dem Haus.

Ganz so einfach wird er sich nicht drücken können.
Hallo, erst einmal ein paar Fragen.
Sien die 950 Euro der Abtrag oder die gesamten "Betriebskosten" des Hauses? In seinem Selbstbehalt sind schon Kosten für Miete eingerechnet. Das wird auf alle Fälle als Wohnwertvorteil von den 950 Euro abgezogen.
Ich hab die Zahlen nicht mehr so ganz im Kopf.
Sein Verdienst rund 1800 Euro (war das Richtig?)
Davon werden rund 100 berufsbedingte Aufwendungen abgezogen, bleiben 1700 ziehen wir davon mal den Selbstbehalt von 900 Euro ab bleiben immer noch 800 übrig. Ziehen wir davon mal die 950 Abtrag (wenn wir ihm mal glauben) + einen Wohnwertvorteil von 300 also rund 650 ab blieben immer noch 150 für KU übrig.

Wie groß ist denn das Haus? Wie hoch ist der genaue Abtrag an die Bank?

Allerdings solltest du dich trotzdem schon mal mit dem Gedanken anfreunden länger Arbeiten zu gehen. Auch wenn du die 288 KU bekommst, wovon ich eigentlich ganz stark ausgehe. Leben könnt ihr davon auch nicht wirklich.

LG

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