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Kind ja/nein... Angst, falsche Entscheidung zu treffen

1. April um 12:17 Letzte Antwort: 8. April um 14:31

Hallo liebe Community,

ich versuche, mein Problem so kurz wie möglich zu beschreiben... wird aber sicher lang.

Fakten: Ich (29) lebe seit 5 Jahren mit meinem Verlobten (40) zusammen, er hat einen Sohn (11), der seit September auch komplett bei uns wohnt wegen der Schule etc. Ist nur an den Wochenenden bei der Mutter. Wir alle (inkl. Kindsmutter) haben ein gutes Verhältnis zueinander. Ich hatte mir vor 2 Jahren ausgemalt, ein eigenes Kind zu kriegen, mein Partner hatte nur Sorgen dass es uns dann finanziell nicht mehr so gut gehen würde wie jetzt. Da er schon einen Sohn hat, hat er selbst kein Bedürfnis mehr, ein Kind zu bekommen. Er ist sogar genervt von kleineren Kindern in der Familie, findet sie anstrengend und nervig. Er ist ein super toller Papa für seinen Sohn, sie haben viele Gemeinsamkeiten und sie sind ein Herz & eine Seele, aber Nerven für ein weiteres Kind hätte er wahrscheinlich nicht. Er sagt, es sei meine Entscheidung, aber er selber wäre eher dagegen. Eben weil er später nicht noch mit fast 60 einen Halbstarken zuhause haben wollen würde, sondern eher sein Alter und die Ruhe genießen möchte, wenn Kind-1 ausgezogen ist.

Ich sehe bei Freunden, die immer sagen, wie toll Kinder sind, dass es NUR Stress ist. Ich glaube manchmal, sie belügen sich selbst. Sie haben keine Zeit mehr für nichts. Haben dies und das und jenes wieder nicht geschafft. Ich höre nie, wie toll eine Situation grad ist, nur immer so allgemeine Aussagen, dass ein Kind ja sowas wundervolles und erfüllendes ist. Aber es scheint mir eher "ÜBERfüllend", als ERfüllend. Versteht ihr?

Ich sehe ja schon jeden Tag, wie es ist, ein Kind zu haben, ohne ein eigenes zu haben. Ich mache nach der Arbeit noch Schulsachen mit dem (nicht-mehr-ganz-so-)Kleinen, frage ihn ab, lerne mit ihm, mache die Brotzeit für den nächsten Tag, gehe mit ihm zum Friseur, kaufe neue Klamotten, plane die Urlaube nach den Ferien, ALLES! Weil sein Papa erst Abends nach Hause kommt und dann kocht und mit ihm eher schöen Sachen machen will. Versteh ich aber vollkommen. Also ich beschwere mich NICHT darüber, wie es ist. Ich sehe nur keine Zeit und keine Nerven für ein kleines, weiteres Kind. 

FAZIT: Ich habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, egal welche es sein wird. Ich tendiere eher dazu, kein Kind zu bekommen. Aber werd ich es dann bereuen? Wenn ich eins kriege, bereue ich es vielleicht auch! Man kann es nur falsch machen.

PS: Ja, ich bin mir bewusst, dass ein eigenes Kind nicht vergleichbar mit einem Stiefkind ist. Ebenso, dass bei einer Trennung (steht aber nicht zur Frage und bleibt hoffentlich so) ich danach erstmal völlig allein bin. Aber meine Tendenz ist eher dagegen, dennoch.

Und biiiiitte keine sinnbefreiten Kommentare wegen dem Altersunterschied. Es funktioniert bestens! Eine Wellenlänge in allen Bereichen außer vielleicht Kinderthema.

War / ist jemand in einer ähnlichen Situation?

Danke im Voraus

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Beste hilfreiche Antwort

1. April um 12:37
Beste Antwort

Ich kann deine Bedenken verstehen. Aber auch, wenn du dich gegen diese Gedanken wehrst (Trennung etc.), bleibt dennoch die Möglichkeit, dass dies eines Tages passieren könnte. Es ist nunmal nicht dein Kind. Dein Partner hat einen Sohn, der bereits ein gewisses Alter hat. Dementsprechend möchte er auch nicht wieder mit einem Säugling anfangen. Da kann ich ihn sogar verstehen. Aber du warst nicht von Anfang an dabei. Schwanger sein, das Kind gebären, erste Schritte und Worte mitbekommen etc. All das hast du nie mitgemacht.

Was wäre denn, wenn du einen Partner ohne Kind hättest? Wärst du dann auch so unsicher? Ich glaube es ehrlichgesagt nicht. Ich denke eher, dass wenn dein Partner ein Kind haben wollen würde, du auch nicht so unsicher wärst.
Ich habe sogar das Gefühl, du redest es dir selbst mies, indem du andere Familien vergleichst. Wer sagt denn, dass es bei euch genauso stressig ablaufen würde? Ich habe durchaus Freundinnen, die haben noch sehr viel Zeit neben ihren Kindern. Bei der einen merkt man nicht einmal, dass sie Kinder hat weil sie alles super unter einen Hut bekommt. Das kommt natürlich auch ganz auf das Kind an. Ein Schreikind nimmt dich als Mutter natürlich mehr ein, ganz klar. Aber nicht alle Kinder sind Schreikinder.

Denk mal darüber nach was wäre, wenn dein Partner ganz plötzlich einen starken Kinderwunsch hätte. Würdest du dich darüber freuen? Oder bist du dir nur so unsicher weil dein Partner nicht will. Diese Frage solltest du dir stellen.
Denn du wärst nicht die erste Frau, die wegen ihrem Mann auf eigene Kinder verzichtet und es dann Jahre später bereut.

 

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1. April um 12:24

Die Frage die du und er sich doch stellen solltet:

Wünscht ihr euch noch ein Kind? Oder du dir selber, ein eigenes?

Sowas kann man mMn nicht nur rational angehen. Entweder habe ich das Bedürfnis oder eben nicht.

Ich hab selber keine Kinder, noch nicht, dahingehend kann ich nicht großartig mitreden. Aber ich FÜHLE doch, ob ich ein eigenes Kind möchte, es ist doch ein Gefühl. Nur Finanzen, Zeit, Stress etc. aufzurechnen kann es doch nicht sein. Ihr kauft doch kein Auto...

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1. April um 12:37
Beste Antwort

Ich kann deine Bedenken verstehen. Aber auch, wenn du dich gegen diese Gedanken wehrst (Trennung etc.), bleibt dennoch die Möglichkeit, dass dies eines Tages passieren könnte. Es ist nunmal nicht dein Kind. Dein Partner hat einen Sohn, der bereits ein gewisses Alter hat. Dementsprechend möchte er auch nicht wieder mit einem Säugling anfangen. Da kann ich ihn sogar verstehen. Aber du warst nicht von Anfang an dabei. Schwanger sein, das Kind gebären, erste Schritte und Worte mitbekommen etc. All das hast du nie mitgemacht.

Was wäre denn, wenn du einen Partner ohne Kind hättest? Wärst du dann auch so unsicher? Ich glaube es ehrlichgesagt nicht. Ich denke eher, dass wenn dein Partner ein Kind haben wollen würde, du auch nicht so unsicher wärst.
Ich habe sogar das Gefühl, du redest es dir selbst mies, indem du andere Familien vergleichst. Wer sagt denn, dass es bei euch genauso stressig ablaufen würde? Ich habe durchaus Freundinnen, die haben noch sehr viel Zeit neben ihren Kindern. Bei der einen merkt man nicht einmal, dass sie Kinder hat weil sie alles super unter einen Hut bekommt. Das kommt natürlich auch ganz auf das Kind an. Ein Schreikind nimmt dich als Mutter natürlich mehr ein, ganz klar. Aber nicht alle Kinder sind Schreikinder.

Denk mal darüber nach was wäre, wenn dein Partner ganz plötzlich einen starken Kinderwunsch hätte. Würdest du dich darüber freuen? Oder bist du dir nur so unsicher weil dein Partner nicht will. Diese Frage solltest du dir stellen.
Denn du wärst nicht die erste Frau, die wegen ihrem Mann auf eigene Kinder verzichtet und es dann Jahre später bereut.

 

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1. April um 12:42
In Antwort auf frau_z_aus_b

Hallo liebe Community,

ich versuche, mein Problem so kurz wie möglich zu beschreiben... wird aber sicher lang.

Fakten: Ich (29) lebe seit 5 Jahren mit meinem Verlobten (40) zusammen, er hat einen Sohn (11), der seit September auch komplett bei uns wohnt wegen der Schule etc. Ist nur an den Wochenenden bei der Mutter. Wir alle (inkl. Kindsmutter) haben ein gutes Verhältnis zueinander. Ich hatte mir vor 2 Jahren ausgemalt, ein eigenes Kind zu kriegen, mein Partner hatte nur Sorgen dass es uns dann finanziell nicht mehr so gut gehen würde wie jetzt. Da er schon einen Sohn hat, hat er selbst kein Bedürfnis mehr, ein Kind zu bekommen. Er ist sogar genervt von kleineren Kindern in der Familie, findet sie anstrengend und nervig. Er ist ein super toller Papa für seinen Sohn, sie haben viele Gemeinsamkeiten und sie sind ein Herz & eine Seele, aber Nerven für ein weiteres Kind hätte er wahrscheinlich nicht. Er sagt, es sei meine Entscheidung, aber er selber wäre eher dagegen. Eben weil er später nicht noch mit fast 60 einen Halbstarken zuhause haben wollen würde, sondern eher sein Alter und die Ruhe genießen möchte, wenn Kind-1 ausgezogen ist.

Ich sehe bei Freunden, die immer sagen, wie toll Kinder sind, dass es NUR Stress ist. Ich glaube manchmal, sie belügen sich selbst. Sie haben keine Zeit mehr für nichts. Haben dies und das und jenes wieder nicht geschafft. Ich höre nie, wie toll eine Situation grad ist, nur immer so allgemeine Aussagen, dass ein Kind ja sowas wundervolles und erfüllendes ist. Aber es scheint mir eher "ÜBERfüllend", als ERfüllend. Versteht ihr?

Ich sehe ja schon jeden Tag, wie es ist, ein Kind zu haben, ohne ein eigenes zu haben. Ich mache nach der Arbeit noch Schulsachen mit dem (nicht-mehr-ganz-so-)Kleinen, frage ihn ab, lerne mit ihm, mache die Brotzeit für den nächsten Tag, gehe mit ihm zum Friseur, kaufe neue Klamotten, plane die Urlaube nach den Ferien, ALLES! Weil sein Papa erst Abends nach Hause kommt und dann kocht und mit ihm eher schöen Sachen machen will. Versteh ich aber vollkommen. Also ich beschwere mich NICHT darüber, wie es ist. Ich sehe nur keine Zeit und keine Nerven für ein kleines, weiteres Kind. 

FAZIT: Ich habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, egal welche es sein wird. Ich tendiere eher dazu, kein Kind zu bekommen. Aber werd ich es dann bereuen? Wenn ich eins kriege, bereue ich es vielleicht auch! Man kann es nur falsch machen.

PS: Ja, ich bin mir bewusst, dass ein eigenes Kind nicht vergleichbar mit einem Stiefkind ist. Ebenso, dass bei einer Trennung (steht aber nicht zur Frage und bleibt hoffentlich so) ich danach erstmal völlig allein bin. Aber meine Tendenz ist eher dagegen, dennoch.

Und biiiiitte keine sinnbefreiten Kommentare wegen dem Altersunterschied. Es funktioniert bestens! Eine Wellenlänge in allen Bereichen außer vielleicht Kinderthema.

War / ist jemand in einer ähnlichen Situation?

Danke im Voraus

Du musst überlegen, ob du das alleine schaffen kannst als alleinerziehende. Geh mal vom schlimmsten aus. 

Gut finde ich, dass er die Karten auf den Tisch legt. Er will keines und vermutlich wird er sich nicht liebevoll kümmern etc. Also ein Schuss in den Ofen. 

wenn du eine Familie willst, dann doch eher mit einem anderen.

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1. April um 12:42
In Antwort auf frau_z_aus_b

Hallo liebe Community,

ich versuche, mein Problem so kurz wie möglich zu beschreiben... wird aber sicher lang.

Fakten: Ich (29) lebe seit 5 Jahren mit meinem Verlobten (40) zusammen, er hat einen Sohn (11), der seit September auch komplett bei uns wohnt wegen der Schule etc. Ist nur an den Wochenenden bei der Mutter. Wir alle (inkl. Kindsmutter) haben ein gutes Verhältnis zueinander. Ich hatte mir vor 2 Jahren ausgemalt, ein eigenes Kind zu kriegen, mein Partner hatte nur Sorgen dass es uns dann finanziell nicht mehr so gut gehen würde wie jetzt. Da er schon einen Sohn hat, hat er selbst kein Bedürfnis mehr, ein Kind zu bekommen. Er ist sogar genervt von kleineren Kindern in der Familie, findet sie anstrengend und nervig. Er ist ein super toller Papa für seinen Sohn, sie haben viele Gemeinsamkeiten und sie sind ein Herz & eine Seele, aber Nerven für ein weiteres Kind hätte er wahrscheinlich nicht. Er sagt, es sei meine Entscheidung, aber er selber wäre eher dagegen. Eben weil er später nicht noch mit fast 60 einen Halbstarken zuhause haben wollen würde, sondern eher sein Alter und die Ruhe genießen möchte, wenn Kind-1 ausgezogen ist.

Ich sehe bei Freunden, die immer sagen, wie toll Kinder sind, dass es NUR Stress ist. Ich glaube manchmal, sie belügen sich selbst. Sie haben keine Zeit mehr für nichts. Haben dies und das und jenes wieder nicht geschafft. Ich höre nie, wie toll eine Situation grad ist, nur immer so allgemeine Aussagen, dass ein Kind ja sowas wundervolles und erfüllendes ist. Aber es scheint mir eher "ÜBERfüllend", als ERfüllend. Versteht ihr?

Ich sehe ja schon jeden Tag, wie es ist, ein Kind zu haben, ohne ein eigenes zu haben. Ich mache nach der Arbeit noch Schulsachen mit dem (nicht-mehr-ganz-so-)Kleinen, frage ihn ab, lerne mit ihm, mache die Brotzeit für den nächsten Tag, gehe mit ihm zum Friseur, kaufe neue Klamotten, plane die Urlaube nach den Ferien, ALLES! Weil sein Papa erst Abends nach Hause kommt und dann kocht und mit ihm eher schöen Sachen machen will. Versteh ich aber vollkommen. Also ich beschwere mich NICHT darüber, wie es ist. Ich sehe nur keine Zeit und keine Nerven für ein kleines, weiteres Kind. 

FAZIT: Ich habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, egal welche es sein wird. Ich tendiere eher dazu, kein Kind zu bekommen. Aber werd ich es dann bereuen? Wenn ich eins kriege, bereue ich es vielleicht auch! Man kann es nur falsch machen.

PS: Ja, ich bin mir bewusst, dass ein eigenes Kind nicht vergleichbar mit einem Stiefkind ist. Ebenso, dass bei einer Trennung (steht aber nicht zur Frage und bleibt hoffentlich so) ich danach erstmal völlig allein bin. Aber meine Tendenz ist eher dagegen, dennoch.

Und biiiiitte keine sinnbefreiten Kommentare wegen dem Altersunterschied. Es funktioniert bestens! Eine Wellenlänge in allen Bereichen außer vielleicht Kinderthema.

War / ist jemand in einer ähnlichen Situation?

Danke im Voraus

Du musst überlegen, ob du das alleine schaffen kannst als alleinerziehende. Geh mal vom schlimmsten aus. 

Gut finde ich, dass er die Karten auf den Tisch legt. Er will keines und vermutlich wird er sich nicht liebevoll kümmern etc. Also ein Schuss in den Ofen. 

wenn du eine Familie willst, dann doch eher mit einem anderen.

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1. April um 13:16
Beste Antwort
In Antwort auf frau_z_aus_b

Hallo liebe Community,

ich versuche, mein Problem so kurz wie möglich zu beschreiben... wird aber sicher lang.

Fakten: Ich (29) lebe seit 5 Jahren mit meinem Verlobten (40) zusammen, er hat einen Sohn (11), der seit September auch komplett bei uns wohnt wegen der Schule etc. Ist nur an den Wochenenden bei der Mutter. Wir alle (inkl. Kindsmutter) haben ein gutes Verhältnis zueinander. Ich hatte mir vor 2 Jahren ausgemalt, ein eigenes Kind zu kriegen, mein Partner hatte nur Sorgen dass es uns dann finanziell nicht mehr so gut gehen würde wie jetzt. Da er schon einen Sohn hat, hat er selbst kein Bedürfnis mehr, ein Kind zu bekommen. Er ist sogar genervt von kleineren Kindern in der Familie, findet sie anstrengend und nervig. Er ist ein super toller Papa für seinen Sohn, sie haben viele Gemeinsamkeiten und sie sind ein Herz & eine Seele, aber Nerven für ein weiteres Kind hätte er wahrscheinlich nicht. Er sagt, es sei meine Entscheidung, aber er selber wäre eher dagegen. Eben weil er später nicht noch mit fast 60 einen Halbstarken zuhause haben wollen würde, sondern eher sein Alter und die Ruhe genießen möchte, wenn Kind-1 ausgezogen ist.

Ich sehe bei Freunden, die immer sagen, wie toll Kinder sind, dass es NUR Stress ist. Ich glaube manchmal, sie belügen sich selbst. Sie haben keine Zeit mehr für nichts. Haben dies und das und jenes wieder nicht geschafft. Ich höre nie, wie toll eine Situation grad ist, nur immer so allgemeine Aussagen, dass ein Kind ja sowas wundervolles und erfüllendes ist. Aber es scheint mir eher "ÜBERfüllend", als ERfüllend. Versteht ihr?

Ich sehe ja schon jeden Tag, wie es ist, ein Kind zu haben, ohne ein eigenes zu haben. Ich mache nach der Arbeit noch Schulsachen mit dem (nicht-mehr-ganz-so-)Kleinen, frage ihn ab, lerne mit ihm, mache die Brotzeit für den nächsten Tag, gehe mit ihm zum Friseur, kaufe neue Klamotten, plane die Urlaube nach den Ferien, ALLES! Weil sein Papa erst Abends nach Hause kommt und dann kocht und mit ihm eher schöen Sachen machen will. Versteh ich aber vollkommen. Also ich beschwere mich NICHT darüber, wie es ist. Ich sehe nur keine Zeit und keine Nerven für ein kleines, weiteres Kind. 

FAZIT: Ich habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, egal welche es sein wird. Ich tendiere eher dazu, kein Kind zu bekommen. Aber werd ich es dann bereuen? Wenn ich eins kriege, bereue ich es vielleicht auch! Man kann es nur falsch machen.

PS: Ja, ich bin mir bewusst, dass ein eigenes Kind nicht vergleichbar mit einem Stiefkind ist. Ebenso, dass bei einer Trennung (steht aber nicht zur Frage und bleibt hoffentlich so) ich danach erstmal völlig allein bin. Aber meine Tendenz ist eher dagegen, dennoch.

Und biiiiitte keine sinnbefreiten Kommentare wegen dem Altersunterschied. Es funktioniert bestens! Eine Wellenlänge in allen Bereichen außer vielleicht Kinderthema.

War / ist jemand in einer ähnlichen Situation?

Danke im Voraus

Hi

Deine Frage kenne ich zu gut.. bin ein paar Jahre älter als du, so dass ich für mich diese Frage nun endlich beantworten musste, damit sie nicht ewig im Hinterkopf nagt.. 

Ich habe lange nachgedacht.. und bin zum klaren Entschluss gekommen, NEIN, ich will keine Kinder.. 

FÜR ein Kind habe ich nur egositische Gründe gefunden.. 
- ich möchte wissen, wie es ist Neues Leben entstehen zu lassen..
- ich möchte wissen, wie sich ein Kind entwickeln würde unter meiner Erziehung.. 

Ich bin aber definitiv nicht bereit für diese "Bedürfnissbefriedigung" 20 Jahre herzugeben!


Meisten Gründe hast du schon genannt.. 
Zudem verfällt die Ehe, dann eher in eine Kinder-Grosszieh-Gesellschaft und die Liebesbeziehung geht flöten.. daraus resultiert dann meist, dass der eine oder andere oder gleich beide sich die fehlene Aufmerksamkeit in Liebesdingen, anderweitig holt/holen.

Erlebe ich tagtäglich.. klar gibt es auch 100%in treue Eltern, aber die meisten sinds nicht. ..weil man sich im Verlauf des Lebens meist weiterentwickelt, aber selten gemeinsam.. Ein Kind, eine Familie hindert dich zwar nicht an der Weiterentwicklung, jedoch blockiert es dich wirklich Frei zu sein.. 

Weiterentwicklung, Freiheit und Unabhängigkeit sind für mich swhr wichtige Punkte ohne die ich früher oder später Depressiv werden würde.. 

Deshalb.. Nein, danke. 

Wenn sich mein Wunsch nach einem Kind ändern sollte, werde ich eins adoptieren.. Es gibt schon soviele Kinder auf der Welt, denen es schlecht geht.. Lieber ermögliche ich einen von denen ein gutes Leben, anstatt ein neues in diese Welt zu setzen.. 

Zudem bin ich schon manchmal genervt von meiner Katze, wenn sie, für mich Grundlos, rummauzt.. oder Dreck macht oder ich irgendwen orgsnisieren muss, der auf sie aufpasst, damit ich in den Urlaub kann.. 


Häufig wird ein Kinderwunsch durch die Gesellschaft implementiert.. Mann, Haus, Kind, Hund.. 

Distanziere dich mal von diesen Einflüssen und horche dann in dich hinein.. 

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1. April um 13:22
In Antwort auf lacaracol

Hi

Deine Frage kenne ich zu gut.. bin ein paar Jahre älter als du, so dass ich für mich diese Frage nun endlich beantworten musste, damit sie nicht ewig im Hinterkopf nagt.. 

Ich habe lange nachgedacht.. und bin zum klaren Entschluss gekommen, NEIN, ich will keine Kinder.. 

FÜR ein Kind habe ich nur egositische Gründe gefunden.. 
- ich möchte wissen, wie es ist Neues Leben entstehen zu lassen..
- ich möchte wissen, wie sich ein Kind entwickeln würde unter meiner Erziehung.. 

Ich bin aber definitiv nicht bereit für diese "Bedürfnissbefriedigung" 20 Jahre herzugeben!


Meisten Gründe hast du schon genannt.. 
Zudem verfällt die Ehe, dann eher in eine Kinder-Grosszieh-Gesellschaft und die Liebesbeziehung geht flöten.. daraus resultiert dann meist, dass der eine oder andere oder gleich beide sich die fehlene Aufmerksamkeit in Liebesdingen, anderweitig holt/holen.

Erlebe ich tagtäglich.. klar gibt es auch 100%in treue Eltern, aber die meisten sinds nicht. ..weil man sich im Verlauf des Lebens meist weiterentwickelt, aber selten gemeinsam.. Ein Kind, eine Familie hindert dich zwar nicht an der Weiterentwicklung, jedoch blockiert es dich wirklich Frei zu sein.. 

Weiterentwicklung, Freiheit und Unabhängigkeit sind für mich swhr wichtige Punkte ohne die ich früher oder später Depressiv werden würde.. 

Deshalb.. Nein, danke. 

Wenn sich mein Wunsch nach einem Kind ändern sollte, werde ich eins adoptieren.. Es gibt schon soviele Kinder auf der Welt, denen es schlecht geht.. Lieber ermögliche ich einen von denen ein gutes Leben, anstatt ein neues in diese Welt zu setzen.. 

Zudem bin ich schon manchmal genervt von meiner Katze, wenn sie, für mich Grundlos, rummauzt.. oder Dreck macht oder ich irgendwen orgsnisieren muss, der auf sie aufpasst, damit ich in den Urlaub kann.. 


Häufig wird ein Kinderwunsch durch die Gesellschaft implementiert.. Mann, Haus, Kind, Hund.. 

Distanziere dich mal von diesen Einflüssen und horche dann in dich hinein.. 

Auch grosse Verbundenheit zum Partner verursach Kinderwünsche.. 

Das hat aber wenig mit "Ich wünsche mir von Herzen ein Kind" zu tun.. sondern viel mehr "Ich möchte eine Ehe / ein Kind mit ihm, damit wir noch inniger sind." 

Das basiert aber nur auf Hormonen / Momenten.. und ist nicht von Dauer..

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1. April um 13:27
In Antwort auf maite_18422897

Ich kann deine Bedenken verstehen. Aber auch, wenn du dich gegen diese Gedanken wehrst (Trennung etc.), bleibt dennoch die Möglichkeit, dass dies eines Tages passieren könnte. Es ist nunmal nicht dein Kind. Dein Partner hat einen Sohn, der bereits ein gewisses Alter hat. Dementsprechend möchte er auch nicht wieder mit einem Säugling anfangen. Da kann ich ihn sogar verstehen. Aber du warst nicht von Anfang an dabei. Schwanger sein, das Kind gebären, erste Schritte und Worte mitbekommen etc. All das hast du nie mitgemacht.

Was wäre denn, wenn du einen Partner ohne Kind hättest? Wärst du dann auch so unsicher? Ich glaube es ehrlichgesagt nicht. Ich denke eher, dass wenn dein Partner ein Kind haben wollen würde, du auch nicht so unsicher wärst.
Ich habe sogar das Gefühl, du redest es dir selbst mies, indem du andere Familien vergleichst. Wer sagt denn, dass es bei euch genauso stressig ablaufen würde? Ich habe durchaus Freundinnen, die haben noch sehr viel Zeit neben ihren Kindern. Bei der einen merkt man nicht einmal, dass sie Kinder hat weil sie alles super unter einen Hut bekommt. Das kommt natürlich auch ganz auf das Kind an. Ein Schreikind nimmt dich als Mutter natürlich mehr ein, ganz klar. Aber nicht alle Kinder sind Schreikinder.

Denk mal darüber nach was wäre, wenn dein Partner ganz plötzlich einen starken Kinderwunsch hätte. Würdest du dich darüber freuen? Oder bist du dir nur so unsicher weil dein Partner nicht will. Diese Frage solltest du dir stellen.
Denn du wärst nicht die erste Frau, die wegen ihrem Mann auf eigene Kinder verzichtet und es dann Jahre später bereut.

 

Natürlich freut sich Mann/Frau darüber, wwnn der Partner einem sagt, dass er ein Kind mit mir möchte.. 

Das ist das Grösste Kompliment überhaupt! Verfälscht aber den eigenen Kinderwunsch.. man ist sozusagen geblendet von diesem Kompliment und zieht dann plötzlich in Erwägung.. 

alles sehr romantisch, ja.. aber man ist nicht für immer geblendet.. das Kind und somit die Aufgabe bleibt für IMMER.. 

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1. April um 13:37
Beste Antwort
In Antwort auf lacaracol

Hi

Deine Frage kenne ich zu gut.. bin ein paar Jahre älter als du, so dass ich für mich diese Frage nun endlich beantworten musste, damit sie nicht ewig im Hinterkopf nagt.. 

Ich habe lange nachgedacht.. und bin zum klaren Entschluss gekommen, NEIN, ich will keine Kinder.. 

FÜR ein Kind habe ich nur egositische Gründe gefunden.. 
- ich möchte wissen, wie es ist Neues Leben entstehen zu lassen..
- ich möchte wissen, wie sich ein Kind entwickeln würde unter meiner Erziehung.. 

Ich bin aber definitiv nicht bereit für diese "Bedürfnissbefriedigung" 20 Jahre herzugeben!


Meisten Gründe hast du schon genannt.. 
Zudem verfällt die Ehe, dann eher in eine Kinder-Grosszieh-Gesellschaft und die Liebesbeziehung geht flöten.. daraus resultiert dann meist, dass der eine oder andere oder gleich beide sich die fehlene Aufmerksamkeit in Liebesdingen, anderweitig holt/holen.

Erlebe ich tagtäglich.. klar gibt es auch 100%in treue Eltern, aber die meisten sinds nicht. ..weil man sich im Verlauf des Lebens meist weiterentwickelt, aber selten gemeinsam.. Ein Kind, eine Familie hindert dich zwar nicht an der Weiterentwicklung, jedoch blockiert es dich wirklich Frei zu sein.. 

Weiterentwicklung, Freiheit und Unabhängigkeit sind für mich swhr wichtige Punkte ohne die ich früher oder später Depressiv werden würde.. 

Deshalb.. Nein, danke. 

Wenn sich mein Wunsch nach einem Kind ändern sollte, werde ich eins adoptieren.. Es gibt schon soviele Kinder auf der Welt, denen es schlecht geht.. Lieber ermögliche ich einen von denen ein gutes Leben, anstatt ein neues in diese Welt zu setzen.. 

Zudem bin ich schon manchmal genervt von meiner Katze, wenn sie, für mich Grundlos, rummauzt.. oder Dreck macht oder ich irgendwen orgsnisieren muss, der auf sie aufpasst, damit ich in den Urlaub kann.. 


Häufig wird ein Kinderwunsch durch die Gesellschaft implementiert.. Mann, Haus, Kind, Hund.. 

Distanziere dich mal von diesen Einflüssen und horche dann in dich hinein.. 

Was für ein treffender Beitrag . Endlich mal ehrliche Worte. 

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1. April um 13:54
In Antwort auf frau_z_aus_b

Hallo liebe Community,

ich versuche, mein Problem so kurz wie möglich zu beschreiben... wird aber sicher lang.

Fakten: Ich (29) lebe seit 5 Jahren mit meinem Verlobten (40) zusammen, er hat einen Sohn (11), der seit September auch komplett bei uns wohnt wegen der Schule etc. Ist nur an den Wochenenden bei der Mutter. Wir alle (inkl. Kindsmutter) haben ein gutes Verhältnis zueinander. Ich hatte mir vor 2 Jahren ausgemalt, ein eigenes Kind zu kriegen, mein Partner hatte nur Sorgen dass es uns dann finanziell nicht mehr so gut gehen würde wie jetzt. Da er schon einen Sohn hat, hat er selbst kein Bedürfnis mehr, ein Kind zu bekommen. Er ist sogar genervt von kleineren Kindern in der Familie, findet sie anstrengend und nervig. Er ist ein super toller Papa für seinen Sohn, sie haben viele Gemeinsamkeiten und sie sind ein Herz & eine Seele, aber Nerven für ein weiteres Kind hätte er wahrscheinlich nicht. Er sagt, es sei meine Entscheidung, aber er selber wäre eher dagegen. Eben weil er später nicht noch mit fast 60 einen Halbstarken zuhause haben wollen würde, sondern eher sein Alter und die Ruhe genießen möchte, wenn Kind-1 ausgezogen ist.

Ich sehe bei Freunden, die immer sagen, wie toll Kinder sind, dass es NUR Stress ist. Ich glaube manchmal, sie belügen sich selbst. Sie haben keine Zeit mehr für nichts. Haben dies und das und jenes wieder nicht geschafft. Ich höre nie, wie toll eine Situation grad ist, nur immer so allgemeine Aussagen, dass ein Kind ja sowas wundervolles und erfüllendes ist. Aber es scheint mir eher "ÜBERfüllend", als ERfüllend. Versteht ihr?

Ich sehe ja schon jeden Tag, wie es ist, ein Kind zu haben, ohne ein eigenes zu haben. Ich mache nach der Arbeit noch Schulsachen mit dem (nicht-mehr-ganz-so-)Kleinen, frage ihn ab, lerne mit ihm, mache die Brotzeit für den nächsten Tag, gehe mit ihm zum Friseur, kaufe neue Klamotten, plane die Urlaube nach den Ferien, ALLES! Weil sein Papa erst Abends nach Hause kommt und dann kocht und mit ihm eher schöen Sachen machen will. Versteh ich aber vollkommen. Also ich beschwere mich NICHT darüber, wie es ist. Ich sehe nur keine Zeit und keine Nerven für ein kleines, weiteres Kind. 

FAZIT: Ich habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, egal welche es sein wird. Ich tendiere eher dazu, kein Kind zu bekommen. Aber werd ich es dann bereuen? Wenn ich eins kriege, bereue ich es vielleicht auch! Man kann es nur falsch machen.

PS: Ja, ich bin mir bewusst, dass ein eigenes Kind nicht vergleichbar mit einem Stiefkind ist. Ebenso, dass bei einer Trennung (steht aber nicht zur Frage und bleibt hoffentlich so) ich danach erstmal völlig allein bin. Aber meine Tendenz ist eher dagegen, dennoch.

Und biiiiitte keine sinnbefreiten Kommentare wegen dem Altersunterschied. Es funktioniert bestens! Eine Wellenlänge in allen Bereichen außer vielleicht Kinderthema.

War / ist jemand in einer ähnlichen Situation?

Danke im Voraus

Das hört sich ganz stark danach an, als wünschtest du dir ein Kind. Du redest es dir schlecht, versuchst es dir selber auszureden... Selbst dieses Verhalten spricht dafür, dass du es dir so sehr wünschst. Wenn ich etwas nicht will, dann mache ich mich auch keine Gedanken darüber. Keine Pro- und auch keine Contraliste. Jede Art der Beschäftigung mit dem Thema spricht dafür, dass du es möchtest. Auch die Lange deines Threads spricht dafür, dass du es möchtest. Unbedingt.

Belüg dich nicht selbst. Du wirst es bereuen. Stehe zu deinem Kinderwunsch. Bekomme es. Sonst wirst du dein Leben lang darüber nachdenken.

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1. April um 14:21
Beste Antwort

Ja, lacarcols Beiträge sind hervorragende Denkanstöße, finde ich auch.

Meine Meinung:
Wenn Du Dich schon fragst, ob Du ein Kind haben möchtest oder nicht, Dir also unsicher bist, dann lass es. Ohne ausgeprägten Kinderwunsch ein Kind zu zeugen nur aus dem Gefühl heraus, das später vielleicht zu bereuen, halte ich für falsch.

Zudem: wenn man eine Familie gründet (oder wie in eurem Fall erweitert), dann müssen beide Partner das mittragen. Dein Verlobter hat eine klare Position gegen ein weiteres Kind, würde - so klingt es - aber Deinem Herzenswunsch entsprechen, noch ein Kind mit Dir zu bekommen. Allerdings sind das keine günstigen Voraussetzungen. Ich kenne Deinen Verlobten nicht, aber wenn er schon eine inner Abwehrhaltung hat, könnte es passieren, dass dann mehr an Dir hängen bleibt und wenn es dann nicht läuft, dass er Dir die Verantwortung zuweist. Das müsste nicht mal offen so sein, aber vielleicht unbewusst. Deshalb ist es notwendig, dass er den Kinderwunsch genauso hat wie Du!

Ich habe selbst drei Kinder und kann Dir folgendes bestätigen: Kinder sind etwas Wundervolles! Diese abstrakte Aussage trifft zu. Man ist erfüllt von Liebe und unendlich dankbar, dass man sie hat. Aber - und das ist ein großes Dilemma in unserer Gesellschaft, weil es für die meisten ein Tabuthema ist - es ist nicht so, dass man durch die Kinder zwangsläufig ein glücklicheres Leben führt als vorher, im Gegenteil. Ich muss Dir ganz ehrlich sagen: mein Alltag, meine Partnerschaft (bzw. mittlerweile Ex-Partnerschaft), mein Leben vor den Kindern war insgesamt schöner. Das tut weh, sich das einzugestehen, weil man sofort ein schlechtes Gewissen gegenüber seinen Kindern hat, aber es ist einfach nichts als die ungeschminkte Wahrheit. Jedenfalls bei mir. Und ich hatte sogar einen ganz ausgeprägten Kinderwunsch. Hätte sich dieser nicht erfüllt, wäre ich unglücklich gewesen. Es kann eine gefährliche Illusion sein, wenn man glaubt, dass ein Kind zwangsläufig das Leben "verschönert". Bestimmte Aspekte ja, aber viele Bereiche eben nicht. In den ersten Jahren war ich im Grunde permanent am Limit und das Auseinanderleben von meiner Ex-Frau und mir wurde dadurcht noch begünstigt und beschleunigt, weil die Beziehungsebene komplett ersetzt wurde durch die Elternebene (das muss nicht so sein und dafür ist man selbst verantwortlich, bei uns ist es aber passiert und wir waren nicht reif genug, das zu erkennen ehe es zu spät war).

In meinem Umfeld ist es so, dass alle ihre Kinder lieben, aber keiner wirklich zugibt, dass der Zufriedenheitspegel vor den Kindern höher stand. Obwohl ich überzeugt bin, dass es in vielen Fällen genauso ist. Natürlich nicht in allen Fällen, klar. Gibt auch schöne Beispiele von Familien, in denen es einfach flutscht. Aber das ist eher die Ausnahme. Und Voraussetzung dafür ist, dass beide Elternteile an einem Strang ziehen, sich unterstützen und dabei sich als Paar nicht vergessen. Kinder bedeuten sehr große Einschränkungen. Das ist einem vorher theoretisch bewusst, aber wenn man es über mehr als 10 Jahre oder noch länger LEBT, ist es etwas ganz anderes.

Wobei ich noch ergänzen möchte, dass sich das mit zunehmender Zeit deutlich verlagert. Je älter und selbstständiger die Kinder werden, desto mehr erhält man seine eigene Selbstbestimmtheit zurück. Und ich glaube schon, dass die Zufriedenheit später im Alter deutlich größer sein kann mit Kindern als ohne.

Ich will nun kein Plädoyer gegen Kinder halten, ganz im Gegenteil! Ich möchte nur dafür sensibilisieren, dass es eben kein reines Honigschlecken ist. Nur wer eigene Kinder hat, kann sich das annähernd vorstellen. Ganz entscheidend ist: der Wunsch muss sehr ausgeprägt sein, dann kommt man mit den ganzen Umständen auch besser zurecht.

Wenn Du also keinen ausgeprägten Kinderwunsch hast, empfehle ich Dir, das Leben wie Du es jetzt lebst, zu geniessen. Du würdest erst etwas verpassen, wenn der Wunsch in Dir wächst. Und dann wärst Du auch gefestigt genug, die Einschränkungen die ein Kind mit sich bringt, zu bewältigen.

Das ist aber nur meine sehr persönliche Sichtweise und deckt sich sicher nicht mit den Meinungen vieler anderer. Vielleicht kannst Du ja aber irgendetwas für Dich aus meiner Antwort rausziehen.

 

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1. April um 14:26
Beste Antwort
In Antwort auf user498995051

Das hört sich ganz stark danach an, als wünschtest du dir ein Kind. Du redest es dir schlecht, versuchst es dir selber auszureden... Selbst dieses Verhalten spricht dafür, dass du es dir so sehr wünschst. Wenn ich etwas nicht will, dann mache ich mich auch keine Gedanken darüber. Keine Pro- und auch keine Contraliste. Jede Art der Beschäftigung mit dem Thema spricht dafür, dass du es möchtest. Auch die Lange deines Threads spricht dafür, dass du es möchtest. Unbedingt.

Belüg dich nicht selbst. Du wirst es bereuen. Stehe zu deinem Kinderwunsch. Bekomme es. Sonst wirst du dein Leben lang darüber nachdenken.

Quatsch. Was ich rauslese ist: Was wäre, wenn ich es später bereue? Das ist absolut kein konkreter Kindeswunsch. Der würde sich so äußern:
Ich will unbedingt ein eigenes Kind haben, habe das Bedürfnis danach, für ein kleines Lebewesen varantwortlich zu sein, will meine Werte weitergeben, es anwachsen sehen, will eine Mutter sein, ohne Kind, würde mir etwas fehlen und so weiter.

Aber nicht: hm, ich bin mir jetzt gar nicht sicher, ob ich den Wunsch habe. Außerdem will mein Partner keines, aber vielleicht verpasse ich etwas.

Jemand mit Kinderwunsch ist NICHT unsicher! Sobald Unsicherheit vorliegt, liegt kein Kinderwunsch vor. Das ist eine viel zu wichtige und weitreichende Entscheidung, als dass man in dieser Frage unsicher sein dürfte!

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1. April um 14:26
In Antwort auf frau_z_aus_b

Hallo liebe Community,

ich versuche, mein Problem so kurz wie möglich zu beschreiben... wird aber sicher lang.

Fakten: Ich (29) lebe seit 5 Jahren mit meinem Verlobten (40) zusammen, er hat einen Sohn (11), der seit September auch komplett bei uns wohnt wegen der Schule etc. Ist nur an den Wochenenden bei der Mutter. Wir alle (inkl. Kindsmutter) haben ein gutes Verhältnis zueinander. Ich hatte mir vor 2 Jahren ausgemalt, ein eigenes Kind zu kriegen, mein Partner hatte nur Sorgen dass es uns dann finanziell nicht mehr so gut gehen würde wie jetzt. Da er schon einen Sohn hat, hat er selbst kein Bedürfnis mehr, ein Kind zu bekommen. Er ist sogar genervt von kleineren Kindern in der Familie, findet sie anstrengend und nervig. Er ist ein super toller Papa für seinen Sohn, sie haben viele Gemeinsamkeiten und sie sind ein Herz & eine Seele, aber Nerven für ein weiteres Kind hätte er wahrscheinlich nicht. Er sagt, es sei meine Entscheidung, aber er selber wäre eher dagegen. Eben weil er später nicht noch mit fast 60 einen Halbstarken zuhause haben wollen würde, sondern eher sein Alter und die Ruhe genießen möchte, wenn Kind-1 ausgezogen ist.

Ich sehe bei Freunden, die immer sagen, wie toll Kinder sind, dass es NUR Stress ist. Ich glaube manchmal, sie belügen sich selbst. Sie haben keine Zeit mehr für nichts. Haben dies und das und jenes wieder nicht geschafft. Ich höre nie, wie toll eine Situation grad ist, nur immer so allgemeine Aussagen, dass ein Kind ja sowas wundervolles und erfüllendes ist. Aber es scheint mir eher "ÜBERfüllend", als ERfüllend. Versteht ihr?

Ich sehe ja schon jeden Tag, wie es ist, ein Kind zu haben, ohne ein eigenes zu haben. Ich mache nach der Arbeit noch Schulsachen mit dem (nicht-mehr-ganz-so-)Kleinen, frage ihn ab, lerne mit ihm, mache die Brotzeit für den nächsten Tag, gehe mit ihm zum Friseur, kaufe neue Klamotten, plane die Urlaube nach den Ferien, ALLES! Weil sein Papa erst Abends nach Hause kommt und dann kocht und mit ihm eher schöen Sachen machen will. Versteh ich aber vollkommen. Also ich beschwere mich NICHT darüber, wie es ist. Ich sehe nur keine Zeit und keine Nerven für ein kleines, weiteres Kind. 

FAZIT: Ich habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, egal welche es sein wird. Ich tendiere eher dazu, kein Kind zu bekommen. Aber werd ich es dann bereuen? Wenn ich eins kriege, bereue ich es vielleicht auch! Man kann es nur falsch machen.

PS: Ja, ich bin mir bewusst, dass ein eigenes Kind nicht vergleichbar mit einem Stiefkind ist. Ebenso, dass bei einer Trennung (steht aber nicht zur Frage und bleibt hoffentlich so) ich danach erstmal völlig allein bin. Aber meine Tendenz ist eher dagegen, dennoch.

Und biiiiitte keine sinnbefreiten Kommentare wegen dem Altersunterschied. Es funktioniert bestens! Eine Wellenlänge in allen Bereichen außer vielleicht Kinderthema.

War / ist jemand in einer ähnlichen Situation?

Danke im Voraus

Tach, Frau z. aus b,


Die Antwort ob du ein Kind bekommen sollst, lautet JA, falls du dir eines wünschst und NEIN für den anderen Fall. Es gibt keine Schnittmenge und keine Kompromisse.

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1. April um 15:48
Beste Antwort
In Antwort auf frau_z_aus_b

Hallo liebe Community,

ich versuche, mein Problem so kurz wie möglich zu beschreiben... wird aber sicher lang.

Fakten: Ich (29) lebe seit 5 Jahren mit meinem Verlobten (40) zusammen, er hat einen Sohn (11), der seit September auch komplett bei uns wohnt wegen der Schule etc. Ist nur an den Wochenenden bei der Mutter. Wir alle (inkl. Kindsmutter) haben ein gutes Verhältnis zueinander. Ich hatte mir vor 2 Jahren ausgemalt, ein eigenes Kind zu kriegen, mein Partner hatte nur Sorgen dass es uns dann finanziell nicht mehr so gut gehen würde wie jetzt. Da er schon einen Sohn hat, hat er selbst kein Bedürfnis mehr, ein Kind zu bekommen. Er ist sogar genervt von kleineren Kindern in der Familie, findet sie anstrengend und nervig. Er ist ein super toller Papa für seinen Sohn, sie haben viele Gemeinsamkeiten und sie sind ein Herz & eine Seele, aber Nerven für ein weiteres Kind hätte er wahrscheinlich nicht. Er sagt, es sei meine Entscheidung, aber er selber wäre eher dagegen. Eben weil er später nicht noch mit fast 60 einen Halbstarken zuhause haben wollen würde, sondern eher sein Alter und die Ruhe genießen möchte, wenn Kind-1 ausgezogen ist.

Ich sehe bei Freunden, die immer sagen, wie toll Kinder sind, dass es NUR Stress ist. Ich glaube manchmal, sie belügen sich selbst. Sie haben keine Zeit mehr für nichts. Haben dies und das und jenes wieder nicht geschafft. Ich höre nie, wie toll eine Situation grad ist, nur immer so allgemeine Aussagen, dass ein Kind ja sowas wundervolles und erfüllendes ist. Aber es scheint mir eher "ÜBERfüllend", als ERfüllend. Versteht ihr?

Ich sehe ja schon jeden Tag, wie es ist, ein Kind zu haben, ohne ein eigenes zu haben. Ich mache nach der Arbeit noch Schulsachen mit dem (nicht-mehr-ganz-so-)Kleinen, frage ihn ab, lerne mit ihm, mache die Brotzeit für den nächsten Tag, gehe mit ihm zum Friseur, kaufe neue Klamotten, plane die Urlaube nach den Ferien, ALLES! Weil sein Papa erst Abends nach Hause kommt und dann kocht und mit ihm eher schöen Sachen machen will. Versteh ich aber vollkommen. Also ich beschwere mich NICHT darüber, wie es ist. Ich sehe nur keine Zeit und keine Nerven für ein kleines, weiteres Kind. 

FAZIT: Ich habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, egal welche es sein wird. Ich tendiere eher dazu, kein Kind zu bekommen. Aber werd ich es dann bereuen? Wenn ich eins kriege, bereue ich es vielleicht auch! Man kann es nur falsch machen.

PS: Ja, ich bin mir bewusst, dass ein eigenes Kind nicht vergleichbar mit einem Stiefkind ist. Ebenso, dass bei einer Trennung (steht aber nicht zur Frage und bleibt hoffentlich so) ich danach erstmal völlig allein bin. Aber meine Tendenz ist eher dagegen, dennoch.

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Danke im Voraus

Was ich gelernt habe ist, dass man zu 100 % hinter dieser Entscheidung stehen muss. Man muss es zu 100 % wollen und sich zu 100 % klar machen, dass man zurückstecken muss. Ich fürchte dein Mann wird das nicht können, weil er nämlich keines mehr möchte, zumindest kein so junges.

Habt ihr denn schon mal über die Adoption eines älteren Kindes nachgedacht? Vielleicht wäre das ja eine Alternative. Aber wenn nicht beide es zu 100 % wollen, würde ich immer davon abraten... 

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7. April um 9:14
In Antwort auf frau_z_aus_b

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Ich sehe bei Freunden, die immer sagen, wie toll Kinder sind, dass es NUR Stress ist. Ich glaube manchmal, sie belügen sich selbst. Sie haben keine Zeit mehr für nichts. Haben dies und das und jenes wieder nicht geschafft. Ich höre nie, wie toll eine Situation grad ist, nur immer so allgemeine Aussagen, dass ein Kind ja sowas wundervolles und erfüllendes ist. Aber es scheint mir eher "ÜBERfüllend", als ERfüllend. Versteht ihr?

Ich sehe ja schon jeden Tag, wie es ist, ein Kind zu haben, ohne ein eigenes zu haben. Ich mache nach der Arbeit noch Schulsachen mit dem (nicht-mehr-ganz-so-)Kleinen, frage ihn ab, lerne mit ihm, mache die Brotzeit für den nächsten Tag, gehe mit ihm zum Friseur, kaufe neue Klamotten, plane die Urlaube nach den Ferien, ALLES! Weil sein Papa erst Abends nach Hause kommt und dann kocht und mit ihm eher schöen Sachen machen will. Versteh ich aber vollkommen. Also ich beschwere mich NICHT darüber, wie es ist. Ich sehe nur keine Zeit und keine Nerven für ein kleines, weiteres Kind. 

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PS: Ja, ich bin mir bewusst, dass ein eigenes Kind nicht vergleichbar mit einem Stiefkind ist. Ebenso, dass bei einer Trennung (steht aber nicht zur Frage und bleibt hoffentlich so) ich danach erstmal völlig allein bin. Aber meine Tendenz ist eher dagegen, dennoch.

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7. April um 11:48
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Fakten: Ich (29) lebe seit 5 Jahren mit meinem Verlobten (40) zusammen, er hat einen Sohn (11), der seit September auch komplett bei uns wohnt wegen der Schule etc. Ist nur an den Wochenenden bei der Mutter. Wir alle (inkl. Kindsmutter) haben ein gutes Verhältnis zueinander. Ich hatte mir vor 2 Jahren ausgemalt, ein eigenes Kind zu kriegen, mein Partner hatte nur Sorgen dass es uns dann finanziell nicht mehr so gut gehen würde wie jetzt. Da er schon einen Sohn hat, hat er selbst kein Bedürfnis mehr, ein Kind zu bekommen. Er ist sogar genervt von kleineren Kindern in der Familie, findet sie anstrengend und nervig. Er ist ein super toller Papa für seinen Sohn, sie haben viele Gemeinsamkeiten und sie sind ein Herz & eine Seele, aber Nerven für ein weiteres Kind hätte er wahrscheinlich nicht. Er sagt, es sei meine Entscheidung, aber er selber wäre eher dagegen. Eben weil er später nicht noch mit fast 60 einen Halbstarken zuhause haben wollen würde, sondern eher sein Alter und die Ruhe genießen möchte, wenn Kind-1 ausgezogen ist.

Ich sehe bei Freunden, die immer sagen, wie toll Kinder sind, dass es NUR Stress ist. Ich glaube manchmal, sie belügen sich selbst. Sie haben keine Zeit mehr für nichts. Haben dies und das und jenes wieder nicht geschafft. Ich höre nie, wie toll eine Situation grad ist, nur immer so allgemeine Aussagen, dass ein Kind ja sowas wundervolles und erfüllendes ist. Aber es scheint mir eher "ÜBERfüllend", als ERfüllend. Versteht ihr?

Ich sehe ja schon jeden Tag, wie es ist, ein Kind zu haben, ohne ein eigenes zu haben. Ich mache nach der Arbeit noch Schulsachen mit dem (nicht-mehr-ganz-so-)Kleinen, frage ihn ab, lerne mit ihm, mache die Brotzeit für den nächsten Tag, gehe mit ihm zum Friseur, kaufe neue Klamotten, plane die Urlaube nach den Ferien, ALLES! Weil sein Papa erst Abends nach Hause kommt und dann kocht und mit ihm eher schöen Sachen machen will. Versteh ich aber vollkommen. Also ich beschwere mich NICHT darüber, wie es ist. Ich sehe nur keine Zeit und keine Nerven für ein kleines, weiteres Kind. 

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PS: Ja, ich bin mir bewusst, dass ein eigenes Kind nicht vergleichbar mit einem Stiefkind ist. Ebenso, dass bei einer Trennung (steht aber nicht zur Frage und bleibt hoffentlich so) ich danach erstmal völlig allein bin. Aber meine Tendenz ist eher dagegen, dennoch.

Und biiiiitte keine sinnbefreiten Kommentare wegen dem Altersunterschied. Es funktioniert bestens! Eine Wellenlänge in allen Bereichen außer vielleicht Kinderthema.

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Ich sehe das so: warte, ob du einen Kinderwunsch bekommst oder nicht. Wenn du einen hast, wirst du das garantiert merken.

Ansonsten, wenn keiner kommt, bekomm auch kein Kind. Ich habe ein wenig den Eindruck, als hättest du keinen Kinderwunsch, würdest aber denken, Kinder kriegen gehört irgendwie dazu. 

Das ist für mich kein Motiv, ein Kind zu bekommen. Wenn man welche bekommt, dann deshalb, weil man sich wirklich welche wünscht. 

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7. April um 11:53
In Antwort auf lacaracol

Hi

Deine Frage kenne ich zu gut.. bin ein paar Jahre älter als du, so dass ich für mich diese Frage nun endlich beantworten musste, damit sie nicht ewig im Hinterkopf nagt.. 

Ich habe lange nachgedacht.. und bin zum klaren Entschluss gekommen, NEIN, ich will keine Kinder.. 

FÜR ein Kind habe ich nur egositische Gründe gefunden.. 
- ich möchte wissen, wie es ist Neues Leben entstehen zu lassen..
- ich möchte wissen, wie sich ein Kind entwickeln würde unter meiner Erziehung.. 

Ich bin aber definitiv nicht bereit für diese "Bedürfnissbefriedigung" 20 Jahre herzugeben!


Meisten Gründe hast du schon genannt.. 
Zudem verfällt die Ehe, dann eher in eine Kinder-Grosszieh-Gesellschaft und die Liebesbeziehung geht flöten.. daraus resultiert dann meist, dass der eine oder andere oder gleich beide sich die fehlene Aufmerksamkeit in Liebesdingen, anderweitig holt/holen.

Erlebe ich tagtäglich.. klar gibt es auch 100%in treue Eltern, aber die meisten sinds nicht. ..weil man sich im Verlauf des Lebens meist weiterentwickelt, aber selten gemeinsam.. Ein Kind, eine Familie hindert dich zwar nicht an der Weiterentwicklung, jedoch blockiert es dich wirklich Frei zu sein.. 

Weiterentwicklung, Freiheit und Unabhängigkeit sind für mich swhr wichtige Punkte ohne die ich früher oder später Depressiv werden würde.. 

Deshalb.. Nein, danke. 

Wenn sich mein Wunsch nach einem Kind ändern sollte, werde ich eins adoptieren.. Es gibt schon soviele Kinder auf der Welt, denen es schlecht geht.. Lieber ermögliche ich einen von denen ein gutes Leben, anstatt ein neues in diese Welt zu setzen.. 

Zudem bin ich schon manchmal genervt von meiner Katze, wenn sie, für mich Grundlos, rummauzt.. oder Dreck macht oder ich irgendwen orgsnisieren muss, der auf sie aufpasst, damit ich in den Urlaub kann.. 


Häufig wird ein Kinderwunsch durch die Gesellschaft implementiert.. Mann, Haus, Kind, Hund.. 

Distanziere dich mal von diesen Einflüssen und horche dann in dich hinein.. 

Dir ist aber schon klar, dass es nicht so einfach ist, Kinder zu adoptieren und dass im allgemeinen dafür junge, verheiratete Paare bevorzugt werden?

Das nur mal so am Rande. Es gibt viel mehr adoptionswillige Paare als Kinder und wenn man entweder älter oder alleinstehend ist, muss man ins Ausland gehen.

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7. April um 12:31
In Antwort auf eisblume

Dir ist aber schon klar, dass es nicht so einfach ist, Kinder zu adoptieren und dass im allgemeinen dafür junge, verheiratete Paare bevorzugt werden?

Das nur mal so am Rande. Es gibt viel mehr adoptionswillige Paare als Kinder und wenn man entweder älter oder alleinstehend ist, muss man ins Ausland gehen.

Klar ist mir klar, dass es nicht einfach ist.. Soll mich das nun hindern? ..oder soll ich deshalb nun ein Kind bekommen? 



 

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7. April um 12:48
In Antwort auf lacaracol

Klar ist mir klar, dass es nicht einfach ist.. Soll mich das nun hindern? ..oder soll ich deshalb nun ein Kind bekommen? 



 

Weder - noch.

Du solltest dich nur mit dem Gedanken anfreunden, dass du dann eben keine Kinder haben wirst, falls du dich in fortgeschrittenerem Alter doch noch für eins entscheidest. Also am besten diesen Plan B Adioption nicht als gegeben hinnehmen, sondern lieber kinderlos als Plan B in Betracht ziehen. 

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7. April um 13:29
In Antwort auf lacaracol

Klar ist mir klar, dass es nicht einfach ist.. Soll mich das nun hindern? ..oder soll ich deshalb nun ein Kind bekommen? 



 

Ein Kind zu adoptieren ist in Deutschland, selbst wenn du die besten Voraussetzungen hast, so etwas von schwierig, fast unmöglich.

Der Mann ist zu alt und mit dem Familienhintergrund werden die Beiden kein Kind adoptieren dürfen. Da werden andere bevorzugt werden.

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7. April um 16:42
Beste Antwort
In Antwort auf frau_z_aus_b

Hallo liebe Community,

ich versuche, mein Problem so kurz wie möglich zu beschreiben... wird aber sicher lang.

Fakten: Ich (29) lebe seit 5 Jahren mit meinem Verlobten (40) zusammen, er hat einen Sohn (11), der seit September auch komplett bei uns wohnt wegen der Schule etc. Ist nur an den Wochenenden bei der Mutter. Wir alle (inkl. Kindsmutter) haben ein gutes Verhältnis zueinander. Ich hatte mir vor 2 Jahren ausgemalt, ein eigenes Kind zu kriegen, mein Partner hatte nur Sorgen dass es uns dann finanziell nicht mehr so gut gehen würde wie jetzt. Da er schon einen Sohn hat, hat er selbst kein Bedürfnis mehr, ein Kind zu bekommen. Er ist sogar genervt von kleineren Kindern in der Familie, findet sie anstrengend und nervig. Er ist ein super toller Papa für seinen Sohn, sie haben viele Gemeinsamkeiten und sie sind ein Herz & eine Seele, aber Nerven für ein weiteres Kind hätte er wahrscheinlich nicht. Er sagt, es sei meine Entscheidung, aber er selber wäre eher dagegen. Eben weil er später nicht noch mit fast 60 einen Halbstarken zuhause haben wollen würde, sondern eher sein Alter und die Ruhe genießen möchte, wenn Kind-1 ausgezogen ist.

Ich sehe bei Freunden, die immer sagen, wie toll Kinder sind, dass es NUR Stress ist. Ich glaube manchmal, sie belügen sich selbst. Sie haben keine Zeit mehr für nichts. Haben dies und das und jenes wieder nicht geschafft. Ich höre nie, wie toll eine Situation grad ist, nur immer so allgemeine Aussagen, dass ein Kind ja sowas wundervolles und erfüllendes ist. Aber es scheint mir eher "ÜBERfüllend", als ERfüllend. Versteht ihr?

Ich sehe ja schon jeden Tag, wie es ist, ein Kind zu haben, ohne ein eigenes zu haben. Ich mache nach der Arbeit noch Schulsachen mit dem (nicht-mehr-ganz-so-)Kleinen, frage ihn ab, lerne mit ihm, mache die Brotzeit für den nächsten Tag, gehe mit ihm zum Friseur, kaufe neue Klamotten, plane die Urlaube nach den Ferien, ALLES! Weil sein Papa erst Abends nach Hause kommt und dann kocht und mit ihm eher schöen Sachen machen will. Versteh ich aber vollkommen. Also ich beschwere mich NICHT darüber, wie es ist. Ich sehe nur keine Zeit und keine Nerven für ein kleines, weiteres Kind. 

FAZIT: Ich habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, egal welche es sein wird. Ich tendiere eher dazu, kein Kind zu bekommen. Aber werd ich es dann bereuen? Wenn ich eins kriege, bereue ich es vielleicht auch! Man kann es nur falsch machen.

PS: Ja, ich bin mir bewusst, dass ein eigenes Kind nicht vergleichbar mit einem Stiefkind ist. Ebenso, dass bei einer Trennung (steht aber nicht zur Frage und bleibt hoffentlich so) ich danach erstmal völlig allein bin. Aber meine Tendenz ist eher dagegen, dennoch.

Und biiiiitte keine sinnbefreiten Kommentare wegen dem Altersunterschied. Es funktioniert bestens! Eine Wellenlänge in allen Bereichen außer vielleicht Kinderthema.

War / ist jemand in einer ähnlichen Situation?

Danke im Voraus

ich bin/war in der gleichen situation. eigentlich war mir immer klar, das ich irgendwann zwsichen 28 u 33 kinder haben werde, wie bei den meisten halt. je näher das datum heranrückte, desto mehr zweifel kamen auf, die ich vorher nicht hatte. klar, man denkt nicht wirklich darüber nach - kinder bekommt man halt 

ich war selber mal ein kind und kinder sind auch was wundervolles. wenn ich aber in den augen von eltern gucke, die alle durch die bank unheimlich glücklich sind, seh ich nur leere ausgesaugte hüllen, die nur noch irgendwie funktionieren und keine lebensträume mehr haben. bin letztendlich zu dem schluss gekommen: kinder zerstören beziehungen. kinderlose haben besseren und häufigeren sex und das man auf sehr vieles verzichten und sein leben für ein anderes aufgeben muss. da heutzutage famililie eh nicht mehr groß geschrieben wird und mit einem auge auf "patchwork" ausgerichtet ist (was ein graus ist), ist mir die entscheidung noch einfacher gefallen.

ich finde ein gutes alter um kinder zu bekommen wäre zwischen 50 u. 55, wenn man ein wenig ruhiger geworden ist, aber das sollte man keinem kind antun. in den augen eines kindes ein greis, erst recht wenn es andere jüngere eltern sieht. bis jetzt bereue ich nichts. im gegenteil, kinder würden mich eher unglücklich machen. im alter wird es sicherlich momente geben, in dene man es ein klein wenig bereut, aber ich glaube es bleibt sich gleich bzw sind die gleichen momente wenn eltern - trotz liebe - bereuen kinder zu haben. die welt hat viel zu bieten (!), hobbys, die man auch so schon nicht alle ausleben kann. beides kann richtig als auch falsch sein. viel glück mit deiner entscheidung.
 

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7. April um 16:47
In Antwort auf user498995051

Das hört sich ganz stark danach an, als wünschtest du dir ein Kind. Du redest es dir schlecht, versuchst es dir selber auszureden... Selbst dieses Verhalten spricht dafür, dass du es dir so sehr wünschst. Wenn ich etwas nicht will, dann mache ich mich auch keine Gedanken darüber. Keine Pro- und auch keine Contraliste. Jede Art der Beschäftigung mit dem Thema spricht dafür, dass du es möchtest. Auch die Lange deines Threads spricht dafür, dass du es möchtest. Unbedingt.

Belüg dich nicht selbst. Du wirst es bereuen. Stehe zu deinem Kinderwunsch. Bekomme es. Sonst wirst du dein Leben lang darüber nachdenken.

"Das hört sich ganz stark danach an, als wünschtest du dir ein Kind"

laienpsychologie? oder findest du es so abwegig und kommst mit ihrer entscheidung nicht klar, das du dir selber was einredest? sie klingt eher als hätte sie eindeutige zweifel als nach jemanden der sich sehnlichst kinder wünscht. 
 

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8. April um 13:59
In Antwort auf whitecookie

Ein Kind zu adoptieren ist in Deutschland, selbst wenn du die besten Voraussetzungen hast, so etwas von schwierig, fast unmöglich.

Der Mann ist zu alt und mit dem Familienhintergrund werden die Beiden kein Kind adoptieren dürfen. Da werden andere bevorzugt werden.

Ich kann das nur unterstreichen. Wir haben gerade ein Kind adoptiert und mussten uns jahrelang vorbereiten und dann jahrelang auf einen Kindervorschlag warten. Viele Leute glauben, dass man sich Kinder passend zu der aktuellen Lebenssituation und passend zur Farbe der Tapete anschaffen kann. Das ist aber zum Glück nicht so... Vor man also von sowas träumt, kann ich nur zu beschleunigtem Aufwachen und einer großen Portion Realismus raten...

Freundliche Grüße, Christoph

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8. April um 14:31
In Antwort auf py158

Ich kann das nur unterstreichen. Wir haben gerade ein Kind adoptiert und mussten uns jahrelang vorbereiten und dann jahrelang auf einen Kindervorschlag warten. Viele Leute glauben, dass man sich Kinder passend zu der aktuellen Lebenssituation und passend zur Farbe der Tapete anschaffen kann. Das ist aber zum Glück nicht so... Vor man also von sowas träumt, kann ich nur zu beschleunigtem Aufwachen und einer großen Portion Realismus raten...

Freundliche Grüße, Christoph

Wer glaubt denn sowas??

Nur weil ich den Satz "dann adoptier ich mir halt ein Kind" einfach gehalten habe, heisst ja nicht, dass ich vom mühseligen Verfahren keine Kentnisse habe..  

ich denke auch der TE ist klar, dass man Kinder nicht "shoppen" kann.. 


Hauptsache man findet ein Sätzchen zum rauspicken bei dem man dann von oben herab und belehrend wirken kann.. 


Gratualtion zur erfolgreichen Adoption! 

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