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Kennengelernt, verguckt und zu wenig Zeit gehabt lang

9. August um 17:52

Hallo liebes Forum,
 
Ich hoffe jemand von euch hat ein paar interessante Anregungen oder Ideen zu meiner Situation.
 
Aus beruflichen Gründen bin ich derzeit in Ostasien tätig. Durch Zufall habe ich hier eine Deutsche aus dem gleichen Wohnort kennengelernt. Sie war wegen eines Stop-Overs für vier Tage in derselben Stadt. Wir haben uns für ihren zweiten Tag hier verabredet, die Stadt zusammen zu erkunden. Ich bin selber auch noch nicht so lange hier und werktags im Büro oder auf dem Weg zu Meetings. Daher traf sich das gut. Ich müsste nicht allein hier rumlaufen und wir konnten für sie das Standardprogramm durchgehen. Wir haben uns nach einer kurzen Phase der Unsicherheit gut verstanden, hatten viel Spaß und die eine oder andere lustige Situation erlebt. Relativ schnell beschlossen wir, dass wir auch ihren dritten Tag zusammen verbringen würden. Insgesamt fühlte es sich wie Urlaub für mich an, was sie auch selber bestätigte und dass es ihr so vor käme, als kannten wir uns schon ewig. Wir kamen uns auch körperlich etwas näher und es machte keinem etwas aus, wenn man sich mal oder länger berührte oder etwas enger zusammen saß. Mehr aber auch nicht.
 
Es kam der Tag ihres Weiterflugs und ich musste wieder arbeiten. Wir machten aber aus, dass ich früher Feierabend machen würde und wir uns trotzdem nochmal treffen würden. Wir haben eine Weile am Strand und am Flughafen gegammelt. Der Abschied, bei dem ich definitiv daran dachte mehr Zeit mit ihr verbringen zu wollen, viel uns beiden schwer. Direkt geäußert habe ich das aber nicht, weil ich zu schüchtern und mir zu unsicher war, wie sie darüber dachte. (Später hatte ich ihr geschrieben schon gerne mehr Zeit mit ihr verbracht zu haben. Sie meinte darauf hin, dass wir auf jeden Fall wieder etwas zusammen unternehmen würden, wenn sie wieder in Deutschland sei. Spoiler: in einem Jahr...) Wir haben uns (zu?) lange und fest umarmt und sie blickte noch zweimal hinter der Sicherheitskontrolle zurück, was mir fast das Herz brach.
 
Sie macht jetzt ein Jahr lang work and travel. Im Moment schreiben wir uns noch über den Tag verteilt. Wahrscheinlich aber auch weil ich, im Gegensatz zu ihren Freunden und Familie, in einer halbwegs ähnlichen Zeitzone bin. Selbst bin ich aber komplett ratlos, wie ich jetzt weiter den Kontakt halten und inhaltlich intensivieren/bedeutsamer gestalten soll und vor allem rausfinden kann, wie sie empfindet und ob sie sich auch mehr vorstellen könnte. In solchen Dingen bin ich echt absolut unfähig... Ich möchte nicht ständig schreiben und sie nerven oder klammern; daher versuche ich darauf zu warten, dass sie auch von sich aus schreibt. Manchmal klappt das. Wobei sie wahrscheinlich auch mehr als genug anderes zu tun haben wird, Job, Unterkunft, alles neu dort etc.
 
Prinzipiell besteht für mich sogar die Möglichkeit sie Ende September zu besuchen, wenn ich meine Arbeit hier vorerst beende. Es ist nur ein Flug von vier Stunden und dass ich ein paar Tage von meiner Zeit hier Urlaub nehme bekomme ich sicher irgendwie geregelt. Offeriert habe ich ihr das aber noch nicht...
 
Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliche Erfahrungen oder Tipps wie man damit umgehen kann. Offen ansprechen, sich einfach weiter regelmäßig erkundigen, nur banale Gespräche aufrecht erhalten, überraschend vor ihr stehen oder lieber damit abschließen..?! Unter normalen Umständen würde ich jetzt einfach ein neues Treffen vorschlagen und schauen was passiert, aber ein Jahr ist eine lange Zeit und da kann sich viel ändern. Ich hätte am liebsten vorher Gewissheit, ob das Zukunft haben könnte oder ob wir vielleicht doch nicht zueinander passen. Ansonsten bedanke ich mich schon mal für die Möglichkeit, hier emotionalen Ballast abladen zu können. Die Reflexion hilft und ich freue mich auf eure Reaktionen.
 
Viele Grüße

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