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Keine Liebe? Lesbisch? (+Zwangsgedanken)..HILFE!!

19. Mai um 20:52

Hallo zusammen.
Ich habe bereits in einigen Foren nach Problemen von Leuten und den darunterstehenden Antworten gesucht, die mir in meiner Situation helfen könnten, aber ich bin nicht fündig geworden, also versuche ich es mal selbst.
Also, wichtiges zu mir: Ich bin weiblich, 16 Jahre alt, habe seit Juni 2017 einen Freund und vor einem Jahr wurden mir Zwangsgedanken diagnostiziert.
Meine Zwangsgedanken haben immer mich als Thema, ob mit mir etwas falsch ist, ob ich psychisch krank bin etc. Das liegt unter Anderem daran, dass meine Mutter vor 2 mich und meinen Vater verlassen hat, da sie an Schizophrenie leidet. So viel dazu.
Mein Freund war - seit ich 13 bin - mein begehrter Crush. Ich habe nicht locker gelassen, irgendwann hat er sich in mich verliebt und wir sind eine Beziehung miteinander eingegangen. Das Problem fängt hier an:
Schmetterlinge im Bauch hatte ich noch nie wirklich, nach ein paar Monaten hatte ich auch meine ersten Zweifel, ob ich das alles wirklich will. Schluss gemacht habe ich aber nie. Irgendwas hält mich fest, ich will die Beziehung nicht beenden, er würde mir fehlen und das weiß ich sicher. Nach ca. 2 Jahren könnte man denken, dass wir auch schon miteinander geschlafen hätten, aber Fehlanzeige! Ich schaffe es einfach nicht, das ist eine riesen Überwindung für mich, immernoch!
Ich finde ihn auch nur semi-attraktiv, manchmal gar nicht. Trotzdem glaube ich, dass ich ihn liebe, sonst würde ich ja auch die Beziehung beenden.
Dazu kommt, dass er mich so bedingungslos liebt, ich bin quasi seine erste große Liebe und das merkt man, er vermisst mich immer wenn ich nicht direkt bei ihm bin und er ist so lieb zu mir, er tut alles damit es mir gut geht. Das überfordert mich manchmal und lässt mich schlecht fühlen.
Nun hab ich mir die Frage gestellt, ob ich nicht lesbisch bin. Frauen finde ich nicht unattraktiv, jedoch glaube ich nicht, dass ich mit ihnen eine Beziehung eingehen könnte. Ich finde den weiblichen Körper schön, aber keine Ahnung, ich bin so verwirrt. Männer fand ich bisher immer attraktiv, war nur in Jungs verliebt bisher, habe nie bis jetzt einen sexuellen Gedanken an Mädchen verschwendet. Ich habe mir keine weiteren Gedanken darüber gemacht. Ich dachte immer ich bin einfach hetero. Der Gedanke, die Angst, lesbisch zu sein, macht mich fertig. Ich will nicht lesbisch sein, weiß aber auch nicht, warum ich solche Angst davor habe. Ich bin NICHT homophob. Ich versuche ständig anhand von Bildern, rauszubekommen, was ich sexy finde, was mir gefällt, was ich selber an mir wollen würde, von welchem Geschlecht mir Berührungen, Küsse, der Sex mehr gefallen würde, aber ich finde keine Antwort, ich weiß es einfach nicht!
Unterscheiden, was Zwangsgedanken sind, und was nicht, ist sehr schwierig für mich, wenn ich eine Sorge habe. Ist es ROCD oder bin ich wirklich lesbisch oder liebe meinen Freund nicht?
Ich mache mir sehr viele Gedanken, wie man merkt.
Auch kommt hinzu, dass ich sehr starke Minderwertigkeitskomplexe habe: Ich mag mein Gesicht nicht, schäme mich dafür. Ich mag mich einfach nicht.
Ebenfalls masturbiere ich nicht direkt, ich spiele nur manchmal an mir rum, während ich männliche Stöhnaudios anhöre (ja, ist ein bisschen komisch, aber ich mag keine Pornos). Mit weiblichen Audios mache ich es nicht, habe dazu irgendwie keine Lust.
Vielleicht bin ich auch einfach noch zu unreif, immerhin bin ich 16, mein Freund ist 18 und schon lange bereit für Sex.

Ich kann einfach nicht bestimmen zu welchem Geschlecht ich mich hingezogen fühle, ob ich meinen Freund liebe, ob ich ihn liebe und sein Geschlecht einfach nicht oder ob alles von meinen Sorgen schon wieder nur meine Zwangsstörung ist! Ich bin verzweifelt, in innerer Panik.

Ich hoffe, dass ich hier Klarheit finde.
Mfg

 

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19. Mai um 21:04

*vor 2 Jahren hat uns meine Mutter verlassen

Weitere Ergänzung: Ich muss sagen, dass ich mich in der Gegenwart meines Freundes meistens wohl fühle. Ich kuschel gerne mit ihm, ich mag seie Küsse. Nur was das Sexuelle angeht, bin ich öfter 'zugeschnürt' oder besser gesagt verklemmt. Ich vermisse ihn auch manchmal, aber definitiv nicht immer.

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20. Mai um 9:15
In Antwort auf pigeonsaremyspiritanimals

*vor 2 Jahren hat uns meine Mutter verlassen

Weitere Ergänzung: Ich muss sagen, dass ich mich in der Gegenwart meines Freundes meistens wohl fühle. Ich kuschel gerne mit ihm, ich mag seie Küsse. Nur was das Sexuelle angeht, bin ich öfter 'zugeschnürt' oder besser gesagt verklemmt. Ich vermisse ihn auch manchmal, aber definitiv nicht immer.

und du glaubst echt dass er dir treu ist?

2 jahre lang kein s*x....

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20. Mai um 9:53

Mit Zwangsgedanken kenne ich mich leider nicht aus. Machst du keine Therapie oder ähnliches? Da könntest du vielleicht lernen, das zu unterscheiden und damit umzugehen. 

Da du so unsicher bist, denke ich dass du deinen Freund nicht (mehr) liebst, aber an sich nett findest und nicht verletzten willst. Ich habe jetzt spontan den Eindruck, dass du ohne ihn glücklicher wärst, weil da eben nichts zwischen euch ist (bzw. nur von seiner Seite). 

Warum du auf einmal lesbisch sein sollst, erschließt sich mir nicht. Vielen finden das dadurch heraus, dass sie sich in ein Mädchen verlieben. Bei dir kam der Gedanke ja einfach, ohne Auslöser. Frauen nur attraktiv zu finden, hat noch nichts mit Sexualität zu tun, und da du dir mit ihnen nichts romantisches/sexuelles vorstellen kannst, denke ich dass du weiterhin hetero bist. Oder vielleicht asexuell, wenn dir an Sex gar nichts liegt. Ist denn nur dein Freund wenig attraktiv oder alle Männer? 

Falls sich später mal herausstellen sollte, dass du doch auf Frauen oder anderes stehst, dann musst du lernen da nicht in Panik auszubrechen. Viele haben Angst, weil man auf Homosexualität oft noch negative Reaktionen bekommt, aber die Welt geht nicht unter. Man kann lernen, damit zu leben und dazu zu stehen. 

Dass du überfodert bist, ist verständlich, aber du musst das langsam angehen und am besten mit professioneller Hilfe. Vor allem sowas wie die Sexualität findet man oft erst nach Jahren heraus 

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20. Mai um 12:57

Ich muss noch was ergänzen
Wenn mein Freund und ich uns streiten, geht mir das immer sehr nahe und ich merke, dass ich ihn nicht verlieren will
Außerdem glaube ich an dem einen Tag, dass mir eine Beziehung mit einer Frau gefallen könnte, an einem anderen Tag denke ich das nicht

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22. Mai um 11:03

Ich verspreche dir wenn sich nichts ändert wird dir eine Entscheidung früher oder später abgenommen. Ganz einfach aus dem Grund das heranwachsende Männer (sagen wir mal im Alter 18 bis 22) sexuell am liebsten 24 stunden aktiv wären.
Er wird sicher nicht nochmal 2 bis 3 Jahre sich nur einen Runterholen und hoffen das er irgendwann mal ran darf.
Meine Meinung: wenn du fair bist und Anstand hast machst du Schluß damit er seine Erfahrungen machen kann bis du dir vllt. irgendwann mal klar bist was du überhaupt willst.

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22. Mai um 19:09

Warum fällt es dir Sex so schwer? Hast du Angst davor, schämst du dich, fehlt dir die Lust?
Vielleicht wäre das das erste, was du versuchen solltest herauszufinden. Wenn du lesbisch wärst, hättest du sexuelle Fantasien mit Frauen. Aus deinem Text lese ich das aber nicht heraus. Hattest du denn schon mal Fantasien mit deinem Freund? Oder irgendeinem anderen Mann? Da du erst 16 Jahre alt bist, würde ich auch nicht gleich Panik schieben. Du bist noch in einem Alter wo sich sexuelles Interesse entwickelt. Vielleicht kommt das bei dir erst etwas später. Ich denke aber auch, dass du der Fairness halber deinem Freund ermöglichen solltest, erst mal mit einer anderen Person seine Erfahrungen zu sammeln, wenn du dich selbst nicht bereit fühlst und nicht einmal weißt, ob du überhaupt mit ihm zusammen sein willst. Irgendwann wird er sich so fühlen als würdest du ihn nur hinhalten.
Eine Therapie wäre auch keine schlechte Idee. Bzw, falls du schon in einer bist, kannst du das Thema ansprechen oder ist es dir zu unangenehm?

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