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Keine gemeinsame Wohnung = Trennung?

1. Dezember 2014 um 15:31

Liebe Community,

ich habe mich heute hier angemeldet um eure Meinung zu einem Vorfall in meiner Beziehung zu erfahren:
Ich bin 24 Jahre alt und mit meiner Freundin (gerade 26) seit etwa 4,5 Jahren zusammen. Sie kommt aus einem kleinen Ort in Norddeutschland, ich aus einer westdeutschen Stadt. Wir haben beide in Göttingen studiert und dort wenige Minuten entfernt voneinander in WGs gelebt. Aufgrund ihres Altersvorsprungs hat sie bereits ihr Studium abgeschlossen, ich habe gerade den Bachelor hinter mich gebracht. Ihre Pläne für die Zeit nach dem Studium waren lange unklar. Zunächst stand die Idee einer Promotion im Raum, sodass sie in Göttingen hätte wohnen bleiben können. Schließlich war die Sehnsucht nach ihrer Heimat allerdings so groß, dass sie sich dazu entschieden hat nach Hamburg zu ziehen - ob ich will oder nicht. Schließlich hat sie mich vor die Wahl gestellt entweder mitzukommen oder halt eine Wochenend-Fernbeziehung zu führen. Liebestrunken habe ich mich dazu entschieden mein Leben in Göttingen aufzugeben und mit nach Hamburg zu ziehen. Von vornherein war abgesprochen, dass ich in Hamburg gerne wieder in einer Studenten-WG wohnen möchte. Eine gemeinsame Wohnung kam für mich nicht in Frage weil sie als Arbeitnehmerin und ich als Student völlig verschiedene Tagesrythmen haben - so wäre ich tagsüber allein und abends wenn ich aufdrehe muss sie leider ins Bett. Außerdem schätze ich einfach den Umgang mit anderen Menschen in einer WG und habe mich darauf gefreut neue Leute und darüber neue Dinge kennenzulernen. Letztendlich bin ich auch davon überzeugt, dass getrennte Wohnungen unsere Beziehung lebendig halten können - auch weil ich einfach von Zeit zu Zeit einfach mal einen Rückzugsraum für mich brauche. In Zukunft wird sich das sicher ändern, wenn ich selbst berufstätig bin und meine Zeit begrenzter als Heute.
Der Umzug nach Hamburg ist jetzt in etwa 4 Wochen her. Sie hat noch keine feste Bleibe gefunden und auch in ihrem Job fühlt sie sich (noch) nicht hundertprozentig wohl. Gestern morgen rief sie weinend bei mir an, um mir mitzuteilen dass sie so nicht weiter mit mir zusammen sein kann. Ohne eine gemeinsame Wohnung könne es zwischen uns nicht so viel Nähe geben, wie sie sich wünscht. Am liebsten, so sagte sie am Telefon, würde sie mit mir Schluss machen weil sie denkt, dass wir beide nicht miteinander glücklich werden können. Sie traut sich aber nicht diesen Schritt zu gehen. Gestern Abend nach 10 Stunden emotionaler Achterbahnfahrt rief sie erneut an um mir zu sagen, dass sie immernoch nicht weiß ob sie mit mir zusammensein möchte. Sie bräuchte jetzt Bedenkzeit und würde sich im Laufe der Woche mit den Urteil melden.
Heute morgen schrieb sie eine aus fünf Worten bestehende, lappidare SMS: Ich kann das nicht beenden. Vier Stunden später, weil ich nicht antwortete, ergänzt um Ich will nicht ohne dich.

Ich fühle mich um ehrlich zu sein komplett verarscht und missachtet. Ich bin für sie in diese Stadt gezogen um mit ihr eine spannende, schöne Zeit zu haben. Nach nur 4 Wochen passiert nun sowas. Ich kann ihren Wunsch nach einer gemeinsamen Wohnung nachvollziehen (in Ihrer Lebenslage als 9-to-5-Jobber würde ich wahrscheinlich nicht anders empfinden) aber nicht ihre Ignoranz gegenüber meiner Meinung/meinem Wunsch. Ich habe den Eindruck, sie sei der Meinung auf ihr natürliches Recht zu beharren. Als sei es ein Verstoß meinerseits nicht sofort meine WG aufzulösen und mit ihr zusammen zu ziehen.

Was sagt ihr dazu? verhalte ich mich so falsch? Ist es so abnorm als 24-jähriger Stundent in einer WG leben zu wollen? Wir sehen uns hier doch jeden Abend - schlafen etwa jeden zweiten Abend beieinander.

Wie würdet ihr euch jetzt verhalten?

Danke für euren Rat.

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1. Dezember 2014 um 20:15

Hallo.
Ihr beide habt scheinabr (vielleicht tatsächlich bedingt durch die Lebenssituation) verschiedene Vorstellungen, wie eure Lebenssituation gerade aussehen soll.
Verständnis habe ich da für euch beide, und auch eure Argumente kann ich beide nachvollziehen.

Allerdings wollt ihr beide nicht das selbe, und das ist in der tat ein Problem, wegen dem man auch eure Trennung rechtfertigen kann.

Ich mach es mal mit einem anderen Beispiel deutlich: Stell dir vor sie wollte ein Kind, du nicht (oder vielleicht iiiirgendwann später). Was jetzt? Muss sie jetzt deinetwegen auf ein Kind verzichten? Oder musst du jetzt ihretwegen ein Kind bekommen, obwohl du nicht willst? Einen Kompromiss gibt es nicht, schließlich gibt es keine halben Kinder. Was also tun?

Und so in etwa ist eure Situation. Sie will Alltag, will dich bei sich haben, du willst noch deine Studentenzeit genießen und Zeit für dich.

Auch wenn es für dich vielleicht gerade krass klingt, aber sie ist offensichtlich vollkommen unglücklich mit der Wohnsituation, die ja auch noch mindestens 2 Jahre (und das ist viiiiel zeit) so bleiben wird. Und nur weil du ihretwegen in eine andere Stadt ziehst ist sie ja jetzt nicht glücklich. Nur der kleine Finger reicht eben nicht immer, manchmal muss es eben die ganze Hand sein.


Der einzige "Kompromiss" der mir einfallen würde, wäre vielleicht wenn ihr beide in eine WG zu anderen zieht, so hättet ihr beides, auch wenn es natürlich ein eher fauler Kompromiss ist.

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16. Dezember 2014 um 23:30

Du bist ein trottel
hast eine frau die fertig mit dem studium ist, du kannst nebenbei studieren was du willst.

in meinen augen bist du ein waschlappen den man wegwerfen sollte. zieht eine WG seiner freundin vor...absolut lächerlich ! WG mit 24, mir wäre es peinlich, ich bräuchte meine domäne, wo die frau auch nackt tanzen kann wann immer sie auch will.

und genau dies ist das problem was sie hat - du bist kein wirklicher "kerl", sondern mehr bubi.

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