Forum / Liebe & Beziehung

Kein Sex, keine Zärtlichkeit wegen Krankheit der Mutter.

14. September um 21:03 Letzte Antwort: 15. September um 16:23

Hallo ihr Lieben, 

mein Mann und ich haben vor 4 Wochen geheiratet, sind seit 6 Jahren zusammen und glücklich. Seine Mutter hatte letztes Jahr Brustkrebs, dieses Jahr Diagnose Metastasen in der Lunge. Es hat allen erstmal den Boden unter den Füßen weggenommen. Bis zur Hochzeit, mit einigen Chemos, ging es ihr verhältnismäßig gut. Jetzt hat sie sich aber aufgegeben, sieht kein neues Ziel mehr. Er ist dadurch extrem schlecht drauf, genervt, gereizt. Wir können nirgendwo mehr hinfahren, nicht mal ein paar Tage Urlaub. Alle Vorschläge sie auch mal mitzunehmen werden abgewiesen. Ich hätte ja keine Ahnung. Er übernachtet bei ihr, ist jeden Tag bei ihr. Ich verstehe es wirklich aber gerade nur bis zu einem gewissen Teil. Wir haben kein Sexleben, gar nix. Und eigentlich wollten wir das Thema Kinder angehen. Jetzt hat sich das ganze wohl erledigt. Irgendwie bin ich frustriert. Ich verstehe alles aber auch wieder nicht. Kennt jemand so eine Thematik? Das schlimmste kommt ja irgendwann noch auf uns zu, weil ihre Diagnose maximal ein Jahr war.

lg Mandy 

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14. September um 21:53

Liebe Mandy! Das ist ein absoluter Ausnahmezustand. Sehr belastend und traurig für Deinen Mann.
Ich finde, du solltest eure Beziehung da nicht in Frage stellen und Ausflüge, Urlaub, Sex sind gerade in erster Linie egoistisch. Wenn die Zeit, die Deiner Schwiegermutter gegeben ist, wirklich so kurz nur noch ist, dann stehe Deinem Mann und ihr zur Seite. DAS wird euch dauerhaft zusammenschweißen. 
Alles andere kann nach hinten losgehen. 
Die Kinderplanung wird sich auch nicht erledigt haben. Die verschiebt sich dich nur. 
Liebe Grüße 

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15. September um 10:18
In Antwort auf koluma

Hallo ihr Lieben, 

mein Mann und ich haben vor 4 Wochen geheiratet, sind seit 6 Jahren zusammen und glücklich. Seine Mutter hatte letztes Jahr Brustkrebs, dieses Jahr Diagnose Metastasen in der Lunge. Es hat allen erstmal den Boden unter den Füßen weggenommen. Bis zur Hochzeit, mit einigen Chemos, ging es ihr verhältnismäßig gut. Jetzt hat sie sich aber aufgegeben, sieht kein neues Ziel mehr. Er ist dadurch extrem schlecht drauf, genervt, gereizt. Wir können nirgendwo mehr hinfahren, nicht mal ein paar Tage Urlaub. Alle Vorschläge sie auch mal mitzunehmen werden abgewiesen. Ich hätte ja keine Ahnung. Er übernachtet bei ihr, ist jeden Tag bei ihr. Ich verstehe es wirklich aber gerade nur bis zu einem gewissen Teil. Wir haben kein Sexleben, gar nix. Und eigentlich wollten wir das Thema Kinder angehen. Jetzt hat sich das ganze wohl erledigt. Irgendwie bin ich frustriert. Ich verstehe alles aber auch wieder nicht. Kennt jemand so eine Thematik? Das schlimmste kommt ja irgendwann noch auf uns zu, weil ihre Diagnose maximal ein Jahr war.

lg Mandy 

Ich kenne das, aus der Perpektive deines Mannes.

Dein Beitrag hat mich gerade so getriggert, dass ich voll aggressiv geworden bin!

Dein Mann verliert gerade seine Mutter.
Glaub mir, er hat andere Sorgen, als sich um dein Wohlbefinden zu kümmern.

Es ist traurig, dass es ausgerechnet kurz nach eurer Hochzeit passiert, aber so etwas kann man halt nicht vorhersehen und erst recht nicht steuern.
Du kannst ihm zur Seite stehen oder zu seiner zweiten Baustelle werden und ihn vielleicht verlieren.

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15. September um 10:23

Dein Mann steht unter starkem Stress und dem drohenden Verlust.
Einerseits solltest Du ihm den Rücken stärken und auch zurückstecken. Ist der denn der einzige Angehörige, gibt es keinen Ehemann, keine anderen Kinder etc. dass die Betreuung etwas besser verteilt werden könnte? Denn wenn er das noch bis zu ihrem Tod durchzieht ist er dann komplett ausgebrannt. Er sollte schon auf sich schauen und auch auf seine Ehe. Wenn er den Schock etwas verarbeitet hat wird sich das ggf. auch besser einpendeln

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15. September um 13:38

Ich kann mich meinen Vorpostern nur anschliessen...Du solltest hinter deinem Mann stehen, ihm Kraft geben und nicht noch ein schlechtes Gewissen. 
Ihr habt noch euer ganzes Leben vor euch. 
Reiss dich zusammen...

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15. September um 15:45

Mich macht dein Post auch gerade ein wenig wütend. 

Ja, dass dir der Sex fehlt ist klar. 
Aber stell dir doch vor, wenn es deine Mama wäre. Würdest du da an Kindermachen denken?
Stell dir vor, ihr fährt 3 Tage in Urlaub und genau dann verlässt sie die Welt... und dein Mann war nicht da für sie, weil du nicht 1x auf Urlaub verzichten kannst... 

Reiss dich zusammen!

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15. September um 16:23

Ich hab schon für dich auch Verständnis, weil auch du jetzt von Verlustangst geprägt bist.  Aber ehrlich, bei so einer Diagnose musst du auch deinem Mann bzw seiner Mutter Zeit geben, um damit umgehen zu können, einen Weg zu finden, eventuell Vorkehrungen zu treffen. 

Du kannst jetzt für ihn da sein, vielleicht braucht er etwas von dir, was du ihm geben kannst. Und vielleicht sieht er dich als Frau an seiner Seite, und nicht als jemanden, der an ihm zerrt. 

Du kannst die Dinge vielleicht mit Achtsamkeit, sprich mit Achtung und Abstand anders sehen. Bleib aufmerksam dir gegenüber, aber idealerweise auch ihm gegenüber. 

 

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