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Kein Respekt / auseinanderleben / Ehe retten

15. November 2007 um 7:33

Hallo zusammen,

meine Frau und ich sind schon mehr als 10 Jahre zusammen und haben vor ein paar Jahren dann auch geheiratet. Wir haben zusammen Kinder.
Ich bin sehr ruhig und zurückhaltend. Meine Frau ist sehr dominant. Im Prinzip ergänzen wir uns gut, sodass wir in der ersten Zeit unserer Beziehung viel Spass miteinander hatten. Nun habe ich aber das Gefühl, dass wir uns auseinanderleben und bald nicht mehr zusammen sein werden, was ich eigentlich nicht möchte. Ich habe aber Schwierigkeiten, mit meiner Frau zu reden, da sie sehr von sich überzeugt ist und zumindest gegenüber mir niemals einen Fehler zugibt. Auch stört es mich stark, dass Gleiches nicht mit Gleichem verglichen wird. Jeder hat seinen Stolz und so lebt im Prinzip jeder für sich... .Ich liebe meine Kinder und möchte wieder mit meiner Frau so zusammenleben, wie es früher einmal war.
Ich habe jedoch keine Ahnung, wie ich dieses machen soll - vielleicht ist es ja auch schon zu spät... .
Ich versuche auch ständig Dinge zu tun, bei der meine Frau stolz auf mich ist, aber irgendwann ist mir bewußt geworden, dass ich machen kann, was ich will - meine Frau hat keinen Respekt vor mir... .
Ich habe mittlerweile auch keine Angst vor einer Trennung mehr, möchte aber immer in der Nähe meiner Kinder sein und im Prinzip - wie gesagt - auch wieder glücklich mit meiner Frau sein. Anderseits ertrage ich diese Respektlosigkeit nicht mehr.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ?

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15. November 2007 um 8:07

Du bist wohl in dieser Ehe
auf dem "Kinderplatz" gelandet, das tut keinem in eurer Beziehung gut. Leider ist das bei euch wohl ziemlich eingefahren. Die Stärken und Schwächen sind wohl in den wenigsten Beziehungen gleich verteilt und wenn das Ungleichgewicht so stark ist, wie bei euch, dann ist das auf die Dauer nicht lebbar. Als letzten Versuch würde ich euch wirklich eine Paarberatung sprich Paartherapie raten, denn ihr habt Kinder und damit eine Verantwortung.Einen Versuch sollte es wert sein. Am Glück in einer Beziehung sollten beide arbeiten, das
kommt nicht einfach so geflogen.
Gruß Melike

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15. November 2007 um 8:25
In Antwort auf melike13

Du bist wohl in dieser Ehe
auf dem "Kinderplatz" gelandet, das tut keinem in eurer Beziehung gut. Leider ist das bei euch wohl ziemlich eingefahren. Die Stärken und Schwächen sind wohl in den wenigsten Beziehungen gleich verteilt und wenn das Ungleichgewicht so stark ist, wie bei euch, dann ist das auf die Dauer nicht lebbar. Als letzten Versuch würde ich euch wirklich eine Paarberatung sprich Paartherapie raten, denn ihr habt Kinder und damit eine Verantwortung.Einen Versuch sollte es wert sein. Am Glück in einer Beziehung sollten beide arbeiten, das
kommt nicht einfach so geflogen.
Gruß Melike

Ist es wirklich schon soweit ?
Nun ja, vielen Dank für Deine Antwort.
Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass der Riss schon zu groß ist, aber so ganz habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben.
Ein weiteres Problem ist, dass ich mit niemandem über mein Problem reden kann und auch nicht genau weiß, wie meine Frau zu der Thematik steht, ob sie selber auch schon 'mal an Trennung gedacht hat. Wir können - wie gesagt - nicht mehr normal miteinander reden. Spätestens nach 3 bis 4 Sätzen fängt schon ein leichter Streit an. Ich stecke nach meinem Gefühl schon viel zurück, habe anderseits aber auch kein Problem zu streiten, nur möchte ich dieses nicht, da ich der Meinung bin, dass man auch miteinander reden kann und Kompromisse finden kann.
Vielleicht liegt's ja auch einfach an mir ? Leider ist von meinem oder dem Bekanntenkreis meiner Frau niemand neutral, sodass ich hier meine Gedanken loswerden kann.
Ich bin hin und hergerissen - ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Soll ich auf Konfrationskurs gehen und bei einer erneuten Aussprache wieder einen länger andauernden Streit riskieren oder soll ich weiter gute Miene zum bösen Spiel machen ?
Ich glaube, es kommt irgendwann von alleine 'mal der Punkt, an dem endgültig Klarheit geschaffen wird... .

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15. November 2007 um 11:10
In Antwort auf joisse_12517356

Ist es wirklich schon soweit ?
Nun ja, vielen Dank für Deine Antwort.
Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass der Riss schon zu groß ist, aber so ganz habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben.
Ein weiteres Problem ist, dass ich mit niemandem über mein Problem reden kann und auch nicht genau weiß, wie meine Frau zu der Thematik steht, ob sie selber auch schon 'mal an Trennung gedacht hat. Wir können - wie gesagt - nicht mehr normal miteinander reden. Spätestens nach 3 bis 4 Sätzen fängt schon ein leichter Streit an. Ich stecke nach meinem Gefühl schon viel zurück, habe anderseits aber auch kein Problem zu streiten, nur möchte ich dieses nicht, da ich der Meinung bin, dass man auch miteinander reden kann und Kompromisse finden kann.
Vielleicht liegt's ja auch einfach an mir ? Leider ist von meinem oder dem Bekanntenkreis meiner Frau niemand neutral, sodass ich hier meine Gedanken loswerden kann.
Ich bin hin und hergerissen - ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Soll ich auf Konfrationskurs gehen und bei einer erneuten Aussprache wieder einen länger andauernden Streit riskieren oder soll ich weiter gute Miene zum bösen Spiel machen ?
Ich glaube, es kommt irgendwann von alleine 'mal der Punkt, an dem endgültig Klarheit geschaffen wird... .

Wir und da schließe ich mich
mit ein haben alle nicht gelernt wie man ver
nünftig miteinander kommuniziert. Wir wissen
wie man sich Vorwürfe macht. Gute Kommunikation besteht darin, dass man dem anderen erzählt wie man sich fühlt, dass man
Wünsche äußert usw. Mein Sohn war äußerst problematisch, da wir auch schwierige Beziehungen hatten in der Familie. Wir hatten einen ganz tollen Berater bei einer Beratungsstelle und dort haben wir gelernt in der richtigen Art und Weise miteinander zu kommunizieren und wir haben alle davon bis heute profitiert. Wir machen oft unseren
Eltern Vorwürfe, gewiß unsere Eltern haben
viel falsch gemacht auch meine, aber sie
blieben beieinander und haben uns eine ge-
wisse Sicherheit gegeben. Heute gibt es Beratungsstellen und Beratung (zum Teil kostenlos oder kostengünstig) es gibt Bücher, Seminare, Workshops und was machen wir daraus? Ich bin kein Mensch, der dafür
ist, dass man auf Gedeih und Verderb beiein-
ander bleibt, aber dass man einfach alles auf dem Rücken der Kinder austrägt, finde ich absolut traurig. Bekannte und Verwandte
muß man aus der Beziehung raushalten. Es gibt wenig Menschen, die für so etwas neutral genug sind. Was auch eine gute Sache ist, sich einen Mediatior/Mediatorin zu suchen, das sind zum Teil auch Anwälte.
Ich wünsche dir alles Gute für den nächsten
Schritt
Gruß Melike

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15. November 2007 um 13:17
In Antwort auf melike13

Wir und da schließe ich mich
mit ein haben alle nicht gelernt wie man ver
nünftig miteinander kommuniziert. Wir wissen
wie man sich Vorwürfe macht. Gute Kommunikation besteht darin, dass man dem anderen erzählt wie man sich fühlt, dass man
Wünsche äußert usw. Mein Sohn war äußerst problematisch, da wir auch schwierige Beziehungen hatten in der Familie. Wir hatten einen ganz tollen Berater bei einer Beratungsstelle und dort haben wir gelernt in der richtigen Art und Weise miteinander zu kommunizieren und wir haben alle davon bis heute profitiert. Wir machen oft unseren
Eltern Vorwürfe, gewiß unsere Eltern haben
viel falsch gemacht auch meine, aber sie
blieben beieinander und haben uns eine ge-
wisse Sicherheit gegeben. Heute gibt es Beratungsstellen und Beratung (zum Teil kostenlos oder kostengünstig) es gibt Bücher, Seminare, Workshops und was machen wir daraus? Ich bin kein Mensch, der dafür
ist, dass man auf Gedeih und Verderb beiein-
ander bleibt, aber dass man einfach alles auf dem Rücken der Kinder austrägt, finde ich absolut traurig. Bekannte und Verwandte
muß man aus der Beziehung raushalten. Es gibt wenig Menschen, die für so etwas neutral genug sind. Was auch eine gute Sache ist, sich einen Mediatior/Mediatorin zu suchen, das sind zum Teil auch Anwälte.
Ich wünsche dir alles Gute für den nächsten
Schritt
Gruß Melike

Miteinander reden ? / Wünsche äußern ?
Hallo Melike,

nochmals danke für Deinen Kommentar. Ich habe - wie gesagt - leider niemanden, dem ich mich wirklich anvertrauen könnte. Ich hoffe, dass ich das Ganze viel zu schwarz sehe und es in Wirklichkeit doch nicht so schlimm ist.
Ich habe angefangen, wieder meine eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen und gehe wieder mehr auf meine Frau ein. Es klingt vielleicht komisch, aber ich kenne meine Frau nach mehr als 10 Jahren immer noch nicht genau. Daher fällt es mir sehr schwer abzuschätzen, wie ich sie wirklich zufriedenstellen kann.
Ich denke, ich rede am Besten mehr mit ihr und teile ihr auch meine Wünsche und Kommentare mit - 'mal sehen, wie sie dann reagiert.
Von Büchern und externen Beratungstellen halte ich nicht viel. Bevor man sich in die privaten Dinge einmischt, sollte man lieber die Hintergründe genauer kennen.
Mir persönlich tut auch 'mal ganz gut, wenn jemand zuhört und evtl. einen kleinen Kommentar dazu schreibt.
Also nochmals, vielen Dank

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15. November 2007 um 21:48
In Antwort auf joisse_12517356

Miteinander reden ? / Wünsche äußern ?
Hallo Melike,

nochmals danke für Deinen Kommentar. Ich habe - wie gesagt - leider niemanden, dem ich mich wirklich anvertrauen könnte. Ich hoffe, dass ich das Ganze viel zu schwarz sehe und es in Wirklichkeit doch nicht so schlimm ist.
Ich habe angefangen, wieder meine eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen und gehe wieder mehr auf meine Frau ein. Es klingt vielleicht komisch, aber ich kenne meine Frau nach mehr als 10 Jahren immer noch nicht genau. Daher fällt es mir sehr schwer abzuschätzen, wie ich sie wirklich zufriedenstellen kann.
Ich denke, ich rede am Besten mehr mit ihr und teile ihr auch meine Wünsche und Kommentare mit - 'mal sehen, wie sie dann reagiert.
Von Büchern und externen Beratungstellen halte ich nicht viel. Bevor man sich in die privaten Dinge einmischt, sollte man lieber die Hintergründe genauer kennen.
Mir persönlich tut auch 'mal ganz gut, wenn jemand zuhört und evtl. einen kleinen Kommentar dazu schreibt.
Also nochmals, vielen Dank

Liebe ist ...
... zum Teil lernbar, weil sie Arbeit ist und viel mit Reden zu tun hat und damit, sich selber und den Partner wahrzunehmen jenseits von Ängsten und Verletzungen.
Das wird Euch nicht leicht fallen, mir auch nicht. Das ändert aber nichts daran, dass diese Arbeit lebensnotwendig ist für jede Ehe.

Wieso nicht "externe Berater"?
Du hast doch, nehme ich zumindest an, sonst auch für vieles andere von Autowerkstatt bis Zahnarzt eine kompetente Begleitung/Unterstützung, dann willst Du das Wichtigste in Deinem Leben als einsamer Wolf durchziehen?
Tipp: die evangelischen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen haben -zumindest soweit ich es kenne- hervorragende und qualifizierte Leute beschäftigt und arbeiten kostenlos.

Auf Deinen Wunsch hier dieser Kommentar. Ich kann Dir aus eigener leidvoller Erfahrung nur raten: Tu so viel wie möglich, um mit (!) Deiner Frau sprachfähig zu werden. Dieses Bemühen ist nicht ehrenrührig oder peinlich, sondern notwendig und sinnvoll.
Außerdem erspart es Dir viel, denn es ist bei aller Anstrengung noch tausendmal besser als jede Trennung (nicht nur wegen der Kinder)!!

Oben schriebst Du, es könne sich "von alleine" was ergeben.
Das sehe ich anders. Ihr beide tragt die Verantwortung für Eure Ehe und Familie. Diejenigen, die bei den Trennungen, die ich mitbekommen habe, auf das Schicksal verwiesen, waren immer die, die sich vor ihrer Verantwortung gedrückt haben. Später werden sie wohl dafür die Zeche zahlen, denn wohin sie auch gehen, sie nehmen sich und ihre Sprachunfähigkeit und alles andere mit.


Alles Gute!
F.

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15. November 2007 um 22:41
In Antwort auf dara_12090775

Liebe ist ...
... zum Teil lernbar, weil sie Arbeit ist und viel mit Reden zu tun hat und damit, sich selber und den Partner wahrzunehmen jenseits von Ängsten und Verletzungen.
Das wird Euch nicht leicht fallen, mir auch nicht. Das ändert aber nichts daran, dass diese Arbeit lebensnotwendig ist für jede Ehe.

Wieso nicht "externe Berater"?
Du hast doch, nehme ich zumindest an, sonst auch für vieles andere von Autowerkstatt bis Zahnarzt eine kompetente Begleitung/Unterstützung, dann willst Du das Wichtigste in Deinem Leben als einsamer Wolf durchziehen?
Tipp: die evangelischen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen haben -zumindest soweit ich es kenne- hervorragende und qualifizierte Leute beschäftigt und arbeiten kostenlos.

Auf Deinen Wunsch hier dieser Kommentar. Ich kann Dir aus eigener leidvoller Erfahrung nur raten: Tu so viel wie möglich, um mit (!) Deiner Frau sprachfähig zu werden. Dieses Bemühen ist nicht ehrenrührig oder peinlich, sondern notwendig und sinnvoll.
Außerdem erspart es Dir viel, denn es ist bei aller Anstrengung noch tausendmal besser als jede Trennung (nicht nur wegen der Kinder)!!

Oben schriebst Du, es könne sich "von alleine" was ergeben.
Das sehe ich anders. Ihr beide tragt die Verantwortung für Eure Ehe und Familie. Diejenigen, die bei den Trennungen, die ich mitbekommen habe, auf das Schicksal verwiesen, waren immer die, die sich vor ihrer Verantwortung gedrückt haben. Später werden sie wohl dafür die Zeche zahlen, denn wohin sie auch gehen, sie nehmen sich und ihre Sprachunfähigkeit und alles andere mit.


Alles Gute!
F.

Hallo Frank
danke für deinen Beitrag, besser hätte man es nicht sagen können. Ehe ist einfach Arbeit und viele haben diese Arbeit einfach nicht gelernt. Davonlaufen zu neuem "Glück" scheint einfacher. Ich habe auch allerbeste Erfahrungen mit Beratungsstellen gemacht. Aber Fachleuten kann man einfach nichts vormachen, da geht es wirklich an Arbeit und ans Eingemachte und oft habe ich den Eindruck, man möge es mir nachsehen, wenn es falsch ist, es geht in einigen Fällen nur ums labern und jammern. Leiden ist oft leichter wie lösen.
Gruß Melike

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