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Kein Draht zur Tochter

10. Juli 2006 um 12:19

Ich weiß, dass dieser Beitrag eher im Forum Familie/Erziehung gepostet werden sollte, aber nachdem ich dort einige Beiträge gelesen habe, muss ich feststellen, dass mir das überhaupt nicht gefällt. Und indirekt betrifft das hier auch meine Beziehung - bzw. belastet diese sehr!


Ich versuche mich möglichst kurz zu fassen.

Ich bin seit 15 Jahren mit meinem Freund zusammen. Die Beziehung war von Anfang an mehr als chaotisch (ich habe ihn kurz vor seiner Scheidung kennen gelernt) und war eine Achterbahn der Gefühle.
Er hat aus seiner Ehe zwei Söhne mittlerweile 17 und 18 Jahre alt und seit 8 Jahren haben wir eine gemeinsame Tochter. Er wollte dieses Kind auf keinen Fall, jedoch habe ich mich für sie entschieden auch auf die Gefahr hin, dass ich sie alleine großziehen muss. Heute versichert er mir immer wieder, wie sehr er dieses Kind liebt und wie froh er ist, dass ich mich damals durchgesetzt habe.
Das Problem ist jedoch, dass die beiden keinerlei Draht zueinander finden. Ich muss dazu sagen, dass wir aus verschiedenen Gründen - nicht zusammenleben und ich unsere Tochter mehr oder weniger alleine großziehe. Wir sind zwar mindestens jeden 2. Tag beim Papa (er wohnt nur 5 km von uns entfernt) aber er hat keinerlei Ambitionen sich mit ihr zu beschäftigen. Es war von Anfang an so, er hat sie kein einziges mal gewickelt, sie ins Bett gebracht o.ä.! Seine Söhne hatte er nach der Scheidung jedes 2. Wochenende (er hat sehr um diese Recht gekämpft seine Ex hat alles versucht, ihm die Kinder zu entziehen), als sie dann ins schwierige Alter kamen, wurden sie ihm vor die türe gestellt (sie waren damals 10 und 11 Jahre alt). Er ist ein sehr strenger, aber gerechter Vater und seine Söhne haben heute ein sehr sehr gutes ja geradezu freundschaftliches Verhältnis zu ihm.

Ich frage mich, warum er das alles mit seiner Tochter nicht kann????? Er sagt Ich liebe unsere tochter, aber ich kann mit Mädchen einfach nicht so gut wie mit Jungs. Das wird schon irgendwann! Sie weiß auf jeden Fall, wo sie hingehört!

Ich bin aber mittlerweile der Meinung, dass sie das nicht weiß! Sie will ohne mich auf keinen Fall zu Ihrem Papa und sie ist auch extrem eifersüchtig, wenn er beispielsweise mit mir schmust und mich küsst. Sie drängt sich dazwischen und sagt : lass meine Mama in Ruhe.

Ich liebe meinen Freund über alles und die Beziehung ist mittlerweile gewachsen und nahezu perfekt. Wir verstehen uns auf der ganzen Linie es ist mit einem Wort: wunderbar! Aber diese Sache belastet mich doch sehr!

Ich habe mir schon überlegt, dass ich sie einfach mal übers Wochenende zu ihm bringe und alleine irgendwo hinfahre. Damit sie sich näher kommen können. Er ist einverstanden damit und befürwortet das auch, aber sie will das nicht.

Was ratet ihr mir oder wie seht Ihr das Ganze????

Danke schon mal vorab,

LG

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10. Juli 2006 um 14:12

Auf keinen Fall ...
... solltest du deine Tochter zwingen, ein Wochenende mit ihrem Vater zu verbringen. Ich finde das auch sehr merkwürdig, dass sie so ablehnend ihm gegenüber ist. Aber ich würde nichts erzwingen, was sie nicht wirklich will. Lass' es doch so wie es ist. Vielleicht ändert sich ja das Verhältnis zu ihrem Vater mit den Jahren. Davon bin ich sogar überzeugt. Vielleicht ist sie ja auch verwirrt, weil du mit ihrem Vater nicht zusammen lebst, ihr jedoch eine Beziehung miteinander habt. Hast du dich schon einmal in ihre Lage versetzt, mit ihr darüber gesprochen? Sie ist acht Jahre alt, da kann sie dir doch sicher sagen, wie sie sich fühlt!

LG

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10. Juli 2006 um 14:37

Ich möchte dir..
auf keinen Fall zu nahe treten. Allerdings finde ich das man doch bedenken sollte das eure Tochter nicht in "normalen" Verhältnissen aufwächst. Immerhin wohnt ihr nicht zusammmen wie eine "richtige" Familie. Ich kann mir vorstellen das dies Auswirkungen auf eure Tochter hat, schliesslich kriegt sie im Leben (Alltag, Schule etc.) ja mit wie andere Kinder aufwachsen.

Zweitens: Ich bin zielich sicher das eure Tochter eine Art "Ablehnung" (vorsichtig ausgedrückt) vom Vater spürt. Er selbst sagt ja das er besser mit Jungs kann. Das wirkt sich automatisch auf Ihre Psyche aus (ist jetzt zu kompliziert zu erklären (va.a weil ich die näheren Umstände nicht kenne), aber ich studiere Psycholgoie und leite es daher ab).


Lieben Gruss

Engelbengel

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10. Juli 2006 um 14:54
In Antwort auf strandnixe

Auf keinen Fall ...
... solltest du deine Tochter zwingen, ein Wochenende mit ihrem Vater zu verbringen. Ich finde das auch sehr merkwürdig, dass sie so ablehnend ihm gegenüber ist. Aber ich würde nichts erzwingen, was sie nicht wirklich will. Lass' es doch so wie es ist. Vielleicht ändert sich ja das Verhältnis zu ihrem Vater mit den Jahren. Davon bin ich sogar überzeugt. Vielleicht ist sie ja auch verwirrt, weil du mit ihrem Vater nicht zusammen lebst, ihr jedoch eine Beziehung miteinander habt. Hast du dich schon einmal in ihre Lage versetzt, mit ihr darüber gesprochen? Sie ist acht Jahre alt, da kann sie dir doch sicher sagen, wie sie sich fühlt!

LG

Liebe Strandnixe (schöner Name )
Danke für Deine Anwort!
Vielleicht hast Du Recht und das Verhältnis ändert sich wirklich mit den Jahren so wie auch mein Freund das sieht.
Mit der Situation des Nicht-Zusammenlebens hat sie glaube ich kein Problem. Sie kennt das von klein auf und es ist für sie ganz normal, dass wir heute beim Papa sind und morgen bei uns zuhause.
Sie ist ein ganz liebes und sehr offenes Kind, aber beim eigenen Vater macht sie ziemlich dicht!
Ich habe mit ihr schon öfters über diese Dinge geredet und sie sagt, dass sie den Papa lieb hat, aber halt lieber bei mir ist. Ich will da auch nicht zuviel rumbohren und im Grunde geht es ja gar nicht darum, dass die Kleine was ändern soll. Das kann sie in dem Alter auch noch gar nicht. Es wäre ja verrückt von einem 8-jährigen Mädchen zu verlangen, dass sie die Beziehung zum Vater vertieft.
Das erwarte ich von meinem Freund. Aber wahrscheinlich kann ich auch von dieser Seite nichts erzwingen.
Es ist halt nur so schade zu erleben, dass sie lieber mit Freunden und Bekannten was unternimmt als mit dem eigenen Vater! Und diese Eifersucht von ihrer Seite nervt mich manchmal ganz gewaltig. Und ich kann schwer damit umgehen.

LG

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10. Juli 2006 um 15:13
In Antwort auf zahrah_12682171

Liebe Strandnixe (schöner Name )
Danke für Deine Anwort!
Vielleicht hast Du Recht und das Verhältnis ändert sich wirklich mit den Jahren so wie auch mein Freund das sieht.
Mit der Situation des Nicht-Zusammenlebens hat sie glaube ich kein Problem. Sie kennt das von klein auf und es ist für sie ganz normal, dass wir heute beim Papa sind und morgen bei uns zuhause.
Sie ist ein ganz liebes und sehr offenes Kind, aber beim eigenen Vater macht sie ziemlich dicht!
Ich habe mit ihr schon öfters über diese Dinge geredet und sie sagt, dass sie den Papa lieb hat, aber halt lieber bei mir ist. Ich will da auch nicht zuviel rumbohren und im Grunde geht es ja gar nicht darum, dass die Kleine was ändern soll. Das kann sie in dem Alter auch noch gar nicht. Es wäre ja verrückt von einem 8-jährigen Mädchen zu verlangen, dass sie die Beziehung zum Vater vertieft.
Das erwarte ich von meinem Freund. Aber wahrscheinlich kann ich auch von dieser Seite nichts erzwingen.
Es ist halt nur so schade zu erleben, dass sie lieber mit Freunden und Bekannten was unternimmt als mit dem eigenen Vater! Und diese Eifersucht von ihrer Seite nervt mich manchmal ganz gewaltig. Und ich kann schwer damit umgehen.

LG

Was ich nicht verstehe, ...
... ist, dass sie den Kontakt zu ihrem Vater meidet. Das ist doch irgendwie seltsam. Jedes Kind sucht doch die Nähe und die Liebe zu seinen Eltern. Ich will jetzt deinem Freund nichts unterstellen, aber ich bin, was sowas angeht, immer ein wenig hellhörig. Kann es vielleicht sein, dass er sich ihr mal irgendwie 'genähert' hat? Und die Eifersucht, gar keine Eifersucht ist? Hast du daran vielleicht mal gedacht? Sorry, aber ich sage eben, was ich so denke.

LG

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10. Juli 2006 um 15:14
In Antwort auf engelbengel

Ich möchte dir..
auf keinen Fall zu nahe treten. Allerdings finde ich das man doch bedenken sollte das eure Tochter nicht in "normalen" Verhältnissen aufwächst. Immerhin wohnt ihr nicht zusammmen wie eine "richtige" Familie. Ich kann mir vorstellen das dies Auswirkungen auf eure Tochter hat, schliesslich kriegt sie im Leben (Alltag, Schule etc.) ja mit wie andere Kinder aufwachsen.

Zweitens: Ich bin zielich sicher das eure Tochter eine Art "Ablehnung" (vorsichtig ausgedrückt) vom Vater spürt. Er selbst sagt ja das er besser mit Jungs kann. Das wirkt sich automatisch auf Ihre Psyche aus (ist jetzt zu kompliziert zu erklären (va.a weil ich die näheren Umstände nicht kenne), aber ich studiere Psycholgoie und leite es daher ab).


Lieben Gruss

Engelbengel

@engelbengel
Danke auch Dir für die Antwort.
Zunächst: Du trittst mir sicherlich nicht nahe! Im Gegenteil, ich habe nichts davon, wenn man mir nach dem Maul redet. Ich bin dankbar für jeden Denkanstoß! Wie ich schon an Strandnixe geschrieben habe, glaube ich nicht, dass sie ein Problem mit der Art des Zusammenlebens hat. Aber ich kann mich auch täuschen man sieht halt nicht rein. Ich habe sie auch schon gefragt, ob sie das komisch findet und sie antwortet: Nein, ich finde es cool dann habe ich Dich auch öfters für mich allein!
Wahrscheinlich ist diese Fixierung auf mich auch nicht gerade das Gelbe vom Ei aber was soll ich tun???? Ein Zusammenleben unter einem Dach mit meinem Freund geht schief, das weiß ich aus Erfahrung. Diese Art der Beziehung ist für uns beide am Besten und das Kind profitiert meiner Meinung nach auch davon, wenn die Eltern sich gut verstehen.

Zu Deinem zweiten Punkt: da gebe ich Dir 100 % Recht! Ich kann es zwar nicht nachvollziehen, warum er nicht mit Mädchen kann, aber vielleicht hängt das auch wieder mit seiner eigenen Erziehung zusammen (sehr gefühlsarmer, gewalttätiger Vater, für den Mädchen auch nichts wert waren).
Nur die Frage ist, kann ich da in irgendeiner Hinsicht einlenken????

Das schlimme ist immer, dass man in die Kinder nicht reinschauen kann. Nach Außen ist sie ein unglaublich selbstbewusstes Kind, offen mit allem und jedem, aber ich weiß, dass sie auch sehr sehr sensibel ist. Ihrem Vater gegenüber spüre ich auch oft eine gewisse Unsicherheit. Wenn er sie z.B. schimpft, schaut sie sofort mich an. Ich übergehe das so gut wie möglich.

Nun ja, sehr schwierig das alles. Aber vielleicht habe ich von allen das Größte Problem damit

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10. Juli 2006 um 15:20
In Antwort auf strandnixe

Was ich nicht verstehe, ...
... ist, dass sie den Kontakt zu ihrem Vater meidet. Das ist doch irgendwie seltsam. Jedes Kind sucht doch die Nähe und die Liebe zu seinen Eltern. Ich will jetzt deinem Freund nichts unterstellen, aber ich bin, was sowas angeht, immer ein wenig hellhörig. Kann es vielleicht sein, dass er sich ihr mal irgendwie 'genähert' hat? Und die Eifersucht, gar keine Eifersucht ist? Hast du daran vielleicht mal gedacht? Sorry, aber ich sage eben, was ich so denke.

LG

Ihr seid einfach genial...
... ich bin nicht böse wegen solcher 'Vermutungen' - im Gegenteil. Besser einmal zuviel ausgesprochen als zu wenig.
Nein, dass kann ich zu 10000000000 % ausschließen.
Ich denke eher, dass es eine gewisse Unsicherheit von ihrer Seite ist. Eben weil sie sich nicht 'angenommen' fühlt und auch sieht, dass der Papa mit den (Stief-)Brüder soviel unternimmt. Nur für diese Art der Unternehmungen ist sie leider noch zu klein (Jagen, Kajakfahren, Tauchen etc.) und er macht sich eben nicht die Mühe, auch mal mit ihr was 'kindgerechtes' zu machen. Und das ist das, was mich so verletzt!

Vielleicht bin ich auch mit Schuld daran, dass sie so auf mich fixiert ist. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich sie besonders 'betütteln' muss, weil von Vater-Seite nicht soviel rüberkommt!



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10. Juli 2006 um 15:29
In Antwort auf zahrah_12682171

Ihr seid einfach genial...
... ich bin nicht böse wegen solcher 'Vermutungen' - im Gegenteil. Besser einmal zuviel ausgesprochen als zu wenig.
Nein, dass kann ich zu 10000000000 % ausschließen.
Ich denke eher, dass es eine gewisse Unsicherheit von ihrer Seite ist. Eben weil sie sich nicht 'angenommen' fühlt und auch sieht, dass der Papa mit den (Stief-)Brüder soviel unternimmt. Nur für diese Art der Unternehmungen ist sie leider noch zu klein (Jagen, Kajakfahren, Tauchen etc.) und er macht sich eben nicht die Mühe, auch mal mit ihr was 'kindgerechtes' zu machen. Und das ist das, was mich so verletzt!

Vielleicht bin ich auch mit Schuld daran, dass sie so auf mich fixiert ist. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich sie besonders 'betütteln' muss, weil von Vater-Seite nicht soviel rüberkommt!



Puh ...
..., da bin ich aber erleichtert. Dann bleibt dir nur eins: Wenn er mit Eurer Tochter nichts anfangen kann, dann würde ich an deiner Stelle, viel mit ihr alleine unternehmen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie auch ungern mit Euch beiden gemeinsam etwas unternimmt. Vielleicht ändert dein Freund dann wenigstens ein bisschen sein Verhalten. Ich sage mir immer: Wenn ich nichts verändere, dann ändert sich gar nichts. Du merkst, dass da etwas nicht stimmt. Deinem Freund ist es sichtlich egal. Und deine Tochter ist so reingewachsen. Also, ändere dein Verhalten, dann wird sich alles andere zum Positiven ändern.

LG

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10. Juli 2006 um 15:40
In Antwort auf strandnixe

Puh ...
..., da bin ich aber erleichtert. Dann bleibt dir nur eins: Wenn er mit Eurer Tochter nichts anfangen kann, dann würde ich an deiner Stelle, viel mit ihr alleine unternehmen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie auch ungern mit Euch beiden gemeinsam etwas unternimmt. Vielleicht ändert dein Freund dann wenigstens ein bisschen sein Verhalten. Ich sage mir immer: Wenn ich nichts verändere, dann ändert sich gar nichts. Du merkst, dass da etwas nicht stimmt. Deinem Freund ist es sichtlich egal. Und deine Tochter ist so reingewachsen. Also, ändere dein Verhalten, dann wird sich alles andere zum Positiven ändern.

LG

An meinem Verhalten
diesbezüglich kann ich leider nicht viel verändern, weil ich es ja schon seit ewigen Zeiten so mache!
Eigentlich will ich ja genau das Gegenteil - dass wir gemeinsam was unternehmen. Sie genießt das auch offensichtlich, aber von seiner Seite kommt da eben leider nicht viel. Keine Zeit, keine Lust.....

Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass ICH nichts ändern kann. Ich werde es so hinnehmen müssen. Ich habe auch schon oft mit ihm darüber geredet und ihm gesagt, dass sein Verhalten IHM auf die Füsse fallen wird, nicht MIR!

Er ist überzeugt davon, dass sie aus ihrem Herzen heraus genau weiß, dass er für sie da ist.

So blöd es klingt, das weiß ich auch. Wenn es darauf ankommt, wirft er sich wie ein Löwe vor sein Kind.
Aus welchem Grund auch immer, er kann ihr nicht zeigen, dass er sie liebt! Und das ist so unendlich traurig!

Ich danke Euch nochmals für die Antworten!!!

LG

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10. Juli 2006 um 17:33
In Antwort auf zahrah_12682171

An meinem Verhalten
diesbezüglich kann ich leider nicht viel verändern, weil ich es ja schon seit ewigen Zeiten so mache!
Eigentlich will ich ja genau das Gegenteil - dass wir gemeinsam was unternehmen. Sie genießt das auch offensichtlich, aber von seiner Seite kommt da eben leider nicht viel. Keine Zeit, keine Lust.....

Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass ICH nichts ändern kann. Ich werde es so hinnehmen müssen. Ich habe auch schon oft mit ihm darüber geredet und ihm gesagt, dass sein Verhalten IHM auf die Füsse fallen wird, nicht MIR!

Er ist überzeugt davon, dass sie aus ihrem Herzen heraus genau weiß, dass er für sie da ist.

So blöd es klingt, das weiß ich auch. Wenn es darauf ankommt, wirft er sich wie ein Löwe vor sein Kind.
Aus welchem Grund auch immer, er kann ihr nicht zeigen, dass er sie liebt! Und das ist so unendlich traurig!

Ich danke Euch nochmals für die Antworten!!!

LG

Naja
vielleicht kann er ihr das nicht zeigen, aber anscheinend will er das auch gar nicht. das lese ich jedenfalls daraus.
ich hab auch ein sehr schlechtes bis gar kein verhältnis zu meinem vater, allerdings bin ich scheidungskind.
ich wollte auch nie zu meinem vater, weil er mit mir (und auch mit meinen geschwistern) nichts anzufangen wusste. auch wenn er es, zumindest als ich klein war, nie direkt gesagt hat, war mir immer klar, dass ich ihm nicht viel bedeute. von seiner seite aus kam da nie was. da tuts dann auch nicht das tolle geburtstagsgeschenk oder das "ach komm, ich lad dich mal zum eis ein" als ich älter wurde. man merkt das doch, ob da zuneigung vorhanden ist oder nicht, und kinder merken das ganz besonders. das kann ich zumindest aus meiner erfahrung sagen. auch wenn man das als kind noch nicht in worte fassen kann, man merkt sowas.
vergiss wie gesagt ganz schnell die idee, sie einfach mal n wochenende zu ihm zu bringen. das wär das schlimmste, was du machen kannst.
ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die situation nicht so mir nichts dir nichts von ganz alleine mit den jahren ändert. wie denn auch, wenn er nicht anders mit ihr umgeht?
du kannst da wirklich nicht viel machen, außer mit ihm zu reden. aber wenn er nichts tun will, dann wird das nichts. wenn er wirklich was an der situation ändern will, aber nicht weiß wie, dann könnte er ja z.b. mal nen psychologen aufsuchen. irgendwo muss diess "ablehnung", mir fällt grad kein besseres wort ein, ja herkommen. und das muss auch zu ändern sein, wenn er das möchte und wenn er seine tochter wirklich liebt.
ich würde mich jedenfalls nicht mit "ach, das wird schon mit den jahren" zufrieden geben.
eure tochter wird bestimmt nicht vergessen, wie er jetzt mit ihr umgeht.
ich kann da nur von mir ausgehen. sicherlich ist die situation nicht vergleichbar, aber gewisse parallelen sind schon vorhanden. ich bin jetzt fast 23. selbst wenn mein vater sich jetzt ändern würde, könnte ich nie ein wirklich herzliches verhältnis zu ihm aufbauen. allenfalls sowas wie "wir telefonieren ab und zu mal-vielleicht besuch ich dich auch mal-wenn ich später mal kinder haben sollte, dann darfst du die auch kennen lernen-aber ihre ferien werden die nie bei dir verbringen". verstehst du? dazu ist einfach zu viel passiert. der zug ist einfach abgefahren.
bei euch allerdings noch nicht. deine tochter ist noch jung. aber wenn er zu lange so weiter macht, dann wird das nichts mehr, befürchte ich.
vielleicht seh ich das auch zu dramatisch, ich geh da jetzt einfach von mir aus. hoffentlich konnte ich dir trotzdem n bisschen helfen.

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10. Juli 2006 um 21:55
In Antwort auf karicia

Naja
vielleicht kann er ihr das nicht zeigen, aber anscheinend will er das auch gar nicht. das lese ich jedenfalls daraus.
ich hab auch ein sehr schlechtes bis gar kein verhältnis zu meinem vater, allerdings bin ich scheidungskind.
ich wollte auch nie zu meinem vater, weil er mit mir (und auch mit meinen geschwistern) nichts anzufangen wusste. auch wenn er es, zumindest als ich klein war, nie direkt gesagt hat, war mir immer klar, dass ich ihm nicht viel bedeute. von seiner seite aus kam da nie was. da tuts dann auch nicht das tolle geburtstagsgeschenk oder das "ach komm, ich lad dich mal zum eis ein" als ich älter wurde. man merkt das doch, ob da zuneigung vorhanden ist oder nicht, und kinder merken das ganz besonders. das kann ich zumindest aus meiner erfahrung sagen. auch wenn man das als kind noch nicht in worte fassen kann, man merkt sowas.
vergiss wie gesagt ganz schnell die idee, sie einfach mal n wochenende zu ihm zu bringen. das wär das schlimmste, was du machen kannst.
ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die situation nicht so mir nichts dir nichts von ganz alleine mit den jahren ändert. wie denn auch, wenn er nicht anders mit ihr umgeht?
du kannst da wirklich nicht viel machen, außer mit ihm zu reden. aber wenn er nichts tun will, dann wird das nichts. wenn er wirklich was an der situation ändern will, aber nicht weiß wie, dann könnte er ja z.b. mal nen psychologen aufsuchen. irgendwo muss diess "ablehnung", mir fällt grad kein besseres wort ein, ja herkommen. und das muss auch zu ändern sein, wenn er das möchte und wenn er seine tochter wirklich liebt.
ich würde mich jedenfalls nicht mit "ach, das wird schon mit den jahren" zufrieden geben.
eure tochter wird bestimmt nicht vergessen, wie er jetzt mit ihr umgeht.
ich kann da nur von mir ausgehen. sicherlich ist die situation nicht vergleichbar, aber gewisse parallelen sind schon vorhanden. ich bin jetzt fast 23. selbst wenn mein vater sich jetzt ändern würde, könnte ich nie ein wirklich herzliches verhältnis zu ihm aufbauen. allenfalls sowas wie "wir telefonieren ab und zu mal-vielleicht besuch ich dich auch mal-wenn ich später mal kinder haben sollte, dann darfst du die auch kennen lernen-aber ihre ferien werden die nie bei dir verbringen". verstehst du? dazu ist einfach zu viel passiert. der zug ist einfach abgefahren.
bei euch allerdings noch nicht. deine tochter ist noch jung. aber wenn er zu lange so weiter macht, dann wird das nichts mehr, befürchte ich.
vielleicht seh ich das auch zu dramatisch, ich geh da jetzt einfach von mir aus. hoffentlich konnte ich dir trotzdem n bisschen helfen.

Liebe Karicia!
Deine Geschichte berührt mich sehr, da ich auch manchmal in diese Richtung denke.
Was für eine Beziehung wird sie als erwachsene Frau mal zu ihrem Vater haben????
Weiß er eigentlich, was ihm entgeht???
Ich hatte den besten Vater, den man sich nur vorstellen kann. Vielleicht ist auch deshalb der Wunsch in mir so übermächtig, dass auch sie einen tollen Papa hat??!!!!
Ich könnte oft weinen, wenn ich darüber nachdenke, was unser Vater alles mit uns Kindern unternommen hat. Da gab es NIE ein keine Zeit, kein Nerv, kein Bock. Er war immer für uns da und hat jeden Schei@ mit uns gemacht. Und wir standen letzten Endes auch gemeinsam an seinem Sterbebett und haben in Frieden Abschied genommen.

ohje, ich werde sentimental!!!!

Nein, es ist wahr, es ist so traurig und wenn ich mich so umsehe wie viele Väter es gibt, die es im Grunde genauso machen.

In unserem Fall verletzt es mich nur so sehr, da ich weiß, dass er es kann. Er hat um seine Söhne gekämpft wie ein Löwe! Jeder andere (oder zumindest sehr viele) hätten an seiner Stelle aufgegeben. Und seine Söhne wissen das heute und stehen zu 100 % zu ihm.

Nur unsere Kleine schaut in die Röhre. Ich könnte manchmal platzen vor Wut!!!!

Ich habe natürlich auch schon überlegt, ob sich evtl. was ändert, wenn die Jungs mal aus dem Haus sind. Er hat viel Energie in sie reingesteckt und hatte es nicht leicht als alleinerziehender Vater mit 2 pupertierenden Chaoten (ich liebe diese 2 Jungs wie meine eigenen - das nur am Rande).
Die Kleine hatte natürlich mich und war versorgt, die beiden wurden von der Mutter mehr oder weniger 'geschickt' als sie unangenehm wurden und brauchten ihn um so mehr.

Ach, ich weiß es nicht!!!

Danke Dir trotzdem ganz herzlich für Deinen Beitrag und wünsche Dir alles erdenklich Gute!!!

LG

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