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Katholisch und Konfessionslos - mache ich mir zu viele Gedanken?

22. Juli 2014 um 16:52

Ich gestehe direkt vorab:
wir sind noch nicht lange zusammen (4 Monate) aber ich mache mir dennoch sehr viele Gedanken über folgendes "Problem":

Er ist katholisch und ich bin konfessionslos. Anscheinend wird in der Ecke wo seine Heimat ist das ganze noch sehr ernst genommen (kannte ich in diesem Ausmaß nicht).

Ich habe vor einiger Zeit mit meiner Oma gesprochen und die erzählte mir, dass das bei einer meiner Tanten ein riesen Problem war, da meine Familie ev. ist und sie einen katholischen Mann geheiratet hat.
Sie musste sich dieser Religion komplett beugen.

Natürlich ist das einige Jahrzehnte her aber dieses Gespräch machte mir Gedanken worauf hin ich meinen Freund ansprach wie er sich in gewissen Fällen denn Verhalten würde.

Und anscheinend ist es wirklich ein sehr schwieriges Thema.

Es soll wenn, dann katholisch geheiratet werden, die Kinder müssen katholisch getauft werden usw.

Es war weniger ein Gespräch, da das ganze eine Diskussion wurde da ich teilweise Kompromissbereit bin aber auch der Auffassung bin, meine Kinder nicht zu etwas zu zwingen, was sie eventuell nicht wollen.

Ich würde wohl alles dafür tun, damit sie nicht katholisch getauft werden.

Irgendwann sagte er, dass es ja eigentlich garkein Thema ist, wobei ich gestehe: er hat ja recht aber (und versteht er auch) was ist, wenn es mit ihm beständig ist, und ich am ende mit ihm vor diesen ganzen Fragen und Problemen stehe? Ich möchte nicht, dass ich in einigen Jahren feststellen muss, dass unsre Differenzen in Bezug auf Hochzeit und Kindererziehung bzw Religion das Todesurteil unserer Beziehung sind.

Er sagte, wenn es garnicht anders geht MUSS man ja dann eine andere Lösung finden.
Sprich: Einen Kompromiss für mich eingehen.
(Er scheint mir bei dieser Sache nur wenig Kompromissbereit)

Nach dieser Antwort war es soweit okay für mich. Wobei ein Kompromiss ja selbstverständlich sein sollte oder ich denke einfach zu modern...

Nun habe ich ein bisschen gelesen und bin auf ein Thema gestoßen, dass mir so garnicht passt.

Heiraten scheint ja wenn man den Segen hat kein Problem zu sein. Aber er muss dann versprechen, die Kinder unter katholischem Glauben aufzuziehen?

Mir bereitet das totales Kopfzerbrechen, da ich irgendwie Angst habe, dass ich (sollte er der Richtige sein) in ein paar Jahren vor einem Trümmerhaufen stehe "nur" weil die Sturheit dieser Religion (zumindest in dieser Familie/bei ihm) so extrem ist.

Mache ich mir nun zu viele Gedanken oder sind das alles teilweise berechtigte Fragen, welche mir im Kopf rumschwirren?

Mir macht das irgendwie große Sorgen.
Egal mit wem ich eine Beziehung geführt habe, ich habe mit keinem Solche Probleme bei diesem Thema gehabt.

Es wäre schön es zu lassen zu schreiben, dass wir eh "zu kurz" zusammen sind.
Für mich (und ihn) würde das Thema ohnehin erst in 3-5 Jahren relevant werden

(bin 24, er 26)

Freue mich auf aufschlussreiche oder hilfreiche Antworten und danke für's lesen!



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22. Juli 2014 um 17:05

Ich persönlich kann
überhaupt nicht mit Menschen, die in Religionsfragen dermaßen stur, altmodisch und fanatisch sind. Mein Verlobter ist ebenfalls katholisch und ich bin evangelisch. Bei uns ist das kein Problem, denn wir beide gehören nicht zu der Sorte Menschen, die Religion über ihr Leben bestimmen lassen. Kirchlich heiraten werden wir wahrscheinlich auch und zwar in meiner Kirche, darauf bestand er, nicht ich. Und unsere Kinder werden erst getauft, wenn sie sich selbst dafür entscheiden.

Im übrigen finde ich es gut, dieses Thema (Religion) bereits früh in einer Beziehung anzuschneiden, bevor es dann später zu "bösen" Überraschungen kommt.
Lass dich auf nichts ein, womit du nicht leben kannst und mach ihm klar, dass es bestimmte Dinge mit dir nicht geben wird (katholische Erziehung d. mögl. Kinder etc.).
Verlange einfach von ihm, dass er deine Entscheidung der Konfessionslosigkeit ebenso respektiert wie du seine Religiosität. Wenn er das nicht kann oder das auch nicht bei seiner Familie durchsetzen kann, dann ist er vielleicht nicht der Richtige...

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22. Juli 2014 um 17:09
In Antwort auf vikki_12337483

Ich persönlich kann
überhaupt nicht mit Menschen, die in Religionsfragen dermaßen stur, altmodisch und fanatisch sind. Mein Verlobter ist ebenfalls katholisch und ich bin evangelisch. Bei uns ist das kein Problem, denn wir beide gehören nicht zu der Sorte Menschen, die Religion über ihr Leben bestimmen lassen. Kirchlich heiraten werden wir wahrscheinlich auch und zwar in meiner Kirche, darauf bestand er, nicht ich. Und unsere Kinder werden erst getauft, wenn sie sich selbst dafür entscheiden.

Im übrigen finde ich es gut, dieses Thema (Religion) bereits früh in einer Beziehung anzuschneiden, bevor es dann später zu "bösen" Überraschungen kommt.
Lass dich auf nichts ein, womit du nicht leben kannst und mach ihm klar, dass es bestimmte Dinge mit dir nicht geben wird (katholische Erziehung d. mögl. Kinder etc.).
Verlange einfach von ihm, dass er deine Entscheidung der Konfessionslosigkeit ebenso respektiert wie du seine Religiosität. Wenn er das nicht kann oder das auch nicht bei seiner Familie durchsetzen kann, dann ist er vielleicht nicht der Richtige...

Ja..
ich wünschte das wäre bei uns auch so unkompliziert... aber ich glaube das ist es nicht.
er versteht glaube auch nur teilweise wieso ich so früh drüber nachdenke aber seit ich damit konfrontiert worden bin wie er das so sieht lässt es mir keine ruhe mehr...
und das macht mir wirklcih große angst.
aber sollte ich also eher einen haken dran setzen, wenn er antwortet "ohne taufen geht nicht" "du musst in meienr kirche heiraten" ?

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22. Juli 2014 um 17:31
In Antwort auf aliah_12739185

Ja..
ich wünschte das wäre bei uns auch so unkompliziert... aber ich glaube das ist es nicht.
er versteht glaube auch nur teilweise wieso ich so früh drüber nachdenke aber seit ich damit konfrontiert worden bin wie er das so sieht lässt es mir keine ruhe mehr...
und das macht mir wirklcih große angst.
aber sollte ich also eher einen haken dran setzen, wenn er antwortet "ohne taufen geht nicht" "du musst in meienr kirche heiraten" ?

Wenn ihm die Kirche
wirklich so wichtig ist, sogar wichtiger als deine Wünsche, dann solltest du sehr stark überlegen, ob du damit leben kannst. Ich könnte es nicht. Ich würde mir nie von einer Religion, vorschreiben lassen, wie ich mein Leben zu leben und meine Kinder zu erziehen habe!
Warum sollte man den Kindern etwas fürs (über)Leben derart unwesentliches, wie Religionszugehörigkeit, vorschreiben? Das sollte jeder für sich entscheiden, wenn er alt genug ist, einschätzen zu können, was Religion bedeutet.
Du kennst deinen Freund. Du weißt ihn einzuschätzen. Du weißt am besten, ob er quasi ein religiöser "Fanatiker" ist oder ob er auch einfach mal alle fünfe grade sein lassen kann, was das angeht. Ich rate dir hier nicht zur Trennung, nur dazu, dass du dir im klaren sein musst, dass es für dich schwer werden wird mit einem ultrareligiösen Mann.
Wie hat eigentlich seine Familie auf dich reagiert? Auf deine Konfessionslosigkeit?

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22. Juli 2014 um 17:55

Hmm
und bei dir und deinem mann war das kein problem?

finde es schön einige geistreiche (nicht im sinne der kirche ) zu lesen.
das ist schon hilfreich.
und wenn ich es genau nehme, finde ich es keinesfalls schlecht so früh drüber nachzudenken.

denn was is wenn ich mit 30 einen antrag bekomme und plötzlich bei der planung man feststellt dass es einen haufen scheinbar unlösbarer probleme gibt? an so einen punkt möchte ich niemals in meinem leben gelangen...

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22. Juli 2014 um 18:18

Ich finde du machst dir nicht
zu viele Gedanken.
Ich bin in einer aehnlichen Situation gewesen, wobei er (Amerikaner - die sind im Sueden besonders glaeublig!) Baptist gewesen ist. Es ging sogar so weit, dass ich, als ich seine Familie kennenlernte, nicht mit ihm in einem Zimmer schlafen durfte!
Ich bin da offen rangegangen und habe mir alles von ihm angehoert und mir meine eigenen Gedanken dazu gemacht! Ich habe sogar angefangen die Bibel zu lesen!
Aber mich hat das am Ende einfach so kaputt gemacht, dass ich es beenden musste! Er wollte mich ja bekehren damit es mir gut geht! Vonwegen... also wer einem versucht eine Religion so aufzuzwingen, der ist auch in anderen Situationen kompromisslos.
Es kann ja auch sein, dass es ihm gar nicht so wichtig ist in einer kath. Kirche zu heiraten, sondern es einfach nur wichtig ist, weil es Tradition ist und bevor er ein Leben voller Verachtung von seiner Familie fuehrt "muss" er quasi kath. heiraten.
Wenn ihr euch eine Zukunft aufbauen wollt, dann muesst ihr miteinander reden und klaeren wir ihr gegenseitig zur Religion steht.
Letzendlich tut es deinen Kindern aber auch nicht weh wenn sie katholisch getauft werden. Viele werden als Baby getauft und gehen ein Leben lang unglaeugbig durch's Leben.
....Und wenn sie "gross" sind koennen deine Kinder immer noch aus der Kirche austreten!

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22. Juli 2014 um 18:55

Sehr toller beitrag
und danke dir maskenhaft !

genau das ist meine intention

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22. Juli 2014 um 20:04

Ich finde, du siehst
das etwas zu dramatisch. Für ihn ist eine kirchliche Trauung wichtig. Deshalb musst du ja nicht an Gott glauben. Sieh doch einfach das schöne dahinter: Eine Hochzeit in einer Kirche verbreitet eine schöne Stimmung, die nicht mit dem Standesamt vergleichbar ist.

Wie euer Schwur dann in der Kirche genau aussieht.....Da lassen viele Pfarrer mittlerweile auch mit sich reden. Kann man ja diskutieren und gegebenenfalls abändern.

Und was ist so schlimm daran, eure Kinder taufen zu lassen? Du zwingst sie damit ja zu nichts. Sie haben dadurch nur (wenn sie alt genug sind) die Möglichkeit, sich für oder gegen den katholischen Glauben zu entscheiden, aber eine Taufe zwingt einen nicht zu lebenslanger Verbundenheit mit der Kirche.
Mir ist nicht ganz klar, warum du den Glauben als so dramatisch darstellst. Man kann verschiedene Glauben haben oder man glaubt an keinen Gott. Alles kein Problem. Aber genauso gut könnte man sagen, du verhinderst, dass deine Kinder katholisch werden, obwohl sie das vielleicht wollen, wenn du sie nicht taufen lässt. Dadurch dass du sie taufen lässt, eröffnest du ihnen doch nur Möglichkeiten, die sie annehmen können. Müssen sie aber nicht.

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22. Juli 2014 um 20:07
In Antwort auf coquette164

Ich finde, du siehst
das etwas zu dramatisch. Für ihn ist eine kirchliche Trauung wichtig. Deshalb musst du ja nicht an Gott glauben. Sieh doch einfach das schöne dahinter: Eine Hochzeit in einer Kirche verbreitet eine schöne Stimmung, die nicht mit dem Standesamt vergleichbar ist.

Wie euer Schwur dann in der Kirche genau aussieht.....Da lassen viele Pfarrer mittlerweile auch mit sich reden. Kann man ja diskutieren und gegebenenfalls abändern.

Und was ist so schlimm daran, eure Kinder taufen zu lassen? Du zwingst sie damit ja zu nichts. Sie haben dadurch nur (wenn sie alt genug sind) die Möglichkeit, sich für oder gegen den katholischen Glauben zu entscheiden, aber eine Taufe zwingt einen nicht zu lebenslanger Verbundenheit mit der Kirche.
Mir ist nicht ganz klar, warum du den Glauben als so dramatisch darstellst. Man kann verschiedene Glauben haben oder man glaubt an keinen Gott. Alles kein Problem. Aber genauso gut könnte man sagen, du verhinderst, dass deine Kinder katholisch werden, obwohl sie das vielleicht wollen, wenn du sie nicht taufen lässt. Dadurch dass du sie taufen lässt, eröffnest du ihnen doch nur Möglichkeiten, die sie annehmen können. Müssen sie aber nicht.

Naja...
sowas können sie ja selbst entscheiden wenn man alt genug ist

nur weil ich meinen kindern in jungen jahren nicht einfach ohrlöcher stechen lassen verwehre ich ihnen ja auch nichts. machen auch viele mütter ohne drüber nachzudenekn ob das kind es will oder nicht......
immerhin waren die andren beiträge objektiver.

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22. Juli 2014 um 20:09

Naja.....
du verstehst den sinn hinter dem ganzen nicht aber manchen leuten ist es wohl verwehrt logische schritte gut nachvollziehen zu können.
du kannst dich gern aus der diskussion raushalten deine beiträge helfen eh nicht weiter und bieten keinerlei hilfe

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22. Juli 2014 um 20:29

Miese laune?
ich finde dich einfach nur peinlich und deine art dinge falsch zu interpretieren.

mein freund und ich haben keine probleme ich habe mir einfach gedanken gemacht.
ich hab ne biologische uhr und angenommen es gäbe umgekerht dinge die ihn stören welche ich nie lassen würde wäre es nur fair es rechtzeitig anzusprechen bevor ich seine zeit verschwende.

sowas ist schade aber man trägt verantwortung für sich und den partner und sollte das mit respekt behandeln.

das was du als "befruchtersucherei" und "druckaufbauerei" abstempelst gehören in guten funktionierenden beziehungen zu dingen über die man einfach irgendwann eher früh als zu spät reden sollte.

natürlich gibt es dann auch die menschen wie dich, die in forum einfach rumstänkern weil sie selbst nicht glücklich werden oder sind oder irgendwelchen frust ablassen möchten.

ich habe da es mir heut nicht aus dem kopf ging meinem freund noch mal kurz geschrieben, dass ich mir darüber sorgen mache und er bestätigte mir dass diese absolut nciht berechtigt sind und er auf keinen fall etwas durchpressen muss was nicht sein muss oder einen unglücklich macht

was bringt es also?

ich kann die beziehung genießen und muss nicht erst in einigen jahren feststellen dass was verkehrt läuft.

genau das bringt es, zu reden

btw: gute kommunikation ist ein absolutes MUSS

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22. Juli 2014 um 20:30

Und was ist
wenn man offiziell aus der Kirche austritt? Dann ist man doch konfessionslos, oder sehe ich das falsch?

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22. Juli 2014 um 20:31

Die gute
alte bibel, soll vorgabe für so vieles sein aber beachten tut es im endeffekt keiner.

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22. Juli 2014 um 21:04

@maskenhaft und die andren
danke für die profuktiven meinungen und beiträge.
den rest der diskussion lese ich mir schon garnicht mehr durch, für mich ist das thema jetzt abgehakt und fühle mich erleichtert und besser verstanden durch euch sowie durch meinen freund.
und ps mister meckertyp
mein freund ist immer ehrlich und hat es nicht nötig aus "angst oder druck" mir irgendwelches zeug daher zu faseln.
er macht alles wie er es für richtig hält auch wenn es dinge sind die besser sein könnten.
er macht es so wie er es am ehrlichsten sagen und tun kann und würde niemals lügen.

insofern denke ich schon dass ich weiß mit wem ich zusammen bin da wir eine ehrliche beziehung führen ohne dieses kindische "ich fühle mich unter druck gesetzt ich muss lügen" spiel....
da wird eben eher lieber einmal mehr diskutiert als einmal zu wenig.

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23. Juli 2014 um 8:21

"die hat da irgendwelche neurotischen Zwangsvorstellungen und fühlt sich "verfolgt""
Du schießt mal wieder übers Ziel hinaus.
warum sollte sie ihre Kinder taufen lassen, wenn sie mit Religion nichts am Hut hat? Warum nicht abwarten, bis sie es selbst entscheiden können?
Das hat nichts mit Zwangsvorstellungen zu tun, sondern einfach mit der Freiheit selbst entscheiden zu lassen.
Warum Kindern eine Religion aufzwingen? Ist doch unnötig und außerdem geheuchelt...

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23. Juli 2014 um 9:49

"das euer Kind nicht getauft wurde, würde sich ganz schnell herrum sprechen
...und im Kindergarten/Schule wird es gemobbt"

So ein Quatsch. Meine Nichte und mein Neffe wurden beide nicht getauft und ihre Eltern sind ebenfalls Atheisten, mussten aber ihre beiden Kinder in einen katholischen Kindergarten bringen (der Große geht inzwischen auch in eine katholische Schule) und da wurde nie jemand gemobbt. Im übrigen leben auch sie in Baden-Württemberg.
Solche Erfahrungen lassen sich nicht pauschalisieren.

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