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Kann nicht Schluss machen - einfach mal auskotzen

15. März 2017 um 21:02

Irgendjemand hat mir gesagt, dass es eine gute Therapiemöglichkeit sei, aufzuschreiben was dich beschäftigt. Und ja, jetzt kommt wieder irgendwas über Beziehung, irgendwas was jeder kennt und über das jeder anders denkt. Grundsätzlich hab ich immer gedacht, sowas klärt man am besten mit dem Partner. Doch was, wenn der Partner nicht zuhören oder verstehen will? Vielleicht liegt es auch nicht am Partner. Nach vier Beziehungen - alle nicht länger als 2 Jahre- und vielen kleineren Geschichten bin ich mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich denke, dass ich ein Problem habe. Vor ungefähr 9 Jahren (mit 16) hatte ich meine erste Freundin. Habe schon sehr früh festgestellt, dass ich ein seltsames Gefühl hatte, wenn sie mit anderen Jungs unterwegs war. Dieses Gefühl hat sich meistens in Form von Unruhe und Nervosität gezeigt. Damals habe ich noch gedacht, ich hätte den 7ten Sinn und ein besonderes Gespür für eventuelle Untreue meiner Partnerinnen, doch dazu später mehr. Nachdem mich diese „Angstzustände“ nun schon bis heute begleiten, habe ich irgendwann angefangen mich zu reflektieren und bin nach Gesprächen mit meinen Eltern und viel eigener Recherche zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei mir zumindest mal um Verlustängste handelt. Diese versuche ich nun schon seit einigen Jahren selbst zu bekämpfen. Durch das Wissen um mein Problem fällt es mir mittlerweile leichter damit umzugehen und es unter einigermaßen unter Kontrolle zu halten. Nun habe ich bei allen meinen Partnerinnen feststellen müssen, dass jede selbst psychische Probleme hatte. Klar wer ist denn heutzutage noch gesund? Die Gesellschaft macht uns schließlich alle krank. Doch in diesem Fall handelte es sich einmal um schwere Depressionen mit Klinikaufenthalt und des Weiteren oft um Minderwertigkeitskomplexe. Diese haben sich häufig durch den extremen Wunsch nach männlicher Bestätigung (nicht unbedingt nur meiner) gezeigt. Ich hatte nie ein Problem auf Frauen zu zugehen und schon gar nicht diese von mir zu begeistern. Dennoch waren alle meine Partnerinnen in jeder festen Beziehung bisher psychisch angeschlagen. Meine Verlustängste, gepaart mit dem Wunsch meiner Partnerinnen nach viel männlicher Bestätigung um das eigene Selbstwertgefühl aufzubauen, hat wie man sich sicher vorstellen kann nie sonderlich gut zusammengepasst. Mir ging es meistens sehr schlecht und ich bekam wenig Mitgefühl. Die Damen waren in der Regel so sehr mit sich und ihren eigenen Sorgen beschäftigt, dass dort nicht allzu viel Platz für meine Sorgen und Nöte war, geschweige denn Rücksicht mir gegenüber. In „guten“ Zeiten hat alles funktioniert und man hat sich zugehört, doch sobald es schwierig wurde, war ich auf mich allein gestellt. Nun hatte ich immer das Problem, dass mir diese Frauen nicht gut getan haben. Doch ich kann bis heute nicht Schluss machen. Ich befinde mich aktuell wieder in einer Beziehung und bin alles andere als glücklich. Sie braucht extrem viel andere Bestätigung und jedes Mal, wenn es zum Streit kommt, bleibt eine Entschuldigung aus. Ich habe es in nun 1/1/2 Jahren vlt. 1-2 mal erlebt, dass sie sich entschuldigt hat. Lange Rede kurzer Sinn - egal wie sehr ich verletzt werde, ich kann nicht Schluss machen und lasse mich beschissen behandeln. Ich könnte eig. noch so viel mehr schreiben, doch ich bin froh, dass ich mir nun wenigstens das hier von der Seele schreiben konnte.

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16. März 2017 um 2:36

Ja wahrscheinlich ist es sogar das - das Alleine sein - aber das könnte ich auch defintiv einfacher haben^^ 

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16. März 2017 um 12:17

25

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