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Kann nicht mehr.......

4. Mai 2012 um 19:50

.......weiß nicht mehr wo es anfing und wo es aufhörte....
Vielleicht erst mal von Anfang an. Wir waren ca 10 Jahre verheiratet. Mein Mann war aber selbst in diesen 10 Jahren immer weg. Einmal Bundeswehr, einmal Studium, dann wieder Prüfungen und Lehrgänge.....in dieser Zeit hab ich ihm den Rücken frei gehalten und er konnte sich auf seine Karriere konzentrieren. Meinen Job musste ich aufgeben als die Kinder kamen........doch schon bald fing ich wieder an zu arbeiten weil mir die Decke auf den Kopf fiel und ich unter Menschen musste. Zudem wohnen wir auf dem Land und sind doch recht einsam. Wir haben dann ein Haus gebaut, direkt neben meinen Eltern. Wie konnten während ich arbeiten ging auf die Jungs aufpassen. Im Gegenzug schaute und kümmerte ich mich um sie.
Dann bekam mein Mann ein tolles Angebot und fing eine Arbeit 4 autostunden entfernt an.... anfangs sollten es ein bis zwei Jahre werden.....daraus sind nun zwölf geworden!!!!
Die ersten zwei Jahre waren schrecklich und unsere Ehe wäre daran fast zerbrochen....die wochenenden waren viel zu kurz und unter die Woche schien die Zeit still zu stehen...Die Kinder waren noch klein, ich ging Arbeiten hatte Haus und Eltern zu plegen.....war völlig überfordert...trotzdem hab ich diesen Spagat irgendie geschafft auch ohne ihn.
Dann setzte plötzlich nach zwei Jahren eine Wende ein. Ich wurde komplett selbständig machte mit den Kindern eh immer alles allein und die Wochenenden waren auf einmal unglaublich lang und die Woche viel zu kurz!
Viele Diskussionen folgten, auch mit Vorrwürfen seiner seits.
Schließlich würde ER ja unter der Woche arbeiten müssen und von seinem Zahltag lebten wir nicht schlecht.
Ja...das stimmte.....dennoch..........d ie Geburtstage ohne ihn, die Kinderfeste ohne ihn.......Feiertage ohne ihn an denen sich eine Heimreise nicht lohne und und und....

Ich fing an mein eigenes Leben aufzubauen.....besuchte Fortbildungen und habe vor kurzem eine Auslbildung gestartet....

Nach all der Zeit denke ich wieder an mich und es stand einvernehmlich fest, dass er mich nun während dieser 3 harten Jahre unterstützt.
Er hat es fest zugesichert.......doch nun kommt wieder einmal alles ganz anderst....Finaziell unterstütz er gerade unseren Sohn der noch studiert.....und Zeitlich kann er auch wieder nicht anwesend sein, weil er nun seinem Bruder hilft beim bauen, der auch uns damals unterstützt hat.

Immer wieder muss ich Rücksicht nehmen und verstehen......bin nun von insgesamt 22 Ehejahren die meiste Zeit alleine............sozusagen ein verheirateter Single.

Irgendwie ist nun ein Punkt erreicht wo ich absolut nicht mehr kann und will.......bei aller Liebe.

doch mein Mann will davon nichts hören. Für ihn seht fest er liebt mich ....basta ......und möchte auch keine anderen Pläne hören.

Aber ich kann nicht mehr.......auch intim kann ich schon seit über zwei Jahren nicht mehr.....ich fühle mich benutzt und am Freitag abend aus der Schublafe gezogen und Sonntagabends wieder zurück gestellt....

Zärtlichkeiten kann ich ihm keine mehr geben....nicht weil ich ihn nicht liebe.....aber ich möchte keine Liebe auf raten.....

Es sind so viele Momente unter der Woche wo ich einen Partner bräuchte.....und die Gefühle dann auf das Wochenende aufzusparen, das geht nicht mehr.....ich möchte mich nicht mehr reduzieren ...doch bei ihm prallt das alles ab.....es scheint als hätte er dafür verständnis, doch ändern so sagt er geht auch nicht......weil er so schnell in unserer Nähe keine Arbeit bekommt und schon gleich garnicht zu diesem jetztigen Gehalt...

Darpber hinaus bin ich mir nicht sicher ob das funktionieren würde wenn er zurück kommt.....mir reicht ehrlich schon der Urlub, weil wir alle das überhaupt nicht mehr gewöhnt sind.....

Aber so ist das einfach völlig unzufrieden für alle......aber ich sehe keine Lösung. Das Haus können wir nicht verkaufen....denn ich wohne neben den Eltern die nun Pflege brauchen. Zudem kann ich meine ausbildung nicht einfach aufhören und die Kinder wohnen schließlich auch noch bei mir ....haben hier ihre Freunde und Unis..a.ch es ist alles sehr verzwickt ......und mir luft die Zeit zwischen den Fingern hindurch.......es würde mich freuen, wenn mir der ein oder andere der ebenfalls schon so lange eine Fernbeziehung führt, schreiben würde......danke fürs zuhören....

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15. Mai 2012 um 17:36

Vertrackte Situation
Hallo heartbeat 291,
danke für Deine Antwort...ja ...das ist ganz schön frustrierend....dieses ewige hin und her gerissen sein. Der Kopf sagt was anderes als der Verstand...ach...
Dennoch.....ich denke es gäbe eine Chance wenn beide bereit wären Kompromisse einzugehen, notfalls auch mal Abstriche zu machen.
In meinem Fall aber bin ich nich mehr länger bereit, es gab genug Verzicht und Verständnis, genug Diskussionen und genug Erklärungen.

Nach 23 Ehejahren bin ich nicht mehr bereit für etwas zu kämpfen das scheinbar nur mich was angeht.....für meinen Mann ist das ganze "hochdressiertes Drama"....

Denke es ist mal an der Zeit dass auch ich Prioritäten setze.
Dein Vorschlag mit der Beendigung der Ausbildung und danach einen gemeinsamen Nenner zu finden ging mir auch schon zig mal durch den Kopf...doch muss ich dazu sagen, ich habe gerade deshalb meine Ausbildung gestartet, da ich mich von meinem Mann auf ganzer Linie allein gelassen fühle....

Irgendwie möchte ich nie mehr abhängig von anderen sein, weder finanziell, noch arbeitsmäßig oder auch gefühlsmäßig.
Dafür wurde ich zu lange von vielen Seiten enttäuscht. Endlich habe ich die Zeit an mich zu denken und etwas für MEINE Zukunft zu tun...denn ich bin mir nicht sicher ob es eine gemeinsame Zukunft gibt...leider.....denn immer sind gerade alle anderen Dinge so wichtig.
Mitlerweile habe ich gelernt dass unsere Ehe nicht mehr Priorität nr. 1 in seinem Leben ist, wozu auch? lief ja immer alles bestens weil bisher Frau alles geschluckt hat.

Meine Ausbildung ist anstrengend, der Heilpraktikerberuf beinhaltet ein halbes Medizinstudium...nebenbei absolviere ich noch mein Fernstudium für Psychologie als Nebenfach, das ich im September fertig habe.....sollte das alles so laufen wie geplant, bin ich glaube ich nicht mehr bereit für meinen Spagat ihm auch nur einen Schritt entgegen zu laufen...und lange genug hat er von meiner Doppel und Dreifachleistung profitiert...nun ist er am Zug. Diese Erkenntnis beruht auf der Tatsache, dass ich mal wieder am Muttertag alleine saß und nächste Woche er wieder bei seinem Bruder hilft beim Umbauen. Drei Wochen an einem Stück nicht zuhause..das Bedarf meiner Meinung keiner weitern Diskussion mehr....trotzdem danke für deinen lieben Vorschlag...aber Brückenbauen funktioniert nicht wenn einer baut und der andere nimmt die Steine weg.....leider.......

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