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Kann mir jemand sein Verhalten erklären?

12. Juli 2009 um 11:37 Letzte Antwort: 13. Juli 2009 um 12:31

Bin nun schon fasst 4 Jahre mit meinem eigentlichen "Traummann" zusammen. Alles lief perfekt. Ich zog bald bei ihm ein. Seine Eltern wohnen unten, er oben. Wir renovierten die Wohnung. Jeder war zufrieden, wir akzeptierten unsere Macken, wir respektierten uns gegenseitig und engten uns nicht ein. Wir unterstützten die Hobbies des anderen.
Wir konnten uns beiden viele Träume erfüllen.
Als ich mir im Herbst vergangenen Jahres einen weiteren Traum erfüllte, fing das Problem "Schwiegermutter" an. Von da an mied sie mich, redete nicht mehr mit mir. Im Frühjahr ging sie an die Decke, stellte mich als faule ... (sorry) und Schmarotzerin hin. Ich hielt diese Beschuldigungen für unbegründet (mein Freund auch), aber um des Friedens Willen suchten wir nach einer Lösung. Sie schien gefunden. Doch das Schwiegermonster versucht seitdem mich immer wieder zu tyrannisieren.
Ich brach deshalb schon öfters in Heulkrämpfe aus. Mein Freund stand mir bisher immer bei, aber er würde nie etwas gegen seine Mutter sagen, niemals ein Widerwort geben.
Seine Mutter hält sich in den letzten Wochen nicht mehr an die Abmachungen, dreht es aber so hin, als ob ich faulenzen würde.
In den letzten Wochen hatten mein Freund und ich nicht viel Zeit füreinander - arbeitsbedingt, da wir immer in der Gegenschicht arbeiteten. Als wir Zeit füreinander hatten fragte ich, ob er mit unserer Beziehung zufrieden sei. "Nein" war die Antwort aber nichts weiter. Ich bohrte nach und er rückte damit heraus, dass er nicht zufrieden sei, weil wir kaum Zeit füreinander hätten.
Dann war wieder alles in Ordnung, die alte Vertrautheit kam wieder zurück.
Die letzten Tage aber bin ich regelrecht schockiert. Sobald ihm was nicht passt bzw. etwas nicht gut läuft, schießt er gleich über das Ziel hinaus und ist auf 180. Ich bekomme das dann immer ab. So etwas passierte früher auch ab und an, aber nun häuft es sich zunehmend.
Danach kommt er immer mit Entschuldigungen zurück. Soeben auch. Ich blieb stur. Sonst ging ich auf die Entschuldigungen ein, aber heute sah ich es nicht ein. Ich stehe heute für ihn in der Küche, damit er seine Arbeiter verköstigen kann und muss mir dann so etwas bieten lassen? Das habe ich gesagt und daraufhin war er wieder angesäuert und ist zum Arbeiten gegangen.
Ich liebe diesen Mann sehr. Ich weiß auch, dass ich mir all meine Träume ohne ihn nicht hätte verwirklichen können. Und die meiste Zeit mit ihm ist auch toll. Aber ich halte es nicht uf aus, wenn er immer von 0 auf 180 schießt und auch nie was gegen seine Mutter sagt.
Klipp und klar habe ich ihm gesagt, dass wenn seine Mutter noch mal so eine falsche Behauptung aufstellt, dann werde ich gehen.
Aber ich will das nicht. Ich weiß, was ich an ihm habe. Aber ich kann mir nicht erklären, warum er mir plötzlich so fremd geworden ist...

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12. Juli 2009 um 11:47

Ist ziemlich schwer für mich, einfach auszuziehen.
Hab bei ihm auf dem Hof meine Pferde. Und von meinem Hund ganz zu schweigen...
Das ist so eine Zwickmühle.
Aber rein logisch denke ich auch, dass nur eine (zeitweise) räumliche Trennung helfen könnte.

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12. Juli 2009 um 11:54

Ach ja, was auch noch interessant ist:
Wir wollten dieses Jahr heiraten, so entschieden wir im Frühjahr. Dann kamen die Spielchen seiner Mutter, plötzlich ist ans Heiraten nicht mehr zu denken.
Ich weiß nicht, ob seine Mutter was mitbekommen hat und die Hochzeit verhindern will/wollte...?
Jedenfalls "vertröstet" er mich damit auf das kommende Jahr.

Ich bin mir absolut sicher, dass er mich noch liebt - ich ihn ja auch! Aber diese Spannungen kenne ich zwischen uns nicht und es tut auch nur weh - wahrscheinlich uns beiden, sonst würde er nicht mit Entschuldigungen kommen.

Ich hab mich inzwischen wieder etwas beruhigt und sehe alles ein bißchen entspannter. Ich stehe gerade vor der Frage: Mache ich nun das Essen fertig oder lasse ich ihn hängen? Er wird sehr enttäuscht sein, wenn ich das Essen nicht mache... Aber auf der anderen Seite bin ich auch sehr enttäuscht...

Und wegen dem Ausziehen: Ich hab in diese Wohnung (blöderweise) etliche 1000 Euro reingesteckt. Das dann aufzugeben bzw. zu verlieren würde mich enorm weh tun.

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12. Juli 2009 um 11:57

So, mal ganz materialistisch:
Hab drei Pferde, bezahle hier zwar auch mein Futter und Streu usw, alle anfallenden Kosten eben. Aber das kommt dann im Monat auf ca. 300 Euro.
Stelle ich die Pferde wo anders unter, zahle ich im besten Fall pro Pferd 300 Euro, eher mehr. Das hält mich natürlich sehr zurück. Und solange die Pferde hier sind wissen alle: "Ha, die kommt eh zurück!" Blöde Zwickmühle!

Hab zu meinem ersten Beitrag noch was darunter hinzugefügt. Ist auch von Bedeutung.

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12. Juli 2009 um 12:12
In Antwort auf golda_12268635

Ach ja, was auch noch interessant ist:
Wir wollten dieses Jahr heiraten, so entschieden wir im Frühjahr. Dann kamen die Spielchen seiner Mutter, plötzlich ist ans Heiraten nicht mehr zu denken.
Ich weiß nicht, ob seine Mutter was mitbekommen hat und die Hochzeit verhindern will/wollte...?
Jedenfalls "vertröstet" er mich damit auf das kommende Jahr.

Ich bin mir absolut sicher, dass er mich noch liebt - ich ihn ja auch! Aber diese Spannungen kenne ich zwischen uns nicht und es tut auch nur weh - wahrscheinlich uns beiden, sonst würde er nicht mit Entschuldigungen kommen.

Ich hab mich inzwischen wieder etwas beruhigt und sehe alles ein bißchen entspannter. Ich stehe gerade vor der Frage: Mache ich nun das Essen fertig oder lasse ich ihn hängen? Er wird sehr enttäuscht sein, wenn ich das Essen nicht mache... Aber auf der anderen Seite bin ich auch sehr enttäuscht...

Und wegen dem Ausziehen: Ich hab in diese Wohnung (blöderweise) etliche 1000 Euro reingesteckt. Das dann aufzugeben bzw. zu verlieren würde mich enorm weh tun.

Interessant
wäre zu wissen welcher Traum das gewesen ist, bei dessen Erfüllung sich plötzlich das Verhältnis zu seiner Mutter so änderte.

Darauf gehst du gar nicht ein, dabei denke ich, dass genau das wichtig ist um über den Auslöser das grundlegende Problem zu verstehen und vorbehalte zu klären.

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12. Juli 2009 um 12:20

Secco, Du hast Recht!
Ich sollte nicht an das Geld dennken. Wenn es weg ist, dann ist es weg.

Wegen dem Traum, den ich mir erfüllt habe: Die Pferde!

Meine Schwiegermutter hat Angst vor Pferden. Aber sie kommt mit ihnen nicht in Kontakt. Sie muss sich nicht mit ihnen abgeben. Wenn sie möchte, könnte sie natürlich Kontakt aufnehmen. Aber die Pferde stellen für sie keinerlei Gefahr dar.

Trotzdem: Seit ich die Pferde habe verhält sie sich komisch. Und sie hat das auch schon gesagt:
"Für die Gäule macht sie alles, aber sonst macht sie nichts!"

Das traf mich hart, denn danach forderte sie, dass ich noch mehr im Haus putzen soll als bisher. Da schien sie ein totales Black Out zu haben, denn da wollte sie, dass ich ihre Wohnung auch noch mit putze. Da schritt dann mein Schwiegervater ein und sagte, dass mich ihre Wohnung nichts angehen würde und ich die nicht putzen müsste.

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12. Juli 2009 um 12:42


Jetzt kann ich schon wieder etwas lachen.
Hast Du schön geschrieben!

Auf diese Lösung wird sich mein Freund nicht einlassen, denn ihm gehört ja der Hof. Und ich hätte mir die Pferde ja auch nicht angeschafft, wenn nicht ihm selbst der Hof gehören würde.

Aber ehrlich gesagt, verstehe ich die Angst der Schwiegermutter nicht vollständig. Denn als sie noch jünger war (sie stammt auch von einem Hof), hat man sogar noch mit Pferden den Hof gearbeitet. Sie erzählte mir (in den guten Zeiten) mal, dass sie die Pferde zwar nie gern mochte, aber auch nichts weiter. Es wäre nie etwas passiert, nur könne sie Pferde nicht einschätzen und würde sie deshalb nicht mögen.

Ich geh jetzt jedenfalls mal zu meinem Schatz, bringe ihm sein Essen. Vielleicht (ich bin mir sogar ganz sicher) bringt ihm das die gute Laune zurück.

Vielen lieben Dank für die guten Ratschläge!

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12. Juli 2009 um 12:59
In Antwort auf golda_12268635

Secco, Du hast Recht!
Ich sollte nicht an das Geld dennken. Wenn es weg ist, dann ist es weg.

Wegen dem Traum, den ich mir erfüllt habe: Die Pferde!

Meine Schwiegermutter hat Angst vor Pferden. Aber sie kommt mit ihnen nicht in Kontakt. Sie muss sich nicht mit ihnen abgeben. Wenn sie möchte, könnte sie natürlich Kontakt aufnehmen. Aber die Pferde stellen für sie keinerlei Gefahr dar.

Trotzdem: Seit ich die Pferde habe verhält sie sich komisch. Und sie hat das auch schon gesagt:
"Für die Gäule macht sie alles, aber sonst macht sie nichts!"

Das traf mich hart, denn danach forderte sie, dass ich noch mehr im Haus putzen soll als bisher. Da schien sie ein totales Black Out zu haben, denn da wollte sie, dass ich ihre Wohnung auch noch mit putze. Da schritt dann mein Schwiegervater ein und sagte, dass mich ihre Wohnung nichts angehen würde und ich die nicht putzen müsste.

Da stellt...
sich die Frage ob du bereit bist dich weiterhin von deiner Schwiegermutter gängeln zu lassen. Frage sie wie es zu ihrer Angst vor den Pferden kam.
Dir stelle ich die Frage, ob du bereit bist dich von ihr runtermachen zu lassen. War das mit den Pferden denn von Beginn an klar und wurde sie davon informiert? Du wirst ja die Pferde nicht ohne eine Absprache dort eingestellt haben.

Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob die Pferde der Auslöser waren. Denn sie hatte ja sehr schnell auch andere Druckmittel dir gegenüber parat.

Was das Finanzielle angeht, so würde ich an deiner Stelle einen Vertrag über die von dir in den Haushalt eingebrachten Gelder machen. Sonst stehst du wenn es hart aud hart kommt ohne einen Nachweis über deine Bemühumgen da.
lg

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12. Juli 2009 um 13:23
In Antwort auf golda_12268635


Jetzt kann ich schon wieder etwas lachen.
Hast Du schön geschrieben!

Auf diese Lösung wird sich mein Freund nicht einlassen, denn ihm gehört ja der Hof. Und ich hätte mir die Pferde ja auch nicht angeschafft, wenn nicht ihm selbst der Hof gehören würde.

Aber ehrlich gesagt, verstehe ich die Angst der Schwiegermutter nicht vollständig. Denn als sie noch jünger war (sie stammt auch von einem Hof), hat man sogar noch mit Pferden den Hof gearbeitet. Sie erzählte mir (in den guten Zeiten) mal, dass sie die Pferde zwar nie gern mochte, aber auch nichts weiter. Es wäre nie etwas passiert, nur könne sie Pferde nicht einschätzen und würde sie deshalb nicht mögen.

Ich geh jetzt jedenfalls mal zu meinem Schatz, bringe ihm sein Essen. Vielleicht (ich bin mir sogar ganz sicher) bringt ihm das die gute Laune zurück.

Vielen lieben Dank für die guten Ratschläge!

Hm, bin selber Pferdefan und dabei verliert man natürlich den Blick ein wenig für die Gründe
warum Menschen Angst haben vor Pferden. Für mich sind sie wunderbare Tiere, sanfte Riesen und Pflanzenfresser. Für jemanden der nix mit Pferden am Hut hat, sind sie vermutlich erschreckend groß mit ner ziemlichen Kraft und harten Hufen und sind wir mal ehrlich, von den Bewegungen extrem schneller als zum Beispiel ne Kuh.
Was hast du für Pferde? Sind das kleine Rowdies, nervöse Tiere, die sich leicht erschrecken oder doch recht ausgeglichene?
Nur bei der dritten Charaktere könntest du versuchen, deiner Schwiegermutter etwas die Angst zu nehmen. Vielleicht damit, dass eines der Pferde auch ein wenig für nützliche Arbeiten auf den Hof mit eingespannt werden könnte. Natürlich so, dass sie es mitbekommt und auch Nutzen darin hat.
Oder lässt sich ein Pferd von dir vor ein Wägelchen spannen (natürlich nur wenns definitiv sicher abläuft - klar, Tiere sind Lebewesen und laufen nicht wie ein Motor, unvorhergesehenes kann immer passieren)? Dann bieten sich hier wunderbare Möglichkeiten, zum Beispiel schwere Blumenkübel transportieren.
Falls das alles nicht geht, bleibt dir natürlich nur die Pferde so gut es geht aus ihrem Bereich rauszuhalten und vielleicht mal ein offenes Gespräch, bei dem du ihr diplomatisch klarmachen kannst, dass Pferde keine Raubtiere sind, die sie im Schlaf überfallen.

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13. Juli 2009 um 12:27
In Antwort auf riikka_12952477

Hm, bin selber Pferdefan und dabei verliert man natürlich den Blick ein wenig für die Gründe
warum Menschen Angst haben vor Pferden. Für mich sind sie wunderbare Tiere, sanfte Riesen und Pflanzenfresser. Für jemanden der nix mit Pferden am Hut hat, sind sie vermutlich erschreckend groß mit ner ziemlichen Kraft und harten Hufen und sind wir mal ehrlich, von den Bewegungen extrem schneller als zum Beispiel ne Kuh.
Was hast du für Pferde? Sind das kleine Rowdies, nervöse Tiere, die sich leicht erschrecken oder doch recht ausgeglichene?
Nur bei der dritten Charaktere könntest du versuchen, deiner Schwiegermutter etwas die Angst zu nehmen. Vielleicht damit, dass eines der Pferde auch ein wenig für nützliche Arbeiten auf den Hof mit eingespannt werden könnte. Natürlich so, dass sie es mitbekommt und auch Nutzen darin hat.
Oder lässt sich ein Pferd von dir vor ein Wägelchen spannen (natürlich nur wenns definitiv sicher abläuft - klar, Tiere sind Lebewesen und laufen nicht wie ein Motor, unvorhergesehenes kann immer passieren)? Dann bieten sich hier wunderbare Möglichkeiten, zum Beispiel schwere Blumenkübel transportieren.
Falls das alles nicht geht, bleibt dir natürlich nur die Pferde so gut es geht aus ihrem Bereich rauszuhalten und vielleicht mal ein offenes Gespräch, bei dem du ihr diplomatisch klarmachen kannst, dass Pferde keine Raubtiere sind, die sie im Schlaf überfallen.

Aaaaaalsoooo,
das Schwiegermonster kommt mit den Pferden rein gar nicht in Kontakt, sie sieht sie nicht mal unbedingt. Den Stall habe ich mit meinem Geld gebaut, ist zwar auf dem Grundstück von meinem Freund, aber nicht zentral gebaut, sodass das Monster ständig an die Pferde heran müsste.
Zudem sind meine Drei wirklich von der absolut ruhigen, charakterlich starken und lieben Art.
Dann war es natürlich lange vorher besprochen, dass ich mir Pferde wünsche. Der Schwiegervater half (er drängte sich sogar auf) beim Stallbau.

Naja, ob es nun wirklich mit den Pferde zusammen hängt...? Ich bringe es damit in Verbindung, denn seither wurde sie immer abweisender bzw. persönlicher.

Okay, aber ich denke, von meiner Seite aus ist die Sache nun auch vorbei - ich nähere mich diesem Monster nicht mehr an. Sie hat vorhin erst wieder gegen mich geschossen... unbegründet. Ich hatte Geschirr vom Esszimmer in die Küche getragen, da hat das Geschirr geklappert. Dieses Geräusch war schon zu viel für sie. Jedenfalls beschwerte sie sich keine 5 Minuten später bei meinem Freund, dass ich Krach machen würde. Ich find das nur noch krass. Und nun habe ich meinen Freund mal wieder gefragt, ob er das in Ordnung findet? Nein, aber er kann seiner Mutter nichts entgegensetzen.

Ich tu mich schwer damit, aber es dauert nicht mehr lange, da werde ich wohl die Frage stellen müssen: Deine Mutter oder ich? Und dann gibt es (meiner Meinung nach) noch zwei Lösungen: Entweder den oberen Stock vom unteren Stock mit einer abschließbaren Tür trennen oder eben ausziehen.

Tja, schwierige Situation, aber wie ich hier nun schon gelesen habe, leider schon nahezu alltäglich...

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13. Juli 2009 um 12:31

Jung und alt
gehören nicht unter ein dach.

das ist ein alter, aber wahrer spruch

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