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Kann mein Freund mich lieben, wenn ich anders bin wie er? Auf was kommt es an?

13. Januar 2005 um 12:40

Hallo,

werde ich gemocht und auch geliebt, auch wenn ich anders bin wie Andere? Wenn ich meine eigene Meinung habe? Wenn ich gerne weggehe, wenn ich gerne tanze, wenn ich gerne Sport mache und öfter mal anderer Meinung bin?
Werde ich dann trotzdem von meinem Freund geliebt?

Auf was kommt es an in einer Beziehung, dass man liebt und den Partner brauch?

Liebt man nicht, weil der Partner ein stückweit so ist wie man selbst? Liebt man nicht, weil man gleiche Einstellungen und Ansichten hat? Gleiche Hobbies? Gemeinsamkeiten?

Oder liebt man, weil der Partner anders ist? Weil er vielleicht andere Hobbies hat? Und andere Freunde? Und andere Einstellungen und Ansichten?

Was hält eine Partnerschaft zusammen?

LG
Stern

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13. Januar 2005 um 12:47

Schwierige Frage (o:
Ich glaube, daß man schon mit dem Partner in den grundlegensten Dingen/Ansichten übereinstimmen sollte. Das bedeutet aber nicht, daß man gleich sein muß (wäre wahrscheinlich ziemlich langweilig). Meine Hobbies unterscheiden sich z.B. grundsätzlich von denen meines Freundes, was gut ist da man meines Erachtens nach in einer Beziehung gewisse Rückzugsmöglichkeiten haben sollte, Bereiche die einem ganz allein "gehören". Wir haben dieselbe Ansicht was richtig und falsch ist (weiß nicht wie ich es besser ausdrücken kann, hoffe du weißt was ich meine) aber ansonsten sind wir uns nicht sonderlich ähnlich (ich Nachteule er Frühaufsteher, ich sehr impulsiv und lebhaft, er ruhig...) und führen seit 6 Jahren eine glückliche Beziehung (ich finde es ist ganz wichtig für eine Beziehung viel miteinander zu reden). Aber ich glaube da ist jede Beziehung unterschiedlich. Manche fühlen sich immer von Menschen angezogen die das genaue Gegenteil sind und andere suchen nach Ähnlichkeiten. Eine ganz allgemeine Antwort gibt es glaub ich auf deine Frage gar nicht (o:

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13. Januar 2005 um 13:45
In Antwort auf milana_12112448

Schwierige Frage (o:
Ich glaube, daß man schon mit dem Partner in den grundlegensten Dingen/Ansichten übereinstimmen sollte. Das bedeutet aber nicht, daß man gleich sein muß (wäre wahrscheinlich ziemlich langweilig). Meine Hobbies unterscheiden sich z.B. grundsätzlich von denen meines Freundes, was gut ist da man meines Erachtens nach in einer Beziehung gewisse Rückzugsmöglichkeiten haben sollte, Bereiche die einem ganz allein "gehören". Wir haben dieselbe Ansicht was richtig und falsch ist (weiß nicht wie ich es besser ausdrücken kann, hoffe du weißt was ich meine) aber ansonsten sind wir uns nicht sonderlich ähnlich (ich Nachteule er Frühaufsteher, ich sehr impulsiv und lebhaft, er ruhig...) und führen seit 6 Jahren eine glückliche Beziehung (ich finde es ist ganz wichtig für eine Beziehung viel miteinander zu reden). Aber ich glaube da ist jede Beziehung unterschiedlich. Manche fühlen sich immer von Menschen angezogen die das genaue Gegenteil sind und andere suchen nach Ähnlichkeiten. Eine ganz allgemeine Antwort gibt es glaub ich auf deine Frage gar nicht (o:

Es steckt
dahinter, dass ich im Grunde Angst und schlechte Gefühle habe, wenn ich mal anderer Meinung bin oder wir uns streiten, dass er mich nicht mehr mag. Ich bin gerade in dem Tief, dass ich wohl nicht weiß, warum mich mein Freund überhaupt liebt. Und wenn ich dann nicht seiner Meinung bin und so bin, dass es keinen Streit gibt, dann denke ich, dass er mich nicht mehr mag.
Totaler Quatsch, ich weiß.

Denn mich muss man mögen, so wie ich bin. Aber das Problem ist, dass meine Eltern mich so noch nicht mal geliebt haben bzw. lieben!

LG
Stern

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13. Januar 2005 um 13:53

Ich
bin der Meinung, dass man keine ERklärung hat/braucht, warum man jemanden liebt und warum nicht. Du kannst dir doch auch nicht erklären, warum du lieber Äpfel magst und nicht Birnen!!! Diese ganze Auflistung für dich wäre vielleicht eher eine ERklärung dafür, warum ich mit bestimmten Menschen besser auskommen/zusammenleben kann und warum nicht, aber nicht, dass ich sie liebe oder nicht. Warum versucht man Liebe immer zu erklären?! DAs funktioniert einfach nciht. Liebe ist ein Gefühl, dass nur gelebt werden will und nicht eine Daseinserklärung bedarf

lg
duschka

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13. Januar 2005 um 14:34

Ich würde sagen...
gerade aus diesem grunde liebe ich meinen süssen... weil er einfach nicht so ist wie ich ich mag das gegensätzliche, das "anders sein" aber auch die gemeinsamkeiten, die da sind.

wenn wir uns total ähnlich wären... ich weiß auch nicht... das stelle ich mir ziemlich langweilig vor. ich empfinde unterschiede als bereicherung.

lg sephrenia

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13. Januar 2005 um 14:36
In Antwort auf gena_12107388

Ich
bin der Meinung, dass man keine ERklärung hat/braucht, warum man jemanden liebt und warum nicht. Du kannst dir doch auch nicht erklären, warum du lieber Äpfel magst und nicht Birnen!!! Diese ganze Auflistung für dich wäre vielleicht eher eine ERklärung dafür, warum ich mit bestimmten Menschen besser auskommen/zusammenleben kann und warum nicht, aber nicht, dass ich sie liebe oder nicht. Warum versucht man Liebe immer zu erklären?! DAs funktioniert einfach nciht. Liebe ist ein Gefühl, dass nur gelebt werden will und nicht eine Daseinserklärung bedarf

lg
duschka

Ich finde
das du Recht hast.

Nur, ich habe es so in der Kinheit nicht vorgelebt bekommen. Ich musste immer was dafür tun, damit ich Liebe bekommen habe und habe nie das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich so liebeswert bin, wie ich bin und das mit allen Ecken und Kanten.

Und das zieht sich bis heute durch mein Leben und meine Partnerschaft!

LG
Stern

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13. Januar 2005 um 14:42
In Antwort auf honor_12058263

Ich finde
das du Recht hast.

Nur, ich habe es so in der Kinheit nicht vorgelebt bekommen. Ich musste immer was dafür tun, damit ich Liebe bekommen habe und habe nie das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich so liebeswert bin, wie ich bin und das mit allen Ecken und Kanten.

Und das zieht sich bis heute durch mein Leben und meine Partnerschaft!

LG
Stern

Ich
weiß, was du meinst. Ich habe ab und an die gleichen Gefühle, nicht liebenswert genug zu sein, hängt aber eher mit meiner letzten Partnerschaft zusammen. Man sollte was dagegen tun, denn von alleine wird dieses GEfühl nicht weggehen. Je größer das Selbstvertrauen ist, desto weniger ist dieses Gefühl, was du hast, ausgeprägt.

lg
duschka

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13. Januar 2005 um 14:46
In Antwort auf honor_12058263

Ich finde
das du Recht hast.

Nur, ich habe es so in der Kinheit nicht vorgelebt bekommen. Ich musste immer was dafür tun, damit ich Liebe bekommen habe und habe nie das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich so liebeswert bin, wie ich bin und das mit allen Ecken und Kanten.

Und das zieht sich bis heute durch mein Leben und meine Partnerschaft!

LG
Stern

Das kenne ich...
... es ging mir ziemlich ähnlich

allerdings leide ich nicht( mehr?) darunter. für mich war wichtig das ich MEIN verhalten geändert habe. denn ICH war auch nicht in der lage meinen partner bedingungslos anzunehmen und zu lieben. aber ich habe ein gutes vorbild- in meinem partner und in unseren drei katzen
indem ich gelernt habe bedingungslos zu lieben habe ich auch gelernt diese liebe anzunehmen.


sparkling

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13. Januar 2005 um 14:55
In Antwort auf honor_12058263

Es steckt
dahinter, dass ich im Grunde Angst und schlechte Gefühle habe, wenn ich mal anderer Meinung bin oder wir uns streiten, dass er mich nicht mehr mag. Ich bin gerade in dem Tief, dass ich wohl nicht weiß, warum mich mein Freund überhaupt liebt. Und wenn ich dann nicht seiner Meinung bin und so bin, dass es keinen Streit gibt, dann denke ich, dass er mich nicht mehr mag.
Totaler Quatsch, ich weiß.

Denn mich muss man mögen, so wie ich bin. Aber das Problem ist, dass meine Eltern mich so noch nicht mal geliebt haben bzw. lieben!

LG
Stern

Woher weisst du das?
Ich meine, wie hat es sich geaeussert, dass deine Eltern dich nciht so lieben, wie du bist - mit allem drum und dran?

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14. Januar 2005 um 9:08
In Antwort auf laila_12886551

Woher weisst du das?
Ich meine, wie hat es sich geaeussert, dass deine Eltern dich nciht so lieben, wie du bist - mit allem drum und dran?

Meine
Eltern waren nur mit sich und ihren Streitereien und ihrer Trennung und Scheidung beschäftigt. Die Kinder mussten nebenher groß werden und sich entwickeln. Ohne Aufmerksamkeit und nur mit genervten und schreienden Eltern. Das reicht oder?
Und woher ich das weiß? Ich gehe seit zwei Jahren in Therapie und da kristalisiert sich nach einer gewissen Zeit viel heraus.

Und selbst heute bekomme ich nicht das Gefühl, dass ich okay bin wie ich bin. Es wird immer kritisiert und gemeckert egal, wie ich was mache.

LG
Stern

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14. Januar 2005 um 9:13
In Antwort auf honor_12058263

Meine
Eltern waren nur mit sich und ihren Streitereien und ihrer Trennung und Scheidung beschäftigt. Die Kinder mussten nebenher groß werden und sich entwickeln. Ohne Aufmerksamkeit und nur mit genervten und schreienden Eltern. Das reicht oder?
Und woher ich das weiß? Ich gehe seit zwei Jahren in Therapie und da kristalisiert sich nach einer gewissen Zeit viel heraus.

Und selbst heute bekomme ich nicht das Gefühl, dass ich okay bin wie ich bin. Es wird immer kritisiert und gemeckert egal, wie ich was mache.

LG
Stern

Hallo Stern!
Du machst schon eine Therapie, das finde ich gut. Hat sich denn an deiner Einstellung schon etwas geändert, oder hast du das GEfühl, die Therapie bringt nichts? Manchmal braucht es eine gewiße Zeit, bis bestimmte Verhaltensmuster geändert werden können. Gib nicht auf!

Und noch was zur Kritik und Meckern: weißt du, es wird immer Menschen geben, die was zum rummeckern haben oder Kritik üben. Da kommst du nicht drum rum. Du glaubst doch nicht im ERnst, dass du jedem Menschen alles Recht machen kannst. DAs ist unmöglich und das ist auch nicht notwendig. Es geht darum, wie du mit Kritik umgehst und von wem diese kommt. Deswegen muss dein Vertrauen zu dir selbst gestärkt werden, damit du selbst hinter dem stehen kannst, was du tust. Das ist sehr wichtig. Man muss sich selbst treu bleiben und abwägen, ob die Kritik berechtigt ist oder nicht.

lg
duschka

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14. Januar 2005 um 9:26
In Antwort auf gena_12107388

Ich
bin der Meinung, dass man keine ERklärung hat/braucht, warum man jemanden liebt und warum nicht. Du kannst dir doch auch nicht erklären, warum du lieber Äpfel magst und nicht Birnen!!! Diese ganze Auflistung für dich wäre vielleicht eher eine ERklärung dafür, warum ich mit bestimmten Menschen besser auskommen/zusammenleben kann und warum nicht, aber nicht, dass ich sie liebe oder nicht. Warum versucht man Liebe immer zu erklären?! DAs funktioniert einfach nciht. Liebe ist ein Gefühl, dass nur gelebt werden will und nicht eine Daseinserklärung bedarf

lg
duschka


das seh ich genauso wie duschka.

liebe ist doch das wunder, angenommen zu werden ...

allerdings heißt liebe nicht gleich auch eine glückliche beziehung

lg

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14. Januar 2005 um 12:04
In Antwort auf gena_12107388

Hallo Stern!
Du machst schon eine Therapie, das finde ich gut. Hat sich denn an deiner Einstellung schon etwas geändert, oder hast du das GEfühl, die Therapie bringt nichts? Manchmal braucht es eine gewiße Zeit, bis bestimmte Verhaltensmuster geändert werden können. Gib nicht auf!

Und noch was zur Kritik und Meckern: weißt du, es wird immer Menschen geben, die was zum rummeckern haben oder Kritik üben. Da kommst du nicht drum rum. Du glaubst doch nicht im ERnst, dass du jedem Menschen alles Recht machen kannst. DAs ist unmöglich und das ist auch nicht notwendig. Es geht darum, wie du mit Kritik umgehst und von wem diese kommt. Deswegen muss dein Vertrauen zu dir selbst gestärkt werden, damit du selbst hinter dem stehen kannst, was du tust. Das ist sehr wichtig. Man muss sich selbst treu bleiben und abwägen, ob die Kritik berechtigt ist oder nicht.

lg
duschka

Auf alle Fälle
bringt die Therapie was und ich bin froh, dass ich gleich einen guten Therapeuten gefunden habe
Ja, wem sagst du das. Verhaltensmuster, die "krank" sind werden ja nicht wegtherapiert, sondern man erlernt neue und "gesunde" Verhaltensmuster dazu. Und ich habe für mich schon viel geändert und viele Fortschritte gemacht. Aber es gibt eben auch immer wieder Tiefpunkte und man rutscht in seine alten Verhaltensweisen zurück. Und das schlimme ist, das mein Freund das gar nicht soooo schlimm findet und es akzeptiert. Ich bin diejenige die damit am meisten Probleme hat und es schlecht akzeptieren kann, dass es auch mal wieder Rückschritte gibt, die normal sind und auch wichtig.

Ja, das Vertrauen zu mir selbst. Aber weißt du, ich hatte nie einen großartigen Freundeskreis, wo ich meine Meinung auch mal gestärkt bekommen habe oder zu Hause. Ich habe nie mitbekommen, dass meine Meinung, so wie sie ist okay ist oder halt auch mal nicht. Und das ist das Problem. Woher soll ich dann wissen, dass ich okay bin so wie ich bin? Auch wenn ich mal ne andere Meinung habe.

Da mache ich mich dann immer verrückt.

LG
Stern

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