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Kann man wieder vertrauen?

17. März 2010 um 13:03 Letzte Antwort: 18. März 2010 um 20:16

Ganz kurz zu meiner Geschichte: Ich hatte 2,5 Jahre eine Fernbeziehung. Bereits nach vier Wochen betrog mich mein neuer Freund mit seiner Ex und ich wollte die Beziehung direkt beenden. Aber da er so bettelte und bat und mir dann für die Zukunft nur noch Treue und Ehrlichkeit versprach, blieben wir zusammen und hatten eine Beziehung mit absoluten Höhen, aber auch mit absoluten Tiefschlägen ... Immer wieder stand die Vertrauensfrage im Raum ... Ich konnte ihm nicht vertrauen, sagte mir mein Bauchgefühl, doch er beteuerte ständig, dass er es nur noch ehrlich meinen würde ... Die Ehrlichkeit ging dann soweit, dass er in meine Mailaccounts "einbrach" und meine Mails las ... mir in meiner Wohnung nachspionierte ... hinter meinen Rücken mit meinen Freunden Kontakt aufnahm, um sie zu vergraulen ... und das Schlimmste daran, er kümmerte sich immer wieder um seine Ex, wenn bei uns Probleme auftraten ... telefonierte stundenlang mit ihr ... schickte ihr wochenlang morgens "Guten-Morgen-sms" ... schrieb ihr Liebesbriefe ... blieb mit ihr in Kontakt ... solange, bis es wieder bei uns harmonisch und glücklich lief ... Das habe ich 2,5 Jahre mitgemacht ... Wie kann man nur, fragt ihr sicherlich??? So mit einem Abstand von mehreren Wochen frage ich mich auch, wie kann ich nur so dumm, naiv und vertrauensselig gewesen sein, aber irgendwie habe ich ihm immer wieder geglaubt und vieles ist auch erst herausgekommen, als seine Ex dann mal bei mir vor der Tür stand ... Nun habe ich halt das Problem, dass ich jedem männlichen Wesen mit Argwohn und Misstrauen begegne und im Moment nicht sagen kann, ob ich mich jemals wieder auf etwas Tiefes und Ehrliches einlassen kann, denn in meiner letzten Beziehung habe ich ja zur Genüge mitbekommen, was manchen Männern Ehrlichkeit und Treue und Wahrheit bedeuten ...

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18. März 2010 um 14:23

Sicher
ist es nach so einer enttäuschung schwer, wieder so etwas wie vertrauen aufzubauen. nur solltest du nicht den fehler begehen, jetzt zu niemandem mehr vertrauen zu haben.
manchmal machen wir den fehler und sehen über viele ungereimtheiten des partners hinweg, einfach weil wir nicht sehen wollen, wie der andere wirklich ist. wir spüren zwar instinktiv daß "etwas nicht stimmt" aber wir haben immer noch die rosarote brille auf und verdrängen so manche unstimmigkeit zwischen reden und handeln. das beste beispiel ist der mann, der immer verspricht anzurufen, es aber niemals zum verabredeten zeitpunkt tut.
falls du wieder eine beziehung eingehen solltest, wäre es das beste, den anderen erst einmal richtig kennenzulernen, bevor du einen vertrauensvorschuß gibst. erzähle auch nicht, daß du angst hast, wieder verletzt und verraten zu werden und sei am besten nicht allzu mißtrauisch, denn sonst weiß der andere, wie sehr er dich verletzen kann. hat der andere dein vertrauen verdient, kannst du dich langsam öffnen. erst nach einer zeit sollten empfindliche themen auf den tisch kommen, dann aber richtig, denn der partner hat genauso wie wir das recht uns und unsere ängste kennenzulernen.
du hast auch den ganzen zirkus viel zu lange mitgemacht- ein mann, der so verletzend in die intimsphäre einbricht, hat nur den sofortigen rausschmiß verdient und nichts anderes. sicher warst du vertrauensselig- das ist ja im grunde auch nicht verkehrt, jemandem zu vertrauen. nur wenn er das vertrauen verspielt ist ein sofortiger abbruch der beziehung angesagt- ohne ein zurück.
mach dir nicht so viele vorwürfe. wie gesagt, lerne den anderen ersteinmal kennen und öffne dich nicht zu schnell. wir frauen sind verletzbarer und der schmerz hält länger an als bei einem mann. wenn es wieder zu unstimmigkeiten kommt, stelle denjenigen sofort zur rede und mache ihm deinen standpunkt ganz energisch klar. stecke sofort deine grenzen ab, dann kann der andere nicht so schnell in deinen bereich eindringen.wenn doch- solltest du sofort die konsequenzen ziehen.

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18. März 2010 um 20:16
In Antwort auf evi_13021784

Sicher
ist es nach so einer enttäuschung schwer, wieder so etwas wie vertrauen aufzubauen. nur solltest du nicht den fehler begehen, jetzt zu niemandem mehr vertrauen zu haben.
manchmal machen wir den fehler und sehen über viele ungereimtheiten des partners hinweg, einfach weil wir nicht sehen wollen, wie der andere wirklich ist. wir spüren zwar instinktiv daß "etwas nicht stimmt" aber wir haben immer noch die rosarote brille auf und verdrängen so manche unstimmigkeit zwischen reden und handeln. das beste beispiel ist der mann, der immer verspricht anzurufen, es aber niemals zum verabredeten zeitpunkt tut.
falls du wieder eine beziehung eingehen solltest, wäre es das beste, den anderen erst einmal richtig kennenzulernen, bevor du einen vertrauensvorschuß gibst. erzähle auch nicht, daß du angst hast, wieder verletzt und verraten zu werden und sei am besten nicht allzu mißtrauisch, denn sonst weiß der andere, wie sehr er dich verletzen kann. hat der andere dein vertrauen verdient, kannst du dich langsam öffnen. erst nach einer zeit sollten empfindliche themen auf den tisch kommen, dann aber richtig, denn der partner hat genauso wie wir das recht uns und unsere ängste kennenzulernen.
du hast auch den ganzen zirkus viel zu lange mitgemacht- ein mann, der so verletzend in die intimsphäre einbricht, hat nur den sofortigen rausschmiß verdient und nichts anderes. sicher warst du vertrauensselig- das ist ja im grunde auch nicht verkehrt, jemandem zu vertrauen. nur wenn er das vertrauen verspielt ist ein sofortiger abbruch der beziehung angesagt- ohne ein zurück.
mach dir nicht so viele vorwürfe. wie gesagt, lerne den anderen ersteinmal kennen und öffne dich nicht zu schnell. wir frauen sind verletzbarer und der schmerz hält länger an als bei einem mann. wenn es wieder zu unstimmigkeiten kommt, stelle denjenigen sofort zur rede und mache ihm deinen standpunkt ganz energisch klar. stecke sofort deine grenzen ab, dann kann der andere nicht so schnell in deinen bereich eindringen.wenn doch- solltest du sofort die konsequenzen ziehen.

Ich wünschte ...
... ich hätte in meiner beziehung jemals so klar sehen können, wie deine worte es ausdrücken ... aber du hast recht, die rosarote brille und das "nicht-sehen-wollen" trübt den blick auf die dinge, die eigentlich unübersehbar sind oder lässt uns dann auch oft nicht auf die tiefen bauchgefühlen hören, die uns eigentlich doch eine ganze menge zeigen können ... danke für deine tolle antwort ... du hast auch recht mit dem, was du rätst ... auch ein neuer mann hat es einfach verdient, dass man ihm irgendwann komplett vertrauen kann ... dennoch diese vorgeschichte macht es um so einiges schwerer ... und ja, der schmerz sitzt total tief

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