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Kann man mehrere Menschen wirklich lieben?

15. Oktober 2012 um 12:13

Hallo Ihr Lieben!

Ich bin wie man sieht völlig neu hier. Ansporn für meine Registrierung war eine Empfindung, die mich nun schon länger quält.

Ich befinde mich seit 8 Jahren in einer (mal mehr, mal weniger) glücklichen Beziehung mit meinem Verlobten. Wir würden auch gern heiraten.
Allerdings ist es so, dass ich schon immer für meine beste Freundin mehr empfand, als nur Freundschaft, und auch umgekehrt. Wir scherzen oft, sollten wir mal Single sein gleichzeitig täten wir uns zusammenraufen und die Männer hinter uns lassen
Sie lebt jetzt allerdings schon seit 1 Jahr weit weg mit ihren 2 Kindern.

Eine Freundin, und zwar neben dieser besten Freundin die Einzige, die ich je hatte, nahm vor einigen Monaten mit mir wieder Kontakt auf, nachdem einige Zeit Funkstille herrschte wegen einem banalen Streit.
Ich habe trotz meiner besten Freundin, nie aufhören können, an sie zu denken. Sie war immer etwas besonderes für mich, aber natürlich einseitig.

Wir haben uns jetzt schon häufiger getroffen und ich merke, dass da mehr ist. Ich stelle mir auch "mehr" vor.. und zum Schock von uns beiden ist es bei ihr auch so
Ich sprach mit ihr darüber, sie weiß, das ich in einer Beziehung bin. Sie glaubt, so wie ich, das man mehr als 1 Menschen lieben kann.
Mein Verlobter sieht das anders. Er fänd das alles gut, wenn für ihn ein 3er draus würde. Sonst nicht.
Ich kenne diese Freundin seit 15 Jahren, wir haben viel durchgemacht, sie versteht mich und akzeptiert meine psychischen Knackser.
Mein Verlobter nicht so.. er weiß, das ich GV nicht mag, selbst wenn er mich befriedigt nicht. Ich fühle mich unwohl dabei, hinterher, trotzdem will er es.
Ich liebe ihn sehr, aber irgendwie auch meine Freundin.

Ich steh grad irgendwie vor einer Mauer und kann nicht drüber schauen, wirkt alles etwas einengend.
Ist es denn nicht nachvollziehbar, das man andere Menscen auch liebt?
Es wäre gewiss nichts körperliches, für ihn würde sich wohl nichts ändern.. aber er will nicht "teilen"?

Wie denkt Ihr darüber?

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15. Oktober 2012 um 12:33


Nun, jede Beziehung erlebt Höhen und Tiefen. Ich war nun einige Zeit arbeitslos und dadurch emotional sehr instabil (nungut, das bin ich eigtl. immer) und er ist allgemein unzufrieden mit seinem derzeitigen Leben außerhalb seiner Freizeit.

Der Hauptkriselpunkt ist aber das ganze Familienzeug, Schwiegerelterntechnisch gibt es einige Probleme, die uns schwer zu schaffen machen. Meist stehen wir darüber hinweg, aber manchmal werden wir auch ausgespielt. Das ist immer heftig.

Ein wichtiger Aspekt, warum "weniger glücklich" ist aber definitiv diese Körperlichkeit: Er genießt meine Nähe und Berührungen IMMER.
Ich kann es nur selten, sehr selten genießen und in 99% der Fälle schlafe ich mit ihm bzw. Liebkose ihn nur, weil ich ihn Liebe und weiß, wie sehr er es sich wünscht. Er kann schwer akzeptieren, dass ich Nähe und Berührungen nicht gern mag. Und GV eben auch nicht.
Bevor das aber aufschlägt: Es liegt nicht an ihm. Es war schon bei den Männern vor ihm so, und auch bei Freundinnen. Enges umarmen, kuscheln, drücken oder gar bei einem Kuss meinen Kopf festhalten, da könnte ich schreiend in die Luft gehen.

Ich bin nicht ganz einfach. Das schöne: Meine Freundin weiß und versteht das sogar!
Ich denke da wie sie: Körperlichkeiten haben nicht unbedingt etwas mit Emotionen zu tun. Würde ich mich nichtmehr um meinen Verlobten kümmern, hätte ich nichts dagegen wenn er sich diese Befriedigung bei jemand anderen holt (Vorausgesetzt ich kenne sie).
Genauso verhält es sich mit meiner Freundin.

Ich will die Liebe nur um der Liebe wegen, nicht für Berührungen, Küsse oder Sexualität. Auch nach 8 Jahren habe ich noch Bauchkribbeln, wenn ich an meinen Verlobten denke, und das freut mich mehr, als jeder Orgasmus, so befremdlich das klingen mag.

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15. Oktober 2012 um 14:47


Asexuell?
So habe ich es bisher nie betrachtet. Du könntest aber Recht haben.
Wäre womöglich auch eine Erklärung für die Empfindungen.

Emotionale Nähe gehört für mich dazu, wie gesgt, ich liebe ihn sehr und sage es ihm immer wieder, zeige es ihm.. nur diese körperliche Geschichte ist für mich einfach nicht angenehm. Aber es ist tragbar, weil er es ist, für den ich tue, was ich tue. Er braucht sich jedenfalls keine Sorgen darüber zu machen, das ich fremd gehe
Eine Dreiecksbeziehung habe ich nicht angestrebt, das wäre auf Dauer mental nichts für mich. Das heißt aber nicht, dass ich sie nicht lieben und sie dieses erwidern kann. Wir handeln nur nicht miteinander, füreinander.

Denkst du also, diese "Liebe zu mehreren Menschen" ist eine anteilige Flucht? Oder habe ich dich da missverstanden?

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