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Kann man die VErgangenheit vergessen oder verzeihen?

29. Juli 2008 um 1:41

Hallo Leute!
Ich habe ein großes Problem mit meinem Mann weil ich die Vergangenheit nicht vergessen kann, daher streiten wir uns ständig, weil ich alle Sachen mit der Vergangenheit verbinde...
Kann man jemals vergessen oder wirklich verzeihen, wenn man darunter so gelitten hat?

Ich hatte mit meinem Mann ca. 5 Jahren eine Fernbeziehung.Wir haben uns davor gekannt, trotzdem in der Fernbeziehungszeit haben wir uns nur 6 Wochen insgesamt gesehen,alles andere war nur Telefon und Chat.
Daher haben wir sehr viel telefoniert und somit konnten wir unsere Beziehung halten.
Da mein Mann zu anderen Leute sehr nett ist,auch zu Frauen, gab es sehr viele Frauen, die ihn haben wollten und versucht hatten,uns auseinander bringen wollten.Mein Mann war sehr scheu, so hatte er nie deutlich gesagt, dass er schon eine Freundin hatte, damit seine Eltern auch nicht erfahren.
Das Problem war so, dass eine ältere Frau in ihn verliebt war und versuchte vieles damit ich mit ihm keinen Kontakt mehr haben kann.Sie war seine Kollegin,könnte auch seine Mutter sein von Alter her,daher konnte er mir nie glauben, dass sie von ihm etwas wollte.
Sie versuchte mit Mitleid ihn immer bei sich zu haben, also immer nach Hause kommen lassen, weil sie sich so alleine fühlt und viele Hilfe braucht usw.Mein Mann war etwa jede 2 Tage oder öfter bei ihr, und zwar bis Mitternacht bis 4 oder 5 Uhr morgens.Ist ja eigentlich nicht normal.
Solange er bei ihr war, "dürfte" er mit mir nicht telefonieren, da sie sich "gestört" gefühlt hatte, obwohl das "Telefonieren" unsere einzige Möglichkeit war, wusste sie auch.Was mein Problem war, mein Mann (damals Freund) hatte immer auf sie gehört und Handy ausgeschaltet oder gelogen damit er ihr helfen konnte.
Es gab sehr vieles, kann leider nicht alles schreiben.
Auf jeden Fall, ich hatte damals darunter so gelitten, dass mein Freund nie zu mir gehalten hatte.Ich habe sehr oft versucht mein Leben zu beenden.Das hatte ihn auch nicht sehr gestört und sagte er mir immer "Wenn Du damit Problem hast, ist doch DEIN Problem, aber nicht meins."
Weil er dachte, sie wolle von ihm nichts,ich wäre nur zu eifersüchtig.
Danach kam eine Liebeserklärung von ihr und war ihm endlich dann alles klar.So kündigte er die Stelle und weggezogen,da sie ihm nur noch verfolgt hatte.
Der Fehler meines Mannes war, dass er ihr aber nie deutlich gesagt hatte, dass er sich genervt gefühlt hatte, weil er immer bei ihr sein musste und ihr helfen musste und dazu er von ihr gar nichts wollte.
So hatte sie nicht gewusst, warum er plötzlich weg war.Mein Mann wollte ihr nicht weh tun, deswegen hatte er sich nicht getraut zu sagen.Das ist auch mein Problem.Mir konnte er ja ruhig weh tun, warum hatte er aber Problem, jemand fremde weh zu tun?
Sie rief ständig noch bei ihm an, er hatte(laut er selbst) nie wieder mit der Frau gesprochen.
Sie schrieb ihm noch sehr oft Briefe,Mails.Er hatte ihr aber nie geantwortet.Trotzdem hat sie ihn nie aufgegeben und versuchte durch seine Eltern zu ihm zu kommen.
Irgendwann wurde sie unheilbar krank und wollte als letzter Wunsch nochmal mit meinem Mann Kontakt haben.
Mein Mann rief dann diese Frau heimlich an, damit ich es nicht erfahre und nicht böse werde.
Wegen dieser Frau hatte er so oft mir angelogen, daher habe ich auch Vertrauen zu ihm verloren.Dann kam schon wieder diese "Verheimlichen".
Die Frau rief ständig bei ihm und uns an,mir gegenüber ist sie so frech und unhöflich,sagt nicht mal Guten Tag.
Ich kann für diese Frau die mich zu Tode gequält hatte, kein Mitleid haben.Ich finde traurig, dass sie sterben muss, aber Mitgefühl oder Mitleid kann ich nicht haben.
Mein Mann warf mir vor,ich wäre unmenschlich,so etwas nicht zu verstehen.
Er hat mich geheiratet und sollte die alle Probleme eigentlich zu Ende sein.
Ich komme immer noch davon nicht weg und ich kann damit gar nicht klar kommen.
Meine Wunde und Schmerzen waren so groß,egal ob die Frau tot krank ist oder nicht, ich kann einfach alles nicht akzeptieren.
Kann man irgendwann mal so etwas vergessen und wie?

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29. Juli 2008 um 5:07

Hallo Du!
Also mir geht es momentan ähnlich wie Dir,nur das meine Geschichte etwas anders ist.Ich kann auch die Vergangenheit auf so eine Geschichte nicht ruhen lassen,dabei ist es jetzt 8-9.Jahre her und es tut immernoch weh.Ich finde es sehr gemein von Deinem Mann,dass er Dir das angetan hat,Dich geleugnet hat und Dich-entschuldige-hinten anstellen konnte.Einen Rat kann ich Dir leider nicht geben und ich hoffe Du kannst das erlebte vielleicht mit der Zeit vergessen oder verarbeiten.Vielleicht hilft es Dir zu einem Therapeuten zu gehen.Ich denke Dein Mann hat diese Frau und ehemalige Kollegin sehr gemocht und er wollte Dich nicht verletzten als er wieder Kontakt zu Ihr aufgenommen hat.Mir fehlen gerade einbisschen die Worte,Dir zu schreiben,aber ich möchte Dir zeigen Du bist nicht allein.Das Du kein mitgefühl hast für die Frau kann wirklich keiner Erwarten,geht mir ganz genauso,aber Dein Mann war auch nicht fair!!!Vielleicht geht ihr mal zu einer Paarberatung??Ich wünsche Dir erstmal alles Gute und lass den Kopf nicht hängen!Lieben Gruß Bernsteinherz

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29. Juli 2008 um 8:44

Nachsicht
Hallo,

also ich finde Deine Geschichte ein wenig erklärungsbedürftig.

Warum ward ihr denn 5 Jahre in einer Fernbeziehung in der ihr Euch nur 6 Wochen gesehen habt?
Das ist schon sehr wenig um das ganze in der Zeit eine Beziehung nennen zu können.

Ich würde mich da ehrlich gesagt nicht wundern wenn er in der Zeit auch andere soziale Kontakte gepflegt hat und vielleicht auch mal schwach geworden ist. Er ist ja auch nur ein Mensch.

Die Sache mit dieser älteren Frau ist wohl so, dass sich da zwei Einsame gefunden hatten. Ob da mehr oder weniger war kann ich nicht beurteilen - könnte mir aber auch mehr vorstellen, wobei es mich nicht wundern würde wenn er so lange alleine war.

Mich wundert es auch dass Du ständig von Verheimlichen sprichst. Du bist es gewohnt dass er Dir jedes Detail aus seinem Leben erzählt und stufst alles andere als Verheimlichen ein.

Ich würde die Zeit in der Ihr so lange getrennt ward nicht so sehr in die Wertung für Vertrauen mit einbeziehen, da es schon ungewöhnlich war für eine Beziehung so lange auseinander zu sein.
Und wenn er jetzt noch Kontakt zu der Frau hat weil sie im Sterben liegt, dann ist das eben noch eine Altlast die er aus der Zeit noch hinter sich her zieht.

Ich kann verstehen dass es Dich stört. Aber würdest Du es besser finden wenn er sich einfach von einer Sterbenden abwenden würde, zu der er in der Zeit seiner Enthaltsamkeit bzw. Einsamkeit eine Verbindung aufgebaut hatte? Er ist halt Mensch. Und vielleicht wäre es gut in diser Situation Nachsicht walten zu lassen.

Ich meine der Mann hat die 5 Jahre Durststrecke überstanden und hat Dich danach noch wirklich geheiratet. Manch einer wäre schon nach ein paar Wochen weg gewesen.

Sieh alles nicht so eng und vergegenwärtige Dir die Realität in der ihr die ganze Zeit gelebt habt. Das kannst Du nicht nach normalen Maßstäben messen und hier von Vertrauensbruch oder Verletzung sprechen.

LG

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29. Juli 2008 um 12:11

Vielen Dank für Euch alle!
Vielen herzlichen Dank für die Antworten!
Es ist mir sehr hilfreich, die Meinungen von 3.Person zu hören, die uns gar nicht kennen.Ich kann meistens mit den Familie meines Mannes sprechen,die ihn immer schützen wollen,die auch nur von meinem Mann die ganze Geschichte erzählt bekommen haben.
Wir hatten so lange Fernbeziehung, weil ich aus Asien komme und in der Zeit zu Hause war.Ich habe mit ihm zusammen studiert,nach Abschluss ging ich einmal heim.Meine Mutter war dagegen, so konnte ich ihn nicht von Zu Hause anrufen,musste immer zur Telefonzelle.Besuchen konnte ich auch nicht.So kam mein Mann 2mal mich besuchen.Er hatte seiner Eltern nie erzählt dass wir irgendwann mal heiraten wollen,ging es alles so kompliziert.
Wir wollten zusammen sein, weil wir eigentlich sehr ähnlich denken,z.B.für ihn war auch sehr wichtig, dass wir immer alles erzählen,dass wir so oft wie möglich sprechen,da wir uns nie sehen konnten.Normalerweise meldet er sich auch immer weil er es bei einer Beziehung nötig findet.
Sonst hätte ich mich nie getraut, mit einem Mensch aus anderer Kultur zusammen zu sein, egal wie nett er ist, weil ich oft gesehen hatte, dass so etwas doch nicht klappt.
Er sagte mir auch immer, "Lügen" oder "Falsch Erzählen" auch "Verheimlichen" ist falsch und darf bei einer Beziehung nicht sein.
Wir hätten uns trennen können, wenn etwas ihn damals gestört hätte,hatte ich ihm sehr oft angeboten, weil ich nicht mehr aushalten konnte.
Jedes Mal war dann so, er könnte ohne mich nicht sein.
Mein Mann hatte von dieser alten Frau sehr genervt gefühlt, weil sie jeden Tag ihn bei sich haben wollte.
Er hatte sich nur über sie beschwert,daher kann ich alles nicht verstehen.Er hat extra die Stelle gekündigt,wo er gemerkt hatte,sie möchte mehr von ihm als er will.
Handynummer hatte er auch geändert.
So glaube ich schon, dass sie ihn nur genervt hatte.
Mein Problem ist, warum konnte er den sogar nervigen Mensch helfen,aber mir nie als ich wirklich gelitten hatte?
Warum hat er dann Problem, dass ich ihn verlasse,wenn er alles so machen möchte wie er will?
Ich habe ihm gesagt,er kann ja alles so machen wie er denkt.Aber dann möchte ich nicht mitmachen und kann nicht mit ihm sein.
Seine Eltern und er selbst sagen,mit dem wir "geheiratet" haben,sollte alles gut sein.Ende gut Alles gut,so musste ich alles vergessen.
Ich kann das aber nicht.
Wenn man lügt, damit es kein Problem entsteht,finde ich nicht richtig.Meistens kommen solche Lüge irgendwann mal raus und dann ist der angelogene Mensch viel mehr verletzt,denke ich.
Ich habe meinem Mann vorgeschlagen, dass wir zusammen Therapie machen,er findet aber nicht unbedingt nötig,für sich selbst,sondern ich bin die "komische", also ich soll alleine hingehen.
Ich denke, die Beziehung besteht von 2 Menschen,daher er hat auch damit zu tun, glaube ich.....oder?

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29. Juli 2008 um 12:29
In Antwort auf thordis_12364641

Vielen Dank für Euch alle!
Vielen herzlichen Dank für die Antworten!
Es ist mir sehr hilfreich, die Meinungen von 3.Person zu hören, die uns gar nicht kennen.Ich kann meistens mit den Familie meines Mannes sprechen,die ihn immer schützen wollen,die auch nur von meinem Mann die ganze Geschichte erzählt bekommen haben.
Wir hatten so lange Fernbeziehung, weil ich aus Asien komme und in der Zeit zu Hause war.Ich habe mit ihm zusammen studiert,nach Abschluss ging ich einmal heim.Meine Mutter war dagegen, so konnte ich ihn nicht von Zu Hause anrufen,musste immer zur Telefonzelle.Besuchen konnte ich auch nicht.So kam mein Mann 2mal mich besuchen.Er hatte seiner Eltern nie erzählt dass wir irgendwann mal heiraten wollen,ging es alles so kompliziert.
Wir wollten zusammen sein, weil wir eigentlich sehr ähnlich denken,z.B.für ihn war auch sehr wichtig, dass wir immer alles erzählen,dass wir so oft wie möglich sprechen,da wir uns nie sehen konnten.Normalerweise meldet er sich auch immer weil er es bei einer Beziehung nötig findet.
Sonst hätte ich mich nie getraut, mit einem Mensch aus anderer Kultur zusammen zu sein, egal wie nett er ist, weil ich oft gesehen hatte, dass so etwas doch nicht klappt.
Er sagte mir auch immer, "Lügen" oder "Falsch Erzählen" auch "Verheimlichen" ist falsch und darf bei einer Beziehung nicht sein.
Wir hätten uns trennen können, wenn etwas ihn damals gestört hätte,hatte ich ihm sehr oft angeboten, weil ich nicht mehr aushalten konnte.
Jedes Mal war dann so, er könnte ohne mich nicht sein.
Mein Mann hatte von dieser alten Frau sehr genervt gefühlt, weil sie jeden Tag ihn bei sich haben wollte.
Er hatte sich nur über sie beschwert,daher kann ich alles nicht verstehen.Er hat extra die Stelle gekündigt,wo er gemerkt hatte,sie möchte mehr von ihm als er will.
Handynummer hatte er auch geändert.
So glaube ich schon, dass sie ihn nur genervt hatte.
Mein Problem ist, warum konnte er den sogar nervigen Mensch helfen,aber mir nie als ich wirklich gelitten hatte?
Warum hat er dann Problem, dass ich ihn verlasse,wenn er alles so machen möchte wie er will?
Ich habe ihm gesagt,er kann ja alles so machen wie er denkt.Aber dann möchte ich nicht mitmachen und kann nicht mit ihm sein.
Seine Eltern und er selbst sagen,mit dem wir "geheiratet" haben,sollte alles gut sein.Ende gut Alles gut,so musste ich alles vergessen.
Ich kann das aber nicht.
Wenn man lügt, damit es kein Problem entsteht,finde ich nicht richtig.Meistens kommen solche Lüge irgendwann mal raus und dann ist der angelogene Mensch viel mehr verletzt,denke ich.
Ich habe meinem Mann vorgeschlagen, dass wir zusammen Therapie machen,er findet aber nicht unbedingt nötig,für sich selbst,sondern ich bin die "komische", also ich soll alleine hingehen.
Ich denke, die Beziehung besteht von 2 Menschen,daher er hat auch damit zu tun, glaube ich.....oder?

Das verständliche Problem ist...
dass du dich von deinem Mann nicht gesehen fühlst, in dieser Sache.
Ich finde es ziemlich dreist von ihm, dass er meinte "Das ist dein Problem, ich habe keines" - damit hat er sich aus seiner Verantwortung gestohlen. Was soll DAS denn bitte???
Auch dieses - im wahrsten Sinne des Wortes - Schwamm drüber mit Hochzeit - ist eine sehr billige und bequeme Nummer.
Ich denke, dass du von deinem Mann viel zu abhängig bist - er weiß, dass du in jedem Fall bei ihm bleibst - und deshalb hält er es weder für nötig, sich in einer Fernbeziehung ordentlich zu verhalten, noch, mit dir die Arbeit einer Therapie auf sich zu nehmen.
Ich denke, dass du nur eines tun kannst!

Und zwar:

Werde unabhängiger und zeige ihm das. Mädchen, du hast soviel mitgemacht und trotzdem bist du bei ihm geblieben...klar denkt er da, dass er sich nich tmehr groß bemühen muss....

Ich denke, viele Beziehungsprobleme entstehen dann, wenn Männer sihc einer Frau zu sicher sein können und das IST so bei euch!

Ich denke, du solltest in nächster Zeit dich nicht mit "dem Problem" beschäftigen sondern ihm demonstrieren, dass es dir genauso Wurst ist wie ihm - vielleicht BRAUCHT er es ja, dass du so darunter leidest, damit bekommt er die bestätigung, wie wichtig er für dich ist!!!

Ne, putz dich raus, geh aus dem Haus und sei einfach nett. Zeig ihm, dass du GUT ohne ihn kannst und wenn dich was stört: Hau ordentlich auf den Tisch. Manchmal bringt nettes Reden nix. Ich selbst bin Pädagogin und hab im Studium auch diesen ganzen Quatsch mit "aktivem Zuhören" bla gehabt - bin aber der MEinung, dass manche Menschen das anders wahrnehmen, als es gemeint ist und dann denken, sie haben jemanden vor sich, mit dem sie machen können was sie wollen..
Ich denke, du musst insgesamt Selbstbewußter auftreten und nicht alles verstehen, was er tut und meint.
Und nochwas: Lass dir nicht einreden, dass DU das Problem hast. Mach es ihm nich tzu einfach, indem du in SElbstzweifel abdriftest. Mach ihm seinen Anteil am Problem deutlich klar (und mit deutlich meine ich NIHCT "nett reden" sondern ordentlich auf den Tisch hauen!!!)
Sag ihm einmal klipp und klar wie es dich ankotzt und wie scheiße seine REaktion ist - füge aber dann abschließend hinzu, dass du dir die Belastung nicht länger antust und dir nicht deinen schönen Kopf weiter darüber zerbrechen wirst, denn du hast besseres zu tun....

Viel Erfolg!

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