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Kann keine Liebe empfinden und weitergeben...

21. März 2010 um 21:11 Letzte Antwort: 24. März 2010 um 0:33

Hallo,

ich wünsche mir so sehr Veränderung in meinem Leben. Es gibt Bereiche, die mich sehr belasten und ich habe immer wieder Momente, indenen ich die Hoffnung verliere.

(ist jetzt kein Eigenlob!)
Eigentlich bin ich ein sehr fröhlicher, freundlicher, netter Typ Mensch. Auf den ersten Blick, würde man mich bestimmt als sehr liebendwert beschreiben.

Doch ist Liebe ein Wort in meinem Leben, dass ich leider nicht füllen kann. Ich kann bei Menschen, die mir eigentlich wichtig sind, nicht emotional sein. Gefühle zeigen, sagen, dass ich sie lieb habe, bekomme ich einfach nicht hin. Ich verspüre es auch nicht in mir, wie als wäre dieser Teil meines Lebens abgestorben.

Es gab Auslöser dafür in meiner Vergangenheit und ich habe mir wie eine seelische Schutzwand aufgebaut. Ich kann vieles benennen, doch wie komme ich jetzt weiter.

Viele derzeitige Freundschaften, allgemein Beziehungen zu Menschen scheitern daran. Ich wünsche mir lieben zu können und alle Gefühle die damit zu tun haben, an mich ranzulassen.

Vielleicht habt ihr Erfahrungen darin oder dies selber schon durchlebt. Es würde mich sehr freuen, wenn ihr beschreiben könntet, was euch geholfen hat und wie ihr Schritte vorwärts gehen konntet.

Danke. Gruß Tobias

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21. März 2010 um 22:59

Liebe lebt
Hallo ich verstehe dich ein bischen und auch deine Frage nach einer "Lösung".

Die "Lösung" das Loslassen ist unendlich schwierig wenn man es immer vor Augen hat. Es kommt eher unbewusst in kleinen Schritten in Alltagssituationen. Du schreibst über Liebe, aber ich glaube du meinst den ersten Schritt: Vertrauen. Was fällt dir zu Vertrauen ein, kommt di rdein Vertrauen auch so oberflächlich vor?

Von dem was du sagst kann ich dir versichern das es an Glaube fehlt. Glaube an das: Wer bin ich? was mache ich uns wozu? Was ist gut, was ist schlecht? Wem darf ich Vertrauen?

Mir hat mein Glaube an Jesus und sein Beispiel geholfen. Er hat sich nicht zurückgezogen in sein Schneckenhaus, sondern hat sein leben gelebt. Er hat Leid nicht ausgelammert und nicht nach dem "Schmerz/Angst Vermeidungsprinzip" gelebt, wie ich das, doch auch wie wohl alle Menschen von Zeit zu Zeit tun. Man ist dann aber nur nett und halt gut, aber man liebt nicht, man ist nicht in der Lage zu lieben, wenn man Konditionen um sich herumbaut, die du als Schutzwand beschreibst. Diese Wand kannst nur du und mit hilfe der Liebe= Gott, sprengen. Lebe dein Leben, schreibe ein Tagebuch und schaue ob die Umwelt immer so grausam ist wie du denkst. Mach dich verletzlich aber bewahre deine Würde, diese sollte man nicht ablegen. Du wirst unliebe Situationen erfahren, aber auch erfahren was Liebe dir schenken möchte. Liebe ist ein Geschenk und niemals ein Verdienst, das gilt für die Liebe die man empfängst als auch für die Liebe die man vergibt. Lebe einfach bete, hoffe und schreibe über deine Ängste. Das hat mir geholfen,

Mit den besten Wünschen und Gebeten,
ein suender, wie du und ich.

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22. März 2010 um 6:50
In Antwort auf esmond_12493663

Liebe lebt
Hallo ich verstehe dich ein bischen und auch deine Frage nach einer "Lösung".

Die "Lösung" das Loslassen ist unendlich schwierig wenn man es immer vor Augen hat. Es kommt eher unbewusst in kleinen Schritten in Alltagssituationen. Du schreibst über Liebe, aber ich glaube du meinst den ersten Schritt: Vertrauen. Was fällt dir zu Vertrauen ein, kommt di rdein Vertrauen auch so oberflächlich vor?

Von dem was du sagst kann ich dir versichern das es an Glaube fehlt. Glaube an das: Wer bin ich? was mache ich uns wozu? Was ist gut, was ist schlecht? Wem darf ich Vertrauen?

Mir hat mein Glaube an Jesus und sein Beispiel geholfen. Er hat sich nicht zurückgezogen in sein Schneckenhaus, sondern hat sein leben gelebt. Er hat Leid nicht ausgelammert und nicht nach dem "Schmerz/Angst Vermeidungsprinzip" gelebt, wie ich das, doch auch wie wohl alle Menschen von Zeit zu Zeit tun. Man ist dann aber nur nett und halt gut, aber man liebt nicht, man ist nicht in der Lage zu lieben, wenn man Konditionen um sich herumbaut, die du als Schutzwand beschreibst. Diese Wand kannst nur du und mit hilfe der Liebe= Gott, sprengen. Lebe dein Leben, schreibe ein Tagebuch und schaue ob die Umwelt immer so grausam ist wie du denkst. Mach dich verletzlich aber bewahre deine Würde, diese sollte man nicht ablegen. Du wirst unliebe Situationen erfahren, aber auch erfahren was Liebe dir schenken möchte. Liebe ist ein Geschenk und niemals ein Verdienst, das gilt für die Liebe die man empfängst als auch für die Liebe die man vergibt. Lebe einfach bete, hoffe und schreibe über deine Ängste. Das hat mir geholfen,

Mit den besten Wünschen und Gebeten,
ein suender, wie du und ich.

Liebe lebt auch in mir??
Hallo suender,
danke für deine Antwort.

Manchmal weiß ich nicht, was ich eigentlich noch festhalte. Ich habe viele Gründe für meine Zurückgezogenheit schon benennen können, ja sogar mit den Personen besprochen, ihnen gesagt, dass ich ihnen auch vergeben möchte...

Vielleicht habe ich aber immer nur den Wunschzustand im Blick und will zu große Schritte gehen. Du beschreibst einen ersten Schritt z.B. mit Vertrauen. Anvertrauen kann ich mich gut, so wie jetzt hier, auch über meine Ängste und Nöte reden, aber auch über freudiege und pos. Themen. Wie kann ich ganz praktisch anfangen Menschen zu Vertrauen!? ohne wieder sofort an meine Schutzwand zu fahren und

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22. März 2010 um 11:05

Gemach
Nicht verzagen, du bist auf dem besten Weg, alles auf die Reihe zu kriegen. Die Dinge, die du über dich weißt, die Anstrengungen, die du unternimmst, um deine Lebenssituation zu verändern, sind doch längst das, was du tun musst, um weiter zu kommen. Aber es braucht Zeit. Du brauchst Zeit.
Damit du dich nicht verfranzt auf deiner Suche nach dir selbst, kannst du dir auch einen Profi an die Seite holen. Einen Therapeuten. Guck halt mal, welche Art Therapie für dich am ehesten in Frage käme. Verhaltensth.? Analyse? Aber auch hier: Lass dir Zeit.
Es gibt kaum mehr, was du tun kannst.
Wenn es dich mal wieder runter reißt, musst du da schlicht durch. Es gehört dazu. Dein Prozess ist ein verflixt anstrengender und geht ganz schön an die Substanz. Sicher sein kannst du dir aber: Jedes dieser downs geht vorbei. Das sollte dich deine Erfahrung inzwischen gelehrt haben.

Stark bleiben!

PS: Hüte dich vor Selbstmitleid!

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22. März 2010 um 20:23
In Antwort auf an0N_1263134099z

Gemach
Nicht verzagen, du bist auf dem besten Weg, alles auf die Reihe zu kriegen. Die Dinge, die du über dich weißt, die Anstrengungen, die du unternimmst, um deine Lebenssituation zu verändern, sind doch längst das, was du tun musst, um weiter zu kommen. Aber es braucht Zeit. Du brauchst Zeit.
Damit du dich nicht verfranzt auf deiner Suche nach dir selbst, kannst du dir auch einen Profi an die Seite holen. Einen Therapeuten. Guck halt mal, welche Art Therapie für dich am ehesten in Frage käme. Verhaltensth.? Analyse? Aber auch hier: Lass dir Zeit.
Es gibt kaum mehr, was du tun kannst.
Wenn es dich mal wieder runter reißt, musst du da schlicht durch. Es gehört dazu. Dein Prozess ist ein verflixt anstrengender und geht ganz schön an die Substanz. Sicher sein kannst du dir aber: Jedes dieser downs geht vorbei. Das sollte dich deine Erfahrung inzwischen gelehrt haben.

Stark bleiben!

PS: Hüte dich vor Selbstmitleid!

Wird wohl gut sein...
Danke für die Antworten.
Ich werde nach einem Mann vom Fach suchen.

Nach meinem Eindruck würde ich zur Verhaltenstherapie tendierren. Den richtigen Umgang mit dem Schutzmechanismus zu erlernen. Dieser ist ja auch nicht ganz negativ sondern hat seine pos. Seiten. Ich hoffe in mir ein Gleichgewicht zu finden, dass auch Gefühle zu lassen kann.

Gruß Tobias

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24. März 2010 um 0:33

Beten
Hi Tobi,

wenn du professionelle Hilfe in Anspruch nehemen möchtest, dann wende dich konkret an Gott und bete. Das ist kein dummer Spruch! In der heutigen gehetzten Welt gibt es keine Platz mehr sich auf Gott, auf die Liebe einzulassen, und die Suche nach Erfüllung driftet ab und ein jeder sucht nach einem "Trostpfalster" das aber niemals wirklich die Heilung bringt. Beten heißt nicht Verse vor sich her stottern, aber hinhören.
Nimm dir jeden Abend konkret 5 min Zeit und lasse noch einmal den Tag revue passieren. Überlege: mit wem habe ich heute gesprochen, wem gegrüßt, was habe ich heute gesehen als ich auf meinem weg zur Arbeit /Schule war. Wann habe ich gelächelt, wann war ich traurig.

Versuch NICHT zu erklären warum du gelacht hast und was dich treurig gemacht hast warum du zurückhaltend warst, warum warum warum. Stelle einfach nur fest, schreibe es auf ohne Erklärung, Danke Gott für diesen Tag mit diesen Ereignissen. Sehe wo dir heute Großzugigkeit entgegengebracht wurde, sehe wo Liebe da war, in Gesten, guten Wünschen, Gratulationen... diese Bestandaufnahme macht einem selbst klar was man heute ERFAHREN, ERLEBT hat.

Wenn du es an einem Tag vergisst, macht nicht versuche es einfach weiter. Danke der Liebe, und du wirst sehen das du ein großherziger Mensch bist,

ein suender

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