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Kann keine gefühle zeigen

8. August 2011 um 23:50 Letzte Antwort: 9. August 2011 um 12:34

Ich habe ein gesundes selbstbewusstsein, bin ein total offener mensch und gehe gerne auf menschen zu. Ich habe auch kein problem, menschen einmal direkt (aber trotzdem höflich) zu sagen, was meine meinung dazu ist. Aber in sachen liebe habe ich immer probleme, demjenigen, für den ich mehr empfinde, meine gefühle zu zeigen, sodass er merkt, dass ich nicht nur freundschaftlich an ihm interessiert bin.

Kann sowas von der kindheit abhängen?
Dazu: ich hatte eine schöne kindheit, wurde aber 4 jahre lang in der schule unterdrückt und gemobbt (hab das aber ganz gut weggesteckt und gegen die anderen im stillen rebelliert). Meine mutter war alkoholikerin, weshalb ich sie mit 15 verlor. Von ihrer krankheit habe ich aber auch schon als kind leider viel leid mitbekommen. Seither lebe ich mit meinem vater in unserem haus. Wir verstehen uns wunderbar, aber ich habe da gefühl, als könne ich mit ihm nicht über meine probleme reden, wobei ich hierbei hauptsächlich von liebesdingen rede. Als ich meinen ersten freund nachhause brachte, musste ich kämpfen, dass er überhaupt vorbeikommen gschweige denn hier schlafen durfte, was oft streiterein heraufbeschwört hat, die mich schon fertig gemacht haben. In gegenwart meines vaters ermied ich es daher immer, die liebe zu meinem freund zu zeigen und versuchte es zu vertuschen. Weiters finde ich es schade, dass mein vater mich nie einmal nur in den arm nimmt oder solche dinge. Das fehlt mir irgendwie, wenn ich das bei anderen eltern und ihren kindern beobachte.

Wieder zu meinem problem - in sachen liebe fällt es mir eben oft sehr schwer, die richtigen gefühle nach aussen zu zeigen! Ich kann, wenn ich so richtig traurig bin, auch nie heulen (muss mich dazu anstrengen, nur ein paar tränen herauszupressen). Das ist doch auch nicht normal, oder? Irgendwie will ich mich nicht verwundbar zeigen (so fühle ich mich aber, wenn ich gefühle zeige), weil ich angst habe dann noch eher verletzt zu werden.

Liegt das an meiner kindheit oder woher kommt das???





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9. August 2011 um 0:56

Kannst du wirklich helfen?
Oder meinst du es nur? Du merkst das hier mehr Beiträge eingestellt werden, aber kannst wirklich helfe? Bezweifel ich da ich teilweise Beiträge von dir gelsen habe

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9. August 2011 um 9:01

Natürlich...
...liegen die Ursachen in der Kindheit.
Du hast Dir die Antwort doch schon selbst gegeben:
Mutter Alkoholikerin, Vater distanziert.
Als Kind muß man lernen, seine Gefühle zu unterdrücken, abzuspalten, sie zu ignorieren, damit man überlebt.
Das ist ein Bewältigungsmechanismus, der im Erwachsenenleben noch immer besteht.

Der Zugang zu Deinen Gefühlen ist Dir versperrt. Da wirst Du nur mit professioneller Hilfe rankommen. Sich selbst zu therapieren, ist fast unmöglich.

Such Dir einen Therapeuten, um Deine Kindheit aufzuarbeiten. Ich glaube, das ist der einzige Weg zu einem glücklichen Erwachsenenleben.

Liebe Grüße!

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9. August 2011 um 11:57

Ich veräpple hier niemanden !
Danke erst mal für eure hilfe! Warum sich hier jemand verarscht fühlt, nur weil ich schon mehrere beiträge geschrieben hab, verstehe ich eigentlich nicht so wirklich.
Ist es nicht der sinn eines solchen forums, seine probleme hier reinzustellen und auf objektive meinungen und ratschläge zu hoffen und sich anhand dieser objektiven meinungen dann in seinem denken über sich selbst entweder bestärkt zu fühlen oder nicht???
Bin nicht der mensch, dass ich leute verarsche - und sollte ich das machen wollen, dann sichen icht auf diesem niveau!

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9. August 2011 um 12:34
In Antwort auf nadine_11865103

Natürlich...
...liegen die Ursachen in der Kindheit.
Du hast Dir die Antwort doch schon selbst gegeben:
Mutter Alkoholikerin, Vater distanziert.
Als Kind muß man lernen, seine Gefühle zu unterdrücken, abzuspalten, sie zu ignorieren, damit man überlebt.
Das ist ein Bewältigungsmechanismus, der im Erwachsenenleben noch immer besteht.

Der Zugang zu Deinen Gefühlen ist Dir versperrt. Da wirst Du nur mit professioneller Hilfe rankommen. Sich selbst zu therapieren, ist fast unmöglich.

Such Dir einen Therapeuten, um Deine Kindheit aufzuarbeiten. Ich glaube, das ist der einzige Weg zu einem glücklichen Erwachsenenleben.

Liebe Grüße!

Vielen Danke für deine antwort !
Ich hab das bis jetzt eigentlich selten wem erzählt, naja ... ist ja auch nicht so einfach und so. Aber es hat mich eben schon oft beschäftigt, hab es dann aber immer wieder in mir vergraben, dieses problem. Hm, professionelle hilfe wäre mit sicherheit das beste ... aber i möchte es vorerst mal versuchen, ein klärendes gespräch mit meinem vater zu führen, vielleicht bringt das ja auch schon was ...

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