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Kann ich von ihm verlangen, umzuziehen?

27. Februar 2014 um 12:40

Hallo,

ich bin in einer ziemlich blöden Situation. Ich mache im Moment nach meinem Theologiestudium eine dreijährige Berufseinführung als Pastoralassistentin. Dafür musste ich in den Ort ziehen, in dessen Kirchengemeinde ich arbeite. Das ist so Pflicht in meinem Bistum (schimpft sich Residenzpflicht). Nach langer Diskussion hat sich auch mein Mann bereit erklärt, umzuziehen (nur 15 Kilometer von unserer Heimatstadt entfernt).
Bald wird diese Berufseinführung zu Ende sein. Das heißt für mich, dass ich wieder umziehen muss, wieder in die Gemeinde, in der ich in Zukunft arbeiten werde. Wo das sein wird, weiß ich noch nicht. Ich werde halt irgendwo eingesetzt. Es wird aber nicht so weit entfernt sein, dass mein Mann nicht mehr zur Arbeit kommen könnte. Darauf wird schon Rücksicht genommen.
Nun ist mein Mann nicht mehr bereit, wieder umzuziehen. Er wünscht sich, wieder in unserer Heimatstadt zu leben, bei seinen Freunden und seiner Familie. Am liebsten möchte er dort ein Haus bauen und da alt werden. Ich könnte mir diesen Lebensstil generell auch vorstellen...
Das passt aber so gar nicht zu meinem Beruf! Und der ist mir im Moment auch wichtig!

Ich weiß überhaupt nicht, was ich nun tun soll. Soll ich meinen Beruf (für den ich lange studiert habe) für ihn aufgeben?
Wer von uns beiden ist hier der /die Egoistische? Ich, weil ich ihn zum Umziehen zwingen will? Oder er, weil er nicht mitkommen will und so indirekt verlangt, dass ich meinen Beruf aufgebe?

Was ist eure Meinung dazu?
Wie schätzt ihr das Verhalten meines Mannes ein?
Was würdet ihr tun?

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27. Februar 2014 um 12:48

Ist es denn
ein Muss, dass Du in der Gemeinde wohnst, in der Du arbeitest? Wäre es nicht denkbar, dass Du die paar km täglich zu Deiner Arbeitsstelle fährst, und nicht Dein Mann?

Hast Du Einfluß darauf, wohin Du versetzt wirst? Wenn ja, besprich doch mit Deinem Mann, welche Ortschaften für ihn in Frage kommen.

Es ist eine verzwickte Lage. Ich kann schon verstehen, dass er da leben möchte, wo seine Freund und Familie sind. Andererseits; habt Ihr nie -vor dem Beginn Deines Studiums- darüber gesprochen, dass es ev. mehrere Wohnortwechsel geben wird?

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27. Februar 2014 um 12:49

Wer von uns beiden ist hier der /die Egoistische?
keiner, Ihr habt beide das gleiche Recht auf Eure Wünsche bezüglich des Wohnortes. Das gleiche Recht auf Beruf bzw. Freunde und Familie.
Nur dass die davon eben noch lange nicht kompatibel werden.
Letztlich muss einer von Euch etwas aufgeben, was ihm / Dir wichtig ist oder Ihr beide die Beziehung. Was auch immer von den 3 Möglichkeiten - es wird mindestens einen von Euch ein Stück seines Herzens kosten. Es gibt nicht für jedes Problem eine "richtige" Lösung. Manchmal gibt es viele richtige Lösungen, manchmal die Wahl zwischen Pest und Cholera. That's life.

(meine persönliche Meinung)

Kannst Du nicht mit wer-auch-immer-das-entscheidet reden und versuchen, in "die passende Stadt" versetzt zu werden?

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27. Februar 2014 um 13:07

Eine Zwischenlösung
Eine mögliche Lösung wär doch, dass ihr euch ein klein Zimmerchen in der Ortschaft mietet wo du arbeiten musst.So kannst du dies als deine Adresse angeben, wohnen könnt ihr aber "inofiziell" in der Ortschaft deines Mannes. Es kann dir ja niemand vorschreiben wo du nach Feierabend und Nachts zu sein hast. Dann müsstest du die 15km pendeln, aber das ist ja alles andere als schlimm. Solltest du morgens mal ganz früh arbeiten müssen, hättest du ja dein Zimmer direkt neben der Arbeit und könntest zur Not da bleiben. So seid ihr flexibel.

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28. Februar 2014 um 12:24

Aber ich bitte dich, warum denn um Himmels Willen ....


..deinen Beruf aufgeben - noch dazu, bevor du ihn erst mal voll ausgeübt hast??

Hut ab übrigens vor deiner anspruchsvollen Berufswahl. Das würden heutzutage sicher nur wenige auf sich nehmen wollen

Von einer Pfarrerin / Pastoralassistentin erwarte ich allerdings auch die Souveränität, ein solch kleines Problem wie das eure elegant bzw. diplomatisch zu lösen.

Dein Mann möchte gerne in eurem Ursprungsort sesshaft werden - also lass es zu!

Einen Kompromiss könntet Ihr finden. Katinka hat unten ja schon einen Vorschlag gemacht.

Und im übrigen meinst du das mit den 15 km doch nicht wirklich ernst - das ist ja gar nichts, was nicht zu bewältigen wäre.

Bist du sicher, dass hinter eurem "Problem" nicht etwas anderes steckt? Zum Beispiel das Ausdiskutieren, wer seine beruflichen Ziele wie stark verwirklichen kann / darf??

Bleib auf jeden Fall bei deinen Zielen.

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28. Februar 2014 um 12:27

Auf den Punkt............

..........gebracht!

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