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Kann ich meine Ehe noch retten? Ratlos und Traurig

18. April 2008 um 16:19

Hallo Ihr,

ich bin auf dieses Forum gestoßen, weil ich Hilfe und Ratschläge brauche. Ich weiß nicht mehr so richtig weiter.
Ich versuch mich kurz zu fassen.
Ich bin 40 , meine Frau 30, wir sind seit 10 Jahren ein Paar und seit 5 Jahren verheiratet.
Wir haben eine fast 3 jährige Tochter.
Vor 5 Tagen offenbart sie mir, daß sie einen anderen Mann kennengelernt hat und liebt.
Mir war bis dato nicht viel aufgefallen.
Wir haben ein Haus, 2 Autos, ich gehe Vollzeit, sie auf 400 Basis arbeiten. Wir kümmern uns rührend um unsere Kleine.
Gut, eingefahren hat sich schon alles; die Abläufe, das Sexleben, einfach alles.
Sie war aber nie viel unterwegs (ich auch nicht) aber ich glaubte das ist gut so, weil ich sie auch nicht einschränken würde. Das war freiwillig.
Einzig meine Liebe zu Ihr habe ich nicht mehr so oft gezeigt.
Wir haben uns beide hängen lassen (Viel essen - wenig Ausgleich) in der letzten Zeit, das hat mich oft gestört. Diese Unzufriedenheit
habe ich dann wohl zu oft auch auf meine Frau projeziert. Wir haben oft über kleine banale Dinge gestritten. Ich habe viel Streß im Beruf, komme nach hause und möchte dann natürlich auch 100% von meiner Tochter haben, dabei habe ich wohl meine Frau vernachlässigt.
Vor 3 Wochen geht sie dann mal einmal auf die Piste (Firmenfeier) und schon lernt sie jemand kennen, fingiert ein zweite Feier um mit Ihm zu schlafen. Der Mann ist 46. Ich dachte schon immer, ich sei zu alt für sie. Verheiratet seit 20 Jahren und hat eine 19jährige Tochter. Klar, die sms-sen jetzt das Blaue vom Himmel runter, alles voller Geigen und das.
Ich bein kein großer Gefühlsausdrücker, aber ich habe einen weichen Kern. Sie ist derzeit hin und hergerissen, glaube ich, weil ich sie noch immer endlos liebe (verzeihen und neuanfang inklusive) und das auch gesagt habe. Sie will das Beste für unsere Tochter, aber das Feuer des anderen ist sooo groß.
Habe ich noch ein Chance, unsere Ehe zu retten? Was soll ich bloß machen?

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18. April 2008 um 17:25

Tut mir leid,
aber ich verstehe euch männer nicht..ok sicher liebst du deine frau, aber wie so lässt ihr euch sooo von euren frauen verarschen...ich verstehe auch frauen nicht die eine familie haben und fremdgehen und dann wieder zurückkommen den alles war nur ein irrtum und sie wollen die familie wieder haben...
warum sollst du derjenige sein der die ehe retten will (ich will nur sagen und was tut deine frau?geniesst sie die gute zeit mit ihrem neuen?).......ich weiss, dass immer 2 schuldig sind.....aber ich habe oft in diesem forum gelesen, dass frauen fremdgehen und ihre männer kämpfen um die ehe zu retten...wieso denn

was sollst du machen....vielleicht deiner frau einen heissen tee kochen und eine masaje anbieten wenn sie von ihrem geliebten bei dir kommt...es war jetzt bös gemeint aber bitte führe ein gespräch mit ihr um zu sehen was sie will...
viel glück

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18. April 2008 um 22:04

Hallo,
vieles von dem, was Du schreibst, kenne ich nur zu gut.

Ob Du eine Chance hast, die Ehe zu retten?
Ich weiß es nicht.
Ich hatte sie nicht, trotz gegenteiliger Beteuerungen. Mittlerweile lebe ich alleine mit meinen Kindern.

Wenn die Ehe eine Chance haben soll, braucht es zwei dazu. Wo Deine Frau wirklich steht, weißt Du vielleicht selber nicht.

Ich spekuliere mal aus eigener Erfahrung:
Am liebsten wäre es Deiner Frau, wenn alles so weitergehen könnte: keine endgültige Entscheidung fällen, Dich als Versorger und Papa und Familienvater halten, der Tochter nicht wehtun u n d sich von diesem Kerl weiterhin feurig übers Laken ziehen lassen.

Sie will nicht erwachsen sein und Verantwortung übernehmen, sie will sich mal wieder herrlich schwach sein, sich fallen lassen und sich begehrt fühlen - ein fast pubertärer Zustand. Das "Feuer des andern" entspringt nur der Macht, die sie ihm verleiht.

Du störst da nur, deswegen wird sie nicht hundertprozentig ehrlich mit Dir umgehen und Dir manches verschweigen, damit sie weiter ihr Ding durchziehen kann.
Du bist für sie Papa ihrer Tochter, selber irgendwie eine Papa-Projektion, ihr Respekt vor Dir als M a n n scheint dahin.

Vielleicht wartet sie nur darauf, dass etwas, das Du tust oder unterlässt, für sie eine Entschuldigung bietet, ihren neuen Weg klarer einzuschlagen. Dann bist Du ja schuld.

Wie gesagt: Das kann, muss aber nicht so sein.
(Es würde mich aber wundern, wenn es anders wäre ...)
Es wird vieles davon abhängen, ob jeder von Euch sich wirklich an die Arbeit an seiner eigene Person und Eurer gemeinsame Ehe machen will.


Es ist hilfreich (egal, wie es mit Euch weitergeht), wenn Du Dich Deinem Anteil an Eurer Krise/Eurem Scheitern stellst.
Weniger hilfreich wäre es, wenn Du Dich zu klein machst und alles Unglück auf Dich nimmst (das hätte sie vielleicht gerne, dann wäre sie nämlich moralisch aus der Nummer raus, weil Dein Verhalten sie ja in die Arme eines anderen getrieben hat).

Such Dir gute Freunde (auch und vor allem Männer). Wenn es Dir zuviel wird mit ihr, stell ihr die Koffer vor dir Tür (das habe ich Depp zu spät gemacht).

Ich empfehle Euch

1) eine Paarberatung (die evangelischen Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen arbeiten umsonst und oft mit hervorragenden Fachkräfte) -und wenn sie da nicht mitkommen will, dann geh' alleine, auch das bringt 'ne Menge, um Dich zu stabilisieren. Nutze die therapeutischen Möglichkeiten von Profis und Freundschaften.
Mach Dir klar: Dein Leben ist größer als diese Ehe. Dein Glück hängt nicht an dieser Frau, sondern an etwas anderem - und finde heraus, was das ist.

2) das hier des öfteren zurecht genannte Buch:
Hans Jellouschek, Warum hast Du mir das angetan? Untreue als Chance

Viel Kraft und 'ne Menge Unterstützung dabei!
F.

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18. April 2008 um 23:42
In Antwort auf dara_12090775

Hallo,
vieles von dem, was Du schreibst, kenne ich nur zu gut.

Ob Du eine Chance hast, die Ehe zu retten?
Ich weiß es nicht.
Ich hatte sie nicht, trotz gegenteiliger Beteuerungen. Mittlerweile lebe ich alleine mit meinen Kindern.

Wenn die Ehe eine Chance haben soll, braucht es zwei dazu. Wo Deine Frau wirklich steht, weißt Du vielleicht selber nicht.

Ich spekuliere mal aus eigener Erfahrung:
Am liebsten wäre es Deiner Frau, wenn alles so weitergehen könnte: keine endgültige Entscheidung fällen, Dich als Versorger und Papa und Familienvater halten, der Tochter nicht wehtun u n d sich von diesem Kerl weiterhin feurig übers Laken ziehen lassen.

Sie will nicht erwachsen sein und Verantwortung übernehmen, sie will sich mal wieder herrlich schwach sein, sich fallen lassen und sich begehrt fühlen - ein fast pubertärer Zustand. Das "Feuer des andern" entspringt nur der Macht, die sie ihm verleiht.

Du störst da nur, deswegen wird sie nicht hundertprozentig ehrlich mit Dir umgehen und Dir manches verschweigen, damit sie weiter ihr Ding durchziehen kann.
Du bist für sie Papa ihrer Tochter, selber irgendwie eine Papa-Projektion, ihr Respekt vor Dir als M a n n scheint dahin.

Vielleicht wartet sie nur darauf, dass etwas, das Du tust oder unterlässt, für sie eine Entschuldigung bietet, ihren neuen Weg klarer einzuschlagen. Dann bist Du ja schuld.

Wie gesagt: Das kann, muss aber nicht so sein.
(Es würde mich aber wundern, wenn es anders wäre ...)
Es wird vieles davon abhängen, ob jeder von Euch sich wirklich an die Arbeit an seiner eigene Person und Eurer gemeinsame Ehe machen will.


Es ist hilfreich (egal, wie es mit Euch weitergeht), wenn Du Dich Deinem Anteil an Eurer Krise/Eurem Scheitern stellst.
Weniger hilfreich wäre es, wenn Du Dich zu klein machst und alles Unglück auf Dich nimmst (das hätte sie vielleicht gerne, dann wäre sie nämlich moralisch aus der Nummer raus, weil Dein Verhalten sie ja in die Arme eines anderen getrieben hat).

Such Dir gute Freunde (auch und vor allem Männer). Wenn es Dir zuviel wird mit ihr, stell ihr die Koffer vor dir Tür (das habe ich Depp zu spät gemacht).

Ich empfehle Euch

1) eine Paarberatung (die evangelischen Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen arbeiten umsonst und oft mit hervorragenden Fachkräfte) -und wenn sie da nicht mitkommen will, dann geh' alleine, auch das bringt 'ne Menge, um Dich zu stabilisieren. Nutze die therapeutischen Möglichkeiten von Profis und Freundschaften.
Mach Dir klar: Dein Leben ist größer als diese Ehe. Dein Glück hängt nicht an dieser Frau, sondern an etwas anderem - und finde heraus, was das ist.

2) das hier des öfteren zurecht genannte Buch:
Hans Jellouschek, Warum hast Du mir das angetan? Untreue als Chance

Viel Kraft und 'ne Menge Unterstützung dabei!
F.

Teils gut erkannt
@F.

Hallo,
danke für die umfangreiche Stellungnahme.
Ich bin etwas hin und her gerissen zwischen dem
Wunsch unsere Ehe zu retten und der Wut über den Egoismus der Mutter meiner Tochter, mir und uns das anzutun. Ich habe dem Verbleib der beiden im gemeinsamen Haus zugestimmt aus Angst um meine Tochter. Ich reflektiere seit den letzten 5 Tagen sehr wohl meiner Schuld daran, sie in die Arme eines anderen getrieben zu haben. Um 100% Vater zu sein habe ich sie vernachlässigt und wir haben oft gestritten.
Sie sagt, ich hätte ihr das Gefühl gegeben, nichts auf die Kette zu kriegen und hätte sie verbal verletzt, nicht mehr beachtet und vergessen. Stimmt aber so auch nicht ganz.
Bis vor einem halben Jahr haben wir immer geredet, seitdem hat sie einen Laptop und ist nur noch am ICQen und in Foren und auf Wer kennt Seiten.
Ich hatte schon länger die Angst, sie würde diese Scheinwelt als Flucht aus dem Alltag einsetzen. Ein bißchen hatte ich auch Recht;
geheimnisvoll, keine Spuren (Zettel, Briefe).
Kennenlernen, sich übers Netz verabreden und ab.
Ich habe Angst, Ihr die Koffer vor die Tür zu stellen, weil sie meine Tochter mitnehmen wird. Kann ich das unterbinden? Ich liebe meine Frau noch, da bin ich mir sicher, meine Tochter aber ebenso. Ich bin bereit um sie zu kämpfen, stoße da aber z.Zt. auf wenig Gegenliebe, klar, sie chattet sich mit dem in den 7ten Himmel, sie treffen sich und das alles von hier aus.
Wir haben geredet, sie soll sich entscheiden, Er oder Ich aber das war bis jetzt alles so ausweichend. Wenn ich sie rausschmeiße und das Kind bleibt hier gibts Krieg, das weiß ich. Laß ich beide hier geh ich kaputt (irgendwann). Geht Sie und nimmt das Kind mit, ist noch schlimmer, dann sind beide weg. Das will ich alles nicht. Hab hier nicht so viele Freunde, nur meine Ellis, die wissens auch. Ich verstehe meine Frau darum nicht, wie sie uns (mir und meiner kleinen Tochter) das antun konnte. Ist sie noch zu retten? Sind wir noch zu retten?

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18. April 2008 um 23:53
In Antwort auf kyla_12498580

Tut mir leid,
aber ich verstehe euch männer nicht..ok sicher liebst du deine frau, aber wie so lässt ihr euch sooo von euren frauen verarschen...ich verstehe auch frauen nicht die eine familie haben und fremdgehen und dann wieder zurückkommen den alles war nur ein irrtum und sie wollen die familie wieder haben...
warum sollst du derjenige sein der die ehe retten will (ich will nur sagen und was tut deine frau?geniesst sie die gute zeit mit ihrem neuen?).......ich weiss, dass immer 2 schuldig sind.....aber ich habe oft in diesem forum gelesen, dass frauen fremdgehen und ihre männer kämpfen um die ehe zu retten...wieso denn

was sollst du machen....vielleicht deiner frau einen heissen tee kochen und eine masaje anbieten wenn sie von ihrem geliebten bei dir kommt...es war jetzt bös gemeint aber bitte führe ein gespräch mit ihr um zu sehen was sie will...
viel glück

Genau das ist ja der Punkt
@stark73

wir haben schon unzählige Gespräche geführt, seit dem ich es weiß. Ich habe Ihr signalisiert, um sie zu kämpfen und verzeihen und einen Neuanfang zu beginnen. Sie weiß aber nicht was sie will. Nachdem sie es mir gesagt hatte, ist sie zu Ihrer Schwester gegangen (mit meiner Tochter), war aber schon nach einem Tag wieder da (- nicht auszuhalten da, schlechte Umgebung fürs Kind und und). Ich habe meiner Kleinen wegen zugestimmt, ich wollte sie auch nicht verlottern lassen. Meine Eltern stehen übrigens voll hinter mir und würden mir auch helfen. Ich soll das aber nicht falsch verstehen, sie will auf den Kerl nicht verzichten, weiß nicht ob sie mich noch liebt,
hat sich noch nicht entschieden, kann ihr keiner helfen usw.
Ich glaube schon ,daß ihr bewußt ist, was sie alles aufgibt, was sie alles entbehren werden muß, kann sich aber auch nicht dem Feuer der neuen Liebe entziehen. Bei Ihrer Entscheidung kann ich ihr nicht helfen. Soll ich sie unter Druck setzen oder ihr noch etwas Zeit geben?

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19. April 2008 um 0:36

Wenn noch etwas helfen kann,
dann solltet ihr reden, reden und nochmals reden und zwar über alles!!!!! Und zwar gibt es da gewisse Regeln zu beachten. Es dürfen keine Vorwürfe sein. Man teilt dem anderen mit, wie man sie fühlt, was einem fehlt, was man braucht um sich gut zu fühlen.Von der Beziehung kann man keine Pause machen, denn sie läuft einfach nicht von alleine. Ihr habt es schleifen lassen. Schau dich mal bei www.amazon.de um, dort gibt es ganz viele gute Bücher in Sachen Ehe,Beziehung, Krise Trennung. Mach jetzt aber nicht den Fehler, dass du sie überschüttest, denn das kann ins Gegenteil umschlagen.
Zunächst sollte aber deine Frau auch den Willen
zeigen, dass sie diese (eure) Beziehung möchte.
Lieben Gruß
Melike

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19. April 2008 um 9:39
In Antwort auf melike13

Wenn noch etwas helfen kann,
dann solltet ihr reden, reden und nochmals reden und zwar über alles!!!!! Und zwar gibt es da gewisse Regeln zu beachten. Es dürfen keine Vorwürfe sein. Man teilt dem anderen mit, wie man sie fühlt, was einem fehlt, was man braucht um sich gut zu fühlen.Von der Beziehung kann man keine Pause machen, denn sie läuft einfach nicht von alleine. Ihr habt es schleifen lassen. Schau dich mal bei www.amazon.de um, dort gibt es ganz viele gute Bücher in Sachen Ehe,Beziehung, Krise Trennung. Mach jetzt aber nicht den Fehler, dass du sie überschüttest, denn das kann ins Gegenteil umschlagen.
Zunächst sollte aber deine Frau auch den Willen
zeigen, dass sie diese (eure) Beziehung möchte.
Lieben Gruß
Melike

Den Willen zeigen
Hallo,

genau das ist das Problem. Ich habe mehrmals signalisiert, das ich unserer Ehe noch eine Chance geben will. Das hat sie aber nicht gesagt, sie weiß nicht ob sie mich noch liebt, will den anderen aber nicht aufgeben.
Sie weint viel. Ich glaube wirklich, daß sie weiß, was sie uns damit antut, was sie alles opfern würde und was sie zerstören würde.
Heute abend fährt sie wieder zu ihm.
Ich denke wir reden am So wieder. Nur im Moment will sie auch nicht mehr reden (z. Thema überschütten). Nur laß ich sie in ruhe, dann habe ich Angst, daß sie sich noch weiter von mir entfernt, bedränge ich sie zu sehr, passiert das auch. Mann, das ist so schwer!

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19. April 2008 um 12:02

Was meinst Du?
Hallo meetme666

was meinst Du mit schiefgehen weil zuwenig Zeit allein?
Ich versuche schon, sie zu ignorieren, es tut aber so weh, weil auch die Angst da ist, sie mehr in die Arme des anderen zu treiben.
Das Haus gehört mir, wenn also, dann geht sie.
An mein Kind muß ich aber immer denken, ich liebe die Kleine.
Ich spiele mit offenen Karten, meine Frau weiß, das ich noch um sie kämpfe, ich habe ihr auch signalisiert, daß ich verzeihen und neuanfangen kann, wenn sie es denn nur will.

Grüße

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20. April 2008 um 14:48

Weiter
Bitte per PN weiter

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20. April 2008 um 16:14
In Antwort auf uzziah_12475077

Teils gut erkannt
@F.

Hallo,
danke für die umfangreiche Stellungnahme.
Ich bin etwas hin und her gerissen zwischen dem
Wunsch unsere Ehe zu retten und der Wut über den Egoismus der Mutter meiner Tochter, mir und uns das anzutun. Ich habe dem Verbleib der beiden im gemeinsamen Haus zugestimmt aus Angst um meine Tochter. Ich reflektiere seit den letzten 5 Tagen sehr wohl meiner Schuld daran, sie in die Arme eines anderen getrieben zu haben. Um 100% Vater zu sein habe ich sie vernachlässigt und wir haben oft gestritten.
Sie sagt, ich hätte ihr das Gefühl gegeben, nichts auf die Kette zu kriegen und hätte sie verbal verletzt, nicht mehr beachtet und vergessen. Stimmt aber so auch nicht ganz.
Bis vor einem halben Jahr haben wir immer geredet, seitdem hat sie einen Laptop und ist nur noch am ICQen und in Foren und auf Wer kennt Seiten.
Ich hatte schon länger die Angst, sie würde diese Scheinwelt als Flucht aus dem Alltag einsetzen. Ein bißchen hatte ich auch Recht;
geheimnisvoll, keine Spuren (Zettel, Briefe).
Kennenlernen, sich übers Netz verabreden und ab.
Ich habe Angst, Ihr die Koffer vor die Tür zu stellen, weil sie meine Tochter mitnehmen wird. Kann ich das unterbinden? Ich liebe meine Frau noch, da bin ich mir sicher, meine Tochter aber ebenso. Ich bin bereit um sie zu kämpfen, stoße da aber z.Zt. auf wenig Gegenliebe, klar, sie chattet sich mit dem in den 7ten Himmel, sie treffen sich und das alles von hier aus.
Wir haben geredet, sie soll sich entscheiden, Er oder Ich aber das war bis jetzt alles so ausweichend. Wenn ich sie rausschmeiße und das Kind bleibt hier gibts Krieg, das weiß ich. Laß ich beide hier geh ich kaputt (irgendwann). Geht Sie und nimmt das Kind mit, ist noch schlimmer, dann sind beide weg. Das will ich alles nicht. Hab hier nicht so viele Freunde, nur meine Ellis, die wissens auch. Ich verstehe meine Frau darum nicht, wie sie uns (mir und meiner kleinen Tochter) das antun konnte. Ist sie noch zu retten? Sind wir noch zu retten?

Vielleicht ...
... ist j e t z t noch nicht die Zeit für grundsätzliche Entscheidungen.
Wichtig fände ich aber doch, dass es zum einen eine gemeinsame Entscheidung für eine gemeinsame Suche nach Perspektiven gibt, sprich: Paarberatung, und zum andern Du das ganze nicht endlos mitmachst, sondern Dir einen Zeitpunkt vornimmst, an dem Klarheit herrschen soll.

Ob Du wirklich etwas machen kannst?
Das hängt davon ab, wie depressiv-verschlossen Deine Frau für Dich ist und wie sehr sie von diesem Kerl abhängt. Schön, wenn gewissen3 Recht hätte (sicherlich darin, dass es gut ist, wenn Du ihr nun nicht als verzweifelter kleiner Junge, der von Verlassensangst zerfressen wird, gegenübertrittst, sondern als Mann).
Aber es liegt zwar vieles, aber doch nicht alles an Dir. Manches hört sich so an, als hättet Ihr beide nicht gut für Euch selber gesorgt. Ob sie das nun mit ihrer neuen Affäre tut, wage ich zu bezweifeln, weil sie wohl in eine neue Abhängigkeit geraten ist.

Ich selber hatte vor einem Jahr den furchtbaren Eindruck, wie gelähmt zu sein: ich konnte gar nichts mehr bei ihr bewirken (obwohl ich mein Leben aus vielen Gründen innerlich und äußerlich ziemlich umgekrempelt habe). Ich konnte dann nur noch für mich und die Kinder sorgen - und hatte damit mehr als genug zu tun.

Was Deine Tochter angeht: Sie wird spüren und mitbekommen, dass da etwas abgeht, was ihr Fundament erschüttert. Auch und gerade das hat mir bei meinen Kindern fast das Herz gebrochen.
Deine Tochter braucht unbedingt das Gefühl, dass sie weder schuld ist noch verantwortlich für Dein aktuelles Wohlergehen!!!
Mir hat es damals geholfen, auch den worst case zu planen (sie geht und will die Kinder mitnehmen, was deren Situation allerdings noch drastisch verschlechtert hätte), also das, was Du "Krieg" nennst. Informiere Dich. Es gibt Gruppen und Foren für Väter in Trennungs- und Scheidungssituationen.

Und nochmals: Gönn Dir selber eine Beratung, eine Therapie, irgendwas, wo Du mit psychologischen Fachleuten Dich und Deine Situation beraten kannst. (Eltern sind als hauptsächliche Gesprächspartner doch zu nah dran und fühlen sich selber verantwortlich/schuldig/...)
Wenn Du Schwierigkeiten hast, Deine Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, wäre die körpertherapeutische Ausrichtung vielleicht was für Dich.

Sorry, wenn das hier zu klugscheißerisch wirkt, aber der Platz zum Schreiben und meine Zeit sind begrenzt, daher eher kurz und knapp ...

Alles Gute!

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20. April 2008 um 18:54
In Antwort auf dara_12090775

Vielleicht ...
... ist j e t z t noch nicht die Zeit für grundsätzliche Entscheidungen.
Wichtig fände ich aber doch, dass es zum einen eine gemeinsame Entscheidung für eine gemeinsame Suche nach Perspektiven gibt, sprich: Paarberatung, und zum andern Du das ganze nicht endlos mitmachst, sondern Dir einen Zeitpunkt vornimmst, an dem Klarheit herrschen soll.

Ob Du wirklich etwas machen kannst?
Das hängt davon ab, wie depressiv-verschlossen Deine Frau für Dich ist und wie sehr sie von diesem Kerl abhängt. Schön, wenn gewissen3 Recht hätte (sicherlich darin, dass es gut ist, wenn Du ihr nun nicht als verzweifelter kleiner Junge, der von Verlassensangst zerfressen wird, gegenübertrittst, sondern als Mann).
Aber es liegt zwar vieles, aber doch nicht alles an Dir. Manches hört sich so an, als hättet Ihr beide nicht gut für Euch selber gesorgt. Ob sie das nun mit ihrer neuen Affäre tut, wage ich zu bezweifeln, weil sie wohl in eine neue Abhängigkeit geraten ist.

Ich selber hatte vor einem Jahr den furchtbaren Eindruck, wie gelähmt zu sein: ich konnte gar nichts mehr bei ihr bewirken (obwohl ich mein Leben aus vielen Gründen innerlich und äußerlich ziemlich umgekrempelt habe). Ich konnte dann nur noch für mich und die Kinder sorgen - und hatte damit mehr als genug zu tun.

Was Deine Tochter angeht: Sie wird spüren und mitbekommen, dass da etwas abgeht, was ihr Fundament erschüttert. Auch und gerade das hat mir bei meinen Kindern fast das Herz gebrochen.
Deine Tochter braucht unbedingt das Gefühl, dass sie weder schuld ist noch verantwortlich für Dein aktuelles Wohlergehen!!!
Mir hat es damals geholfen, auch den worst case zu planen (sie geht und will die Kinder mitnehmen, was deren Situation allerdings noch drastisch verschlechtert hätte), also das, was Du "Krieg" nennst. Informiere Dich. Es gibt Gruppen und Foren für Väter in Trennungs- und Scheidungssituationen.

Und nochmals: Gönn Dir selber eine Beratung, eine Therapie, irgendwas, wo Du mit psychologischen Fachleuten Dich und Deine Situation beraten kannst. (Eltern sind als hauptsächliche Gesprächspartner doch zu nah dran und fühlen sich selber verantwortlich/schuldig/...)
Wenn Du Schwierigkeiten hast, Deine Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, wäre die körpertherapeutische Ausrichtung vielleicht was für Dich.

Sorry, wenn das hier zu klugscheißerisch wirkt, aber der Platz zum Schreiben und meine Zeit sind begrenzt, daher eher kurz und knapp ...

Alles Gute!

Hör auf Frank!
Das sind wirkliche richtige und wahre Worte. Hier spricht jemand, der uns - mir geht es ja gerade ähnlich - ein Jahr Erfahrung voraus hat.

Sei vorbereitet, was kommen kann, und sorge für Dich. Das fiel mir auch sehr schwer, doch nur so kann man wieder Freude - auch an den Kindern empfinden. Nur wenn man etwas loslassen kann, kommt es freiwillig zu einem zurück. Soweit bin ich auch noch nicht immer, aber nur diese Grundhaltung birgt einen Lösungsansatz.

Eine Paartherapie bringt nur etwas, wenn beide sie wollen. Und die andere Sache muß beendet werden - zur Not mit einem harten Schnitt, indem Du sie vor die Tür setzt. Das bringt Klarheit für Dich und auch für Deine Frau, denn in so einer Situation ist auch ihr Herz im emotionalen "Overload".

Ich drücke Dir dir Daumen. Und nochetwas: Lies viel! Schau, was in einer Therapie ablaufen wird, was das Ziel ist, woraus die Liebe besteht: Jellouschek, Zurhorst, Cöllen usw.! Findest Du bei Amazon! Das hilft auf jeden Fall rationaleren Typen wie mir.

Alles Gute!

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20. April 2008 um 19:44
In Antwort auf dara_12090775

Vielleicht ...
... ist j e t z t noch nicht die Zeit für grundsätzliche Entscheidungen.
Wichtig fände ich aber doch, dass es zum einen eine gemeinsame Entscheidung für eine gemeinsame Suche nach Perspektiven gibt, sprich: Paarberatung, und zum andern Du das ganze nicht endlos mitmachst, sondern Dir einen Zeitpunkt vornimmst, an dem Klarheit herrschen soll.

Ob Du wirklich etwas machen kannst?
Das hängt davon ab, wie depressiv-verschlossen Deine Frau für Dich ist und wie sehr sie von diesem Kerl abhängt. Schön, wenn gewissen3 Recht hätte (sicherlich darin, dass es gut ist, wenn Du ihr nun nicht als verzweifelter kleiner Junge, der von Verlassensangst zerfressen wird, gegenübertrittst, sondern als Mann).
Aber es liegt zwar vieles, aber doch nicht alles an Dir. Manches hört sich so an, als hättet Ihr beide nicht gut für Euch selber gesorgt. Ob sie das nun mit ihrer neuen Affäre tut, wage ich zu bezweifeln, weil sie wohl in eine neue Abhängigkeit geraten ist.

Ich selber hatte vor einem Jahr den furchtbaren Eindruck, wie gelähmt zu sein: ich konnte gar nichts mehr bei ihr bewirken (obwohl ich mein Leben aus vielen Gründen innerlich und äußerlich ziemlich umgekrempelt habe). Ich konnte dann nur noch für mich und die Kinder sorgen - und hatte damit mehr als genug zu tun.

Was Deine Tochter angeht: Sie wird spüren und mitbekommen, dass da etwas abgeht, was ihr Fundament erschüttert. Auch und gerade das hat mir bei meinen Kindern fast das Herz gebrochen.
Deine Tochter braucht unbedingt das Gefühl, dass sie weder schuld ist noch verantwortlich für Dein aktuelles Wohlergehen!!!
Mir hat es damals geholfen, auch den worst case zu planen (sie geht und will die Kinder mitnehmen, was deren Situation allerdings noch drastisch verschlechtert hätte), also das, was Du "Krieg" nennst. Informiere Dich. Es gibt Gruppen und Foren für Väter in Trennungs- und Scheidungssituationen.

Und nochmals: Gönn Dir selber eine Beratung, eine Therapie, irgendwas, wo Du mit psychologischen Fachleuten Dich und Deine Situation beraten kannst. (Eltern sind als hauptsächliche Gesprächspartner doch zu nah dran und fühlen sich selber verantwortlich/schuldig/...)
Wenn Du Schwierigkeiten hast, Deine Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, wäre die körpertherapeutische Ausrichtung vielleicht was für Dich.

Sorry, wenn das hier zu klugscheißerisch wirkt, aber der Platz zum Schreiben und meine Zeit sind begrenzt, daher eher kurz und knapp ...

Alles Gute!

Sehr ähnlich
Hallo frank369,

meine Tochter kriegt schon viel mit, daß zerreißt mir ja auch das Herz.
Nachdem meine Frau es mir vor 7 Tagen gesagt hat, war sie ja schon 2 Tage zu Ihrer Schwester gegangen (Mit Kind), kam aber zurück, weil diese Umgebung nichts für sie und unser Kind war (Baustellen, Hunde, Schmutz).
Diesem Zurückkommen habe ich zugestimmt, weils das des Kindes zuhause ist und bleiben sollte.
Hier ist alles geordnet, sauber, Kontinuität und meine Eltern sind auch in der Nähe (ein paar Häuser weiter), wissen bescheid und lieben die kleine ebenfalls. Sie war auch oft da, zum sitten bei Arbeit (400 Job meiner Frau).
Ich habe ihr Zeit zugesprochen, mache mich ein bißchen rar, viel Sport. Kann eh nicht viel essen. Konstruktiven Fragen verschließt sie sich allerdings. Paarberatung abgelehnt ("bringt nichts"). Der Andere wohnt zur Miete und hat aber auch noch Familie (Frau, Kind) denen er den Rauswurf nicht antun will. Komisch, er geht doch fremd.
Wenn ich meine Frau in ein paar Tagen vor die Tür setze, dann wird sie wohl oder über in Schwesters Baustelle oder zu ihm gehen müssen.
Beides ist schlecht für mein Kind, also hierlassen und dann?

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24. April 2008 um 16:05
In Antwort auf uzziah_12475077

Genau das ist ja der Punkt
@stark73

wir haben schon unzählige Gespräche geführt, seit dem ich es weiß. Ich habe Ihr signalisiert, um sie zu kämpfen und verzeihen und einen Neuanfang zu beginnen. Sie weiß aber nicht was sie will. Nachdem sie es mir gesagt hatte, ist sie zu Ihrer Schwester gegangen (mit meiner Tochter), war aber schon nach einem Tag wieder da (- nicht auszuhalten da, schlechte Umgebung fürs Kind und und). Ich habe meiner Kleinen wegen zugestimmt, ich wollte sie auch nicht verlottern lassen. Meine Eltern stehen übrigens voll hinter mir und würden mir auch helfen. Ich soll das aber nicht falsch verstehen, sie will auf den Kerl nicht verzichten, weiß nicht ob sie mich noch liebt,
hat sich noch nicht entschieden, kann ihr keiner helfen usw.
Ich glaube schon ,daß ihr bewußt ist, was sie alles aufgibt, was sie alles entbehren werden muß, kann sich aber auch nicht dem Feuer der neuen Liebe entziehen. Bei Ihrer Entscheidung kann ich ihr nicht helfen. Soll ich sie unter Druck setzen oder ihr noch etwas Zeit geben?

Wenn sich der Partner nicht sicher ist...
...dann soll man ihn ruhig ziehen lassen. Wohin auch immer!

Die Logik ist eigentlich ganz einfach. Nur man muss es umsetzen und das schmerzt.

Hier ein paar einfache Fragen:

Möchtest Du zweite Wahl sein?
Möchtest Du die Rückfallposition für Deine Partnerin sein?
Wie lange soll das gut gehen? Bis zum nächsten Antesten eines Anderen?
Möchtest Du ständig Angst haben, dass Du wieder verlassen wirst?

Wenn Du auch nur eine Frage mit nein beantwortest, hast Du die Lösung!

So runterreduziert ist es wirklich ganz einfach, nur das Herz bereitet einem Schwierigkeiten...

Ich wünsche Dir Kraft und Selbstvertrauen!

chris



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25. April 2008 um 20:54

Anders und trotzdem gleich
Hi@all,

jetzt hatte ich etwas Zeit das alles zu überdenken und eigendlich hatte ich schon angefangen damit, abzuschließen. Meine Frau hat sich mit allem in diesen anderen verliebt.
Da hätte ich trotz meines Bemühens um sie (und um mich) wohl keine Chance gehabt. Sie wollte sich mit dem Neuen was aufbauen, so schreibt sie verzweifelt in einem anderen Forum (bin ich durch Zufall draufgestossen).
Jetzt hat der ihr am letzten Sonntag wohl mitgeteilt, daß er sich für seine Familie entscheidet (gegen sie). Da war wohl erstmal alles hin. So viel geweint, wie diese Woche hat sie noch nie. Der Kummer ist wohl noch stärker als der, den sie bei mir empfunden hat. Klar, sie war ja über alles verliebt. So, heute abend treffen sie sich nochmal, reden? Ich weiß nicht so genau, denn meine Frau hat (in diesen Foren) signalisiert, daß sie kämpfen will. Toll? Um uns kämpfe derzeit aber nur ich. Sie schreibt da: "Mein Mann kümmert sich aufopfernd um mich, wie er das macht....ich weiß gar nicht, womit ich das verdient habe. Aber da ist ein Problem. Ich habe für meinen Mann keine Gefühle mehr.
Ich bin so verzweifelt, ich sehe keine Zukunft mehr..." und weiter etwa
"NIEMAND hier kann sich davon freisprechen sich zu verlieben. Klar kommt der Alltag mit einem neuen Partner auch! Logisch, das wird wohl immer so sein. Und mich naiv zu nennen finde ich gemein! Ich bin alt genug, aber auch ich bin nur ein Mensch, der Gefühle nicht an und ausschalten kann. Wenn ich das könnte, wäre ich all meine Sorgen los!"
Sie ist in den anderen verliebt, das lief, bevor es bekannt wurde auch schon 6 Wochen, klar haben die da schon geplant. Dann wird dieses Verliebte jäh gestört und jetzt weiß sie garnichts mehr, nur eins: Keine Gefühle mehr für mich. Ich liebe sie, daß zeige ich auch noch deutlich, aber es untermischt sich immer wieder auch Wut und Ohnmacht, weil unser Kind auch darunter leidet und ich das sehe. Können Gefühle wiederkommen? Haben wir noch eine Chance? Ich weiß nicht wie lange dabei meine Kraft noch reichen wird. Gut, besser als vor zwei Wochen geht es mir schon wieder aber diese Gradwanderung ist im Moment so schwer. Das Jeschollek Buch habe ich neben dem Bett zum lesen, weil ich immer noch glaube, wir hätten eine Chance, nur was glaubt sie?

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25. April 2008 um 21:05
In Antwort auf dara_12090775

Vielleicht ...
... ist j e t z t noch nicht die Zeit für grundsätzliche Entscheidungen.
Wichtig fände ich aber doch, dass es zum einen eine gemeinsame Entscheidung für eine gemeinsame Suche nach Perspektiven gibt, sprich: Paarberatung, und zum andern Du das ganze nicht endlos mitmachst, sondern Dir einen Zeitpunkt vornimmst, an dem Klarheit herrschen soll.

Ob Du wirklich etwas machen kannst?
Das hängt davon ab, wie depressiv-verschlossen Deine Frau für Dich ist und wie sehr sie von diesem Kerl abhängt. Schön, wenn gewissen3 Recht hätte (sicherlich darin, dass es gut ist, wenn Du ihr nun nicht als verzweifelter kleiner Junge, der von Verlassensangst zerfressen wird, gegenübertrittst, sondern als Mann).
Aber es liegt zwar vieles, aber doch nicht alles an Dir. Manches hört sich so an, als hättet Ihr beide nicht gut für Euch selber gesorgt. Ob sie das nun mit ihrer neuen Affäre tut, wage ich zu bezweifeln, weil sie wohl in eine neue Abhängigkeit geraten ist.

Ich selber hatte vor einem Jahr den furchtbaren Eindruck, wie gelähmt zu sein: ich konnte gar nichts mehr bei ihr bewirken (obwohl ich mein Leben aus vielen Gründen innerlich und äußerlich ziemlich umgekrempelt habe). Ich konnte dann nur noch für mich und die Kinder sorgen - und hatte damit mehr als genug zu tun.

Was Deine Tochter angeht: Sie wird spüren und mitbekommen, dass da etwas abgeht, was ihr Fundament erschüttert. Auch und gerade das hat mir bei meinen Kindern fast das Herz gebrochen.
Deine Tochter braucht unbedingt das Gefühl, dass sie weder schuld ist noch verantwortlich für Dein aktuelles Wohlergehen!!!
Mir hat es damals geholfen, auch den worst case zu planen (sie geht und will die Kinder mitnehmen, was deren Situation allerdings noch drastisch verschlechtert hätte), also das, was Du "Krieg" nennst. Informiere Dich. Es gibt Gruppen und Foren für Väter in Trennungs- und Scheidungssituationen.

Und nochmals: Gönn Dir selber eine Beratung, eine Therapie, irgendwas, wo Du mit psychologischen Fachleuten Dich und Deine Situation beraten kannst. (Eltern sind als hauptsächliche Gesprächspartner doch zu nah dran und fühlen sich selber verantwortlich/schuldig/...)
Wenn Du Schwierigkeiten hast, Deine Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, wäre die körpertherapeutische Ausrichtung vielleicht was für Dich.

Sorry, wenn das hier zu klugscheißerisch wirkt, aber der Platz zum Schreiben und meine Zeit sind begrenzt, daher eher kurz und knapp ...

Alles Gute!

Wie hast du es geschafft...
@frank369

...das Deine Kinder bei Dir bleiben konnten.
Ich lese immer, daß man da als Vater wenig Chancen hat, das zu unterbinden.
Gib mir doch bitte auch mal einen Tip zu einem guten Forum/Gruppe für Väter in Trennungssituationen.
Meine gedankliche Leistungsfähigkeit ist momentan doch ziemlich eingeschränkt...

Danke

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1. Mai 2008 um 13:34
In Antwort auf uzziah_12475077

Anders und trotzdem gleich
Hi@all,

jetzt hatte ich etwas Zeit das alles zu überdenken und eigendlich hatte ich schon angefangen damit, abzuschließen. Meine Frau hat sich mit allem in diesen anderen verliebt.
Da hätte ich trotz meines Bemühens um sie (und um mich) wohl keine Chance gehabt. Sie wollte sich mit dem Neuen was aufbauen, so schreibt sie verzweifelt in einem anderen Forum (bin ich durch Zufall draufgestossen).
Jetzt hat der ihr am letzten Sonntag wohl mitgeteilt, daß er sich für seine Familie entscheidet (gegen sie). Da war wohl erstmal alles hin. So viel geweint, wie diese Woche hat sie noch nie. Der Kummer ist wohl noch stärker als der, den sie bei mir empfunden hat. Klar, sie war ja über alles verliebt. So, heute abend treffen sie sich nochmal, reden? Ich weiß nicht so genau, denn meine Frau hat (in diesen Foren) signalisiert, daß sie kämpfen will. Toll? Um uns kämpfe derzeit aber nur ich. Sie schreibt da: "Mein Mann kümmert sich aufopfernd um mich, wie er das macht....ich weiß gar nicht, womit ich das verdient habe. Aber da ist ein Problem. Ich habe für meinen Mann keine Gefühle mehr.
Ich bin so verzweifelt, ich sehe keine Zukunft mehr..." und weiter etwa
"NIEMAND hier kann sich davon freisprechen sich zu verlieben. Klar kommt der Alltag mit einem neuen Partner auch! Logisch, das wird wohl immer so sein. Und mich naiv zu nennen finde ich gemein! Ich bin alt genug, aber auch ich bin nur ein Mensch, der Gefühle nicht an und ausschalten kann. Wenn ich das könnte, wäre ich all meine Sorgen los!"
Sie ist in den anderen verliebt, das lief, bevor es bekannt wurde auch schon 6 Wochen, klar haben die da schon geplant. Dann wird dieses Verliebte jäh gestört und jetzt weiß sie garnichts mehr, nur eins: Keine Gefühle mehr für mich. Ich liebe sie, daß zeige ich auch noch deutlich, aber es untermischt sich immer wieder auch Wut und Ohnmacht, weil unser Kind auch darunter leidet und ich das sehe. Können Gefühle wiederkommen? Haben wir noch eine Chance? Ich weiß nicht wie lange dabei meine Kraft noch reichen wird. Gut, besser als vor zwei Wochen geht es mir schon wieder aber diese Gradwanderung ist im Moment so schwer. Das Jeschollek Buch habe ich neben dem Bett zum lesen, weil ich immer noch glaube, wir hätten eine Chance, nur was glaubt sie?

Gefühle ...
... basieren auf so viel unterschiedlichen Dinge, auf Sehnsüchten und Projektionen, sind mal so und mal so ...

Wenn sie etwas positives bei und mit Dir sehen/erleben W I L L , dann wird sie das finden.
Aber momentan scheint sie das überhaupt nicht zu wollen, da scheint alles blockiert.

Ich denke schon, dass Gefühle für Dich wiederkommen könnten, aber dann wird es viel Zeit brauchen und verdammt harte Arbeit werden, es würden andere Gefühle sein, vielleicht ...
Dieses alles umwälzende leidenschaftliche Prickeln hat sie nur jetzt bei diesem Kerl - und aufgeben will sie es nicht.
Von daher bin ich skeptisch, denn es liegt an ihr und Du hast wenig bis keinen Einfluss darauf.

Würdest Du wirklich noch mal mit ihr anfangen können?
Ihr müsstet vielleicht bei Null starten oder sogar bei Minus Einhundert, weil das Vertrauen so stark gestört wurde.
Auch Deine Gefühle werden sich ändern, Wut wird vermutlich stärker zum Ausdruck kommen.

Willst Du sie wirklich noch???

Ich habe mir diese Frage auch oft gestellt, ich habe lange gekämpft, aber meine Antwort hat sich mit der Zeit geändert.

Vermisst Du sie, wie sie wirklich ist/war oder vermisst Du "nur" das Ideal einer intakten familiären Geborgenheit?

Viel Kraft in diesen zerrissenen Zeiten!
F.



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2. Mai 2008 um 19:58
In Antwort auf uzziah_12475077

Wie hast du es geschafft...
@frank369

...das Deine Kinder bei Dir bleiben konnten.
Ich lese immer, daß man da als Vater wenig Chancen hat, das zu unterbinden.
Gib mir doch bitte auch mal einen Tip zu einem guten Forum/Gruppe für Väter in Trennungssituationen.
Meine gedankliche Leistungsfähigkeit ist momentan doch ziemlich eingeschränkt...

Danke

Internettipps ...
... habe ich nicht so viele, rumgooglen ergibt ja eine Menge.

Gute Erfahrungen habe ich gemacht über "Väteraufbruch für Kinder": www.vafk.de !
Ich war mal Gast auf einer Abend mit div. Referenten und fand es sehr differenziert und kompetent, also kein "blindes Kampfgeschwader".

Dass die Kinder bei mir geblieben sind, haben meine Ex-Frau und ich bei einer Trennungsberatung vereinbart.
Die nutzen wir immer noch: professionelle Begleitung ist die einzige Möglichkeit, schwierige Angelegenheiten (und dazu gehört fast alles) zu klären.
Unsere Anlaufstelle ist eine evangelische Beratungsstelle (schau mal bei Dir in der Ecke, jeder Kirchenkreis müsste eigentlich sowas haben, da arbeiten, zumindest was ich so kenne, hervorragende Leute - und das für Klienten (fast) umsonst, die Wartelisten sind oft recht lang, daher mach es dringend oder lass Dich von Deinem Gemeindepfarrer empfehlen, das beschleunigt manchmal ...).

Ich wollte halt den Gang vor das Familiengericht vermeiden, denn das wäre teuer (kostet eh genug Geld, das alles ...) und noch anstrengender und für alle, auch die Kinder, belastender gewesen.

Die Kinder sind bei mir geblieben, weil es meine Wohnung ist (eingebettet in eine gute Hausgemeinschaft), weil ich es beruflich und psychisch besser einrichten kann, für die Kinder dazusein, weil es das gewohnte Zuhause der Kinder ist und sie nicht durch einen Wegzug noch mehr destabilisiert werden sollten.

Argumente für Dich könnten sein:
-Hier ist Dein Kind zuhause.
-Deine Eltern sind in der Nähe (Betreuung gewährleistet).
-Du hast genug Zeit für sie (Hast Du?).
-Wenn Deine Frau euer Kind mitnimmt, soll sie wissen, dass aus kinderpsychologischen Gründen nicht geraten wird, vor Ablauf eines ganzen Jahres (!) den neuen Partner kennenzulernen. (Bei uns war das dann doch früher der Fall, aber auch das war Ergebnis neuer Verhandlungen, weil aufgrund von in meinen Augen erneuten Vertrauensbrüchen unabgesprochen neue Fakten geschaffen wurden, aber das ist ein anderes Thema ...).

Gruß von Frank

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