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Kann ich ihn irgendwie dazu bringen, mit seiner Freundin Schluss zu machen?

29. Mai 2011 um 23:47

Hallo,

ich habe da ein ziemlich verzwicktes Problem.

Ich (w, 32) habe einen besten Freund (m, 30), bei dem ich mir fast sicher bin, dass er mit seiner Freundin nur noch aus Gewohnheit zusammen bleibt.

Nur mal kurz zu unserer Geschichte, weil ich hier schon viel gelesen habe darüber, dass sich Frauen in ihren besten Freund verliebt haben oder dabei sind sich zu verlieben: dies ist bei unserer Freundschaft definitiv nicht der Fall! Ich kenne ihn zwar erst seit 3 Jahren, aber in diesen 3 Jahren sind wir wirklich gute, beste Freunde geworden und können über alles reden. Bis auf ein Thema. Ich bin seit 1 Jahr glücklich verheiratet und liebe meinen Mann. Er hat auch kein Problem damit, dass ich einen besten Freund habe. Zwischen meinem besten Freund und mir kam es auch noch NIE zu irgendwelchen sexuellen Kontakten.Also nur um das klarzustellen: ich mache mir wirklich nur Gedanken um ihn, weil ich seine Freundin bin.

Nun zu meinem Problem:
Er ist mit seiner Freundin (sie ist 10 Jahre älter als er, hat eine Scheidung hinter sich und ein mittlerweile 16 jähriges Kind) seit nun 7 Jahren zusammen. Sie lernten sich über eine gute Freundin kennen und verbrachten die Wochenenden (sie wohnt 1 1/2 Stunden entfernt) zusammen. An dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert. Die beiden sehen sich nur am Wochenende. Vor etwa einem halben Jahr hat er sich bei mir quasi "ausgeheult", weil sie nicht auf ihn eingeht und ihn behandelt als wäre er ihr sohn. Ich habe ihm geraten, ihr das zu sagen und über das zu sprechen, was ihn stört. Danach sagte er, lief es auch wieder etwas besser.
Wir kamen aufgrund von meinen Zukunftsplänen mit meinem Mann auf seine zu sprechen. Er hat keinerlei Zukunftspläne mit ihr, sie will ihm wohnungstechnisch nicht entgegenkommen und er ihr auch nicht. Sie wollte noch ein Kind, er nicht. Sie will ein Haus, er nicht. Er kann sich nichtmal vorstellen, mit ihr die ganze Woche zu verbringen, sondern ihm reichen die Wochenenden mit ihr. Sexuell lief zwischen den beiden auch seit fast einem halben Jahr nichts mehr. Er hat mittlerweile sogar eine Affäre!
Ich habe ihn darauf angesprochen, dass er sich vielleicht Gedanken darüber machen soll, ob diese Beziehung wirklich noch das ist, was er will. Wenn er keinerlei Zukunftspläne mit ihr hat und er nicht mal weiss ob er sie liebt (was ist liebe?) sondern ihm nur noch was an ihr liegt, dachte ich das es nicht schaden kann, dass er mal darüber nachdenkt. Denn er ist noch jung und hat auch noch nie wirklich gelebt!
Er wurde richtig böse und hat mich dann einfach sitzen lassen. Jetzt mach ich mir Gedanken, ob es richtig war, dies anzusprechen.
Meiner Meinung nach, kann er nicht mit ihr Schluss machen, weil sie zuviel schon durch gemacht hat. Aber reicht es aus, wenn einem an dem anderen "nur noch was liegt" um eine Beziehung aufrecht zu halten?
Meiner Meinung nach ist da keine Liebe mehr im Spiel, wenn er sich sogar lieber mit einer anderen im Bett amüsiert als mit seiner eigenen Freundin, nur weil die andere noch kein Kind hat und es sich mit ihr besser anfühlt. Er sagt zwar, dass bei der Affäre keine Gefühle im Spiel sind, aber in der Beziehung ist dies auch nciht mehr FAll. Man muss sich nur Fotos der beiden anschauen und sieht sofort, dass seine augen total ausdruckslos geworden sind im Vergleich zu früheren Fotos.

Könnte ihr mir einen Tip geben, wie ich ihn doch noch dazu bringe, sich über seine Beziehung Gedanken zu machen und seine Freundin zu verlassen?

Bin für jede Antwort dankbar!

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30. Mai 2011 um 8:41

Du kannst als Freundin nur zuhören,
ihm deine!!!! Sicht der Dinge sagen, also wie es auf dich wirkt und ansonsten gilt, keine Ratschläge zu geben. Es muß selbst an einen Punkt kommen, wo er merkt, in welchem Film er hier ist. Außenstehende sehen es mit Abstand immer klarer und wüßten, was zu tun ist. Der, der in der Sache steckt, sieht es anders.
Die Frage ist, ob da eine gewisse Abhängigkeit besteht, was ja oft mit Liebe verwechselt wird. Vielleicht gehört er auch zu den Menschen, die sich nicht wirklich einlassen können und daher solche Beziehungen suchen/finden die nicht wirklich mit Nähe zu tun haben.
Wechselt am besten das Thema und irgendwann, darf man dann auch mal sagen "du kennst meine Sicht, ich möchte da nichts mehr dazu sagen"
Gruß Melike

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30. Mai 2011 um 9:08

So
ein ähnliches gespräch hatte ich schon sehr oft mit meinem bruder...und er hat mir einen ganz entscheidenden satz gesagt...
aus meiner sicht,ist eine trennung ein schlechter tausch...
und das ist es,was wir immer wieder vergessen...wir drücken unsere vorstellungen vom leben, jemand anderem aufs auge...
wenn sich dein freund jetzt trennt,was gewinnt er denn?
aus SEINER sicht nichts als ärger...er hats doch gut...ne freundin ,eine affäre...ein kind...
was gewinnt er?
ein leere bude ...finanzielle probleme und stress mit der mutter seines kindes...
solange bei ihm nicht die fee mit dem zauberstab kommt...in form einer frau,an der er sein herz verliert,wird da nix passieren...
oder er ist soooo unglücklich in seiner situation,dass er von selber die situation ändern will...
weil dann sein "tausch" ein gewinn brächte...
von daher....lass ihn...gute freunde sind zwar dazu da,freunden zur seite zu stehen,aber nicht,anderen das leben vorzuschreiben...

sky

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30. Mai 2011 um 20:40

Hast Du denn interesse an ihm?
Oder hilfst Du ihm nur aus Freundschaft?

Wenn der 2. Fall eintrifft, würde ich sagen, dass Du schon recht viel getan/gesagt hast.
Er wollte dies nicht hören und ist deswegen sauer geworden, da er vielleicht noch nicht so weit ist. Männer brauchen da ja bekanntlich immer etwas länger. Und, JA, die Gewohnheit spielt auch eine Rolle.

Du hast ihm die Ansätze geliefert, entscheiden muss er selbst. Da kannst Du nichts mehr tun. Man kann niemanden zu etwas zwingen. Das muss er schon mit sich selbst ausmachen.

Was er da macht, mit der Affäre ist auch nicht gerade doll, ich denke er sucht sich ein Ventil.

Ich denke, was nun für Dich zum Vorteil wäre, ist dass Du ihm sagst, dass Du ihm nicht hinein reden wolltest, sondern Du ihm nur die Sicht der Dinge aufzeigen wolltest und das Du Dir Sorgen machst.

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30. Mai 2011 um 23:48
In Antwort auf gabby570

Hast Du denn interesse an ihm?
Oder hilfst Du ihm nur aus Freundschaft?

Wenn der 2. Fall eintrifft, würde ich sagen, dass Du schon recht viel getan/gesagt hast.
Er wollte dies nicht hören und ist deswegen sauer geworden, da er vielleicht noch nicht so weit ist. Männer brauchen da ja bekanntlich immer etwas länger. Und, JA, die Gewohnheit spielt auch eine Rolle.

Du hast ihm die Ansätze geliefert, entscheiden muss er selbst. Da kannst Du nichts mehr tun. Man kann niemanden zu etwas zwingen. Das muss er schon mit sich selbst ausmachen.

Was er da macht, mit der Affäre ist auch nicht gerade doll, ich denke er sucht sich ein Ventil.

Ich denke, was nun für Dich zum Vorteil wäre, ist dass Du ihm sagst, dass Du ihm nicht hinein reden wolltest, sondern Du ihm nur die Sicht der Dinge aufzeigen wolltest und das Du Dir Sorgen machst.

Mein Interesse an ihm
ist wirklich nur rein freundschaftlich. Ich mache mir Sorgen, dass er sein Leben "vergeudet" indem er bei ihr bleibt. Ich meine nach 7 Jahren Beziehung noch immer nicht bereit (von beiden Seiten nicht) irgendwie mal den nächsten Schritt zu machen? Da stimmt etwas definitiv nicht. Und sie ist auch nicht mehr die Jüngste. Er hat seine Jugend eigentlich nur mit einer Frau verbracht, die ihn quasi noch mit "erzogen" hat. Falls Du verstehst was ich damit meine. Er konnte nicht leben, sich nicht die Hörner abstoßen und ist gefangen in einer Beziehung, die nie über diesen Punkt, an dem sie jetzt ist, drüber geht.

Natürlich hast Du recht, wenn Du sagst, dass man niemanden zwingen kann, aber manchmal sollte man das können, denn man sieht ihm an, dass er nicht glücklich ist und das tut mir als Freundin weh.

Ich kann das einfach nicht mehr länger mit ansehen.

Ich habe ihm schon gesagt, dass ich mir nur Sorgen mache und ich ihn nicht dazu bringen will, seine Beziehung zu beenden (wobei das ein wenig geflunkert war). Ich wollte ihm nur versuchen einiges klar zu machen. Seitdem ist unser Verhältnis allerdings ein wenig kompliziert. Es ist nicht mehr so wie vorher. Ich denke aber das sich das noch legen wird.

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30. Mai 2011 um 23:58
In Antwort auf skyeye70

So
ein ähnliches gespräch hatte ich schon sehr oft mit meinem bruder...und er hat mir einen ganz entscheidenden satz gesagt...
aus meiner sicht,ist eine trennung ein schlechter tausch...
und das ist es,was wir immer wieder vergessen...wir drücken unsere vorstellungen vom leben, jemand anderem aufs auge...
wenn sich dein freund jetzt trennt,was gewinnt er denn?
aus SEINER sicht nichts als ärger...er hats doch gut...ne freundin ,eine affäre...ein kind...
was gewinnt er?
ein leere bude ...finanzielle probleme und stress mit der mutter seines kindes...
solange bei ihm nicht die fee mit dem zauberstab kommt...in form einer frau,an der er sein herz verliert,wird da nix passieren...
oder er ist soooo unglücklich in seiner situation,dass er von selber die situation ändern will...
weil dann sein "tausch" ein gewinn brächte...
von daher....lass ihn...gute freunde sind zwar dazu da,freunden zur seite zu stehen,aber nicht,anderen das leben vorzuschreiben...

sky

Ich weiss nicht
was daran gut für ihn sein soll.

Er würde seine Freiheit zurück gewinnen. Die Freiheit endlich mal zu leben. Er war 23 als er mit ihr zusammen kam und konnte wegen familiärer Sachen nicht wirklich leben. Ist nie raus gekommen. Das könnte er jetzt, wo er auf eigenen Beinen steht alles nachholen. Er darf ja nicht mal mit nem Kumpel allein in Urlaub fahren, weil sie das nicht gut findet. Sein Urlaub hat er gefälligst mit ihr zu verbringen. In einer Beziehung sollte man auch die Möglichkeit haben, wenigstens ab und an mal zu machen, was man will. Ich mache das genauso. Ich fahre mit einer Freundin im Sommer nach Irland. Ohne meinen Mann, einfach nur Mädels. Genauso fährt er mit seinen Kumpels auch ohne mich weg. Ich finde soviel sollte man seinem Partner schon zugestehen.
Und du hast da etwas nicht verstanden: es ist nicht SEIN Kind, sondern ihres. Er hat ja nicht mal bei der Erziehung ein Mitspracherecht. Finanzielle Probleme hätte er demnach auch nicht, die beiden haben getrennte Konten. Und eine leere Bude hätte er auch nicht, denn er hat ja hier sein Leben und sie im 1 1/2 Stunden entfernten Kaff. Also soviel verliert er gar nicht. Und Ärger hätte er meiner auch nicht mehr. Denn ich weiss nicht, was schlimmer ist, sich jeden Freitag nach der Arbeit ins Auto quälen und die Stunden runterschrauben und Montags morgen von dort direkt auf die Arbeit, Stau inbegriffen, oder ein ruhiges entspanntes wochenenden, an dem er machen kann was er will? Ich würde mich, wenn ich die Wahl hätte für letzteres entscheiden.

Ich will ihm ja auch gar nicht vorschreiben was er zu tun hat, ich bin nur der Meinung, es wäre besser wenn er wieder solo unterwegs ist und sich die Hörner richtig abstoßen kann. Eine Affäre bringt für beide Seiten nur Schmerzen mit sich.

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31. Mai 2011 um 0:03
In Antwort auf melike13

Du kannst als Freundin nur zuhören,
ihm deine!!!! Sicht der Dinge sagen, also wie es auf dich wirkt und ansonsten gilt, keine Ratschläge zu geben. Es muß selbst an einen Punkt kommen, wo er merkt, in welchem Film er hier ist. Außenstehende sehen es mit Abstand immer klarer und wüßten, was zu tun ist. Der, der in der Sache steckt, sieht es anders.
Die Frage ist, ob da eine gewisse Abhängigkeit besteht, was ja oft mit Liebe verwechselt wird. Vielleicht gehört er auch zu den Menschen, die sich nicht wirklich einlassen können und daher solche Beziehungen suchen/finden die nicht wirklich mit Nähe zu tun haben.
Wechselt am besten das Thema und irgendwann, darf man dann auch mal sagen "du kennst meine Sicht, ich möchte da nichts mehr dazu sagen"
Gruß Melike

Ich denke nicht
das da eine Abhängigkeit seinerseits besteht. Er hat eher den Beschützerinstikt ausgespielt. Sie hat keinen richtigen Job, muss nebenbei Sonntags noch arbeiten, weil das Geld nicht reicht, wohnt mit Kind bei ihren Eltern und er hilft ihr, weil sie im Leben schon so viel durchgemacht hat. Er hat Angst, wenn er Schluß macht, das sie gar nicht mehr klar kommt. Obwohl sie das sehr gut meistern würde. Ich kenn sie ja. Die hat ihr Leben eigentlich ganz gut im Griff. Müsste halt mal ein wenig ihre Ansprüche runterschrauben, aber auch das würde gehen.

Es ist, denke ich, wirklich nur gewohnheit. Er ist es gewohnt zu ihr zu fahren, das Wochenende mit ihr zu verbringen und die Woche über allein in seiner Bude zu hocken. Wobei er die meiste Zeit ja nicht allein ist. Er bekommt ja regelmäßig Frauenbesuch.
Warum nur, nimmt er sich eine Affäre, wenn doch in der Beziehung alles ok ist? Da kann etwas nicht stimmen und ich wollte ihn nur mal dazu bringen drüber nachzudenken. Nur weil mir etwas noch an dem anderen liegt, aber keine Liebe mehr da ist, halte ich doch keine Beziehung aufrecht.

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31. Mai 2011 um 20:28
In Antwort auf sunny200016

Ich denke nicht
das da eine Abhängigkeit seinerseits besteht. Er hat eher den Beschützerinstikt ausgespielt. Sie hat keinen richtigen Job, muss nebenbei Sonntags noch arbeiten, weil das Geld nicht reicht, wohnt mit Kind bei ihren Eltern und er hilft ihr, weil sie im Leben schon so viel durchgemacht hat. Er hat Angst, wenn er Schluß macht, das sie gar nicht mehr klar kommt. Obwohl sie das sehr gut meistern würde. Ich kenn sie ja. Die hat ihr Leben eigentlich ganz gut im Griff. Müsste halt mal ein wenig ihre Ansprüche runterschrauben, aber auch das würde gehen.

Es ist, denke ich, wirklich nur gewohnheit. Er ist es gewohnt zu ihr zu fahren, das Wochenende mit ihr zu verbringen und die Woche über allein in seiner Bude zu hocken. Wobei er die meiste Zeit ja nicht allein ist. Er bekommt ja regelmäßig Frauenbesuch.
Warum nur, nimmt er sich eine Affäre, wenn doch in der Beziehung alles ok ist? Da kann etwas nicht stimmen und ich wollte ihn nur mal dazu bringen drüber nachzudenken. Nur weil mir etwas noch an dem anderen liegt, aber keine Liebe mehr da ist, halte ich doch keine Beziehung aufrecht.

Wie Melike bereits sagte,
er steckt in dieser Situation und sieht es mit anderen Augen. Du als Aussenstehende auch. Du versuchst ihm zu helfen, indem Du ihm Deine Sichtweise nennst.

Was ich hier das Traurige finde, sind die Affären. Sie werden verletzt, weil er vielleicht immer wieder zu seiner Freundin zurückkehrt. Vielleicht sind welche dabei, die sich in ihn verlieben und er lässt sie eiskalt fallen. Somit wird das Netz immer weiter gesponnen.

Was ich mich dennoch frage.....was sucht er in dieser Frau? Es ist ehrlich gesagt kein leichtes unterfangen, denn wie gesagt, man kann niemanden zwingen etwas zu tun, was der andere womöglich für RICHTIG sieht.

Ich kann auch gut nachfühlen, wie Du Dich fühlst, denn ich war bis vor einem dreiviertel Jahr auch noch sehr bedacht, anderen immer zu helfen, egal inwiefern. Dies habe ich jedoch abgelegt.....und nicht nur das.

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