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Kann ich ihm verzeihen?

17. Juli 2009 um 19:46 Letzte Antwort: 14. Dezember 2009 um 18:12

Ich habe dieses Forum vor ungefaehr 3 Wochen gefunden. Nie gedacht dass ich einmal ueber so etwas schreiben muesste. Belogen und betrogen.
Ich bin 40, er 43. Vor 20 Jahren haben wir uns kennen und lieben gelernt. Er ist die Liebe meines Lebens.
Noch kein jahr zusammen und ich bin fuer ihn in ein nachbarland gezogeen. Wir sind nicht verheiratet haben keine Kinder. Haben uns frei gelassen in unseren Hobbys, Interessen. Ich ging mal alleine zu Besuch bei meiner Familie er mal alleine weg fuer die Arbeit.

Seit einiger Zeit war er stiller, anders. Wenn ich fragte was denn ist und ob er nicht drueber reden mag, kam nichts. Dann am 20 Juni hab ich durchgefragt. Er sagt er ist schon 1 Jahr ungluecklich und noch viel mehr. Natuerlich viel geweint. Ich hab mir schreckliche Vorwuerfe gemacht. ja es stimmt wir leben seit einiger Zeit mehr nebeneinander als miteinander. Aber er scheint mich als seine beste Freundin zu sehen mit der er viel Spass hat und nicht mehr als seine Geliebte. Er hat nie etwas gesagt. Ich hielt es nicht mehr aus und dachte dass ich gehen muss damit er wieder gluecklich ist. Aber das wollte er auch nicht.

Ich habe Ihn nie kontrolliert aber am 13 Juli hab ich versucht mich auf einer seiner mail adressen ein zu loggen. Keine Ahnung wie ich da drauf kam. Was ich da fand hat alles zerstoert. Bericht von einer Frau aus Portugal! Er ist da ab und zu fuer ein paar Tage wegen seiner Arbeit. Ich habe ihn auf dem Rueckweg von meiner Arbeit angerufen und ihm eine mail vorgelesen. Er sagte er muesste erst mal denken worueber ich da rede. Ich hab aufgelegt und bin heim. Er ist immer spaet daheim, kam aber frueher.
Seit Maerz scheint er mit ihr ein Verhaeltnis zu haben. Er war in der Zeit 4x bei Ihr. Von 3x wusste ich das er in Portugal ist, das andere mal sollte er eigentlich woanders sein. Er scheint schon seit Jahren ungluecklich zu sein.

Er hat an dem Abend gesagt Sie haetten keinen echten Sex gehabt. Aber es kam raus dass es doch so war, er hat Lingerie fuer Sie gekauft. Berichte geschrieben wie sehr er Sie und Ihren Sex vermisst. Ich habe mich 3 Wochen sehr schuldig gefuehlt und nur geweint, dachte ich haette alles kaputt gemacht. Jetzt weine ich nur noch weil ich mich so einsam und betrogen und belogen fuehle. Unendlich traurig.
Er war immer mein Fels in der Brandung. Vor 10 Jahren wurde ich krank und bin es immer noch. Er hat mich immer gestuetzt. Habe Ihm 1000% vertraut. Er war mein alles, ich wusste er ist ehrlich und treu. das ist alles weg. ich dachte er kann mit meiner Krankheit umgehen, aber da habe ich auch jetzt meine Zweifel. Er war bei Ihr nach unseren Gespraechen vom 20. Juni.

Ich liebe Ihn, ich kann ihn nicht hassen, ich wuenschte ich koennte es. Ein Ding war mir immer klar, wenn ich betrogen werde, gehe ich. Ich kann es aber nicht. Gestern haben wir beschlossen es noch 1x zu probieren. Aber ich habe so viele Zweifel. waren da noch mehr? Kennt er Sie schon laenger? Warum?

Er schaemt sich sehr, kann mir nicht mal mehr in die Augen schauen, nur noch ein Kuss auf die Wange. Aus sich selbst redet er nicht drueber, aber es gibt noch so viel das ich sagen will und fragen will. Und das tue ich auch. Er weiss nicht ob sich mir jemals noch mal 100% geben kann wegen dem was er getan hat.

Im Moment bin ich am Verzweifeln. Eine Sekunde positiv die andere Sekunde die Frage ob ich es nicht besser lassen sollte. Ich will nicht bei Ihm bleiben weil ich anders nicht weiss wohin oder was ich tun soll, ich bin ein grosses Maedchen ich kann ohne Ihn, will es aber nicht. Will wieder seine Geliebte werden. Ich komme kaum den tag durch, schaue jee Minute auf die Uhr. Wurde heute morgen wach und dachte: noch ein Tag. Ich will sogern das es vorbei geht, aber es tut so weh. Ich habe Hoffnung und Angst zugleich das er gleich heimkonnt und sagt: es ist vorbei.

Ich will versuchen Ihm zu vergeben aber das braucht Zeit. ich wollte Ende des Monats wieder zu Besuch bei meinen Eltern. Ich gehe nicht. Er hatte schon ein Ticket nach Portugal gekauft. Wenni ch gehe habe ich Angst das er zu Ihr geht auch wenn er sagt es ist vorbei mit Ihr. Er hat Sie in meinem Beisein angerufen und gesagt er waehlt mich.

Vielleicht ist hier jemand im Forum der Betrogenwurde und es wurde doch alles wieder gut und kan mir seine Erfahrung mitteilen?

Vielen Dank!

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18. Juli 2009 um 11:38

Oh ha...
Liebe Yvi,
Du sprichst mir aus der Seele. Meine Geschichte ist fast die selbe. Deine Gedanken sind genau die, die ich im Kopf habe. Du willst verzeihen, Du willst kämpfen, Du willst wieder seine Geliebte sein - und doch geht es einfach nicht.

Die bohrenden Gedanken, geht er doch zu ihr? Manchmal ertappe ich mich dabei zu denken, wenn ich weiter so hart und abweisend zu ihm bin treibe ich ihn wieder in ihre Arme. Aber nur deshalb kann man auch nicht "lieb" sein.

Verzeihen wirst Du ihm das nie - das musst Du auch nicht. Mein Weg ist gerade, zu warten, bis der Schmerz etwas nachlässt. Versuchen zu reden - aber bitte nicht in allen Details. Die will man zwar wissen, aber die wird man tatsächlich nie mehr los. Er muss beweisen, dass kein Raum für Zweifel da ist. Eigentlich finde ich, dass Dein Mann, um Dir das zu beweisen nicht mehr nach Portugal reisen sollte. Das wäre ein echter Beweis, dass er Dir treu sein will. Mein Freund hat mich mit seiner Arbeitskollegin betrogen - da kann er leider nicht so einfach fern bleiben.

Was bleibt ist natürlich die Tatsache, dass das Ganze immer wieder passieren kann. Wer ein mal lügt, dem glaubt man nicht... Volles Vertrauen wirst Du wahrscheinlich nie wieder zu ihm haben, wie du schon schreibst, er wird für Dich nie wieder der selbe sein. Ich habe die Hoffnung, dass vielleicht etwas anderes wächst. Dass man noch mal neu starten kann und wieder etwas aufbaut. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Alte erst komplett in Trümmern liegen muss, um was Neues aufzubauen. Aber hat man noch die Kraft, wenn der Rest in Trümmern liegt?

Ich weiß es nicht, bei mir ist es so, dass es irgendwie von ihm abhängt. Schafft er es glaubwürdig, mir zu vermitteln, dass dieser Fehler ein so großer Schock was, dass es nie wieder passiert? Schafft er es, die Liebe neu zu entfachen?

Ich wünsche Dir viel Kraft, die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und eine Zukunft mit Deinem Mann!
lg, Andromeda

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18. Juli 2009 um 14:19

Du wirst ihm nicht glauben können, denn
Du kannst nie sicher sein, dass er wirklich die Wahrheit sagt. Außerdem hat er noch eine andere Mentalität. Die Südländer nehmen die Treue eh nicht so sehr wichtig und wenn die Frau weit weg ist schon zweimal nicht. Aber letzteres kann Dir auch bei einem Deutschen passieren.
Es hat Dich etwas geplagt, deshalb warst Du in seinem PC. Ist doch klar. Also weißt Du auch, dass er schon öfter bei ihr war. Zuerst stritt er den Sex ab und wollte Dich weiter dumm halten. Jetzt ruft er sie in Deinem Beisein an und sagt ihr, er wählt Dich. Glaubst Du wirklich, dass das was nützt? Wenn er wieder dort ist, wird er es ihr schon erklären, dass er es tun musste. Männer sind feige, merke Dir das! Eine Bekannte von mir hat ein paar Liebhaber. Es ist darunter ein verheirateter und einer, der in einer Beziehung lebt. Da hat auch einer mal angerufen, vor seiner Frau! Und ihr erklärt, dass Schluss ist! Sie gab sich betroffen doch nach dem Auflegen grinste sie und sagte mir, dass sie so Spielchen kennt und die Männer doch wieder kommen! Und so war es denn auch! Auch rief mal eine neue Freundin von einem verflossenen von ihr an und sagte, sie solle die Finger von ihm lassen, dabei kam dieser freiwillig wieder. Sie rennt keinem nach, da sie immer welche hat. Wäre nicht mein Ding, aber schließlich ist sie nicht in einer festen Beziehung, also finde ich es auch nicht verwerflich. Nur soviel zum Thema: er ruft sie im Beisein von mir an... Ich habe zwei von den Gesprächen mitgehört, meine Bekannte hatte extra den Lautsprecher eingeschaltet. Also mir braucht niemand etwas über die Glaubwürdigkeit von solchen Gesprächen erzählen!

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19. Juli 2009 um 8:29
In Antwort auf aurore_12165438

Oh ha...
Liebe Yvi,
Du sprichst mir aus der Seele. Meine Geschichte ist fast die selbe. Deine Gedanken sind genau die, die ich im Kopf habe. Du willst verzeihen, Du willst kämpfen, Du willst wieder seine Geliebte sein - und doch geht es einfach nicht.

Die bohrenden Gedanken, geht er doch zu ihr? Manchmal ertappe ich mich dabei zu denken, wenn ich weiter so hart und abweisend zu ihm bin treibe ich ihn wieder in ihre Arme. Aber nur deshalb kann man auch nicht "lieb" sein.

Verzeihen wirst Du ihm das nie - das musst Du auch nicht. Mein Weg ist gerade, zu warten, bis der Schmerz etwas nachlässt. Versuchen zu reden - aber bitte nicht in allen Details. Die will man zwar wissen, aber die wird man tatsächlich nie mehr los. Er muss beweisen, dass kein Raum für Zweifel da ist. Eigentlich finde ich, dass Dein Mann, um Dir das zu beweisen nicht mehr nach Portugal reisen sollte. Das wäre ein echter Beweis, dass er Dir treu sein will. Mein Freund hat mich mit seiner Arbeitskollegin betrogen - da kann er leider nicht so einfach fern bleiben.

Was bleibt ist natürlich die Tatsache, dass das Ganze immer wieder passieren kann. Wer ein mal lügt, dem glaubt man nicht... Volles Vertrauen wirst Du wahrscheinlich nie wieder zu ihm haben, wie du schon schreibst, er wird für Dich nie wieder der selbe sein. Ich habe die Hoffnung, dass vielleicht etwas anderes wächst. Dass man noch mal neu starten kann und wieder etwas aufbaut. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Alte erst komplett in Trümmern liegen muss, um was Neues aufzubauen. Aber hat man noch die Kraft, wenn der Rest in Trümmern liegt?

Ich weiß es nicht, bei mir ist es so, dass es irgendwie von ihm abhängt. Schafft er es glaubwürdig, mir zu vermitteln, dass dieser Fehler ein so großer Schock was, dass es nie wieder passiert? Schafft er es, die Liebe neu zu entfachen?

Ich wünsche Dir viel Kraft, die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und eine Zukunft mit Deinem Mann!
lg, Andromeda

Danke fuer die lieben Antworten
Du hast Recht, es ist so schwer. Ich habe gestern probiert fuer mich selber alle Gruende zu finden warum ich gehen oder bleiben soll. Danach habe ich Ihm ungefaehr folgendes gesagt:
Wenn ich gehe ist das der einfache Weg, aber dann weiss ich dass du mir nicht mehr weh tun kannst. Ich werde noch eine Zeit lang trauern aber irgendwann ist auch das vorbei. Fuer Dich gilt wahrscheinlcih das selbe. Wenn ich bleibe, wird es ein langer und harter Weg, es wird die Hoelle. So wie es war, wird es wahrscheinlich nie wieder und das unglaubliche, unendliche Vertrauen und die Sicherheit die ich hatte kommen wahrscheinlich nie zurueck. Aber ich will den Weg gehen. Nicht aus den schlechten Gruenden wie: was wird aus mir, bleib ich allein, finanzielle Dinge, wir ind schon so lang beieinander, Gewohnheit usw. Sondern weil ich es will, wieder gluecklich mit Dir sein will, wieder Geliebte werden will. Aber ich brauche den kleinen winzigen Funken Hoffnung das ich es nicht fuer Nichts tue. Ich muss wissen dass Du es auch willst., wegen den guten Gruenden. Du kannst mich nicht anschauen, willst Du mich denn anschauen? usw.usw.

Nun haette er natuerlich sagen koennen ich hoffe - glaube - denke das ich es kann, aber das hat er nicht getan. Eine solche Antwort waere mit ziemlicher Sicherheit auch fuer mich das Ende gewesen. Er haette gehen muessen, so weh es auch tut. Aber er sagte dass er mich anschauen will, aber es tut so weh wegen dem was er getan hat. Er schaemt sich sehr. Nicht dass das alles wieder gut macht, aber ich bin froh das er dies gesagt hat. Er fuehlt sich schuldig, dumm, leer, schaemt sich, ein ... Aber er hat gesagt er will. Das gibt mir Mut.

Ich gebe mir an der ganzen Sache uebrigens keine Schuld. Ja am Auseinanderleben. Das ist unsere Schuld, dies ist ganz alleine seine. Er redet immer noch nicht selber drueber. Ich habe gesagt dass ich reden muss, ich brauche das, das ist ok sagt er. ich muss wissen wie er sich tief drinne fuehlt. Ich muss sehen wie ich heute, morgen, uebermorgen durchkomme. Wenn mir das nicht einigermassen gut gelingt moechte ich gerne mit jemandem reden der da Ahnung von hat, der uns helfen kann der ganzen Sache einen Platz zu geben, also Therapie. Wenn ich es will, geht er auch.

Vorlaeufig gehen wir auch nicht mehr alleine auf Reisen. Er ist einverstanden. Ich weiss nicht ob dieser Punkt fuer mich ueberhaupt nochmal in Frage kommt aber so weit bin ich noch nicht. Er muss mir helfen, versuchen mir Sicherheit zu geben, wie weiss ich im Moment nicht genau. Und es ist verrueckt aber ich muss auch Ihm helfen. Ich bin dazu bereit , wenn ich auch selber nicht verstehen kann warum, ausser diese grosse Liebe.

Ich habe Ihm auch gesagt dass ich weiss dass er mir nicht versprechen kann das dies nochmal passiert, dass ich immer Angst haben werde er tut mir wieder weh. Er: und wenn ich sage dass ich es nie wieder tue? Ich: Haettest Du jemals gedacht dass Du es tust? Er: Nein. Ich: Aber Du hast es getan. Er: Ja, ich habe es getan.

Also ein kleiner Funken Hoffnung ist da. Damit bin ich sehr froh. Auch wenn ich denke dass ich Ihm vielleicht die ganze Sache zu leicht mache. Zweifel immer noch. Weine mal wieder heute morgen. Er ist heute arbeiten, arbeitet immer Sonntags, wir sind 3 andere Tage zusammen frei. Ich werde also fuer Ihn durch die Hoelle gehen und hoffen dass es sich lohnt.

Und die Antworten die sagen ich soll es lassen, ja ich kann es verstehen und verstehe eigenlich nicht so gut warum ich lieber durch die Hoelle gehe als es mir einfach zu machen. Aber vielleicht lohnt es sich.

Finde auch Du Deinen Weg Andromeda, Dein bericht hat mir besonders gut getan. Ich hoffe dass Du wieder gluecklich sein kannst, welchen Weg du auch waehlst!

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19. Juli 2009 um 12:58
In Antwort auf yvi011

Danke fuer die lieben Antworten
Du hast Recht, es ist so schwer. Ich habe gestern probiert fuer mich selber alle Gruende zu finden warum ich gehen oder bleiben soll. Danach habe ich Ihm ungefaehr folgendes gesagt:
Wenn ich gehe ist das der einfache Weg, aber dann weiss ich dass du mir nicht mehr weh tun kannst. Ich werde noch eine Zeit lang trauern aber irgendwann ist auch das vorbei. Fuer Dich gilt wahrscheinlcih das selbe. Wenn ich bleibe, wird es ein langer und harter Weg, es wird die Hoelle. So wie es war, wird es wahrscheinlich nie wieder und das unglaubliche, unendliche Vertrauen und die Sicherheit die ich hatte kommen wahrscheinlich nie zurueck. Aber ich will den Weg gehen. Nicht aus den schlechten Gruenden wie: was wird aus mir, bleib ich allein, finanzielle Dinge, wir ind schon so lang beieinander, Gewohnheit usw. Sondern weil ich es will, wieder gluecklich mit Dir sein will, wieder Geliebte werden will. Aber ich brauche den kleinen winzigen Funken Hoffnung das ich es nicht fuer Nichts tue. Ich muss wissen dass Du es auch willst., wegen den guten Gruenden. Du kannst mich nicht anschauen, willst Du mich denn anschauen? usw.usw.

Nun haette er natuerlich sagen koennen ich hoffe - glaube - denke das ich es kann, aber das hat er nicht getan. Eine solche Antwort waere mit ziemlicher Sicherheit auch fuer mich das Ende gewesen. Er haette gehen muessen, so weh es auch tut. Aber er sagte dass er mich anschauen will, aber es tut so weh wegen dem was er getan hat. Er schaemt sich sehr. Nicht dass das alles wieder gut macht, aber ich bin froh das er dies gesagt hat. Er fuehlt sich schuldig, dumm, leer, schaemt sich, ein ... Aber er hat gesagt er will. Das gibt mir Mut.

Ich gebe mir an der ganzen Sache uebrigens keine Schuld. Ja am Auseinanderleben. Das ist unsere Schuld, dies ist ganz alleine seine. Er redet immer noch nicht selber drueber. Ich habe gesagt dass ich reden muss, ich brauche das, das ist ok sagt er. ich muss wissen wie er sich tief drinne fuehlt. Ich muss sehen wie ich heute, morgen, uebermorgen durchkomme. Wenn mir das nicht einigermassen gut gelingt moechte ich gerne mit jemandem reden der da Ahnung von hat, der uns helfen kann der ganzen Sache einen Platz zu geben, also Therapie. Wenn ich es will, geht er auch.

Vorlaeufig gehen wir auch nicht mehr alleine auf Reisen. Er ist einverstanden. Ich weiss nicht ob dieser Punkt fuer mich ueberhaupt nochmal in Frage kommt aber so weit bin ich noch nicht. Er muss mir helfen, versuchen mir Sicherheit zu geben, wie weiss ich im Moment nicht genau. Und es ist verrueckt aber ich muss auch Ihm helfen. Ich bin dazu bereit , wenn ich auch selber nicht verstehen kann warum, ausser diese grosse Liebe.

Ich habe Ihm auch gesagt dass ich weiss dass er mir nicht versprechen kann das dies nochmal passiert, dass ich immer Angst haben werde er tut mir wieder weh. Er: und wenn ich sage dass ich es nie wieder tue? Ich: Haettest Du jemals gedacht dass Du es tust? Er: Nein. Ich: Aber Du hast es getan. Er: Ja, ich habe es getan.

Also ein kleiner Funken Hoffnung ist da. Damit bin ich sehr froh. Auch wenn ich denke dass ich Ihm vielleicht die ganze Sache zu leicht mache. Zweifel immer noch. Weine mal wieder heute morgen. Er ist heute arbeiten, arbeitet immer Sonntags, wir sind 3 andere Tage zusammen frei. Ich werde also fuer Ihn durch die Hoelle gehen und hoffen dass es sich lohnt.

Und die Antworten die sagen ich soll es lassen, ja ich kann es verstehen und verstehe eigenlich nicht so gut warum ich lieber durch die Hoelle gehe als es mir einfach zu machen. Aber vielleicht lohnt es sich.

Finde auch Du Deinen Weg Andromeda, Dein bericht hat mir besonders gut getan. Ich hoffe dass Du wieder gluecklich sein kannst, welchen Weg du auch waehlst!

Ich bedeide Dich um Deine Kraft!
Ich finde es ganz ganz toll, wie Du mir der Sache umgehst! Ich finde Dich mutig, stark und extrem taff. Der Weg den Du gehst ist so schwer, Du nimmst all die Zweifel in Kauf, all die schlimmen Momente die waren und kommen werden, die wenn Du ihn verlassen würdest langsam verblassen würden. Du nimmst sie in Kauf für die Liebe, und das beneide ich!

Ich selbst bin mir gar nicht im Klaren darüber, ob meine Liebe das aushalten kann, oder ob ich einfach zu feige bin, mein Leben zu ändern. Dann stelle ich mir aber vor ich würde dieses tun, ich weiß, dass es ich alleine gut schaffen könnte. Aber ich will es nicht, weil ich auch weiß, dass ich nie wieder einen Mann finden werde, der so nah an meinen Vorstellungen ist. Das sind dann die Gründe, warum ich an Tagen wie heute permanent weinen muss...

Du sagst, Du suchst Gründe fürs Gehen oder Bleiben. Das kenn ich nur zu gut. Auf meiner Liste sind 5 große Gehen Punkte und eingentlich nur ein großer Bleiben-Punkt, der allerdings viel mehr wiegt als die anderen. Und auch den Gedanken, dass Du ihm das Ganze zu leicht machst kenn ich gut. Ständig schwankt alles von einem Extrem zum andern. Nie in meinem Leben habe ich mich so zerrissen gefühlt. Mal bin ich sicher, dass wir es schaffen und mal... Ihr seid aber schon an dem Punkt wo ihr euch einig seid, es zu versuchen. Diesen Punkt haben wir noch nicht erreicht. Die erste Woche hat er mich mit Liebe überschüttet, seit einer Woche jedoch zieht er sich zurück und ich habe noch viel mehr Angst ihn zu verlieren oder ihn schon verloren zu haben.

Auf der anderen Seite machst Du es ihm nicht zu leicht, im Prinzip gibst Du ihm das größte Geschenk, was man jemandem geben kann: bedingungslose Liebe, die groß genug ist, die schlimmsten Kriesen zu überstehen. Jetzt ist er an der Reihe zu beweisen, dass er es wert ist, Dein Mann bleiben zu dürfen.

Ich würde mich freuen, wenn Du weiter schreibst wie es Dir ergeht! Die schlimmen und die guten Dinge.

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20. Juli 2009 um 0:03
In Antwort auf yvi011

Danke fuer die lieben Antworten
Du hast Recht, es ist so schwer. Ich habe gestern probiert fuer mich selber alle Gruende zu finden warum ich gehen oder bleiben soll. Danach habe ich Ihm ungefaehr folgendes gesagt:
Wenn ich gehe ist das der einfache Weg, aber dann weiss ich dass du mir nicht mehr weh tun kannst. Ich werde noch eine Zeit lang trauern aber irgendwann ist auch das vorbei. Fuer Dich gilt wahrscheinlcih das selbe. Wenn ich bleibe, wird es ein langer und harter Weg, es wird die Hoelle. So wie es war, wird es wahrscheinlich nie wieder und das unglaubliche, unendliche Vertrauen und die Sicherheit die ich hatte kommen wahrscheinlich nie zurueck. Aber ich will den Weg gehen. Nicht aus den schlechten Gruenden wie: was wird aus mir, bleib ich allein, finanzielle Dinge, wir ind schon so lang beieinander, Gewohnheit usw. Sondern weil ich es will, wieder gluecklich mit Dir sein will, wieder Geliebte werden will. Aber ich brauche den kleinen winzigen Funken Hoffnung das ich es nicht fuer Nichts tue. Ich muss wissen dass Du es auch willst., wegen den guten Gruenden. Du kannst mich nicht anschauen, willst Du mich denn anschauen? usw.usw.

Nun haette er natuerlich sagen koennen ich hoffe - glaube - denke das ich es kann, aber das hat er nicht getan. Eine solche Antwort waere mit ziemlicher Sicherheit auch fuer mich das Ende gewesen. Er haette gehen muessen, so weh es auch tut. Aber er sagte dass er mich anschauen will, aber es tut so weh wegen dem was er getan hat. Er schaemt sich sehr. Nicht dass das alles wieder gut macht, aber ich bin froh das er dies gesagt hat. Er fuehlt sich schuldig, dumm, leer, schaemt sich, ein ... Aber er hat gesagt er will. Das gibt mir Mut.

Ich gebe mir an der ganzen Sache uebrigens keine Schuld. Ja am Auseinanderleben. Das ist unsere Schuld, dies ist ganz alleine seine. Er redet immer noch nicht selber drueber. Ich habe gesagt dass ich reden muss, ich brauche das, das ist ok sagt er. ich muss wissen wie er sich tief drinne fuehlt. Ich muss sehen wie ich heute, morgen, uebermorgen durchkomme. Wenn mir das nicht einigermassen gut gelingt moechte ich gerne mit jemandem reden der da Ahnung von hat, der uns helfen kann der ganzen Sache einen Platz zu geben, also Therapie. Wenn ich es will, geht er auch.

Vorlaeufig gehen wir auch nicht mehr alleine auf Reisen. Er ist einverstanden. Ich weiss nicht ob dieser Punkt fuer mich ueberhaupt nochmal in Frage kommt aber so weit bin ich noch nicht. Er muss mir helfen, versuchen mir Sicherheit zu geben, wie weiss ich im Moment nicht genau. Und es ist verrueckt aber ich muss auch Ihm helfen. Ich bin dazu bereit , wenn ich auch selber nicht verstehen kann warum, ausser diese grosse Liebe.

Ich habe Ihm auch gesagt dass ich weiss dass er mir nicht versprechen kann das dies nochmal passiert, dass ich immer Angst haben werde er tut mir wieder weh. Er: und wenn ich sage dass ich es nie wieder tue? Ich: Haettest Du jemals gedacht dass Du es tust? Er: Nein. Ich: Aber Du hast es getan. Er: Ja, ich habe es getan.

Also ein kleiner Funken Hoffnung ist da. Damit bin ich sehr froh. Auch wenn ich denke dass ich Ihm vielleicht die ganze Sache zu leicht mache. Zweifel immer noch. Weine mal wieder heute morgen. Er ist heute arbeiten, arbeitet immer Sonntags, wir sind 3 andere Tage zusammen frei. Ich werde also fuer Ihn durch die Hoelle gehen und hoffen dass es sich lohnt.

Und die Antworten die sagen ich soll es lassen, ja ich kann es verstehen und verstehe eigenlich nicht so gut warum ich lieber durch die Hoelle gehe als es mir einfach zu machen. Aber vielleicht lohnt es sich.

Finde auch Du Deinen Weg Andromeda, Dein bericht hat mir besonders gut getan. Ich hoffe dass Du wieder gluecklich sein kannst, welchen Weg du auch waehlst!

Ich leide nicht alleine das tröstet ungemein
hallo habe gerade Deinen Bericht gelesen und stelle fest das er von mir sein könnte mit ein oder zwei kleinen abweichungen aber das ist egal.- Ich habe einen Mann geheiratet mit einer Affäre, die für mich gut ausging aber nun hat uns die Vergangenheit eingeholt und wenn wir nicht so viele jahre zusammen sind und verheiratet mit nem kleinem Sohn(3) dann wäre er wohl schon weg und würde nicht zwischen mir und seiner Geliebten grübeln. Ich weiss nicht ob ich ihn wieder bekomme und wenn , wie lange es gut geht, bis er das nächste mal ausbricht, weil ich ihn nicht mehr halten kann. ich bereue es nicht, das ich ihn damals verziehen habe , hatte viele schöne Jahre mit ihm danach aber es kehrt immer wieder. bei meinem Mann jedenfalls. denke manche brauchen das nur einmal um wach zu werden, aber mein Mann ist ein Mann, der nicht lange mit einer Frau kann, ich habe vergeben und gekämpft und er hat einen Rekord für seinen Typ geschafft. alle Beziehungen hatten immer exackt 5 Jahre gedauert. mit mir ist er 9 Jahre zusammen, wollte und hat mich geheiratet, ein Kind bekommen und nun steht er wieder an dem Punkt, wo es nicht mehr mit uns klappt auseinandergelebt, Gewohnheit Alltag, das Kind hat leider auch stark am Sexualleben, was immer superwichtig für ihn war genagt, aber ich konnte mich als gute mutter nicht dagegen wehren. Jetzt schaut er in Die Zukunft und fragt sich, möchte ich das die nächsten Jahre? Er weiss es nicht. hat angst eine neue chanze mit der anderen zu verpassen.Schreibe schon seit Stunden in diesem Chät und versuche es so irgendwie zu verstehen und zu verarbeiten, was da gerade mit uns passiert. Bin wirklich ziemlich froh, das es anderen auch so beschissen geht. er hatte mich damals aus der klinik geholt, weil ich Burnout hatte mit Angstzuständen und allem drum und drann. er hat n Helfersyndrom. jetzt bin ich ne erwachsene selbständige frau, wo er das Gefühl hat er wird nicht mehr gebraucht. seine Geliebte ist hoch verschuldet, hängt mit m Arsch an der Wand und kommt nixcht von ihrem Ex, der ihr die letzte Arbeitslosenkohle aus de Tasche zieht los. Mein Mann hat sich wieder ne Aufgabe zum aufpäppeln gesucht und ich habe Angst, das er Sein Leben davor vergisst. Scheisse sagt mir unbedingt, was bei Euch draus geworden ist, wie es sich entwickelt und wie ihr euch entscheidet. Ich weiss ich bin Löwe und ich kämpfe, bis ich nicht mehr kann und vieleicht sogar wieder in der klink lande, was ich aber vermeiden möchte meinem Zwerg zu Liebe. Lasst uns kämpfen, mehr als das verlieren, was wir vieleicht schon verlohren haben und es einfach nicht wahr habenwollen könen wir nicht. jedenfalls gewinnen wir eine bittere erfahrung dazu und wir werden Hart für die Zukunft. Kein Mann wird mir jemals wieder so weh tuen wie er es getaen hat. Dafür wäre ich zu stolz. mit diesen mootivationsworten beende ich meinen Laberroman.....

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20. Juli 2009 um 19:10
In Antwort auf aurore_12165438

Ich bedeide Dich um Deine Kraft!
Ich finde es ganz ganz toll, wie Du mir der Sache umgehst! Ich finde Dich mutig, stark und extrem taff. Der Weg den Du gehst ist so schwer, Du nimmst all die Zweifel in Kauf, all die schlimmen Momente die waren und kommen werden, die wenn Du ihn verlassen würdest langsam verblassen würden. Du nimmst sie in Kauf für die Liebe, und das beneide ich!

Ich selbst bin mir gar nicht im Klaren darüber, ob meine Liebe das aushalten kann, oder ob ich einfach zu feige bin, mein Leben zu ändern. Dann stelle ich mir aber vor ich würde dieses tun, ich weiß, dass es ich alleine gut schaffen könnte. Aber ich will es nicht, weil ich auch weiß, dass ich nie wieder einen Mann finden werde, der so nah an meinen Vorstellungen ist. Das sind dann die Gründe, warum ich an Tagen wie heute permanent weinen muss...

Du sagst, Du suchst Gründe fürs Gehen oder Bleiben. Das kenn ich nur zu gut. Auf meiner Liste sind 5 große Gehen Punkte und eingentlich nur ein großer Bleiben-Punkt, der allerdings viel mehr wiegt als die anderen. Und auch den Gedanken, dass Du ihm das Ganze zu leicht machst kenn ich gut. Ständig schwankt alles von einem Extrem zum andern. Nie in meinem Leben habe ich mich so zerrissen gefühlt. Mal bin ich sicher, dass wir es schaffen und mal... Ihr seid aber schon an dem Punkt wo ihr euch einig seid, es zu versuchen. Diesen Punkt haben wir noch nicht erreicht. Die erste Woche hat er mich mit Liebe überschüttet, seit einer Woche jedoch zieht er sich zurück und ich habe noch viel mehr Angst ihn zu verlieren oder ihn schon verloren zu haben.

Auf der anderen Seite machst Du es ihm nicht zu leicht, im Prinzip gibst Du ihm das größte Geschenk, was man jemandem geben kann: bedingungslose Liebe, die groß genug ist, die schlimmsten Kriesen zu überstehen. Jetzt ist er an der Reihe zu beweisen, dass er es wert ist, Dein Mann bleiben zu dürfen.

Ich würde mich freuen, wenn Du weiter schreibst wie es Dir ergeht! Die schlimmen und die guten Dinge.

Entschuldigung, aber jetzt folgt ein ganzer Roman
Ich wolte ein paar Tage warten mit Schreiben, sehen was so passiert, aber was gestern geschehen ist, koennte man beinahe traumatisch nennen, jedenfalls fuer mich. Du hast Recht Andromeda, meist kann man einfach nur weinen, weinen um alles was zerstoert ist. Ich wollte gestern nicht wieder den ganzen Tag am Computer sitzen, wollte nur den Bericht schreiben und dann versuchen ein wenig Ruhe zu finden, lesen, fernsehen, egal wie. Aber alles dreht sich 1000x pro Minute in meinem Kopf. Konnte nur suchen , Adressen fuer Therapie, dann wieder 1000x seine Mail nachgeschaut, immer und immer wieder alles gelesen.
Und da ist es wieder passiert, ich musste so unglaublich heulen, war ja fast hysterisch. Vielleicht beschliessen wir ja trotz Therapie uns zu trennen, hat denn alles ueberhaupt noch irgendeinen Sinn?
Ich hatte in der Nacht davor sein Handy kontrolliert, ich will so nicht sein. Ausserdem hasse ich Handys, nehm mir nicht mal die Muehe raus zu finden wie man eine sms schreibt. Ich schlafe fast nicht, esse fast nichts.

Gegen 17 Uhr war alles so aussichtslos fuer mich dass ich Ihn angerufen habe: Wie gehts? Ich glaube dass ich nicht mehr da bin wenn du nach Hause kommst. Aufgelegt, Computer ausgeschaltet, Koffer und Taschen geholt, angefangen meine Sachen zu packen. Vollkommen aufgeloest.
Auf einmal stand er vor mir. Ich habe gesagt dass es mir leid tut dass er ungluecklich ist, aber ich muss gehen. Es tut so weh, ich will das nicht fuehlen. Du haettest mir lieber jeden Knochen im Leib brechen sollen, es waere besser gewesen. Taete nicht so weh. Ich weiss wie leicht es fuer Dich ist erneut Kontakt mit Ihr auf zu nehmen, neue Mailadresse, anderes Telefon usw. Ich will nicht den ganzen Tag nur kontrollieren. So bin ich nicht, will ich nicht sein, kann ich nicht sein. Immer und immer wieder diese Mails lesen. aber ich muss. Ich kenne mich nicht mehr, weiss nicht mehr wer ich bin, schau in den Spiegel und sehe eine Fremde. Ich kenne Dich nicht mehr. Am Ende war ich so weit dass ich nur noch sagen konnte: hilf mir, bitte hilf mir, was soll ich nut tun. Warum hast Du nicht gesagt dass Du Dich nicht gut fuehlst (er wollte mir nicht weh tun), warum hast Du nach dem 1. Mal nicht gesagt, komm wir muessen Reden, Alles laeuft schief (er: weisst Du wie oft ich an den Moment zurueckgedacht habe?).Wie kannst Du nach Hause kommen und schoene Welt spielen? Wieso bist Du immer und immer wieder zu Ihr hin? Du und ich, wir waren gut, so gut und jetzt muss ich gehen.

Seine Reaktion: Mein Gott, ich habe Dich vollkommen zerstoert, total kaputt gemacht. Er wusste dass er mir weh getan hat, sehr weh. Aber ob er wusste wie weit dieser Schmerz geht, jetzt hat er es gesehen. Er fuehlt unglaubliche Schuld, er hasst sich selber fuer das was er mir angetan hat. Er hat sich tot gewuenscht seitdem er mit Ihr zusammen war, so dass ich es nie erfahre, nicht damit Leben muss und gluecklich sein kann.Er denkt warum kann ich nicht ein Mann sein, nach Hause gehen und sagen es ist aus. Dann kann Sie es irgendwann vergessen, wieder Jemanden finden dem sie vertrauen kann. Er leidet, unglaublich viel. Nur warum ist er immer wieder zurueck gegangen? Weil er sich einen Moment gut gefuehlt hat. Er liebt sie nicht, ist nicht verliebt in Sie. Fuehlt sich wohl auch noch schuldig weil er Sie benutzt hat (das ist uebrigens sein Problem).
Es tut Ihm so weh wenn er mich so sieht, hoert wenn ich Nachts aufstehe, hoert mich weinen. Schlaeft und isst auch kaum. Bis jetzt dachte ich immer im Hinterkopf, er sagt zwar dass es im Leid tut, aber vielleicht ist es ja Schauspielerei, hat ja auch so schoene Welt gespielt. Ich glaube er leidet wirklich. Aber wir haben nicht das Ende fuer uns ausgesprochen, nicht gesagt es ist aus.

2 gute Freunde von Ihm wissen was er getan hat. Einer davon hat immer bewundert wie gluecklich wir sind obwohl wir so verschieden sind. Er und seine Frau aehneln sich sehr, haben sich aber schon oefters getrennt und sind immer noch zusammen. Sind wir zu verschieden? Er der offene, froehliche, lebenslustige Typ, macht schnell Kontakte, alle kommen mit Ihren Problemen zu Ihm. Er hilft jedem, will am liebsten die Welt verbessern. Ich der eher ruhige, zurueckhaltende Typ, lese gerne (Fantasy), male gerne (schon viel zu lang nicht mehr getan). Weniger aktiv. Warte eher das die Menschen auf mich zu kommen. Ok, manchmal habe ich Lust meine Haare pink oder lila zu faerben und tue es dann auch (kann ich jedem mal empfehlen).
Haetten wir uns nicht so frei lassen sollen? Wenn wir grad weg waren und er sagte dass er in 2 Wochen wieder wohin muss, ist das ok, fand ich es natuerlich nicht grade toll um zu sagen, alles klar geh, aber wenn es gut fuer Ihn ist, kann ich nicht sagen Du darfst nicht. Er laesst mich auch alles machen.

Jeden Abend den wir nicht gemeinsam ins Bett sind um zu Schlafen, habe ich Ihm gute Nacht gewuenscht, komm sicher heim, ich liebe dich. Hab immer ein Licht angelassen. Wenn ich wach wurde und er war nicht neben mir, habe ich seinen Namen gerufen, wenn keine Antwort kam, nachgesehen ob er mich vielleicht nicht gehoert hat. Die Naechte die wir getrennt waren habe ich immer abgezaehlt, noch 4x schlafen, noch 3x, usw. Das habe ich Ihm alles erzaehlt. Er tut das Selbe.

Du hast recht, es muss erst alles in Scherben liegen um neu an zu fangen, bis gestern dachte ich es kann nicht schlimmer, aber gestern war dann doch der absolute Tiefpunkt (hoffe ich). Truemmer ueberall. Er hat mich, sich und damit uns zerstoert. Er hat mich mit groesster Muehe gefragt ob ich in der Wohnung bleibe wenn es aus ist, er will dann gehen, will mich versorgt sehen, will die Miete bezahlen. Er kann sich kaum auf den Beinen halten, den ganzen Tag das Telefon in der Hand weil ich vielleicht anrufe. Wir wissen beide dass das Vertrauen weg ist, vielleicht nie mehr ganz kommt, dass ich immer Angst haben werde, ich habs Ihm nochmal gesagt. Er wird sich vielleicht immer hassen, wegen dem was er getan hat. Es tut Ihm weh mich an zu fassen, an zu sehen. Tut ihm weh wenn ich ihn anfasse. er sagt er verdient den Schmerz, aber ich will ihn nicht quaelen. Aber ich werde ihn anfassen, ansehen, festhalten. Wenn er mich haelt, erdrueckt er mich fast, nur er tut es nicht von selbst, traut sich nicht. Ich verlange nach Zaertlichkeit, muss ja nicht gleich Sex sein, weiss nicht mal ob ich es im Moment koennte. Nur festhalten, vielleicht ein kleiner Kuss.

Ich habe bis zum 20. Juni immer viel gelacht, auch herzlich gerne ueber mich selbst, wuerde gern mal wieder lachen. Ich sag mir: ich will, ich will, ich kann es, wir schaffen es, es ist vorbei, hat keinen Sinn, es lohnt sich nicht, ich will...Wir fragten uns gestern wie es so weit kommen konnte, was doch mit uns passiert ist. Wir wissen was passiert ist, muessen es aber akzeptieren. dann koennen wir vielleicht weiter. Wir fragen uns wie lange es dauert bis wir wieder so etwas wie Normalitaet haben. Hab viel im Internet gelesen, manche brauchen noch nicht mal 1 Jahr, manche brauchen Jahre. Vielleicht war gestern der 1. Schritt dieser langen Reise. Wir haben uns 2 Dinge versprochen: 1. Keiner macht was Dummes. 2. Wenn er sich entscheidet zu gehen ist er nicht einfach verschwunden sondern kommt erst Heim um es mir zu sagen. Fuer mich gilt das Selbe, nur ich packe dann halt seine Koffer.

Heute morgen bin ich auf die Arbeit, er auch. Er sah sehr schlecht aus. Totmuede, konnte kaum stehen. Ich war irgendwie ruhiger heute, fuehle wenig, eher wie ein Stein im Moment, hart. Habe sogar so etwas wie ein Laecheln zu Stande gebracht. Muss in die Realitaet zurueck, wieder schlafen, essen und auf jeden Fall weniger rauchen. Bin der reinste Schornstein. Muss nicht meinen Koerper kaputt machen, muss Ruhe finden. Manche Paare machen Trennung auf Probe, aber das kommt fuer mich nicht in Frage. Angst dass er zu Ihr geht, trotz gestern Abend, auch wenn es fuer Ihn besser waere eben allein zu sein.

Habe Ihn heute nachmittag angerufen. Er hat nicht viel gesagt, macht auch nichts, hab ihn gefragt ob er sich auch realisiert hat wie es um mich steht, das er mich, sich, uns vollkommen zerstoert hat. Dass er es bewusst getan hat, er wusste was er tut, was er mit antut. Er hat mich bewusst kaputt gemacht. Dass ich aber glaube, dass gestern so schlimm es auch war, gut war. Ich habe realisiert wo ich jetzt bin, was ich bin. ich glaube dass ich anfangen kann zu akzeptieren. Wenn er noch 1x Kontakt zu ihr hat, egal wie, ist es aus. Wenn so etwas noch mal passiert ist es aus. Ich weiss nicht ob ich dieses eine Mal kann, aber 2x mit Sicherheit nicht. Vielleicht trauert er Ihr ja nach, den Momenten dass er sich gut fuehlte, da kann ich ihm nicht bei helfen. Wenn er Ihr schreiben will weil er meint sich entschuldigen zu muessen, ok aber dann stehe ich daneben. Wenn er doch meint er muss Sie haben, will ich dass er morgen frueh ein Flugzeug nimmt und nie wieder kommt. Klipp und klar habe ich es Ihm gesagt.
Hab Geduld mit mir, wenn ich wieder fix und fertig bin, halt mich einfach fest auch wenns noch so weh tut, sag mir wie gern du willst dass ich bleibe, wie gerne Du bei mir bleiben willst, wenn es denn echt so ist. Er wird mir noch oft erzaehlen muessen was war, wie es war, weil ich oft danach fragen werde, bis ich ihm glaube.

Er weiss dass ich in einem Forum schreibe, habs ihm gesagt, vielleicht lasse ich ihn es irgendwann lesen.
Bin immer noch ruhig, noch nicht geweint heute, vielleicht ist es echt der 1. Schritt. Ich hoffe es. Vielleicht auch nur der 1. Schritt zum Aus, grade weil ich weiss wie weh er mir getan hat, bewusst.

Andromeda, ich habe inzwischen auch Deinen Bericht gelesen, es ist wirklich kaum zu glauben wie es sich aehnelt. Wie sehr sich unsere Gefuehle aehneln. Nur habe ich in dem Sinne wohl Glueck dass Sie weit weg wohnt, in Dezember scheint Sie zurueck nach Brasilien zu gehen wo sie wohl her kommt (ich hoffe dass sie alleine im Flugzeug sitzt und abstuerzt). Eine Arbeitskollegin, mein Gott, er sieht Sie dann ja fast jeden Tag. ich kann es mir nicht vorstellen. Jeden Tag zu wissen dass sie in seiner Naehe ist. Es tut mir so unendlich leid fuer Dich. Ich wuensche Niemandem was uns passiert ist. Unseren Schmerz.

Ich werde jetzt noch 1x , nur um mich selber zu quaelen seine Mails durchsehen. Habe alle Mails von Ihr weggeschmissen und natuerlich den Papierkorb geleert. Schauen ob ich nichts vergessen habe. Dann mache ich den Computer aus, vesuche ein wenig fern zu sehen und warte bis er kommt. das hab ich ihm auch gesagt: ich warte auf dich, ich gehe nicht schlafen bis du da bist. Kann spaet werden. Egal. Will sehen wie er mich anschaut wenn er kommt.

Ich wuensche Dir und allen anderen die so lieb waren mir zu antworten viel Kraft dies alles durch zu stehen, egal in welche Richtung sich alles wendet.

Yvi

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21. Juli 2009 um 15:41

Liebe Treueseele
Die Worte tun mir gut. Es ist schoen zu hoeren dass so etwas doch wieder gut gemacht werden kann.
Ich hoffe sehr das dies auch uns gelingt. Man sagt ja auch die Zeit heilt alle Wunden.
Yvi

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23. Juli 2009 um 16:39
In Antwort auf yvi011

Liebe Treueseele
Die Worte tun mir gut. Es ist schoen zu hoeren dass so etwas doch wieder gut gemacht werden kann.
Ich hoffe sehr das dies auch uns gelingt. Man sagt ja auch die Zeit heilt alle Wunden.
Yvi

Ich glaube er wird gehen
Alles ist verkehrte Welt, ich will ihm die Chance geben, liebe Ihn ueber alles. Es scheint das er schon vor einem Jahr daran dachte unsere Beziehung zu beenden. Wenn man so weit ist dann sagt man doch was?
Er hasst sich, er hat fuer Dienstag einen Termin bei einem Therapeuten um mit sich ins Reine zu kommen. Er weiss nicht ob seine Gefuehle wieder kommen. Er hat keine Gefuehle mehr fuer mich. Er will die Gefuehle zurueck, liebt mich usw. usw.

Ich bin im Moment am Ende, verzweifelt und Panik. Vielleicht sollte ich besser aufgeben, ich weiss es nicht.
Yvi

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1. August 2009 um 22:56
In Antwort auf yvi011

Ich glaube er wird gehen
Alles ist verkehrte Welt, ich will ihm die Chance geben, liebe Ihn ueber alles. Es scheint das er schon vor einem Jahr daran dachte unsere Beziehung zu beenden. Wenn man so weit ist dann sagt man doch was?
Er hasst sich, er hat fuer Dienstag einen Termin bei einem Therapeuten um mit sich ins Reine zu kommen. Er weiss nicht ob seine Gefuehle wieder kommen. Er hat keine Gefuehle mehr fuer mich. Er will die Gefuehle zurueck, liebt mich usw. usw.

Ich bin im Moment am Ende, verzweifelt und Panik. Vielleicht sollte ich besser aufgeben, ich weiss es nicht.
Yvi

Eine Woche mit Hoehen und Tiefen und jetzt hab ich ihn erst mal weg geschickt
Das war es wirklich. Eben in Kurzform:
Montag habe ich mich jemandem auf der Arbeit anvertraut, vom Management, damit die auch wissen warum ich so oft eine Rauchpause mache. War schwierig, bin aber erleichtert. Vor allem da diesewelche Person das gleiche mitgemacht hat.
Dienstag nur geheult. Sehe auch auf einmal Bilder, was er mit ihr tut. Klasse. Beschlossen ihm die kalte Schulter zu zeigen.
Mittwoch hat das ja geklappt mit der kalten Schulter, bis er abends im Bett seinen Arm um mich legt, da sah ich wieder diese Bilder. Wurde so boese, hab geschrien, Sachen rumgeschmissen. Ihm alles vorgehalten was man einer Person in so einer Situation vorhalten kann. Gesagt er soll gehen, mal sehen ob er mich genug vermisst. Bis ich ihn angeschrien habe er soll verschwinden, abhauen, nie mehr zurueckkommen. Ihr werdet diese Situation bestimmt gut kennen. Er ist natuerlich nicht gegangen. Er kann nicht gehen. Unglaublich. Aber er hat geredet. Er hat so viele Traumas, dass er sich in eine andere Welt gefluechtet hat. Dinge aus seiner Kindheit. Ich war still als ich das hoerte. Und durch mich zu betruegen hat er es auch fuer sich noch schlimmer gemacht.
Donnerstag viel geschlafen, es war ein ruhiger Tag. Musste ja eine Nacht einholen.
Freitag zusammen in die Stadt, Kaffee trinken, was essen. Es war schoen, aber irgendwie komisch. Weiss nicht so richtig wie ich mich benehmen soll, was ich sagen soll. Hab mich abends selber verwoehnt mit nem schoenen Bad und so. Eigentlich auch ganz ok der Tag.
Und heute? Ja, ein schlechter Tag, heute morgen schon wieder gheult. Abends ins Kino, in der Pause nach Hause. Konnte es einfach nicht. Kaum waren wir zu Hause, habe ich gesagt dass ich lieber moechte dass er ein paar Tage - Wochen - Monate geht. Ich will ihm ja helfen mit seinem Hass, aber ich kann es nicht mehr. Muss erst mal an mich selber denken. Vielleicht war ich doch zu schnell mit der Entscheidung es noch einmal zu versuchen. Es war ein traenenreicher Abschied. Von beiden Seiten. Er waere lieber nicht weg gegangen, aber es muss eben sein. Es tat unglaublich weh ihn weg zu schicken. Er sagt dass er die Entscheidung getroffen hat bei mir zu bleiben, aber ich sagte er soll zurueck kommen wenn er sicher ist dass ich mehr bin wie seine beste Freundin. Ich hab ja im Moment selber genug zum Hoffen.
Er weiss nicht ob er es ohne mich schafft. Ich muss eben hart sein, so wehs auch tut. Wir haben kein absolutes Kontaktverbot. Wenn was ist, koennen wir uns jederzeit anrufen, egal wie spaet es gerade ist.
Ich habe gesagt dass ich die erste Zeit vielleicht gar nicht anrufen werde. Muss eben sehen wie es ist wenn er echt eine Zeit lang nicht da ist. Vielleicht fuehlt er jetzt was ich die ganze Zeit fuehlte, die Angst das ich ihn nicht zurueck will. Das Wegschicken ist nicht dazu gedacht, aber ich muss eben alleine sein. Jede Umarmung schmezzt mehr wie die vorige, immer denken das dies die Letzte ist. Es kostet mich zu viel Kraft.
Um 22 Uhr ist er weg gefahren. Bin im Moment sehr ruhig und sachlich. Dies hoert sich vielleicht sehr gefuehllos an, aber ich bin froh im Moment nichts zu fuehlen. Die erste Woche - wenn wirs so lange aushalten - wird sein als ob er eine Woche weg ist, nur dass ich die Naechte nicht zaehlen muss bis er wieder da ist. Danach - wenns so lange dauert - wirds schwerer werden. Wie lang es dauert weiss ich nicht. Aber ich habe immer noch Schwierigkeiten durch den Tag zu kommen. Wenn ich arbeiten muss gehts ja, aber die freien Tage sind schrecklich. Da ich nur 3 Tage arbeite, hab ich mehr schlechte wie gute. Kann mich kaum aufraffen was zu tun. Dauert meist 2 bis 3 Stunden bis ich mich ueberhaupt mal beschliesse den Tag an zu fangen. Und ich glaube dass ich das besser auf die Reihe bekomme wenn ich eine Zeit lang alleine bin. Hoffe nur dass ich heute Nacht schlafen kann.
Nacht 1 ohne den Mann den ich ueber alles liebe.
Nacht 1 ohne den Mann der Alles, was ich war zerstoert hat.
Nacht 1 ohne den Mann der mir so weh getan hat, dass ich nicht mehr funktionieren kann.
Ich dachte es waere fuer immer.
Ich wollte ich koennte die Zeit zurueckdrehen.
Yvi

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3. August 2009 um 13:02

Vertrauen ...
dein beitrag gibt einem mut. ich mache z.z. dasselbe durch. wir haben ein kind und ich bin schon wieder schwanger mit zwillingen. für mich ist die situation unerträglich. mein mann hat sich zwat nun für uns entschieden, aber er sagt mir auch, dass er die ándere frau auch liebt. er will einen schlussstrich darunte ziehen und bei null anfangen. leider kämpft er nicht so wie ich es mir vorstelle. er nimmt mich auch in seine arme wenn ich still werde und sagt" grübbel nicht, ich habe mich für dich entschieden". aber da ist soviel in meinem kopf. wie hats du so schön geschrieben kopfkino. der film läuft ständig : die zwei im bett, wir in der vergangenheit( welche fehler wir gemacht haben), unsere oder meine zukunft. ich denke an die kinder... ich weiß nicht was ich tun soll. was ist, wenn er in 3 monaten kommt oder vielleicht noch heute abend und sagt, sorry ich habe mich doch anders entschieden. er hat sich zwar bei mir mehrmals entschuldigt und gesagt, dass er mich nicht noch einmal so verletzen wird. kann ich ihm vertrauen? ich glaube es ist noch schlimmer, wenn man jahrelang der meinung war mein mann macht sowas nie!! ,als wenn man einen luftikuss zu hause. gleichzeitig habe ich angst, dass die frau nicht aufhört mit ihren liebesgeständnissen. sie hat ihm auch ein "angebliches " abschiedsgeschenk gemacht. eine cd von einer bekannten band mit einem ganz bestimmten titel. das soll ihn doch bloß emotional wieder beeinflußen. was soll das? warum machen solche frauen das? ich kann mir schon vorstellen, dass es sehr schwer ist, wenn man liebt. aber muß man sich in eine beziehung einmischen? wenn auch noch kinder darunter leiden?
ich bin total hin-und hergerissen. ich würde mich über eine antwort freuen

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3. August 2009 um 14:37
In Antwort auf terra_12326675

Vertrauen ...
dein beitrag gibt einem mut. ich mache z.z. dasselbe durch. wir haben ein kind und ich bin schon wieder schwanger mit zwillingen. für mich ist die situation unerträglich. mein mann hat sich zwat nun für uns entschieden, aber er sagt mir auch, dass er die ándere frau auch liebt. er will einen schlussstrich darunte ziehen und bei null anfangen. leider kämpft er nicht so wie ich es mir vorstelle. er nimmt mich auch in seine arme wenn ich still werde und sagt" grübbel nicht, ich habe mich für dich entschieden". aber da ist soviel in meinem kopf. wie hats du so schön geschrieben kopfkino. der film läuft ständig : die zwei im bett, wir in der vergangenheit( welche fehler wir gemacht haben), unsere oder meine zukunft. ich denke an die kinder... ich weiß nicht was ich tun soll. was ist, wenn er in 3 monaten kommt oder vielleicht noch heute abend und sagt, sorry ich habe mich doch anders entschieden. er hat sich zwar bei mir mehrmals entschuldigt und gesagt, dass er mich nicht noch einmal so verletzen wird. kann ich ihm vertrauen? ich glaube es ist noch schlimmer, wenn man jahrelang der meinung war mein mann macht sowas nie!! ,als wenn man einen luftikuss zu hause. gleichzeitig habe ich angst, dass die frau nicht aufhört mit ihren liebesgeständnissen. sie hat ihm auch ein "angebliches " abschiedsgeschenk gemacht. eine cd von einer bekannten band mit einem ganz bestimmten titel. das soll ihn doch bloß emotional wieder beeinflußen. was soll das? warum machen solche frauen das? ich kann mir schon vorstellen, dass es sehr schwer ist, wenn man liebt. aber muß man sich in eine beziehung einmischen? wenn auch noch kinder darunter leiden?
ich bin total hin-und hergerissen. ich würde mich über eine antwort freuen

Liebe Rosa
Ja es ist so unglaublich schwer. Ich habe ihn ja jetzt erst mal fuer eine Zeit fort geschickt. Ich muss mir klar werden was ich echt will. Ich habe gesagt dass ich es will, ich weiss nur nicht wie. Ich denke das meine grosse Frage im Moment nicht ist, kann ich das durchstehen auch wenn ich noch so gerne will, sondern will ich es ueberhaupt. Zusammen leben mit dem Mann der mir das angetan hat. Mit der Gewissheit dass ich es mein ganzes Leben nie vergessen werde. Ich glaube ihm sogar wenn er sagt er wird mir so was nie wieder antun.
Frauen koennen viel durchstehen, wir sind gefuehlsmaessig viel staerker wie Maenner, das ist mir wirklich klar geworden. Ich kann zum Glueck sagen dass in meiner Situation keine Kinder betroffen sind. Mit Kind und dann noch schwanger, das ist ja wirklich unglaublich schwer. Du denkst natuerlich auch was aus ihnen werden soll. Die Last habe ich zum Glueck nicht zu tragen, ich muss nur denken was aus mir werden soll.

Und ich kann zum Glueck sagen dass er wohl nicht in Sie verliebt war oder ist. Ich denke fuer ihn war es eine Flucht, eben alles vergessen. Ich habe ihn gestern noch gefragt ob er in dieser Situation nicht einen Moment gedacht hat: Halt, Stop, das kann-darf ich nicht tun. ja das hat er gedacht sagt er, aber er war schon zu weit hin. Auf manche Fragen werde ich nie eine befriedigende Antwort finden, zum Beispiel warum er wieder zureuck ging nach dem ersten mal.

Er hat Dienstag den 2. Termin bei einem Therapeuten. Ich habe ihn gefragt ob er auch fuer mich einen Termin macht. Wollte erst wo anders hin, aber wenn es soweit kommt, dass wir zusammen in Therapie gehen, was sein MUSS wenn wir weiter machen wollen, muss ich das ganze nicht noch mal jemand anderem erklaeren. Ich muss auch mit jemandem sprechen der weiss welche Fragen er stellen muss, der mir hilft dies zu verarbeiten. Die Entscheidung zu bleiben oder zu gehen, kann mir selbst der beste Therapeut nicht abnehmen, aber vielleicht kann er mir helfen eine Entscheidung zu finden. Und danach helfen mit dieser Entscheidung um zu gehen. Denn ob ich bleibe oder gehe, beide Wege sind schwer.

Ich hatte auch staendig Angst dass er anruft und sagt ich gehe doch. Den ganzen Tag das Telefon bei mir, ging nicht schlafen bevor er auch ins Bett ging. Die ist jetzt eben weniger. Es ist jetzt meine Entscheidung.
Ich kann ihn eben nicht um mich haben, das tut so weh, da ich nicht weiss wie ich mich ihm gegenueber verhalten soll. Ich hatte das Gefuehl das alles nur von meiner Seite kommt, das Festhalten, Reden. Das er mich durch Schuldgefuehle und Hass auf sich selber nicht mal ansehen kann, konnte ich nicht mehr ertragen. Ich war zu viel damit beschaeftigt wie ich ihm helfen kann, wie ich es anstelle dass er mich wieder liebt wie frueher. Und jede kleine Geste von meiner Seite wurde enttaescht. Ich sah dass er sich Muehe gibt, aber es war mir nicht genug. Klar er redet nicht gerne drueber, aber ich muss. Ich schreibe alles auf was ich denke, was mir so durch den Kopf geht, gute und schlechte Dinge. Mir hilft es.

Ich denke auch ueber die Vergangenheit nach, wies war, auch ueber die Fehler die wir gemacht haben. Ich habe auch Fehler gemacht und auch durch diese Fehler haben wir uns auseinander gelebt. Das waren wir beide. Aber so wie die Situation jetzt ist, das ist nicht mein Fehler. Das ist ganz alleine seiner. Ich habe viel im Internet gelesen. Da steht dann dass der-die Betrogene eine Teilschuld oder so aehnlich anerkennen muss. DAS werde ich bestimmt NIE tun.

Ich habe ihn immer gefragt, willst du auch bei mir bleiben. Er sagte immer dass er schon lange weg waere, wenn es denn nicht so ist. Das ist keine befriedigende Antwort fuer mich. An dem Abend als ich ihm sagte dass ich will dass er geht, hat er zum ersten mal gesagt dass er seine Entscheidung im Prinzip schon genommen hat. Er will bei mir bleiben. Ich habe ihn trotzdem fortgeschickt, habe gesagt er soll nicht versuchen mich zu ueberreden.

Ich habe mir vorgenommen mindestens diesen Monat durch zu halten. Nach zu denken was fuer mich das beste ist. Weitermachen oder gehen obwohl ich das eigentlich nicht will. ich weiss nicht ob ein Monat genug ist, vielleicht brauche ich laenger. dann bekomme ich wieder Zweifel ob er mir die Zeit geben kann, nicht ungeduldig wird. Dann denke ich Pech! Aber wenn ich zu frueh weitermache, ich ungeduldig werde aber noch nicht bereit bin, werde ich wieder wahnsinnig. Ich muss jetzt erst mal dafuer sorgen dass ich durch den Tag komme, die normalen Dinge tun kann.

Wenn er sich fuer Dich entschieden hat, muss er den Kontakt mit der anderen Frau unterbinden. Total. Und wenn er doch Kontakt mit ihr aufnimmt, muss er ehrlich sein, es Dir sagen. Die Frau muss aufhoeren mit ihren Liebesgestaendnissen, das soll er ihr klipp und klar sagen. Das Abschiedsgeschenk soll er weg schmeissen. Wenn er Dich waehlt, braucht er es nicht. Es ist alles oder nichts, dass muss er sich realisieren. Und grueble nicht? Natuerlich tust Du dass, frag was Du ihn fragen willst, er muss Dir antworten so gut es geht. Hab kein Mitleid mit dieser Frau, denke nicht Sie hat es schwer da Sie ihn liebt. Ich weiss nicht ob sie wusste dass er eine Frau und Kind hat. Wenn dann ist sie dumm, das sie sich darauf eingelassen hat.
Wenn Sie in eurer Naehe wohnt oder sie sogar Kollegen sind ist es natuerlich noch schwerer, da er ihr dauernd begenen kann und Dir vielleicht auch. Das Problem habe ich zum Glueck auch nicht. Er muss ins Flugzeug steigen um zu ihr zu gehen.

Und wie man wieder ganz von Vorne anfaengt, dass weiss ich wirklich nicht. Wir sind-waren 20 Jahre zusammen. Das ist mein halbes Leben. Man kennt einander (naja das dachte ich auf jeden Fall), tut viele Dinge ohne nach zu denken. Viele Dinge sind selbstverstaendlich. Manchmal fingen wir an um die dummsten Dinge zu lachen. Ich weiss nicht gut wie ich es ausdruecken soll, aber ich glaube Du verstehst was ich meine. Ich wuerde es gerne wieder haben. Vielleicht kann uns auch dabei ein Therapeut helfen, wenns denn so weit kommt. Nur ein Ding weiss ich sicher, wenn wir weitermachen, muessen wir Reden, ueber alles. Kleine Dinge, grosse Dinge, aber auch und vor allem ueber unsere Gefuehle, unsere Probleme. Er sagte nichts da er mir nicht weh tun wollte, mich nicht belaestigen wollte, So was darf er dann NIE wieder tun.

Mein Mann hat eine Entscheidung ueber mein Leben getroffen als er fremd ging. Deiner hat das Selbe bei Dir getan. Jetzt muessen wir eine Entscheidung treffen, die wir nie treffen wollten. Sie haben uns dazu gezwungen. Ich habe beschlossen diese Entscheidung fuer mich selbst zu nehmen, es ist meine Entscheidung, ganz alleine. Das weiss er. Ich versuche mich selbst los von dem UNS-WIR zu sehen, das ist schwer nach so vielen Jahren. Aber ich muss es versuchen.

Ich wuensche Dir von ganzem Herzen alles Gute fuer Deinen weiteren Weg. Versuche raus zu finden was DU willst. Das wird schwer sein mit Kind und Zwillingen die bald da sind. Ob wir bleiben oder gehen, jeder der 2 Wege ist schwer. Aber wir sollten uns auf jeden Fall fuer uns selbst entscheiden, mir oder ohne den Mann den wir ueber alles lieben.

Yvi

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11. August 2009 um 18:48
In Antwort auf yvi011

Eine Woche mit Hoehen und Tiefen und jetzt hab ich ihn erst mal weg geschickt
Das war es wirklich. Eben in Kurzform:
Montag habe ich mich jemandem auf der Arbeit anvertraut, vom Management, damit die auch wissen warum ich so oft eine Rauchpause mache. War schwierig, bin aber erleichtert. Vor allem da diesewelche Person das gleiche mitgemacht hat.
Dienstag nur geheult. Sehe auch auf einmal Bilder, was er mit ihr tut. Klasse. Beschlossen ihm die kalte Schulter zu zeigen.
Mittwoch hat das ja geklappt mit der kalten Schulter, bis er abends im Bett seinen Arm um mich legt, da sah ich wieder diese Bilder. Wurde so boese, hab geschrien, Sachen rumgeschmissen. Ihm alles vorgehalten was man einer Person in so einer Situation vorhalten kann. Gesagt er soll gehen, mal sehen ob er mich genug vermisst. Bis ich ihn angeschrien habe er soll verschwinden, abhauen, nie mehr zurueckkommen. Ihr werdet diese Situation bestimmt gut kennen. Er ist natuerlich nicht gegangen. Er kann nicht gehen. Unglaublich. Aber er hat geredet. Er hat so viele Traumas, dass er sich in eine andere Welt gefluechtet hat. Dinge aus seiner Kindheit. Ich war still als ich das hoerte. Und durch mich zu betruegen hat er es auch fuer sich noch schlimmer gemacht.
Donnerstag viel geschlafen, es war ein ruhiger Tag. Musste ja eine Nacht einholen.
Freitag zusammen in die Stadt, Kaffee trinken, was essen. Es war schoen, aber irgendwie komisch. Weiss nicht so richtig wie ich mich benehmen soll, was ich sagen soll. Hab mich abends selber verwoehnt mit nem schoenen Bad und so. Eigentlich auch ganz ok der Tag.
Und heute? Ja, ein schlechter Tag, heute morgen schon wieder gheult. Abends ins Kino, in der Pause nach Hause. Konnte es einfach nicht. Kaum waren wir zu Hause, habe ich gesagt dass ich lieber moechte dass er ein paar Tage - Wochen - Monate geht. Ich will ihm ja helfen mit seinem Hass, aber ich kann es nicht mehr. Muss erst mal an mich selber denken. Vielleicht war ich doch zu schnell mit der Entscheidung es noch einmal zu versuchen. Es war ein traenenreicher Abschied. Von beiden Seiten. Er waere lieber nicht weg gegangen, aber es muss eben sein. Es tat unglaublich weh ihn weg zu schicken. Er sagt dass er die Entscheidung getroffen hat bei mir zu bleiben, aber ich sagte er soll zurueck kommen wenn er sicher ist dass ich mehr bin wie seine beste Freundin. Ich hab ja im Moment selber genug zum Hoffen.
Er weiss nicht ob er es ohne mich schafft. Ich muss eben hart sein, so wehs auch tut. Wir haben kein absolutes Kontaktverbot. Wenn was ist, koennen wir uns jederzeit anrufen, egal wie spaet es gerade ist.
Ich habe gesagt dass ich die erste Zeit vielleicht gar nicht anrufen werde. Muss eben sehen wie es ist wenn er echt eine Zeit lang nicht da ist. Vielleicht fuehlt er jetzt was ich die ganze Zeit fuehlte, die Angst das ich ihn nicht zurueck will. Das Wegschicken ist nicht dazu gedacht, aber ich muss eben alleine sein. Jede Umarmung schmezzt mehr wie die vorige, immer denken das dies die Letzte ist. Es kostet mich zu viel Kraft.
Um 22 Uhr ist er weg gefahren. Bin im Moment sehr ruhig und sachlich. Dies hoert sich vielleicht sehr gefuehllos an, aber ich bin froh im Moment nichts zu fuehlen. Die erste Woche - wenn wirs so lange aushalten - wird sein als ob er eine Woche weg ist, nur dass ich die Naechte nicht zaehlen muss bis er wieder da ist. Danach - wenns so lange dauert - wirds schwerer werden. Wie lang es dauert weiss ich nicht. Aber ich habe immer noch Schwierigkeiten durch den Tag zu kommen. Wenn ich arbeiten muss gehts ja, aber die freien Tage sind schrecklich. Da ich nur 3 Tage arbeite, hab ich mehr schlechte wie gute. Kann mich kaum aufraffen was zu tun. Dauert meist 2 bis 3 Stunden bis ich mich ueberhaupt mal beschliesse den Tag an zu fangen. Und ich glaube dass ich das besser auf die Reihe bekomme wenn ich eine Zeit lang alleine bin. Hoffe nur dass ich heute Nacht schlafen kann.
Nacht 1 ohne den Mann den ich ueber alles liebe.
Nacht 1 ohne den Mann der Alles, was ich war zerstoert hat.
Nacht 1 ohne den Mann der mir so weh getan hat, dass ich nicht mehr funktionieren kann.
Ich dachte es waere fuer immer.
Ich wollte ich koennte die Zeit zurueckdrehen.
Yvi

Wir verarbeiten 2 verschiedene Dinge - wie soll das gehen?
10 Tage allein. Es war und ist nicht einfach. Ich hab ihn auch zwischenzeitlich angerufen, gefragt um zu reden. Hatte 1000 Fragen, so viele wie moeglich gefragt. Und gefragt ob er ueber Nacht bleibt. Nur fuer das Gefuehl. Inzwischen war ich auch 1x in Therapie, muss naechste Woche wieder hin.
Es reisst mich noch immer von einer auf die andere Seite. Ich denke immer noch 24 Stunden am Tag, schlafe schlecht und esse schlecht. Wenn es so weiter geht muss ich an die Tabletten. Sagte jedenfalls meine Hausaerztin.

Ich habe alle Kleidung die ich hatte, bei der ich sicher war dass er mit war als ich diese kaufte, eingepackt und in den Keller gestellt, ein neues Outfit gekauft (war zum Glueck Ausverkauf). Hab noch mehr Sachen aufgeraeumt, Fotos zerrissen, usw. Ein riesengrosser Haufen im Keller. Ich schlafe nicht mehr im Bett sondern auf dem Sofa. Ich nenne es nicht mein zu Hause, sondern das Haus, nicht unser Bett, sondern das Bett. Ich schreibe viel, habe ein neues Heft genommen, sein Name kommt nicht drin vor, es ist nur ER. Ich glaube dass ich dies alles tue, um Abstand zu gewinnen, ich nannte mein neues Outfit neue Erinnerungen und die Alten hab ich aufgeraeumt. Weil ich das Gefuehl habe dass alles verkehrte Welt ist. Ich ihn liebe und er mich nicht.

Heute haben wir uns um 12 Uhr verabredet um zu Reden. Und er hat geredet, unglaublich. Bis jetzt kam alles von mir, alle Fragen, alle Ansaetze. Er hat selber darum gefragt zu Reden. Es war schwer, aber es tat auch gut. Wir haben nicht im Haus geredet, er hat mich abgeholt und wir sind an einen ruhigen Platz gefahren. Und jetzt noch mehr Fragen wie vorher.

Wir verarbeiten 2 verschiedene Dinge. Ich sein Fremdgehen, er ist auf der Suche nach sich selbst.
Er hat seine Gefuehle fuer mich weggehen lassen ohne etwas zu sagen ohne mir-uns die Chance zu geben daran zu arbeiten. Ich habe Angst dass diese nun weg sind und nicht wiederkommen. Und weil ich alles aufraeume und den Dingen andere Namen gebe, habe ich Angst dass ich nun das Selbe tue.

Fragen ueber das Fremdgehen sind nicht gut fuer Ihn, aber gut fuer mich und ich habe gesagt dass ich sie stellen muss. Seine Suche, mit allen Gefuehlen dazu ist nicht gut fuer mich um zu hoeren, da ich dadurch wieder das Gefuehl bekomme, dass er mich nicht mehr will. Er will wieder in mich verliebt werden, sagt er. Aber kann das? Ich frage mich noch immer wann und wo alles zum ersten mal passiert ist mit "IHR", wie oft. Aber im Grunde ist es nicht wichtig wie oft. Ist 2x besser wie 5x? Ich glaube nicht, nur fuer mein Gefuehl. Das es ueberhaupt passiert ist, ist das Schlimme. Ich muss aufhoeren diese Fragen staendig durch meinen Kopf kreisen zu lassen, aber das ist schwer.

Ich frage mich ob wir nicht wieder besser hier zi Hause sein koennen, es zusammen durch zu stehen. Vielleicht ist es das, vielleicht auch nicht. Alles grosse Unsicherheiten. Aber wenn ich so weitermache, denke ich dassiich mich zu weit entferne von uns.

Donnerstag haben wir uns zum Essen verabredet. Auch seine Idee. Das gibt mir wieder Hoffnung, dass er reden will, den Kontakt sucht. Ich liebe ihn undanks dem was er getan hat, will gerne eine neue Zukunft, neue Erinnerungen mit ihm aufbauen. Aber der Gedanke, dass wenn er sich gefunden hat, er das nicht mit mir will, macht mir Angst. Wie dumm es sich auch fuer andere Menschen anhoert. Aber es ist nun mal so.

Yvi

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17. Oktober 2009 um 22:35

Ende
Ich habe am 08 Oktober die Beziehung beendet. 2x Paartherapie. Nach der 1. habe ich ihn wieder fuer eine Zeit weggeschickt, bis zur 2. Nach der 2. Therapie war es aus. Warum? Ich hoere ihn noch sagen: Diese Reisen, wenn ich bei Dir bleiben kann nie mehr. Er hatte wieder eine Reise nach Spanien geplant. Ohne es mit mir zu besprechen. Natuerlich, ich haette ja nein gesagt. Er waere ja noch nicht weg und wenn ich es nicht wollte wuerde er ja auch nicht gehen, aber er braeuchte Ruhe, waere ja total fertig. Ich bin zusammengebrochen. Die Therapeutin musste mich stuetzen, mich troesten. Das Gefuehl? Genaus schlimm oder sogar schlimmer wie heraus zu finden dass man betrogen und belogen wurde. Ging nach Hause, total verwirrt. Habe ihn spaeter angerufen, gefragt: Hast Du mir noch irgendetwas zu sagen. Er: ja sehr viel. Fliegst Du nach Spanien oder nicht? Er: ich glaube nicht. Fliegst Du nach Spanien oder nicht? Er: Nein, ich fliege nicht. Er wollte mir ja noch eine Mail schrieben ueber die Therapie. Ich war kurz still, habe noch kurz gezweifelt. Dann sagte ich: Ich packe Deine Sachen, ich schreibe eine Mail wenn ich fertig bin. Er: das habe ich jetzt nicht erwartet. Ich kann dazu im Moment nichts sagen. Ich habe aufgelegt.

Habe angefangen seine Sachen zu packen. Geheult, verwirrt, verzweifelt. Habe mich im Spiegel angesehen. Habe ein Gesicht gesehen, rote Augen, verzerrt, alt, grau. Ich schaute mir selbst in die Augen und sagte laut zu mir: Sie Dir an was er mit Dir getan hat, was er aus Dir gemacht hat. Das will ich nicht mehr. Ich will dieses Gesicht nicht mehr sehen. Habe die halbe Nacht aufgeraeumt. Seine Kleidung, andere Dinge. Alles ins Arbeitszimmer gestellt. Morgens auf die Arbeit. Da den halben Tag geheult. Dann kam eine Mail von Ihm, er waere so verwirrt, ob wir am naechsten Tag reden koennten. Er wuesste nicht mehr wie es mit uns weiter gehen soll. Ich habe nicht geantwortet. Abends nach Hause, habe meinen Computer, meine Sachen aus dem Arbeitszimmer geholt. Alles, aber auch wirklich alle seine Sachen aufgeraeumt. Alles was ich finden konnte. Sogar den Stuhl vom Esstisch auf dem er immer sass. Die Bettdecke, das Bettzeug. Habe die Tuer zugemacht, ging ins Bad um zu duschen. Ich mache die Tuer nur noch auf wenn ich etwas finde dass noch von ihm ist.

Ich habe den Tag danach angefangen eine Antwort auf seine Mail zu schreiben. Er dachte wohl ich meine es nicht ernst, nein, die Yvi, die macht so was nicht. Eine Mail, in der ich ihn nicht ausschimpfe, ich halte ihm den Spiegel vor. Er hat sie wohl gelesen, denn nachdem ich sie verschickt hatte, hatte er sein Passwort fuer seine Mail und seine Kreditkarte veraendert. Ein wichtiger Punkt dieser Mail war eine Aussage seinerseits waehrend der Therapie. Er sagte ja schon vor einiger Zeit, nachdem es herauskam uebrigens, dass seine gefuehle fuer mich verschwunden waren. Und ich hinterfragte dass, mit Daten, zum Beispiel: war das schon so in unserem letzten Urlaub. Ja, aber er war ja nicht mit mir in Urlaub weil er musste, sondern weil er dachte es wird wieder. Nur ich wusste das nicht, er spielte fuer mich heile Welt. Fuehle mich also nun schon seit Jahren betrogen und belogen. Er sagte dazu: Dinge die man in der Vergangenheit tat, sollte man nie bereuen, denn als man sie tat, tat man sie aufrichtig. ja, er bezog dass auf unseren Urlaub, dass er wohl doch noch mit mir zusammen war, auch wenn seine Gefuehle weniger wurden. Und die Reise nach Spanien hatte er zugesagt, da er boese ueber meine Fragen war, so eine Art Strafe.

Ich beziehe dass auf seinen Betrug, wie kann es ihm leid tun, mir wehgetan zu haben, wenn er doch anscheinend sehr aufrichtigen Sex hatte. All die Dinge die er mit ihr getan hat, waren in der Vergangenheit, tat er aufrichtig. Er hat mich belogen und betrogen, aufrichtig. Mir weh getan, mein Herz gebrochen, aufrichtig. Er bereut es nicht es getan zu haben, mich betrogen und belogen zu haben. Ich beglueckwuensche ihn zu seinen aufrechten Taten, denn da er ja alles so ehrlich tat, ohne Reue, muss sie es ja wert gewesen sein.

Jetzt sitze ich hier in einem grossen Haus, belogen und betrogen, probiere durch den Tag zu kommen, sage mir dass es irgendwann leichter wird. Emotioanal am Boden. Regle alles, Versicherungen, Hypothek, informiere mich, mache Termine um so schnell wie moeglich aus dem Haus zu kommen. Kein Kontakt mehr von meiner Seite und das faellt mir sehr leicht, denn ich kenne ihn nicht mehr. Sah noch ein Foto von ihm, ein aelteres. Sogar als ich dies anschaute, dachte ich: wer ist dieser Mensch. Und doch frage ich mich wie er mir das antun konnte. Wie derjenige, den ich die Liebe meines Lebens nannte dafuer sorgen konnte, dass er zu einem Zimmer wurde dessen Tuer ich nie wieder oeffnen werde.

Ende

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18. Oktober 2009 um 0:25
In Antwort auf yvi011

Ende
Ich habe am 08 Oktober die Beziehung beendet. 2x Paartherapie. Nach der 1. habe ich ihn wieder fuer eine Zeit weggeschickt, bis zur 2. Nach der 2. Therapie war es aus. Warum? Ich hoere ihn noch sagen: Diese Reisen, wenn ich bei Dir bleiben kann nie mehr. Er hatte wieder eine Reise nach Spanien geplant. Ohne es mit mir zu besprechen. Natuerlich, ich haette ja nein gesagt. Er waere ja noch nicht weg und wenn ich es nicht wollte wuerde er ja auch nicht gehen, aber er braeuchte Ruhe, waere ja total fertig. Ich bin zusammengebrochen. Die Therapeutin musste mich stuetzen, mich troesten. Das Gefuehl? Genaus schlimm oder sogar schlimmer wie heraus zu finden dass man betrogen und belogen wurde. Ging nach Hause, total verwirrt. Habe ihn spaeter angerufen, gefragt: Hast Du mir noch irgendetwas zu sagen. Er: ja sehr viel. Fliegst Du nach Spanien oder nicht? Er: ich glaube nicht. Fliegst Du nach Spanien oder nicht? Er: Nein, ich fliege nicht. Er wollte mir ja noch eine Mail schrieben ueber die Therapie. Ich war kurz still, habe noch kurz gezweifelt. Dann sagte ich: Ich packe Deine Sachen, ich schreibe eine Mail wenn ich fertig bin. Er: das habe ich jetzt nicht erwartet. Ich kann dazu im Moment nichts sagen. Ich habe aufgelegt.

Habe angefangen seine Sachen zu packen. Geheult, verwirrt, verzweifelt. Habe mich im Spiegel angesehen. Habe ein Gesicht gesehen, rote Augen, verzerrt, alt, grau. Ich schaute mir selbst in die Augen und sagte laut zu mir: Sie Dir an was er mit Dir getan hat, was er aus Dir gemacht hat. Das will ich nicht mehr. Ich will dieses Gesicht nicht mehr sehen. Habe die halbe Nacht aufgeraeumt. Seine Kleidung, andere Dinge. Alles ins Arbeitszimmer gestellt. Morgens auf die Arbeit. Da den halben Tag geheult. Dann kam eine Mail von Ihm, er waere so verwirrt, ob wir am naechsten Tag reden koennten. Er wuesste nicht mehr wie es mit uns weiter gehen soll. Ich habe nicht geantwortet. Abends nach Hause, habe meinen Computer, meine Sachen aus dem Arbeitszimmer geholt. Alles, aber auch wirklich alle seine Sachen aufgeraeumt. Alles was ich finden konnte. Sogar den Stuhl vom Esstisch auf dem er immer sass. Die Bettdecke, das Bettzeug. Habe die Tuer zugemacht, ging ins Bad um zu duschen. Ich mache die Tuer nur noch auf wenn ich etwas finde dass noch von ihm ist.

Ich habe den Tag danach angefangen eine Antwort auf seine Mail zu schreiben. Er dachte wohl ich meine es nicht ernst, nein, die Yvi, die macht so was nicht. Eine Mail, in der ich ihn nicht ausschimpfe, ich halte ihm den Spiegel vor. Er hat sie wohl gelesen, denn nachdem ich sie verschickt hatte, hatte er sein Passwort fuer seine Mail und seine Kreditkarte veraendert. Ein wichtiger Punkt dieser Mail war eine Aussage seinerseits waehrend der Therapie. Er sagte ja schon vor einiger Zeit, nachdem es herauskam uebrigens, dass seine gefuehle fuer mich verschwunden waren. Und ich hinterfragte dass, mit Daten, zum Beispiel: war das schon so in unserem letzten Urlaub. Ja, aber er war ja nicht mit mir in Urlaub weil er musste, sondern weil er dachte es wird wieder. Nur ich wusste das nicht, er spielte fuer mich heile Welt. Fuehle mich also nun schon seit Jahren betrogen und belogen. Er sagte dazu: Dinge die man in der Vergangenheit tat, sollte man nie bereuen, denn als man sie tat, tat man sie aufrichtig. ja, er bezog dass auf unseren Urlaub, dass er wohl doch noch mit mir zusammen war, auch wenn seine Gefuehle weniger wurden. Und die Reise nach Spanien hatte er zugesagt, da er boese ueber meine Fragen war, so eine Art Strafe.

Ich beziehe dass auf seinen Betrug, wie kann es ihm leid tun, mir wehgetan zu haben, wenn er doch anscheinend sehr aufrichtigen Sex hatte. All die Dinge die er mit ihr getan hat, waren in der Vergangenheit, tat er aufrichtig. Er hat mich belogen und betrogen, aufrichtig. Mir weh getan, mein Herz gebrochen, aufrichtig. Er bereut es nicht es getan zu haben, mich betrogen und belogen zu haben. Ich beglueckwuensche ihn zu seinen aufrechten Taten, denn da er ja alles so ehrlich tat, ohne Reue, muss sie es ja wert gewesen sein.

Jetzt sitze ich hier in einem grossen Haus, belogen und betrogen, probiere durch den Tag zu kommen, sage mir dass es irgendwann leichter wird. Emotioanal am Boden. Regle alles, Versicherungen, Hypothek, informiere mich, mache Termine um so schnell wie moeglich aus dem Haus zu kommen. Kein Kontakt mehr von meiner Seite und das faellt mir sehr leicht, denn ich kenne ihn nicht mehr. Sah noch ein Foto von ihm, ein aelteres. Sogar als ich dies anschaute, dachte ich: wer ist dieser Mensch. Und doch frage ich mich wie er mir das antun konnte. Wie derjenige, den ich die Liebe meines Lebens nannte dafuer sorgen konnte, dass er zu einem Zimmer wurde dessen Tuer ich nie wieder oeffnen werde.

Ende

Hallo Yvi,
ich finde Deinen Schritt sehr mutig und lobenswert.
Betrogen zu werden tut weh, die Tatsache allerdings, dass man Gefühle vorgespielt bekam, finde ich persönlich viel schlimmer. Man fragt sich, wie lange der Partner schon keine Gefühle mehr für einen hatte. -oder an manchen Tagen fragt man sich auch, ob der Partner überhaupt irgendwann echte Liebe für einen empfunden hat.
Man hat das Gefühl, in einer Scheinwelt gelebt zu haben.
Alles bricht auf einmal zusammen.
Traurig ist, dass nach einer solchen Situation meist nur Hass dem anderen gegenüber zurück bleibt.
-Was ich -gerade nach einer langen Beziehung- wirklich schade finde.
Aber selbst das hat der "Betrüger" wissentlich in Kauf genommen. Daher, Augen zu und durch, mit Sicherheit wird Dein Schmerz irgendwann besser um dann nach einer Zeit, ganz zu verschwinden.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

Lg Mia

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21. Oktober 2009 um 21:00

Hallo Turandot,
Ich weiss wie schwer der Absprung ist. Ich habe den Absprung gewagt. Habe mir selber damit weh getan, auch wenn andere vielleicht sagen warum? Er hat Dich doch belogen und betrogen. Ja es war die richtige Entscheidung, dass sagt mein Kopf. Es ist wahr. Aber mein Herz, mein Herz dass schreit. Hoffnungslos, wertlos fuehle ich mich. Weggeworfen wie ein Stueck Muell. Aber trotzdem schreit mein Herz. Auch wenn ich weiss, es ist besser so.
Yvi

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3. Dezember 2009 um 18:01

8 Wochen später
Ich schreibe mir dies nur von der Seele, ich muss es los werden und weiss im Moment nicht wo. Denn der, dem ich es gern erzählen würde, der ist nicht mehr da. Die "Erinnerungen" erschlagen mich mal wieder...

8 Wochen ist es her. 8 Wochen habe ich ihn nicht mehr gesehen. Fast ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem er mir eigentlich durch eine Antwort auf eine ganz andere Frage verriet dass er fremd geht. Das war 20. Juni. 3 Wochen später fand ich eine E-mail. Der letzte Blick, war der Blick auf einen Fremden. Kein Abschied. Kein: es tut mir leid. Oh ja, in "der Nacht" sagte er 1000x es täte ihm leid. Schuldgefühl. Er versprach mir den Himmel auf Erden. Schuldgefühl. Wir "kommunizieren" nur noch über Mail, wegen "dem Haus". Es muss irgendwann verkauft werden, wenn ich eine neue Wohnung gefunden habe. Ich musste ihn anrufen, bekam keine Antworten auf Fragen über das Haus. Ich will so viel wie möglich jetzt regeln, dann habe ich das hinter mir. Seine Stimme? Gequält, genervt. Ich interpretiere es je nach meiner Stimmung. Keine Frage: wie geht es Dir.

Ich habe es schwer, sehr schwer. Meine Gefühle sind grausam, sie quälen mich. Ich will sie nicht und doch muss es raus. Trauer, grosse Trauer. Unverständnis. Warum? Ich schrieb ihm eine letzte Mail, voller Gefühle. Eine Frage stellte ich: war dies alles das Ende unserer Beziehung wert? Die Antwort sachlich. Nein, seine Angst, sein fehlendes Selstwertgefühl, seine Unsicherheit haben dies verursacht und er muss lernen damit um zu gehen. Das war die Antwort. Für diese Antwort brauchte er 3 Wochen Zeit.

Ich habe so viele Fragen, werde nie eine Antwort bekommen. Ich denke manchmal daran ihn um eine Aussprache zu bitten. Ich werde es nicht tun. Mehr wie jetzt werde ich dann auch nicht wissen. Es macht keinen Sinn. Und doch, die Frage quält mich. Das Haus macht mich wahnsinnig. Alle seine Sachen stehen in einem Zimmer. Ich habe ihm jetzt mehr oder weniger ein "Ultimatum" gestellt. Ein Datum bis wann er die Sachen holen soll. Wenn es dann nicht weg ist, stelle ich alles in den Keller. Aber der ist schon voller alter Erinnerungen. Geschenke die ich von ihm bekommen habe, Bilder, Kleidung von mir, die ich gekauft habe als wir zusammen einkaufen waren. Und da ich "shoppen" hasse, ist es ziemlich viel. Eine wunderschöne Armanduhr die er mir mal geschenkt hat, vor Jahren. Sie ist kaputt, ich habe sie immer aufgehoben. Er verstand nicht warum. Wir beschenkten uns nicht andauernd, aber wenn, dann war es mit Liebe ausgewählt. Das Ultimatum, das ist nur weil alles weg muss. Ich will es hier nicht haben. Kann es hier nicht haben. Jedes Möbelstück ist schlimm genug. Es ist von "uns".

Ich lese viel hier im Forum. Ich will niemanden verurteilen. Aber ich lese so oft, sogar wenn noch gar nichts mit einem Anderen passiert ist: ich kann es nicht sagen, es würde ihm / ihr das Herz brechen. Ich verstehe das nicht. Auf meine Frage, warum er denn nicht gesagt habe dass für ihn irgend etwas nicht in Ordnung war, sagte er: ich wollte Dir nicht weh tun. Seine Gefühle verschwanden wohl langsam und anstatt etwas zu sgen, mir weh zu tun, geht er fremd. Ich finde es raus, dummer Zufall. Was hätte im Endeffekt weniger weh getan. Er konnte anscheinend mit jedem reden, nur mit mir nicht. Er hat sich so verändert. Wir konnten immer reden. Ich bekam auf einmal Schuldzuweisungen über kleine alltägliche Dinge. Alle "Entschuldigungen" die er hatte um das warum zu erklären. Kleine Dinge der Art: ja und dan warst Du wieder am lesen, da wollte ich Dich ja nicht stören. Du lagst schon im Bett wenn ich nach Hause kam. Ja, er kam immer später nach Hause. Berufsbedingt doch immer erst gegen 23 Uhr, dann immer später. Manchmal erst um 2 Uhr. Ich sprach ihn oft genug darauf an. Warum er darauf nie reagierte? Er fühlte sich nicht wohl. Ich bin auch kein Engel, ich weiss. Aber durch all diese Schuldzuweisungen denke ich noch jetzt: was wenn ich zu dieser Zeit das gemacht hätte und nicht das...

Da gibt es ein Telefongespräch. Er sollte wohin, für die Arbeit. Da er den Abend spät fertig war, er den Nächsten früh auf musste um zu verreisen, Abends wieder spät zurück sein sollte und am nächsten Morgen wieder früh raus musste, machte ich den Vorschlag dass er auf der Arbeit im Hotel schläft. So was kam öfters vor. Den ersten Abend rief er mich auf der Arbeit an. Ob er nicht doch nach Hause kommen sollte. Ich fand es sehr lieb, aber sagte: schlaf ruhig im Hotel, dann hast Du 3 Stunden mehr Schlaf, bist ausgeruhter. Er sagte noch dass er den wenigen Schlaf in Kauf nehmen würde um neben mir zu liegen. Er schlief dann doch im Hotel. Am Ende kam raus, dass er am nächsten Morgen gar nicht für seine Arbeit weg war. Er flog zu ihr, hat dort den ganzen Tag, die ganze Nacht mit ihr verbracht, flog am nächsten Morgen zurück. Und das schlimme ist, wenn seine Geschichte des WANN stimmt, die er auch mal änderte, er aber jetzt doch sicher ist, dass sie stimmt, dann war dies das 1. Mal dass er mit ihr schlief. Darum, was wäre wenn. Diese Frage macht mich wahnsinnig, dieser Telefonanruf. Er wäre doch gegangen. Dass weiss ich, da danach verschiedene andere Dinge passierten.

Ja ich weiss, raus aus der Opferrolle, lenk Dich ab, all das und noch mehr. Aber es ist schwer. Ich hatte gerade einen Rückfall, sehr depressiver Art. Ich hoffe das es ein Rückfall war, denn auch wenn ich jetzt wieder aktiver bin, die Gefühle erschlagen mich noch immer. Die Tage ohne Tränen seit dem 20 Juni kann ich an einer Hand abzählen. Ich mache Sport, arbeite mehr, rede darüber, habe Therapie. Mein Kopf weiss das es gut war ihn weg zu schicken, mein Herz schreit. Weil ich ihn liebe. Ich will bei ihm sein, bei dem Mann den ich kannte. Aber den gibt es nicht mehr.

In der Zeit als wir es noch mal probierten, fragte ich ihn ob er nicht einmal selbst seine Gefühle ausdrücken kann. Über die oben beschriebene Telefongeschichte. Er konnte es nicht, hat es gar nicht versucht. Ich wollte keine Details, ich wollte gerne wissen was er fühlte. Ich werde es nie wissen, auch nicht wie er sich jetzt fühlt, ich weiss noch nicht einmal wo er ist.

Ein einziges Mal würde ich gerne seine Gefühle hören oder lesen. Es wird nie passieren.
Es tut weh. 20 Jahre, kein Abschied. Nur eine Antwort auf eine Frage. Kein: ich finde es schade, dass es vorbei ist...Das tut weh, sehr weh. Auch wenn ich weiss, dass ich es selbst, trotz aller Liebe nicht noch mal probieren würde, der Gedanke, dass ich ihm egal bin tut weh.

Irgendwann wirds besser, ich weiss. Aber ich hoffe es dauert nicht zu lange.
Yvi

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3. Dezember 2009 um 18:27
In Antwort auf yvi011

8 Wochen später
Ich schreibe mir dies nur von der Seele, ich muss es los werden und weiss im Moment nicht wo. Denn der, dem ich es gern erzählen würde, der ist nicht mehr da. Die "Erinnerungen" erschlagen mich mal wieder...

8 Wochen ist es her. 8 Wochen habe ich ihn nicht mehr gesehen. Fast ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem er mir eigentlich durch eine Antwort auf eine ganz andere Frage verriet dass er fremd geht. Das war 20. Juni. 3 Wochen später fand ich eine E-mail. Der letzte Blick, war der Blick auf einen Fremden. Kein Abschied. Kein: es tut mir leid. Oh ja, in "der Nacht" sagte er 1000x es täte ihm leid. Schuldgefühl. Er versprach mir den Himmel auf Erden. Schuldgefühl. Wir "kommunizieren" nur noch über Mail, wegen "dem Haus". Es muss irgendwann verkauft werden, wenn ich eine neue Wohnung gefunden habe. Ich musste ihn anrufen, bekam keine Antworten auf Fragen über das Haus. Ich will so viel wie möglich jetzt regeln, dann habe ich das hinter mir. Seine Stimme? Gequält, genervt. Ich interpretiere es je nach meiner Stimmung. Keine Frage: wie geht es Dir.

Ich habe es schwer, sehr schwer. Meine Gefühle sind grausam, sie quälen mich. Ich will sie nicht und doch muss es raus. Trauer, grosse Trauer. Unverständnis. Warum? Ich schrieb ihm eine letzte Mail, voller Gefühle. Eine Frage stellte ich: war dies alles das Ende unserer Beziehung wert? Die Antwort sachlich. Nein, seine Angst, sein fehlendes Selstwertgefühl, seine Unsicherheit haben dies verursacht und er muss lernen damit um zu gehen. Das war die Antwort. Für diese Antwort brauchte er 3 Wochen Zeit.

Ich habe so viele Fragen, werde nie eine Antwort bekommen. Ich denke manchmal daran ihn um eine Aussprache zu bitten. Ich werde es nicht tun. Mehr wie jetzt werde ich dann auch nicht wissen. Es macht keinen Sinn. Und doch, die Frage quält mich. Das Haus macht mich wahnsinnig. Alle seine Sachen stehen in einem Zimmer. Ich habe ihm jetzt mehr oder weniger ein "Ultimatum" gestellt. Ein Datum bis wann er die Sachen holen soll. Wenn es dann nicht weg ist, stelle ich alles in den Keller. Aber der ist schon voller alter Erinnerungen. Geschenke die ich von ihm bekommen habe, Bilder, Kleidung von mir, die ich gekauft habe als wir zusammen einkaufen waren. Und da ich "shoppen" hasse, ist es ziemlich viel. Eine wunderschöne Armanduhr die er mir mal geschenkt hat, vor Jahren. Sie ist kaputt, ich habe sie immer aufgehoben. Er verstand nicht warum. Wir beschenkten uns nicht andauernd, aber wenn, dann war es mit Liebe ausgewählt. Das Ultimatum, das ist nur weil alles weg muss. Ich will es hier nicht haben. Kann es hier nicht haben. Jedes Möbelstück ist schlimm genug. Es ist von "uns".

Ich lese viel hier im Forum. Ich will niemanden verurteilen. Aber ich lese so oft, sogar wenn noch gar nichts mit einem Anderen passiert ist: ich kann es nicht sagen, es würde ihm / ihr das Herz brechen. Ich verstehe das nicht. Auf meine Frage, warum er denn nicht gesagt habe dass für ihn irgend etwas nicht in Ordnung war, sagte er: ich wollte Dir nicht weh tun. Seine Gefühle verschwanden wohl langsam und anstatt etwas zu sgen, mir weh zu tun, geht er fremd. Ich finde es raus, dummer Zufall. Was hätte im Endeffekt weniger weh getan. Er konnte anscheinend mit jedem reden, nur mit mir nicht. Er hat sich so verändert. Wir konnten immer reden. Ich bekam auf einmal Schuldzuweisungen über kleine alltägliche Dinge. Alle "Entschuldigungen" die er hatte um das warum zu erklären. Kleine Dinge der Art: ja und dan warst Du wieder am lesen, da wollte ich Dich ja nicht stören. Du lagst schon im Bett wenn ich nach Hause kam. Ja, er kam immer später nach Hause. Berufsbedingt doch immer erst gegen 23 Uhr, dann immer später. Manchmal erst um 2 Uhr. Ich sprach ihn oft genug darauf an. Warum er darauf nie reagierte? Er fühlte sich nicht wohl. Ich bin auch kein Engel, ich weiss. Aber durch all diese Schuldzuweisungen denke ich noch jetzt: was wenn ich zu dieser Zeit das gemacht hätte und nicht das...

Da gibt es ein Telefongespräch. Er sollte wohin, für die Arbeit. Da er den Abend spät fertig war, er den Nächsten früh auf musste um zu verreisen, Abends wieder spät zurück sein sollte und am nächsten Morgen wieder früh raus musste, machte ich den Vorschlag dass er auf der Arbeit im Hotel schläft. So was kam öfters vor. Den ersten Abend rief er mich auf der Arbeit an. Ob er nicht doch nach Hause kommen sollte. Ich fand es sehr lieb, aber sagte: schlaf ruhig im Hotel, dann hast Du 3 Stunden mehr Schlaf, bist ausgeruhter. Er sagte noch dass er den wenigen Schlaf in Kauf nehmen würde um neben mir zu liegen. Er schlief dann doch im Hotel. Am Ende kam raus, dass er am nächsten Morgen gar nicht für seine Arbeit weg war. Er flog zu ihr, hat dort den ganzen Tag, die ganze Nacht mit ihr verbracht, flog am nächsten Morgen zurück. Und das schlimme ist, wenn seine Geschichte des WANN stimmt, die er auch mal änderte, er aber jetzt doch sicher ist, dass sie stimmt, dann war dies das 1. Mal dass er mit ihr schlief. Darum, was wäre wenn. Diese Frage macht mich wahnsinnig, dieser Telefonanruf. Er wäre doch gegangen. Dass weiss ich, da danach verschiedene andere Dinge passierten.

Ja ich weiss, raus aus der Opferrolle, lenk Dich ab, all das und noch mehr. Aber es ist schwer. Ich hatte gerade einen Rückfall, sehr depressiver Art. Ich hoffe das es ein Rückfall war, denn auch wenn ich jetzt wieder aktiver bin, die Gefühle erschlagen mich noch immer. Die Tage ohne Tränen seit dem 20 Juni kann ich an einer Hand abzählen. Ich mache Sport, arbeite mehr, rede darüber, habe Therapie. Mein Kopf weiss das es gut war ihn weg zu schicken, mein Herz schreit. Weil ich ihn liebe. Ich will bei ihm sein, bei dem Mann den ich kannte. Aber den gibt es nicht mehr.

In der Zeit als wir es noch mal probierten, fragte ich ihn ob er nicht einmal selbst seine Gefühle ausdrücken kann. Über die oben beschriebene Telefongeschichte. Er konnte es nicht, hat es gar nicht versucht. Ich wollte keine Details, ich wollte gerne wissen was er fühlte. Ich werde es nie wissen, auch nicht wie er sich jetzt fühlt, ich weiss noch nicht einmal wo er ist.

Ein einziges Mal würde ich gerne seine Gefühle hören oder lesen. Es wird nie passieren.
Es tut weh. 20 Jahre, kein Abschied. Nur eine Antwort auf eine Frage. Kein: ich finde es schade, dass es vorbei ist...Das tut weh, sehr weh. Auch wenn ich weiss, dass ich es selbst, trotz aller Liebe nicht noch mal probieren würde, der Gedanke, dass ich ihm egal bin tut weh.

Irgendwann wirds besser, ich weiss. Aber ich hoffe es dauert nicht zu lange.
Yvi

Ach Yvi...
du tust mir sooo leid.
ich war damals nach der trennung nach fast 16 jahren beziehung auch total am boden zerstört und dachte, das wird niemals enden,
komischerweise war das nach 3 monaten erledigt, da ich mir erfolgreich eingeredet habe, dass ein partner, der mich betrügt es nicht wert ist.
weitere 3 monate später habe ich meinen jetzigen partner kennengelernt und erkannt wie dumm ich früher war.

gibt es irgendwas, was dich an deinem ex oft gestört hat? was würdest du an ihm kritisieren?

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3. Dezember 2009 um 19:24
In Antwort auf ursel_11990293

Ach Yvi...
du tust mir sooo leid.
ich war damals nach der trennung nach fast 16 jahren beziehung auch total am boden zerstört und dachte, das wird niemals enden,
komischerweise war das nach 3 monaten erledigt, da ich mir erfolgreich eingeredet habe, dass ein partner, der mich betrügt es nicht wert ist.
weitere 3 monate später habe ich meinen jetzigen partner kennengelernt und erkannt wie dumm ich früher war.

gibt es irgendwas, was dich an deinem ex oft gestört hat? was würdest du an ihm kritisieren?

Weisst Du Nici
Ich red mir auch dauernd ein dass er es nicht wert ist. Ich weiss es ja auch selber dass es so ist. Aber ist halt einfach doof. Den einen Moment alles ok, den anderen Moment...naja, bescheiden eben. Ich bin anscheinend viel zu emotional. Wenn irgendjemand den ich kenne leidet, ob körperlich oder seelisch, tuts mir auch weh. Und ich würds halt gern "verstehen". Vielleicht macht das mir die ganze Sache so schwer. Und das ich ihn noch liebe, muss ich halt akzeptieren. So schwer wies ist. Würd das gerne los werden, aber da hilft wohl nur die Zeit.

Was mich oft gestört hat an ihm? Bin ja genug am Denken und im Nachhinein werden einem ja einige Dinge klar. Wenn mir jemand die Frage vor dem ganzen Schlamassel gestellt hätte...Kleinigkeiten, unwichtige Dinge wie z. B. er lässt seine Socken überall rumliegen. Hört sich lächerlich an, aber es scheint ja Menschen zu geben die durch solche Sachen ganze Kriesen durchleben. Aber es waren halt nur kleine Dinge.

Jetzt nach 8 Wochen des "Denkens" ist mir klar geworden dass er eigentlich ein ziemlich grosser Egoist war. Mag sich jetzt total bescheuert anhören warum mir dass erst jetzt klar geworden ist. Es ist nicht so dass er nie etwas für mich getan hätte, absolut nicht. Aber als Beispiel: Alles Geld das "extra" war, hat er an sich ausgegeben. Damit meine ich nicht Kleidung oder so, aber wieder eine Weiterbildung, wieder ein Kurs. Es geht mir dabei nicht ums Geld. Wir hatten auch nicht mein Geld - Dein Geld, alles war in einem grossen Topf, sag ich jetzt mal. Aber als die Paartherapeutin uns den Auftrag gab au zu schreiben was für jeden persönlich eine "perfekte" Beziehung beinhaltet, kam bei ihm kein einziges Wort das Gefühle beschreibt. Für ihn ist Freiheit wichtig. Persönliches und berufliches Weiterkommen. Er meinte auf einmal auch ich solle doch mich weiterbilden Nun ja, meine Arbeitgeber bezahlen nicht mit, das wusste er. Ich hatte da mal mit ihm drüber geredet. Und bei der Therapie sagte ich auch, wir können es ja nicht bezahlen. Kein Kommentar. Wie gesagt, es geht nicht ums Geld. Er wollte weiter kommen in seinem beruf, das akzeptierte ich, fand es gut. Ich habe nicht riesige Ambitionen, bin aber auch weit über meinen Beruf hinausgewachsen, nicht durch Schulung sonder durch Erfahrung, neue technische Entwicklungen. Er scheint es auf einmal wichtig zu finden dass man irgend ein Papierchen in der Hand hat. Ich erkenne ihn echt nicht wieder. Und da ich mich ja nicht "weiterbilde" und nicht ständig unter Leuten sein muss, kam auf einmal der Vorwurf ich hätte kein eigenes Leben

Ich schweife ja schon wieder ab, sorry. Aber es ist so, er ist ein grosser Egoist. Irgendwann in den letzten Jahren hat er sich ein anderes "Weltbild" oder so aufgebaut. Kam aber nach Hause und tat als ob alles beim Alten ist. Redete mit allen möglichen anderen Leuten. Hat auf einmal Freunde die mindestens 10 jahre jünger sind, Freiberufler nenn ich die jetzt mal, kein geregeltes Leben. Berufsbedingt umringt durch junge reiche Menschen, denen das Geld nur so zufliegt. Ich habe im Allgemeinen nichts gegen Berufs-Pokerspieler oder junge reiche Manager, nicht das jemand denkt ich wäre neidisch. Wenn mich etwas absolut nicht interressiert ist es Geld. Man braucht es zum Leben und wenn man sich ab und an etwas extra leisten kann ist es ok. Er denkt anscheinend auf einmal er hätte irgend etwas verpasst. Er fühlt sich durch SIE sogar misbraucht. Sie hätte seine Angst, seine Unsicherheit, usw ausgenutzt

Er ist keiner meiner Tränen wert. Im Gegenteil, ich fühle mich ausgenutzt. Vor allem die letzten Jahre da er ja anscheinend schon einige Zeit in einer anderen Welt lebt, immer nach Hause kam. Seine Gefühle ja anscheinend schon längere Zeit am Verschwinden waren. Benutzt für sein gutes Gefühl, ich war ja sein Ruhepol , so lang wie nötig, jetzt bin ich nicht mehr nötig. War ich die ganze Zeit so naiv? Nein, er spielte mir was vor. Und als ich Veränderungen bemerkte, ihn ansprach, da kam nichts. Ich will ihn auch nicht zurück. Nur mein Herz macht da noch nicht richtig mit. Ich hoffe dass ich bald mit voller Überzeugung sagen kann: Ich will ihn nicht mehr. Er ist nicht mehr er. Ja und das kann ich halt noch nicht richtig begreifen.

Sorry Nici, glaube ich habe so eben die Antwort auf Deine Frage etwas übertrieben beantwortet. Das liegt an meiner Psychischen Verfassung.

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3. Dezember 2009 um 20:06
In Antwort auf yvi011

Weisst Du Nici
Ich red mir auch dauernd ein dass er es nicht wert ist. Ich weiss es ja auch selber dass es so ist. Aber ist halt einfach doof. Den einen Moment alles ok, den anderen Moment...naja, bescheiden eben. Ich bin anscheinend viel zu emotional. Wenn irgendjemand den ich kenne leidet, ob körperlich oder seelisch, tuts mir auch weh. Und ich würds halt gern "verstehen". Vielleicht macht das mir die ganze Sache so schwer. Und das ich ihn noch liebe, muss ich halt akzeptieren. So schwer wies ist. Würd das gerne los werden, aber da hilft wohl nur die Zeit.

Was mich oft gestört hat an ihm? Bin ja genug am Denken und im Nachhinein werden einem ja einige Dinge klar. Wenn mir jemand die Frage vor dem ganzen Schlamassel gestellt hätte...Kleinigkeiten, unwichtige Dinge wie z. B. er lässt seine Socken überall rumliegen. Hört sich lächerlich an, aber es scheint ja Menschen zu geben die durch solche Sachen ganze Kriesen durchleben. Aber es waren halt nur kleine Dinge.

Jetzt nach 8 Wochen des "Denkens" ist mir klar geworden dass er eigentlich ein ziemlich grosser Egoist war. Mag sich jetzt total bescheuert anhören warum mir dass erst jetzt klar geworden ist. Es ist nicht so dass er nie etwas für mich getan hätte, absolut nicht. Aber als Beispiel: Alles Geld das "extra" war, hat er an sich ausgegeben. Damit meine ich nicht Kleidung oder so, aber wieder eine Weiterbildung, wieder ein Kurs. Es geht mir dabei nicht ums Geld. Wir hatten auch nicht mein Geld - Dein Geld, alles war in einem grossen Topf, sag ich jetzt mal. Aber als die Paartherapeutin uns den Auftrag gab au zu schreiben was für jeden persönlich eine "perfekte" Beziehung beinhaltet, kam bei ihm kein einziges Wort das Gefühle beschreibt. Für ihn ist Freiheit wichtig. Persönliches und berufliches Weiterkommen. Er meinte auf einmal auch ich solle doch mich weiterbilden Nun ja, meine Arbeitgeber bezahlen nicht mit, das wusste er. Ich hatte da mal mit ihm drüber geredet. Und bei der Therapie sagte ich auch, wir können es ja nicht bezahlen. Kein Kommentar. Wie gesagt, es geht nicht ums Geld. Er wollte weiter kommen in seinem beruf, das akzeptierte ich, fand es gut. Ich habe nicht riesige Ambitionen, bin aber auch weit über meinen Beruf hinausgewachsen, nicht durch Schulung sonder durch Erfahrung, neue technische Entwicklungen. Er scheint es auf einmal wichtig zu finden dass man irgend ein Papierchen in der Hand hat. Ich erkenne ihn echt nicht wieder. Und da ich mich ja nicht "weiterbilde" und nicht ständig unter Leuten sein muss, kam auf einmal der Vorwurf ich hätte kein eigenes Leben

Ich schweife ja schon wieder ab, sorry. Aber es ist so, er ist ein grosser Egoist. Irgendwann in den letzten Jahren hat er sich ein anderes "Weltbild" oder so aufgebaut. Kam aber nach Hause und tat als ob alles beim Alten ist. Redete mit allen möglichen anderen Leuten. Hat auf einmal Freunde die mindestens 10 jahre jünger sind, Freiberufler nenn ich die jetzt mal, kein geregeltes Leben. Berufsbedingt umringt durch junge reiche Menschen, denen das Geld nur so zufliegt. Ich habe im Allgemeinen nichts gegen Berufs-Pokerspieler oder junge reiche Manager, nicht das jemand denkt ich wäre neidisch. Wenn mich etwas absolut nicht interressiert ist es Geld. Man braucht es zum Leben und wenn man sich ab und an etwas extra leisten kann ist es ok. Er denkt anscheinend auf einmal er hätte irgend etwas verpasst. Er fühlt sich durch SIE sogar misbraucht. Sie hätte seine Angst, seine Unsicherheit, usw ausgenutzt

Er ist keiner meiner Tränen wert. Im Gegenteil, ich fühle mich ausgenutzt. Vor allem die letzten Jahre da er ja anscheinend schon einige Zeit in einer anderen Welt lebt, immer nach Hause kam. Seine Gefühle ja anscheinend schon längere Zeit am Verschwinden waren. Benutzt für sein gutes Gefühl, ich war ja sein Ruhepol , so lang wie nötig, jetzt bin ich nicht mehr nötig. War ich die ganze Zeit so naiv? Nein, er spielte mir was vor. Und als ich Veränderungen bemerkte, ihn ansprach, da kam nichts. Ich will ihn auch nicht zurück. Nur mein Herz macht da noch nicht richtig mit. Ich hoffe dass ich bald mit voller Überzeugung sagen kann: Ich will ihn nicht mehr. Er ist nicht mehr er. Ja und das kann ich halt noch nicht richtig begreifen.

Sorry Nici, glaube ich habe so eben die Antwort auf Deine Frage etwas übertrieben beantwortet. Das liegt an meiner Psychischen Verfassung.

das hört sich gut an
...auch wenn man das sicher nicht auf den ersten blick herausliest, aber ich vergleiche jetzt einfach mal, wie es bei mir war und da sehe ich sehr viele ähnlichkeiten.
ich bin auch sehr emotional. sowas ist eigentlich ganz schlimm und lästig. wenn man mir was trauriges erzählt, muss ich gleich losheulen.
aber du bist dabei zu verarbeiten. und das ist gut!
ich war selbst überrascht, wie plötzlich bei mir die liebe verflogen war. vielleicht geht es dir ja auch bald so.
ich muss aber zugeben, dass ich sehr selbstbewusst bin und mich nicht verkrochen habe. ich habe gleich angefangen zu daten und spaß zu haben. das hat mir sehr geholfen.

mich hat während der beziehung auch nie was gestört, (wahrscheinlich weil ich sehr tolerant bin), aber mit meinem neuen partner ist alles besser, obwohl ich vorher nie gedacht hätte, dass es noch was besseres für mich geben könnte.
und das wirst du sicher auch bald erleben.

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3. Dezember 2009 um 20:13

Ach Brahms,
kannst Du mich nicht mal so so richtig die Meinung sagen wie Du es bei Anderen manchmal tust? Vielleicht würde mich das wachrütteln.
Ich habe von meiner Therapeutin einen Buchtitel bekommen. Es geht dabei um Mindfulness. Ich weiss noch nicht genau was das ist, aber es geht auch um Stressbewältigung, Entspannung, das Hier und Jetzt. Man kann auch Kurse machen. Ich habe das Buch mal bestellt. Ruhe, ja das brauche ich wirklich, aber das Denken kann man so schlecht abstellen. Und dabei bin ich ein absolut ruhiger, geduldiger Mensch. Es spielt wohl auch noch mit dass meine Familie ca. 500 km weit weg wohnt. Weit? Es kam mir nie so weit vor wie jetzt. Aber die Feiertage werde ich bei meiner Familie verbringen, ich weiss jetzt schon wie sehr mir das helfen wird.
Danke für Deine Tipps, ich werde sie mir echt zu Herzen nehmen. Vor allem auch den Boxsack
Yvi

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3. Dezember 2009 um 20:33
In Antwort auf ursel_11990293

das hört sich gut an
...auch wenn man das sicher nicht auf den ersten blick herausliest, aber ich vergleiche jetzt einfach mal, wie es bei mir war und da sehe ich sehr viele ähnlichkeiten.
ich bin auch sehr emotional. sowas ist eigentlich ganz schlimm und lästig. wenn man mir was trauriges erzählt, muss ich gleich losheulen.
aber du bist dabei zu verarbeiten. und das ist gut!
ich war selbst überrascht, wie plötzlich bei mir die liebe verflogen war. vielleicht geht es dir ja auch bald so.
ich muss aber zugeben, dass ich sehr selbstbewusst bin und mich nicht verkrochen habe. ich habe gleich angefangen zu daten und spaß zu haben. das hat mir sehr geholfen.

mich hat während der beziehung auch nie was gestört, (wahrscheinlich weil ich sehr tolerant bin), aber mit meinem neuen partner ist alles besser, obwohl ich vorher nie gedacht hätte, dass es noch was besseres für mich geben könnte.
und das wirst du sicher auch bald erleben.

Auch wenn
ich mir das Alles jetzt noch nicht vorstellen kan, macht mir das doch Mut was Du schreibst. Und ich glaube Du hast Recht, ich verkrieche mich zu oft wenn meine Gefühle mich erschlagen. Ich bin im Moment noch zu "wechselhaft". Wenn ich selber lese was ich schreibe... Erst ein Stück voller "Gefühlsduselei", kurz darauf als ob alles klar und deutlich ist. Aber es ist schön das es dieses Forum gibt. Man kann sich Sachen von der Seele schreiben. Hätte nie gedacht dass ich so was mal sage. Daten, damit wede ich noch etwas warte, nicht gerde fein wenn ich da sitzten würde und spontan einen Anfall kriege
Es freut mich für Dich dass Du einen Partner gefunden hast bei dem Du Dich so wohl fühlst.
Yvi

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13. Dezember 2009 um 12:08

Der Abschied
Alles ist jetzt weg, naja fast alles. Er hat die Sachen geholt. Ich habe ihn gesehen. Oder besser gesagt den Mann der so aussieht wie der Mann den ich mal kannte. Dienstag war das erste Mal da, er musste Papiere holen. Kein hallo, kein wie gehts. Diese Begegnung, die nicht mal 5 Minuten dauerte, wühlte mich so auf. Meine beste Freundin und andere rieten mir weg zu gehen wenn er sein Sachen holen kommt. Sie sagte: Ich will nicht dass Du Dir selber so weh tust. Aber ich wollte ihn noch ein letztes Mal sehen, ich wollte einen Abschied. Gute Wünsche für den weiteren Weg.

Donnerstag kam er mit seinem Vater um das Zimmer aus zu räumen. Kein hallo, kein wie gehts. Als sie gehen wollten, hörte ich seinen Vater rufen: Tschüss. Da hab ich gefragt ob sie denn fertig seien. Dann kam er, sagte nein, er hole am Samstag den Rest. Ich sagte ihm dass ich da war weil ich ihn noch 1x sehen wollte. Er schaute mich immer noch nicht an. Er sagte er kann mich anschauen, aber es tut ihm so weh. Er zeigte Gefühl. Er sagte wir müssen doch noch einmal reden über wie es weiter geht, er wisse es manchmal nicht und ich sicher auch nicht. Er wollte nicht gleich reden. Er sagte dass er mir eine Mail schicken würde, diese kam nie.

Am Samstag, gestern, holte er dann die letzten Sachen. Seine Bemerkung wir müssen reden über das wie weiter gab mir Hoffnung. Nicht auf eine Weiterführung der Beziehung - ok, wenn ich ganz tief in mein Herz schaue, war diese Hoffnung natürlich auch da - sondern Hoffnung auf Hilfe. Ich wollte ihn fragen ob er vielleicht mit mir reden mag über das Geschehen, vielleicht sogar n Therapie, so dass ich es besser Verarbeiten kann, vielleicht verstehen kann wie es so weit kam, ich einfacher loslassen kann. Ich dachte 20 Jahre Beziehung, Freundschaft, Vertrautheit, dann muss das doch gehen? Das man sich gegenseitig durch diese Zeit hilft. Das die Trennung einfacher akzeptiert werden kann durch gegenseitiges Verständnis?

Er war fertig mit Packen, kam zu mir, stand neben mir. Das Gespräch:
Ich hatte eine schöne Zeit. Es tut mir leid was ich getan habe. Hier ist der Schlüssel, dan brauchst Du keine Angst zu haben das ich einfach so reinkomme. Das war alles was er sagte. Ein Gespräch über wie weiter? Ich hatte eine schöne Zeit, hier ist der Schlüssel...das hörte sich an als ob er hier in Urlaub war. Es tut mir leid...

Ich stand auf, fragte ihn noch etwas. Abgesehen vom Betrug, dass ich nicht verstehen kann das er nie etwas gesagt hatte. Ich machte keine Vorwürfe, ich sagte: ich kann es nicht verstehen. Ach ja, ich kann ihn immer anrufen wenn irgendwas ist...Ich weinte er lief schon wieder weg, murmelte noch was, ich konnte es nicht verstehen und auf einmal war er weg. Kein alles Gute, nicht mal ein Tschüss.

Ich rief ihn noch 1x an, ich weiss, dumm. Aber ich sagte ihm dass ich ihn eigentlich um Hilfe bitten wollte, Hilfe um alles zu verstehen, so dass ich loslassen kann, Verarbeiten kann. Keine Reaktion. Ich sagte dass ich wenigstens auf alls Gute für die Zukunft gehofft hatte. Ja natürlich wünscht er mir alles gute für die Zukunft. Was ist diese Aussage wert? Nichts. Nicht nachdem ich es erst bekomme wen ich es sage. Ich bekam den Peptalk, es ist für beide schwer, wir müssen beide weiter...den bekomme ich von vielen Leuten, den brauche ich nicht von ihm. Das er auch nicht weiss warum es zwischen uns beiden nicht mehr geht. Er auch nicht versteht warum auf einmal all seine Gefühle weg sind. Klasse. Ich legte auf.

Ich kann ihn immer anrufen...wofür? Um eine neue Glühbirne irgendwo rein zu drehen? Ich kann alles selber, brauche ihn dafür nicht. Dafür habe ich ihn nie gebraucht. Die einzige Hilfe die er mir noch hätte geben können, gibt er mir nicht. Er lässt mich wieder im Stich. Meine Freundin hatte recht, ich hätte nicht hier sein sollen als er seine Sachen holte. Aber ich wollte ihn noch 1x sehen, einen Abschied. Die letzte Umarmung, den letzten Trost den ich wollte, das habe ich ihm nicht gesagt. Ich tat mir selber weh, war hier, weil ich ihn sehen wollte. Undanks aller Gefühle. Er ist feige, verdrängt alles, will vergessen. Er kann die Konfrontation nicht angehen.

Er hatte eine schöne Zeit - ich wollte ich wäre ihm nie begegnet. Das ausgerechnet er es ist, der mich so verletzt, so unglaublich verletzt. Mir so unglaublich weh tut. Mich in Grund und Boden stampft, mir so viel gute Gefühle nimmt. Meine Erinnerungen an die letzten 20 Jahre? Eine Lüge, eine einzige grosse Lüge. Ich werde nicht an schöne Momente zurückdenken. Die gibt es nicht mehr. Alles ist weg.

Anstatt einer letzten Umarmung, einem letzten Trost, Verständnis, Hilfe, guter Wünsche habe ich ein Dankeschön und einen Schlüssel. Meine letzte Illusion, ein Abschied...auch kaputt. Jetzt muss ich weiter, irgendwie. Und ich weiss dass ich es kann. Ich bin selbständig, brauche Niemanden der mir erklärt wie irgendwas funktioniert. Ich bin eine intelligente Frau, ich weiss wies weiter geht, wie ich weiter machen muss. Mein Herz macht noch nicht mit. Ich hoffe das alle Fragen die ich habe schnell verschwinden, dass mein Kopf bald frei ist. Ich alles bald hinter mir lassen kann. Von ihm kann ich nicht, gar nichts mehr erwarten. Praktische Hilfe brauche ich nicht, emotionale Hilfe bekomme ich nicht. Ich hoffe dass ich bald eine neue Wohnung habe, raus aus diesen letzten tastbaren Erinnerungen. Denn von ihm habe ich nichts mehr. Kein Photo, kein Stück. Nichts was ich in einen Schuhkarton packe und in den Keller stelle. 20 Jahre Liebe, übrig ist nichts. Was ich ihm für die Zukunft wünsche? Ich wünsche ihm nichts Gutes, ich wünsche ihm nichts Schlechtes. Ich wünsche ihm Nichts. Ër ist nicht mehr er, er ist eine andere Person. Vom Aussehen gleich, im Innern ein Anderer. Ich kann ihm nichts wünschen. Ich kenne ihn nicht.

Ich hatte Recht, er hat mich schon Jahre "benutzt". Baute sich seine eigene Welt. Ich war noch in dieser Welt. Jetzt hat er wohl auch noch eine super Midlife Crisis, feiern, trinken, junge Leute. Fremdgehen. Ich war das Einzige was ihn noch in dieser Welt hielt. Bis die Sache aufflog, da er in dieser Welt nicht mehr leben konnte. Er konnte nicht mehr schauspielern. Seine Maske war verrutscht....Jetzt lebt er in seiner Welt. Aber irgendwann wird er wach, realisiert sich was er getan hat. Und wenn er dann in den Spiegel schaut, dann sieht er dass er eine Lüge lebt.

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13. Dezember 2009 um 12:50

Guten Morgen Brahms,
Ja, ich bin in Therapie.
Dieses jahr muss ich noch 1x hin und ab nächstem Jahr werde ich öfters gehen, wenns sein muss jede Woche. Ich habe angefangen ein Buch zu lesen in dem steht wie ich lernen kann meine Gedanken zur Ruhe zu bringen. Glaube mir, gestern hat mir dabei geholfen einiges klarer zu sehen, auch wenns schwer war. Ich erwarte Nichts mehr. Gar nichts. Ich werde jetzt vorraus schauen, kleine Schritte. So muss ich zum Beispiel viel Neues kaufen, eine neue Wohnung einrichten. Auch kleine Dinge, Gebrauchsgegenstände, da ich absolut nichts mitnehmen werde. Ich habe schon eine Liste gemacht, einen "Einkaufszettel". Bis jetzt hat mich wohl diese letzte Erwartung der Hilfe zurückgehalten. Jetzt nicht mehr.

Du hast Recht, ich wollte es nicht wahrhaben, habe gehofft auf ein letztes Fünckchen Erkennen. Jetzt weiss ich das es ihn nicht mehr gibt. Ich werde mich so viel wie möglich auf mich konzentrieren. Rückschläge werden kommen, das weiss ich. aber ich weiss jetzt auch dass ich diese Rückschläge anders angehen muss. Nicht mehr hängen bleiben im Warum, im Nicht verstehen. Nicht mehr auf die Vergangenheit gerichtet. Ich muss sie hinnehmen, aber sie werden mich stärker machen. Ich werde mir nie wieder weh tun. Falls er noch irgendetwas brauchen sollte, ich werde nicht da sein. Ich habe mir weh getan, aber wieder etwas gelernt. Dumm, ich weiss. Aber Alter schützt ja bekanntlich vor Torheit nicht.

Ich wollt auch noch eben sagen: auch wenn Dich manche Menschen hier verteufeln wegen Deiner machmal "groben" Art. Ich mag Deine Art, Du bist ehrlich. Du bist hart wenn es sein muss und weich wenn es sein muss.

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13. Dezember 2009 um 15:07
In Antwort auf yvi011

Der Abschied
Alles ist jetzt weg, naja fast alles. Er hat die Sachen geholt. Ich habe ihn gesehen. Oder besser gesagt den Mann der so aussieht wie der Mann den ich mal kannte. Dienstag war das erste Mal da, er musste Papiere holen. Kein hallo, kein wie gehts. Diese Begegnung, die nicht mal 5 Minuten dauerte, wühlte mich so auf. Meine beste Freundin und andere rieten mir weg zu gehen wenn er sein Sachen holen kommt. Sie sagte: Ich will nicht dass Du Dir selber so weh tust. Aber ich wollte ihn noch ein letztes Mal sehen, ich wollte einen Abschied. Gute Wünsche für den weiteren Weg.

Donnerstag kam er mit seinem Vater um das Zimmer aus zu räumen. Kein hallo, kein wie gehts. Als sie gehen wollten, hörte ich seinen Vater rufen: Tschüss. Da hab ich gefragt ob sie denn fertig seien. Dann kam er, sagte nein, er hole am Samstag den Rest. Ich sagte ihm dass ich da war weil ich ihn noch 1x sehen wollte. Er schaute mich immer noch nicht an. Er sagte er kann mich anschauen, aber es tut ihm so weh. Er zeigte Gefühl. Er sagte wir müssen doch noch einmal reden über wie es weiter geht, er wisse es manchmal nicht und ich sicher auch nicht. Er wollte nicht gleich reden. Er sagte dass er mir eine Mail schicken würde, diese kam nie.

Am Samstag, gestern, holte er dann die letzten Sachen. Seine Bemerkung wir müssen reden über das wie weiter gab mir Hoffnung. Nicht auf eine Weiterführung der Beziehung - ok, wenn ich ganz tief in mein Herz schaue, war diese Hoffnung natürlich auch da - sondern Hoffnung auf Hilfe. Ich wollte ihn fragen ob er vielleicht mit mir reden mag über das Geschehen, vielleicht sogar n Therapie, so dass ich es besser Verarbeiten kann, vielleicht verstehen kann wie es so weit kam, ich einfacher loslassen kann. Ich dachte 20 Jahre Beziehung, Freundschaft, Vertrautheit, dann muss das doch gehen? Das man sich gegenseitig durch diese Zeit hilft. Das die Trennung einfacher akzeptiert werden kann durch gegenseitiges Verständnis?

Er war fertig mit Packen, kam zu mir, stand neben mir. Das Gespräch:
Ich hatte eine schöne Zeit. Es tut mir leid was ich getan habe. Hier ist der Schlüssel, dan brauchst Du keine Angst zu haben das ich einfach so reinkomme. Das war alles was er sagte. Ein Gespräch über wie weiter? Ich hatte eine schöne Zeit, hier ist der Schlüssel...das hörte sich an als ob er hier in Urlaub war. Es tut mir leid...

Ich stand auf, fragte ihn noch etwas. Abgesehen vom Betrug, dass ich nicht verstehen kann das er nie etwas gesagt hatte. Ich machte keine Vorwürfe, ich sagte: ich kann es nicht verstehen. Ach ja, ich kann ihn immer anrufen wenn irgendwas ist...Ich weinte er lief schon wieder weg, murmelte noch was, ich konnte es nicht verstehen und auf einmal war er weg. Kein alles Gute, nicht mal ein Tschüss.

Ich rief ihn noch 1x an, ich weiss, dumm. Aber ich sagte ihm dass ich ihn eigentlich um Hilfe bitten wollte, Hilfe um alles zu verstehen, so dass ich loslassen kann, Verarbeiten kann. Keine Reaktion. Ich sagte dass ich wenigstens auf alls Gute für die Zukunft gehofft hatte. Ja natürlich wünscht er mir alles gute für die Zukunft. Was ist diese Aussage wert? Nichts. Nicht nachdem ich es erst bekomme wen ich es sage. Ich bekam den Peptalk, es ist für beide schwer, wir müssen beide weiter...den bekomme ich von vielen Leuten, den brauche ich nicht von ihm. Das er auch nicht weiss warum es zwischen uns beiden nicht mehr geht. Er auch nicht versteht warum auf einmal all seine Gefühle weg sind. Klasse. Ich legte auf.

Ich kann ihn immer anrufen...wofür? Um eine neue Glühbirne irgendwo rein zu drehen? Ich kann alles selber, brauche ihn dafür nicht. Dafür habe ich ihn nie gebraucht. Die einzige Hilfe die er mir noch hätte geben können, gibt er mir nicht. Er lässt mich wieder im Stich. Meine Freundin hatte recht, ich hätte nicht hier sein sollen als er seine Sachen holte. Aber ich wollte ihn noch 1x sehen, einen Abschied. Die letzte Umarmung, den letzten Trost den ich wollte, das habe ich ihm nicht gesagt. Ich tat mir selber weh, war hier, weil ich ihn sehen wollte. Undanks aller Gefühle. Er ist feige, verdrängt alles, will vergessen. Er kann die Konfrontation nicht angehen.

Er hatte eine schöne Zeit - ich wollte ich wäre ihm nie begegnet. Das ausgerechnet er es ist, der mich so verletzt, so unglaublich verletzt. Mir so unglaublich weh tut. Mich in Grund und Boden stampft, mir so viel gute Gefühle nimmt. Meine Erinnerungen an die letzten 20 Jahre? Eine Lüge, eine einzige grosse Lüge. Ich werde nicht an schöne Momente zurückdenken. Die gibt es nicht mehr. Alles ist weg.

Anstatt einer letzten Umarmung, einem letzten Trost, Verständnis, Hilfe, guter Wünsche habe ich ein Dankeschön und einen Schlüssel. Meine letzte Illusion, ein Abschied...auch kaputt. Jetzt muss ich weiter, irgendwie. Und ich weiss dass ich es kann. Ich bin selbständig, brauche Niemanden der mir erklärt wie irgendwas funktioniert. Ich bin eine intelligente Frau, ich weiss wies weiter geht, wie ich weiter machen muss. Mein Herz macht noch nicht mit. Ich hoffe das alle Fragen die ich habe schnell verschwinden, dass mein Kopf bald frei ist. Ich alles bald hinter mir lassen kann. Von ihm kann ich nicht, gar nichts mehr erwarten. Praktische Hilfe brauche ich nicht, emotionale Hilfe bekomme ich nicht. Ich hoffe dass ich bald eine neue Wohnung habe, raus aus diesen letzten tastbaren Erinnerungen. Denn von ihm habe ich nichts mehr. Kein Photo, kein Stück. Nichts was ich in einen Schuhkarton packe und in den Keller stelle. 20 Jahre Liebe, übrig ist nichts. Was ich ihm für die Zukunft wünsche? Ich wünsche ihm nichts Gutes, ich wünsche ihm nichts Schlechtes. Ich wünsche ihm Nichts. Ër ist nicht mehr er, er ist eine andere Person. Vom Aussehen gleich, im Innern ein Anderer. Ich kann ihm nichts wünschen. Ich kenne ihn nicht.

Ich hatte Recht, er hat mich schon Jahre "benutzt". Baute sich seine eigene Welt. Ich war noch in dieser Welt. Jetzt hat er wohl auch noch eine super Midlife Crisis, feiern, trinken, junge Leute. Fremdgehen. Ich war das Einzige was ihn noch in dieser Welt hielt. Bis die Sache aufflog, da er in dieser Welt nicht mehr leben konnte. Er konnte nicht mehr schauspielern. Seine Maske war verrutscht....Jetzt lebt er in seiner Welt. Aber irgendwann wird er wach, realisiert sich was er getan hat. Und wenn er dann in den Spiegel schaut, dann sieht er dass er eine Lüge lebt.

Hallo..
Ich habe deine Beiträge verfolgt und bin beeindruckt von deiner klaren Sicht der Dinge trotz deines Schmerzes !
Wie absolut traurig und armselig, dass der Mann, mit dem du 20 Jahre verbracht hast, nicht die Größe und den Respekt vor dir aufbringen konnte, sich vernünftig zu verabschieden. Ein Mann, der dir nicht in die Augen schauen kann und zu dem stehen kann, was er bei dir an Schmerz verursacht hat. Traurig, unreif, armselig. Nicht nur du hast ihn verloren, er sich selbst vermutlich auch. Wenn er wach wird, wird es weh tun, sehr.

Ich wünsche dir alles Gute, du wirst es sicher schaffen wieder auf die Beine zu kommen !
LG Lioba

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13. Dezember 2009 um 15:43
In Antwort auf ngozi_12448202

Hallo..
Ich habe deine Beiträge verfolgt und bin beeindruckt von deiner klaren Sicht der Dinge trotz deines Schmerzes !
Wie absolut traurig und armselig, dass der Mann, mit dem du 20 Jahre verbracht hast, nicht die Größe und den Respekt vor dir aufbringen konnte, sich vernünftig zu verabschieden. Ein Mann, der dir nicht in die Augen schauen kann und zu dem stehen kann, was er bei dir an Schmerz verursacht hat. Traurig, unreif, armselig. Nicht nur du hast ihn verloren, er sich selbst vermutlich auch. Wenn er wach wird, wird es weh tun, sehr.

Ich wünsche dir alles Gute, du wirst es sicher schaffen wieder auf die Beine zu kommen !
LG Lioba

Danke Lioba
Die klare Sicht der Dinge...mir wurde gestern mit einem Hammerschlag klar, das ich recht hatte. Fakt ist, er hat sich schon lange von mir gelöst. Wie lange? Ich ahne es. Er hat Jahre meiner Zeit gestohlen. Wir waren noch in Therapie, immer wieder habe ich mich ihm geöffnet, mir selber weh getan. Ein Satz am Telefon sagte mir dass er zwar sah dass er mir weh getan hat, aber noch nicht ansatzweise auch nur verstanden hat was er getan hat. Er hat sich nie auch nur 1x damit auseinandergesetzt. Er verdrängt es. Zu schwach, zu feige für die Konfrontation. Er hat mich respektlos behandelt, klein gemacht, mir immer wieder weh getan. Er war zu schwach, zu feige mir wenigstens die Hand zum Abschied zu reichen.

Ich habe jeglichen Respekt vor diesem Mann verloren. Ich werde mich ihm nie wieder öffnen. Ich muss mich noch gefühlsmässig von ihm lösen, etwas dass er schon lange, lange Zeit getan hat. Aber er wird nie mehr auch nur eine einzige meiner Tränen sehen. Er ist es nicht wert.

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13. Dezember 2009 um 22:02

Merkwürdig, dass...
ihm alles so egal scheint.
vielleicht ist es ihm einfsach nur peinlich.

ist er jetzt mit der anderen zusammen oder weiß man das nicht?

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14. Dezember 2009 um 9:20
In Antwort auf yvi011

Danke Lioba
Die klare Sicht der Dinge...mir wurde gestern mit einem Hammerschlag klar, das ich recht hatte. Fakt ist, er hat sich schon lange von mir gelöst. Wie lange? Ich ahne es. Er hat Jahre meiner Zeit gestohlen. Wir waren noch in Therapie, immer wieder habe ich mich ihm geöffnet, mir selber weh getan. Ein Satz am Telefon sagte mir dass er zwar sah dass er mir weh getan hat, aber noch nicht ansatzweise auch nur verstanden hat was er getan hat. Er hat sich nie auch nur 1x damit auseinandergesetzt. Er verdrängt es. Zu schwach, zu feige für die Konfrontation. Er hat mich respektlos behandelt, klein gemacht, mir immer wieder weh getan. Er war zu schwach, zu feige mir wenigstens die Hand zum Abschied zu reichen.

Ich habe jeglichen Respekt vor diesem Mann verloren. Ich werde mich ihm nie wieder öffnen. Ich muss mich noch gefühlsmässig von ihm lösen, etwas dass er schon lange, lange Zeit getan hat. Aber er wird nie mehr auch nur eine einzige meiner Tränen sehen. Er ist es nicht wert.

Weglaufen...
Er ist weg gelaufen, vor allem vor sich selbst. Anstatt sich mit sich und seinem Leben auseinander zu setzen ist er in eine Affäre geflüchtet und jetzt vor dir. Es ist leichter zu verdrängen für ihn, wenn er sich nicht mit dir konfrontiert, jeder Kontakt erinnert ihn daran, was er dir angetan hat und er ist bestimmt nicht stolz darauf. Ist ja auch unangenehm sich im Spiegel anzuschauen, nachdem er mit deinem Schmerz konfrontiert war.
Das Verdrängte und ins Unbewusste Abgeschobene ist sehr mächtig, irgendwann drängt es nach oben. Entweder er stellt sich dann sich selber oder es äußert sich anders, durch Krankheit z.B.. Für dich wird es zu spät sein, du hast dir dann lange ein neues Leben aufgebaut und das ist gut.
Der Mann, den du geliebt hast, den gibt es nicht mehr, schon lange nicht mehr, aber das Echo dieser Liebe ist noch stark. Vermutlich gilt deine Sehnsucht dem Mann, in den du dich damals verliebt hast, aber der ist zu einem Feigling, Lügner und Betrüger mutiert. Die Ironie ist, das du eine deutlich bessere Meinung von ihm hattest .
Rede dir nicht ein, das dein ganzes Leben eine Lüge war, das macht dich nur bitter und diese Bitterkeit vergiftet dich. Du scheinst doch eine sehr reflektierte Frau zu sein, da können dich deine Gefühle doch nicht die ganze Zeit getäuscht haben. Damit machst du dich nur selber kleiner und zu dem Schmerz kommt noch der Selbstzweifel, der Zweifel ob dich deine Gefühle so lange täuschen konnten.
Ich habe Ähnliches erlebt und kann deine Gedanken gut nachvollziehen . Trotz allem wünsche ich dir eine schöne Weihnachtszeit !
Lioba

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14. Dezember 2009 um 18:12
In Antwort auf ursel_11990293

Merkwürdig, dass...
ihm alles so egal scheint.
vielleicht ist es ihm einfsach nur peinlich.

ist er jetzt mit der anderen zusammen oder weiß man das nicht?

Ich weiss nicht ob er mit der Anderen zusammen ist oder nicht.
Sie wohnt in einem anderen Land. Er war noch mal dort, aber Nicht bei ihr, da sie ja schon mit einem Anderen zusammenwohnt...Wird wohl eine grosse Enttäuschung für ihn gewesen sein.

Er kann sich seiner Verantwortung nicht stellen, nicht seinen Gefühlen stellen. Den einen Tag sagt er: wir müssen reden wies weiter geht, was er damit auch meinte, zeigte Gefühl. Und ja, autsch, das tut weh. Es tut weh mich zu sehen. Durch seinen Gefühlsausbruch machte ich mir Hoffnung auf Hilfe, auf einen Abschied. Tja, aber das war ihm wohl zu schwer. Denn sobald meine erste Träne kam, lief er weg. Er ist feige. Ob es ihm wirklich egal ist?

Zu unserer gemeinsamen Therapiezeit, hätte er es am liebsten gehabt, dass ich eben alles vergesse und wir machen so weiter wie vorher. Weil weg wollte er ja nicht, merkwürdigerweise. Er tut was er immer tut, stopft sein Problem in eine Schublade, macht sie zu. Solang er micht nicht sieht, funktioniert es prima, wenn er mich sieht, komt alles hoch, das tut weh, also schnell weg. Er hat Angst vor seinen Gefühlen.

Ich kann ihn komischerweise gut analysieren, nicht das mir das weiterhilft.
Zum Glück kann ich es bei mir auch ziemlich gut, nur alleine aus dem Loch kommen ist schwer. Aber ich habe zum Glück ein paar Menschen die mir zur Seite stehen, mir helfen. Ehrliche Menschen die sich immer wieder mit viel Geduld alles anhören wenns hoch kommt, immer für mich da sind. Und das ist wichtig. Und Therapie, viel Therapie. Und auch wenn die Gefühle weh tun, ich werde mich ihnen stellen, damit lernen um zu gehen. Lieber ein langsamer Weg bergauf als eine Schublade die irgendwann auf geht.

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