Home / Forum / Liebe & Beziehung / Kann ein Mensch daran Schuls sein, dass ein anderer MS bekommt????

Kann ein Mensch daran Schuls sein, dass ein anderer MS bekommt????

7. November 2008 um 12:44

Vielleicht klingt die Frage doof für euch, aber ich meine sie (leider) ernst. Mein Exfreund und ich waren 6 Jahre zusammen. Nun sind wir schon seit 2 Jahren getrennt. Aber er ist nie darüber hinweg gekommen, will die Beziehung immer noch. Ich muss dazu sagen, dass wir beide erst 24 sind. Ich konnte mich in den 2 Jahren nie richtig für oder gegen die Beziehung entscheiden. Es ist ein ständiges hi und her, bei dem ich ihm (leider) sehr oft weh getan habe!
Nun hat er gestern erfahren, dass er MS (Multiple Sklerose) hat. Bei dieser Krankheit kann man wohl keine Ursache festmachen. Hat jmd. von euch Erfahrungen mit der Erkrankung? Denkt ihr, dass es möglich ist, dass der Schmerz, den er wegen uns hatte/hat, der Grund sein könnte????

LG

Mehr lesen

7. November 2008 um 13:24

MS...
Ich habe selbst MS und ich würde nie jemanden dafür verantwortlich machen, dass ich daran erkrankt bin...

Die Ursache der Krankheit ist nicht geklärt... psychischer Stress und traumatische Erlebniss können einen Schub auslösen (bei schuförmiger MS), aber ein Schub ist noch lange keine Krankheitsentstehung... so ein Schub kann erst entstehen, wenn die Krankheit schon da ist...

Lass dich nicht dafür verantwortlich machen... die Diagnose zu erhalten ist hart... vielleicht möchte er jetzt dich damit verletzen, weil du ihn auch verletzt hast?!?!?!
Damit klarzukommen ist nicht leicht für einen jungen Menschen!

Alles Liebe und liebe Grüße
Lisa

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. November 2008 um 13:41

Offtopic - sieben Abtreibungen!!!
Du meine Güte. Aber die hatte schon mal was von Verhütung gehört? In so einer Familie würde jeder mit einem gesunden Menschenverstand durchdrehen. Dass man da von krank werden kann, glaube ich ohne weiteres.

Zur Threadstellerin: Du trägst keine Verantwortung für die Krankheiten anderer Menschen (es sei denn, du rauchst gerne Nichtraucher zu ). Und gerade bei MS ist nichts geklärt - bitte rede dir da nichts ein. Du bist nicht evrantwortlich dafür, wie jemand mit Schicksalsschlägen in seinem Leben zurechtkommt. Und Liebeskummer verursachen ist kein Verbrechen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. November 2008 um 13:49

Das ist blanker Unsinn!
Viele Untersuchungen zählen MS auch zu den Auto-Immunerkrankungen, die Entstehung ist immer noch ungeklärt, und auch zur Vererbbarkeit gibt es nur einige kaum fundierte statistische Vermutungen. Soweit mir bekannt ist (meine Mutter hatte jahrzehntelang damit zu tun), können u.a. banale Infektionen zu neuen Schüben führen. Meine Mutter z.B. hat einiges an psychischen Tiefschlägen einstecken müssen im Laufe der Zeit, aber keine neuen Schübe davon bekommen.

Die Tatsache, dass er Dir innerhalb von 24 Stunden von der Diagnose berichtet hat, lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass er Dich moralisch unter Druck setzen will. Das solltest Du auf keinen Fall zulassen - oder willst Du eine Beziehung auf Mitleid aufbauen? Er sollte sich seriös informieren und sein Leben so umstellen, dass er seine Chancen für einen relativ leichten Verlauf verbessert.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. November 2008 um 15:56

Ja sicher...
mein cousin bekam ms, nachdem sein bester freund in seinen armen starb. es ist zwar noch ned erforscht, aber die psyche hängt sicher damit zusammen.


lg

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. November 2008 um 16:18
In Antwort auf mayim_12878600

Ja sicher...
mein cousin bekam ms, nachdem sein bester freund in seinen armen starb. es ist zwar noch ned erforscht, aber die psyche hängt sicher damit zusammen.


lg

Ms
mit einer häufigkeit von 1:2000 einwohnern, eine der häufigsten neurologischen erkrankungen.ursache von ms sind autoimmunologische vorgänge, wobei sowohl die erbliche veranlagung als auch die umweltfaktoren bei der entstehung dieser krankheit eine rolle spielen.häufig treten augensymptome, sensibilitätsstörungen, motorische störungen, kleinhirnsymptome, blasen-mastdarm-störungen und psychische störungen eine rolle.

typisch ist der schubförmige verlauf, bei dem es zur remission innerhalb von wochen oder monaten kommt, bis dann monate oder jahre später die nächste akute phase auftritt. schubauslösend können stress, emotionale anspannung, über längere zeit anhaltender schlafmangel sein.

therapeutisch werden insbesondere medis eingesetzt, welche die fehlsteuerung des immunsystems eingreifen und sie unterdrücken oder regulieren. wie z.b. glukokortkoide, ß-interferone, zystostatika z.b.methotrexat und azathioprin( imurek). außerdem die gabe von muskelrelaxanzien wie baclofen (z.b. lioresal) gegen die spastik.antidepressiva bei deutlicher depression.


lg

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. November 2008 um 18:15

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit: NEIN
"Auszug netdoktor.de: Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung, die das Gehirn, Rückenmark und den Sehnerven betrifft. Bestimmte Nervenstrukturen entzünden sich und es kann zu verschiedenen Beschwerden wie Sehstörungen, Gefühlsstörungen, Schmerzen oder Lähmungen kommen. Ein solcher Krankheitsausbruch heißt "Schub".
Die Verlaufsformen der MS sind unterschiedlich. Meist bilden sich die Symptome wieder vollständig zurück, bis es zu einem neuen Schub kommt. Bei 90 bis 95 Prozent der Kranken verläuft die Krankheit schubweise. Bei 30 bis 40 Prozent wird die Krankheit nach einiger Zeit kontinuierlich schlimmer und es treten keine Schübe mehr auf. Bei wenigen Patienten verläuft die Krankheit von Anfang an ohne Schübe und verschlechtert sich zunehmend.
MS beginnt meist im frühen Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren. In Deutschland sind etwa 120.000 und 140.000 Menschen an einer MS erkrankt (1). Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Bislang ist die Multiple Sklerose noch nicht heilbar. Mit Medikamenten lässt sich der Verlauf der Erkrankung aber günstig beeinflussen."

Stress kann einen Schub auslösen, die Krankheit an sich hat aber schon (vielleicht sogar Jahre) vorher bestanden. Seelische Belastungen können die Erkrankung aber durchaus ungünstig beeinflussen. Das trifft aber auf so gut wie jede Krankheit zu!

Hier irgendwelche Schuld zu suchen bringt weder Dich weiter, noch hilft das Deinem Exfreund. Viel wichtiger ist jetzt, ob Du für ihn da sein möchtest oder ob Dir das alles zu viel ist. Er selbst braucht jetzt jemanden der hinter ihm steht und ihn unterstützt und niemanden, der sich nur aus Mitleid um ihn kümmert und nicht weiß was er will. Ich wünsche Dir viel Kraft und auch die Klarheit, zu erkennen was Du wirklich möchtest.

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen