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Kann diese Beziehung funktionieren?

26. September um 13:47

Hey ich war bis jetzt immer heimlicher Leser in diesem Forum, aber ich würde mir sehr gerne einige neutrale Meinungen zu meiner derzeitigen Beziehung/meinen Zweifeln und generell der Gesamtsituation etc. einholen.
Die Ausgangslage: Ich bin seit letzter Woche mit meiner Freundin zusammen. Wir sind beide 19 (ich bin 3 Monate älter als sie) (oberflächlich würde ich auch sagen, dass wir vom Äußeren ähnlich aussehend sind...wir sind beide im Normalgewicht....sie ist ungefähr 1,65 und ich 1,90). Wir beide waren schon einmal vor 3 Jahren für ein halbes Jahr zusammen. Ich war damals jedoch noch nicht reif für eine Beziehung. Sie hatte mich zwar sehr geliebt und sie wollte auch diverse Aktivitäten mit mir unternehmen, doch ich habe sie für meine Freunde vernachlässigt, weil ich rückblickend eben noch nicht reif für eine Beziehung war.
Danach verlief mein Leben relativ normal. Ich habe in einem Verein Fußball gespielt, hatte viele Freunde, war gut in der Schule und eben generell sehr gut in der Gesellschaft integriert. Doch letztes Jahr im April (2018) kam dann ein Bruch in meinem Leben. Der Druck wurde mir einfach zu viel (Maturaball, Matura an sich, Übergang in die Fußball-Kampfmannschaft, eine Beziehung ist in die Brüche gegangen). Zudem bin ich in den falschen Freundeskreis gelangt und habe regelmäßig gekifft (größte Dummheit meines Lebens). Mir wurde alles zu viel und ich habe eine Angststörung entwickelt, die mir sozialen Kontakt in Drucksituationen erschwerte. Hab dadurch leider auch mein großes Hobby, das Fußballspielen, beenden müssen und bin durch eine extrem schwere Zeit gegangen, welche mich aber auch stark geprägt hat (Im Sinne von reifer werden und die tatsächlich wichtigen Dinge im Leben genauer zu sehen).
Ende letzten Jahres (Oktober 2018) begannen ich und meine Freundin uns wieder öfters zu sehen. Die Ängste erschwerten mir jedoch ich selbst zu sein. Das ganze hat sich dann entwickelt bis wir auch im Frühjahr ab und an Sex hatten. Ich studiere momentan und habe auch meine eigene Wohnung, wo wir auch schon mehrmals zusammen übernachtet haben. Ich habe ihr dann auch mein Problem geschildert und sie hat sehr verständnisvoll darauf reagiert und hat gesagt sie würde mich überall unterstützen, wo sie nur könne.
Über die Monate sind wir uns dann immer näher gekommen und viele Aktivitäten (Kino, Shoppen, etc) zusammen unternommen.
Doch ich denke sie versteht das Ausmaß meiner Ängste nicht ganz. Ich versuche ja auch immer sie nicht nach außen zu zeigen und eher zu verstecken. Doch diese innere Unruhe zerreißt mich oft.
Ich bin generell immer angespannt wenn ich in sozialen Situationen bin. Und eben auch bei meiner Freundin. Ich habe schon viel dagegen unternommen (Therapiebesprechung, Atemtechniken etc.) aber es hilft nichts so wirklich und der Fortschritt ist überschaubar. Es fällt mir auch schwer mit meiner Freundin langen tiefen Augenkontakt zu halten und ich habe leider auch bei ihr (obwohl ich ihr über alles vertraue) diese enorme innere Unruhe.
Aber obwohl ich durch mein Handicap nicht ganz ich selbst sein kann läuft es zwischen uns extrem gut. Ich finde es aber extrem schade, dass ich dieses "verliebt sein" nicht so ganz auskosten kann aufgrund dieser Unsicherheiten.
Und obwohl mir meine Freundin mehrmals am Tag sagt, dass sie mich liebt und wie glücklich sie im Moment ist, bin ich mir dennoch nicht sicher ob sie es auch wirklich so meint oder es hald einfach nur so schreibt.
Und ich frage mich auch immer wieder ob ich sie überhaupt verdient habe...

Ich weiß nicht so ganz was ich tun sollte... bitte um eure Meinungen, Tipps, Ratschläge, Lebensweisheiten, Sprüche... einfach alles, was zu diesem Thema passt!

Vielen Dank vorweg

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26. September um 13:56
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Doch ich denke sie versteht das Ausmaß meiner Ängste nicht ganz

hast du denn mal wirklich mit ihr drüber gesprochen??

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26. September um 22:13
In Antwort auf jasmin7190

Doch ich denke sie versteht das Ausmaß meiner Ängste nicht ganz

hast du denn mal wirklich mit ihr drüber gesprochen??

ja natürlich... 

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26. September um 22:27
In Antwort auf jasmin7190

Doch ich denke sie versteht das Ausmaß meiner Ängste nicht ganz

hast du denn mal wirklich mit ihr drüber gesprochen??

Es war ein sehr langes gespräch... ungefähr eine halbe stunde. Ich habe ihr alle meine Bedenken gesagt und war komplett offen. Sie hat auch sehr verständnisvoll reagiert und mir ihre unterstützung angeboten

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26. September um 23:23

Meine Meinung wird dir nicht gefallen...

Och hatte mal einen Partner, der Depressionen hatte. Er hat mir das offen erzählt. Natürlich denkt man, dass schafft man zusammen. Nur wenn dann über eine längere Zeit dauernd die gleichen Probleme auftauchen, sich keine Besserung abzeichnet, obwohl man als Partner volle Unterstützung bietet, hat man irgendwann keine Lust mehr. Als Partner fühlt man sich ausgebrannt, nutzlos, immer nur an 2. Stelle hinter der Krankheit. Ich habe zwei Jahre durchgehalten, bis ich zu meinem eigenen Schutz Schluss gemacht hatte. Und es war das beste Gefühl, das ich seit 1.5 Jahren hatte. Endlich war ich wieder frei, konnte mich wieder auf mich selber konzentrieren, hatte wieder Energie und war nur für mich selber verantwortlich. 

Es war einfach frustrierend, dauernd für zwei Leben verantwortlich zu sein.

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27. September um 0:16
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In Antwort auf molly714

Meine Meinung wird dir nicht gefallen...

Och hatte mal einen Partner, der Depressionen hatte. Er hat mir das offen erzählt. Natürlich denkt man, dass schafft man zusammen. Nur wenn dann über eine längere Zeit dauernd die gleichen Probleme auftauchen, sich keine Besserung abzeichnet, obwohl man als Partner volle Unterstützung bietet, hat man irgendwann keine Lust mehr. Als Partner fühlt man sich ausgebrannt, nutzlos, immer nur an 2. Stelle hinter der Krankheit. Ich habe zwei Jahre durchgehalten, bis ich zu meinem eigenen Schutz Schluss gemacht hatte. Und es war das beste Gefühl, das ich seit 1.5 Jahren hatte. Endlich war ich wieder frei, konnte mich wieder auf mich selber konzentrieren, hatte wieder Energie und war nur für mich selber verantwortlich. 

Es war einfach frustrierend, dauernd für zwei Leben verantwortlich zu sein.

okk das hört sich dann nicht so gut an. Viele Leute haben doch kleinere (manche auch noch größere) psychische Defizite und die schaffen es doch auch in einer glücklichen Beziehung zu sein

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27. September um 10:05
In Antwort auf phantom64

okk das hört sich dann nicht so gut an. Viele Leute haben doch kleinere (manche auch noch größere) psychische Defizite und die schaffen es doch auch in einer glücklichen Beziehung zu sein

du solltest dringend schauen dass sich was verbessert!
wechsel erstmal den therapeuten wenn dir der nicht helfen kann

auf dauer macht so eine beziehung selten einer mit

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