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Kämpfen oder gehen? Hausbau oder Scheidung?

16. November 2017 um 14:15

Hallo an alle.
ich weiß aktuell nicht, was ich machen soll und bitte um objektive ratschläge. vllt hat ja jemand ähnliche erfahrungen oder begebenheite im bekanntenkreis beobachtet. ich bin recht subjektiv gefangen, bemühe mich aber um neutrale berichtserstaatung:

ich wohne mit meinem mann und unseren beiden kleinen kindern auf dem hof seines vaters. auf dem hof arbeiten die beiden auch. der hof liegt ziemlich ab vom schuss, wir haben keine nachbarn. die großeltern meines mannes leben auch hier, seine mutter starb vor 3 jahren.
es ist so, dass sein vater und ich uns nicht leiden können. wir brechen uns beide einen zacken aus der krone, den anderen zu grüßen und tun auch beide gar nichts dafür, dass das verhältnis besser wird. unser wohnung ist direkt am produktionsgebäude angebaut. damit ist es immer laut, wenn gearbeitet wird. auf dem hof selber - was alles wohl betriebsgelände ist - scheint nicht wirklich "platz" für uns 4 zu sein. es steht im raum, ob mein mann und ich auf dem hof (wiese der großeltern, kein betriebsgelände) ein haus bauen.
nun ist es so, dass ich mir einerseits nicht vorstellen kann hier ewig zu leben und ich meinen mann auch nicht mehr liebe. andererseits kann ich meine beiden kinder alleine kaum ernähren bzw ein schönes leben bieten. ich arbeite teilzeit. sollte ich gehen, fallen wir 3 auf existensminimum runter. ich habe angst, dass meine kinder "in armut" aufwachsen müssen.
mein mann verdient bei seinem vater nicht viel und zahlt des weiteren schon unterhalt. er ist jetz schon knapp über dem selbstbehalt. auch weiß ich, dass er mir eine trennung so schwer wie möglich machen würde. die trennung von der kindsmutter seines ältesten kindes hat viel porzellan bei ihm zerbrochen - leider ist er emotional nicht daran gewachsen...

soll ich jetz schonmal zum jugendamt gehen und um unterstützung fragen. oder die wohngeldstelle fragen, ob mir wasw zustehen würde?
oder soll ich "die pobacken zusammenkneifen" und hier bleiben, damit die kinder ein besseren leben haben könnten?

ich bitte um neutrale, objektive meinungen, ratschläge, anregungen. Danke.

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16. November 2017 um 14:23

Was hast Du für eine Ausbildung?
Warum liebst Du Deinen Mann nicht?
Willst Du die Beziehung wiederbeleben?

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16. November 2017 um 14:25
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Was hast Du für eine Ausbildung?
Warum liebst Du Deinen Mann nicht?
Willst Du die Beziehung wiederbeleben?

bin bürokauffrau. hier im osten ist das jede 2.
wir paqssen einfach nicht zusammen. ist viel vorgefallen....
hab ich versucht. inzwischen will ich eine romantische beziehung nicht mehr

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16. November 2017 um 14:36

Moin!

Also, Dein Mann verdient nicht allzu viel und er muss noch für ein Kind aus einer früheren Beziehung zahlen? Und Du hast auch keine Aussicht auf eine Stelle?

Wovon wollt ihr dann bitte ein Haus bauen? Selbst wenn das Grundstück nichts kostet?

Wenn Du keine Zukunft mehr mit Deinem Mann siehst dann wirst Du Dich der Wahrheit stellen müssen. Auch wenn es euch vielleicht finanziell nicht mehr so gut geht.

Gruß F.

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16. November 2017 um 14:55
In Antwort auf kalauerin

bin bürokauffrau. hier im osten ist das jede 2.
wir paqssen einfach nicht zusammen. ist viel vorgefallen....
hab ich versucht. inzwischen will ich eine romantische beziehung nicht mehr

Dann solltet ihr auf keinen Fall ein Haus bauen...

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16. November 2017 um 16:01

Moin!

Naja, er verdient nicht viel und muss schon Unterhalt zahlen...also, es bringt nichts, einem nackten Seemann in die Tasche zu fassen.

Für eine Vollzeitstelle müssen die Kids irgendwo versorgt werden. Und eine Vollzeitstelle als Bürokauffrau wird im Osten wohl eher an die 1800 Euro Brutto bringen. Das ist ist zwar immer noch mehr als eine Friseurin aber mit zwei Kindern ist man dann auch eher auf der Schattenseite des Lebens, da bleibt nach der Miete und den Versicherungen nicht allzu viel übrig.

Gruß F.

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16. November 2017 um 16:03

nichts verbietet mir ne vollzeitstelle - in der theorie. praktisch sieht es hier in der gegend einfach nich so gut aus auf dem arbeitsmarkt. hab für die teilzeitstelle schon lange gesucht. meinen job möchte ich auch nicht aufgeben, da ich mich dort sehr wohl fühle.

meine frage ist eher, ob jemande erfahrung hat mit dem thema: gehen zwecks eigenem wohlbefinden oder bleiben zwecks wohlbefindem der kinder.

unsere sind knapp 3 jahre und das kleine knapp 3 monate alt

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16. November 2017 um 16:06

Und warum habt ihr erst kürzlich noch ein Kind gezeugt wenn es doch eh schon länger so schlecht läuft in der Ehe?

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16. November 2017 um 16:12
In Antwort auf kalauerin

nichts verbietet mir ne vollzeitstelle - in der theorie. praktisch sieht es hier in der gegend einfach nich so gut aus auf dem arbeitsmarkt. hab für die teilzeitstelle schon lange gesucht. meinen job möchte ich auch nicht aufgeben, da ich mich dort sehr wohl fühle.

meine frage ist eher, ob jemande erfahrung hat mit dem thema: gehen zwecks eigenem wohlbefinden oder bleiben zwecks wohlbefindem der kinder.

unsere sind knapp 3 jahre und das kleine knapp 3 monate alt

Moin!

Wenn es um die Kinder geht dann solltest Du versuchen, Deine Ehe wieder in die Bahn zu bekommen.

Wenn nichts zu machen ist: Trennung. Die Kinder merken schnell wenn die Eltern unglücklich sind und das bringt den Kids dann auch nichts. Geld spielt in diesem Alter auch nur eine untergeordnete Rolle und verhungern muss in Deutschland eigentlich niemand. Wende Dich an eine Beratungsstelle vom Jugendamt und hör Dir an was es für Unterstützung gibt.

Gruß F.

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16. November 2017 um 16:55
In Antwort auf kalauerin

Hallo an alle.
ich weiß aktuell nicht, was ich machen soll und bitte um objektive ratschläge. vllt hat ja jemand ähnliche erfahrungen oder begebenheite im bekanntenkreis beobachtet. ich bin recht subjektiv gefangen, bemühe mich aber um neutrale berichtserstaatung:

ich wohne mit meinem mann und unseren beiden kleinen kindern auf dem hof seines vaters. auf dem hof arbeiten die beiden auch. der hof liegt ziemlich ab vom schuss, wir haben keine nachbarn. die großeltern meines mannes leben auch hier, seine mutter starb vor 3 jahren.
es ist so, dass sein vater und ich uns nicht leiden können. wir brechen uns beide einen zacken aus der krone, den anderen zu grüßen und tun auch beide gar nichts dafür, dass das verhältnis besser wird. unser wohnung ist direkt am produktionsgebäude angebaut. damit ist es immer laut, wenn gearbeitet wird. auf dem hof selber - was alles wohl betriebsgelände ist - scheint nicht wirklich "platz" für uns 4 zu sein. es steht im raum, ob mein mann und ich auf dem hof (wiese der großeltern, kein betriebsgelände) ein haus bauen.
nun ist es so, dass ich mir einerseits nicht vorstellen kann hier ewig zu leben und ich meinen mann auch nicht mehr liebe. andererseits kann ich meine beiden kinder alleine kaum ernähren bzw ein schönes leben bieten. ich arbeite teilzeit. sollte ich gehen, fallen wir 3 auf existensminimum runter. ich habe angst, dass meine kinder "in armut" aufwachsen müssen.
mein mann verdient bei seinem vater nicht viel und zahlt des weiteren schon unterhalt. er ist jetz schon knapp über dem selbstbehalt. auch weiß ich, dass er mir eine trennung so schwer wie möglich machen würde. die trennung von der kindsmutter seines ältesten kindes hat viel porzellan bei ihm zerbrochen - leider ist er emotional nicht daran gewachsen...

soll ich jetz schonmal zum jugendamt gehen und um unterstützung fragen. oder die wohngeldstelle fragen, ob mir wasw zustehen würde?
oder soll ich "die pobacken zusammenkneifen" und hier bleiben, damit die kinder ein besseren leben haben könnten?

ich bitte um neutrale, objektive meinungen, ratschläge, anregungen. Danke.

normalerweise gebe ich keine Trennungsratschläge - aber in Deinem speziellen Fall dann doch.

Du bist für das Ländliche gar nicht geeignet. Und auch Deine Kinder werden Euch später alles andere als ''dankbar'' sein, dass sie mit Eltern aufwachsen mussten, die sich weder liebten noch mochten und einer ewig unzufriedenen Mutter versuchen mussten, es allen recht zu machen, ohne selber Spaß zu haben.
Bis die Kinder zur Schule gehen - und das ist schneller als man meint - vergehen nur wenige Jahre ihrer Kindheit - danach wird es auch für sie problematisch mit sämtlichen Unternehmungen außerhalb der Schule und dem Zuhause weitab von allem, was Spaß macht.
Und Kinder brauchen bewegliche Eltern. Die Zeiten haben sich geändert, wie jeder weiß.

Mache es Dir nicht zu bequem da wo Du bist und erkundige Dich tatsächlich über Deine Möglichkeiten. Warte nicht zu lange mit Deinen Entscheidungen, denn gehen wirst Du eh, das ist nur eine Frage der Zeit. Für mich liest es sich so, als wenn Deine Ehe schon gescheitert ist - also, worauf willst Du warten? Wunder geschehen fast nur im Märchen, real ist, dass man sich kümmern muss, wenn man was bestimmtes erreichen will .

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16. November 2017 um 17:35

Ein Bleiben zwecks Wohlbefinden der Kinder funktioniert nicht, wenn es Dir dabei nicht gut geht. Das hab ich schon öfter in meiner Umgebung erlebt. Was viel wichtiger ist: Du hast Angst davor abzustürzen. Das ist nicht ein Problem der Kinder, sondern Deines. Das solltest Du trennen. Wenn die Kinder - natürlich erst nach einer Zeit, wenn sich nach der Trennung alles etwas beruhigt und eingespielt hat, was leicht ein  Jahr dauern kann - sich auf Mama und Papa verlassen können, dann ist auch ihr Wohlbefinden in Ordnung. Klar hast Du finanziell echt krasse Grenzen und Einschränkungen. Aber dafür gibt es die staatlichen Hilfen. Wichtig ist, was DU wirklich willst; denn DU musst es dann durchziehen. Das kostet Kraft, aber es geht. Im übrigen musst Du ja nicht in der Nähe bleiben. Bewirb dich doch bundesweit, wenn es dann finanziell besser hinhaut. Brich auf in deine neue Welt! Die Kinder werden mitmachen.

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