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kämpfen oder aufgeben?

18. Januar um 17:53 Letzte Antwort: 20. Januar um 10:20

Hallo, ich bin neu hier und wollte gern mein ,Problem' loswerden.. da ich sonst alles mit mir allein ausmache und selten mit jemanden über meine Gedanken spreche.
Ich (22/w) bin seit fast 9 Jahren mit meinem Freund (24/m) zusammen. Wir wohnen seit knapp 3 Jahren zusammen und das funktioniert auch bis auf ein paar Kleinigkeiten gut. Nun zu meinen Gedanken.. angefangen hat es Ende 2019 wo ich das Gefühl hatte, nicht mehr glücklich zu sein. Irgendwie hab ich nur noch das negative gesehen und war nicht mehr zufrieden mit mir bzw. mit unsere Beziehung. Das ging über ein paar Monate, wo ich alles in mich hinein gefressen habe und mit niemanden darüber gesprochen habe. Wenn ich allein war, habe ich geweint und wusste aber auch nicht genau, warum ich nicht mehr zufrieden bin und was mir fehlt. Nach ein paar Monaten war das Gefühl weg und die Beziehung lief wieder super, ich muss auch dazu sagen, dass wir uns wirklich sehr wenig streiten und uns auch  blind verstehen. Letztes Jahr im September hatte ich wieder das Gefühl, dass es nicht mehr läuft, mir was fehlt und ich mich trennen will. Das habe ich dann so lange wieder in mich hinein gefressen, sodass ich vor ihm aufeinmal angefangen habe zu weinen und dann habe ich ihm es auch erzählt. Das ich momentan nicht glücklich bin, ich aber nicht weiß woran es liegt. Daraufhin ist er für ein paar Tage zu einem Kumpel gezogen. Als ich allein zuhause war, war ich auf einer Seite befreit aber auf der anderen hat was gefehlt. Nachdem er wieder Nachhause kam haben wir darüber gesprochen, was wir ändern können bzw woran es liegt. Wir haben schnell herausgefunden das wir mehr miteinander über unsere Beziehung sprechen müssen. Das haben wir uns auch versprochen aber haben es nie eingehalten. Nach ein paar Wochen war wieder alles in Ordnung und jetzt seit ein paar Tagen habe ich wieder dieses Gefühl mich trennen zu wollen nur ich weiß einfach nicht warum. Was mir fehlt oder ob ich Angst habe was zu verpassen ... ich bin einfach ratlos
vielleicht kennt jemand von euch das Gefühl?

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18. Januar um 18:04

Ich glaube, du entliebst dich.

Dass er dir gefehlt hat, hast du als Liebe fehlinterpretiert.

Dass ist alleine die Gewohnheit, die Angst vor dem Neuen Unbekannten, die dich von einer Trennung abhält.

Man braucht keinen Grund, warum man unglücklich ist, wenn die Liebe verschwindet, ist das automatisch der Fall.

Ich bin mit meinem Eheman auch zusammen, seit wir 14 sind und ich kann verstehen, wie es sich anfühlt jemanden zu verlassen, mit dem man erwachsen geworden ist.

Aber das Leben steht nicht still und jeder entwickelt sich weiter. Manchmal leider nicht gemeinsam, sondern in unterschiedliche Richtungen.

Du solltest mit deinem Partner reden. Nach so langer Zeit sollte man das gemeinsam verarbeiten und nicht den Partner vor vollendeten Tatsachen setzen, weil man alles mit sich selber ausgemacht hat.

Ihr wart lange ein Team, seid es auch bei einer Trennung.

Vor den Schmerzen kannst du ihn nicht bewahren aber vor einem Beziehungstrauma.

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18. Januar um 18:18

Da hast du Recht.
Nur bring ich die Trennung nicht übers Herz, weil ich keine richtigen Gründe habe. Ich kann mir das nicht erklären und will uns immer wieder eine Chance geben aber weiß auch, dass ich mich dadurch innerlich weiter kaputt mache.. ich habe es nie gelernt, mit Menschen über meine Probleme bzw Gedanken zusprechen und es fällt mir unglaublich schwer, auf ihn zuzugehen und das Thema anzusprechen.

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18. Januar um 18:32
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Da hast du Recht.
Nur bring ich die Trennung nicht übers Herz, weil ich keine richtigen Gründe habe. Ich kann mir das nicht erklären und will uns immer wieder eine Chance geben aber weiß auch, dass ich mich dadurch innerlich weiter kaputt mache.. ich habe es nie gelernt, mit Menschen über meine Probleme bzw Gedanken zusprechen und es fällt mir unglaublich schwer, auf ihn zuzugehen und das Thema anzusprechen.

Dass man jemanden nicht mehr liebt, ist doch der größte und bezeichnenste Grund überhaupt.

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18. Januar um 18:32
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Da hast du Recht.
Nur bring ich die Trennung nicht übers Herz, weil ich keine richtigen Gründe habe. Ich kann mir das nicht erklären und will uns immer wieder eine Chance geben aber weiß auch, dass ich mich dadurch innerlich weiter kaputt mache.. ich habe es nie gelernt, mit Menschen über meine Probleme bzw Gedanken zusprechen und es fällt mir unglaublich schwer, auf ihn zuzugehen und das Thema anzusprechen.

Wie habt ihr denn neun Jahre eine Beziehung geführt, ohne über Probleme zu sprechen?

Hast du sie immer unter den Teppich gekehrt ?

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18. Januar um 18:57
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Dass man jemanden nicht mehr liebt, ist doch der größte und bezeichnenste Grund überhaupt.

Aber wenn er nicht da ist, vermisse ich ihn und warte sehnsüchtig bis er kommt. Das tut man doch nicht, wenn man jemanden nicht liebt ? dann würde die Phase doch länger bzw. für immer anhalten. Das es immer wieder Zeiten gibt, wo ich glücklich in der Beziehung bin, das macht mich ratlos. 

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18. Januar um 18:59
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Wie habt ihr denn neun Jahre eine Beziehung geführt, ohne über Probleme zu sprechen?

Hast du sie immer unter den Teppich gekehrt ?

Wenn wir uns mal gestritten haben, dann kamen die ganzen Sachen hoch, die einen immer gestört haben. Dann hat man darüber gesprochen und überlegt wie wir es ändern können. Aber es kam nie einer auf den anderen zu um über das Problem zusprechen.

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18. Januar um 20:46
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Hallo, ich bin neu hier und wollte gern mein ,Problem' loswerden.. da ich sonst alles mit mir allein ausmache und selten mit jemanden über meine Gedanken spreche.
Ich (22/w) bin seit fast 9 Jahren mit meinem Freund (24/m) zusammen. Wir wohnen seit knapp 3 Jahren zusammen und das funktioniert auch bis auf ein paar Kleinigkeiten gut. Nun zu meinen Gedanken.. angefangen hat es Ende 2019 wo ich das Gefühl hatte, nicht mehr glücklich zu sein. Irgendwie hab ich nur noch das negative gesehen und war nicht mehr zufrieden mit mir bzw. mit unsere Beziehung. Das ging über ein paar Monate, wo ich alles in mich hinein gefressen habe und mit niemanden darüber gesprochen habe. Wenn ich allein war, habe ich geweint und wusste aber auch nicht genau, warum ich nicht mehr zufrieden bin und was mir fehlt. Nach ein paar Monaten war das Gefühl weg und die Beziehung lief wieder super, ich muss auch dazu sagen, dass wir uns wirklich sehr wenig streiten und uns auch  blind verstehen. Letztes Jahr im September hatte ich wieder das Gefühl, dass es nicht mehr läuft, mir was fehlt und ich mich trennen will. Das habe ich dann so lange wieder in mich hinein gefressen, sodass ich vor ihm aufeinmal angefangen habe zu weinen und dann habe ich ihm es auch erzählt. Das ich momentan nicht glücklich bin, ich aber nicht weiß woran es liegt. Daraufhin ist er für ein paar Tage zu einem Kumpel gezogen. Als ich allein zuhause war, war ich auf einer Seite befreit aber auf der anderen hat was gefehlt. Nachdem er wieder Nachhause kam haben wir darüber gesprochen, was wir ändern können bzw woran es liegt. Wir haben schnell herausgefunden das wir mehr miteinander über unsere Beziehung sprechen müssen. Das haben wir uns auch versprochen aber haben es nie eingehalten. Nach ein paar Wochen war wieder alles in Ordnung und jetzt seit ein paar Tagen habe ich wieder dieses Gefühl mich trennen zu wollen nur ich weiß einfach nicht warum. Was mir fehlt oder ob ich Angst habe was zu verpassen ... ich bin einfach ratlos
vielleicht kennt jemand von euch das Gefühl?

Hast du mal dran gedacht, dich mit Frauen zu unterhalten, die auf reichlich Erfahrung im Leben zurückgreifen können, auch in Heirat, Liebe und Beziehung.
So zwischen 60 und 80 Jahre alt. Ist ernst gemeint, kein witz.

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19. Januar um 17:20
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Hallo, ich bin neu hier und wollte gern mein ,Problem' loswerden.. da ich sonst alles mit mir allein ausmache und selten mit jemanden über meine Gedanken spreche.
Ich (22/w) bin seit fast 9 Jahren mit meinem Freund (24/m) zusammen. Wir wohnen seit knapp 3 Jahren zusammen und das funktioniert auch bis auf ein paar Kleinigkeiten gut. Nun zu meinen Gedanken.. angefangen hat es Ende 2019 wo ich das Gefühl hatte, nicht mehr glücklich zu sein. Irgendwie hab ich nur noch das negative gesehen und war nicht mehr zufrieden mit mir bzw. mit unsere Beziehung. Das ging über ein paar Monate, wo ich alles in mich hinein gefressen habe und mit niemanden darüber gesprochen habe. Wenn ich allein war, habe ich geweint und wusste aber auch nicht genau, warum ich nicht mehr zufrieden bin und was mir fehlt. Nach ein paar Monaten war das Gefühl weg und die Beziehung lief wieder super, ich muss auch dazu sagen, dass wir uns wirklich sehr wenig streiten und uns auch  blind verstehen. Letztes Jahr im September hatte ich wieder das Gefühl, dass es nicht mehr läuft, mir was fehlt und ich mich trennen will. Das habe ich dann so lange wieder in mich hinein gefressen, sodass ich vor ihm aufeinmal angefangen habe zu weinen und dann habe ich ihm es auch erzählt. Das ich momentan nicht glücklich bin, ich aber nicht weiß woran es liegt. Daraufhin ist er für ein paar Tage zu einem Kumpel gezogen. Als ich allein zuhause war, war ich auf einer Seite befreit aber auf der anderen hat was gefehlt. Nachdem er wieder Nachhause kam haben wir darüber gesprochen, was wir ändern können bzw woran es liegt. Wir haben schnell herausgefunden das wir mehr miteinander über unsere Beziehung sprechen müssen. Das haben wir uns auch versprochen aber haben es nie eingehalten. Nach ein paar Wochen war wieder alles in Ordnung und jetzt seit ein paar Tagen habe ich wieder dieses Gefühl mich trennen zu wollen nur ich weiß einfach nicht warum. Was mir fehlt oder ob ich Angst habe was zu verpassen ... ich bin einfach ratlos
vielleicht kennt jemand von euch das Gefühl?

Auf keinen Fall alles hinwerfen, solange du nicht weißt, warum du unzufrieden bist!

Du weißt nicht, ob du das, was du hast, jemals wieder bekommst.

Was Gewohnheit wird, verliert an Reiz. Deshalb ist die richtige Dosierung wichtig. Jeden Tag 3x deine Lieblingsspeise und nach einer Woche ist es nicht mehr dein Lieblingsspeise.

Auch das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz ist wichtig. Das muss man immer wieder neu austarieren. Niemals der Gewohnheit überlassen.

Kleine Ziele sind wichtig, die man sich gemeinsam erfüllt. Kinder, Familie, Hobbys, Eigentumswohnung, Haus, Traumreise.

Miteinander Reden. Plaudern, Rumblödeln, Rollenspiele, Rätsel aufgeben.
Und auch ernsthaft und zielorientiert. Gespräche, wo man sich vorher überlegt, was dabei herauskommen soll. Gespräche, die fortgeführt werden.

Zu viel Harmonie ist nicht ideal. Ein wenig Konfrontation, Kritik, Widerspruch sind wichtig, um voranzukommen. Und die Hormone anzuregen.

Wenn du gar nicht selbst herausfindest, woran es liegt, dann holt euch Hilfe und Beratung.

Viel Glück!

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19. Januar um 18:53
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Da hast du Recht.
Nur bring ich die Trennung nicht übers Herz, weil ich keine richtigen Gründe habe. Ich kann mir das nicht erklären und will uns immer wieder eine Chance geben aber weiß auch, dass ich mich dadurch innerlich weiter kaputt mache.. ich habe es nie gelernt, mit Menschen über meine Probleme bzw Gedanken zusprechen und es fällt mir unglaublich schwer, auf ihn zuzugehen und das Thema anzusprechen.

Aber stell dir mal vor wie dein Partner sich fühlt mit diesem ewigen hin und her verletzt du ihn auch,und dann ist er mal wirklich für immer weg und du bereust es

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19. Januar um 21:03
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Auf keinen Fall alles hinwerfen, solange du nicht weißt, warum du unzufrieden bist!

Du weißt nicht, ob du das, was du hast, jemals wieder bekommst.

Was Gewohnheit wird, verliert an Reiz. Deshalb ist die richtige Dosierung wichtig. Jeden Tag 3x deine Lieblingsspeise und nach einer Woche ist es nicht mehr dein Lieblingsspeise.

Auch das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz ist wichtig. Das muss man immer wieder neu austarieren. Niemals der Gewohnheit überlassen.

Kleine Ziele sind wichtig, die man sich gemeinsam erfüllt. Kinder, Familie, Hobbys, Eigentumswohnung, Haus, Traumreise.

Miteinander Reden. Plaudern, Rumblödeln, Rollenspiele, Rätsel aufgeben.
Und auch ernsthaft und zielorientiert. Gespräche, wo man sich vorher überlegt, was dabei herauskommen soll. Gespräche, die fortgeführt werden.

Zu viel Harmonie ist nicht ideal. Ein wenig Konfrontation, Kritik, Widerspruch sind wichtig, um voranzukommen. Und die Hormone anzuregen.

Wenn du gar nicht selbst herausfindest, woran es liegt, dann holt euch Hilfe und Beratung.

Viel Glück!

Das hast du schön geschrieben. 
Wir haben heute nochmal miteinander gesprochen und er möchte unsere Beziehung nicht einfach so aufgeben, bevor ich nicht weiß was mit mir los ist. Er hat vorhin seine Sachen gepackt und ist erstmal für ein paar Tage zu seinem Bruder, damit ich wenn ich allein bin mir über meine Gefühle klar werden kann. Es war ein absoluter scheiß Moment zu sehen wie er seine Sachen packt und geht. Nun sitze ich hier und fühle mich völlig leer und hilflos ..

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19. Januar um 21:37
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Das hast du schön geschrieben. 
Wir haben heute nochmal miteinander gesprochen und er möchte unsere Beziehung nicht einfach so aufgeben, bevor ich nicht weiß was mit mir los ist. Er hat vorhin seine Sachen gepackt und ist erstmal für ein paar Tage zu seinem Bruder, damit ich wenn ich allein bin mir über meine Gefühle klar werden kann. Es war ein absoluter scheiß Moment zu sehen wie er seine Sachen packt und geht. Nun sitze ich hier und fühle mich völlig leer und hilflos ..

"Nun sitze ich hier und fühle mich völlig leer und hilflos ... "

Du kannst etwas tun, damit du dich nicht hilflos fühlst.

Lass die Gedanken durch die Vergangenheit gleiten. Welche schönen Momente falle dir ein, und welche negativen Momente?

Dann werden dir Lücken auffallen, z.B. Fragen, die nie gestellt und nie beantwortet wurden. Schreibe diese unklaren Dinge auf. Du kannst deinen Freund bitten, das Gleiche zu tun.

Stell dir vor, eure Beziehung ist ein Puzzle. Es wird viele weiße Stellen geben. Aber ihr habt die Chance, diese Puzzlestücke zu finden.

Man tut so etwas leider oft erst, wenn es zu spät ist. Aber dann gibt es niemanden mehr, den man fragen kann.

 

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20. Januar um 9:06
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Hallo, ich bin neu hier und wollte gern mein ,Problem' loswerden.. da ich sonst alles mit mir allein ausmache und selten mit jemanden über meine Gedanken spreche.
Ich (22/w) bin seit fast 9 Jahren mit meinem Freund (24/m) zusammen. Wir wohnen seit knapp 3 Jahren zusammen und das funktioniert auch bis auf ein paar Kleinigkeiten gut. Nun zu meinen Gedanken.. angefangen hat es Ende 2019 wo ich das Gefühl hatte, nicht mehr glücklich zu sein. Irgendwie hab ich nur noch das negative gesehen und war nicht mehr zufrieden mit mir bzw. mit unsere Beziehung. Das ging über ein paar Monate, wo ich alles in mich hinein gefressen habe und mit niemanden darüber gesprochen habe. Wenn ich allein war, habe ich geweint und wusste aber auch nicht genau, warum ich nicht mehr zufrieden bin und was mir fehlt. Nach ein paar Monaten war das Gefühl weg und die Beziehung lief wieder super, ich muss auch dazu sagen, dass wir uns wirklich sehr wenig streiten und uns auch  blind verstehen. Letztes Jahr im September hatte ich wieder das Gefühl, dass es nicht mehr läuft, mir was fehlt und ich mich trennen will. Das habe ich dann so lange wieder in mich hinein gefressen, sodass ich vor ihm aufeinmal angefangen habe zu weinen und dann habe ich ihm es auch erzählt. Das ich momentan nicht glücklich bin, ich aber nicht weiß woran es liegt. Daraufhin ist er für ein paar Tage zu einem Kumpel gezogen. Als ich allein zuhause war, war ich auf einer Seite befreit aber auf der anderen hat was gefehlt. Nachdem er wieder Nachhause kam haben wir darüber gesprochen, was wir ändern können bzw woran es liegt. Wir haben schnell herausgefunden das wir mehr miteinander über unsere Beziehung sprechen müssen. Das haben wir uns auch versprochen aber haben es nie eingehalten. Nach ein paar Wochen war wieder alles in Ordnung und jetzt seit ein paar Tagen habe ich wieder dieses Gefühl mich trennen zu wollen nur ich weiß einfach nicht warum. Was mir fehlt oder ob ich Angst habe was zu verpassen ... ich bin einfach ratlos
vielleicht kennt jemand von euch das Gefühl?

Hallo Clara, heiße Ronny, bin fitte 61 u. habe viel in meinem intensiven Leben u. in div. Beziehungen erlebt. Du hast viel über Dich u. Dein Problem geschrieben,
aber kaum etwas über das Verhalten Deines Freundes u. Euer Miteinander etc...
Weiß für einen Ratschlag also zu wenig u. will dafür auch nichts hinterfragen.Die  bish.AW sind z.T. zwar richtig, zur Problem-Lösung aber nur bedingt hilfreich.Die
Entscheidung kannst nur Du allein treffen, wenn Du ausreichende Klarheit hast.
Vielleicht hilft es, wenn Du Dir mal die folg.Fragen stellst. Die wichtigste vorab: 
Jede Bezieh.klappt langfr. nur, wenn die 3 übergeordneten Eckpfeiler bestehen:
---Freundschaft, Respekt u. Leidenschaft! Fehlt einer, geht jede Bezieh. kaputt!

Falls trotzdem unsicher, hier e.p. weitere, evt. hilfreiche Fragen zur  Klarheit:::
---Habt Ihr nach all den Jahren immer noch regelm. guten Sex (ca.1-2 x p.Wo.)?
---Weiß er was Du besonders magst, geht darauf ein o. fragt danach? Du bei ihm
    auch? Gibt es auch mal Abwechslung o.Neues dabei o. immer nur Standard?
---Seid Ihr vor Corona am WE überw. zus. o. Dein Freund allein ausgeg.(Disko)?
---Hast Du Dich vor Corona auch mal mit Freundinen zum Ausgehen getroffen?
---Habt Ihr den gemeinsamen Wunsch irgendwann einmal Kinder zu haben ?
---Was schätzt Du an Deinem Freund besonders u.was nicht? Bitte aufschreiben!
---Was tust Du um ihm zu gefallen (Schminken, Spontan-Sex, Ihn mit Dessous in
    unauffällig aufreizenden Posen zu reizen etc.) Fällt es ihm dann auf o. nicht? 
---Geht Ihr ab u. an auch mal gemeins. in guter Stimmung z. Schoppen ins EKZ?
---Wann hat er Dich das letzte Mal mit Blumen o. einem Geschenk überrascht?
--- Könnt ihr zusammen lustig sein u. herzlich Lachen oder nur ganz selten mal?
---Hast Du volles Vertrauen in seine Treue o. hast Du gelegentlich auch mal
    Grund daran -- also berechtigt u. nicht aus normaler Eifersucht --zu zweifeln? 
---Wie war Euer Miteinander i.d. bisherigen Urlauben? Mit viel Gemeinsamkeit u.
    Spaß-war also immer schön o. macht jeder eher s. eig.Ding / geht s.eig. Weg?

Neun Jahre sind eine lange Zeit. Das Ihr in dem zurückliegendem Alter bis ca.18  als m. u. w. unterschiedliche Entwicklungsstufen durchlebt habt, ist klar. Doch dass Ihr heute immer noch zusammen seid, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern hat schon seine Gründe u. basiert auf vielen Gemeinsamkeiten. Eine Trennung wäre daher schade und sollte / will natürlich gut überlegt sein. Etwas
Neues zu finden ist in Eurem Alter kein Problem u. hat auch immer seinen Reiz.
Der Teller ist rund. Mehr als 75 v.100 % füllt keiner aus. Die 75 % sind bei jedem anders verteilt. Bei dem einen fehlt ein Teil des bisher gewohnten, dafür hat er   
einen anderen, ungewohnten Teil der vorerst einen Reiz haben kann, da neu. 
Ob das Neue das Gewohnte langfr. ausgleichen kann, ist fraglich u. schwierig. 

Fazit: Wer die Kernfrage, dass alle 3 übergeordneten Eckpfeiler in der Beziehung noch vorhanden sind - eindeutig mit "ja" beantworten kann - sollte glücklich sein und sich nicht weiter mit der Frage einer Trennung beschäftigen! Sollten es nur 2 Eckpfeiler sein u. da sich der 3.te kaum wieder herstellen lässt, sollte man sich unverzüglich trennen! Fakt ist zu 100 %, dass es dann über kurz o. lang in jedem Fall zu einer unvermeidbaren Trennung kommen wird, wodurch jeder weitere Aufschub verlorene Zeit wäre. Ob meine älteren Brüder, ein Teil meiner Freunde oder ich etc.. - haben das in über 30 Fällen noch nie anders erlebt! Ein vor 35 J. gelesenes Buch darüber gibt es ebenfalls.Titel bei Interesse gern auf Nachfrage. 

Hoffe Dir hiermit etwas geholfen zu haben u. dass Du Dich richtig entscheidest.
Mit besten Grüßen  --   Ronny aus Hamburg
 

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20. Januar um 10:11
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Auf keinen Fall alles hinwerfen, solange du nicht weißt, warum du unzufrieden bist!

Du weißt nicht, ob du das, was du hast, jemals wieder bekommst.

Was Gewohnheit wird, verliert an Reiz. Deshalb ist die richtige Dosierung wichtig. Jeden Tag 3x deine Lieblingsspeise und nach einer Woche ist es nicht mehr dein Lieblingsspeise.

Auch das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz ist wichtig. Das muss man immer wieder neu austarieren. Niemals der Gewohnheit überlassen.

Kleine Ziele sind wichtig, die man sich gemeinsam erfüllt. Kinder, Familie, Hobbys, Eigentumswohnung, Haus, Traumreise.

Miteinander Reden. Plaudern, Rumblödeln, Rollenspiele, Rätsel aufgeben.
Und auch ernsthaft und zielorientiert. Gespräche, wo man sich vorher überlegt, was dabei herauskommen soll. Gespräche, die fortgeführt werden.

Zu viel Harmonie ist nicht ideal. Ein wenig Konfrontation, Kritik, Widerspruch sind wichtig, um voranzukommen. Und die Hormone anzuregen.

Wenn du gar nicht selbst herausfindest, woran es liegt, dann holt euch Hilfe und Beratung.

Viel Glück!

Das sehe ich auch so. Planlos die Reisleine ziehen, hilft nicht weiter. Jedes Gefühl hat einen Ursprung! Solange man diesen Ursprung nicht kennt ist man Zeit seines Leben Sklave seiner Gefühle. Denn viele Gefühle haben eine zweifelhafte Herkunft und stammen aus Erfahrungen aus der Kindheit. Versuch herauszufinden was dich bewegt. Wenn es dir nicht selbst gelingt, such dir einen Fragesteller, der dich du gezielte Fragen zum Ziel führt.

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20. Januar um 10:20

Hallo Ronny, danke für deine schönen Worte. Die geben mir Mut und Zuversicht. Mein Freund ist natürlich ratlos und weiß nicht was er dagegen tun soll. Da ich ihm auch keine Gründe nennen kann, woran es liegt. Er möchte unsere beziehung nicht einfach so hinwerfen und hat mir jetzt ein paar Tage Zeit gegeben um über meine Gefühle klar zu werden. Vielleicht ist es auch die Gesamtsituation mit der ich momentan nicht klar komme. Ich bin nur im homeoffice, erlebe nichts mehr und fange dadurch an zu grübeln. Ich bin auch so ein Mensch der alles planen will und unter Kontrolle haben möchte. Aber ich kann nun mal mein Leben nicht planen, es kommt wie es kommen soll und das kann ich gerade schwer akzeptieren, das ich darüber keine Kontrolle habe. 

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