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Kalte Füsse vor der Hochzeit wegen seinem "Lebensstandard"

13. März 2017 um 15:48

Hallo!

Mein "Problem" ist für viele wahrscheinlich jammern auf hohen Nivau - aber dennoch werde ich es hier einmal schildern.

Mein Freund und ich wollen im Juli heiraten. Wir lieben uns - aber die Hochzeit hatte auch ganz praktische Gründe - ein Visum für mich (was sich inzwischen erledigt hat, weil ich so ein Visum bekommen habe) - und eine ungeplante aber nicht ungewollte Schwangerschaft - und daher mehr absicherung für das Kind.

Ich liebe ihn wirklich - und er mich - aber mir wird leider immer mehr bewusst, in was für eine Familie ich da einheiraten will - und das macht mir zunehmend Angst. Um es kurz zu sagen: Seine Familie hat Geld & Einfluss - und dass nicht zu wenig. Er hat mich nie belogen, aber auch nie wirklich darüber gesprochen - so dass mir alles erst jetzt bewusst wird.

Ich weiss wirklich nicht, ob das meine Welt ist... ich habe ihn jetzt zo ein paar Events begleitet - so Fundraiser oder Charity Dinger - und ich habe mich da so unwohl gefühlt. Ich kann mit den Frauen, zumindest mit vielen, nicht wirklich reden - weil es einfach nicht meine Welt ist. Die Frauen sind nicht dumm, ganz und gar nicht, aber haben einen ganz anderen Altag als ich. Klar, ich mache mich gerne mal zurrecht - aber dieses TamTam geht mir schon auf den Geist... ich sitze eben lieber in Jeans in einer Bar und trink ein Bier (also gerade her nicht )

Dazu kommt - ich habe einen guten Job, auf den ich stolz bin - und der auch nicht schlecht bezahlt ist. Allerdings bin ich Wissenschaftlerin - was mir ein sehr gute Leben erlaubt - aber ich werde niemals auch nur in die Nähe dieses Reichtums kommen. Das heisst, um das Leben, das er führt, mit ihm führen zu können, bin ich auf sein Geld angewiesen. Es ist aber eben keine Aschenputtel Story...

Das klingt blöd - ich würde mir z.B. nie ein Kleid für 2000$ kaufen - aber auf diesen "Event" wirkt man sonst eben schnell billig... (ich würde mir auch nie eine Karte für so was kaufen) - und so kam ich mir auch vor, als ich mit meinem Discount-Kleidchen da war, was meiner Meinung nach toll aussah - aber ein paar nicht so nette Kommentare bekommen hat.(sanach habe ich mir Kleider ausgeliehen).

Oder die Hochzeit - ich habe jetzt einen "Weddingplaner" - und das ganze wird ziemlich gross und Edel - das ist einfach nicht meine Welt.. ich komme mir vor wie im falschen Film.

Der normale "Alltag" läuft bei uns super und auch völlig normal, ich kann so kaputte Jeans tragen wie ich will - meinen Freund stört das gar nicht - aber wenn ich ihn heirate, habe ich eben auch gewisse "Soziale verpflichtungen" und muss ich zumindest ab und an in dieser Welt zurrecht finden ...



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13. März 2017 um 15:58

Hast Du das alles mal mit Deinem Verlobten besprochen?

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13. März 2017 um 16:20

Wie unwohl fühlst du dich denn? Ich kenne diese Welt sehr gut von früher und bin, wie du in der Wissenschaft tätig. Bälle, Charity, Empfänge beim Botschafter, ectr, ich kenn das sehr gut, aber es hat mir nie groß was ausgemacht. Dann hab ich mich halt für einen Abend aufgemaschelt und unverbindlichen Small Talk geredet, später drüber gelästert und bin weiter meiner wissenschaftlichen Arbeit nachgegangen. Mittlerweile etwas seltener, aber es kommt hin und wieder noch vor. Für mich war immer wichtig, nicht selbst so zu werden und mich innerlich zu distanzieren. Die ganze Ehe und Beziehung in Frage zu stellen ist eine große Sache, für mich war es immer klar, ich bleibe ich und werde kein Louis Vuitton Weibchen ( wie ich sie insgeheim nenne), deswegen kann ich das ganze mit einer gewissen Lockerheit sehen. Du solltest mal mit deinem Verlobten reden, wie er sich das vorstellt und wie seine Meinung dazu ist. Er will ja dich als Wissenschaftlerin heiraten und kein Vorzeige-Weibchen, das hätte er in seinen Kreisen locker finden können. Da gäbe es genügend, die in St.Tropez drauf warten auf die Jacht mitgenommen zu werden. Höchstwahrscheinlich schätzt er aber gerade das andere an dir und das du nicht so bist. Also müsst ihr da wirklich drüber reden, wie das in Zukunft aussehen soll.

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13. März 2017 um 16:25
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Hast Du das alles mal mit Deinem Verlobten besprochen?

Ja sicher - und er versteht mich in einer gewissen weiese.

Er ist eben selber nicht so ein grosser Freund von solchen Events - aber für ihn sind es auch gewisse "Verpflichtungen", die er wegen seiner Familie hat - und wo er nicht drum herum kommt. Er würde mich auch nie "zwingen" zu so etwas mitzukommen - aber es gehört eben dazu. 

Er hatte wohl eine sehr rebellische Jugend - viele Freundinnen - und dabei auch so einige, wo die "Cinderella" Story besser gepasst hätte - wahrscheinlich ist seine Mutter deswegen so begeistert von mir - sie ist übrigens die Person, mit der ich am besten drüber reden kann, weil sie es ziemlich gut nachvollziehen kann - und sie ist es auch, die mir Tipps gibt, wie ich besser zurrecht komme.

Er baut keinen Fruck auf  - es ist eher so, dass ich meinen "Job" als Ehefrau auch gut machen will - eben weil ich diesen Mann liebe. 

Wir haben viel über meine Zukunft geredet - und es wäre ihm z.B. sehr unrecht, wenn ich meinen Job aufgegen würde - er sagt immer, sein Traum wäre es, irgendwann mal morgens neben einer Professorin aufzuwachen - was sich auch mit meinen Träumen deckt. Er glaubt auch, dass die Gegensätze, die wir haben, uns beiden gut tun - und ich ihn gelegentlich auf den Boden hole. 

Er will in die Politik - was eben mehr solcher Events als derzeit bedeuten würde... darum sind meine Bedenken gewachsen. 

Unser normales Leben ist derzeit gar nicht so unterschiedlich. Wir haben beide einen Job und arbeiten viel - haben beide nette Wohnungen in der Stadt gehabt, bevor wir zusammen gezogen sind - und die waren keine 10 minuten auseinander.  Kennengelernt haben wir uns in einer Bar, die wir beide regelmässig besuchen - und gehen auch, wenn es gerade nichts berfuliches von ihm ist, in die gleichen Resturants. Wenn es nach ihm gehen würde, hätten wir z.B. auch ganz klein geheirtatet - allerdings besteht sein Vater darauf - er sieht so eine Hochzeit eben auch als sozial-politisches Event. 

Ich glaube, sein Vater ist mein grösstes Problem - ich hatte bei unserem ersten Treffen schon das Gefühl, dass er  mich gleich auf meine "politische" Tauglichkeit getestet hat - ich habe bestannend. Aber ein Satz wie  : "Oh, eine Wissenschaftlerin ist eine gute Ergänzung für die Familie, interessant aber nicht billig" - ist eben nicht der Traum, den man von deinem Schwiegervater höhren will  
 

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13. März 2017 um 16:42
In Antwort auf ticktack123

Ja sicher - und er versteht mich in einer gewissen weiese.

Er ist eben selber nicht so ein grosser Freund von solchen Events - aber für ihn sind es auch gewisse "Verpflichtungen", die er wegen seiner Familie hat - und wo er nicht drum herum kommt. Er würde mich auch nie "zwingen" zu so etwas mitzukommen - aber es gehört eben dazu. 

Er hatte wohl eine sehr rebellische Jugend - viele Freundinnen - und dabei auch so einige, wo die "Cinderella" Story besser gepasst hätte - wahrscheinlich ist seine Mutter deswegen so begeistert von mir - sie ist übrigens die Person, mit der ich am besten drüber reden kann, weil sie es ziemlich gut nachvollziehen kann - und sie ist es auch, die mir Tipps gibt, wie ich besser zurrecht komme.

Er baut keinen Fruck auf  - es ist eher so, dass ich meinen "Job" als Ehefrau auch gut machen will - eben weil ich diesen Mann liebe. 

Wir haben viel über meine Zukunft geredet - und es wäre ihm z.B. sehr unrecht, wenn ich meinen Job aufgegen würde - er sagt immer, sein Traum wäre es, irgendwann mal morgens neben einer Professorin aufzuwachen - was sich auch mit meinen Träumen deckt. Er glaubt auch, dass die Gegensätze, die wir haben, uns beiden gut tun - und ich ihn gelegentlich auf den Boden hole. 

Er will in die Politik - was eben mehr solcher Events als derzeit bedeuten würde... darum sind meine Bedenken gewachsen. 

Unser normales Leben ist derzeit gar nicht so unterschiedlich. Wir haben beide einen Job und arbeiten viel - haben beide nette Wohnungen in der Stadt gehabt, bevor wir zusammen gezogen sind - und die waren keine 10 minuten auseinander.  Kennengelernt haben wir uns in einer Bar, die wir beide regelmässig besuchen - und gehen auch, wenn es gerade nichts berfuliches von ihm ist, in die gleichen Resturants. Wenn es nach ihm gehen würde, hätten wir z.B. auch ganz klein geheirtatet - allerdings besteht sein Vater darauf - er sieht so eine Hochzeit eben auch als sozial-politisches Event. 

Ich glaube, sein Vater ist mein grösstes Problem - ich hatte bei unserem ersten Treffen schon das Gefühl, dass er  mich gleich auf meine "politische" Tauglichkeit getestet hat - ich habe bestannend. Aber ein Satz wie  : "Oh, eine Wissenschaftlerin ist eine gute Ergänzung für die Familie, interessant aber nicht billig" - ist eben nicht der Traum, den man von deinem Schwiegervater höhren will  
 

Ich habe gerade deinen alten thread vom
Januar durchgelesen und jetzt diesen. 

Herzlichen Glückwunsch erstmal zur Schwangerschaft  -
und zum Visum!
Dann fällt die Frage des Aufenthaltes also schon mal weg als ein Heiratsgrund!

Ich kann verstehen, dass dir diese fremde Welt ein bisschen Angst macht als junge Frau. Aber du schreibst auch, dass deine zukünftige Schwiegerma dir zugetan ist und Hilfestellung gibt. 

Nimm das ruhig oft in Anspruch. 
Ich denke, du wächst auch in deine Rolle hinein, zumal ihr ja unter euch recht normal lebt. 

Und natürlich könntest du es bedeutend schlechter getroffen haben!

Genieße einfach dein Leben und freu dich aufs Baby. 
Das wird dann ja wohl die besten Startbedingungen haben. 

Ich hoffe, deine Eltern haben inzwischen eingelenkt unf kommen zur Hochzeit! Das sollten sie unbedingt. 

ALLES GUTE!

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13. März 2017 um 16:43

Natürlich haben wir einen Ehevertrag - alles andere wäre ziemlich dumm.

Ich habe mir einen Anwalt genommen - den ich selber bezahle - und der von der "anderen" Partei ist - und den mein Zukünftiger nicht leiden kann.  Ich würde nie ohne Ehevertrag heiraten. Und bevor das Ding unterschrieben wird, wird ein weiterer Anwalt drüber schauen. Seine Mutter hat mir geraten, es so zu machen. 

Un ehrlich gesagt ist mir ein Tesla-Buggy lieber, als ein Kind in der Chicagoer South-Side aufzuziehen.  Aber ich habe da als Mutter auch noch mal ein Wort mitzureden.. es ist ja nicht so, dass mein Mann mir alles aufzwingt. 

über unsere Vorstellung von Kindererziehung haben wir ziemlich lange geredet - und bis auf ein paar Kleinigkeiten, sind wir uns da ziemlich einig. 
 

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13. März 2017 um 16:45

Na ja, ich würde ihn ohne jedes Zögern heiraten und mir die Situation
zunutze machen. Aber ich spreche halt aus der Sicht des Alters.

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13. März 2017 um 16:52
In Antwort auf ticktack123

Hallo!

Mein "Problem" ist für viele wahrscheinlich jammern auf hohen Nivau - aber dennoch werde ich es hier einmal schildern.

Mein Freund und ich wollen im Juli heiraten. Wir lieben uns - aber die Hochzeit hatte auch ganz praktische Gründe - ein Visum für mich (was sich inzwischen erledigt hat, weil ich so ein Visum bekommen habe) - und eine ungeplante aber nicht ungewollte Schwangerschaft - und daher mehr absicherung für das Kind.

Ich liebe ihn wirklich - und er mich - aber mir wird leider immer mehr bewusst, in was für eine Familie ich da einheiraten will - und das macht mir zunehmend Angst. Um es kurz zu sagen: Seine Familie hat Geld & Einfluss - und dass nicht zu wenig. Er hat mich nie belogen, aber auch nie wirklich darüber gesprochen - so dass mir alles erst jetzt bewusst wird.

Ich weiss wirklich nicht, ob das meine Welt ist... ich habe ihn jetzt zo ein paar Events begleitet - so Fundraiser oder Charity Dinger - und ich habe mich da so unwohl gefühlt. Ich kann mit den Frauen, zumindest mit vielen, nicht wirklich reden - weil es einfach nicht meine Welt ist. Die Frauen sind nicht dumm, ganz und gar nicht, aber haben einen ganz anderen Altag als ich. Klar, ich mache mich gerne mal zurrecht - aber dieses TamTam geht mir schon auf den Geist... ich sitze eben lieber in Jeans in einer Bar und trink ein Bier (also gerade her nicht )

Dazu kommt - ich habe einen guten Job, auf den ich stolz bin - und der auch nicht schlecht bezahlt ist. Allerdings bin ich Wissenschaftlerin - was mir ein sehr gute Leben erlaubt - aber ich werde niemals auch nur in die Nähe dieses Reichtums kommen. Das heisst, um das Leben, das er führt, mit ihm führen zu können, bin ich auf sein Geld angewiesen. Es ist aber eben keine Aschenputtel Story...

Das klingt blöd - ich würde mir z.B. nie ein Kleid für 2000$ kaufen - aber auf diesen "Event" wirkt man sonst eben schnell billig... (ich würde mir auch nie eine Karte für so was kaufen) - und so kam ich mir auch vor, als ich mit meinem Discount-Kleidchen da war, was meiner Meinung nach toll aussah - aber ein paar nicht so nette Kommentare bekommen hat.(sanach habe ich mir Kleider ausgeliehen). 

Oder die Hochzeit - ich habe jetzt einen "Weddingplaner" - und das ganze wird ziemlich gross und Edel - das ist einfach nicht meine Welt.. ich komme mir vor wie im falschen Film.

Der normale "Alltag" läuft bei uns super und auch völlig normal, ich kann so kaputte Jeans tragen wie ich will - meinen Freund stört das gar nicht - aber wenn ich ihn heirate, habe ich eben auch gewisse "Soziale verpflichtungen" und muss ich zumindest ab und an in dieser Welt zurrecht finden ... 



 

damit käme ich nicht klar, das muss ich ganz ehrlich sagen.
ihr beide knickt doch jetzt schon ein. ihr wolltet beide eine kleine hochzeit, jetzt wird es ein riesending, weil der schwiegervater das ereignis für sich nutzen will.
​wie soll es dann erst werden, wenn dein mann in die politik geht? dann musst du das hübsche, aber schweigsame anhängsel sein.ich hätte davor so ein grauen.

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13. März 2017 um 16:53

Das kann gerade in den USA ziemlich schief gehen, vor allem wegen Sorgerecht für das Kind etc. Und das erst recht, wenn ich keine Staatsbürgerschaft habe.

Auch was im Falle seines Ablebens passiert, ist festgestzt (nicht nur im Testament) - was auch viel Geld im zweifel spart. 

Und naja - und es gibt nicht nur einem Thread hier, wo ich mir denke: hätte die Frau sich mal vorher Gedanken gemacht, was eine Trennung für sie Finanziell bedeutet - gerade wen Kinder im Spiel sind... 

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13. März 2017 um 17:02

Genau, deshalb hast du völlig Recht mit Heirat & Ehevertrag. 

Schau nur, dass für dich alles möglichst günstig geregelt ist. 

 

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13. März 2017 um 17:04

Bei den Karriereplänen Deines Verlobten stelle ich es mir schwer vor, wenn Du in der Jeans an der Bar Dein Bier trinkst...
Da bist Du nämlich 24/7 eine Vorzeigefrau.

Ich kenne Millionäre, die hier in Jeans durch die Stadt laufen und sich auch ihr Bier trinken, aber die stehen nicht so in der Öffentlichkeit.
Du entscheidest Dich mit Deinem zukünfitgen mehr oder weniger für ein Leben im Rampenlicht.

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13. März 2017 um 17:22

Nur weil man nicht naiv auf das beste hofft?

Ich plane sicher nicht, mich scheiden zu lassen.
Allerdings will ich auch keine von den Frauen sein, die hier hinterher im Forum herum jammern, weil sie nach x Jahren Ehe und x Euro einbussen wegen Kindererziehung dennoch ohne viel Unterhalt da stehen.

Ich liebe diesen Mann, allerdings sehe ich nur deswegen die Welt nicht in Rosarot - und ich frage mich immer, warum so viele Frauen so naiv sind und sich darüber nicht Gedanken machen. Der Ehevertrag war mein Wunsch - ich will absicherung, wenn ich demnächst erst mal 6 Monate mit der Erziehung unseres Kindes beschäftigt bin, während er weiter viel Geld verdienen kann... 

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13. März 2017 um 17:23

Du handelst richtig!

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13. März 2017 um 17:27
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Bei den Karriereplänen Deines Verlobten stelle ich es mir schwer vor, wenn Du in der Jeans an der Bar Dein Bier trinkst...
Da bist Du nämlich 24/7 eine Vorzeigefrau.

Ich kenne Millionäre, die hier in Jeans durch die Stadt laufen und sich auch ihr Bier trinken, aber die stehen nicht so in der Öffentlichkeit.
Du entscheidest Dich mit Deinem zukünfitgen mehr oder weniger für ein Leben im Rampenlicht.

Na ja, in der IT Branche - was ja zumindest mein Fachgebiet ist, ist es durchaus OK...

und klar, man steht im Rampenlicht - aber auch in der Amerikanischen öffentlichkeit werden Menschen, die aus Kunst oder Wissenschaft sind, ein paar mehr Freiheiten "zugestanden". Wenn die "Wissenschaft" dann auch noch IT ist, um so mehr (zumindest laut meiner zukünftigen Schwiegermama )

Abgesehen davon - wann ich das nächste mal ein Bier in einer Kneipe Trinke, steht noch in den Sternen - erst mal werde ich ja Mutter  

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13. März 2017 um 19:01

Ich kann nur sagen: genieß es! Solange ihr euch liebt und er zu dir steht ist alles perfekt! Und wer sagt, dass er sich so ein Leben nicht wünschen würde lügt

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13. März 2017 um 19:37
In Antwort auf jednaodmnogih

Ich kann nur sagen: genieß es! Solange ihr euch liebt und er zu dir steht ist alles perfekt! Und wer sagt, dass er sich so ein Leben nicht wünschen würde lügt

Nein, ich habe mir so ein Leben nicht gewünscht... ich habe mir z.B. noch nie so viel aus Geld gemacht - so lange ich meinen Ansprüchen entsprechend gut Leben konnte ohne jeden Cent umdrehen zu müssen... 
Mir ist es viel wichtiger, einen Sinn in dem zu sehen, was ich mache - und daran Spass zu haben. Sonst hätte ich sicher nicht den Beruf, den ich habe.

Weisst du, ich habe schon mehr als 2 mal einen Job in der Industrie angeboten bekommen, in dem ich sicher mehr als das Doppelte von dem bekomme, was ich in der Forschung verdiene. Aber für was? Finanziell hat es mir schon vorher an nichts gefehlt.

ich glaube, so lange ich weiter arbeiten kann, kann ich mich auf einen Kompromiss einstellen - wobei ich noch einmal mit ihn über seine politische Karriere/Ideen reden  muss. In den USA ist ja leider schon der Ehe-Partnet deutlich mehr im Scheinwerfer-Licht als in Deutschland... 

So lange sich aber mein Altag nicht zu sehr ändern muss (na ja, durch ein Kind wird sich das eh kaum verhindern lassen) - kann ich damit leben. Eine Beziehung heisst ja auch, Kompromisse eingehen - und er kommt ja auch zu meinen Vorträgen und Events - was ja auch weit weg von seiner Welt ist... 

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13. März 2017 um 20:15

Ich wuchs in ähnlichen Verhältnissen auf (aber um Gottes Willen nicht mal halbwegs so viel Geld, auch nicht in den USA, aber mit ähnlichen Regeln und kleineren Events wo man anwesend sein sollte und obwohl man nicht superreich ist hatte man eben so eine Umgebung wo du mal zu Cocktailparties, Hochzeiten, ecc. sollst und dich dann dementsprechend benimmst), jedoch keine Politiker obwohl man einige schon kannte und auch mal traf. Jetzt natürlich nicht den Präsident Serbien oder sowas. 

Und ich fand es ganz ok, natürlich weiß ich dass das ein ganz anderes Level ist, aber nach meinen Erfahrungen wäre mir so ein Leben OK solange mein Mann mich liebt und mich niemand schickaniert. 

Der Satz oben war weithergeholt. Natürlich will nicht jede/r so Leben. Unglücklich ausgedrückt sorry.
 

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13. März 2017 um 20:37

Liebe Ticktack,

ich kann dich gut verstehen, dass du dir in so einer Gesellschaft fehl am Platz vorkommst.
Aber wenn dein Partner zu dir steht und es ihm nicht wichtig ist, bzw. er dich nicht zwingt zu einer solchen Dame zu mutieren, wie sie dich eher abschrecken, dann geht es doch.

Ich habe ein aehnliches Problem mit den Eltern in der Schule, wo meine Kinder hingehen. Ist halt eine teure Schule (Ausland) und die meisten sind etwas "abgehoben". Richtig mitreden kann ich mit denen auch nicht, aber wir gehen trotzdem brav zu den Tagesfahrten und Treffen und Grillparties.

Nur versuche ich halt, auch viele Kontakte zu "normalen Menschen" zu halten, gerade damit meine Kinder nicht auch so "abheben" und soziales und politisches Bewusstsein herausbilden.

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13. März 2017 um 22:23

Oh man, was tust du? Ich habe mal gerade deine Themen hier überflogen. Im September gerade aus einer zehn jährigen Beziehung gekommen, im Oktober dann Hals über Kopf verliebt und im Februar schwanger geworden. Konsequenterweise dann direkt Heirat und Visiumsantrag.

Und zum Überdruss spielst du auch noch alles mit deiner Intelligenz herunter. Als wenn dich dein Doktor vor der Zukunft schützen würde...
Du bist doch einfach nur durch Liebe vernebelt und rennst von einem Fehler in den nächsten.

Wie kann man nach zwei Monaten, als halbwegs intelligenter Mensch, sagen, dass das Kind "gewollt" ist und schon mal den Ehevetrag aufsetzen? Du bist Informatikerin und gehst einfach wissenschaftlich/analytisch vor, ohne auch nur einmal richtig nachzudenken.
 

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13. März 2017 um 22:59

Ich habe schon einen guten Fang gemacht, danke der Nachfrage.

ticktack reagiert doch einfach nur die ganze Zeit ohne Abstand. Sie lebt die letzten vier Monate gefühlsmäßig auf der Überholspur. Das geht dann bis zur Hochzeit voll durch und danach...

Man kann soll es nicht glauben, aber man kann auch ein Kind unehelich "in die Welt setzen" und erst einmal einen Gang runter schalten. Wenn du es schon so ausdrücken willst.
Denn wenn jetzt alles so super schön ist, wo ist dann das Problem? Wenn man natürlich direkt beginnt, sich mit den rechtlichen und finanziellen Dingen auseinander zu setzen, dann hat schon einen faden Beigeschmack.


 

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13. März 2017 um 23:43

wenn der Mann, der gesellschaftlich über einem steht, einverstanden ist mit einer Hochzeit!

Na, das würde ja implizieren, dass die Initiative von Ihr ausgegangen ist. Ich glaube kaum, dass die konservative Seite dieser Beziehung in Deutschland sitzt. Zumal ihre Eltern vermutich immer noch nichts von ihm wissen.

Und diese gesellschaftlichen "Zwänge" - das ist in der Tat ein Luxusproblem. Denn da laufen genügend Leute herum, die das hassen. Und einige sind sogar auch promoviert und man kann mit denen normale Gespräche führen und nicht Sex and the City bzw. Gossip. Alles eine Sache der Routine.
Das Problem ist nur, dass in jenen Kreisen, die Nachricht des Kindes und der Hochzeit sich wie ein Lauffeuer verbreiten und alle Augen sind erstmal nur auf dich gerichtet. Noch mehr Überholspur.

Das Wichtigste wäre es vielleicht erstmal auf Abstand ein wenig Zeit miteinander zu verbringen und die Hochzeit im engen Kreis auszurichten?
 

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14. März 2017 um 14:03
In Antwort auf fl1p

wenn der Mann, der gesellschaftlich über einem steht, einverstanden ist mit einer Hochzeit!

Na, das würde ja implizieren, dass die Initiative von Ihr ausgegangen ist. Ich glaube kaum, dass die konservative Seite dieser Beziehung in Deutschland sitzt. Zumal ihre Eltern vermutich immer noch nichts von ihm wissen.

Und diese gesellschaftlichen "Zwänge" - das ist in der Tat ein Luxusproblem. Denn da laufen genügend Leute herum, die das hassen. Und einige sind sogar auch promoviert und man kann mit denen normale Gespräche führen und nicht Sex and the City bzw. Gossip. Alles eine Sache der Routine.
Das Problem ist nur, dass in jenen Kreisen, die Nachricht des Kindes und der Hochzeit sich wie ein Lauffeuer verbreiten und alle Augen sind erstmal nur auf dich gerichtet. Noch mehr Überholspur.

Das Wichtigste wäre es vielleicht erstmal auf Abstand ein wenig Zeit miteinander zu verbringen und die Hochzeit im engen Kreis auszurichten?
 

"gesellschaftlich ueber einem steht" - sagt mal, sind wir hier wirklich im 21. Jahrhundert?

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14. März 2017 um 14:08

Ne, aber andere - ob die nun unbedingt besser sind - also so beklatschen wie du, wuerde ich deine Probleme nicht..

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14. März 2017 um 14:13
In Antwort auf ticktack123

Hallo!

Mein "Problem" ist für viele wahrscheinlich jammern auf hohen Nivau - aber dennoch werde ich es hier einmal schildern.

Mein Freund und ich wollen im Juli heiraten. Wir lieben uns - aber die Hochzeit hatte auch ganz praktische Gründe - ein Visum für mich (was sich inzwischen erledigt hat, weil ich so ein Visum bekommen habe) - und eine ungeplante aber nicht ungewollte Schwangerschaft - und daher mehr absicherung für das Kind.

Ich liebe ihn wirklich - und er mich - aber mir wird leider immer mehr bewusst, in was für eine Familie ich da einheiraten will - und das macht mir zunehmend Angst. Um es kurz zu sagen: Seine Familie hat Geld & Einfluss - und dass nicht zu wenig. Er hat mich nie belogen, aber auch nie wirklich darüber gesprochen - so dass mir alles erst jetzt bewusst wird.

Ich weiss wirklich nicht, ob das meine Welt ist... ich habe ihn jetzt zo ein paar Events begleitet - so Fundraiser oder Charity Dinger - und ich habe mich da so unwohl gefühlt. Ich kann mit den Frauen, zumindest mit vielen, nicht wirklich reden - weil es einfach nicht meine Welt ist. Die Frauen sind nicht dumm, ganz und gar nicht, aber haben einen ganz anderen Altag als ich. Klar, ich mache mich gerne mal zurrecht - aber dieses TamTam geht mir schon auf den Geist... ich sitze eben lieber in Jeans in einer Bar und trink ein Bier (also gerade her nicht )

Dazu kommt - ich habe einen guten Job, auf den ich stolz bin - und der auch nicht schlecht bezahlt ist. Allerdings bin ich Wissenschaftlerin - was mir ein sehr gute Leben erlaubt - aber ich werde niemals auch nur in die Nähe dieses Reichtums kommen. Das heisst, um das Leben, das er führt, mit ihm führen zu können, bin ich auf sein Geld angewiesen. Es ist aber eben keine Aschenputtel Story...

Das klingt blöd - ich würde mir z.B. nie ein Kleid für 2000$ kaufen - aber auf diesen "Event" wirkt man sonst eben schnell billig... (ich würde mir auch nie eine Karte für so was kaufen) - und so kam ich mir auch vor, als ich mit meinem Discount-Kleidchen da war, was meiner Meinung nach toll aussah - aber ein paar nicht so nette Kommentare bekommen hat.(sanach habe ich mir Kleider ausgeliehen). 

Oder die Hochzeit - ich habe jetzt einen "Weddingplaner" - und das ganze wird ziemlich gross und Edel - das ist einfach nicht meine Welt.. ich komme mir vor wie im falschen Film.

Der normale "Alltag" läuft bei uns super und auch völlig normal, ich kann so kaputte Jeans tragen wie ich will - meinen Freund stört das gar nicht - aber wenn ich ihn heirate, habe ich eben auch gewisse "Soziale verpflichtungen" und muss ich zumindest ab und an in dieser Welt zurrecht finden ... 



 

Ich glaube, du hast ein ganz anderes Problem, wie ich hier rausgelesen habe, kennst du deinen Zukünftigen erst seit wenigen Monaten. Ging alles ziemlich fix, dann gleich Hochzeit und Kind.
Da fehlt einfach Zeit, eine intensive Bindung aufzubauen, noch dazu die Schwangerschaft, sich wirklich in das Leben des Gegenübers reinzudenken und rein zu fühlen.

Du musst doch auch noch gar nicht heiraten.


Nimm dir Zeit!

 

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14. März 2017 um 14:15

Oh verzeih - ich konnte ja nicht ahnen, dass deine Magd heute die goldne Klobrille mit dem falschen Reiniger bearbeitet hat und du dir deinen hochwohlgeborenen A bis ins Grosshirn ninauf verbrannt hast. Sorry

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14. März 2017 um 14:35

Sie muss sich doch erst in diese Welt hineindenken, wie man sieht, ist sie da noch sehr unsicher.

Und ich wiederhole mich:

Es fehlt ihr Zeit!

Das Kind kommt, ist klar, aber sie muss doch des Kindes wegen nicht heiraten.
Sie sollte die Zeit der Schwangerschaft als solche nutzen, ihren Partner auch besser kennenlernen.

Besser vorher ein paarmal gut reinriechen, in diese Events und was weiss ich, wenn ihr das Angst macht, sie muss nicht alles überstürzen.

Wenn die Beziehung in Ordnung ist, wird ihr Partner ihr Vorgehen verstehen und auch zu schätzen wissen.

Sie muss für sich selbst rausfinden, ob sie sich in diese Welt einleben kann.



 

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14. März 2017 um 14:39

Ach stimmt, der Calvinismus! aber das Klo ist doch gut versteckt

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14. März 2017 um 14:42

Meiner auch gerade. *grmpf*

Naja, zum Thema: Wie kommt es, dass du von dieser Welt, in der dein Verlobter lebt erst jetzt etwas merkst und dir darüber Gedanken machst? Familie und Umfeld lernt man doch schon viel früher kennen, hat ein paar Jahre Zeit um sich einzuleben und zu merken, ob man sich dort auf Dauer wohl fühlt. Warum kommen solche Gedanken erst unmittelbar vor der Hochzeit. Das ist doch irgendwie nicht sehr vernünftig angegangen.

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14. März 2017 um 14:46

ok ...ich will jetzt hier nicht unfair werden und in deine Baumarktklokerbe hauen...

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14. März 2017 um 15:29

So, jetzt wissen wir wenigstens, welches Problem sie hatte

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14. März 2017 um 15:41

Viel Diskussion hier... Die Zeitverschiebung macht es nicht leicht, dass alles zu verschieben.

Ich weiss selber, dass die Hochzeit etwas schnell geht - und nachdem sich das mit dem Visum geklärt hatte, wollten wir es eigentlich auch nicht mehr - bis dann die Schwangerschaft kam...  Wie gesagt, ungebplant. Ich habe halt super lange nicht mehr hormonell verhütet - hatte vorher eine ewige Fernbeziehung, die eh kaum existierte - da hat sich das nicht "gelohnt" sich mit Hormonen vollzustopfen - und vertragen habe ich die scheinbar auch nicht.

Aber nun bin ich halt Schwanger - habe mich entschieden, dass Kind zu bekommen - und eine Hochzeit macht es leichter, alles rechtlich abzusichern.  Nach Deutschland zu gehen, kam für mich nie in Frage. Der Umgang mit Wissenschaftlern ist nicht der beste - und ich möchte, wenn der Mann das Kind sehen will, ihm auch die Möglichkeit dazu geben.

Ich habe mir die viel aus der Ehe gemacht - und es hat mich vorher nie gestört, nicht verheiratet zu sein - darum stört es mich auch  nicht, wenn es anders ist. Wenn das Kind mehr sicherheit dadruch hat, umso besser.

Diese Events sind derzeit so einmal in der Woche - um Weihnachten rum waren wir fast jeden 2. Abend unterwegs.. ich glaube, einmal im Monat hätte ich da sogar richtig Spass dran - dann würde ich es wirklich als abwechslung sehen. 

Vielleicht bin ich langweilig - ich weiss es nicht - die Leute, mit denen ich mich beschäftige, sehen es anders - und eigentlich ist mir der Rest egal. Ich habe mich ja mit vielen Frauen und Männern unterhalten - und wie gesagt, ich denke ja nicht schlecht über sie - es sind viele hoch intelligente Leute dabei - und ich repsektiere ihr Leben.

Aber genau so wenig wie sie es spannend finden, wenn ich und meine Arbeitskollegen über die neusten Trends in unserem Bereich reden (wo ich gerne zugebe, dass es für die meisten langweilig ist) - so wenig kann ich mit ihren Gesprächen anfangen. 

Vielleicht stört es mich auch, dass ich darin einfach nicht gut bin. Klar, ich bin in meinem Bereich viel auf Konferenzen - und da Bewege ich mich recht gut - und bin auch, was das Netzwerken  angeht, verdammt gut (ist wirklich so entscheidend wie die Arbeit an sich) - aber das ist eben eher meine Welt.

Auch wenn hier viel negativ über die Welt von meinen Freund geredet wird: Es ist eben nicht so einfach, dass man da "hopla"direkt zurrecht kommt. Ich muss vor diesen "Events" wirklich lernen - wer ist wer, wer macht was, wer mit wem. Zudem muss man sich auch als Begleiterin viel mit z.B. der Politik auseinander setzen. Dazu gehört nicht nur, dass ich z.B. die genauen Ihnalte des ACA und des Gegentwurfes kenne (neben der Meinung der bedeutensten Leute dazu) - sondern auch die Politik dieser Stadt - und das ist wirklich nicht ohne. Es ist wirklich wie Vokablen lernen. Ich finde das alles gar nicht so unspannend - ich habe sehr viel gelernt in den letzten Wochen, und verstehe die USA deutlich besser als vorher  - aber es ist eben auch nicht so leicht, da rein zu kommen - und ich bin auch wirklich nicht gut bisher. Dadruch fühlt man sich ganz schnell "dumm" - und ich will eben nicht nur das Dummerchen an der Seite meines Mannes sein - genau so wenig wie die "sozialistische Europäerin, die von der amerikansichen Gesellschaft keine Ahnung hat". Das Nivau der Gespräche ist eben deutlich uüber "Trump ist ein Idiot, was hat er jetzt schon wieder gemacht,," - um das mal plakativ auszudrücken. 

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14. März 2017 um 15:53
In Antwort auf ticktack123

Viel Diskussion hier... Die Zeitverschiebung macht es nicht leicht, dass alles zu verschieben.

Ich weiss selber, dass die Hochzeit etwas schnell geht - und nachdem sich das mit dem Visum geklärt hatte, wollten wir es eigentlich auch nicht mehr - bis dann die Schwangerschaft kam...  Wie gesagt, ungebplant. Ich habe halt super lange nicht mehr hormonell verhütet - hatte vorher eine ewige Fernbeziehung, die eh kaum existierte - da hat sich das nicht "gelohnt" sich mit Hormonen vollzustopfen - und vertragen habe ich die scheinbar auch nicht.

Aber nun bin ich halt Schwanger - habe mich entschieden, dass Kind zu bekommen - und eine Hochzeit macht es leichter, alles rechtlich abzusichern.  Nach Deutschland zu gehen, kam für mich nie in Frage. Der Umgang mit Wissenschaftlern ist nicht der beste - und ich möchte, wenn der Mann das Kind sehen will, ihm auch die Möglichkeit dazu geben.

Ich habe mir die viel aus der Ehe gemacht - und es hat mich vorher nie gestört, nicht verheiratet zu sein - darum stört es mich auch  nicht, wenn es anders ist. Wenn das Kind mehr sicherheit dadruch hat, umso besser.

Diese Events sind derzeit so einmal in der Woche - um Weihnachten rum waren wir fast jeden 2. Abend unterwegs.. ich glaube, einmal im Monat hätte ich da sogar richtig Spass dran - dann würde ich es wirklich als abwechslung sehen. 

Vielleicht bin ich langweilig - ich weiss es nicht - die Leute, mit denen ich mich beschäftige, sehen es anders - und eigentlich ist mir der Rest egal. Ich habe mich ja mit vielen Frauen und Männern unterhalten - und wie gesagt, ich denke ja nicht schlecht über sie - es sind viele hoch intelligente Leute dabei - und ich repsektiere ihr Leben.

Aber genau so wenig wie sie es spannend finden, wenn ich und meine Arbeitskollegen über die neusten Trends in unserem Bereich reden (wo ich gerne zugebe, dass es für die meisten langweilig ist) - so wenig kann ich mit ihren Gesprächen anfangen. 

Vielleicht stört es mich auch, dass ich darin einfach nicht gut bin. Klar, ich bin in meinem Bereich viel auf Konferenzen - und da Bewege ich mich recht gut - und bin auch, was das Netzwerken  angeht, verdammt gut (ist wirklich so entscheidend wie die Arbeit an sich) - aber das ist eben eher meine Welt.

Auch wenn hier viel negativ über die Welt von meinen Freund geredet wird: Es ist eben nicht so einfach, dass man da "hopla"direkt zurrecht kommt. Ich muss vor diesen "Events" wirklich lernen - wer ist wer, wer macht was, wer mit wem. Zudem muss man sich auch als Begleiterin viel mit z.B. der Politik auseinander setzen. Dazu gehört nicht nur, dass ich z.B. die genauen Ihnalte des ACA und des Gegentwurfes kenne (neben der Meinung der bedeutensten Leute dazu) - sondern auch die Politik dieser Stadt - und das ist wirklich nicht ohne. Es ist wirklich wie Vokablen lernen. Ich finde das alles gar nicht so unspannend - ich habe sehr viel gelernt in den letzten Wochen, und verstehe die USA deutlich besser als vorher  - aber es ist eben auch nicht so leicht, da rein zu kommen - und ich bin auch wirklich nicht gut bisher. Dadruch fühlt man sich ganz schnell "dumm" - und ich will eben nicht nur das Dummerchen an der Seite meines Mannes sein - genau so wenig wie die "sozialistische Europäerin, die von der amerikansichen Gesellschaft keine Ahnung hat". Das Nivau der Gespräche ist eben deutlich uüber "Trump ist ein Idiot, was hat er jetzt schon wieder gemacht,," - um das mal plakativ auszudrücken. 

Das ist doch prima, wenn du soviel dabei lernen kannst. 
Und noch besser, wenn es auf hohem Niveau ist.
Das kann ich von meiner Erfahrung leider nicht sagen und das ist viel nerviger, finde ich, wenn man halt nur ueber die naechste MiamiReise oder den naechsten Grundstuecksverkauf redet.
Bestimmt wirst du das gut hinkriegen mit der Zeit (Ehrgeiz hast du ja).

aber verliere dich nicht darin, das geht auch ganz schnell - und schon ist man eine von vielen...
 

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14. März 2017 um 19:02
In Antwort auf ticktack123

Hallo!

Mein "Problem" ist für viele wahrscheinlich jammern auf hohen Nivau - aber dennoch werde ich es hier einmal schildern.

Mein Freund und ich wollen im Juli heiraten. Wir lieben uns - aber die Hochzeit hatte auch ganz praktische Gründe - ein Visum für mich (was sich inzwischen erledigt hat, weil ich so ein Visum bekommen habe) - und eine ungeplante aber nicht ungewollte Schwangerschaft - und daher mehr absicherung für das Kind.

Ich liebe ihn wirklich - und er mich - aber mir wird leider immer mehr bewusst, in was für eine Familie ich da einheiraten will - und das macht mir zunehmend Angst. Um es kurz zu sagen: Seine Familie hat Geld & Einfluss - und dass nicht zu wenig. Er hat mich nie belogen, aber auch nie wirklich darüber gesprochen - so dass mir alles erst jetzt bewusst wird.

Ich weiss wirklich nicht, ob das meine Welt ist... ich habe ihn jetzt zo ein paar Events begleitet - so Fundraiser oder Charity Dinger - und ich habe mich da so unwohl gefühlt. Ich kann mit den Frauen, zumindest mit vielen, nicht wirklich reden - weil es einfach nicht meine Welt ist. Die Frauen sind nicht dumm, ganz und gar nicht, aber haben einen ganz anderen Altag als ich. Klar, ich mache mich gerne mal zurrecht - aber dieses TamTam geht mir schon auf den Geist... ich sitze eben lieber in Jeans in einer Bar und trink ein Bier (also gerade her nicht )

Dazu kommt - ich habe einen guten Job, auf den ich stolz bin - und der auch nicht schlecht bezahlt ist. Allerdings bin ich Wissenschaftlerin - was mir ein sehr gute Leben erlaubt - aber ich werde niemals auch nur in die Nähe dieses Reichtums kommen. Das heisst, um das Leben, das er führt, mit ihm führen zu können, bin ich auf sein Geld angewiesen. Es ist aber eben keine Aschenputtel Story...

Das klingt blöd - ich würde mir z.B. nie ein Kleid für 2000$ kaufen - aber auf diesen "Event" wirkt man sonst eben schnell billig... (ich würde mir auch nie eine Karte für so was kaufen) - und so kam ich mir auch vor, als ich mit meinem Discount-Kleidchen da war, was meiner Meinung nach toll aussah - aber ein paar nicht so nette Kommentare bekommen hat.(sanach habe ich mir Kleider ausgeliehen). 

Oder die Hochzeit - ich habe jetzt einen "Weddingplaner" - und das ganze wird ziemlich gross und Edel - das ist einfach nicht meine Welt.. ich komme mir vor wie im falschen Film.

Der normale "Alltag" läuft bei uns super und auch völlig normal, ich kann so kaputte Jeans tragen wie ich will - meinen Freund stört das gar nicht - aber wenn ich ihn heirate, habe ich eben auch gewisse "Soziale verpflichtungen" und muss ich zumindest ab und an in dieser Welt zurrecht finden ... 



 

Na, die hellste Birne auf dem Kronleuchter scheinst du ja nicht zu sein, wenn dir das jetzt erst alles auffällt.

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16. März 2017 um 1:18
In Antwort auf ticktack123

Hallo!

Mein "Problem" ist für viele wahrscheinlich jammern auf hohen Nivau - aber dennoch werde ich es hier einmal schildern.

Mein Freund und ich wollen im Juli heiraten. Wir lieben uns - aber die Hochzeit hatte auch ganz praktische Gründe - ein Visum für mich (was sich inzwischen erledigt hat, weil ich so ein Visum bekommen habe) - und eine ungeplante aber nicht ungewollte Schwangerschaft - und daher mehr absicherung für das Kind.

Ich liebe ihn wirklich - und er mich - aber mir wird leider immer mehr bewusst, in was für eine Familie ich da einheiraten will - und das macht mir zunehmend Angst. Um es kurz zu sagen: Seine Familie hat Geld & Einfluss - und dass nicht zu wenig. Er hat mich nie belogen, aber auch nie wirklich darüber gesprochen - so dass mir alles erst jetzt bewusst wird.

Ich weiss wirklich nicht, ob das meine Welt ist... ich habe ihn jetzt zo ein paar Events begleitet - so Fundraiser oder Charity Dinger - und ich habe mich da so unwohl gefühlt. Ich kann mit den Frauen, zumindest mit vielen, nicht wirklich reden - weil es einfach nicht meine Welt ist. Die Frauen sind nicht dumm, ganz und gar nicht, aber haben einen ganz anderen Altag als ich. Klar, ich mache mich gerne mal zurrecht - aber dieses TamTam geht mir schon auf den Geist... ich sitze eben lieber in Jeans in einer Bar und trink ein Bier (also gerade her nicht )

Dazu kommt - ich habe einen guten Job, auf den ich stolz bin - und der auch nicht schlecht bezahlt ist. Allerdings bin ich Wissenschaftlerin - was mir ein sehr gute Leben erlaubt - aber ich werde niemals auch nur in die Nähe dieses Reichtums kommen. Das heisst, um das Leben, das er führt, mit ihm führen zu können, bin ich auf sein Geld angewiesen. Es ist aber eben keine Aschenputtel Story...

Das klingt blöd - ich würde mir z.B. nie ein Kleid für 2000$ kaufen - aber auf diesen "Event" wirkt man sonst eben schnell billig... (ich würde mir auch nie eine Karte für so was kaufen) - und so kam ich mir auch vor, als ich mit meinem Discount-Kleidchen da war, was meiner Meinung nach toll aussah - aber ein paar nicht so nette Kommentare bekommen hat.(sanach habe ich mir Kleider ausgeliehen). 

Oder die Hochzeit - ich habe jetzt einen "Weddingplaner" - und das ganze wird ziemlich gross und Edel - das ist einfach nicht meine Welt.. ich komme mir vor wie im falschen Film.

Der normale "Alltag" läuft bei uns super und auch völlig normal, ich kann so kaputte Jeans tragen wie ich will - meinen Freund stört das gar nicht - aber wenn ich ihn heirate, habe ich eben auch gewisse "Soziale verpflichtungen" und muss ich zumindest ab und an in dieser Welt zurrecht finden ... 



 

hallo Ticktack,

​wenn du dir vorkommst, als seiest du im falschen Film, solltest du vielleicht das Kino wechseln. Mag vielleicht hart klingen, aber wenn dir die Charitybälle und das ganze gesellschaftliche Chi-Chi zuviel sind, kannst du es entweder lassen oder du wirst lernen müssen, damit umzugehen. Solange du deshalb nicht die Partnerschaft zu deinem Verlobten in Frage stellen musst, ist doch alles okay.

​Wie viel du für deine Klamotten ausgeben magst, solltest weiterhin besser du selbst bestimmen, da würde ich mich auch durch intensives Getratsche (meist ohnehin von Leuten, die keine Ahnung haben) nicht aus dem Konzept bringen lassen.

​Lass den Weddingplaner seine Arbeit machen, halt dich aus dem Trubel bestmöglich raus und schau am Hochzeitstag einfach nur hübsch aus - dann sind alle zufrieden. Wenn du die mit deinem neuen Status einher gehenden sozialen Verpflichtungen aus welchen Gründen auch immer nicht eingehen kannst oder willst, fände ich es allerdings nur fair, wenn du deinem Partner davon auch etwas sagtest.

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Von: ticktack123
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