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Just alone

19. August 2009 um 0:38 Letzte Antwort: 19. August 2009 um 12:47

Hallo zusammen,

ich weiss nicht wie ich anfangen soll. Nach einer Flasche Barbera und einen Bier habe ich mich durchgerungen hier mein Problem zu schilder.
Eigentlich dreht sich mein Thema um die Einsamkeit, welche mich sehr bedrückt!
Ich muss einige Dinge im Vorfeld klären. Die Einsamkeit, welche mich bedrückt, definiert sich eher als leere in meinen Leben. Als erstes möchte ich mein Leben etwas schildern.
Ich bin bei meinen Grosseltern aufgewachsen. Mit ca. 15 Jahren bin ich ausgezogen und habe auf der Strasse gelebt.
Da ich kein Geld hatte und keine Unterstützung bekommen habe, musste ich mein Leben mit nicht ganz legalen Dingen finanziert.
Dies bot mir die Grundlage für anderweitige Geschäfte, welche mich zu einem sehr reichen Mann gemacht haben. Momentan lebe ich in der Schweiz und brauch mir im Prinzip nie wieder Sorgen über meine finanzielle Situation machen.
Aber da fängt mein Problem an! Ich habe mein Leben lang darauf hingearbeitet nie wieder auf der Parkbank zu schlafen. Nur leider musste ich dafür viele Kompromisse eingehen, wie zum Beispiel 18 Stunden am Tag arbeiten, meine Familie beschützen bzw. finazieren etc.
Auf mir lastet ein ungemeiner Druck den finanziellen Wohlstand für mehr als 200 Angestellte und meiner Familie aufrecht zu erhalten.
Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Mit 18 Jahre hatte ich meinen ersten Burn-Out inklusive Gürtelrose, wo ich mich ein Jahr in die Staaten abgesetzt habe.
Mit nun 23 Jahre bin ich einfach leer. Die Verantwortung, die Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft, die Ausübung von Macht zerstört mich einfach. Die Taten, welche ich begehen musste, um dort hinzukommen wo ich jetzt bin, lasten auf meine Schultern.
Ich bin nach 23 Jahre immer noch Single (immer wieder einige Affären, welche nicht nennenswert sind). Nun Sitze ich in meine Haus und weiss einfach nicht mehr weiter. Soll ich alles Aufgeben und Aussteigen oder soll ich die Verantwortung, welche mir gezwungenermaßen aufgedrängt wurde, weiter wahrnehmen.
Alle sagen, dass ist das beste Alter um sich auszutoben. Davon habe ich noch nichts mitbekommen.
Mein Leben kann in drei Worten zusammengefasst werden: Macht, Einsamkeit und Verantwortung.
Ich frage mich, ist es nicht besser ein einfaches Leben zuführen, wo keine 70 Stunden die Woche anfallen, sondern man seine 40 Stunden hat und den Rest seiner Zeit seiner Familie widmet? Wo es nicht darum geht wer das bessere Auto, Boot oder Unternehmung hat.
Ich hab mir schon überlegt einfach zwei Jahre mein McDonalds zu arbeiten um eine Frau kennenzulernen, welche mich liebt für das was ich bin und nicht dafür was ich darstelle. Mir ist klar, dass es mir besser geht als vielen anderen Menschen, aber dafür musste ich viele Kompromisse eingehen, Dinge tun, welche sehr nebulös sind. Diese Aspekte darf man nie vergessen.
Meine Frage: Wie würdet ihr euch entscheiden? Einen aus der Familie die Geschäfte anvertrauen und aussteigen für einige Jahre oder die aufgetragene Verantwortung weiter wahrnehmen?
Es klingt banal, aber ich weiss einfach nicht wo ich ihm Leben stehe. Ich fühl mich einfach nur einsam. Die meisten Freunde, welche ich habe, sind nur Geld geile Geier, die hoffe, dass sie noch mehr Geld durch mich verdienen.
Ich bedanke mich für die Zeit, welche Sie sich nehmen werden, um eine adäquate Antwort zu verfassen.

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19. August 2009 um 12:47

Du kennst doch die Antwort schon längst
also ich bin momentan auch nicht der beste Ratgeber, aber deine Geschichte find ich sehr spannend.... vor allem hab ich auch lange gebraucht mich hier zu melden...

weißt du, ich glaube dass du die antwort im Grunde längst kennst... und das ist auch gut so, denn niemand außer du kennt dein Leben, deine Geschichte, deine Wünsche, deine Erfahrungen und wie du damit umgehst und vor allem fühlt niemand wie du...

Mir geht es ähnlich wie Dir. Ich arbeite gerne, aber ich denk mir auch: Ist das alles? Könnt ich als Putzfrau nicht glücklicher sein? Und ich glaub, wenn man so viel Geld und Macht hat, dann macht das sicherlich auch einsam... und richtige Freunde zu finden ist da sehr schwer. Und wenn du mal bei McDoof arbeiten möchtest eine zeitlang und du es dir leisten kannst, aus der Firma auszusteigen, warum nicht? Hauptsache du bist glücklich! Gib dir doch mal ein Jahr. Dann siehst du immer noch. Nur ob du bei McDoof die richtige findest, na ja... grins... Eine Freudin sagte letztens zu mir: Man findet immer dann den richtigen/die richtige, wenn und wo man es am aller wenigstens vermutet und sucht...

Folge einfach deinem Herzen.... und wenn Du so nicht mehr weiterleben möchtest, dann hör darauf und suche nach dem, was du wirklich willst... denn nur so bist du glücklich... und letztlich leben wir alle nur einmal auf dieser Welt... Haben wir es da nicht verdient für die kurze Zeit auch glücklich zu sein? Und es ist nichts falsch, wenn du etwas tun möchtest. Auch wenn du vielleicht im nachhinein denkst es war falsch. Nein, war es nicht, denn in diesem Moment war es für dich richtig!

Bin momentan nicht wirklich super in solchen Dingen, aber das eben sagt mir mein Bauchgefühl nachdem was ich hier lese!
Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche nach dem Sinn deines Lebens!

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