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Jungfrau

4. Januar 2014 um 22:09

Auch wenn es wahrscheinlich niemanden juckt:

Ich m18 beichte, dass ich es in meinem ganzen Leben geschafft habe, auch nur ein flüchtige körperliche Beziehung zu führen. Klartext: Mehr als Kuscheln war nie drin. Ich pflege praktisch keine Freundschaften, nur Bekannschaften und interessiere mich auch nicht für andere Menschen. Alle Menschen in meinem Leben sind Variablen, ich betrachte sie mehr als Bitsteller in einer Rolle als als Freund oder was auch immer. Ich selbst habe dieses Jahr ein exzellentes Abi erworben und bei mir wurde ein doch sehr hoher IQ festgestellt, doch all das ist wertlos, weil ich mich nach einer zwischenmenschlichen Wärme sehne, die ich wohl gar nicht ertragen könnte. Ich kann mit Mädchen ganz normal reden, flirten und den ganzen Mist, das ist nicht mein Problem. Im Umgang mit anderen Menschen setze ich meine Maske auf: Ich bin laut, lustig, fröhlich und bestimmt, aber eigentlich kennt jeder nur die Maske und ich kann diesen Typen, der ich für andere zu sein scheine, auch nicht leiden. Meine Freizeit verbringe ich nunmehr seit 8 Jahren allein und zweifle immer mehr daran, dass sich das jemals ändern wird. Am liebsten wäre ich ganz normal...

Wenn du es bis hier geschafft hast, würde ich mich freuen, wenn du einfach schreiben würdest, was in Deinem Kopf vorgeht. Danke schonmal im Vorraus.

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5. Januar 2014 um 19:32


Die Frauen hier verstehen dich wohl nicht so..

Kannte da auch mal aus den Freundeskreis einen, der immer nur am Rande dabei war, saß lieber vorm Pc und war überdurchschnittlich intelligent.

Sein Verhalten glich deinem...laut un manchmal halt etwas pervers, wie die anderen halt

Nur mit Weibern konnte er lediglich reden, aber halt sein gespieltes Ich....er dachte, der Nerd in Ihm will keiner haben.

Es gibt immer Frauen die vllt auf so ein Typus stehn, aber schwall sie ja nicht mit PC-Kram zu



Würde gerne wissen was der -Guteheute so macht

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5. Januar 2014 um 21:53

Ich bin über niemandem...
Intelligenz macht einen keinesfalls besser, als all die anderen Menschen auf diesem Felsen. Mit dem "stinknormal" sein wollen, habe ich nun die letzten 4 Jahre meines Lebens vertan. Ich habe meine Art zu reden verändert und es denkbar versucht, mich in andere Menschen hineinzudenken und dabei habe ich nur erfahren müssen, dass wohl die Mehrheit anders denkt, anders fühlt als ich das je getan habe. Ich stehe weder über den Menschen noch unter ihnen. Ich stehe auf der anderen Seite einer Mauer, die ich nicht zu durchbrechen vermag. Lange Zeit war ich so glücklich, weil ich auf meiner Seite der Mauer sicher und geborgen war, aber in letzter Zeit sehe ich nur gelähmt zu, wie alle anderen freudig ihre Leben gestalten, während meine Existenz so beliebig ist, wie die Moleküle aus denen ich zusammengesetzt bin.

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5. Januar 2014 um 22:00

Allein wenn ich den Einstieg lese...
erfahre ich von Dir genau die Behandlung, die ich schon so häufig genießen durfte. Guck mal, der ist anders... Deshalb gibt es die Maske, aber was habe ich schon zu erwarten, wenn ich diese fallen lasse. Ich kann durch meine Intelligenz besser Sachverhalte durchdringen als andere, das macht mich aber keinesfalls besser als die anderen. Dafür habe ich praktisch keine Ahnung wie man Menschen physisch emotinale Nähe signalisiert, was jeder andere so instiktiv kann wie Atmen.
Ich empfinde sowohl physische als auch emotionale Nähe als Grenzverlust. Ich halte das nicht für lange aus, dann ziehe ich mich zurück und brauche Zeit für mich. Der tragische Punkt ist, dass ich dennoch die selbe Sehnsucht danach empfinde, wie wohl andere Menschen auch. Und das ist das ein Dilemma, was wohl niemand nachvollziehen kann, was mich aber Tag für Tag demontiert.

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5. Januar 2014 um 22:04

Nein bin ich nicht...
Lies vielleicht die anderen Kommentare von mir, dann wird das klarer. Die Maske ist das einzige, was mich davor bewahrt, dass der Hass und die Vorurteile der anderen durch mein Leben rollen und mir den Umgang unerträglich machen. Die Maske lieben die Leute, weil sie "normal" und nicht ich ist. Sie ist gewisser maßen mein permantes Deckungsfeuer, was mich davor bewahrt von den Kugeln meiner Mitmenschen perforiert zu werden. Wenn das zu metaphorisch war tuts mir Leide :P Hoffe du verstehst, was ich meine.

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5. Januar 2014 um 22:12
In Antwort auf shyam_12254674


Die Frauen hier verstehen dich wohl nicht so..

Kannte da auch mal aus den Freundeskreis einen, der immer nur am Rande dabei war, saß lieber vorm Pc und war überdurchschnittlich intelligent.

Sein Verhalten glich deinem...laut un manchmal halt etwas pervers, wie die anderen halt

Nur mit Weibern konnte er lediglich reden, aber halt sein gespieltes Ich....er dachte, der Nerd in Ihm will keiner haben.

Es gibt immer Frauen die vllt auf so ein Typus stehn, aber schwall sie ja nicht mit PC-Kram zu



Würde gerne wissen was der -Guteheute so macht

In mir steckt wenig Nerd...
ich würde nie auf die Idee kommen Mitmenschen mit meinen Interessen zu langweilen. Menschen reden gerne über Belangloses Zeug, wie Sport, Prominente oder andere Menschen ihrer sozialen Wirklichkeit. Das in Kombination mit Rückfragen, Gegenfragen und einem zumindest etwas engagierten Gesprächspartner ergibt einen Smalltalk, den die meisten wohl für eine Konversation halten würden. Aber genau das ist auch der Grund, warum mich Menschen so langweilen. Ich führe mit jedem ein anderes Gespräch, aber unter dem Strich bleibt es das gleiche. Es ist nicht so, dass ich den ganzen Scheiß nicht schon tausendmal durchgespielt habe... Ich kann den sozialen Kram, habe aber absolut nicht den Spaß dabei, den ich der gesellschaftlichen Konvention nach, dabei haben sollte.

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5. Januar 2014 um 22:49


die frage stelle ich mir auch eben.

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